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Full text of "Der steile Aufstieg"

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DER STEILE AUFSTIEG 

Reden und Aufsätze 
aus den Jahren 1942/43 

von 

Joseph Goebbels 




ZENTRALVERLAG DER NSDAP. FRANZ EHER NACHF. MÜNCHEN 



1944 

2. Auflage 6. - 55. Tausend 

Herausgeber von M. A. v. Schirmeister 

Alle Rechte vorbehalten 

Druck: Oscar Brandstetter, Leipzig 



Inhalt 

Vorwort VII 

1942 

Was auf dem Spiele steht 3 

Das neue Europa 10 

Deutsches Schrifttum im Lärm der Waffen 17 

Die Standhaftigkeit der Herzen 30 

Der Segen der Erde 37 

Bewährung der Jugend 43 

Der Krieg als soziale Revolution 53 

Die Vision eines neuen Europa 6 1 

Die neue Ordnung 70 

Über die politische Leidenschaft 78 

Kriegsweihnacht 1942 86 

Die Vollendeten 95 

1943 

Neujahrsgruß an unsere Soldaten 105 



Die Heimat im Kriege 113 

Der totale Krieg 121 

Die Optik des Krieges 129 

Führer befiehl, wir folgen! 138 

Der Blick nach vorne 151 

Die harte Lehre 159 

Nun, Volk, steh auf, und Sturm brich los! 167 

Die Krise Europas 205 

Damals und heute 213 

Die Winterkrise und der totale Krieg 221 

Vom Unrecht im Kriege 228 

Ein offenes Wort zum totalen Krieg 237 

Das ewige Gesetz 244 

Führergeburtstag 1943 252 

Der Krieg und die Juden 263 

Das große Wagnis 27 1 

Vom Wesen der Krise 279 

Überwundene Winterkrise 287 

Die motorischen Kräfte 307 

Von der Arbeit des Geistes 315 

In vorderster Reihe 323 

Vom Reden und vom Schweigen 33 1 

Unsterbliche deutsche Kultur 339 

Das Denkmal der nationalen Solidarität 347 

Der Arbeiter im Schicksalskampf des Reiches 355 

Weiß die Regierung das eigentlich? 376 

Im Schatten des Waffenkrieges 384 

Die Voraussetzung zum Sieg 392 

Ein Wort zum Luftkrieg 400 

Die Moral als kriegsentscheidender Faktor 406 

Am längeren Hebelarm 414 

Die Realitäten des Krieges 422 

Von der Unersetzlichkeit der Freiheit 430 

Ungebeugtes Berlin 438 

Das große Drama 440 

Von den nationalen Pflichten im Kriege 448 

Das Schulbeispiel 456 

Die 30 Kriegsartikel für das deutsche Volk 464 



Der steile Aufstieg 

Jedem, der an der Sportpalast-Kundgebung vom 18. Februar 1943 teilnehmen konnte, wird ein besonderes Erlebnis 
unvergeßlich bleiben. Auch diesmal wieder hatte Dr. Goebbels die Massen in den Bann seiner Gedanken gezwungen. Er hatte 
ihnen den Weg gewiesen, wo sie schon zu zweifeln begannen, ob es aus der Krise überhaupt noch einen Ausweg geben könne. 
Wieder jubelten sie ihm nun zu, erschüttert, befreit, durchströmt von neuem Glauben, durchpulst von neuer Kraft und 
Zuversicht, beseelt und erfüllt von fester Entschlossenheit und von trotzigem Willen zum Siege. 

Da, mitten in einer der spontan und eruptiv hervorbrechenden Kundgebungen der Masse, geschah es: Plötzlich ging ein Wogen 
durch den Wald der Fahnen und Standarten, die die Rednertribüne säumten. Es war, als hätten die Feldzeichen der NSDAP. 
eigenes Leben gewonnen: ohne Zuruf, nicht im exakten Tempo eines kommandierten Griffes, sondern wie eine allmählich sich 
hebende Woge stiegen sie empor, rauschten und standen, beseelter Ausdruck dieser Stunde der Erhebung. 

Dann war auch diese Kundgebung vorüber. Die Menschen, noch aufgewühlt vom Erlebten, kehrten zurück zu ihren Arbeits- 
stätten oder heim in ihre Wohnungen. Die Macht der Rede aber wurde vom Rundfunk hinausgetragen ins Land, zu Millionen 
von Hörern; die Zeitungen verbreiteten den Text millionenfach in dem ganzen, weiten Raum, den die Front unserer Soldaten 
umschließt. 
VII 



Aus dem Wort ward die Tat. Die Rede setzte sich um in Gesetz und Verordnung. Mehr noch geschah, als diese zu erreichen 
vermögen : das ganze Volk war erfüllt von dem Geist, aus dem heraus allein wirklich Leben zu gewinnen vermochte, was sonst 
doch nur papierener Paragraph geblieben wäre. Das ganze deutsche Volk war entschlossen zur radikalsten Totalisierung der 
Kriegführung und zum totalsten Einsatz aller Mittel und Kräfte der Nation, um einen klaren, eindeutigen, kompromißlosen Sieg 
zu erringen. 

Damals prägte eine Schweizer Zeitung das Wort: "Man kann Dr. Goebbels gewissermaßen als den Motor der totalen Krieg- 
führung in Deutschland bezeichnen", und selbst eine große englische Zeitung konnte sich der besorgten Erkenntnis nicht ver- 
schließen: "Natürlich handelt er in diesem Augenblick als Hitlers Beauftragter, mit besonderen Vollmachten versehen, um die 
totalste Mobilisation durchzusetzen. In Deutschland wird Dr. Goebbels zweifellos als der Mann der Stunde anerkannt." 
Dennoch aber gäbe eine solche Charakteristik einen zu kleinen Ausschnitt aus der Jahresarbeit des Mannes, von der die nach- 
folgenden Blätter zu einem bescheidenen Teil Rechenschaft ablegen wollen. Hier soll wieder ein Querschnitt durch das publi- 
zistische Schaffen eines ganzen Jahres gegeben werden, das von den Wehen heranreifender Entscheidungen durchschüttelt war 
wie keines zuvor. 

Die herannahende Geburtsstunde einer neuen Epoche der deutschen Geschichte brachte allerdings eine solche Ausweitung des 
publizistischen Wirkens mit sich, daß es diesmal nicht möglich ist, sämtliche Reden und Aufsätze der vergangenen zwölf 
Monate in den engen Rahmen dieses einen Buches zu pressen. Ein doppel-bändiges Werk wäre nötig gewesen, hätte der 
exakten Chronistenpflicht Genüge getan werden sollen. Statt dessen mußten alle Reden außer acht gelassen werden, die nicht in 
direktem Zusammenhang 
VIII 

mit dem Kriegsgeschehen standen, also etwa die Abschiedsworte für den heimgegangenen Reichssportführer oder für den durch 

ein tragisches Unglück aus dem Leben gerissenen Stabschef der SA.; 

andere Reden, aus jährlich sich wiederholendem Anlaß gehalten, wurden auf den wesentlichen Kern hin gekürzt oder fielen 

ebenfalls fort, wie z. B. die Ansprache zur Eröffnung des Kriegswinterhilfswerks. 

Auch von den wöchentlich im "Reich" oder im "Völkischen Beobachter" erschienenen Artikeln mußten mit Rücksicht auf den 

festliegenden Umfang dieses Bandes einige wegfallen, die zwar zu bewegenden Fragen des Tages, nicht so sehr aber zu den 

Grundsätzlichkeiten unserer Kriegführung Stellung nahmen. Einer späteren Zusammenstellung des gesammelten schriftlichen 

Werkes mag es vorbehalten bleiben, diesen umfassenden Überblick nachzuholen. Nur durch Straffung des Stoffes konnte es 

gelingen, wenigstens eine vollständige Übersicht über den Ablauf der Geschehnisse des vergangenen Jahres zu geben, einen 

Spiegel der Zeit mit ihrem stürmischen Auf und Ab, mit ihren Fieberschauern und Krisen. An den Artikeln, die in diesem 

Bande zusammengefaßt sind, ist auch diesmal wieder nicht eine Zeile und nicht eine Silbe nachträglich geändert. 

Man muß sich immer wieder einmal klarzumachen versuchen, was das heißt: daß Dr. Goebbels als einziger unter den für die 

Kriegführung ihrer Länder auf einem wesentlichen Gebiet Verantwortlichen nun schon ins fünfte Kriegsjahr hinein Woche für 

Woche zur Feder greift, um nicht nur vor dem deutschen Volke, sondern vor dem Forum der Weltöffentlichkeit seine Thesen zu 

proklamieren, zu dieser oder jener die Nation oder oft auch die Weltmeinung bewegenden Frage Stellung zu nehmen, aus dem 

Gestrüpp und der Wirrnis der Tagesereignisse das Grundsätzliche herauszuschälen und aus dem tumultuösen und chaotischen 

Geschehen des Heute bereits den Weg ins Morgen zu weisen. Es 

IX 

nimmt nicht Wunder, daß diese publizistische Arbeit der immerhin erst während des Krieges neugegründeten Wochenzeitschrift 
"Das Reich" in kürzester Frist eine Millionenauflage und dazu Weltgeltung verschaffte und sie damit mit weitem Abstand zur 
meistgelesenen Wochenzeitschrift dieser Art auf dem ganzen Erdball machte. So hatte die publizistische Arbeit von Dr. 
Goebbels auch die Auflage des "Angriff" in den Jahren von 1927 bis 1932 von anfänglich nur zweitausend Exemplaren auf 
viele hunderttausend hinaufgeschraubt. 

Manchmal geschieht es indes auch heute, daß Dr. Goebbels anstatt im "Reich" im "Völkischen Beobachter" zu sich ergebenden 
Problemen des Tages Stellung nimmt. Die Dinge, die er in der Wochenzeitschrift abzuhandeln pflegt, haben fast immer Bedeu- 
tung über den aktuellen Anlaß hinaus. Aber in den Stürmen, die über unseren Kontinent rasen, können sich manchmal blitzartig 
neue Situationen ergeben, die raschestens und nicht erst in einigen Tagen, wenn die nächste Nummer der Wochenzeitschrift er- 
scheint, angefaßt, ins rechte Licht gerückt und geklärt werden wollen. In solchen Fällen löst die Tageszeitung die gesetztere 
Schwester ab. 

Einmal im Lauf dieses Jahres ereignete es sich, daß der nun schon allgemein als selbstverständlich hingenommene wöchentliche 
Leitartikel im "Reich" ausbleiben mußte. Das war nach dem Verrat Badoglios und seines Königs in Italien. Dr. Goebbels selbst 
hat dann später, als die Entscheidungen ausgereift waren, in dem Artikel "Das Schulbeispiel" im einzelnen dargelegt, weshalb 
in manchen Situationen das Schweigen zur gebieterischen Notwendigkeit wird, auch wenn die Öffentlichkeit noch so sehr auf 
ein Wort der Aufklärung wartet. 

Aber wenn wirklich noch ein Zweifel darüber bestanden hätte, wie sehr und in welchem Umfang die wöchentlichen Aufsätze im 
"Reich" zu einem unveräußerlichen Bestandteil der öffentlichen 
X 



Meinungsbildung nicht nur in Deutschland, sondern in der Welt geworden sind, in dieser Zeit des Schweigens wurde er 
eindeutig behoben. Da kamen ungezählte Briefe aus allen Schichten des Volkes, das ja nun seit Jahren daran gewöhnt ist, in 
diesen Artikeln bzw. in ihrer Verlesung im Rundfunk allwöchentlich Zuspruch und Ausrichtung zu finden, und das in ihnen 
bereits eine Art regelmäßig wiederkehrender offener Aussprache und Zwiesprache sieht. Als habe die Gewöhnung sozusagen 
ein verbrieftes Anrecht auf die Artikel gegeben, so kamen nun anklagende Proteste aus der Heimat wie von der Front. 
Im Ausland aber erhob sich gleichzeitig ein besonderes Rätselraten darüber, worauf wohl das Ausbleiben des auch dort mit 
nicht minderer Spannung erwarteten Artikels zurückgeführt werden mußte. Man erging sich so lange in schlaumeiernden 
Kombinationen, bis die in der Zwischenzeit in aller Stille geschaffenen Tatsachen der ganzen Welt eine unmißverständliche 
Antwort gaben. 

Die Wirkung, die durch die regelmäßig wiederkehrenden Aufsätze ausgelöst wird, spiegelt sich aber auch auf andere Weise 
immer wieder in einer Flut von Briefen, die zu diesem oder jenem Thema Stellung nehmen oder sich ganz allgemein äußern. 
Besonders stark ist dabei nach wie vor das Echo von der Front, und gerade aus den Briefen der Soldaten geht hervor, wie die 
wöchentlichen Leitartikel zu einer Brücke geworden sind, die sich zwischen ihnen und der Heimat spannt. Gerade auch den 
Männern an der Front stärken sie stets aufs neue das Gefühl, daß die Heimat ihnen nicht fremd wird, daß sie ihres Opfers und 
ihres Einsatzes wert geblieben ist. Ein Hauptmann und Batteriechef, der im Osten steht, schildert die Wirkung der Aufsätze auf 
seine Soldaten in einem Brief an Dr. Goebbels wie folgt: 

"Immer wieder hören die Männer meiner an der Ostfront seit zwei Jahren eingesetzten Batterie, soweit es der 

Dienst zu- 
XI 

läßt, an jedem Freitagabend die Verlesung Ihres Wochenaufsatzes. Wir können kaum zum Ausdruck bringen, 
welche Stärkung jedesmal von Ihren Worten für uns ausgeht. Wo wir das Nichtwesentliche, uns Nachteilige 
zu bedeutsam sehen, lehren Sie uns — ohne dieses zu verkennen — , das in der Tat stets reichlich vorhandene, 
aber leicht als selbstverständlich hingenommene Vorteilhafte unserer Lage richtig einzuschätzen. Wir 
möchten deshalb im Verlaufe dieses Krieges Ihre Artikel nicht vermissen und bitten Sie, durch nichts sich 
davon abbringen zu lassen, sie dem Volke zu geben. Ihr Wort und Ihre zuversichtlichen Gedanken machen 
einen Teil der Führung des Krieges aus. So sehr wir früher schon meinten, daß Ihre Artikel das innere Gesicht 
dieses Krieges darstellen — und als solches werden sie später neben den Wehrmachtsberichten als 
wichtigstes Dokument dieses Krieges bestehen bleiben — , so erkennen wir jetzt, daß, je kritischer die Zeiten 
sind und je länger der Krieg anhält, nächst dem uns teuersten Wort des Führers Ihr Wort die Haltung des 
deutschen Menschen in Heimat und Front prägt und damit kriegsgestaltend und siegbestimmend ist. Wir 
bewundern die Kraft, die von Ihrem Herzen und Ihren Gedanken ausgeht, und bitten Sie, diese dem Volke in 
keiner weiteren Kriegswoche vorzuenthalten." 
"Wegweiser für alle Europäer" nennt der Brief eines Ausländers aus einem neutralen Staate diese wöchentlichen Artikel. 
Wie sehr sie tatsächlich Wegweiser sind, wie sehr sie über den Tag hinaus in die Zukunft weisen, mag auch die Tatsache be- 
kunden, daß der Artikel, der dem vorliegenden Bande Namen und Ausrichtung gab, nicht etwa in diesem Buche selbst zu finden 
ist, sondern als Schlußstein in dem vorjährigen Bande der gesammelten Aufsätze, "Das Eherne Herz", steht. Was Dr. Goebbels 
damals vor 
XII 

über Jahresfrist schrieb, umschließt tatsächlich alles, was in den nachfolgenden zwölf Monaten geschah: 

"In diesem Kriege geht es für uns um unser Leben. Das wissen wir alle. Wer es noch nicht wissen sollte, den 

weisen die britisch-amerikanischen Rachefanatiker immer wieder darauf hin. Vor uns liegt noch ein steiler 

Aufstieg. Aber wir glauben, daß er eher von einem Volke bezwungen werden kann, das durch jahrelange 

harte Übung in den Strapazen des Bergsteigens geschult ist, als durch ein Volk, das das Bergsteigen nur in 

der Ebene gelernt hat. Wir haben keinen Grund, uns oder der Welt etwas vorzumachen. Wir sind uns über 

unsere Aufgabe, aber auch über unsere Chancen vollauf im klaren. Wir wissen, was wir wollen. Aber was 

noch wichtiger ist: Wir wollen auch, was wir wissen." 

Das ist die illusionslose, nüchterne, niemals schönfärberische und darum krisenfeste Betrachtungsweise, die Dr. Goebbels seit 

jeher gepflegt hat, die darum aber freilich auch niemals den klaren Blick für alle jene Chancen und Möglichkeiten verliert, die 

selbst in einer dem Laien zunächst ausweglos erscheinenden Situation noch umschlossen sind. Es wird nichts beschönigt, und 

die Schwere der Aufgabe wird niemals geleugnet; mit unbeugsamem Willen aber wird auch denen, die vielleicht hier oder da 

einmal mutlos zu werden drohen, immer wieder der Weg gewiesen, der zum Ziele führt: 

"Wir wissen, daß der Aufstieg steinig und schwer ist; aber keiner darf daran zweifeln, daß er bezwungen 
werden muß, weil sonst alles umsonst und alles verloren wäre", 
heißt es einmal in Fortführung des Bildes vom "steilen Aufstieg" in dem hier vorliegenden Bande. 



Wer diese Reden und Aufsätze liest, mag sich erheben an ihrer edlen Sprache; er mag in der glasklaren Präzision der 

Formulierung 

XIII 

Klärung auf manche ihn bewegende Frage finden. Er mag im Spiegel dieser Sammlung noch einmal ein Jahr an seinem 

geistigen Auge vorüberziehen lassen, das von Fieberschauern geschüttelt war. Er mag sich jetzt nachträglich noch einmal davon 

überzeugen, daß der Ablauf der Geschehnisse in keinem Augenblick der Führung entglitten ist, daß diese vielmehr die Zügel 

stets fest in ihren Händen behielt und der weiteren Entwicklung immer zuverlässige Prognosen stellte. Er mag weiter aus ihnen 

entnehmen, wie fest im Volk verankert die Führung zu jeder Zeit ist, wie sie im Volke die Wurzeln ihrer Kraft hat und wie sie 

unlöslich mit ihm verbunden jedes Schicksal mit ihm teilt. 

Vielleicht wird dann der eine oder andere auch wissen wollen, wie diese Artikel entstehen. Es wird ihm unfaßlich erscheinen, 

daß sie mitten aus einem Arbeitstag heraus geboren werden, der in peinlich genauer Aufteilung alltags wie sonntags 14 und 16 

und oft genug auch noch mehr Stunden umfaßt, und er wird kaum begreifen, daß sie in der Prägnanz ihrer Formulierungen, in 

der anschaulichen Plastik ihrer Bilder, in der kühlen Sicherheit ihres Urteils und der klaren Schönheit ihrer Sprache in einem 

Tempo Formung und Gestaltung finden, vor dem jeder durchschnittliche Stenograph schon nach wenigen Sätzen aussichtslos 

kapitulieren muß. 

Freilich möge sich der Leser darüber klar werden, welcher lange Prozeß des Werdens und Reifens auch hier dem Akt des 

Gestaltens vorausgeht. Wie viele zersorgte und durchwachte Nächte, wie viele Stunden immer neu erkämpfter Bewährung, wie 

viele Prüfungen mußte jeder bestehen, der in diesem Kriege wirklich auf führendem Posten steht. 

Das Herz aber, das diesen Artikeln und Reden Blut und Leben gab, schlägt den gleichen Pulsschlag wie das des Volkes. Aus 

seinen breiten Massen zieht es immer wieder seine beste Stärke; über zahllose Kanäle ist es unlöslich mit ihnen verbunden. 

XIV 

Die Impulse, die es dem Volke entnimmt, strömt es dann vervielfacht wieder in die Massen hinein. So ist es in Wahrheit ein 
Motor, der die besten Kräfte treibt, nämlich den Glauben an Deutschlands Zukunft und den Willen zum deutschen Sieg. 
M. A. v. Schirmeister 

xxxxxxxxxx 

1942 
Was auf dem Spiele steht 

27. September 1942 

Es wird kaum jemanden in den kriegführenden Ländern geben, der sich nicht schon offen oder insgeheim ein Bild entworfen 
hätte von dem Zustand, in dem sich sein Volk, unser Erdteil und die Welt nach der Beendigung dieses Krieges befinden 
werden. Bei den meisten ist diese Konstruktion mehr das Resultat der Phantasie oder gar einer undefinierbaren 
Wunschvorstellung als das eines nüchternen und überlegten, auf Tatsachen aufgebauten Realismus. Es ist das Vorrecht derer, 
die keine Verantwortung zu tragen haben, sich die Welt und das Leben so zu denken, wie sie ihren persönlichen Bedürfnissen 
entsprechen. Anders bei den Regierenden. Sie müssen die Interessen ihres Volkes insgesamt vertreten, und zwar nicht nur für 
die Gegenwart, sondern, was viel wichtiger ist, auch für die Zukunft. Sie haben deshalb ihren Wünschen und Handlungen auch 
besondere Maßstäbe zu unterlegen, die Rücksicht nehmen müssen auf die verschiedenartigen Bedingungen des Lebens ihrer 
Nationen wie auch der Nationen, die in ihren Interessenzonen liegen. Der Krieg hat den tieferen Sinn, die Existenzgrundlagen 
der Völker neu zu regeln. All seine Aktionen müssen auf diesen Sinn ausgerichtet werden, wenn er nicht seinen Ausgangspunkt 
und sein Ziel verlieren soll. 

Man kann der deutschen Führung nicht vorwerfen, daß sie im Verlaufe dieses Krieges jemals gegen diesen Grundsatz verstoßen 
hätte. Sie hat sich größte Enthaltsamkeit auferlegt in der Proklamierung weitschweifender theoretischer Kriegsziele und sich 
immer darauf beschränkt, ihre Absichten dahin zu definieren, daß sie für 
3 

die Freiheit, die Unabhängigkeit und den notwendigen Lebens- und Bewegungsraum ihres Volkes kämpft. Die meisten 
Kriegshandlungen sind ihr direkt aufgezwungen worden. Ihre Offensiven hatten immer ihren Ursprung in einem defensiven 
nationalen Verteidigungswillen, und nach der Niederlage des Feindes zeichnete sie sich ebenso aus durch eine maßvolle 
Beschränkung ihrer Forderungen, die ausschließlich auf das rein Zweckmäßige und unmittelbar Erforderliche ausgerichtet 
waren. 

Daraus auch ist es zu erklären, daß der Krieg von Deutschland ohne jedes Gefühl von Rache geführt wurde und geführt wird. 
Bei uns sind Überfanatiker nie zu Worte gekommen. Der Krieg war und ist für uns eine zu ernste Sache, als daß wir ihn den 
Händen schnaubender Hitzköpfe anvertrauen wollten. Es wird niemanden geben, der uns nachweisen könnte, daß wir die 
Auflösung, Vernichtung oder wirtschaftliche oder physische Liquidierung eines unseren Waffen unterlegenen Volkes als 



Kriegsziel proklamiert hätten. Und obwohl uns beispielsweise der schwerste Krieg unserer Geschichte in der Hauptsache neben 
den Engländern von den Franzosen aufgezwungen worden ist und wir seit Versailles mit unserem westlichen Nachbarn noch 
einiges abzurechnen hatten, war unser Auftreten beim zweiten Compiegne doch so maßvoll, daß es so ungefähr das Gegenteil 
von dem darstellte, was Freund und Feind von uns erwartet hatten. 

Die Gründe dazu liegen auf der Hand. Ganz abgesehen davon, daß ein anderes Vorgehen kaum unserem Nationalcharakter ent- 
sprochen hätte, fühlen wir uns auch im Kriege immer noch in einer gewissen Weise einem kommenden Frieden verantwortlich. 
Wir vergessen niemals, daß die europäischen Völker auch nach diesem Drama, wenn auch in einer vollkommenen Neuordnung 
ihrer Interessen, wieder nebeneinander leben müssen. Der Krieg ist nicht das Normale, sondern das Abnorme. Je weniger man 
ihn in die Sphäre des reinen Ressentiments abgleiten läßt, um so klarer und 
4 

durchsichtiger wird sich sein Ablauf gestalten. Wut und Rache sind meistens schlechte Ratgeber. Man kann hassen, ohne sich 
vom Haß übertölpeln zu lassen. Wer auch in der Polemik über den Krieg die Nerven verliert, der setzt sich fast immer ins 
Unrecht. Hier liegt der Umstand, der unseren angelsächsischen Gegnern nicht nur von uns, sondern von der ganzen zivilisierten 
Welt zum Vorwurf gemacht wird. 

Man kann darüber streiten, ob die Engländer und Amerikaner mitsamt ihren jüdischen Einbläsern aus innerpolitischen Gründen 
gezwungen sind, ihre geheimen Absichten gegen uns so offen zu demaskieren; daß sie sich dabei in der Welt und vor allem im 
Hinblick auf unser eigenes Volk und die ihm gegenüber verfolgten Propagandatendenzen den schwersten Schaden zufügen, 
bedarf wohl kaum einer Betonung. Es ist möglich, daß die Engländer und Amerikaner angesichts ihrer ewigen militärischen 
Niederlagen gelegentliche Wut- und Racheausbrüche gewissermaßen als seelischen Ausgleich nötig haben. Kein Mensch aber 
wird zu bezweifeln wagen, daß sie damit eine geistige Selbstentblößung vollziehen, die uns nur willkommen sein kann. 
Vor einigen Monaten beschäftigte sich die britische Öffentlichkeit auf das lebhafteste mit der bekannten These jenes 
berüchtigten Lord Vansittart, die dahingeht, daß Deutschland in Versailles viel zu milde behandelt worden sei und nach diesem 
Kriege gänzlich niedergeschlagen werden müsse. Man ereiferte sich in London über die Frage, ob es zweckmäßig sei, eine 
solche Lehre in aller Öffentlichkeit vor den Ohren des mithörenden deutschen Volkes zu erörtern, das man doch andererseits 
durch eine infame gleisnerische Propaganda zur Nachgiebigkeit zu bewegen hoffe. Kein Mensch kam auf den Gedanken, darauf 
aufmerksam zu machen, daß diese Diskussion im Augenblick wenigstens und angesichts der dem deutschen Volke gegenüber 
verfolgten Propagandaabsichten mindestens unzweckmäßig sei. Man stritt auch nicht über die Lehre Vansittarts 
5 

an sich, sondern nur darüber, ob, wie und wann sie öffentlich erörtert werden solle. Wo hat man je einen ähnlichen Vorgang bei 

uns beobachten können? Bei der von uns gefühlten Debatte über den Krieg ging es stets nur um das Wesentliche. Wir brachten 

immer nur das vor, was zweckmäßig und notwendig war, ohne jemals dabei in die überhitzte Atmosphäre reiner Rachepolitik 

abzugleiten. 

Vor einigen Tagen brachte das amtliche englische Reuter-Büro in einem Überseekabel die Meinung eines von der britischen 

Regierung ausgehaltenen Emigrantenblattes zum Ausdruck dahingehend, daß alle deutschen Kinder von zwei bis sechs Jahren 

ihren Müttern weggenommen und für die Dauer von 25 Jahren ins Ausland geschickt werden müßten. Bei dieser Methode 

würden die Deutschen, wie es hieß, ihre Nationalität vergessen. Es würde ein Völkergemisch entstehen, das nicht mehr als 

deutsch zu bezeichnen sei. Hätte das Reuter-Büro diesen Wahnwitz nicht amtlich weitergegeben, so könnte man immerhin 

zugunsten der englischen Regierung annehmen, daß es sich hier um eine zwar indiskutable, aber immerhin um eine Entgleisung 

eines Unzurechnungsfähigen handele. 

Das ist angesichts der hier geschilderten Umstände nicht mehr möglich. Es ist vielmehr so, daß ein unter der Aufsicht der 

britischen Regierung stehendes Blatt in einem unbewachten Augenblick das zum Ausdruck gebracht hat, was die Gegenseite in 

Wirklichkeit denkt und vorhat. Man soll uns auch nicht entgegenhalten, daß nie so heiß gegessen wie gekocht wird. Wozu 

unsere Feinde fähig sind, das hat das deutsche Volk in Versailles erlebt. Da erstarrte auch dem letzten Deutschen das Blut in 

den Adern, als er erfuhr, was beim sogenannten Frieden aus den Wilsonschen Weltbeglückungsphrasen geworden war. 

Wir sind fest davon überzeugt, daß die Engländer und Amerikaner und vor allem ihre jüdischen Hintermänner ein Gleiches in 

grotesker Übersteigerung mit uns vorhätten, wenn es ihnen gelänge, uns noch einmal zu übertölpeln. Hätte die deutsche 

Propaganda 

6 

während des Krieges nichts anderes erreicht, als das dem ganzen deutschen Volke klarzumachen, so hätte sie sich damit allein 
schon ein geschichtliches Verdienst erworben. Mag sein, daß es bei uns noch den einen oder den anderen Dummkopf gibt, der, 
gerade weil er so dumm ist, sich für besonders schlau hält und in solchen britischen Auslassungen nur die Ausgeburt einer 
überhitzten Kriegsphantasie sieht. Wir müssen gestehen, daß uns zu einer solchen Harmlosigkeit der Mut fehlt. Uns genügt es 
vollkommen, daß unser Volk einmal darauf hereingefallen ist. Kein Deutscher hat das Verlangen nach einer Wiederholung 
dieses schaurigen Debakels. Wir vertrauen lieber den deutschen Waffen als den britischen Versprechungen. Wir sind der 
Überzeugung, daß Lord Vansittart und nicht Mr. Churchill die Wahrheit spricht. Wir halten die Atlantikcharta und nicht 



besagtes Reuterkabel für einen englischen Seitensprung. Jedenfalls möchten wir nicht erleben, daß das deutsche Volk es noch 
einmal darauf ankommen läßt. Wir sind überzeugt, daß das unser Ende sein würde. 

Wenn wir natürlich auch ganz genau wissen, daß die Engländer nie in die Verlegenheit kommen werden, ihre Rachephantasien 
gegen uns auszuleben, so halten wir es doch für unsere nationale Pflicht, unser Volk auf solche Absichten wenigstens 
aufmerksam zu machen. Es ist ganz gut, wenn man nicht nur weiß, was man bei einem Sieg, sondern auch, was man bei einer 
eventuellen Niederlage zu erwarten hätte. Das macht nicht feige, sondern mutig. Jedenfalls können wir jenen britischen Kreisen 
nur dankbar sein, die uns so offen und ungeschminkt ihre Absichten verraten. Sie nehmen uns ein gutes Stück Arbeit ab. Wir 
brauchen unserem Volke nicht mehr die Vorgänge bei Ende des Weltkrieges heraufzubeschwören; die Engländer sind so 
liebenswürdig, uns frank und frei mitzuteilen, was sie diesmal mit uns vorhätten, wenn sie wiederum durch eine geschichtliche 
deutsche Torheit wider alles Erwarten zum Sieg kämen. 
7 

Als dieser Krieg begann, waren wir uns im klaren darüber, worum es jetzt gehen würde. Wie im Kampf um die Macht, haben 
wir alle Brücken hinter uns abgebrochen und nur noch vorwärts, aber niemals mehr zurückgeschaut. Wenn ein Volk um sein 
nationales Leben und um seine völkische Zukunft kämpft, dann muß es bereit sein, alles, was es ist und besitzt, in die 
Waagschale der Entscheidung zu werfen. Das mag hart klingen, aber noch härter klingt bei verpaßter Gelegenheit das Wort "Zu 
spät!" Möglich, daß Menschen ohne geschichtlichen Sinn unsere Generation für eine vom Schicksal verfluchte halten; wir 
halten sie für eine von ihm gesegnete, und zwar deshalb, weil sie vor der Möglichkeit steht, das Tor in eine größere nationale 
Zukunft unseres Volkes weit aufzustoßen und damit den Weg zu einer großzügigeren Gestaltung unseres geschichtlichen 
Lebens freizulegen. Das kostet Schweiß, Mühe und Blut. Aber wo gäbe es Erfolg und Sieg ohne diese. 

Wir stehen nun bereits im vierten Jahre des Krieges. Seine Dimensionen haben sich in einem vordem unvorstellbaren Umfange 
ausgeweitet. Aber damit sind auch seine Aussichten und Möglichkeiten gewachsen. Er hat unser Volk hart und unerbittlich an- 
gefaßt und ihm nichts geschenkt. Mehr denn je sind wir heute von der eisernen Klammer seiner täglich wachsenden Pflichten 
umspannt, und nur ganz verrohte Gemüter bringen noch den Mut auf, sich ihnen zu entziehen. Wir sind eine Gemeinschaft im 
besten Sinne des Wortes geworden. Wir wissen genau, wo unsere Chance, wir müssen nur noch einsehen lernen, wo unsere 
Gefahr liegt. Wir haben die Kraft, sie in jeder Situation, ja in jeder Krise zu überwinden, wenn wir uns dieser Kraft nur 
bedienen wollen. Je radikaler wir den Forderungen des Krieges gegenübertreten, desto eher werden wir mit ihm fertig werden. 
Wir haben es mit einem Gegner zu tun, der kein Mittel scheuen wird, um uns niederzuschlagen. Also dürfen auch wir keine 
Kraft ungenutzt lassen, um uns seiner zu erwehren. Was haben wir schon zu verlieren, wenn es sowieso um 
8 

alles geht! Die Völker sind wie die Menschen dann am stärksten, wenn sie um ihr Leben kämpfen. Das ist heute bei uns der 

Fall. 

Wir nehmen gelegentliche Ausbrüche einer britisch-jüdischen Rachephantasie nicht allzu tragisch und dramatisieren sie nicht 

mehr, als sie das verdienen. Im Verlaufe der vergangenen 20 Jahre ist uns Nationalsozialisten von unseren Feinden schon so oft 

das schaurigste Ende prophezeit und gewünscht worden, daß wir dagegen vollkommen immun sind. Wir sehen in solchen 

Ausbrüchen nicht nur den Ausdruck der Wut und des Rachedurstes, sondern auch der Ohnmacht. Wir haben unsere Gegner 

immer rechtzeitig erkannt. Aber vielleicht gibt es in unserem Volke den einen oder den anderen, der in einem unbewachten 

Augenblick geneigt sein könnte, ihre Weltbeglückungsphrasen ernster zu nehmen als ihre alttestamentarischen Haßausbrüche. 

Sie werden durch Meldungen wie die oben genannte des Reuter-Büros wieder zur Ordnung gerufen. Ihnen wird durch den 

Feind selbst klargemacht, daß der Krieg die allerungeeignetste Zeit ist, um faden Sentimentalitäten nachzuhängen. 

Gerechtigkeit ist im Leben eines Volkes immer nur das Resultat der Macht. Die Waffen sind die beste Garantie gegen 

Vergewaltigung. Eine Führung soll das Schicksal einer Nation ausschließlich ihrer eigenen Kraft anvertrauen. Wir haben gegen 

diesen unumstößlichen Grundsatz früher zu oft gesündigt, als daß es uns nach einer Wiederholung gelüstete. 

Unsere Mütter werden jetzt wissen, wofür ihre Söhne, und unsere Frauen, wofür ihre Männer draußen kämpfen. Jeder Arbeiter 

und jeder Bauer ist sich mehr noch als bisher klar darüber, wofür er den Hammer schwingt und den Pflug durch die Scholle 

führt. Millionen Kinder schauen uns an. In ihnen sieht der Feind unsere Zukunft, und in ihnen will er diese vernichten. 

So laßt uns also ans Werk gehen! Aus dem Munde des Feindes haben wir vernommen, was auf dem Spiele steht. 

9 



Das neue Europa 

4. Oktober 1942 

Unsere Gegner haben keine klare Vorstellung von einem neuen Europa, wie es nach dem Kriege aufgebaut werden muß. Sie 
würden sich vermutlich überhaupt nicht mit diesem Problem beschäftigen, wenn es ihnen von uns nicht sozusagen 
aufgezwungen worden wäre. Die Engländer sind als insulares Volk im Grunde genommen europafremd, um nicht zu sagen 
europafeindlich, und nehmen unserem Kontinent gegenüber ungefähr dieselbe Stellung ein wie dem afrikanischen oder dem 



australischen. Die Russen neigen in ihren ganzen Auffassungen mehr nach dem Osten als nach dem Westen, und die 
Amerikaner sehen in dem gegenwärtigen Konflikt in der Hauptsache eine Auseinandersetzung der Hemisphären, nicht der 
Erdteile. Keine dieser drei Großmächte hat je einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung oder zum Leben unseres Kontinents 
beigesteuert; im Gegenteil, sie sahen immer nur in seiner blutigen Zerrissenheit eine der wichtigsten Voraussetzungen ihres 
eigenen Wohlbefindens. Deshalb lief auch ihre ganze Politik jahrhundertelang darauf hinaus, Europa innerlich zu entzweien, 
mindestens aber, es nicht zu einer kontinentalen Ordnung und politischen Konsolidierung kommen zu lassen. Die unglücklichen 
staatlichen Verhältnisse auf unserem Erdteil leisteten diesem Bestreben geradezu Vorschub. Neid, Zwietracht, Kurzsichtigkeit 
und beschränktes Denken der europäischen Völker und ihrer Regierungen waren die Ursache ihres Mangels an 
Gemeinschaftssinn, den sie durch unzählige schwere und blutige Kriege teuer bezahlen mußten. 
10 

Solange die anderen Kontinente eine gleiche oder ähnliche innere Problematik aufwiesen, war das zwar bedauerlich, aber nicht 
lebenbedrohend. Das ist im Verlaufe fast der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anders geworden. Die Völker außerhalb unseres 
Kontinents haben angefangen, raumpolitisch zu denken. Sie schließen sich mehr und mehr zu großen wirtschafts-, sprach- und 
kulturpolitischen Gebilden zusammen und stehen dabei im Begriff, eine Konzentration der Kräfte zu vollziehen, der wir etwas 
auch nur annähernd Gleichwertiges nicht entgegenzustellen haben. Unser Erdteil ist zwar alt und reich an Geschichte und 
Tradition, er kann in seiner schöpferischen Unrast mit ihren zum Teil fruchtbarsten Spannungen aus dem Leben der Menschheit 
überhaupt nicht weggedacht werden, aber was seine politische Zielstrebigkeit anlangt, ist er seinen kontinentalen Konkurrenten 
gegenüber hilflos unterlegen. Europa geht, wenn es keinen Ausweg aus diesem Dilemma findet, an seinem traditionellen 
Vorsprung zugrunde. Unsere inneren Gegensätze rauben uns jene Vitalität der politischen und wirtschaftlichen Raumgestaltung, 
die es uns gestatten würde, uns auch für das kommende Jahrhundert erfolgreich zu behaupten. 

Nicht als wenn wir den anderen Erdteilen ihre Zusammenarbeit verwehren wollten. Im Gegenteil, wir sehen darin sogar die 
Voraussetzung für eine klare und präzise Unterscheidung der Wesenheiten der Kontinente und eine gerechte Ausbalancierung 
der gegenseitigen Interessen. Es gibt kaum ein Volk in Europa, das nicht einen wertvollen Beitrag zum Werden und zur 
Geschichte unseres Erdteils beigesteuert hätte. So sehr man diese Tatsache im einzelnen respektieren mag, so klar ist doch auch 
andererseits, daß eine Koordinierung der nationalpolitischen Bestrebungen der einzelnen europäischen Staaten überhaupt nur 
stattfinden kann, wenn eine Mächtegruppe dabei die Führung übernimmt. Die Erfahrung der Vergangenheit seit dem Ende des 
ersten Weltkrieges und die geschichtliche Erfahrung im ganzen weisen nach, daß ein Zusammen- 
11 

gehen von Völkergruppen zum Zwecke der einheitlichen Vertretung gemeinsamer Interessen überhaupt nur auf dem Wege 
eines im Kampf gewordenen und von allen anerkannten Führungsanspruchs des Stärkeren ermöglicht werden kann. Man mag 
das bedauern, aber es ist so, daß nur der Krieg jene Aufweichung von Erstarrungen und Verkrustungen bewerkstelligt, die die 
Voraussetzung für die Bildung neuer nationalpolitischer Gemeinschaften ist. 

Es kann dabei in unserem Falle wenigstens von Vergewaltigung überhaupt nicht die Rede sein. Das kommende neue Europa 
wird ein Gebilde darstellen, das seinen Teilnehmern und Nutznießern entschieden mehr Vorteile als Nachteile bieten wird. Mit 
verhältnismäßig geringen Zugeständnissen an die neue Ordnung erwerben sich die daran beteiligten Völker und Staaten eine 
wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Sicherheit, die sie in den schweren Stürmen der noch vor uns liegenden Zeit 
großer Umwälzungen sonst gar nicht behaupten könnten. Fast jeder Krieg von geschichtlich entscheidender Bedeutung hat nicht 
nur neue Macht- und Interessenverlagerungen mit sich gebracht, er hat auch immer eine Gesellschaftsschicht abgelöst und 
durch eine andere ersetzt. Diese Tatsache verleiht ihm für die lebende Generation oft einen Charakter der Melancholie 
dergestalt, daß sie leicht zu glauben geneigt ist, mit dieser Schicht gehe auch eine Kultur zugrunde. Das ist aber nicht der Fall. 
Nur ein Zeitalter neigt sich dabei seinem Ende zu, und wo es weicht, macht es einem anderen, jüngeren Platz. Das ist der Lauf 
der Welt und schließlich auch der tiefere Sinn der geschichtlichen Entwicklung. 

Der ist am ungeeignetsten, einen solchen Prozeß objektiv zu beurteilen, der mit seiner Gesellschaftsschicht auch selbst durch 
ihn abgelöst wird. Die Emigrantencliquen aus den europäischen Staaten, die, als ihre Länder, und zwar fast ausschließlich durch 
ihre eigene Schuld, in Gefahr gerieten, nach London ausrissen, um der britischen Regierung mehr oder weniger gut bezahlte 
12 

Zutreiberdienste in ihren antieuropäischen Bestrebungen zu leisten, sind die schlechtesten Sachwalter der Interessen ihrer 
Völker. Sie gehören ja zu jener Schicht, die überflüssig geworden ist, die der Neuformung unseres Kontinents im Wege steht, 
die die Gefahr floh, weil sie zum Kämpfen zu müde und zu verbraucht war, und nun keinen anderen Ausweg aus dem Dilemma 
mehr sieht als die stupide Rückkehr zu jenem Zustand, der die heutige Katastrophe heraufbeschworen hat und sie, wenn er 
wiederhergestellt wäre, immer wieder aufs neue heraufbeschwören würde. 

Das ist auch der Grund, warum sich diese verwahrloste Bande von feigen Ignoranten, parasitären Nichtstuern und 
monarchischen Geschichtskomparsen in London einer so ausgesuchten Pflege und großzügigen Unterstützung erfreut. Mit 
ihnen hofft England jenes Europa wieder etablieren zu können, das ihm gefällt, das auf seinen Wink gehorcht, das keinen 
eigenen kontinentalen Willen besitzt und nach Bedarf und Belieben in seine Bestandteile aufgelöst und damit politisch und 



militärisch ohnmächtig gemacht werden kann. Die Parteigänger dieser Überläufer auf dem Kontinent wissen gar nicht, was sie 
tun. Wenn wirklich das erreicht würde, was ihnen als Ziel vorschwebt, dann stände Europa vor einem Jahrhundert, das man 
leichten Herzens mit der Hölle vertauschen möchte. Es ist nur ein Trost zu wissen, daß dieses Europa, wie man es sich jenseits 
des Kanals vorstellt, ein Europa im Sandkasten ist. Es wird sicherlich immer noch im embryonalen Zustand weiter vegetieren, 
wenn die neue großzügige kontinentale Ordnung, wie wir sie anstreben, längst Wirklichkeit geworden ist. 

Man kann Verständnis dafür haben, daß etliche Kleinstaaten des Kontinents einer solchen Entwicklung mit einem gewissen 
Mißtrauen gegenüberstehen. Sie argwöhnen, sie sollten mit Gewalt zu etwas gezwungen werden, das sie in seinen Einzelheiten 
noch nicht genau kennen und deshalb in seinen Vor- und Nachteilen auch nicht beurteilen können. Sie verweisen dabei auf das 
Beispiel anderer 
13 

Kleinstaaten, die im Verlaufe des Krieges von der deutschen Wehrmacht militärisch ausgeschaltet wurden. 
Offenbar verwechseln sie dabei Ursache und Wirkung. Diese Kleinstaaten sind nicht militärisch ausgeschaltet worden, weil sie 
etwa keine Neigung zeigten, sich der werdenden neuen Ordnung Europas einzufügen, sondern weil sie die deutsche 
Kriegführung provoziert hatten und damit eine akute Gefahr für unseren Sieg darstellten. Es gibt andere Kleinstaaten, die auch 
keine Gelegenheit versäumen, eine gleiche Abneigung der neuen europäischen Ordnung gegenüber zu bekunden, denen aber 
trotzdem nicht das Geringste geschehen ist oder geschieht, und zwar deshalb, weil sie wegen ihrer militärischen 
Bedeutungslosigkeit oder wegen des rein literarischen Charakters ihrer Stellungnahme gegen uns unserem kommenden Sieg 
nicht im Wege stehen. Es ist etwas anderes, dem neuen Europa verständnislos gegenüberzutreten — das entspringt meistens 
einem Mangel an politischer Intelligenz — , und es ist etwas anderes, der Kriegführung der Achsenmächte, die um ihr Leben 
kämpfen, in den Rücken zu fallen — das ist meistens eine Folge vollkommen falscher Einschätzung der militärischen 
Machtmittel und Möglichkeiten. 

Es gibt gewisse neutrale Publizisten, die der von uns in die Wege geleiteten Neuordnung unseres Kontinents gegenüberstehen 
etwa wie einer, der sich kitzeln lassen, aber nicht lachen will. Sie glauben uns Wunders welche gnädige Gesinnung 
entgegenzubringen, wenn sie mit uns über dieses Thema überhaupt diskutieren. Sie versuchen damit eine Vertauschung der 
Rollen, die auf den aufmerksamen Beobachter nur lächerlich wirken kann. Wir betonten schon, daß das neue Europa einen 
Fortschritt und keinen Rückschritt darstellt. Wer daran mit allen Vorteilen beteiligt werden will, muß sich auch an den damit 
verbundenen Opfern und Belastungen beteiligen; und wenn hier schon von Gnade gesprochen werden soll, so wird es einmal 
mehr ein Akt der Gnade sein, zugelassen zu werden, als 
14 

zu kommen. Die Achsenmächte zahlen für die Konsolidierung und endgültige Befriedung unseres Kontinents einen schweren 
Blutzoll. Es wäre doch mehr als ungerecht, wenn wir mit Panzern den Weg durch das Dickicht der Vorurteile bahnen und die 
anderen, nachdem sie während dieser harten und mühseligen Arbeit nur Zeichen des Widerwillens, des Absehens und des 
Zweifels von sich gegeben haben, zum Schluß auf der fertigen Straße mit dem bequemen Rolls Royce nachgefahren kommen. 
Es ist ein grober Irrtum, von uns anzunehmen, wir wollten uns bei irgendwem anbiedern. Das sei ferne von uns! Wir haben 
Grund zu erwarten, daß das neue Europa, das wir mit unseren Bundesgenossen kämpfend vorbereiten, ausreicht, um uns und 
denen, die an unserer Seite mit uns stritten und litten, eine weite und ergiebige Basis des nationalen Lebens zu gewähren. 
Vielleicht haben andere uns dann nötiger, als wir sie nötig haben. Man darf diese Frage nicht nach den gegenwärtigen 
Kriegsumständen beurteilen. Daß man heute in den Hauptstädten der neutralen Staaten mehr Fleisch und Fett ißt als in Berlin 
oder in Rom, das ist noch lange kein Beweis dafür, daß das auch noch in zehn Jahren der Fall sein wird. Um reich zu werden, 
muß man eine Zeit lang den Mut zur Armut und Bedürfnislosigkeit haben; aber das macht sich später bezahlt. 
Wir können uns nicht erinnern, an einen Kleinstaat Europas, der es für richtig befindet, seine Neutralität zu wahren, jemals 
Ansuchen erpresserischen Charakters gestellt zu haben. Wir schreiten nur ein, wenn der betreffende Staat seine Neutralität 
verletzt und sich auf die Seite unserer Feinde stellt. Das ist unsere nationale Pflicht, aber auch unser nationales Recht. England 
würde dasselbe im umgekehrten Falle tun und hat es schon verschiedentlich getan, wenn der umgekehrte Fall nicht einmal 
zutraf. In gewissen Hauptstädten des Kontinents will man das nicht einsehen. Man glaubt dort, eine neutrale Stellung beziehen 
zu dürfen, die nur den Schein im gröbsten zu wahren sucht, ansonst aber sich in einer mehr als 
15 

leichtfertigen Frivolität und politischen Bedenkenlosigkeit dem Schicksalskampf der Achsenmächte um das Leben ihrer Völker, 
aber auch ihres Kontinents gegenüber gefällt. Man soll doch nicht glauben, daß wir angesichts eines solchen Verfahrens dort 
vorstellig werden wollten, um erpresserische Forderungen im Sinne eines neuen Europa zu stellen. Wir appellieren dort im 
gegebenen Falle nur an den gesunden Menschenverstand und hielten es für gut, wenn man in besagten Hauptstädten mehr klug 
und weise als hitzig und voreingenommen wäre. 

Seine neue Form findet unser Erdteil nur im Kampfe. Der deutsche Infanterist in Stalingrad leistet dazu einen wertvolleren 
Beitrag als der Leitartikler in Stockholm und Zürich. Auch hier steht am Anfang die Tat und nicht das Wort. 



Wir sagen der Einfachheit halber gleich voraus, daß man uns auch diesmal in besagten Hauptstädten wahrscheinlich wieder 
gründlich mißverstehen wird. Wir weigern uns, das etwa auf unsere unkorrekte und verschwommene Darstellungsweise zurück- 
führen zu lassen. Man versteht uns dort schon sehr gut; aber leider will man uns nicht verstehen. Die publizistischen Wortführer 
des gegenteiligen Standpunktes sind nicht dumm; sie haben nur ein schlechtes Gewissen. 
16 

Deutsches Schrifttum im Lärm der Waffen 

Rede zum deutschen Dichtertreffen in Weimar 

11. Oktober 1942 

Wenn ich heute im Rahmen des Deutschen Dichtertreffens und der Arbeitstagung der europäischen Schriftstellervereinigung in 
Weimar, der Stadt unserer Dichterfürsten, das Wort ergreife, so nehme ich dabei die willkommene Gelegenheit wahr, mich mit 
einigen grundlegenden Ausführungen an das geistige Deutschland von heute zu wenden. Es liegt in der Natur des Krieges, vor 
allem, wenn er einen so überdimensionalen Umfang annimmt wie der gegenwärtige, daß er eine mehr als normal erträgliche 
Versachlichung aller öffentlichen Arbeit mit sich bringt. Er nimmt Zeit und Kraft eines Volkes so voll in Anspruch, daß davon 
für die Zwischentöne in den Beziehungen der Menschen untereinander nicht mehr viel übrig bleibt. Wir leben heute alle in 
einer körperlichen, seelischen und geistigen Anspannung ohnegleichen. Viele von uns hätten es früher gar nicht für denkbar 
gehalten, eine derartige physische und psychische Anstrengung auf längere Dauer zu ertragen. Und doch ist das notwendig und 
deshalb auch möglich. 

Es wäre gänzlich verfehlt, in diesem gigantischen nationalen Krafteinsatz nur eine physische Leistung unseres Volkes sehen zu 
wollen. Ebenso stark, wenn nicht noch stärker, treten besonders bei der längeren Dauer des Krieges die geistigen und seelischen 
Leistungen der Menschen in Erscheinung. Sie haben ein Maß und einen Umfang angenommen, die nur bei stärkster 
Anspannung aller Kräfte durchgehalten werden können. So wichtig das rein materielle Potential eines Volkes für die erfolg- 
und siegreiche Fortsetzung des Krieges ist und bleiben wird, ebenso hoch müssen die 
17 

moralischen Kräfte veranschlagt werden, die diesen materiellen Einsatz begleiten und ihm erst eine tragfähige Basis geben. Der 
geistige Kampf um eine Neugestaltung unseres nationalen Lebens und damit um die sinnvolle Ordnung eines sonst im Chaos zu 
versinken drohenden Kontinents ist deshalb nicht nur von einer ausschlaggebenden Bedeutung; er gibt darüber hinaus dem 
Kampf der Waffen erst einen realen Hintergrund und ein moralisches Profil. Der Krieg müßte auf die Dauer unerträglich 
werden, wenn ihm nicht eine höhere Zielsetzung zugrunde läge, die dem blutigen Handwerk seine tiefere Bedeutung verleiht. 
Es ist kein Wort darüber zu verlieren, welch einen hervorragenden Anteil an der Voraussetzung zur erfolgreichen Durchführung 
des Krieges unsere Arbeiter und Bauern haben. Ohne ihren rastlosen und opfervollen Einsatz wäre der Kampf der Waffen ohne 
Frage sehr bald vor das furchtbarste Dilemma gestellt. Weniger aber machen wir alle uns klar, welch eine Last von Mühe, 
Sorge und Verantwortung auch der geistige Arbeiter in diesem Schicksalskrieg unseres Volkes zu tragen hat. Leistungen des 
geistigen Schaffens sind statistisch schwerer erfaßbar als solche der materiellen Arbeit. Und trotzdem sind sie wirksam, und 
zwar in einem Umfang, der uns erst zu Bewußtsein kommen würde, wenn sie erlahmten oder einschrumpften. Es ist oft genug 
davon gesprochen worden, daß das deutsche Volk nicht nur seinen Lebensraum, sondern auch seine Jahrhunderte alte Kultur 
verteidigt. Ihr gilt neben unserer rein materiellen Existenzbasis der Angriff unserer Gegner, weil sie mit Recht in ihr die 
eigentliche Wurzel unserer Standhaftigkeit und unverwüstlichen nationalen Vitalität erkennen. 

Der ungeheure wirtschaftliche und soziale Aufstieg des Reiches seit 1933 hatte seine geistigen Ursachen. Er ging aus von einer 
im Weltanschaulichen begründeten seelischen Umgestaltung des deutschen Volkes, seines Empfindens und Denkens, das damit 
in eine' Bahn gelenkt wurde, die uns erst diese bis dahin noch nicht da- 
18 

gewesene Entfaltung unserer nationalen Kraft gestattete. Nur ein kurzsichtiger Beobachter kann diese Zusammenhänge 
übersehen. Es wäre mehr als töricht, in der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus nur einen Regierungswechsel 
erblicken zu wollen. Es hat hier ein System- und Anschauungswandel stattgefunden, der deshalb von unseren Feinden zum 
Gegenstand ihres frevelhaften Angriffs gemacht wurde, weil er mit einer unabwendbaren Zwangsläufigkeit jene Konzentration 
unserer nationalen Kraft heraufführte, die Ursprung und Anlaß unserer völkischen Wiedergeburt war. 

Man drehe die Dinge, wie man will, man wird nicht an der Erkenntnis vorbeikommen, daß jede echte Revolution sich einmal 
wird bewähren müssen, wenn sie sich in einer Welt der Gegensätzlichkeit behaupten will. Erst dadurch gewinnt sie die Freiheit 
ihrer vollen Entfaltung. Entweder gibt sie sich gegenüber der sie umgebenden feindlichen Welt selbst auf, oder aber sie 
verteidigt ihre Anschauung und damit ihre Lehre im Kampfe. Wir stehen deshalb in diesem Kriege nicht nur für unsere 
materielle, sondern auch für unsere geistige Existenz ein. Die vor allem ist gemeint, wenn unsere Feinde sich in blut- und 
rachegierigen Wutphantasien gegen uns ergehen; auf sie zielt ihr Stoß, weil sie genau wissen, daß hier die eigentliche Wurzel 
unserer sich stets erneuernden nationalen Kraft liegt. Unsere Zeit ist gewissermaßen einem Geburtsakt zu vergleichen, der in 
der Stunde der neuen Lebensschöpfung auch von der höchsten Gefahr umgeben ist. Seine Schmerzen sind die Vorboten seiner 



Beseligung. Im Stadium zwischen Leben und Tod erst beweist ein Zeitalter seine Daseinskraft. Versagt es hier, dann hat es 

seine moralische Berechtigung verloren. 

Es mag dem, der zu dieser Zeit keine innere Beziehung gewinnen kann, bitter erscheinen, nun schon ein Menschenleben lang an 

ihren Belastungen teilnehmen zu müssen. Das ändert nichts an 

19 

der Tatsache, daß er ihr verpflichtet ist. Das Schicksal fragt nicht viel nach der Bereitwilligkeit des Einzelnen, ihm zu dienen. 
Es geht, einmal gerufen, den ihm vorgeschriebenen Weg und wird erst dann zum Stillstand kommen, wenn es sein Ziel erreicht 
hat. Die sind die von ihm Bevorzugten, die sich ihm ergeben. Sie empfinden neben seiner drückenden Last auch seine 
Beglückung und suchen ihren höchsten Lohn in der Mitgestaltung einer Zeit, die ebenso unser Produkt ist, wie wir ihre 
Produkte sind. Wir sind Kinder dieser Zeit, aber auch sie ist unser Kind. Im Geiste geformt, gestaltet sie sich unter unseren 
Antrieben Jahr um Jahr und Zug um Zug. Sie wäre ohne uns nicht so, wie sie ist, wie wir ohne sie nicht so wären, wie wir sind. 
Ich halte die Gelegenheit für gegeben, in diesem Zusammenhang einem weit verbreiteten Irrtum zu steuern, der offenbar auf 
einer Begriffsverwechslung beruht, aber immerhin geeignet erscheint, gewisse Teile unserer nationalen Intelligenz unnötig zu 
alarmieren und ihnen zum Teil sogar die vorbehaltlose Mitarbeit am Aufbauwerk unserer Zeit zu verleiden. Es gehört zu den 
Üblichkeiten der nationalsozialistischen Propaganda, einen bestimmten Typ von Intellektualismus auf das schärfste unter Be- 
obachtung zu nehmen und ihn hin und wieder einer beißenden öffentlichen Kritik zu unterziehen, von der sich oft ehrbare und 
durchaus gutgesinnte Zeitgenossen getroffen fühlen, die gar nicht gemeint sind. Es wäre ja auch absurd, damit überhaupt die 
nationale Intelligenz zum Gegenstand des öffentlichen Spottes zu machen, zu der auch wir uns rechnen, die heute genau 
dieselbe Bedeutung besitzt wie ehedem und der das Reich gerade jetzt im Kriege Höchstleistungen an Erfindungen, 
bahnbrechender wissenschaftlicher Pionierarbeit und konstruktiver Forschertätigkeit zu verdanken hat. Wer wollte uns in den 
Verdacht nehmen, gerade auf diesen unentbehrlichen Faktor unseres Staats- und Volkslebens den öffentlichen Unmut lenken zu 
wollen? Die großen Wissen- 20 

schaftler unserer Zeit mögen hier und da, und zwar vor allem deshalb, weil sie zu stark in ihre Spezialarbeit verwoben waren 
und darum sich schwer daran taten, den Blick auf das Ganze zu richten, nur langsam den Weg zu uns gefunden haben. Es hieße 
aber ihre Intelligenz beleidigen, wollte man von ihnen annehmen, sie ständen dem Schicksalskampf unseres Volkes, der heute 
vom Nationalsozialismus getragen wird, auch nur mit Reserve gegenüber. 

Hier ist ganz etwas anderes gemeint. Unter Intellektualismus verstehen wir eine Art von Halbbildung, die zu viel weiß, um aus 
Instinkt, und zu wenig weiß, um aus Erkenntnis zu glauben. Sie ist nicht bis zu jener inneren Harmonie der geistigen Arbeit vor- 
gedrungen, die ihr Wesen darin ausdrückt, daß sie Wissen und Charakter in eine sinnvolle Übereinstimmung bringt. Einer kann 
wenig wissen und doch seine Kraft im Glauben und im Vertrauen finden. Seine Waffe ist der Instinkt. Einer kann viel wissen 
und auf der Erkenntnis aufbauen. Nur wer mitten zwischen beiden steht, dem nimmt das halbe Wissen den Instinkt und dem 
vorenthält der Mangel an Wissen die Erkenntnis. Eine innere Belastung hindert ihn daran, gläubig auf die Zeit zu vertrauen und 
ihren Aufgaben zu dienen; aber seine Intellektualität reicht nicht aus, seinen Charakter an ihr zu schulen und damit unanfechtbar 
zu machen. 

Es wäre ein nationales Unglück für unser Volk, wenn dieser Typus Mensch mit seinen ständigen Zweifeln die öffentliche 
Meinung ansteckte. Er ist unfruchtbar im Denken und gerade deshalb steril im Handeln. Man kann sich keine schlimmere Ver- 
irrung des menschlichen Geistes vorstellen. Sie muß demaskiert und der öffentlichen Verachtung preisgegeben werden. Je 
stärker man sich aber von ihr absetzt, um so deutlicher muß man sie von jener geistigen Arbeit unterscheiden, die ihrem Volke 
in ernstem Schaffen und gläubigem Ringen mit dem spröden Stoff der For- 
21 

schung dient oder die ihren Zoll an das nationale Leben in jahrelangem entsagungsvollem Einsatz entrichtet, mit den 
ungezählten Belastungen zersorgter Tage und durchwachter Nächte, in eisiger Einsamkeit verbracht, in ewigem Kampf mit 
nagenden Zweifeln und peinigenden inneren Anfechtungen. Vor ihr nehmen auch wir den Hut ab. Sie verdient die bewundernde 
Achtung eines Volkes, dessen Leben und Zukunft auch ihr schöpferisches Wirken geweiht ist. 

Die Kilometersteine der Straße der menschlichen Entwicklung sind von ihr gesetzt worden. Unsere moderne Kultur und Zivili- 
sation sind Ergebnisse ihres stillen geistigen Heldentums, das sich mehr in Leistungen als in Worten manifestiert. Ich sehe im 
Geiste vor mir das unabsehbare Heer deutscher Forscher, Gelehrter, Künstler, Dichter, Maler und Baumeister, einen langen Zug 
deutscher Tonschöpfer und Gestalter in Stein und Marmor, die Genien des guten und edlen Lebens einer Nation, die erst in 
ihren Schöpfungen ihre Verewigung findet. Sie haben die Sonne angezündet über unseren Häuptern. Als ärztliche Forscher 
haben sie die moderne Menschheit von den Geißeln mittelalterlicher Krankheiten der Pest und Cholera befreit. Sie zogen in 
unentdeckte Erdteile, nicht um zu nehmen, sondern um zu bringen. Wo stände die Menschheit heute, wollte man sich ihr Leben 
ohne die Errungenschaften deutscher Forschertätigkeit vorstellen! Es ist mir an diesem Tage mitten im Kriege, den wir auch nur 
siegreich bestehen können aufgrund der Beherrschung der modernen Technik, die wiederum das Resultat unserer Wissenschaft 
ist, ein tiefes und herzliches Bedürfnis, mich mit unserem ganzen Volk ehrfürchtig und dankbar zu verneigen vor dem ewig 
suchenden, die Materie bis in ihre letzten Geheimnisse durchdringenden Geist der deutschen Forschung, die, wo sie echt ist, aus 



der Einsamkeit des Laboratoriums und der Studierstube doch immer wieder den Weg zur Gemeinschaft des Volkes sucht und 
findet. 

22 

Wo anders als hier hätte auch der Dichter und Schriftsteller seinen Platz? Der nationalsozialistische Staat hat ihm eine Funktion 
zugewiesen, die weit über seine frühere rein individualistisch bestimmte Zweckarbeit hinausreicht. Ich selbst habe in meinem 
Leben zu viel geschrieben, um nicht zu wissen, wie schwer man für diese schönste und beglückendste aller menschlichen 
Passionen zu bezahlen hat. Der Stil ist eine Sache, die nicht gelernt werden kann. Man hat Stil, oder man hat ihn nicht. Er ist 
nicht nur eine Angelegenheit des Schreibens, sondern ebenso sehr auch eine des Lebens. Nur Snobs schreiben um des 
Schreibens willen. Der echte Schriftsteller, und der Dichter ist der höchstgestimmte aller Schriftsteller, schreibt, um einem 
Zweck zu dienen. Er hat nur Verachtung für eine rein ästhetische Kunst, die ausschließlich die Kunst will. Der Schriftsteller ist 
der geistige Bahnbrecher seiner Zeit. Wer neben oder hinter seiner Zeit lebt, verliert damit auch das moralische Anrecht, zu 
seiner Zeit zu sprechen. Die geistige Sprache einer Zeit hegt unausgedrückt in ihrem Fluidum und in ihrer Atmosphäre. Der 
Dichter hat die Aufgabe, Fluidum und Atmosphäre faßbar zu machen. Seine Arbeit ist die einer seelischen Verdichtung; daher 
rührt sein Name. Nichts ist für die Zeitgenossen beglückender, als an einem Menschen ihrer Generation zu erleben, wie er das, 
was alle fühlen und in dumpfer Ratlosigkeit empfinden, in Worte kleidet. Er schlägt wie mit einer Wünschelrute die geheimsten 
Quellen des Reichtums einer Volksseele an. 

Die deutsche zeitgenössische Dichtung ist eine wirkende Kraft in unserem Volke geworden. Sie hat seit der Machtübernahme 
und der Beseitigung der jüdisch-bolschewistischen Verfallsliteratur Raum genug zu freier Entfaltung gefunden. Unsere Dichter 
haben Jahr für Jahr aus innerer Volksnähe und künstlerischer Verantwortung heraus zahlreiche wertvolle Werke geschaffen, in 
denen unser Volk sich wiederfindet und zu denen es in Stunden der Sammlung und Vertiefung immer wieder zurückkehrt. 
23 

Diese volkhafte deutsche Dichtung ist aus besten Quellen genährt und würdig der wertvollen Traditionen unserer Dichtungs- 
geschichte. Sie hat jedoch vorläufig erst im Bereiche des lyrischen Schaffens den unmittelbaren breiten Anschluß an die 
deutsche Gegenwart gefunden. Unsere zeitgenössische Epik dagegen stößt nur in einzelnen Büchern zaghaft zu gegenwärtigen 
Stoffen und Motiven durch. Wir haben durchaus Verständnis für die Zurückhaltung, die sich in dieser Tatsache zeigt. Je größer 
eine Zeit ist, je gewaltiger ihre Aufgaben die Zeitgenossen packen und erfüllen, desto schwieriger ist es für den künstlerischen 
Menschen, das Übermaß des Erlebens in sich zu ordnen, zu klären und in Worte zu fassen. Dies gilt vor allem für die Jahre seit 
der Machtübernahme, in denen die deutsche Führung in einem atemberaubenden Tempo Entscheidungen des Friedens und des 
Krieges von weltgeschichtlicher Bedeutung aneinandergefügt hat und unser Volk nunmehr in einem gigantischen Ringen um 
seine Zukunft steht. Es gehört schon hoher Mut und große Verantwortungsfreudigkeit dazu, sich als Künstler der 
geschichtlichen Gegenstände unserer Tage zu bemächtigen. Dies gilt insbesondere für die mit dem Kriegserleben und 
Kriegsgeschehen von heute befaßte Dichtung. 

Wenn der Dichter Stoffe dieses Krieges im Wort darstellen will, so wird er sich entscheidend bestimmen lassen müssen durch 
den vom Führer und vom Nationalsozialismus geprägten neuen nationalsozialistischen Soldatentyp, durch seine Haltung und 
seine Leistungen. Die künstlerischen Mittel, die er dabei anwendet, müssen notwendig diesem Stoff angepaßt und im 
eigentlichen Sinne modern sein. Mit einer überzüchteten Psychologie und einer sezierenden Seelenzeichnung, wie sie gestern 
üblich waren, wird es niemals gelingen, den lebensbejahenden, wirklichkeitsverbundenen deutschen Soldaten der Gegenwart im 
dichterischen Bilde zu fassen. Es kommen bei solchen Bemühungen nur Zerrbilder heraus, die der Größe und den Opfern der 
Zeit nicht angemessen 
24 

sind und daher den Zeitgenossen niemals das Wesen unseres ewigen Soldatentums vermitteln. Hier gilt größte Verantwortung 
und Ehrfurcht vor unserem Volke in seiner höchsten Bewährung. Die Berufenen werden sich dieser schwierigsten Aufgabe 
ihres Künstlertums gerade deshalb erst recht annehmen, wie es eine stattliche Zahl wertvoller Dichtungen aus dem letzten Jahre 
beweist. 

Aus dem Umkreis der deutschen Wirklichkeit von heute sind im übrigen in unserer Dichtung große Stoffgruppen, wie etwa die 
der Stadt oder des Arbeiters, außerordentlich stiefmütterlich behandelt. Gerade in ihnen aber spielen sich bedeutsamste Lebens- 
vorgänge der deutschen Gegenwart ab. Auch bergen sie stofflich und psychologisch größte Anreize, die unsere Dichter locken 
sollten, sich auch dieser Aufgaben anzunehmen. Hier gilt es neben dem Willen zum Miterleben der Zeit Verantwortungsfreude 
und geistigen Mut zu zeigen, wenn es gelingen soll, in unserer Dichtung ein Bild des ganzen Volkes zu geben. Die deutsche 
Schrifttumsführung ist bemüht, unseren Dichtem diesen Mut zur Gegenwart zu stärken. Sie wird in der Zukunft noch mehr als 
bisher Sorge dafür tragen, daß der Wille zur Zeit in unserer Dichtung nicht durch Engherzigkeit, Kleinlichkeit und 
Schulmeisterei von außen her gelähmt und damit den Autoren die Freude an der Gestaltung unserer Gegenwart vergällt wird. 
Neben der Dichtung, die unserem Volke die edelsten Werte seiner Seele erschließt, kommt seit Kriegsbeginn der 
unterhaltsamen Literatur die größte Bedeutung zu. Unser Volk, das in unermüdlicher täglicher Arbeit seine ganze Kraft in den 
Dienst der Kriegführung stellt, braucht nach des Tages Last Lösung und Entspannung. Diese bietet ihm ein leichtes, fesselndes 



Schrifttum, das keinen großen seelischen Aufwand erfordert, sondern unaufdringlich vom Alltag hinwegführt. Inhalt wie 
Sprache müssen der breiten Masse unserer Volksgenossen und unserer Soldaten ohne 

25 

weiteres zugänglich sein, ein frischer und fortschreitender Fluß der Handlung ohne langatmige Ausdeutungen und 
Betrachtungen soll den Leser fesseln und ihn in den Bannkreis des Buches ziehen. 

Wir haben auf dem Gebiete des unterhaltsamen Schrifttums früher sehr unerfreuliche Zustände zu verzeichnen gehabt. Unsere 
Bemühungen galten deshalb schon im Frieden zunächst der Zurückdrängung des kitschigen Schmökers mit seiner verlogenen, 
lebensfremden Scheinromantik. An seine Stelle sollte ein frisches und unmittelbares Buch ohne Überspanntheiten, aber mit 
allen Reizen eines fesselnden Geschehens und einer schlichten Menschenzeichnung in einer guten Sprache treten. Ein solches 
Unterhaltungsbuch kann durchaus dichterischen Einschlag haben. In den erzählenden Werken unserer Klassiker finden wir 
zahlreiche Beispiele, in denen sich alle Vorzüge bester unterhaltender Literatur mit einer sorgfältigen Formung der Handlung 
und der Sprache vereinigen. Gerade diese Erzählungen sind es, die seit Kriegsbeginn wieder und wieder von der Wehrmacht 
und vom Volk in der Heimat begehrt werden. Eine wachsende Zahl zeitgenössischer deutscher Dichter hat sich neuerdings 
dieser Aufgabe mit schönen Erfolgen zugewandt. Bei manchem unter ihnen begegnet man jedoch noch der Auffassung, daß 
Bücher leichter und entspannender Art zu schreiben unter ihrer Würde und jenseits ihrer Aufgabe liege. 

Dazu ist zu sagen, daß im nationalsozialistischen Staat alle Aufgabe vom Volke her kommt und jede kulturelle Leistung ihre 
Würde dadurch gewinnt, daß sich das deutsche Volk zu ihr bekennt. Der deutsche Dichter muß es sich zur Ehre anrechnen, 
zukünftig neben den großen Werken der reinen Dichtung unserem Volke Bücher zu schenken, die ihm die wenigen Stunden der 
Erholung auf schlichte Weise verschönen und ausfüllen. Er darf dieses im Kulturleben wichtige Gebiet nicht den Dilettanten 
und Nichtskönnern überlassen, die wesentlich für die früheren Mißstände 
26 

verantwortlich sind. Er befindet sich bei der Arbeit an dieser Aufgabe in der besten Gesellschaft führender Namen unserer 
Schrifttumsgeschichte. 

Ich habe zur Förderung des guten unterhaltsamen Buches vor wenigen Wochen ein großes Preisausschreiben erlassen. Zur Teil- 
nahme an diesem Wettbewerb rufe ich vor allem auch unsere Dichter auf. Sie erscheinen in erster Linie berufen, das teilweise 
noch vorhandene Schlechte durch Besseres zu ersetzen und unserem Volke die gerade heute dringend verlangte gesunde 
literarische Kost zu geben. 

Auch auf dem Gebiet der politischen Literatur und des Berichtsschrifttums über den Krieg haben wir im letzten Jahr die ein- 
geschlagene planmäßige Ordnung weitergeführt. In bedeutenden Büchern von zum Teil bleibendem Rang wurden die Mächte 
dargestellt, die zum letzten Kampf gegen das Reich des Führers aufgestanden sind: Judentum, Bolschewismus, Plutokratie und 
Amerikanismus. Nach wie vor kommt einem Schrifttum, welches den Gang der großen Politik auf sachlicher Grundlage und in 
einfacher Zusammenfassung unserem Volke erklärt, seine wichtige Rolle im Zeitschrifttum zu. Jedoch ist früher auf dem Gebiet 
der Produktion mittelmäßiger Broschüren und Darstellungen aus dritter Hand zu viel getan worden. Es wurde dafür Sorge 
getragen, daß zukünftig nur noch Werke herauskommen, die wirkliche Leistungen darstellen und mit dem Interesse einer 
breiten Öffentlichkeit rechnen können. Auf dem Gebiet der Bücher über die Kriegserlebnisse an allen Fronten haben wir dafür 
gesorgt, daß nur die besten Darstellungen erscheinen und dieses Schrifttum im ganzen seinem Range nach den gewaltigen 
Leistungen angemessen ist, die der deutsche Soldat vollbringt. Im Blick auf diese Produktion dürfen wir mit Freude feststellen, 
daß auch das vergangene Jahr eine große Anzahl ausgezeichneter und fesselnder Berichtbücher über den Krieg gebracht hat. 
27 

Das deutsche Schrifttum ist seit Kriegsbeginn in eine noch engere Verbindung mit dem unmittelbaren Leben unseres Volkes 
getreten. Unter der Einwirkung des Krieges sind zweifellos die Fragen schwieriger, vielgestaltiger und komplizierter geworden. 
Ich habe aber die Gewißheit, daß in enger Zusammenarbeit zwischen der Schrifttumsführung und den Schrifttumsschaffenden 
auch in Zukunft alle aktuellen Fragen gemeistert werden. 

Inzwischen sammelt sich die ganze Kraft der Nation auf den Sieg. In seinem Dienst hat sich unser Schrifttum auf seine eigent- 
liche Aufgabe besonnen und dem deutschen Volke jene Kenntnisse und seelischen Kräfte vermittelt, die es zur Bewältigung der 
großen Aufgaben der Zeit benötigt. Unsere Soldaten haben in unzähligen Feldpostbriefen von dem Glauben Kenntnis gegeben, 
der ihnen durch deutsche Bücher gestärkt worden ist. Unsere Arbeiter greifen selbst nach anstrengendster Tätigkeit im Dienste 
der Rüstung zum deutschen Buch, wie es ihnen vor allem die Volks- und Werkbüchereien zur Verfügung stellen. In den neu- 
gewonnenen Gebieten hält das deutsche Buch kurze Zeit nach den Waffen seinen Einzug als Künder vom Geiste des 
wiedererstandenen Reiches. Auf all dies dürfen die am Buch Schaffenden, vom Autor angefangen über den Verleger und 
Buchhändler bis zum Setzer und Buchbinderlehrling, in dieser Stunde stolz sein. Sie legen durch ihre gemeinschaftliche 
Leistung Zeugnis ab vom Lebenswillen und Lebensrecht des ganzen deutschen Volkes, das sich in seiner Kulturleistung 
dokumentiert und uns dadurch mehr als durch alles andere die innere Gewißheit des Sieges gibt. 



Ich komme zum Schluß. Selten hatte ich so stark wie heute an der Schwelle des vierten Kriegsjahres das Bedürfnis, mitten im 
Lärm der Waffen mich zur geistigen Arbeit zu bekennen. Ich weiß nicht, was ich ihr vor allem in den vergangenen drei Jahren 
persönlich zu verdanken habe. Wie oft greift man in späten Nachtstunden nach einem arbeitserfüllten und zersorgten Tag zum 
28 

Buch, dem treuesten Weggenossen durch eine schwere Zeit! Es gibt einem geistig schaffenden Menschen, der Gefahr zu laufen 
droht, im ewigen Kampf des Alltags sich selbst zu zerfasern, doch immer wieder die Kraft, den Blick über die Beschwernisse 
einer spannungüberladenen Zeit hinweg nach den ewigen Sternen zu richten! Sie ziehen ihre Bahn über uns Menschen. Sie 
sprechen in einer stummen Sprache kristallener Klarheit zu uns. Nur der Mensch wird weiterleben im Gedächtnis seines Volkes, 
der in seinem Wirken und Dichten immer wieder, wenn auch in oft fruchtlosem Bemühen, nach ihnen greift. 
So wie sie ihrer Gesetzlichkeit gehorchen und nur den Weg gehen, der ihnen vorgeschrieben ist, so tragen auch wir unser 
Gesetz in uns und gehen nach der Vorschrift, die die große Zeit uns stellt. Möge Gesetz und Vorschrift, die uns Schicksal und 
Berufung sind, unser Denken, Dichten und Handeln bestimmen. Dann wird das Wort eine Waffe sein im Geisteskampf unseres 
Jahrhunderts und das Buch ein Schwert, das den Nebel, der noch über unserer Epoche liegt, zerschneidet. 

Das ist mein Wunsch und meine Bitte an alle Arbeiter des Geistes im Reiche, wenn ich ihnen vom deutschen Dichtertreffen im 
vierten Jahre unseres großen Krieges 1942 auf dem Boden des klassischen Weimar Gruß und Dank der ganzen Nation entbiete. 
Wir verneigen uns in Ehrfurcht und Liebe vor dem Führer, der unserer geschichtlichen Zeit Ziel und Inhalt gab. Unsere 
heißesten Wünsche gelten dem Gigantenkampf, den er mit seinen Soldaten Seite an Seite mit unseren Verbündeten um die 
Zukunft unseres Landes und damit unseres Erdteils durchficht. Von hier aus soll eine neue Epoche der Menschheitsgeschichte 
beginnen. Wer wollte nicht glücklich sein in dem Gefühl, dabei sein und die Kräfte seines Geistes und seiner Arbeit der großen 
Sache schenken zu dürfen? 
29 

Die Standhaftigkeit der Herzen 

11. Oktober 1942 

Wenn man den englischen Zeitungen und Radiostationen auch nur halbwegs Glauben schenken wollte, so müßte man zu der 
Überzeugung kommen, daß Deutschland augenblicklich ungefähr so aussähe wie ein Tollhaus. Es gibt bei uns keinen führenden 
Staatsmann oder General, der in den vergangenen drei Wochen von der Londoner Journaille nicht totgesagt, erschossen, 
vergiftet, aus der Luft abgestürzt, verhaftet, verbannt, von unheilbarer Krankheit befallen bzw. schwer verwundet worden wäre. 
Diese dummen und albernen Lügen werden im englischen Rundfunk mit einer Sicherheit vorgetragen, die jeden Zweifel 
ausschließt. Es geniert die Londoner Pseudopropagandisten gar nicht, daß sie einander widersprechen und dadurch ihre 
Falschmeldungen selbst aufheben. 

Sie sagen heute das glatte Gegenteil von dem, was sie gestern behaupteten, ohne auch nur einen Anflug von Erröten zu zeigen. 
Ein eben erst frisch Liquidierter tritt heute wieder auf den Plan, um eine geheimnisvolle Palastrevolution anzuzetteln, über die 
man zur Stunde noch nichts Genaues berichten kann, die aber deshalb so gefährlich, weil sie so mysteriös ist. Führende Männer, 
die man fast täglich auf Fotos in der Presse sehen kann, liegen schon wochenlang todkrank in einem Lungensanatorium in 
Davos. Andere spielen leichtsinnig mit der Pistole herum und erschießen ihre Kollegen reihenweise, weil diese ihnen in ihrem 
Unverstand nicht erlauben wollen, eine eigene Luftwaffe bzw. eine eigene Polizei aufzubauen. Die Führung schaut diesem 
hexensabbatähnlichen 
30 

Treiben mit verschränkten Armen zu, oder aber, wenn es hoch kommt, setzt sie um des lieben Friedens willen die, die sie 
gestern hat liquidieren lassen, heute wieder in ihre Ämter ein. Es ist schwer, darüber keine Satire zu schreiben. 
Ganz besonders haben es die Engländer auf unsere Generäle abgesehen. Anstatt an der Front ihre Truppen zu führen, gehen sie 
in Berlin Unter den Linden spazieren. Ein britischer Gewährsmann begegnet einem unserer weltberühmten Marschalle, den er 
vom Bild her kennt, spricht ihn ganz vertraulich an, um auf seine Fragen eine ebenso vertrauliche Antwort zu bekommen: 
wohin des Weges, wie lange er bleibe, ob er seines Postens enthoben sei; worauf der Marschall ein lautes und vernehmliches Ja 
von sich gibt, um daran vor dem ihm gänzlich unbekannten britischen Gewährsmann eine längere gesalzene Kritik über die 
allgemeine Politik und Kriegführung des Reiches anzuknüpfen. Darauf verabschieden sich die beiden Herren, nämlich der 
deutsche Marschall und der englische Gewährsmann, mit jovialem Gruß, um damit darzutun, daß sie sich in dieser Aussprache 
unter vier Augen in Berlin Unter den Linden vollauf verstanden haben. 

Derselbe Marschall wird in der letzten Sportpalastkundgebung vom Führer mit einem Händedruck begrüßt, woraus die 
Londoner Presse mit Scharfsinn schließt, daß er offenbar in der Reichskanzlei noch nicht empfangen worden sei, mithin 
wahrscheinlich auch nicht zum Empfang zugelassen werde, welche Tatsache ihrerseits wieder ein Beweis dafür sei, daß es 
schlecht um diesen Marschall und um seine Sache stehe. Kunststück, da er ja im Sportpalast nur durch einen Doppelgänger 
dargestellt worden ist, persönlich aber auf den Tod erkrankt in einem Malarialazarett liegt. Unterdes setzen die 
nationalsozialistischen Politiker alles daran, seinen Namen im eigenen Volke vergessen zu machen, mindestens aber, ihm die 



Popularität vorzuenthalten, die ihm auch nach Ansicht der Engländer gebührt. Sonst hätten sie doch sicherlich, wie die 

Amerikaner für ihren 

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General MacArthur, Anstecknadeln mit seinem Bildnis auf den Straßen und in den Geschäften verkaufen lassen, was, weil es 
nicht geschehen sei, ein Beweis dafür wäre, daß hier irgend etwas nicht stimme. 

Solches aber könne man auch noch in mancher anderen Beziehung mit Recht vermuten. Wie schlecht es um die innere Lage im 
Reich bestellt sei, müsse man daraus entnehmen, daß die Regierung sich gezwungen gesehen habe, die Lebensmittelrationen 
heraufzusetzen. Das sei natürlich nicht geschehen, weil sich die Ernährungslage durch Ausweitung unseres Raumes verbessert 
habe, diese Behauptung sei nur eine Erfindung des Propagandaministeriums, sondern im Gegenteil, weil die deutsche Führung 
das Volk fürchte. Woher sie die Vorräte zur Erhöhung der Lebensmittelrationen nimmt, bekümmert die britischen 
Propagandastrategen nicht. Sie können dem englischen Lesepublikum schon einiges zumuten, und vor allem glaubt es auch 
gern, was es wünscht. 

Man stellt uns oft die Frage, warum wir all diese Lügen nicht dementieren; es müßte uns doch ein Leichtes sein, die Engländer 
bei ihren Schwindeleien zu ertappen und zu überführen. Möglich, aber nicht zweckmäßig! Unser Propagandaministerium würde 
damit, was die Engländer zweifellos gern sehen würden, nach und nach eine Dementiermaschine werden, und anstatt den 
deutschen Standpunkt vor dem eigenen Volk und vor der Welt zu vertreten, müßte es sich andauernd damit beschäftigen, die 
britischen Lügen zu widerlegen. Das würde, nebenbei bemerkt, auch gar nichts nützen; denn es ist den Engländern ohne 
weiteres zuzutrauen, daß sie bei ihrer weltbekannten Übung im Erfinden von Lügen sofort in der Lage wären, prompt mit neuen 
Fälschungen aufzuwarten, wenn die alten erledigt wären. Sollen wir die dann morgen wieder dementieren, um uns übermorgen 
mit den englischen Lügen von morgen zu beschäftigen? Wohin würden wir mit dieser Praxis kommen? Die Engländer 
behaupten beispielsweise, ein führender 
32 

Mann unseres Staats- und Parteilebens sei tödlich abgestürzt. Er ist am Tage darauf im Photo in der Presse zu sehen. Die 
Engländer erklären sofort, das Photo sei alt und gefälscht und beweise gar nichts. Wir dementieren. Die Engländer sagen, schon 
aus der Tatsache, daß wir dementierten, könne man ersehen, daß irgend etwas Wahres an der Sache sein müsse, denn sonst 
würden wir doch nicht dementieren. Können sie dann unter der Last unserer Beweise ihre Lüge nicht mehr aufrechterhalten, 
dann setzen sie ihre dummdreisteste Miene auf und erklären bieder und naiv, von nichts komme nichts; die Gerüchte seien nicht 
abzustreiten, also würden sie auch wohl stimmen. 

Wir haben diese ganze englisch-jüdische Gerüchtemacherei in unserer letzten Rede im Sportpalast mit ein paar Sätzen gestreift. 
Gleich am anderen Morgen triumphierte der Hebräerkraal in London und schrie, man könne schon aus unserer Abwehr 
schließen, daß das deutsche Volk schwer beunruhigt sei, was ja immerhin als beachtliches Zeichen für die absinkende deutsche 
Stimmung verbucht werden müsse. 

Wir haben uns erzählen lassen, daß es auch unter uns noch ein paar zurückgebliebene Arme im Geiste gibt, die mit sorgenvoller 
Miene und gerunzelter Stirn die englischen Lügen in Form von Fragestellungen weiterkolportieren. Es ist nichts so blöde, als 
daß sich nicht irgendwo doch noch einer fände, der darauf hereinfallt. Man müßte eigentlich annehmen können, daß jeder 
wenigstens so viel Gehirn im Kopf hat, um einen aufgelegten britisch-jüdischen Schwindel von der Wahrscheinlichkeit, von der 
Wahrheit ganz zu schweigen, zu unterscheiden. Fehlgeschossen! Es gibt welche unter uns, die haben anscheinend überhaupt 
kein Gehirn. Sie sind gänzlich vertrottelt, ja, bereits bis zu jenem Grad von Dummheit gelangt, der deshalb so gefährlich ist, 
weil er vom Inhaber selbst nicht mehr bemerkt wird. Man könnte diese seltenen Exemplare teils bemitleiden, teils aber auch 
beneiden. Sie leben in unserer 
33 

dramatisch bewegten Zeit, die voll ist von Aufgaben, Sorgen, Risiken und Gefahren, ohne diese überhaupt zu sehen. Sie 
gleichen jenem harmlosen Irren, der mit der Angel vor der leeren Badewanne sitzt, um Fische zu fangen. Auf sie paßt das 
bekannte Wort des Berliners: "Ihr habt's gut. Ihr seid doof!" 

Auf diese geistig Minderbemittelten spekulieren die Juden und die Engländer. Immer, wenn sie im Verlieren sind und fast gar 
keine Aussicht mehr haben, der näherrückenden Katastrophe zu entgehen, richten sie ihren Appell an die geistigen Habenichtse; 
je primitiver und dümmer, desto besser, nach der Methode: Wer am längsten lügt, lügt am besten! Auch kurz vor unserer 
Machtübernahme sind sie genau so verfahren. Da war die nationalsozialistische Führerschaft bereits in eine einzige 
Massenschlägerei ausgeartet. Es wird nicht mehr lange dauern, dann ist es auch jetzt wieder so weit. Man soll nicht etwa 
glauben, daß unsere Gegner ihr Repertoire bereits erschöpft hätten. Sie haben schon noch einiges auf dem Kasten, und wir 
können uns hier noch auf allerhand gefaßt machen. Wir hätten aber auch allen Grund, die Entwicklung mit Sorge zu betrachten, 
wenn dem nicht so wäre. Daß sie lügen, daß sie so unverschämt und dreist, aber auch so hilflos lügen, ist nämlich der beste 
Beweis dafür, daß sie keine Tatsachen mehr vorzubringen haben. Sie sind im eigenen Netz gefangen; wir brauchen nur noch 
langsam zuzuziehen und sie dann auszuheben. 



Im übrigen irren sich die englischen Propagandadilettanten, wenn sie glauben, wir ärgerten uns über sie und ihre lockeren 
Streiche. Sie würden vermutlich trotz ihrer Hartleibigkeit doch etwas erröten, wenn sie wüßten, für wie verächtlich und dumm 
wir sie halten. Gewiß hätten wir es lieber, einen fairen Gegner vor uns zu haben, mit dem man Tag für Tag ein geistiges 
Florettfechten austragen könnte. Aber das ist nun einmal leider nicht der Fall. Wir sind dazu verurteilt, uns mit diesem 
intellektuellen Janhagel herumzuschlagen, und es kostet oft Mühe, auf seine Stupiditäten über- 
34 

haupt eine Antwort zu geben. Aber Ärgern kommt hier gar nicht in Frage. Wir sind einiges gewohnt, und wo die Engländer und 
ihre kleinen und großen Juden ihre Giftpfeile hinschicken, da besitzen wir längst eine Hornhaut, die undurchdringlich ist. So 
wie man mit Schwindeleien keinen Soldaten, so kann man mit Lügen auch kein System und kein Volk totschießen. Man kann 
sie damit nicht einmal verletzen. Solche Methoden ändern höchstens für eine gewisse Zeit das Verhältnis gewisser Menschen zu 
den Tatsachen; 

die Tatsachen selbst aber bleiben dadurch vollkommen unverändert. Sie lassen sich vor allem im Kriege nur durch Macht, 
Soldaten und Waffen verändern. Wer solche in genügendem Umfange besitzt, wird sich der von den Engländern angewandten 
Methoden nicht zu bedienen brauchen. Er bedient sich zweckmäßigerweise der Mittel, mit denen seit jeher die Kriege 
gewonnen worden sind und mit denen auch der gegenwärtige trotz aller gegenteiligen Ansichten der Engländer gewonnen 
werden wird. 

Wir sind uns vollkommen darüber klar, daß die britischen Propagandisten auch diese Auslassungen zum Gegenstand tief- 
sinniger Betrachtungen machen und daraus schließen werden, daß es doch außerordentlich alarmierend sei, wenn wir uns 
überhaupt bewogen fühlten, uns mit dieser Frage zu beschäftigen. Täten wir es dagegen nicht, so würden sie unser Schweigen 
zum Anlaß nehmen, dieselben tiefsinnigen Betrachtungen anzustellen. Was geht uns das an! Was gehen uns überhaupt die 
Engländer an! Sie sind unsere Feinde, und wir reden nicht mit ihnen, sondern über bzw. gegen sie. Ihre Meinung über uns ist 
uns vollkommen gleichgültig. Sie kann übrigens gar nicht so schlecht sein, wie unsere Meinung über sie ist. Wir haben sie 
vollkommen durchschaut. Wir wissen genau, was sie wollen und wünschen, und daraus ziehen wir den einfachen Schluß, daß 
wir uns bei ihnen vorsehen müssen und ihnen nicht über den Weg trauen dürfen. Wir erwarten von ihnen vorsichtshalber und 
um keine Enttäuschung zu erleben jede Ge- 
35 



meinheit, und deshalb sind wir denkbar mißtrauisch, nicht nur demgegenüber, was sie tun, sondern auch demgegenüber, was sie 

sagen. Uns werden sie nicht für dumm verkaufen! 

Im übrigen haben sie uns ja ihre Kriegsziele oft genug und offen genug verraten. Also nehmen wir der Einfachheit halber an, 

daß sie gar nichts tun und aber auch gar nichts sagen, was nicht diesen Zielen diente. Darum wappne sich ein jeder mit Vorsicht 

und Argwohn. Wer nachschwätzt, was die Engländer ihm einreden, ist kein Freund seines Volkes mehr. Er macht nicht nur sich 

selbst, sondern auch seinem Nachbarn das Herz schwer. Das darf nicht sein, denn wir haben in diesen harten Zeiten alle unsere 

starken Herzen nötig. Wer sich von den britisch-jüdischen Propagandalügen einfangen läßt, beweist damit nicht nur, daß er ein 

feiger Tropf, sondern auch, daß er ein hohler Kopf ist. Im Kriege ist es Pflicht eines jeden, nur auf seine eigene Führung zu 

hören. Fehler, die man im Frieden begeht, können jederzeit wiedergutgemacht werden; Fehler dagegen, die man im Kriege 

begeht, sind meistenteils irreparabel. Das hat jeder jederzeit zu bedenken. 

Wir haben also unsere fünf Sinne genau zusammenzuhalten und stets auf der Wacht zu stehen, daß der Feind uns nicht 

unvorbereitet findet. Er kennt unsere Schwächen meistens besser als wir selbst. Wie sollte er sie nicht ausnutzen! Darum gilt es, 

mehr vorsichtig als vorlaut zu sein und lieber zehnmal etwas zu prüfen als einem Feindschwindel aufzusitzen. 

Der totale Krieg wird auf allen Gebieten geführt, auch und vor allem auf dem der Standhaftigkeit der Herzen. Also haltet die 

Herzen fest! Wenn es hart auf hart geht, dann haben sie doch das entscheidende Wort zu sprechen! 

36 



Der Segen der Erde 

18. Oktober 1942 

Es ist eine alte Erfahrung, daß die Menschen am meisten klagen, die den wenigsten Grund dazu haben, und die, die Grund zur 
Klage hätten, mit ihren Sorgen so beschäftigt sind, daß sie kaum zum Klagen kommen. Das ist besonders in Zeiten harter 
Anspannungen, wie der Krieg eine ist, festzustellen. Selten hört man heute beispielsweise einen Frontsoldaten Beschwerde 
führen. Er kommt von den heißen Sandfeldern Nordafrikas, aus der grünen Hölle vom Wolchow oder aus den infernalischen 
Abwehrkämpfen von Rschew für ein paar kurze Tage nach Hause in Urlaub. Alles in der Heimat erscheint ihm neu und 
unwirklich. Daß das bürgerliche Leben wenigstens nach außen hin fast seinen normalen Gang geht, daß die Straßen und Häuser 
sauber und gepflegt sind, daß die Straßenbahnen und Züge, wenn auch mit geringen Einschränkungen, verkehren, daß Kinos, 
Theater, Konzertsäle und Restaurants geöffnet und überfüllt sind, das alles versetzt ihn von der Front und ihrem harten Leben 



geradezu in ein Märchenland. Er kann sich gar nicht vorstellen, daß hier einer einen Grund zum Klagen hätte. Was den 

Zivilisten ärgert, belastet und bedrückt, ist für den Frontsoldaten eine Lappalie, die keine Beachtung verdient. Einmal wieder in 
einem richtigen sauber überzogenen Bett zu schlafen, wer hätte gedacht und geahnt, daß es so etwas überhaupt noch gäbe? Er 
empfindet das Leben zu Hause viel stärker, als er es jemals im Frieden empfunden hat. Eine neue Welt tut sich hier für ihn auf. 
Man kann verstehen, daß der Frontsoldat den seinen Sorgen 
37 

gegenüber geringfügigen Belastungen der Heimat ohne allzu viel Bedauern oder Aufgeschlossenheit entgegentritt. Was will es 
schon heißen, daß man fünf Minuten länger als in normalen Zeiten auf die Straßenbahn warten muß und diese obendrein noch 
überfüllt ist! In Nordafrika fahren überhaupt keine Straßenbahnen. Da liegt man manchmal tagelang in einem engen Erdloch, 
schutzlos der prallen Sonne ausgesetzt und von Schwärmen von Fliegen gequält. Und am Wolchow sieht man monatelang nur 
Morast, Sumpf, Gestrüpp und Oednis und ist keinen Augenblick seines Lebens sicher. Niemand weiß hier, ob er morgen noch 
im Besitz seiner gesunden Gliedmaßen oder gar seines Augenlichtes ist. Kommt die Post von Hause — wir klagen in der 
Heimat schon darüber, wenn sie einen Tag länger als früher ausbleibt — , dann ist sie meistens mehrere Wochen alt und wird 
trotzdem mit heißester Freude empfangen und verschlungen. Man kann es nicht oft genug wiederholen, daß wir zu Hause 
überhaupt keinen Grund zum Klagen haben, daß wir uns vor unseren Frontsoldaten in tiefster Seele schämen müssen, wenn wir 
mit unseren kleinen und unbedeutenden Alltagssorgen zueinander hausieren gehen. 

Auch die Fähigkeit des Menschen, Leiden zu ertragen, ist relativ. Sie hängt sehr davon ab, welche Leiden ihm vom Schicksal 
im einzelnen zugemutet werden. Wenn es darauf ankommt, wird der Mensch fast mit allem fertig. Er empfindet die Stärke der 
Leiden immer im Verhältnis zu seinem sonstigen Wohlbefinden. Es kann sein, daß einer sich im normalen Leben durch einen 
geringfügigeren Schmerz mehr belästigt und geschlagen fühlt als im harten Leben des Krieges durch den Verlust seines Hauses 
und seines gesamten Eigentums. 

Und da gerade beginnt die heutige Zeit besonders drückend zu werden, wo die Menschen den Krieg als die Ausnahme ansehen 
und immer noch versuchen, sich möglichst viel vom Frieden zu erhalten. Sie verteidigen die letzten Erinnerungen an ihn wie 
einen 
38 

lieben Besitz und beklagen sein Dahinschwinden Stück für Stück. Da haben es die ungleich viel besser, die beizeiten mit dem 
Frieden Schluß gemacht und sich, solange der Krieg nun einmal dauert, auf Krieg eingestellt haben. Sie sind durch nichts mehr 
umzuwerfen. Sie klagen nicht über das, was ihnen durch den Krieg genommen worden ist, sondern freuen sich dessen, was 
ihnen der Krieg noch gelassen hat, immer bereit, wenn er es fordern sollte, auch darauf zu verzichten. Sie haben sozusagen die 
Brücken zum Frieden hinter sich abgebrochen und suchen sich einen neuen Weg zu ihm nach vom. Sie wissen, daß an der 
Tatsache des Krieges nichts geändert werden kann und daß uns allen nichts anderes übrig bleibt, als durch Kampf und Arbeit zu 
seinem siegreichen und womöglich baldigen Ende beizutragen. 

Aus unserem engeren Mitarbeiter- und Freundeskreis sind in den letzten Wochen wieder einige uns besonders nahestehende 
junge Männer durch den unerbittlichen Tod auf dem Schlachtfelde herausgerissen worden, deren Fortgehen uns auf das tiefste 
erschüttert hat. Es ist schmerzend und bewegend zugleich, sich klarzumachen, was diese meistens hochtalentierten kommenden 
Führerpersönlichkeiten später noch für das Vaterland hätten leisten können. Sie gingen an die Front, um demselben 
Pflichtgefühl zu gehorchen, das sie einmal vor Jahren in die nationalsozialistische Bewegung trieb. Wenn sie einem beim 
Abschied die Hand gaben, so hatte man manchmal den quälenden Eindruck, daß ihre Augen schon vom Schatten des Todes 
umflort waren. Vor einigen Monaten war einer unserer heldenmütigsten Jagdflieger abends bei uns zu Besuch. Wir erzählten 
bis in die tiefe Nacht hinein und vergaßen schon nach wenigen Minuten, daß der Gesprächspartner noch nicht ganze 22 Jahre 
alt war und wir schon in Amt und Würden saßen, als er noch in unserer Nachbarschaft Indianer spielte. Hier sprach ein reifer 
Mann zu uns mit klaren, überlegten Urteilen, in seiner Persönlichkeit geprägt von einer seltenen und beglücken- 
39 

den Mischung aus jugendlicher Bescheidenheit und kraftvollem Selbstbewußtsein. Er schrieb uns dann noch ein paar Wochen 
später aus Italien, und vor einigen Tagen ging die Nachricht von seinem Tod durch die Presse. Man muß wissen, wie diese 
jungen Männer am Leben hängen, um ermessen zu können, was sie mit seinem Opfer für uns alle hingeben. 
Wie noch in jedem Krieg, so liegt auch heute über dieser persönlichen Tragik ein Schleier von Wehmut und Melancholie. Es 
sind immer die Besten, die der Krieg von einem kämpfenden Volke fordert. Er ist eine erbarmungslose Auslese nach der 
negativen Seite hin, und sie kann vor der Geschichte einzig und allein durch die Tatsache gerechtfertigt werden, daß sie 
gleichzeitig für ein kommendes blühendes, kinderreiches Volksleben Land und Raum schafft. Der moderne Krieg wäre in seiner 
brutalen Grausamkeit überhaupt unerträglich, wenn er nicht für ein Volksziel geführt würde. Er muß die Gewähr bieten, daß aus 
jedem ausgelöschten jungen Heldenleben einer der Ursprünge einer reicheren und glücklicheren Zukunft unseres Volkes 
entspringt. 

Wir leben in einem Jahrhundert der Volkwerdung. Wir können es uns heute kaum noch vorstellen, daß es einmal Zeitalter ge- 
geben hat, in denen Kriege für die Interessen der Hausmachtpolitik etwelcher Dynastien geführt wurden. Es ist deshalb auch 



unsinnig zu vermuten, daß solche oder ähnliche Absichten irgendwo im Hintergrunde unseres Krieges lauerten. Die, die ihn 
führen, sind Männer aus unserem Volke, die, die ihn durchführen, sind Kinder unseres Volkes. Er wird nur und ausschließlich 
für die Interessen dieses Volkes durchgekämpft. Diesmal geht es nicht um Thron und Altar, sondern um Getreide und Öl, um 
Raum für unsere wachsende Volkszahl, die in der bisherigen Enge nicht leben und nicht ernährt werden kann. Wir müssen 
schon deshalb durch dieses schaurige Drama hindurch, ob wir wollen oder nicht. 
Das wissen auch alle, die die schwerste Last dieses Krieges zu 
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tragen haben. Sie sehen vor sich ein Ziel, um das es sich zu kämpfen verlohnt. Diese Erkenntnis macht sie reifer und älter, als 
sie in Wirklichkeit sind. Kriegsjahre zählen bei ihnen nicht nur doppelt, sondern drei- und vierfach. Sie sind über die 
Tagessorgen so hinausgewachsen, daß sie sie gar nicht mehr verstehen. Wir müssen uns zu Hause sehr anstrengen, wenn wir mit 
ihnen Schritt halten wollen. Sie zogen durch Länder voll von blühender Fruchtbarkeit, immer den Tod vor Augen, und sahen 
hier im Überfluß alles das, was uns zum Leben fehlt. An den kurzen Sommerabenden, wenn die Dämmerung herniederfiel und 
nur noch vereinzelte Granateinschläge die wachsende Stille unterbrachen, erstand vor ihren brennenden Augen die Vision eines 
weiten, unübersehbaren Landes, das deutsche Bauern besiedeln, ein Schutzwall aus Menschenleibern gegen den ewig 
drohenden Ansturm aus dem Osten. 

Hier war der Raum für ein junges, wachsendes Volk, um sich auszuleben. Sie hatten im Westen gesehen, wie eine überalterte 
Nation aus Mangel an Kindern nicht mehr die Kraft fand, den Raum auszufüllen, den sie besaß, und daran zugrunde ging. 
Blitzartig eröffnete sich hier die Alternative für ihr eigenes Volk, entweder ein ähnliches Schicksal zu erleiden oder aber die 
Eisengitter des Käfigs zu zerbrechen, in dem es gefangen saß. Jetzt war die Gelegenheit da. Nützte man sie nicht, so ging sie 
unwiederbringlich dahin. 

Es ist ein grausames, aber auch ein wahres Wort, daß Blut die Äcker düngt. Aus der Erde stammt die Kraft der Völker. Ver- 
lieren sie ihre Erde, dann verlieren sie auch ihr Leben. Staaten, die nur auf der industriellen Wirtschaft beruhen, gehen 
zugrunde. Sie geben mit der Verwurzelung im heimatlichen Boden auch ihre nationale Vitalität auf. Es bleibt uns nichts anderes 
übrig, als den Weg zurück zur Erde anzutreten. Je weiter ein Volk sich davon entfernt hat, um so mehr Blut kostet die 
Rückkehr. Jedes Heldenleben, das heute draußen an den Fronten verlöscht, ist ein Stück dieses Weges. Aus dieser Saat unseres 
Volkes wird einmal die reichste 
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Ernte entspringen. Die Wunden, die der Krieg uns heute schlägt, werden bald vernarben; aber die Opfer, die gebracht werden 

vom ganzen Volk, werden auch Früchte bringen für das ganze Volk. 

Es mutet einen fast gespensterhaft an, unsere plutokratischen Gegner vom Kriegsende und von ihren Kriegszielen reden zu 

hören. Sie haben überhaupt keine Vorstellung von der Problematik eines jungen, wachsenden Volkes, das seinen Raum 

ausweiten muß, um leben zu können. Sie sprechen von sogenannten demokratischen Freiheiten, die uns in unseren 

Zukunftssorgen gar nichts bedeuten. Wir haben ja nicht die Wahl, demokratisch oder nicht demokratisch zu sein; wir stehen 

einfach vor der Wahl, zu leben oder zu sterben. Diese Alternative gibt uns auch die Kraft, den Waffengang siegreich zu 

bestehen. Man kann unseren Feinden nicht die redlichste Mühe absprechen, die sie sich seit Beginn des Krieges gemacht haben, 

um Risse in die Einheit und Entschlossenheit des deutschen Volkes einzufügen. Es war, wie sie heute übereinstimmend zugeben 

müssen, alles umsonst. Mit Phrasen kann man nicht den Lebenshunger eines Volkes befriedigen; der greift nach Raum und 

Erde, um sich zu stillen. Er opfert Blut, um das Leben zu gewinnen. 

Über den tiefen Erschütterungen unserer Zeit, die jeden von uns erfassen, steht ewig und unveränderlich der Wille nach Raum. 

Er gibt dem Krieg seinen Sinn. Er verklärt auch die größten und schwersten Opfer, die damit für ein Volk gebracht werden, das 

im Kommen ist und von uns verlangen und erwarten kann, daß wir unsere Sache, so wie wir sie der Pflicht getreu begannen, 

auch der Pflicht getreu zu Ende führen. Wir sind diesem Ziel in den vergangenen Monaten wieder um ein gutes Stück näher 

gekommen. An den weiten Feldern des Ostens, die schon im nächsten Jahr Getreide für das tägliche Brot unseres Volkes tragen 

werden, liegen deutsche Soldatengräber. 

Sie wachen darüber, daß aus der Blutsaat des Krieges für eine lange Zeit des Friedens der Segen der Erde entspringe. 

42 



Bewährung der Jugend 

Rede zur Eröffnung der Filmarbeit der HJ 
25. Oktober 1942 

Ich möchte die heutige Gelegenheit der Eröffnung der HJ-Filmstunden im Kriegswinterhalbjahr 1942/43 dazu benutzen, nicht 
nur zur Jugend, sondern auch über die Jugend zu sprechen. Das Jugendproblem ist noch in jedem Krieg von einer besonderen 
Bedeutung gewesen. Die Erziehungsfaktoren, die im Frieden und in normalen Zeiten das Werden und Leben der Jugend 
maßgeblich bestimmen, werden im Kriege, besonders bei seiner längeren Dauer, zu einem gewissen Teil ausgeschaltet. Der 



Krieg ist seinem Wesen nach eine Sache der Erwachsenen. Deshalb muß es schon als ein Zeichen von hervorragender Qualität 

der Jugend eines Volkes angesehen werden, wenn sie trotzdem in einem größeren Umfang an den Aufgaben des Krieges 

beteiligt werden kann oder sich aus eigenem Antrieb daran beteiligt. Im allgemeinen aber ist zu sagen, daß der Krieg weniger 

von der Jugend als vielmehr für die Jugend geführt wird. 

Die Jungen und Mädel, die in so frühem Alter mitten in den Sturm des Krieges hineingestellt werden, tun sich meistens sehr 

schwer, sich darin zurechtzufinden. Der feste Halt einer gleichbleibenden systematischen Erziehung beginnt sich nach und nach 

zu lockern. Vielfach steht der Vater an der Front und geht die Mutter auf Arbeit. Das Leben der Schule ist bedeutenden und 

unabänderlichen Beschränkungen unterworfen. Die millionenstarken Organisationen der HJ und des BDM leiden darunter, daß 

der größte Teil ihrer Führerschaft entweder dem Waffendienst obliegt oder sonstwie im Kriegsdienst beschäftigt ist. Die Jugend 

ist 

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in mancher Beziehung sich selbst überlassen und muß versuchen, sich auf eigene Weise einen Ausweg aus den Sorgen und 
Beschwernissen der Zeit zu suchen. Da hat sie schon einen guten Fundus von Charakter, Tugend und Bestimmtheit nötig, um 
vor diesen Schwierigkeiten zu bestehen. 

Gerade deshalb aber auch ist die Sorge der Eltern um ihre Kinder eine um so größere. Sie sehen in ihnen den kostbarsten 
Schatz, der ihnen auch durch die Schwere der Zeit nicht genommen werden kann. Auf alles sind tapfere Väter und hochgemute 
Mütter für das Vaterland zu verzichten bereit, nur nicht auf die Fürsorge für das Wohl ihrer noch Unerwachsenen Kinder. Sie 
fühlen sich auf die natürlichste Weise so lange für sie verantwortlich, als sie noch nicht auf eigenen Füßen stehen und ohne 
ausreichenden Schutz aus der Kraft ihres Charakters und ihrer Lebenserfahrung heraus den Stürmen der Zeit ausgesetzt sind. 
Der weiß nicht, welche festen und unzerreißbaren Bande Vater und Mutter mit Sohn und Tochter verbinden, der das nicht 
versteht. Wo sie auf unmittelbare Aufsicht über ihre Kinder verzichten sollen, müssen sie wissen, daß sie in guten Händen sind. 
Niemand verschließt sich dem fordernden Zwang, den auch in dieser Beziehung der Krieg ausübt. Auch die liebende Mutter 
und der treusorgende Vater wissen, daß eine harte Zeit die Menschen schneller wachsen und reifen läßt als eine Zeit 
beschaulicher Idyllik und bequemer Romantik. Selbst hier ist der Krieg ein starker Antrieb, dem sich niemand entziehen kann. 
Die Arbeit der nationalsozialistischen Jugendorganisationen ist ganz auf das Ziel ausgerichtet, die im Kriege fehlenden 
Erziehungsfaktoren nach besteh Kräften zu ersetzen. Daß das nicht immer auf die vollkommenste Weise geschehen kann, liegt 
in der Natur der Sache. Man würde es später einmal nicht verstehen können, wenn die männliche Führerschaft unserer Jugend 
in der Stunde der großen Bewährung der Nation dem Vaterlande nicht auch mit 
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der Waffe in der Hand gedient hätte. Ihr größter Teil steht heute an der Front. Wir müssen uns also mit der Tatsache abfinden, 
daß für die gesteigerten Aufgaben in der Jugendführung nur ein wesentlich kleineres Kontingent von qualifizierter Führerschaft 
zur Verfügung steht. Das ist bedauerlich, aber unabänderlich. Wenn man nun bedenkt, vor welche Probleme die 
Jugendbetreuung der nationalsozialistischen Jugendorganisationen im Kriege gestellt ist, in welchem Umfange diese Probleme 
bei längerer Dauer des Krieges anwachsen, dann wird man Verständnis dafür haben, daß auch hier das Ideal sich manchmal mit 
den harten Notwendigkeiten der Zeit zu stoßen beginnt. Diejenigen, die sich einen Beruf daraus machen, daran ihr kritisches 
Mütchen zu kühlen, täten gut daran, sich wieder einmal ins Gedächtnis zurückzurufen, welchen Verwahrlosungen die deutsche 
Jugend während des ersten Weltkrieges ausgesetzt war, um daran ermessen zu können, wieviel besser es im jetzigen Kriege um 
diese Frage bestellt ist. 

Vor einigen Tagen machten mir einige dreißig Hitlerjungen aus den luftbedrohten Gebieten einen Besuch. Sie standen alle im 
Alter zwischen vierzehn und siebzehn Jahren und trugen ausnahmslos das Eiserne oder das Kriegsverdienstkreuz. Zwei von 
ihnen hatten in einer Bombennacht je ein englisches Kampfflugzeug abgeschossen und waren dafür auf dieselbe Weise 
ausgezeichnet worden wie der Soldat an der Front. 

Man soll mir nicht entgegenhalten, das sei doch mehr eine Ausnahme oder ein Zufall. Jungen und Mädel, die sich genau so 
tapfer und bravourös bewährten wie diese, gibt es in den luftbedrohten Provinzen unseres Vaterlandes zu Tausenden. Diese 
einige dreißig also standen nur als Abgesandte einer größeren Gefolgschaft vor mir, die nicht genannt ist und vollkommen in 
der anonymen Masse verschwindet. Wer etwa glaubt, daß diese Jungen sich durch ein besonders anmaßendes Wesen 
hervorgetan hätten, der irrt sehr. Sie waren in den Bombennächten, in denen sie auf Volksdienst 
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standen, moralisch um viele Zentimeter gewachsen. Sie hatten sich schon in ihren jungen Jahren ein Ideal der Pflichterfüllung 
zurechtgelegt, das zwar noch zwischen Kindlichkeit und Männlichkeit hin- und herzuschwanken schien, darum aber fast um so 
überzeugender wirkte. Ich hatte beim Sprechen mit diesen Jungen immer nur den einen Gedanken, wie schön es gewesen wäre, 
wenn man uns heute Erwachsenen in unserer Jugend auch solche frühen Chancen zur Bewährung gegeben hätte, und wie 
schwer man es uns eigentlich damals gemacht hat dadurch, daß man es uns so leicht machte. 

Ich lasse es mir nicht nehmen, daß diese Jugend heute anders ist, als wir früher waren. Der Junge und das Mädel haben das gar 
nicht verstanden, die da glauben, eine solche Überzeugung durch ein möglichst wegwerfendes Benehmen den Erwachsenen und 



den Alten gegenüber zum Ausdruck bringen zu müssen. Aber auch hier ist eine knappe und wohlwollende Belehrung sicherlich 
besser am Platze als die ewige Berufung auf die gute alte Zeit, in der so etwas, wie man sagt, nicht möglich gewesen wäre. Es 
ist das auch damals schon möglich gewesen; nur haben wir Erwachsenen das zu schnell vergessen. Es braucht gar nicht darüber 
geredet zu werden, daß die Jugend vom Alter lernen muß. Aber es gibt auch dem Alter noch eine Rückerinnerung an die eigene 
Jugendlichkeit, wenn es der Jugend bei der Erziehung in ihrer Sprache und ihrer Auffassungsart entgegenzutreten versucht. Der 
Nationalsozialismus kann den uralten Konflikt zwischen Vater und Sohn nicht abschaffen. Er ist eine Generationenfrage, die 
sich in jedem Menschenalter aufs neue wiederholt. Man kommt ihr nicht bei durch hochfahrende Besserwisserei, sondern nur 
durch ein offenes und freies Verständnis, das wir Erwachsenen der Jugend entgegenbringen müssen. Die sind meistens die 
besten Erzieher, die die Jugend mit einem Blick regieren. Auch wir haben ja in unseren jungen Jahren Ausschau gehalten nach 
einem Vater oder einer Mutter, einem Lehrer oder einem erwachsenen Freund, zu denen wir mit 
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unseren unausgegorenen Sorgen gehen konnten und die von uns nicht deshalb leichter empfunden wurden, weil kurzsichtige Er- 
zieher sie für kindisch oder albern hielten. 

Eine Jugend muß Vertrauen haben können. Sie muß zu ihren Erziehern, seien sie nun vom Elternhaus, von der Schule oder von 
den nationalsozialistischen Jugendorganisationen gestellt, aufblicken, muß in ihnen verständnisvolle und gütige Freunde sehen, 
die nicht deshalb tadeln und kritisieren, weil sie älter sind, sondern weil sie mehr Lebenserfahrung besitzen. Kinder haben 
meistens einen sehr feinen Instinkt dafür, wer es redlich mit ihnen meint. Für den gehen sie durchs Feuer. Sie treten einem 
solchen Typ von Erzieher noch mit dem ganzen jugendlichen Enthusiasmus entgegen, dessen ihre unverbrauchten Herzen fähig 
sind, den sie uns Erwachsenen voraus haben und um den wir sie nur beneiden können. Er ist durchaus kein Objekt für 
hochmütige Witzblattscherze. Unsere Jungen haben diesen Enthusiasmus sehr nötig, wenn sie ein oder zwei Jahre später für das 
Vaterland das Gewehr auf die Schulter nehmen, und unsere Mädchen ebenso, wenn sie zur gleichen Zeit irgendwo in 
Kriegsdienst gehen und sich fast schon darauf vorbereiten, Frau und Mutter zu werden. 

Bei mir machen häufig junge Leutnante der Infanterie, der Panzer- oder Luftwaffe oder der Kriegsmarine bei einem kurzen 
Fronturlaub Besuch, die ich vor noch nicht allzu langer Zeit kannte, als sie noch in der HJ oder in der Marine-HJ 
mitmarschierten. Heute tragen sie das E. K. I oder vielleicht das Ritterkreuz oder hier und da sogar das Eichenlaub dazu. Ich 
bin jedesmal froh, mich heute noch genau so mit ihnen unterhalten zu können wie damals, nämlich nicht viel anders, als man 
auch mit Erwachsenen spricht. Ich wüßte auch nicht, was uns dazu berechtigen könnte, sie wie Kinder zu bebändern, die sich im 
Felde wie die richtigen Männer benehmen. Ich kannte einen Panzerleutnant, der jahrelang als Hitlerjunge in unserem Hause 
aus- und einging und für den 
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mitsamt seinen Kameraden ich mir in den damaligen Jahren nicht zu gut dazu war, stundenlang mit ihnen zu erzählen und an 
ihrem Jungensieben, so unausgegoren es auch sein mochte, liebe- und verständnisvoll teilzunehmen. Er wurde im 
Frankreichfeldzug aus seinem brennenden Panzer herausgeholt, atmete noch, meistens außer Bewußtsein, drei Tage lang, ohne 
ein Wort der Klage über seine Lippen zu bringen, und gab dann mit einem hingehauchten Gruß an den Führer sein Leben auf. 
Wenn Schopenhauers Satz, daß man den Mann unter anderem daran erkennen könne, wie er zu sterben verstehe, richtig ist, so 
war dieser Jüngling von noch nicht ganzen zwanzig Jahren ein vollkommener Mann. 

Ich hätte mich bei seinem Heldentod schämen müssen, wenn ich ihn zwei Jahre früher hochnäsig und albern behandelt hätte! 
Der wird am leichtesten mit der Jugend fertig und erringt sich auch ihr tiefstes Vertrauen, der im Jungen schon den kommenden 
Mann und im Mädchen die kommende Frau und Mutter sieht. Es gibt keine schlimmere Mißhandlung der Jugendseele, als 
Kinder kindischer zu nehmen als sie sind; und es wäre schon viel gewonnen, wenn die Erwachsenen sich einmal die Mühe 
machen wollten, die Jugend nicht nur in ihren Torheiten, sondern auch in ihren Tugenden zu erkennen. Es gibt ein schönes 
Wort von der Majestät des Kindes; nichts ist rührender und ergreifender für Vater und Mutter, als im Kinde sich selbst 
wiederzusehen. In ihren Kindern finden die Eltern ihr Fortleben. Auch die unbekannte Familie sieht hier ihre Verewigung. 
Durch die Majestät des Kindes wird der Arbeit und dem Kampf der lebenden Generation erst ein tieferer Sinn gegeben, 
Ich spreche heute zu vielen Millionen deutschen Jungen und Mädeln; aber ich weiß, daß neben ihnen fast doppelt so viele Väter 
und Mütter meinen Worten folgen. Wenn ich mich vor ihnen allen zur Arbeit unserer nationalsozialistischen 
Jugendorganisationen, der HJ und des BDM, aus vollstem Herzen bekenne, so bin ich mir 
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bewußt, was ich damit tue, und auch, welche Verantwortung ich damit vielen Eltern abnehme oder erleichtere. Ich selbst habe 
zu Hause eine ganze Schar von Kindern, die sich nach und nach anschicken, in die nationalsozialistischen Jugendorganisationen 
hineinzuwachsen. Sie werden dort wie Millionen andere deutsche Kinder an den Freuden und Leiden unserer Jugend 
teilnehmen. 

Ich weiß, mit welchem Ernst und welchem Verantwortungsbewußtsein die Führung unserer nationalsozialistischen Jugend- 
organisationen ihren schweren Aufgaben obliegt. Ich kenne sie seit vielen Jahren. Diese jungen Männer sind fast alle als 
Soldaten durch den Krieg hindurchgegangen, immer dasselbe Ideal einer neu heranwachsenden Jugend vor Augen, deren 



charakterlicher und weltanschaulicher Erziehung sie ihre ganze Lebensarbeit widmen. Sie haben draußen gelernt, wie 

notwendig es in diesem harten Jahrhundert ist, daß der Mensch schon in jungen Jahren auf einen festen weltanschaulichen 

Boden gestellt wird, daß er neben Wissen und Bildung, wovon er sich gar nicht genug aneignen kann, einen klaren Blick für das 

Leben gewinnen muß, und daß in den kritischen Stunden dieses Lebens der Charakter das Allerwichtigste ist. 

Wir stehen heute einer Welt gegenüber, die uns als Volk insgesamt und vor allem in unserer Jugend vernichten will. Was das 

bedeutet, das weiß jedermann, der diese Welt kennt und sich über ihre infernalische Zerstörungswut keinem Zweifel hingibt. 

Niemand vermag zu sagen, vor welche Prüfungen dieser Kampf um unser Leben uns noch stellen wird. Es gibt nur eine Kraft, 

die sie alle meistern kann: die Kraft des Charakters, die im Kinde gebildet und erzogen werden muß, um im reiferen Alter 

wirksam werden zu können. 

Es ist kein Zufall, daß dieser Krieg im Gegensatz zum Weltkrieg ein rapides Absinken der Jugendkriminalität zeigt. Auch hier 

macht sich eine Erziehung geltend, von der die Besserwisser immer 

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nur die mehr oder weniger bedeutungslosen Schattenseiten sehen wollen, während sie ihre strahlenden Lichtseiten geflissentlich 
übersehen. Es liegt in der Natur eines so aufgewühlten Zeitalters, daß eine Jugend, unter dem Zwang des Krieges vor Aufgaben 
gestellt, denen sie normalerweise gar nicht gewachsen wäre, sich manchmal überheblicher zu Worte meldet, als das in Zeiten 
idyllischer Beschaulichkeit Brauch ist. Wer wollte da mit Kanonen nach Spatzen schießen ? Mit einem freundlichen Handgriff 
ist das schneller und geräuschloser wieder ins Lot gebracht als mit Klagegesängen von der guten alten Zeit. Damit kommt man 
einer modernen Jugend nicht bei; denn sie weiß längst, daß diese Zeit zwar alt, aber nicht gut war. Sie hatte ihre tragischen 
Fehler, an denen wir alle, Alter wie Jugend, heute schwer zu tragen haben. Nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung 
werden wir diese überwinden. Der Staat, den wir durch Kampf und Arbeit bauen, verdiente nicht die großen Opfer, die wir 
dafür bringen, wenn nicht seine Tore weit offen ständen, um den Strom der nachstoßenden Jugend aufzunehmen. Wer das nicht 
begreifen will, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Reaktionär. Er sieht nur das Heute und das Gestern, aber nicht das 
Morgen. 

Man soll mich deshalb richtig verstehen, wenn ich mich, da ich in dieser Stunde wieder einmal das Glück habe, vor der Jugend, 
aber auch über die Jugend des Reiches zu sprechen, auch zu ihr bekenne. Wir waren eine Bewegung der Jugend, als wir um die 
Macht kämpften. Eine ganze Reihe der heutigen HJ-Führer, der Reichsjugendführer selbst an der Spitze, haben damals mit 
ihren fünfzehn, sechzehn Jahren heimlich unsere Versammlungen im Sportpalast besucht. Einige von ihnen gaben sogar ein 
falsches Geburtsjahr an, um früher in die Partei aufgenommen werden zu können. Sie standen mit uns an den Gräbern von 
Herbert Norkus und anderen gefallenen Hitlerjungen und hörten dort unseren Ruf an die ewige Jugend Deutschlands. Wir 
hatten die Zukunft, weil 
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wir die Jugend, aber wir hatten auch die Jugend, weil wir die Zukunft hatten. 

So ist es geblieben. Die Bewegung hat bis heute nichts von ihrem jugendlichen Schwung und Enthusiasmus eingebüßt. Die 
Hitlerjungen, die kürzlich im Schmucke des Eisernen oder des Kriegsverdienstkreuzes vor mir standen, hatten dieselben 
Gesichter wie die, die in den Jahren 1927, 1928, 1929 und 1930 mit uns die deutschen Städte und Dörfer eroberten. Auch wenn 
man sie nicht riefe, sie wären heute genau so da, wo sie gebraucht werden, wie sie damals da waren. Sie repräsentieren ein 
neues Geschlecht unseres Volkes, und wenn ihre Hände allmählich fest und hart werden in der Arbeit und im Kampf, so ist das 
nur gut; denn in diese Hände müssen wir eines Tages das Reich legen, wenn die unseren müde und schwach geworden sind. 
Auch die vielen Millionen Eltern möchte ich in meinen Gruß mit einschließen. Sie sollen davon überzeugt sein, daß unsere 
nationalsozialistische Jugendführerschaft genau weiß, daß sie ihr in ihren Kindern ihr kostbarstes Gut zu treuen Händen 
übergeben. Sie will ihnen nur nach besten Kräften helfen, diese Kinder auch außerhalb von Elternhaus und Schule zu deutschen 
Männern und Frauen zu erziehen. Sie sollen nicht nur die Lehren des Staats- und Volkslebens in sich aufnehmen, sie sollen 
darüber hinaus auch noch lernen, Ehrfurcht und Achtung vor ihren Eltern zu haben, denen sie ihr Leben und den körperlichen, 
geistigen und seelischen Grundstock verdanken, aus dem sich Charakter und Persönlichkeit entwickeln. Wir wollen alles 
daransetzen, den ewigen Konflikt der Generationen in unserem Zeitalter zu mildem, und zwar sowohl von Seiten der Jugend 
wie von Seiten des Alters. Versuchen wir also nicht, unsere Kinder alt zu machen, sondern lernen wir, mit ihnen und an ihnen 
wieder jung zu werden. 

Dann wird für uns Eltern alle die Jugend unser reinster Kraftquell werden. Dann fließen die Generationen langsam ineinander 
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über zu einem ewigen Volk, das durch uns alle repräsentiert wird. Wie sollte eine Jugend nicht reif und stark werden, die solche 
Eltern zum Vorbild hat! Wie aber sollten Eltern nicht ewig jung bleiben, denen eine solche Jugend nachwächst! 

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Der Krieg als soziale Revolution 

1. November 1942 

In der vergangenen Woche fand in London eine Sitzung der beiden Häuser des Parlaments statt, vor der der südafrikanische 
Ministerpräsident Smuts das Wort ergriff. Mr. Churchill hatte ihn eigens nach England kommen lassen, um der britischen 
Gentry in ihrer politischen Lethargie und Müdigkeit eine Sensation zu bieten und sich selbst auch etwas an der Person des 
streitbaren Burengenerals emporzuranken. Es lohnt kaum, sich auch nur einen kurzen Augenblick mit dem zu beschäftigen, was 
Smuts sagte. Es waren die alten angelsächsischen Gemeinplätze, die England den Völkern schon während des Weltkrieges bis 
zum Erbrechen oft vorpsalmodiert hat: daß Großbritannien noch nie einen Krieg verloren habe, daß die Zeit eigens dazu da sei, 
um für England zu arbeiten, daß die Achsenmächte einen hinterhältigen Angriff auf die Freiheit des Geistes planten, der mit 
Waffengewalt niedergeschlagen werden müsse, daß Großbritannien in diesem Kampf wie immer noch in seiner Geschichte nur 
uneigennützige Ziele verfolge und ihm nichts ferner liege, als für seine Interessen und für den Geldbeutel seiner Plutokratie 
Krieg zu führen, und was derlei dumme und abgeschmackte Lügen noch mehr sind. 

Wie man sieht, bei aller schuldigen Hochachtung vor dem biblischen Alter dieses Burenrenegaten: man kann nicht sagen, daß er 
sich bei seiner Rede zum britischen Empire in geistige Unkosten gestürzt hätte. Die Londoner Presse konstatiert das auch mit 
einer gewissen Beklemmung. Man hatte eine Fanfare erwartet, und es wurde eine Chamade. 
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Allerdings müssen wir sagen, daß uns bei diesem Zusammentreffen auch weniger das interessierte, was gesagt wurde, als die 
Umstände, unter denen der Londoner Propagandarummel vor sich ging. Geleitet wurde er von Lloyd George. Er sprach mit 
zitternder, altersschwacher Stimme, genau wie Smuts, und seine Eröffnungsrede war von tiefster Resignation getragen. Mit 
Betroffenheit stellte die britische Presse am anderen Tage fest, daß er sowohl wie Smuts kein aufmunterndes Wort fanden, und 
wenn Mr. Churchill nicht zum Schluß noch die Geistesgegenwart besessen und auf den südafrikanischen Gast ein Hoch 
ausgebracht hätte, dann wäre diese Festsitzung ausgelaufen wie ein Staatsbegräbnis erster Klasse. 

Beim Lesen der Berichte darüber hatte man das Empfinden, einer Trauerversammlung beizuwohnen. Das Ganze machte einen 
fast gespensterhaften Eindruck, und es wirkte geradezu wie die Faust aufs Auge, wenn Smuts am Schluß seiner Rede von einer 
sozialen Revolution sprach, die diesen Krieg beenden werde. 

Er hat nicht einmal unrecht, wenn er in ihr nicht den Ausgang, sondern den Ursprung dieses gigantischen Ringens erkennen 
wollte. Der Krieg hat längst die ihm von seinen Urhebern eigentlich zugedachten Dimensionen und Begrenzungen gesprengt. Er 
hat sich sozusagen selbständig gemacht und geht seine eigenen Wege. Man kann das nicht nur von unserem Standpunkte aus, 
sondern überhaupt und allgemein feststellen. Die Völker selbst haben bei seiner längeren Dauer in seinen Verlauf unmittelbar 
eingegriffen. Er könnte enden wie er mag, England wird ihn nicht so verlassen, wie es ihn begonnen hat. Kein Wort aus der 
letzten Rede des Führers im Sportpalast hat in der plutokratischen Welt aller Kontinente so alarmierend gewirkt wie das, es 
werde kein bürgerlicher Staat diesen Krieg überleben. Es wirkt geradezu absurd, wenn die Engländer heute noch mit dem Plan 
schwanger gehen, ihn dadurch zu beenden, daß sie in Deutschland eine Revolution entfesseln. Eine Londoner Zeitung bemerkte 
kürzlich sehr richtig 
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zu diesem Vorhaben, das deutsche Volk habe seine Revolution schon hinter sich, das englische Volk sie jedoch noch vor sich. 
Und damit wären wir am Kernpunkt der ganzen Kriegsdebatte überhaupt. 

Die britische Propaganda begeht einen kardinalen Fehler, wenn sie zu den Achsenmächten in einer Sprache spricht, die sie gar 
nicht mehr verstehen. Sie trifft auf Gehör nur in winzig kleinen Teilen unserer Völker, die durch unsere Revolutionen nicht 
erfaßt worden sind und auch gar nicht erfaßt werden konnten. Sie stellen einen Bodensatz dar, der politisch ohne Einfluß und 
ohne Bedeutung ist. Was unsere Völker anbetrifft, und wir meinen hier in der Hauptsache die kämpfende Front und die 
arbeitende Heimat, so sind sich diese über die geschichtliche Bedeutung der zur Entscheidung stehenden Fragen unserer 
nationalen Zukunft ganz und gar im klaren. Es gibt bei uns keinen denkenden Menschen mehr, der nicht wüßte, was wir diesmal 
zu gewinnen, aber auch, was wir diesmal zu verlieren haben. Wenn eines außerhalb allen Zweifels steht, dann die allgemeine 
Überzeugung, daß wir nicht nur siegen können und werden, sondern daß wir auch, und koste es was es wolle, siegen müssen. 
Das ist unsere öffentliche Meinung. Sie hat gar nichts zu tun mit den zeitweilig schwereren, zeitweilig leichteren Belastungen, 
die dieser wie jeder Krieg für uns alle mit sich bringt. Er hat uns trotzdem und vielleicht auch deshalb zu einer bisher noch nie 
dagewesenen Reife unseres nationalen Urteils gelangen lassen. Wir sind durch unsere Revolutionen als Völker umgewandelt 
worden. Wir sehen die Probleme unseres nationalen Lebens in einem neuen Licht, und da wir uns durch unsere völkische 
Wiedergeburt erst wieder unserer Kraft bewußt geworden sind, ist jeder Versuch, uns an unserem Selbstbewußtsein irre zu 
machen, von vornherein zum Scheitern verurteilt. 
Man vergleiche beispielsweise eine Zusammenkunft des Volkes 
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in unserem politischen Leben, auf der der Führer oder ein Sprecher des Staates oder der Bewegung das Wort ergreift, mit der 
Londoner Zusammenkunft von Greisen, auf der der alte Smuts mit zitternder, weinerlicher Stimme seine Gemeinplätze vom 
Manuskript ablas, um den Unterschied ganz handgreiflich vor Augen zu haben. Eine verbrauchte Welt versinkt, und eine neue 
steigt herauf. Die Engländer mögen sich drehen und winden, sie mögen in ihrer geistigen Armut und Hilflosigkeit unseren 
Ideen- und Gedankenschatz ausplündern und uns mit den unverschämtesten Plagiaten an uns selbst überfallen, es nutzt ihnen 
alles nichts. Sie werden der Welt nicht klarmachen können, daß sie im vierten Jahr des Krieges für das kämpfen, wogegen sie 
an seinem Beginn zu Felde gezogen sind. 

Dieser Krieg unterscheidet sich von allen ihm vorangegangenen dadurch, daß er einen ausgesprochen sozialen Charakter trägt. 
Er ist von Seiten unserer Feinde eine Kampfansage gegen unsere Revolution, und zwar in der Hauptsache gegen ihre 
sozialistische Seite. Die plutokratischen Mächte wissen nur allzu gut, daß der Sozialismus die Kraft der Völker nicht lahmt, 
sondern stärkt. Wir führen diesen Krieg aus einer gesicherten geistigen Position heraus. Wir brauchen bei unseren Gegnern 
keine ideelichen Anleihen zu machen; und wenn man manchmal den Eindruck hat, als hätten sich die Kriegsziele der beiden 
Seiten im Verlauf dieses Ringens etwas angeglichen, so nicht, weil wir die unseren aufgegeben hätten, sondern weil die 
Engländer ihnen zum Schein nähergerückt sind. 

Eine gute Theorie ist manchmal die praktischste Sache der Welt. Wir stehen in diesem Kampf der Giganten auf einem festen 
weltanschaulichen Boden, und das gerade gibt uns die Kraft zu unserem Sieg. Der Nationalsozialismus als Idee und Bewegung 
hat im Kriege nicht, wie die Engländer vermuteten und hofften, eine Schwächung, sondern eine ungeheure Stärkung erfahren. 
Auch diejenigen, die vor dem Kriege nicht immer einzusehen vermochten, was er eigentlich zu bedeuten habe, verspüren heute 
auf Schritt und Tritt seine 
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zeitformende Kraft. Man könnte sich gar nicht vorstellen, wohin wir geraten würden, wenn wir die politische und militärische 
Entwicklung der Gegenwart nicht zuletzt immer wieder auf seine Wurzel zurückführten. 

Und das ist es, was England fehlt. Es hat keine Idee, nach der es kämpft. Man braucht nur ein paar Tage lang britische 
Zeitungen zu lesen, um festzustellen, daß drüben nicht nur jeder andere Methoden der Kriegführung vorschlägt, sondern auch 
etwas anderes will und als Ziel dieses Krieges sieht. Das britische Empire hat seine Selbstsicherheit verloren. Es taumelt von 
einer Illusion in die andere, findet vor lauter Zweckoptimismus nicht die Gelegenheit zum Handeln und verpaßt damit die 
günstigsten Chancen seiner Kriegführung. Das ist auch der Grund seiner militärischen Niederlagen. Es beruft sich auf seine 
materielle Kraft, auf den Reichtum und auf die Weite seiner Hilfsmittel und übersieht dabei gänzlich, daß der Sieg nicht allein 
von den Waffen errungen wird, sondern auch, und meistens in der Hauptsache, vom Geist, der die Waffen führt. 
Wer sich heute der Mühe unterziehen wollte, die Geschichte der allmählichen Zerbröckelung des alten römischen Weltreichs 
nachzulesen, würde hier eine verblüffende Ähnlichkeit finden mit dem Schicksal, das augenblicklich wie ein dunkles, noch 
unausgesprochenes Fatum über dem britischen Empire steht. Der Kenner historischer Vorgänge und Entwicklungen kann in den 
englischen Großsprechereien dafür nur eine Bestätigung sehen. Die Briten vergnügen sich zur Zeit mit Plänen, wie sie nach 
einem angeblichen Sieg ihrer Seite die Staatsmänner und Generäle der Achsenmächte als Kriegsverbrecher aburteilen wollen. 
Abgesehen davon, daß sie damit in der Hauptsache Sicherheit vortäuschen wollen, die nicht vorhanden ist, sehen wir darin nur 
ein Zeichen ihrer Lebensangst. Sie glauben natürlich ebenso wenig wie wir an solche Möglichkeiten: aber sie spielen sich selbst 
eine Tragi- 
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komödie vor und wissen anscheinend gar nicht, wie lächerlich sie dabei wirken. Eine Londoner Zeitung, die sich vor den 
anderen Organen der britischen öffentlichen Meinung dadurch auszeichnet, daß sie hin und wieder einmal gegen den Stachel zu 
locken wagt, goß kürzlich die Schale ihres Spottes über dieses englische Satyrspiel aus und erinnerte dabei an das deutsche 
Sprichwort, daß auch die Nürnberger keinen henkten, es sei denn, sie hätten ihn. 

Aber das ist offenbar nicht das Wesentliche. Wesentlich ist hier vielmehr, daß die Engländer, je weiter sie sich vom Sieg 
entfernen, um so weiter auch Abstand von der Wirklichkeit nehmen. Sie leben in einer Scheinwelt, die genau so gespensterhaft 
wirkt wie die Greisenversammlung der beiden Parlamente, auf der der über siebzigjährige Smuts, als Vertreter eines von den 
Engländern auch einmal auf die brutalste Weise niedergeschlagenen Volkes, von den Segnungen der Humanität sprach und für 
das Ende des Krieges eine soziale Revolution prophezeite. Er hatte damit recht, allerdings in einem anderen Sinne, als er und 
seine Zuhörer das glaubten. Er lispelte mit seiner dünnen Stimme in den Wind hinein, und ein millionenfach verstärktes Echo 
der unterdrückten, ausgeplünderten, verarmten und um ihr Glück betrogenen Völker, die heute um ihre elementarsten 
Lebensrechte kämpfen, wird ihm antworten. 

Dieser Krieg ist die soziale Revolution. Sie braucht nicht mehr zu kommen, wir stehen schon längst in ihr. Sie verficht nicht 
mehr die Interessen verarmter und proletarisierter Klassen, sondern die lebenshungriger Völker. Sie wird und muß zum Ziele 
führen, wenn es überhaupt einmal Frieden unter den Nationen geben soll. Am Ende dieses Krieges wird man nicht zu Gericht 
sitzen über die, die diesen Kampf tapfer auf sich nahmen, sondern über die, die ihn herausforderten und notwendig machten. 
Einige neutrale Zeitungen ereiferten sich kürzlich darüber, daß wir in einer unserer letzten Reden die Wendung gebrauchten, 
das deutsche Volk kämpfe diesmal nicht für Thron und Altar, sondern 



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für sein tägliches Brot. Sie sahen darin ein Zeichen für die ihrer Ansicht nach zunehmende Materialisierung unseres 
öffentlichen Lebens und beschworen demgegenüber wieder einmal das deutsche Volk als ein Volk der Dichter und Denker, 
dem es immer in seiner nationalen Geschichte um Ideale und nie um irdische Interessen gegangen sei. Wir bestreiten das nicht, 
sehen aber gerade in diesem Umstand die eigentliche Ursache unseres nationalen Unglücks. Wir Deutschen glauben, für den 
Kampf um Thron und Altar im 17. Jahrhundert durch einen dreißigjährigen Krieg einen ausreichenden Beitrag zugesteuert zu 
haben. Wenn es einen neutralen Staat gelüstet, diesen Beitrag durch einen eigenen zu übertrumpfen, so steht dem von unserer 
Seite aus nichts im Wege. Was aber unter deutschen Nationalinteressen zu verstehen ist, darüber haben wir uns ein Urteil 
ausschließlich selbst vorbehalten. 

Wir sehen das höchste aller Ideale darin, unserem Volke sein tägliches Brot zu sichern. Daraus folgt zwangsläufig das Glück 
eines reichen Kindersegens. Kinder aber sind die Träger der Ewigkeit eines Volkes. Wir haben es endgültig satt, von 
habgierigen Reichen zur Rolle eines Vorkämpfers für sogenannte Weltideale degradiert zu werden. Für uns geht es in diesem 
Kriege wesentlich darum, uns die Voraussetzungen zur Vollendung der sozialen Revolution unseres Volkes zu erkämpfen. Wir 
glauben uns dabei in Übereinstimmung mit der ganzen deutschen Nation, wenn wir darin eine höchst ideale, sittlich berechtigte 
und notwendige Zielsetzung dieses Krieges erblicken; und was die Hauptsache ist, sie wird nicht nur von jedem kämpfenden 
Soldaten verstanden, sondern auch gebilligt. 

Wir wollen also mit unseren Gegnern und den neutralen Zuschauern nicht um Worte feilschen. Unsere Ziele sind klar ab- 
gesteckt. Sie können durch die Länge des Krieges und die dadurch bedingten schwereren Opfer unseres Volkes nur vergrößert, 
nicht verkleinert werden. Sie gehen die ganze deutsche Nation an. Der 
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Nationalsozialismus hat nur die Ehre, diesen Schicksalskampf unseres Volkes politisch zu führen. Seine Geschichte und seine 
Tradition bürgen dafür, daß er nicht nur mit Sieg gekrönt, sondern daß dieser Sieg auch alles das enthalten wird, was sich unser 
Volk davon verspricht und wofür es heute Last auf Last willig auf seine Schultern nimmt. 

Die ganze Erde ist in Gärung geraten. Am Ende des Weltkrieges fielen die Dynastien, am Ende dieses Krieges werden die 
Plutokratien fallen. Nicht die Schuldigen sind zum Gerichthalten berufen, sondern die Völker, die um ihr Lebensglück betrogen 
würden und es sich nun unter schwersten Blutopfern erkämpfen. Wenn wir den Weltkrieg verlieren mußten, um mit der 
Revolution zu beginnen, so müssen wir diesen Krieg gewinnen, um die Revolution zu Ende führen zu können. Während die 
plutokratisch bestimmten Imperien langsam zerbröckeln, bilden sich neue Weltreiche, die Resultate der Sozialrevolutionären 
Bewegungen der jungen Völker sein werden. Dafür kämpfen die Soldaten der Achsenmächte an allen Fronten, in den Lüften 
und auf den Meeren. Dieser Kampf ist eine soziale Revolution. Sie legt eine alte feindliche Welt in Trümmer; aber hinter ihren 
Rauchschwaden erhebt sich schon eine neue, bessere Welt. 
Es ist jene Welt, für die heute Tausende sterben, damit noch in fernster Zukunft ungezählte Millionen darin leben können. 

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Die Vision eines neuen Europa 

11. November 1942 

Die Engländer und Amerikaner haben in ihrer Kriegspropaganda seit dem ersten Weltkrieg nicht viel dazugelernt. Ohne 
Rücksicht auf die Tatsache zu nehmen, daß die Völker sich seitdem von Grund auf gewandelt und ihr Gesicht vollkommen 
verändert haben, fahren sie munter und ahnungslos in ihrem alten Stumpfsinn fort, wohl in der Annahme, daß das, was damals 
zum vollen Erfolge führte, auch heute seine Wirkung nicht verfehlen werde. Schon eine flüchtige Lektüre der Dokumente der 
angelsächsischen Kriegspropaganda aus dem ersten Weltkrieg, vor allem insoweit sie sich gegen das deutsche Volk und Reich 
richtete, vermittelt dem Leser die verblüffende Erkenntnis, daß es sich heute um denselben Schwindel handelt und man überall 
nur statt des Namens des Kaisers den des Führers einzusetzen braucht. 

Auch damals wurde uns Deutschen vorgeworfen, daß wir dunkle Pläne auf Eroberung der Welt verfolgten, vor deren Ver- 
wirklichung die kleinen Völker nur durch die angelsächsischen Mächte gerettet werden könnten. Diese betrieben eine Politik 
und Kriegführung, die, wie man sich denken kann, ausschließlich auf die Verschönerung und Verbesserung der Welt und der 
Menschen hinauslief, womit bei einem Sieg der Engländer und Amerikaner in Bälde und endgültig zu rechnen sei. Deutschland 
dagegen lebe von Raub, Mord, Terror und Unterdrückung. Sein Krieg habe sich die Zerstörung von Zivilisation und Kultur zum 
Ziel gesetzt, und jeder, der noch ein Gefühl für solche ewigen Werte besitze, müsse sich dem Kampf gegen diese Gefahr 
anschließen. 
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Man weiß, wie die Welt damals dieser Schreckensmacherei verfallen ist und am Ende sogar das deutsche Volk den nervlichen 
Belastungen einer solchen heimtückischen Propaganda erlag. Man weiß aber auch, welche Folgen dieses Versagen nach sich 
zog. Die Mächte, die die infernalische Kraft besaßen, das Deutschtum in aller Welt zu diskreditieren und zu einer Art von 
Kinderschreck zu machen, dachten nach errungenem Erfolg nicht daran, auch nur den bescheidensten Teil ihrer 
Versprechungen wahrzumachen. Sie stürzten Europa und den ganzen Erdball in ein namenloses Unglück, aus dem die gequälte 
Menschheit zwanzig Jahre später keinen anderen Ausweg mehr fand als den gegenwärtigen Krieg. 

Man faßt sich an den Kopf bei dem Gedanken, daß unsere Gegner heute den traurigen Mut besitzen, an die damals so 
belogenen und betrogenen Völker erneut mit der Zumutung heranzutreten, den Fehler von 1918 und 1919 zu wiederholen. Sie 
spekulieren so auf die Vergeßlichkeit der Menschen, daß sie es nicht einmal der Mühe für wert erachten, ein neues 
Verführungsmittel zu erfinden. Sie stürzen sich in keiner Weise in geistige Unkosten, wenn sie nur die Namen und Jahreszahlen 
ändern und die alte Litanei von vom beginnen. Es ist klar, daß sie unter keinen Umständen dulden wollen, daß unser Kontinent 
in seinen elementaren Lebensfragen eine gemeinsame Art des Vorgehens findet. Das würde ihn ungeeignet machen für die 
angelsächsischen Raub- und Ausplünderungspläne. Ein geeintes Europa ist, solange es eine englische Geschichte gibt, das 
Schreckgespenst der britischen Außenpolitik gewesen. In einer Art von Lebensangst wehrt sich Großbritannien verzweifelt 
gegen eine solche Möglichkeit, und ob die Führung zu diesem Ziel von Deutschland, Italien und ihren Verbündeten, ob sie von 
Frankreich und seinen Vasallenstaaten, ob sie von den großen staatsmännischen Erscheinungen der Gegenwart oder der 
Vergangenheit gestellt wird, gleichgültig, England wird immer mit seiner ganzen Macht auf der Gegenseite zu finden sein. 
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Man wird sich in London natürlich hüten, die wahren Gründe einer solchen europafeindlichen Politik zuzugeben. Der ganze 
englische Plan basiert ja auf der Voraussetzung, daß Großbritannien auf dem Kontinent Festlandsdegen findet, die ihm bei 
seinem zynischen Verfahren Waffendienste leisten. Auf sich allein gestellt, besäße England nicht die Kraft und wohl auch nicht 
den Mut, Europa daran zu hindern, die Grundlagen eines neugeordneten und organischen Zusammenlebens seiner Völker zu 
legen. Die kontinentalen Mächtegruppen, die solche Ziele verfolgen, stoßen schon von Anfang an auf den abgrundtiefen Haß 
der Engländer. Großbritannien geht bei Bekanntwerden solcher Pläne sofort in Abwehr- und bald darauf in Angriffsstellung. 
Unter Vorspiegelung humaner weit- und menschheitsbeglückender Absichten und Ziele entwickelt es dann ein Haß- und 
Vernichtungsprogramm gegen seine europäischen Widersacher, in dem alles das enthalten ist, was es ihnen als Ziel und Absicht 
unterschiebt. Niemand wird uns beispielsweise nachweisen können, daß wir jemals ähnliche Ideen und Pläne zur Zerstörung 
Englands verfolgt oder auch nur vertreten hätten, wie sie heute in der britischen Presse uns gegenüber an der Tagesordnung 
sind. Man soll sich jedoch keinem Zweifel darüber hingeben, daß diese von Seiten Londons gegen uns durchaus ernst gemeint 
sind. Sie wurden in Versailles nicht restlos verwirklicht, weil England das deutsche Volk ohnehin gänzlich vernichtet glaubte. 
Es hat die Absicht, bei einem gewonnenen Krieg alles das nachzuholen, was es damals versäumte, und macht daraus ja auch gar 
keinen Hehl. Wir müssen uns also klar darüber sein, daß es diesmal ein Kampf auf Leben und Tod ist, bei dem es sich nicht so 
sehr darum handelt, wer recht oder unrecht hat, sondern darum, wer siegen wird oder vernichtet werden soll. Das und nichts 
anderes ist hier die Frage. 

Es ist verständlich, daß die uns vorschwebende europäische Solidarität heute einer Reihe von kriegsbedingten Belastungen aus- 
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gesetzt ist, die mit dem Ende des Krieges von selbst wegfallen werden. Wer kennt die Engländer und will nicht zugeben, daß sie 
in ihrem eigenen Interesse alles versuchen werden, um diese zu verstärken! Sie sehen darin das billigste Mittel, die 
europäischen Gegensätze zu schüren, zumal sie durch die militärische Abschirmung unseres Erdteils durch unsere Wehrmacht 
jedes andere Mittel verloren haben, in sie einzugreifen. Ebenso aber müssen die Achsenmächte Verständnis dafür erwarten, 
wenn sie sich dagegen mit entsprechenden Maßnahmen zur Wehr setzen. Wenn ein Wirrkopf oder ein von London gedungenes 
Subjekt in den besetzten Gebieten gegen einen deutschen Soldaten die Pistole erhebt, so reagieren wir darauf, wie das im 
Kriege Brauch zu sein pflegt. Das ist aber kein Zeichen des kommenden Friedens, sondern ein Zeichen des gegenwärtigen 
Krieges. 

Wir kämpfen um unser Leben. Im Kriege muß eine strenge Ordnung herrschen, und je großzügiger man später in der Ver- 
wirklichung seiner Ziele sein will, um so entschlossener wird man im Kriege die militärischen Mittel anwenden, die zu diesem 
Ziel hinführen. Die Engländer versuchen, Europa auszuhungern und schieben uns die Schuld an den unvermeidlichen Folgen 
ihres zynischen Verfahrens zu. Sie bombardieren Städte und Wohnviertel in den besetzten Gebieten und zeigen heuchlerisch 
mit Fingern auf uns. Sie verleiten hier und da verwirrte Elemente zur Sabotage an unserer Kriegswirtschaft und führen dann 
scheinheilig Beschwerde, wenn wir zu entsprechenden Gegenmaßnahmen schreiten. Man muß also hier sehr scharf 
unterscheiden zwischen dem, was an unseren Methoden kriegsbedingt ist und was auf den kommenden Friedenszustand 
hindeutet. Das neue Europa ist keine Sache der Gegenwart, sondern eine Sache der Zukunft. 

Auch der nordamerikanische Kontinent hat erst in einem Kriege seine heutige Einheit gefunden. Die Gegensätze zwischen Nord 
und Süd waren in Nordamerika damals zweifellos viel stärker aus- 
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geprägt als die heutigen europäischen Gegensätze. Trotzdem mußte die Union durch ihre unheilvollen Folgen hindurch, um zu 
einer kontinentalen Konzentration ihrer Kräfte zu kommen. Heute werden diese Gegensätze nur noch als altertümlich emp- 
funden und führen ein bescheidenes Dasein in New- Yorker Witzblättern. Jedenfalls wäre es ein kindischer Unsinn, in den Ver- 
einigten Staaten noch von der Möglichkeit eines Krieges zwischen ihren einzelnen Teilen zu sprechen. Und das ist das 
Entscheidende. Europa wird so lange Krieg unter sich führen, als es nicht seine gemeinsamen Interessen erkennt und Anstalten 
trifft, diese auch einheitlich zu vertreten. Aber es ist zu viel von den Engländern verlangt, wenn man von ihnen, die doch seit 
jeher die Nutznießer unserer kontinentalen Zerrissenheit waren und sind, erwartet, daß sie uns bei der Erreichung dieses Zieles 
helfen sollten. 

Es bedarf keines langatmigen Beweises, um darzutun, daß eine europäische Solidarität zwar gewisse Verzichte der daran 
beteiligten Staaten mit sich bringen, zugleich aber eine ungeahnte Blüte wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Art unseres 
Kontinents heraufführen wird. Unser Erdteil besitzt zuzüglich der entsprechenden Teile des fruchtbaren und rohstoffreichen 
Ostens ein Lebenspotential, das unerschöpflich ist. Wir haben nur noch nicht die Kraft gefunden, es zu organisieren. Dieser 
Krieg wurde uns vor allem auch aufgezwungen, um uns daran zu hindern. Unterdes aber geht die Intensivierung der modernen 
Wirtschaft ihren vorbestimmten Gang, und es ergeben sich daraus bei Fortdauer unserer kontinentalen politischen 
Gegensätzlichkeiten soziale Konfliktsmöglichkeiten, denen vor allem die kleineren europäischen Staaten auf die Dauer nicht 
gewachsen sein dürften. 

Es ist eine undankbare Aufgabe, im harten Tagewerk des Krieges von kommenden Dingen zu sprechen. Aber der aufmerksame 
Zeitbeobachter wird doch zugeben müssen, daß das Schicksal für unsere europäische Zukunft zugleich die schwarzen und die 
weißen 
65 

Lose in seinem Schöße bereit hält. England hat leicht mit dem Feuer spielen, da es glaubt — und auch nur glaubt! — durch seine 
insulare Lage vor den unheilvollen Auswirkungen des Brandes gesichert zu sein. Sein verhängnisvolles Bündnis mit dem Bol- 
schewismus ist ein Beweis dafür, daß die kontinentalen Interessen bei ihm keinerlei Schutz finden, und die europäischen Kreise, 
die heute bei ihm Anlehnung suchen, würden sich wahrscheinlich sehr wundem, wenn sie einmal in ihrer schwersten 
Daseinsprobe seiner Hilfe bedürftig wären. 

Wir leben heute zweifellos in einem äußerst kritischen Zeitalter der europäischen Kultur. Es geht in diesem Kriege nicht so sehr 
um die Hegemonie dieser oder jener Mächtegruppe auf dem Kontinent, als vielmehr darum, ob es überhaupt gelingen wird, die 
abendländische Menschheit vor dem gänzlichen Verfall zu retten. Wenn vielfach gewisse Teile des europäischen Bürgertums 
dem gigantischen Ringen im Osten mit ähnlichen Gefühlen zuschauen, mit denen man an einem Fußballspiel zwischen zwei 
Mannschaften teilnimmt, von denen keine auf besondere Popularität Anspruch erheben kann, immer bereit, mit seinen 
Sympathien nach jedem Torschuß zu wechseln, so ist das ein Beweis dafür, wie stark der kontinentale Lebensinstinkt in diesen 
Kreisen schon verkümmert ist. Wir wohnen gegenwärtig einem militärischen Drama bei, das über Leben und Tod unserer 
modernen Kultur und Zivilisation entscheiden wird. Vor einer solchen Frage gibt es kein Ausweichen; hier muß man sich 
bekennen und aus seinem Bekenntnis auch die entsprechenden Folgerungen ziehen. Es ist auch nicht damit getan, daß man die 
Hoffnung hegt, nach dem Kriege wieder da anfangen zu können, wo man vor dem Kriege aufgehört hat. Die bürgerlich-liberale 
Welt ist endgültig dahin. Europa hat nicht mehr zu wählen zwischen ihr und uns, sondern nur noch zwischen unserem Sieg und 
dem Bolschewismus. Eine andere Alternative ist nicht gestellt. 
66 

Es wäre naiv, in diesem Zusammenhang von einem Verrat Englands an Europa zu sprechen. Die Engländer haben nie euro- 
päisch in unserem Sinne gedacht, von den Amerikanern ganz zu schweigen. Churchill ist die Inkarnation einer insularen 
Begriffswelt, die sich europäischer Vorstellungen nur bedient, um das europäische Bild im Interesse Englands zu verwirren. 
Immer wenn die Engländer in Europa einbrachen, hinterließen sie nur Blut und Tränen. Aber immer auch fanden sie dabei auf 
dem Kontinent Hilfsvölker, die ihnen dabei die Steigbügel hielten. Das britische System der Dienstbarmachung unseres 
Kontinents für englische Zwecke war bisher deshalb so erfolgreich, weil es sich stets derselben Methoden bediente. Es zielte 
regelmäßig auf den stärksten Exponenten des europäischen. Bewußtseins hin und verstand es dabei, neidische und kurzsichtige 
Mitspieler auf dem Kontinent mobilzumachen, die um des Augenblickserfolges willen das große Ziel aus den Augen verloren. 
Während unser Kontinent aber früher nur der Gefahr ausgesetzt war, wieder in seine alte Zwietracht und Ohnmacht zu 
versinken, steht er heute vor seiner Lebensfrage, nämlich der, entweder zur Vernunft zu kommen bzw. angehalten zu werden 
oder aber infolge einer totalen Überflutung durch den Osten sein Dasein zu verlieren. 

Es mag absonderlich erscheinen, aus unserem Munde den Ruf zur europäischen Solidarität zu vernehmen. Aber wir glauben, als 
Verfechter eines national bedingten Volkstums, dem wir angehören und das wir über alles lieben, sowie einer sozialistisch 
bestimmten Erneuerungsvorstellung unseres eigenen Landes eine größere Berechtigung zu diesem Appell zu besitzen, als die 
Vertreter einer international verschwommenen Ideologie, die keinen Boden unter den Füßen hat. 

Wir wissen, daß unser Land auch bei klügster und weitsichtigster Führung nur in einem gesunden europäischen Kontinent leben 
und gedeihen kann. So sehr wir von dem Bewußtsein durchdrungen sind, 
67 



daß Europa ohne uns nicht zu existieren vermag, so genau sind wir uns auch klar darüber, daß wir ohne Europa nicht 
auskommen können. Wir sehen über den Krisen und Belastungen der Gegenwart, die vor allem durch den Krieg bedingt sind, 
die Vision einer neuen, sinnvollen europäischen Ordnung emporsteigen. Wir fühlen diese bedroht einerseits durch England und 
Nordamerika, denen sie nicht in ihre imperialen Vorstellungen hineinpaßt, und andererseits durch den Bolschewismus, der sie 
an sich und aus ideologischem und rassischem Gegensatz vernichten will. Bei beiden Faktoren steht das internationale 
Judentum in doppelter Gestalt im Hintergrund, sprungbereit, sich zum Nutznießer dieser oder jener Lösung aufzuschwingen. 
Unsere Konstruktion dagegen führt über die unbestrittenen Härten der Gegenwart zu einem realen Ausweg aus dem 
allgemeinen europäischen Dilemma. So schwer der Kampf sein mag, er muß und wird bis zu seinem siegreichen Ende 
fortgesetzt werden. Wir hätten sonst nur die andere Wahl der totalen Vernichtung unseres Landes und unseres Erdteils. 
Wir sagen mit einer gewissen Beklemmung voraus, daß man uns überall da, wo man kein Einsehen hat oder auch haben will, 
diesmal wieder gründlich mißverstehen wird. Das ändert aber nichts an den Tatsachen. Große Wandlungen in der Geschichte 
der Völker — und die gegenwärtige ist eine der größten und entscheidendsten, die die abendländische Menschheit je erlebte — 
haben ihre Zeit nötig. Wie der Apfel nach einem Bismarck-Wort nicht unter der darunter gehaltenen Lampe, sondern nur unter 
der Sonne und zu seinem gewohnten Termin reift, so reifen auch Ideen und Vorstellungen nicht unter dem Brand wilder 
Tagespolemiken, sondern nur unter dem wärmenden Licht, das die Gegenwart in die Zukunft hineinwirft. Wir müssen Zeit 
haben zum Warten. Die Achsenmächte kämpfen gegenwärtig den Kampf, den ganz Europa kämpfen müßte, und wissen genau, 
daß sie dabei von seinen besten Teilen wenigstens bereits heute verstanden werden. 
68 

Ordnung ist immer die letzte Folge der Verwirrung. Wenn Europa den höchsten Stand seiner Fieberkrise erreicht hat, ist es reif 
zur Gesundung. Die Schauer seines hektischen Zustandes sind keine Symptome des nahenden Todes, sondern Symptome des 
kommenden Lebens. Nur sehr selten hat der Kranke Verständnis für das, was der Arzt ihm rät und verordnet. Erst später wird er 
sich klar darüber werden, in welcher Gefahr er bei der Krise schwebte. Ohne Rücksicht auf seine momentanen Unbesonnen- 
heiten aber ist es die Pflicht des Arztes, alles das einzuleiten und anzuwenden, was ihm seine Kunst an Hilfsmitteln für den Ge- 
sundungsprozeß anbietet, und wenn nötig auch eine Radikalkur nicht zu scheuen, wenn anders der Patient nicht mehr zu retten 
ist. 

Nichts kann uns von der Erfüllung dieser Pflicht entbinden. Ob der Patient uns das einmal danken wird, hängt davon ab, ob es 
uns gelingt, ihn dem Leben zu erhalten. Um die Beantwortung dieser Frage aber ist uns nicht bange. 
69 



Die neue Ordnung 

15. November 1942 

Das Verhältnis unseres Volkes zum Kriege ist in seinem vierten Jahre ein anderes als in seinem ersten. Was wir alle bei Kriegs- 
ausbruch erst ahnten, das sehen und wissen wir heute genau. So wie der Krieg sich in seinen Dimensionen ausgeweitet hat, so 
auch in seinen Zielsetzungen. Aus einem lokal bedingten Ereignis wurde ein weltumfassendes geschichtliches Ringen, und das 
deutsche Volk ist sich heute durchaus im klaren darüber, daß wir darin bestehen müssen oder untergehen werden. So weit haben 
wir im Jahre 1939 noch nicht gedacht; und selbst nach der siegreichen Westoffensive glaubten noch viele, daß nun das 
Schlimmste überwunden sei. Erst der Feldzug im Osten hat uns die Augen geöffnet für die tiefere Problematik dieses Krieges. 
Der Schleier vor dem geheimnisvollen Bild wurde weggerissen. Wir wissen jetzt alle, daß es um Sein oder Nichtsein geht. Die 
Gegensätze zwischen den kriegführenden Mächten sind so einschneidend, daß sie eine grundsätzliche Lösung finden müssen. 
Für den Preis unseres zukünftigen geschichtlichen Lebens haben wir unsere ganze nationale Existenz in die Waage des 
Schicksals hineingeworfen. Es gibt kein Zurück mehr. 

Wenn eine Erkenntnis in diesen harten und schweren Zeiten eine tröstliche Beruhigung gibt, dann die, daß unser Volk sich im 
Laufe von über drei Jahren Krieg mit dieser imperativen Forderung vollkommen vertraut gemacht hat. Wir sind ganz auf Krieg 
eingestellt. Alle arbeiten daran und kämpfen dafür, daß er gewonnen wird. Die ganze Nation weiß, daß uns außerhalb des 
Sieges keine 
70 

Lebensmöglichkeit mehr bleibt. Also müssen wir den Krieg auf uns nehmen, bis der Sieg in unseren Händen ist. Diese 
Erkenntnis ist von durchaus nüchternen und realistischen Erwägungen getragen. Sie widerspricht nicht im mindesten dem 
persönlichen Schmerz, den das Leid des Krieges dem Einzelnen zufügt. Er hat bereits lange genug gedauert, um uns von jeder 
Illusion zu befreien. Wir befinden uns alle gemeinsam auf einem Schiff, das sich durch die sturmgepeitschten Wellen 
hindurcharbeitet. Wir hören auf das Kommando des Kapitäns und tun jeder an seinem Platze seine Pflicht, immer in dem 
Bestreben, mit dazu beizutragen, daß wir durch den Orkan der Ereignisse hindurch den sicheren Hafen eines glücklichen 
Friedens ansteuern. Wer sich aus der kämpfenden Gemeinschaft herausbegibt, läuft Gefahr, über Bord gespült zu werden. 



Im Gegensatz zu unseren Feinden brauchen wir im Kriege nur das anzuwenden, was wir im Frieden gelernt haben. Während sie 
die Demokratie außer Kurs setzen müssen, um die Demokratie zu beschützen, sind wir in der glücklichen Lage, die Methoden 
unserer Kriegführung unserer Kriegszielsetzung anzupassen. Unsere Kriegsmaschinerie ist reibungslos aus unserer 
Friedenspolitik entwickelt worden. Auch die Erziehung unseres Volkes war schon vor dem Kriege so eingestellt, daß er uns 
heute in keiner Weise mehr überraschen kann. Wir kannten unsere Feinde viel zu gut, als daß wir ohne weiteres daran geglaubt 
hätten, sie würden uns unsere friedliche Aufwärtsentwicklung ohne Kampf gestatten. Jede große neue Staatsdoktrin muß sich 
einmal in der härtesten Schicksalsprobe bewähren, zumal wenn sie von einem Volke getragen wird, das in ihr seine nationale 
Wiedergeburt erlebt. 

Die deutsche Nation ist erst im Werden. Nach ihrem unvergleichlichen Regenerationsprozeß in der zweiten Hälfte des ver- 
gangenen Jahrhunderts hat sie am Ende des ersten Weltkrieges und einige Jahre danach nur eine Schwächeperiode 
durchgemacht. Ihre 
71 

heutige Konzentration der Kraft ist ein Beweis dafür, daß viel mehr in ihr steckt, als selbst wir vermuteten. Wir besitzen aber 
nicht einen Bruchteil der Möglichkeiten, unser nationales Leben auszuleben, die wir verdienen. Hätten wir die vergangenen 
zwei Jahrhunderte ausgenutzt zur Konsolidierung unserer internationalen Stellung, statt sie in inneren Macht- und 
Weltanschauungskämpfen zu verbrauchen, so würden wir heute einen großen Teil der Erde beherrschen. Es ist ganz klar, daß 
die Versäumnisse aus diesen zwei Jahrhunderten nicht in ein paar Jahren nachgeholt und wiedergutgemacht werden können. 
Dazu bedarf es einer fortdauernden gigantischen nationalen Kraftanstrengung, die sich nicht darauf beschränkt, das uns 
Fehlende zu erobern, sondern die weit darüber hinaus das Eroberte auch behaupten und ausschöpfen muß. Vor dieser zweiten 
Aufgabe des Krieges stehen wir nun. 

Nur wenige Menschen sind sich im Jahre 1939 darüber im klaren gewesen, daß es so weit überhaupt kommen würde. Die 
anderen haben sich den Krieg viel unproblematischer vorgestellt, als er tatsächlich ist. Sie glaubten, daß seine Ziele 
etappenweise und mit der Zeit errungen werden könnten, ohne sich eine rechte Vorstellung davon zu machen, wie das im 
einzelnen zu geschehen hätte. Unser Jahrhundert steht im Zeichen der Raum- und Rohstoffpolitik. Die moderne Technik hat 
einen Zustand der Menschheit heraufgeführt, in dem sich nur die Nationen behaupten können, die im Besitz der nötigen Raum- 
und Rohstoffbasen sind, um sich auszuleben. Auch die Völker unseres Kontinents vermehren sich in einem rapiden Tempo. 
Wer da nicht Schritt hält, ist verloren. Und Schritt halten kann nur das Volk, das aufgrund seines eigenen Raumbesitzes in der 
Lage ist, eine riesenhaft anschwellende Volkszahl zu ernähren. Damit aber nicht genug, muß es auch die Möglichkeit haben, 
sich gegen jede Bedrohung zu wappnen, und dazu gehören Kohle, Eisen, Mangan, Gummi, Öl und noch einiges andere. Das 
sind für die kommende Zeit die 
72 

Grundlagen des nationalen Lebens, von denen auch jede Höherentwicklung der Kultur und Zivilisation eines Volkes abhängt. 
Ein Volk ohne diese Voraussetzungen muß sterben. Es kann sich auf eigenem Boden nicht ernähren und ausrüsten. Es 
schrumpft infolgedessen in der Volkszahl zusammen. Die Folge davon wieder ist, daß es, ob es will oder nicht, von 
volkreicheren Nationen zum Kampfe gezwungen und in diesem Kampf nicht nur durch die Waffen, sondern auch durch die 
Menschenzahl erdrückt wird. 

Unsere Gegner haben gut reden. Sie besitzen Raum und Rohstoffe im Überfluß, ja, sie können sie zum Teil gar nicht einmal 
ausschöpfen. Wenn sie heute behaupten, daß sie uns daran teilnehmen lassen wollten und wollen, so ist das einfach nicht wahr. 
Sie wollen uns im Gegenteil von ihrem Besitz ausschließen, um uns ewig in ihrer Abhängigkeit zu halten. Nur so glauben sie 
eine wirksame Kontrolle über unsere nationale Entwicklung ausüben zu können, in der sie eine Voraussetzung ihrer Sicherheit 
sehen. Eine solche Kontrolle aber bedingt eine ständige Einmischung in die innere Gestaltung unseres wirtschaftlichen, sozialen 
und politischen Lebens, mit einem Wort, unsere totale nationale Unfreiheit. Die moderne Zivilisation hat raffiniertere Methoden 
der Versklavung von Völkern und Nationen erfunden, als sie in der Antike, im Mittelalter oder auch noch in der jüngeren 
Vergangenheit üblich waren. Sie sind aber deshalb nicht weniger wirksam, weil sie weniger geräuschvoll angewandt werden. 
Die autoritären Staatsauffassungen stellen einen jähen Bruch mit diesem veralteten System dar. Diese revolutionären Doktrinen 
haben versucht, ihre Völker auf eigene Füße zu stellen und sie wenigstens unter Ausschöpfung aller ihnen zur Verfügung 
stehenden Mittel und Möglichkeiten weitgehend unabhängig von der Umwelt zu machen. Auch als wir diesen Versuch mitten 
im Frieden und ohne den leisesten Gedanken an einen Krieg durchführen wollten, sahen die plutokratischen Besitzerstaaten 
darin eine Be- 
73 

drohung, und sie schritten dann ihrerseits auch zum Kriege, als sie bemerken mußten, daß es ihnen durch List und Erpressung 
nicht gelingen würde, uns von dem Plan einer freien und unabhängigen Entwicklung unseres nationalen Lebens abzubringen. 
Das ist der Grund, warum sie uns zu diesem Waffengang zwangen. Wenn sie heute behaupten, es gehe um die Demokratie, so 
ist das natürlich purer Unsinn. Denn um die Demokratie zu beschützen, warfen sie selbst die Demokratie über Bord und 
verbündeten sich in der Sowjetunion mit dem antidemokratischsten System, das die Geschichte je gesehen hat. 



In neutralen Zeitungen wirft man uns heute vielfach vor, daß wir Gründe und Ursachen des Krieges zu materialistisch auffaßten. 
Wir fühlen uns über diese Verdächtigung erhaben. Wir legen die Zeit mit all ihren Rätseln und Hintergründigkeiten nur bloß. 
Wie der Anatom sezieren wir sie, um in ihre Eingeweide hineinschauen zu können. Der Kampf um Weiden, Ackerland und 
Futterplätze ist fast immer noch die Ursache der großen Revolutionen und Kriege gewesen. Das ist gar nicht so materialistisch, 
wie es scheinen möchte. Die Kultur und der geistige Hochstand eines Volkes hängen meistens sehr stark von seinem 
wirtschaftlichen und sozialen Wohlbefinden ab. Nicht immer sind Dichtung, Musik, Malerei, Architektur, Plastik, Bühnenkunst 
und Wissenschaft Ergebnisse der nationalen Armut, und ein Volk, das genug zu essen hat und in würdigen Wohnverhältnissen 
lebt, braucht deshalb nicht auch faul, feige, dumm und zu schöpferischen Leistungen unfähig zu sein. Wie im kapitalistischen 
Zeitalter der Klassen die Reichen für die Armen eine eigene Moral erfanden, die es diesen erlaubte, fromm und tugendhaft zu 
bleiben, ohne daß jene Anstalten machten, an diesem speziell aus der Armut entspringenden Segen teilzunehmen, so versuchen 
das heute im Zeitalter der Plutokratie die besitzenden Nationen den besitzlosen gegenüber. 
Wir bedanken uns für eine solche Staatsethik. Wir kämpfen für 
74 

unser Recht, und zwar als Gesamtvolk. Dieser Krieg ist ebensowenig ein Krieg der Wehrmacht wie der Partei. Die Wehrmacht 
hat nur die Ehre, ihn militärisch, und die Partei die, ihn politisch zu führen. Keiner aus der Führungsschicht hat die Absicht, 
durch den Sieg seinen eigenen Lebensstandard zu erhöhen, aber der allgemeine Lebensstandard unseres Volkes soll durch ihn 
erhöht werden. Wir Deutschen wollen nicht immer nur säen, wir wollen auch einmal ernten. Wieviel Volkskraft ist uns allein in 
den vergangenen zwei Jahrhunderten verloren gegangen, weil wir keine Nation waren! Viele aus der heutigen USA.- 
Führungsschicht sind Enkel deutscher Großväter, denen es zu Hause zu eng geworden war oder die in der Heimat keinen 
Broterwerb mehr fanden. Wir können unser Volkstum überhaupt nur zusammenhalten, wenn wir dazu den nötigen Lebensraum 
besitzen. Den aber schenkt uns niemand; den müssen wir uns, wie immer noch in der Geschichte, erwerben und erkämpfen. 
Wir wissen sehr wohl, daß das eine Last für die Generation ist, die es durchzuführen hat. Aber ist es nicht ebenso eine Last für 
die Männergruppe, die diesen Kampf repräsentieren muß? Wenn wir es auch nach Möglichkeit vermeiden, darüber überhaupt 
zu sprechen, bei dieser Gelegenheit muß es doch einmal gesagt werden, daß jeder, der heute dem Führer unmittelbar hilft, die 
Verantwortung für diesen Kampf der Giganten zu tragen, ja schließlich auch mit seinem Leben für das Gelingen dieses 
Kampfes bürgt. Wir haben ihn nicht gesucht; aber da er unvermeidlich geworden war, sind wir ihm auch nicht ausgewichen. 
Wir sind heute von dem festen Willen beseelt, alles zu tun, um ihn, jeder auf dem Gebiet seiner Verantwortung, zu einem 
glücklichen und siegreichen Ende zu führen. 

Wir sehen eine hohe Ehre darin, deshalb von unseren Feinden verleumdet und angepöbelt zu werden. Jeder, dem diese Ehre 
nicht widerführe, machte sich dadurch nur verdächtig. Und es 
75 

läßt uns gänzlich kalt, wenn die Engländer gar nichts anderes mehr vorzubringen haben als den Vorschlag, uns nach dem 
Kriege vor ein internationales Gericht zu stellen. Damit wird es noch gute Weile haben. Vielleicht werden diejenigen, die heute 
so laut diese Forderung erheben, das später einmal bitter bereuen. Auch im innerpolitischen Kampf hat manch einer sich zu weit 
gegen uns vorgewagt und mußte es dann jahrelang büßen. Wir tun das, was recht ist. Wir setzen uns mit Fanatismus für die 
Lebensrechte unseres Volkes ein, wie wir das seit über zwei Jahrzehnten machen; 

und wie wir bisher, wenn auch manchmal nach harten, schweren und nervenaufreibenden Kämpfen, noch jede Schlacht 
gewannen, so werden wir auch diese größte um unser nationales Leben gewinnen. Ebensowenig wie wir dabei unser Volk je im 
Stich lassen werden, ebensowenig wird uns unser Volk je im Stich lassen. Es sieht in uns nur die Fürsprecher seiner Ehre und 
seines Lebensrechtes. Wir haben gemeinsame Sache gemacht. Sie wird eines Tages durch den größten Sieg gekrönt werden. 
Die sogenannte Neue Welt ist die alte geworden, und die alte steht eben im Begriff, die neue zu werden. Unter der Führung der 
Achsenmächte macht Europa augenblicklich eine große Strukturwandlung durch. Da es sich dabei um riesenhafte Umstellungen 
auf allen Gebieten seines öffentlichen Lebens handelt, dauert dieser Prozeß etwas länger, als der Laie sich das vorgestellt hatte. 
Aber das ändert nichts an der Tatsache, daß dieser Prozeß im Gange ist. Wir brauchen ihn gar nicht zu beschleunigen, er wird 
von den Tatsachen selbst angetrieben. Dieses Europa hat seinen Keil tief in den Osten vorgestoßen und damit wieder 
Atemfreiheit gewonnen. Die plutokratischen Mächte, die in ihm nur noch ein Exerzierfeld für ihre wirtschaftlichen Interessen 
sahen, müssen sich langsam wieder bequemen, in ihm einen Erdteil zu erblicken, der aus sich selbst heraus zu leben in der Lage 
ist. Das ist mehr als eine kontinentale Neuordnung; das ist eine Veränderung des Weltbildes. 
76 

Nach diesem Kriege wird die Erde ein neues Gesicht tragen. Die dumpfe Atmosphäre, die seit 1914 über der Menschheit lag, 
wird langsam weichen und einer klareren, frischeren Luft Platz machen. Ein Zeitalter der Ordnung, der Stabilität und 
Ausgeglichenheit bricht an, beruhend auf den Einsichten des gesunden Menschenverstandes. An die Stelle plutokratischer 
Glücksritter, die sich hinter parlamentarischen Mehrheiten verstecken, um sich dem Zugriff ihrer Völker zu entziehen, treten 
selbstverantwortliche Staatsmänner, die aus dem Volke kommen, um für das Volk zu wirken. 



Diese neue Ordnung wird halten, weil sie auf den Schlachtfeldern mit Blut getauft wurde. Jeder Soldat, der dafür sein Leben 
einsetzte, wird zu ihrem Schutze bereit stehen; und die Toten würden sich aus ihren Gräbern erheben, wenn sie nicht das 
vollendete, für das sie kämpften und starben: 
Das ewige Reich. 
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Über die politische Leidenschaft 

29. November 1942 

Wir Deutschen sind Objektivitätsfanatiker. Manchmal gehen wir darin sogar so weit, daß wir aus lauter Angst, dem Gegner zu 
nahe zu treten, uns selbst Unrecht zufügen. Wir halten es für unter unserer Würde, eine Sache, und beträfe sie unser ureigenstes 
Interesse, allein aus der Leidenschaft des Herzens heraus zu entscheiden. Bei uns muß alles seine Art haben, und ehe wir einen 
Feind verurteilen, halten wir es für unsere Pflicht, auf das gründlichste zu untersuchen, ob er das auch verdient. 
Es gibt in normalen Zeiten an einem Volke keine schönere Tugend als diese. Sie hat uns in unserer Geschichte viel Ruhm und 
Anerkennung eingetragen, aber auch viel Blut gekostet. Im Kriege stand sie uns immer nur im Wege. Oft, wenn es angebracht 
gewesen wäre, aus dem Fanatismus einer starken politischen Leidenschaft heraus zu handeln und das Wohl und den Nutzen 
unseres Vaterlandes zur Richtschnur unseres Denkens und Fühlens zu machen, wurden wir unsicher und bedienten uns statt 
dessen der politischen Lauheit, die uns schon so manches Unglück gebracht hat. Eine gewisse Sorte unter uns verirrt sich dabei 
sogar so weit, aus lauter Angst, vom Feinde als nicht objektiv angesehen zu werden, ihrem Volke selbst den schwersten 
Schaden zuzufügen. Hätten wir nicht hin und wieder in unserer Geschichte einen Staatsmann gefunden, der darin typisch 
undeutsch war, daß er uneingeschränkt und ohne sentimentale Rücksichten deutsche Nationalinteressen vertrat, so würden wir 
heute das ärmste und bemitleidenswerteste Volk der Welt sein. 
78 

Denn es ist nicht zu bezweifeln, daß die Politik, d. h. die Vertretung und Wahrung der Lebensbelange eines Staates und einer 
Nation, eine Sache ist, die mit passionierter Leidenschaft betrieben werden muß. Das Leben zwischen den Völkern ist nicht so 
einfach, als daß man es nach den Regeln normaler Bürgerlichkeit ordnen könnte. Besonders im Kriege ist der im Vorteil, der, 
ohne nach links und nach rechts zu schauen, auf sein Ziel losgeht und die Berechtigung seines Handelns lieber vom Erfolg als 
von der Moral ableitet. Wir erleben es heute fast jeden Tag, daß unsere Gegner in diesen Dingen ohne alle Hemmungen sind. 
Sie geben sich meistens nicht einmal die Mühe, für ihr Vorgehen auch nur den Schein einer sittlichen Berechtigung zu finden. 
Der Erfolg ist ihnen lieber als die Moral. Sie stehen, wie ihre Praxis beweist, auf dem Standpunkt, daß es besser ist. Recht zu 
bekommen, als Recht zu haben. 

Diese Unvoreingenommenheit des Handelns im Kriege nach den Gründen der reinen Zweckmäßigkeit müssen wir als Volk erst 
noch lernen. Wir sind noch jung in der Politik, und auch das Kriegführen haben früher unsere Monarchen für uns besorgt. Wir 
gewöhnen uns nur schwer daran, als Volk den Gang der Dinge mit ganzer heißer Leidenschaft zu verfolgen und die Sentimenta- 
litäten aufzusparen, bis die Gefahr vorbei ist. Man wird zugeben müssen, daß, wenn es überhaupt eine Sache des Fanatismus 
gibt, der Krieg eine solche ist. Er fordert von einem Volk eine bedingungslose Hingabebereitschaft, die beim Einzelnen bis zum 
Verzicht auf das eigene Leben geht. Die nationalen Leidenschaften werden durch ihn bis in ihre tiefsten Tiefen aufgewühlt. Der 
Mensch tritt wieder in seiner wilden Urform in Erscheinung, und die Ereignisse sinken in das barbarische Zeitalter zurück. Es 
geht nicht mehr so sehr darum, was moralisch und gesittet ist, als vielmehr darum, was Erfolg verspricht. Am besten fährt dabei 
der, der sich ausschließlich von den Grundsätzen des Wohles und Vorteiles der 
79 

eigenen Sache leiten läßt und dabei die alte Weisheit zur Richtschnur seines Wirkens macht, daß man zuerst handeln und dann 
philosophieren soll. 

Treitschke spricht einmal davon, daß große politische Leidenschaft ein köstlicher Schatz sei, das matte Herz der Mehrzahl der 
Menschen aber leider nur wenig Raum dafür biete. Er sagt das vor allem im Hinblick auf sein eigenes Volk, und er hat Recht 
damit. Viele unter uns glauben, einfach nicht deutsch zu sein, wenn sie nicht zuerst auch den Gegner zu Worte kommen lassen. 
Das wäre an sich keine Gefahr, wenn der Gegner das nicht auch selbst wüßte. Aber da er es weiß, hat er immer die Möglichkeit, 
darauf zu spekulieren und daraus seine Vorteile zu ziehen. Wir können als Volk von einem rasenden Haß gegen ein anderes 
Volk erfüllt sein; man braucht aber nur an unsere Großzügigkeit und Objektivität zu appellieren, dann werden wir gleich weich 
in den Knien. Das kommt vor allem auch daher, daß wir zu wenig Übung in den Dingen der Politik haben. Wir sehen unsere 
Gegner so, wie wir selbst sind und, was noch schlimmer ist, wie wir selbst gern sein möchten. In keinem Lande ist der 
Bildungsphilister so verbreitet wie bei uns. Es wird noch lange dauern, bis sich in unserem Volke der Grundsatz durchsetzen 
wird, der bei den Engländern selbstverständlich ist, daß es nicht um Recht oder Unrecht, sondern um das Vaterland geht. 
Das alles ist nicht gefährlich, sondern nur lästig, wenn an der Spitze des Reiches eine Führung steht, die diesem deutschen 
Nationallaster nicht verfallen ist. Sie muß die politischen Interessen unseres Volkes nach der reinen Zweckmäßigkeit verfolgen 



und vertreten und darf sich darin nicht durch das Geschrei der sogenannten öffentlichen Meinung beirren lassen. Sie hat zu 
wissen, daß sie den Beifall des Feindes nur durch die Aufopferung des nationalen Wohles erringen kann, das aber weder ihre 
Pflicht noch ihre Aufgabe ist. Sie muß den Krieg und die Politik aus der 

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Leidenschaft ihres Herzens und ihres Verantwortungsgefühls betreiben. Nichts wäre verhängnisvoller, als wenn sie irgendwann 
und irgendwo einmal ihr Wirken durch die Sentimentalität bestimmen ließe, anstatt aus dem Fanatismus ihrer Überzeugung 
heraus zu handeln. Eine Führung darf sich nicht durch verlogene feindliche Humanitätsphrasen umwerfen lassen. Sie tue immer 
das, was sie für richtig erkannt hat. Am Ende entscheidet doch der Erfolg, und zwar nicht nur über Sieg und Niederlage, 
sondern auch über Recht und Unrecht. Es hat noch keinen Krieg gegeben, bei dem der Sieger die Schuld am Kriege auf sich 
nahm und der Besiegte für unschuldig erklärt wurde. Niemals beispielsweise waren wir so im Recht wie im Jahre 1914, und 
trotzdem bekamen wir im Jahre 1919 die Schuld am Kriege aufgebürdet, und zwar deshalb, weil wir ihn verloren hatten. 
Es gibt einige wenige unter uns, die sich geradezu schämen, die Sache ihres Volkes mit Leidenschaft zu vertreten. Man kann 
ihnen keinen schlimmeren Vorwurf machen als den, voreingenommen zu sein. Sie rühmen sich ihrer Objektivität, die selbst vor 
dem Krieg nicht Halt macht, und glauben, auch im Lebenskampf der Nation zu einer Art von neutraler Schiedsrichterrolle 
berufen zu sein. Die erregendsten Vorgänge des Krieges gehen an ihrem matten Herzen spurlos vorüber. Ebenso wenig, wie sie 
in der Lage sind, ihr Volk aus der tiefsten Inbrunst ihrer Seele zu lieben, besitzen sie die Kraft, seine Feinde zu hassen. Ihr 
ganzes Denken und Handeln ist überdeckt vom Meltau der Leidenschaftslosigkeit. Ja, sie geben sich sogar noch Mühe, für das 
heimtückische Vorgehen unserer Feinde gegen uns womöglich nach Gründen zu suchen, um es entschuldigen oder doch 
verstehen zu können. 

Sie wissen gar nicht, wie unrecht sie damit ihrem Volke und auch sich selbst tun. Sie glauben, auf der Höhe der menschlichen 
Moral zu stehen, und stehen in Wirklichkeit nur erst an ihrem Anfang. Sie haben sich angewöhnt, die Sache des Krieges von 
zwei 
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Seiten zu sehen, und zwar aus Angst vor Voreingenommenheit am liebsten von der des Feindes aus. Sie geben das zwar nicht 
zu, aber es ist so. Ihr nationaler Instinkt ist so verkümmert, daß er der natürlichsten Regungen unfähig geworden ist. Nichts 
kann sie mehr in Wallung bringen. Lesen sie in den Zeitungen, daß die Engländer, wenn wir den Krieg verlören, den Plan 
verfolgen, deutsche Kinder ihren Müttern zu entreißen und zwangsweise zu evakuieren und zu erziehen, dann meinen sie, das 
sei wohl nicht so schlimm gemeint oder auch nur Propaganda. Gerät das Volk darüber in eine rasende Wut, dann halten sie das 
für unfein und für ein Zeichen des Mangels an Bildung. Hat der Feind einmal irgendwo einen Erfolg, dann verweisen sie mit 
Händereiben darauf, daß sie das vorausgesehen hätten, und ist das Kriegsglück uns hold, dann haben sie nichts anderes darauf 
zu erwidern, als, man solle erst einmal abwarten, und das dicke Ende werde noch kommen. 

Wir wissen natürlich ganz genau, daß diese Sorte Mensch zahlenmäßig kaum ins Gewicht fällt. Sie macht noch nicht einmal ein 
pro tausend unseres Volkes aus. Aber dieses ein pro tausend genügt manchmal, die Atmosphäre in einem bestimmten Lebens- 
kreise mit einem dünnen Geruch von Lauigkeit zu durchziehen, weil natürlich der begeisterungsfähige Mensch leicht in der 
Umgebung solcher leeren Herzen auf den Gedanken kommt, daß seine Begeisterung vielleicht nicht ganz angebracht sei. In 
einer lustigen und amüsanten Gesellschaft kann manchmal ein Misanthrop die ganze Stimmung verderben. Wenn die anderen 
lachen, sitzt er in der Ecke und nimmt übel. Das Lachen über einen guten Witz aber macht keinen richtigen Spaß mehr, wenn 
einer sich am Lachen nicht beteiligt, sondern nur hochmütig und überlegen seine Teilnahmslosigkeit zur Schau trägt. Wie 
Fanatismus und heiße Leidenschaft, so wirkt auch Apathie großen Dingen gegenüber ansteckend. Ein leeres Herz gibt sich 
meistens sehr gescheit, und der Enthusias- 
82 

mus ist allzu leicht geneigt, das für bessere Einsicht zu halten, während es in Wirklichkeit nur Armut der Seele ist. 
Dieser Krieg aber wird um die letzten Dinge geführt. Es geht um Leben oder Tod. Die tiefsten Leidenschaften sind angerufen, 
hüben wie drüben. Wer hier verliert, der hat dann auch endgültig ausgespielt und verloren. In allem müssen wir deshalb den 
Feind zu übertreffen versuchen, nicht nur in der Kunst zu siegen, sondern auch in der Kunst, Rückschläge zu überwinden. Es 
muß für uns eine Selbstverständlichkeit sein, an den Erfolg zu glauben und alles nur Erdenkliche dafür zu tun. Wer sich den 
Erfordernissen des Krieges zu entziehen versucht, der ist unser Feind, gleichgültig, welche faulen Entschuldigungen er dafür 
vorbringt. Wir beurteilen jeden ausschließlich danach, was er heute für den Sieg tut. Parasiten und Faulpelze trifft unsere tiefste 
Verachtung und, wenn sie sich gegen den Krieg verfehlen, der rächende Arm des Gesetzes. Für falsche Objektivität haben wir 
heute gar kein Verständnis, im Gegenteil, wir halten sie im Schicksalskampf unseres Volkes für eine Gefahr und eine 
Bedrohung unserer nationalen Interessen. Uns rührt nur das Leid unseres Volkes, aber nicht die Strafe des Schicksals, die die 
Völker trifft, die uns dieses Leid zufügen wollten, obschon wir ihnen nichts getan hatten und mit ihnen in Frieden lebten. Im 
großen Drama dieses Krieges muß man einen festen Standpunkt haben, weil man sonst dauernd Gefahr läuft, von den 
Ereignissen zu Fall gebracht zu werden. Unser Standpunkt ist der Standpunkt unseres Volkes, der seines Wohles, seines 
Glückes und seiner Zukunft. 



Es gehört schon eine gute Portion seelischer Roheit dazu, in diesem gigantischen Ringen ungerührt zu bleiben. Wir besitzen sie 
nicht. Wir lassen uns vom Krieg emporheben und niederschleudern. Wir nehmen mit heißem Herzen teil an seinen Schmerzen 
und an seinen Triumphen. Für den unbeteiligt Scheinenden unter uns haben wir nur Ekel und Verächtlichkeit übrig. Er impo- 
83 

niert uns nicht mit seiner Gerechtigkeitssucht, er ist uns damit nur widerlich. Wir könnten ihn anspucken, wenn er in der Not 
seines Volkes den Neutralen spielt. Er ist nicht wert, zu uns zu gehören, weil er nur mit halbem Herzen bei uns ist. Er verdient 
nicht die Opfer, die heute Millionen Männer und Frauen für die Zukunft ihres Volkes bringen, an der doch auch er einmal 
teilnehmen wird. 

Uns geziemt heute der radikalste Fanatismus und die heißeste Leidenschaft für unsere große Sache. Wir schämen uns unserer 
vorbehaltlosen Liebe zu unserem Volke nicht, aus dem wir hervorgegangen und dessen Kinder wir sind, das wir täglich in 
seinem Fleiß und in seiner Tüchtigkeit, in seiner Geradheit und Biederkeit, in seinem Kampfesmut und in seiner festen 
nationalen Bereitschaft beobachten können, und dessen geschichtlichen Krieg um sein Dasein mitzuführen unsere Ehre und 
unser Stolz ist. Mit diesem Volke fühlen und denken wir; mit ihm leben wir, und mitten in ihm möchten wir einmal sterben. Es 
ist unser ein und alles, unser Lebenssinn und Lebenszweck. Wir und unsere Kinder gehören zu ihm wie zu einer Familie. Ein 
Leid, das unser Volk trifft, betrübt und schmerzt uns genau so, als träfe es unsere nächsten Angehörigen, und seine Freude und 
sein Glück sind allein auch unsere Freude und unser Glück. Hier sind wir ganz Partei und ganz Einseitigkeit. Hier wollen wir 
gar keine andere Meinung hören als die, die unserem Volke nützt. Und selbst, wenn sie scheinbar unrichtig ist, so wird sie für 
uns schon dadurch richtig, daß sie dem Wohle unseres Volkes dient. Wir kennen unsere Arbeiter, Bauern und Soldaten, unsere 
Beamten und Geistesschaffenden, wir kennen den Opfermut unserer Frauen und die Begeisterungsfähigkeit unserer Kinder. Zu 
ihnen gehören wir, und deshalb bekennen wir uns auch zu ihnen. 

Und wie wir unser Volk lieben, so hassen wir seine Feinde aus ganzer Seele. Auch dessen schämen wir uns nicht, sondern be- 
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kennen es vor jedem, der es hören will. Wir haben ihnen nichts getan, im Gegenteil, wir sind ihnen entgegengekommen, soweit 
wir nur konnten. Aber sie wollten nicht den Frieden, sondern den Krieg. Feige haben sie uns überfallen, und nun drohen sie uns 
mit Racheplänen, die nur ein abgrundtiefer Haß ersinnen kann. 

So lasset uns denn auf Haß mit Haß antworten! Wer uns in unserem Leben angreift, der hat keinen Anspruch auf unsere 
Objektivität, gegen den rufen wir zum Widerstand mit allen Mitteln auf. Man kennt uns drüben nicht, wenn man glaubt, uns bei 
unserem Nationalfehler fassen zu können. Wir wären bereit, alles zu tun und alles hinzugeben, um unserem Volke die Freiheit 
zu erkämpfen. Diesen Krieg führen wir mit kühlem Kopf, aber auch mit heißem Herzen. Wir schlagen den Feind, wo wir ihn 
nur schlagen können. Widerstände auf dem Wege zum Siege machen uns nur angriffsfreudiger, und gelegentliche Rückschläge 
spornen uns zu neuen Höchstleistungen an. Wir wollen im Kriege nur vom Krieg hören. Wir sind nicht feige genug, vor seinen 
Aufgaben und Gefahren die Augen zu verschließen. Im Gegenteil, wir wollen sie sehen und überwinden. Gerechtigkeit kennen 
wir nur unserem eigenen Volke gegenüber. Dem Feind jedoch gebührt unser Haß und unser Vernichtungswille. Wer uns in 
diesem Kriege vom Recht des Gegners spricht, dem treten wir mutig und mannhaft entgegen, weil er das Recht des eigenen 
Volkes schmälert. 

Unsere Feinde höhnen, wir seien einer solchen Charakterprobe nicht gewachsen. Sie werden sich täuschen, und wir werden es 
ihnen zeigen. Kein Opfer ist uns zu groß und kein Weg zu weit, um zum Siege zu kommen. Unser Volk wird in allem Leid und 
allem Glück des Krieges mit untergehakten Armen stehen, eine lebende Phalanx von Menschenleibern, jederzeit auf Befehl des 
Führers zum Angriff und zur Verteidigung bereit, das Herz voll heißer Liebe zur eigenen Sache und voll kalten Hasses gegen 
seine Feinde. Die Lauheit aber wird es ausspeien aus seinem Munde. 
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Kriegsweihnacht 1942 

Rundfunkrede an das deutsche Volk zum Heiligabend 
24. Dezember 1942 

Wem es der harte Krieg erlauben mag, sei es an der Front oder in der Heimat oder irgendwo an anderem Ort in der weiten Welt, 
der wird um diese festliche Stunde, da wir uns zur Kriegsweihnacht 1942 bereitgemacht haben, für einen kleinen Augenblick 
innehalten und den Blick in eine kurze Vergangenheit und in eine weite Zukunft schweifen lassen. Zum vierten Male begeht das 
deutsche Volk dieses schönste aller seiner Feste mitten im Kriege. Man glaubt von ferne Kanonendonner zu vernehmen, der 
unsere Weihnachtsfeier diesmal mit seiner harten Melodie begleitet. Es gibt niemanden unter uns, der das diesjährige 
Weihnachtsfest in alter Weise oder auch nur im gewohnten Kreise begehen könnte. Der Krieg hat ohne Wahl und Rücksicht 
mitten in die deutschen Familien hineingegriffen, den Vater von den Kindern, den Mann von der Frau, den Sohn von den 
Eltern, den Bräutigam von der Braut und den Bruder von den Geschwistern getrennt. 



Noch niemals in unserer Geschichte waren die Deutschen sich am Weihnachtsfest einander so ferne wie in diesem Jahr. Der 
Sohn steht als Soldat im Osten, der Mann im Westen, der Bruder hoch im eisigen Norden und der Freund in den Sandwüsten 
Afrikas. Über alle Meere kreuzen deutsche Kriegsfahrzeuge mit unseren Soldaten, um eine Welt weit von der Heimat entfernt 
den Kampf für unser Leben zu führen. Da bedarf es schon einer starken Liebe und eines sehr innigen Verbundenheitsgefühls, 
um für eine Viertelstunde wenigstens alle Deutschen im Geiste zu vereinen. Die Gelegenheit dazu ist nun gekommen, 
86 

Wiederum wie im vergangenen Jahr haben sich ungezählte Männer an der Front und ungezählte Frauen in der Heimat mit der 

Bitte an mich gewandt, ihren persönlichen Gruß an die Mutter, die Frau oder die Kinder zu Hause oder an den Sohn oder Mann 

draußen über die Ätherwellen auszurichten. Ich kann ihnen diesen Wunsch, so gern ich es auch tun möchte, leider nicht 

erfüllen. Ich muß nicht nur zu allen, ich muß auch für alle sprechen. Ich soll in diesen wenigen Minuten, da dem ganzen Volk 

das Herz so voll ist, die Gedanken und Gefühle zusammenfassen und zum Ausdruck bringen, die uns an diesem Abend 

bewegen und erfüllen. Wenn es mir auch sonst nicht an Worten fehlt, heute bin ich darum verlegen. 

Wo soll ich anfangen und wo enden? Welche Saite in dem großen Harfenkonzert, das unsere Seelen anstimmen möchten, soll 

zum Erklingen gebracht werden ? 

Der Krieg ist eine harte Sache. Er nimmt nicht viel Rücksicht auf die Menschen und ihre persönlichen Wünsche und 

Sehnsüchte. Er wird für ein großes Ziel geführt, und man kann dieses Ziel überhaupt nur erreichen, wenn man ihm alles andere 

unterordnet. Fast dreieinhalb Jahre leben, kämpfen und arbeiten wir nun unter seinem gebieterischen Zwang. Er entläßt uns 

keinen Tag, ja keine Minute aus seinem Pflichtenkreis. Wer es ernst mit diesen Pflichten nimmt — und wer hätte nicht den 

Ehrgeiz, das zu tun! — der steht unter seinem kategorischen Imperativ von seiner ersten bis zu seiner letzten Stunde. 

Und das ist auch gut so. Wenn Pflichten der Nation rufen, dann muß man sich ihnen beugen, gleichgültig, wie hart und 

drückend sie manchmal auch sein mögen. Das tun unsere Soldaten draußen an der Front, das tun unsere Frauen und Männer, ja 

sogar schon unsere Kinder zu Hause. Man müßte ganz verroht sein, um angesichts eines solchen Generaleinsatzes unserer 

nationalen Kraft neben dem Krieg herleben zu wollen; und ich kann 

87 

mir auch gar nicht denken, daß Menschen, die das heute noch versuchen, innerlich dabei zufrieden und glücklich sind. 
Am tiefsten wird der die wehmütige Festlichkeit dieser Stunde empfinden, der ein ganzes Jahr auf pflichtenreichem 
Kriegsposten gekämpft und gearbeitet hat; denn er allein hat ein Recht darauf, diesen Weihnachtsabend ganz zu seinem Besitz 
zu machen, sich von seinem, wenn auch im Kriege herben Zauber gefangennehmen zu lassen und aus ihm die Kraft zu 
schöpfen, die Gefahren, die uns umdrohen, siegreich zu durchschreiten und damit dem Reich den Weg in eine hellere, lichtere 
und schönere Zukunft zu bahnen. 

Wir waren diesmal in der Lage, unserem Volke das Weihnachtsfest durch einige Zuwendungen an Lebensmitteln wesentlich zu 
erleichtern. Wir verdanken das den geschichtlichen Siegen unserer Soldaten. Sie haben Raum für ihr Volk erobert, 
Getreidefelder, deren Frucht unsere Scheuem füllt, eine sichtbare Ehrengabe der kämpfenden Front an die arbeitende Heimat. 
Nicht nur dafür, weit darüber hinaus für ein ganzes Jahr härtester Kämpfe und stolzester Siege und Triumphe gebührt ihr der 
tiefste Dank und die wärmste Anerkennung des ganzen Volkes. Wenn wir zu Hause in sicherer Geborgenheit leben und der 
Krieg sich, abgesehen vom Luftkrieg, weit entfernt von unseren Grenzen abspielt, über all unseren Erfolgen, deren Segen wir 
noch gar nicht richtig abschätzen können, steht das Feldherrngenie des Führers sowie die Tapferkeit und das Heldentum unserer 
kämpfenden Truppen. Ihnen gebührt deshalb an diesem festlichen Abend unser erstes Gedenken. Unsere Soldaten halten fern 
der Heimat treue Wacht. Sofern der Krieg sie nicht selbst zu dieser Stunde direkt in Anspruch nimmt, sind sie nun in ihren 
Bunkern und Erdlöchern um den Weihnachtsbaum versammelt, der ihnen, wenn auch nur mit kargem Licht, eine wehmütige 
Erinnerung an die Heimat schenkt. Wie wir jetzt an sie denken, so denken sie alle an uns. Aus dem weiten Nebel der Felder und 
Wälder des Ostens und aller anderen Fronten, 



an denen deutsche Soldaten stehen, hebt um diese Stunde das große Singen an. Es klingt fast wie ein einziger Millionenchor der 
Liebe und des tiefen Verbundenseins mit uns allen zu Hause. Wie glücklich ist der Soldat draußen in dem Gefühl, daß seine 
Familie in der Heimat in ruhiger Geborgenheit lebt. Dafür hat er gekämpft. Er setzte sein Leben ein, damit das Leben seines 
Volkes gesichert bleibt. 

Es gibt auch im Kriege und auf dem Marsch eines Volkes in eine helle Zukunft Augenblicke, in denen alle stille stehen, um 
Umschau zu halten. An einem solchen Schnittpunkt befinden wir uns heute. Wir sehen vor uns die goldenen Brücken, die sich 
zu dieser Stunde zwischen Front und Heimat spannen. Fast haben wir das Gefühl, als könnten wir uns die Hände reichen, so 
wenig Entfernung liegt jetzt noch zwischen uns. Es gibt niemanden unter uns, der sich dem starken Zauber einer solchen 
seelischen Verbundenheit entziehen könnte oder wollte. 

Heute abend sind unsere Soldaten bei uns. Sie stehen vor unserem geistigen Auge, so wie wir sie sahen, als sie uns verließen. 
Sie kämpften dreieinhalb Jahre um den Bestand des Reiches und sind bereit und entschlossen, diesen Kampf bis zu seinem sieg- 
reichen Ende fortzusetzen. Sie stellen sich mit ihren Leibern vor ihr Volk, um es zu beschützen. Was bedeuten ihrem tapferen 



und gefährlichen Leben gegenüber unsere kleinen Sorgen und Belastungen ! Wir müßten uns schämen, ihrer im Angesicht der 
Front überhaupt Erwähnung zu tun. Wir wissen die Heimat im sicheren Schutz der deutschen Waffen. Ein Soldatentum, wie es 
die Geschichte noch niemals sah, bildet weit vor den Grenzen unseres Landes einen Wall, den kein Feind übersteigen kann. 
Aber unsere Soldaten wären keine Deutschen, wenn sie auch im Donner der Kanonen nicht manchmal den Blick nach Hause 
richteten. Ohne alle Sentimentalität, aber mit Rührung und Stolz denken sie an die Heimat und an die schönen Tage des 
Friedens, die so lange schon entschwunden sind, für deren schönere Wiederkehr sie kämpfen 
89 

und die sie uns als die kostbarste Frucht ihres großen Sieges aus dem Felde heimbringen wollen. 

Es gibt draußen wohl keine Einheit, in der nicht bei diesem Weihnachtsfest ein guter Kamerad fehlt. Ihn deckt der kühle Rasen 

in Feindesland. Sein Grab ist ein Grenzstein unseres Raumes. Von seinem gefallenen Kameraden spricht heute abend der 

Soldat, wenn er Erinnerungen aus den schweren Kämpfen dieses Krieges wieder auffrischt, und an jeden toten Helden denkt 

heute zu Hause eine Mutter, ein Vater, eine Frau oder eine Kinderschar in stolzer Trauer. 

Unsere Toten sind überhaupt die einzigen, die heute zu fordern haben, und zwar von uns allen, an der Front wie in der Heimat. 

Sie sind die ewigen Mahner, die Stimmen unseres nationalen Gewissens, das uns ständig antreibt, unsere Pflicht zu tun. 

Die Mütter, die Trauer um ihre verlorenen Söhne tragen, mögen beruhigt sein. Sie haben ihre Kinder nicht umsonst unter 

Schmerzen geboren und unter Sorgen erzogen. Sie führten als Männer und Helden das stolzeste und tapferste Leben, das ein 

Sohn des Vaterlandes führen kann, und krönten es mit dem heroischsten Abschluß, mit dem man es überhaupt zu Ende zu 

bringen vermag: sie opferten sich, damit wir im Lichte stehen. Es liegt allein an uns, ob diese große Hingabe ihren tiefsten Sinn 

erhält. Auf sie paßt das Wort Hölderlins: 

"Und Siegesboten kommen herab: Die Schlacht ist unser! Lebe droben, o Vaterland. Und zähle nicht die 

Toten! Dir ist, Liebes, nicht einer zu viel gefallen." 
Das ist eine harte und tapfere Lehre des Krieges, die erst in einem höheren Sinne Trost und Stärke geben kann. 
Gerade darum schließen wir die Eltern, Frauen und Kinder unserer gefallenen Helden in dieser Stunde am dankbarsten in 
unsere Herzen ein. Sie sollen die Vollendung dessen erleben, 
90 

wofür ihre Söhne, Männer und Väter starben, und darin den wohltuendsten Trost empfangen. 

Ich möchte dabei heute besonders eindringlich zu den deutschen Müttern sprechen. Der Krieg ist zwar im großen Ganzen eine 

Sache der Männer. Aber wohin würden wir geraten, wenn uns unsere Mütter und Frauen dabei nicht helfend zur Seite ständen! 

Aus ihrem weiblichen Instinkt heraus, der sie niemals trügt, erkennen sie die entscheidende Größe dieser Zeit. Sie fühlen es 

genau, daß mit ihr auch die Stunde der Mütter gekommen ist, daß im Ansturm unserer Feinde gegen das Reich, wie diese auch 

selbst offen zugeben, gerade das bedroht ist, was unsere Frauen unter Schmerzen der Nation schenkten: ihre Kinder. 

Wer sähe nicht im Geiste die Millionen glänzender Augenpaare, die heute abend um den Weihnachtsbaum aufleuchten! Für 

unsere Kinder arbeiten und kämpfen wir. Wir müssen durch das Inferno dieses Krieges hindurch, um für sie den Eingang in 

eine schönere und edlere Welt zu finden. Für sie auch in der Hauptsache haben wir mitten im Kriege dieses Fest gerüstet. Es 

wird ihnen für ihr ganzes Leben eine der stolzesten Erinnerungen sein. Wenn ich also von der Heimat aus zur Front spreche, so 

klingen in meiner Stimme ungezählte Millionen süßer Kinderstimmen mit, die ihren Vätern draußen ihre Grüße und ihre 

stammelnden Zärtlichkeiten übermitteln wollen. Es gibt für mich keine schönere Aufgabe, als in dieser Stunde Dolmetsch dieser 

kindlichen und doch so starken Gefühle sein zu dürfen. 

Was soll ich unseren Soldaten von der Heimat sagen? Daß sie treu und unbeirrt hinter ihnen steht, das wissen sie längst. Das 

erfahren sie vor allem am heutigen Tage in ungezählten Millionen von Briefen und Liebesgaben von zu Hause. Wir sind alle bei 

ihnen. Die Heimat wird die Front niemals im Stich lassen. Der Soldat braucht, wenn er mit dem Gesicht gegen den Feind steht, 

überhaupt nicht zurückzuschauen. Er ist im Rücken gedeckt durch ein 

91 

Millionenheer von Arbeitern, Bauern und Geistesschaffenden, besonders aber auch von deutschen Frauen, die mit edlem 

Fanatismus der Sache des Krieges trotz all seiner Belastungen dienen und niemals dulden möchten, daß sie irgendeiner 

Gefährdung ausgesetzt würde. Wir empfinden im Denken, Fühlen und vor allem in der Haltung gar keinen Unterschied 

zwischen draußen und zu Hause. 

Wir sind als Front und Heimat ein kämpfendes und arbeitendes Volk, das tapfer und unbeirrt sein Leben verteidigt. Man hat uns 

zu diesem Kriege gezwungen; wir werden ihn mit der Kraft der ganzen Nation bis zum siegreichen Ende durchstehen. 

"Courage ist gut", sagt Theodor Fontane einmal, "aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache!" 

Drauf kommt es auch jetzt bei uns an; und gerade am heutigen Abend wollen wir den Entschluß dazu in uns bestärken. Alle 

Möglichkeiten zum Siege besitzen wir. Er wird unser werden, wenn wir ihn täglich und stündlich fester wollen und alles tun, 

was ihm dient. 

Was haben wir in den vergangenen 3Vi Jahren nicht alles gelernt! Wir sind uns erst jetzt unserer Kraft bewußt geworden. Wir 

wissen, daß das Leben unseres Volkes über allem anderen steht, daß wir dafür kämpfen und arbeiten müssen, wenn wir es 



behaupten wollen, daß unser eine große Zukunft wartet, wenn wir sie nur erkennen und ihr gehorchen, daß wir an einer Wende 
der Zeit stehen und daß es jetzt darauf ankommt, das zu begreifen und danach zu handeln, daß das Schicksal uns lange prüft, ob 
wir zur Führung berufen sind, daß wir unsere Ansprüche nicht nur erheben dürfen, daß wir sie uns auch verdienen müssen, daß 
wir niemals verlassen sind, wenn wir uns nicht selbst im Stich lassen, daß die Tapferkeit des Herzens zumal im Kriege höher zu 
weiten ist als der klügelnde Intellekt, daß wir im Begriff sind, eine Nation zu werden und deshalb alles tun müssen, um die 
Neugeburt unseres Volkes zu beschleunigen, daß wir alle wichtig und unentbehrlich 
92 

sind, jeder von uns, daß der, der sich heute den Pflichten der Gemeinschaft zu entziehen versucht, gar nicht wert ist, zu ihr zu 

gehören, und vor allem, daß die schmerzvollen Wunden von heute die ehrenvollen Narben von morgen sein werden. 

Das alles hat uns der große Lehrmeister Krieg gelehrt. Er ist manchmal hart mit uns verfahren und hat uns nicht geschont. Aber 

gerade dafür danken wir ihm. Wie haben wir Deutschen in diesen dreieinhalb Jahren für unser Vaterland gekämpft und gelitten! 

Dieser große Opfergang unseres Volkes ist nicht umsonst angetreten worden. Er wird erst enden, wenn wir das Ziel erreicht 

haben. Das sind wir uns selber schuldig. Wenn wir also unser Volk mit unserem dankbarsten Gedenken grüßen, dann in dem 

Gelöbnis, seine Hingabebereitschaft zur Erfüllung zu bringen. Es wird seinen Lohn empfangen durch den Sieg. 

Ich wende mich heute an alle Deutschen in aller Welt. So wie ich ihnen den Gruß und den Dank des Führers übermittle, so 

übermittle ich dem Führer Gruß und Dank und die tiefste Verehrung der ganzen Nation. Ihm und seinem geschichtlichen 

Wirken gelten die heißesten Wünsche, die wir heute abend zum sternenübersäten Firmament emporschicken. Der Allmächtige 

möge ihn und uns alle in seinen gnädigen Schutz nehmen. Vor Gott und vor den Menschen bekennen wir, daß wir nicht 

ablassen wollen von Kampf und Arbeit, bis wir unserem Volke den Sieg und der gequälten Menschheit einen besseren Frieden 

bringen können. Dabei wird der Führer uns führen. Er hat uns sooft den Weg gewiesen, und dann gerade waren seine 

geschichtlichen Erfolge am beglückendsten, wenn wir alle in gläubigem Vertrauen hinter ihm standen und in Treue seinem 

Werke dienten. So und nicht anders wird es auch diesmal sein. Durch Kampf und Arbeit zum Sieg und zum Frieden! Das sei 

unser Bekenntnis am Weihnachtsabend 1942. 

Die Zeit, die ich zu euch sprechen wollte, ist vorbei. Die wenigen 

93 

Kerzen am Tannenbaum sind im Verlöschen. Schon ruft von ferne wieder der Alltag mit Kampf und Arbeit. Wir wollen uns 
ihm freudig hingeben. Aus dem Zauber des Festabends von heute nehmen wir Kraft und Stärke zum schweren Werk des 
Krieges mit. Wenn wir tapfer und treu der Zeit dienen, dann wird sie uns am Ende auch gehören. 
Ich richte meinen Gruß an alle Deutschen an der Front, in der Heimat und überall in der weiten Welt! 

Ein Band der Liebe umschlinge uns in dieser Stunde. Über Zeit und Raum hinweg reichen wir uns die Hände, so weit von- 
einander getrennt und doch einander so nahe. Umfangen von der hohen Nacht der klaren Sterne, schauen wir gläubig und voll 
Vertrauen in die Zukunft. Das freie kommende Jahrhundert strahlt uns, wie der Dichter sagt, in königlicher Ferne an. Es fordert 
Kampf und Opfer von uns, aber eines Tages wird es sich uns beugen. Das ist nur noch eine Sache der Zeit und der Geduld, des 
Mutes und des Fleißes, des Glaubens und des Vertrauens, der Stärke unserer Seelen und der Tapferkeit unserer Herzen. 
94 



Die Vollendeten 

27. Dezember 1942 

Auch eine weitverbreitete Skepsis unserer Zeit gibt dem modernen Menschen in hellen Augenblicken noch ein Gefühl für die 
Richtigkeit des Satzes aus der antiken Anschauung, daß die Götter den jung sterben lassen, den sie besonders lieben. Er kann 
für den kämpfenden Soldaten zwar nicht im Sinne einer irdischen Nützlichkeit, wohl aber in dem einer höheren nationalen oder 
völkischen Moral verstanden werden. Er will nichts anderes besagen, als daß der, der in frühen Jahren in der Blüte seiner 
Jugend dahingerafft wird, das Leben in einem Stadium verläßt, in dem es nur erst aus der Unbedingtheit des Prinzips und des 
Ideals, nicht aber noch aus der Begrenztheit der Realität begriffen wird, die, je länger sie anhält, zu um so stärkeren 
Kompromissen zwingt. Gerade die Härte und Dauer des Krieges bringt uns das immer tiefer zu Bewußtsein. Wir durchschreiten 
eine Zeit, die uns täglich 'mit neuen Aufgaben erwartet. Wir fühlen ihr rasendes Tempo und die ihr innewohnende starke 
Dynamik mehr und mehr in uns übergehen. Wir sind ihr verfallen, ob wir wollen oder nicht, und je mehr der einzelne sich ihr 
zu entziehen versucht, um so fester schließt sie ihn in ihre Arme. Sie bestimmt uns, die Reinheit unserer Anschauung und eines 
seit jeher sorgsam gepflegten Ideals in ständige Übereinstimmung mit ihren täglichen Erfordernissen zu bringen. Das 
beansprucht Mut zu den Angelegenheiten des Alltags, die, je schwieriger sie werden, um so mehr Gefahr laufen, sich mit dem 
Prinzip oder einer rein idealen Vorstellung zu stoßen. Die Tage sind vorbei, da wir nur zu fragen brauchten, was dogmatisch 
richtig 



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ist. Jetzt kommt es oft mehr darauf an, das zu tun, was im Augenblick zweckmäßig erscheint. 

Denn der Sieg ist nicht nur eine Sache des Dogmas, sondern vor allem auch eine Sache der Praxis. Er stellt es uns nicht immer 

frei, das rein Ideale zu tun. Oft legt er uns die Verpflichtung auf, zwischen zwei Übeln das kleinere zu wählen. Der Kampf um 

Freiheit und Sicherheit unseres Volkes zwingt, je länger er dauert, zu um so größerer Rücksichtnahme auf die natürlichen 

Begrenztheiten unseres Vermögens auf allen Gebieten. Wir sind gebunden, wohin wir nur schauen. 

Diejenigen, die für das große Ziel des Vaterlandes ihr Leben hingaben, sind aus diesen Fesseln befreit. Sie haben die irdische 

Hülle gesprengt und stehen jenseits der engen Begrenztheiten, in denen wir atmen und wirken. Sie starben in der jungen Blüte 

ihrer Jahre, das große Ideal rein und ungetrübt durch die Zweckbedingtheiten der Zeit vor Augen. Als sie vom Leben Abschied 

nahmen, umgab es sie gerade mit seinem heroischsten Rhythmus. Das große Ziel, für das wir kämpfen und arbeiten müssen an 

schweren Tagen und in kummervoll durchwachten Nächten, hat ihnen in der letzten Minute ihres irdischen Daseins schon die 

Hand gereicht. Die Zurückgebliebenen tragen in ihrem Trennungsschmerz das größere Leid, denn sie stehen vor dem Berg, 

während jene ihn schon überschritten. 

In meiner nächsten Umgebung arbeitete lange Zeit ein junger SA.-Führer und Fliegeroffizier, der für mich immer ein Abbild 

der neuen deutschen Männlichkeit darstellte. Jedesmal, wenn irgendwo auf einem Kriegsschauplatz eine große Schlacht 

geschlagen wurde, war sein Herz von tiefer Traurigkeit erfüllt, daß er nicht dabei sein konnte. Beim Kampf um Kreta fand er 

seinen ersten Einsatz als Fallschirmjäger. Er ging zur Truppe wie zu einem heiligen Bund. Am Morgen, da er ausrückte, blieb 

er unten vor der Türe stehen und grüßte ein letztes Mal nach oben mit erhobener Hand. Ich habe ihn dann nie mehr 

wiedergesehen. In den 

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schweren Kämpfen auf Kreta starb er den Heldentod. Ein Kopfschuß setzte seinem jungen, hoffnungsvollen Leben ein jähes 
Ende. Auf einem Soldatenfriedhof auf Kreta wurde er zur letzten Ruhe gebettet. Ein Holzkreuz auf seinem Grab trägt nur 
seinen Namen, seinen Dienstrang, den Tag seiner Geburt und den seines Verlöschens. 

Wir ließen ein Porträt von ihm malen, das im Zimmer der Adjutanten hängt. Man hat das schöne Gefühl, daß er mitten unter 
uns weiter lebt. Der Schmerz um seinen Weggang beginnt allmählich zu vernarben. Man sieht den toten Soldaten bereits in 
einem verklärteren Lichte. Wenn ich sein Bild betrachte, dann habe ich manchmal das starke und spontane Empfinden einer 
vollkommenen Vollendung. Sie hat das vollbracht, was noch mit allen Gefahren vor uns liegt. Auf welche Höhen das Leben uns 
auch tragen mag, hier stehen wir vor einer Harmonie von Ideal und Wirklichkeit, die uns ewig unerreichbar bleiben wird. 
Wenn eine Mutter um ihren gefallenen Sohn oder eine Frau um ihren gefallenen Mann weint, dann weinen sie mehr aus 
eigenem Schmerz als aus dem Schmerz des Toten. Der Tote ist höher gestiegen, als wir alle zu steigen vermögen. Er verließ ein 
Leben ewiger Gebundenheiten, in dem wir wirken müssen und das uns gefesselt hält. Wer sein Blut gibt, um damit Raum zu 
schaffen für sein Volk und seine wachsende Kinderzahl, der vollbringt damit im kleinen Kreise das größte Wunder der 
Volkwerdung selbst. Weit über unser Begriffsvermögen hinaus wird er als geschichtliches Werkzeug tätig, und es kommt dabei 
gar nicht darauf an, ob er sich dessen ausdrücklich bewußt wird oder nicht. Er nimmt den Krieg als elementare Tatsache und 
philosophiert nicht über ihn als Idee oder Vorstellung. Er beugt sich seinem harten und unausweichlichen Zwang und bewährt 
damit einen Vollzug der Gesinnung, der von den Zurückbleibenden nur tiefste Ehrfurcht verdient. 
97 

Das zwanzigste Jahrhundert hat uns neben vielen Abnormitäten, die seinem impulsiven Charakter entspringen, auch wieder die 
Erkenntnis für das Leben in seiner herben Urform geschärft. Wir sind ständig bemüht, die Dinge so zu sehen, wie sie tatsächlich 
sind, und nicht, wie wir sie uns einbilden möchten. Wir gleiten nicht mehr wie unsere Väter mit billigen Phrasen über seine Pro- 
bleme hinweg, sondern gehen ihnen nach bis auf den tiefsten Grund. Auch der Heldentod auf dem Schlachtfeld wird von uns 
nicht mit einer wohlfeilen Romantik umgeben. Es ist nicht süß, aber doch ehrenvoll, für das Vaterland zu sterben. 
Es gibt Familien im Lande, die in diesem Kriege drei und mehr Söhne für das Reich geopfert haben. Einige verloren ihre ganze 
männliche Nachkommenschaft und stehen vor der Auslöschung ihres Namens. Wo anders sollten sie Trost finden als in einer 
höheren Ethik des Krieges, um die wir alle mit heißer Leidenschaft bemüht sind! Dieser Krieg ist ein breiter Einbruch in unsere 
bisherige Vorstellungswelt. Er führt nirgendwo zu einer Liquidierung der nationalsozialistischen Auffassung von Volk, Reich 
und Staat, sondern überall nur zu ihrer vollkommenen Verwirklichung. Erst in ihm und durch ihn haben wir gelernt, was es 
heißt, einer großen nationalen Gemeinschaft anzugehören, und welche Verpflichtungen sie uns aufbürdet allein durch die 
Tatsache, daß so viele Männer in der Blüte ihrer Jahre dafür ihr Leben opfern und so viele Frauen dadurch in Leid und stolze 
Trauer versetzt werden. Wenn die lange Dauer des Krieges vieles, was uns sonst lieb und teuer war, in seinem Wert relativ 
macht, so gibt es aus den geistigen Wirrnissen der Zeit nur eine Rettung im absoluten Wert des Vaterlandes und des Volkes mit 
all seinen Pflichten, aber ohne jedes persönliche Recht des Einzelnen angesichts des Todes, den lausende für ihr Vaterland 
erleiden, um das Leben der Nation zu beschützen und zu erhalten. 
Noch niemals in unserer Geschichte stand unser Volk in seiner 
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Gesamtheit dem Schicksal des Reiches so nahe wie heute. Wir empfinden es alle als unser eigenes Schicksal und sind ihm 
deshalb mit jeder Faser verbunden. Die Tapferkeit des Mannes draußen an der Front wird in keiner Weise mehr nach seiner 
Herkunft oder Geburt gewertet. Dort kämpft, blutet und stirbt der Arbeiter und Bauer neben dem Repräsentanten unseres alten 
Schwertadels. Sie tragen dieselbe Uniform, essen dasselbe Essen, empfangen für ihr Heldentum dieselbe Auszeichnung, und 
wenn sie fallen, deckt sie derselbe Hügel in Feindesland. Es vollzieht sich damit eine soziale Umgruppierung unseres Volkes, 
die dem tiefsten Wesen des Nationalsozialismus entspricht und den Krieg für die Front zu einem geschichtlichen 
Gemeinschaftserlebnis ganz besonderer Art macht. Es ist ja auch so, daß Arbeitertum und Bauerntum dem echten Soldatentum 
viel näher stehen als der Besitz oder die sogenannte Gesellschaft. Ohne daß wir etwas dazu zu tun brauchten, lebt die Front 
selbst in einer sozialistischen Atmosphäre des gemeinsamen Kampfes, und sie vollbringt in ihren Schlachten stärkere 
Durchbrüche zum sozialen Gemeinschaftsbewußtsein als alles Wirken dahin in der Heimat. 

Es ist unser nationales Unglück, daß wir noch niemals die Kraft aufbrachten, eine absolut passende und deckende 
Übereinstimmung zu finden zwischen dem, was wir Nationalbewußtsein, und dem, was wir Religiosität nennen. Was das 
praktisch bedeuten würde, das sehen wir an der japanischen Nation. Hier heißt fromm sein zur gleichen Zeit auch japanisch 
sein. Aus dieser Gleichartigkeit des nationalen und religiösen Denkens und Empfindens entspringt eine patriotische Kraft von 
ungeheurer Dynamik. Die Besten unter uns ringen um diese letzte Synthese. Wir besitzen leider noch nicht auch diese religiös 
zu nennende Verpflichtung den gefallenen Helden gegenüber, die erst ihren Heroismus zu einem nationalen Mythos ausweiten 
würde. Unsere geschichtliche Tradition auferlegt uns tausend Hemmungen seelischer und geistiger Art; wir können nicht 
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über unseren eigenen Schatten springen. Um so tiefer und ernster aber müssen wir uns bemühen, das, was uns hier offenbar 
fehlt, durch persönliche und selbstgewählte Verpflichtung zu ersetzen. Wir können uns heute gar nicht vorstellen, welche 
Gewalt die Toten über die Lebenden besitzen, wenn wir sie nur zu Wort kommen lassen. Das Heer der Gefallenen hat die 
Waffen nicht niedergelegt. Es marschiert in Wirklichkeit in den Reihen der kämpfenden Soldaten mit. Es steht als Mahnung 
und nationales Gewissen über der ganzen Nation, und in seinem ewigen Schweigen wird eine fordernde Sprache vernehmbar, 
die gar nicht überhört werden kann. 

Wenn also die Mütter und Frauen Schmerz und Leid tragen um ihre gefallenen Söhne und Männer, so ehrt die Nation in ihnen 
die Trägerinnen eines schweren und harten persönlichen Schicksals. Aber die Toten verdienen mehr als unsere Tränen. Sie 
verdienen von einem ganzen Volke, dem sie als Wegbereiter voranschreiten, Eifer und Fanatismus in der Arbeit und im 
Kampfe. Sie verdienen von uns die Vollendung dessen, wofür sie starben. Sie beanspruchen von der lebenden Generation das 
Reich in seiner Größe und Macht, das sie mit brennenden Augen beim Scheiden ein letztes Mal grüßten. Über unsere Häupter 
hinweg reichen sie sich mit den Kommenden die Hand. Ohne da zu sein, üben die Vergangenen und die Werdenden die größte 
Macht auf uns aus. Sie stehen im Bunde miteinander. Die Nation würde es mit furchtbarem Unglück büßen müssen, wenn sie 
ihrem stummen Befehl zuwiderhandelte. 

Kein Jahrhundert hat vom deutschen Volke einen so hohen Blutzoll wie das unsere verlangt. Es hat uns unsere Aufgaben nicht 
leicht gemacht. Wir haben die Sünden und Versäumnisse unserer Väter und Großväter teuer bezahlen müssen, und dafür, daß 
sie sich den Luxus eines individualistisch und partikularistisch überspitzten persönlichen und staatlichen Lebens leisteten, 
stehen wir heute vor Aufgaben, vor denen die normale Kraft der Menschen oft verzweifeln möchte. Es wird uns nichts 
geschenkt. Die Geschichte 
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ist ganz ohne Gnade und Erbarmen, und was ein Volk früh fehlte, das muß es spät durch harte Arbeit und opfervollen Kampf 
wiedergutmachen. Es hat seine Rechnung mit Zins und Zinseszins zu begleichen, ob es will oder nicht. 

Wir sind in eine Zeit hineingestellt, die nicht mit Aufgaben, aber auch nicht mit harten Pflichten kargt. Und diese Zeit ist knapp 
und kurz bemessen. Sie muß trotz der schweren Opfer, die sie uns täglich abverlangt, von uns doch als eine gütige Fügung des 
Schicksals erkannt werden. Wohin wir schauen, sehen wir Berge von Problemen, die wir bewältigen müssen. Überall geht der 
Weg steil und gefährlich nach oben, und nirgendwo zeigt sich ein schattiger Platz, an dem wir verweilen und ausruhen könnten. 
Es ist hoch an der Zeit und wir müssen die Stunde nutzen; ist sie einmal entschwunden, unter deren Segen wir kämpfen und uns 
emporarbeiten, dann ist alle Möglichkeit, den Gipfel zu erreichen, vorbei. Wir ständen dann auf halbem Wege und könnten 
nicht mehr nach vom und nicht mehr zurück. Wir wissen, daß der Aufstieg steinig und schwer ist; aber keiner darf daran 
zweitem, daß er bezwungen werden muß, weil sonst alles umsonst und alles verloren wäre. 

An den Rändern des steilen Pfades betten wir unsere Toten. Sie fielen in den ersten Reihen, und alle, die hinter ihnen mar- 
schieren, müssen an ihnen vorbei. Gerade da, wo der Weg am gefährlichsten ist, verlöschte ihr Leben. Wie stumme Fingerzeige 
weisen sie nach oben. Wenn wir einmal auf dem Gipfel stehen, dann wollen wir den Weg in die Höhe mit Blumen bekränzen; 
dann erst zeigen die Toten uns ihr freundlichstes und verklärtestes Gesicht. Sie ruhen im Schöße der Nation, wenn das Werk 
vollendet ist, wie sie vollendet wurden. Dann öffnet das neue Jahrhundert weit seine Pforten, um uns Einlaß zu gewähren, und 
in dem breiten Lichtschein, der über uns fällt, strahlt dann auch der Tod des unbekannten Soldaten, dem seine Kameraden nach 
schwer durchkämpften! Tag am dämmernden Abend sein Grab schau- 



101 

feiten, in einem fernen, glänzenden Leuchten. So gehen unsere Gefallenen für alle Zeit in den Mythos ihres Volkes ein; sie sind 

dann nicht mehr das, was sie unter uns waren, sondern nur noch die ewigen Sinnbilder unserer Zeit. 

Noch aber stehen wir im Dunkel der Nacht. Nur vereinzelte Sterne zeigen uns den Weg. Er wird beschwerlich und lang sein 

und uns keine Mühe ersparen. Aber wir wissen, daß eine kühle Stunde kommt, da der Morgen sie ablöst. Unsere Toten stehen 

auf der anderen Seite des Lebens schon in seinem strahlenden Licht. Wir sind die Suchenden, sie die Vollendeten. Sie haben 

früh ihre Zeit erfüllt, die vor uns noch mit tausend Rätseln und Aufgaben liegt. 

Wenn wir durch den Nebel gehen, dann verspüren wir die segnende und begleitende Kraft der toten Soldaten in uns und um 

uns. Mit tausend Händen ziehen sie uns aus der Besorgnis des Dunkels und führen uns in das Licht des kommenden Tages, der 

auf uns wartet. 

102 



1943 



Neujahrsgruß an unsere Soldaten 

1. Januar 1943 

Ich spreche am heutigen Tage zum Jahreswechsel als Stimme der Heimat zur Front. Im Namen des ganzen deutschen Volkes 
übermittle ich unseren Soldaten Gruß und Dank der Nation für ein hartes, kampferfülltes Kriegsleben. Bei diesem 
Jahreswechsel schließt ein geschichtliches Jahr erster Ordnung ab, und ein geschichtliches Jahr erster Ordnung wird eingeleitet. 
Die Weite unserer Kriegführung hat eine längere Dauer des Krieges mit sich gebracht, als viele im Jahre 1939 erwartet und 
geglaubt haben. Auf einer Unzahl von Kriegsschauplätzen hat der deutsche Soldat, in der nationalsozialistischen Lehre und 
Weltanschauung erzogen und gehärtet, seine große kämpferische Probe abgelegt. 

Mit der Weite des Krieges sind auch die Probleme, die wir in diesem Kriege zu lösen haben, ins Ungemessene gestiegen. Es ist 
verständlich, daß damit auch sowohl an das deutsche Volk in der Heimat wie an unsere Soldaten an der Front erhöhte 
Anforderungen gestellt und von ihnen größere Opfer verlangt werden müssen. Damit aber steht in ursächlichem Zusammenhang 
die Forderung nach einem ausreichenden geschichtlichen Lohn, den wir als Frucht des Sieges für das ganze deutsche Volk nach 
Hause bringen wollen. 

Immer und immer wieder müssen wir uns klarmachen, daß dieser Krieg uns aufgezwungen worden ist. Er ist kein Angriffs-, 
sondern im wahrsten Sinne des Wortes ein nationaler Verteidigungskrieg. Unsere Feinde brachen ihn vom Zaune als Antwort 
auf unsere bescheidene Forderung, die deutsche Stadt Danzig wieder in den Verband des Reiches zurückzuführen und uns einen 
Korri- 
105 

dor durch den polnischen Korridor, der unser Heimatgebiet von der Provinz Ostpreußen trennte, zuzugestehen. Feige überfielen 
sie uns mitten im nationalsozialistischen Aufbau und machten damit wenigstens vorläufig ein Reformwerk politischer, 
wirtschaftlicher und sozialer Art von säkularen Ausmaßen zunichte. Das deutsche Volk mußte wiederum, wie so oft in seiner 
Geschichte, um sein Leben kämpfen, das durch den Angriffskrieg unserer traditionellen Feinde auf das ernsteste bedroht war. 
Wir hatten nicht die Wahl zwischen Krieg oder Frieden, sondern nur die Wahl, uns zur Wehr zu setzen oder geschichtlich 
abzudanken. Es konnte kein Zweifel darüber bestehen, daß die nationalsozialistische Führung des Reiches und mit ihr das ganze 
deutsche Volk sich vor dieser historischen Entscheidung zum Kampf entschloß. 

Wir führen diesen Krieg nun schon nahezu dreieinhalb Jahre. Geschichtliche Siege, wie wir sie im Jahre 1939, als der Krieg 
begann, uns nicht zu träumen wagten, sind unterdes Wirklichkeit geworden. Man muß sich die Lage des Reiches von damals 
vorstellen, um ermessen zu können, was wir erreicht haben. Während wir 1939 noch aus der Enge unseres heimatlichen Raumes 
heraus operieren mußten und an allen Grenzen auf das gefährlichste bedroht waren, hat die Tapferkeit unserer Soldaten und die 
geniale Feldherrnkunst des Führers den Krieg in Räume vorgetragen, die uns, abgesehen vom sicheren Schutz unseres Reiches, 
ein Potential unserer Kriegführung gewährleisten, das unabmeßbar ist. Man kann uns heute nicht mehr mit Kriegsrüstungen, wie 
sie uns die amerikanische Union während des ersten Weltkrieges entgegenstellte, schrecken. Das Reich besitzt ein 
ausreichendes Potential. Die glorreichen Siege, die unsere Soldaten errangen, geben die Grundlage für eine Kriegführung, wie 
wir sie uns im Verhältnis zum ersten Weltkrieg wenigstens gesicherter nicht denken können. 



Dieser Krieg ist eine Gemeinschaftsleistung des ganzen deutschen Volkes. An der Spitze dieser Gemeinschaftsleistung steht 

selbst- 

106 

verständlich die Front. Ohne die Erfolge und die militärischen Siege, die sie errungen hat, wäre das Reich dem Untergang 
geweiht gewesen. Ihr gebührt deshalb auch die höchste Ehre und die dankbare Anerkennung des ganzen deutschen Volkes, 
insbesondere aber der für die Front arbeitenden und sich in immer wieder bewährendem Opfersinn für die Front einsetzenden 
Heimat. Der Soldat tritt für die Sicherheit der deutschen Nation mit seinem Leben ein. Er hält damit die Spitze der nationalen 
Leistungen und kann Anspruch erheben auf die höchste öffentliche Anerkennung. 

Aber auch die Heimat hat ihre Pflicht getan. Arbeiter, Bauern und Geistesschaffende, Frauen und Kinder setzen sich für diesen 
Krieg, seine Bedürfnisse, Erfordernisse und Aufgaben mit einem Idealismus ein, der in leuchtendem Gegensatz zur Haltung der 
Heimat steht, wie sie sich vielfach am Ende des Weltkrieges zeigte. 

Die kämpferische Gesamtleistung des deutschen Volkes während dieses Krieges an der Front und in der Heimat ist aber auf die 
Dauer nur zu halten, wenn sie weiterhin wie bisher dem nie zu erschütternden Gemeinschaftsgedanken und der Gemeinschafts- 
gesinnung der ganzen Nation entspringt. Darum besteht unser Ziel auch für das neue Jahr im besonderen darin, die 
Gemeinschaft unseres Volkes an der Front und in der Heimat als eine politische Aufgabe erster Klasse zu pflegen. Sie wurde 
1917 und 1918 zerstört, und gerade das führte am 9. November 1918 zum Zusammenbruch des Reiches. Ein solcher 
schimpflicher Vorgang darf sich nie wiederholen. 

Unsere Feinde versuchen heute wieder, uns auf den alten Irrweg zu locken. Mit allen Mitteln der Verführungskunst wenden sie 
sich an die deutsche Front und an die deutsche Heimat, um sie ihrer Führung abspenstig zu machen. Wie sie damals den Kaiser 
bekämpften, so bekämpfen sie heute das nationalsozialistische Regime und seine berufenen Träger. Es ist die Pflicht eines jeden 
deutschen Mannes und einer jeden deutschen Frau, sich gegen 
107 

solche Versuchungen gefeit zu machen. Sie unerschütterlich abzuwehren, ist die Aufgabe des deutschen Volkes gerade in den 
kritischen Zeiten, in denen unsere Kriegführung stärkeren Belastungen ausgesetzt ist als in denen der großen Offensiven, bei 
denen unsere Soldaten Triumph über Triumph an ihre Fahnen hefteten. Ein Volk, das zu einem großen geschichtlichen Erfolg 
berufen sein will, muß nicht nur Siege erringen, sondern auch Rückschläge ertragen können. 

Es ist klar, daß sich im Verlaufe von dreieinhalb Jahren Krieg die Art zu leben in der Heimat von der an der Front mehr und 
mehr unterscheidet. Es entsteht daraus manchmal die Gefahr, daß der Soldat sich dem Denken und Fühlen der Heimat bis zu 
einem gewissen Grade entfremdet. Soweit eine solche Entwicklung aus dem Kriege selbst, aus seinem Verlauf und aus seiner 
Dauer entspringt, ist sie nicht allzu tragisch zu nehmen. Gerade aber hier muß die Arbeit der Heimat einsetzen. Sie hat dem 
Frontsoldaten, und zwar nicht durch Worte, sondern durch Taten und Leistungen, immer wieder klarzumachen, daß sie mit 
heißem und glühendem Herzen für ihn eintritt, ihn zu verstehen versucht und alles tut, um ihm sein schweres, hartes, 
entbehrungsreiches und kämpferisches Leben nach Möglichkeit zu erleichtern. Der Krieg darf nicht der Front deshalb zu viel 
zumuten, weil der Heimat zu wenig zugemutet wird. Wir müssen in der Heimat unsere Bedürfnisse so weit wie möglich 
einschränken, um die Leistungen für die Front zu steigern. 

Andererseits aber ist es auch unsere Pflicht, in der Heimat von dem Leben, das der Frontsoldat im Jahre 1939 verließ, an dem er 
hängt und für das er kämpft, so viel zu erhalten, wie davon im Kriege überhaupt erhalten werden kann. In der Heimat wohnt die 
Familie des Frontsoldaten, hier leben seine Eltern, seine Frau und seine Kinder. Er muß das beruhigende Bewußtsein haben 
können, daß ihr Dasein gesichert ist. Die Aufrechterhaltung 
108 

unseres Kunst- und Kulturlebens, einer wirtschaftlich gesicherten Existenzmöglichkeit, einer staatlichen Ordnung, die durch 
niemanden und nichts angetastet werden darf, und einer straffen Disziplin unserer öffentlichen Meinung ist Voraussetzung 
dieses Gefühls der Sicherheit für unsere Frontsoldaten. Das gibt ihnen eine zusätzliche seelische und physische Kraft. Die 
Arbeitsfreude in der Heimat hängt auf das engste zusammen mit der Aufrechterhaltung des öffentlichen und privaten Lebens in 
einem Umfang, wie die Kriegsverhältnisse das erlauben. Die Heimat gibt willig das, was der Krieg von ihr fordert. Die 
Staatsführung verlangt von der Heimat die Opfer und Entbehrungen, die notwendig sind. Trotzdem ist das Leben in der Heimat 
fast in jeder Beziehung bequemer und angenehmer als das an der Front. 

Der Soldat, der auf Urlaub kommt, empfindet das mit einem gewissen Erstaunen vor allen in den ersten Tagen seines Heimat- 
besuches. Vieles erscheint ihm zu Hause fremd, nicht weil es kriegswidrig ist, sondern deshalb, weil es sich vom Leben an der 
Front in so krasser Weise unterscheidet. Daß dabei den Frontsoldaten manchmal weniger freundliche Gefühle anwandeln, ist 
nur zu natürlich. Die Staatsführung wird aber dafür sorgen, daß daraus keine Entfremdung zwischen draußen und drinnen 
entsteht. Die Gründe für den in die Augen springenden Unterschied zwischen dem Leben an der Front und dem in der Heimat 
brauche ich nicht im einzelnen darzulegen. Aber wie die Heimat die Front versteht, so muß der Frontsoldat sich auch bemühen, 
die Heimat zu verstehen. Er darf aus seiner Mentalität als Frontsoldat heraus nicht grundsätzlich ungerecht gegen die zu Hause 
werden. Daß die Heimat in einem stärkeren Sicherheitsgefühl lebt als die Front, ist eine Teilaufgabe dieses Krieges. Aber diese 



Heimat beherbergt auch die Familie und die nächsten Angehörigen des Frontsoldaten. Ihnen kommt ja auch diese Sicherheit 

zugute. Im übrigen tut sie für die Front alles, was sie nur tun kann. 

109 

Die Frontsoldaten sollen nicht glauben, daß, wenn sie nach dem Kriege nach Hause kommen, die Arbeitsplätze, auf die sie nach 
Fug und Recht Anspruch erheben können, besetzt sein werden. Noch niemals gab es in Deutschland eine Staatsführung, die sich 
der Front so verbunden fühlte, wie die nationalsozialistische. Unsere Fürsorge für die Kriegsverletzten, die in einschneidenden 
Gesetzen und Verordnungen ihren Ausdruck gefunden hat, ist ein Beweis mehr dafür. In gleicher Weise sind wir entschlossen, 
den Kriegsteilnehmern nach dem Kriege unsere Hilfe und unseren Schutz angedeihen zu lassen. Sie werden überall den Vortritt 
erhalten. Wer kämpft, der hat nach dem Siege das erste und vornehmste Recht zum Leben und zu einem gesicherten wirtschaft- 
lichen und beruflichen Fortkommen. So war es nach der nationalsozialistischen Revolution, so wird es auch nach diesem Kriege 
sein. Es ist keine Frage, daß am Ende des Krieges in Deutschland eine lange Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs und sozialer 
Großleistungen anbrechen wird. Um das Ausmaß von Arbeit, das unser dann harrt, brauchen wir uns keine Sorge zu machen. So 
wie der Krieg plötzlich begonnen hat, so wird er einmal plötzlich sein Ende finden. Die Totalisierung der Kriegführung führt 
nur zu einer Beschleunigung des Krieges selbst. 

Ich brauche vor Frontsoldaten nicht die Frage zu erörtern, warum wir diesen Krieg bis zum siegreichen Ende durchhalten 
müssen. Die Schwierigkeiten, denen wir dabei unterliegen, sind nicht einschneidender, sondern geringfügiger als die, denen 
unsere Gegner ausgesetzt sind. Dieser Krieg ist unsere große aber auch letzte geschichtliche Chance. Er bietet uns alle 
Möglichkeiten zu einem nationalen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg ohnegleichen. Wir haben im Jahre 1939 
den Weg zum Weltvolk angetreten und werden auf diesem Wege mutig und unbeirrt vorwärtsschreiten, bis wir am Ziel 
angelangt sind. Der Krieg, den wir führen, ist nicht ein Krieg um Thron und Altar, sondern ein 
110 

Krieg um die Sicherheit unseres täglichen Brotes. Unser Aufbauprogramm nach dem Kriege wird nur dem deutschen Volke und 
nicht einer kleinen Schicht von Kriegs- oder Nachkriegsgewinnlern zugutekommen. Dieser Krieg muß deshalb mit einem so 
gründlichen Sieg enden, daß er nicht mehr wiederholt zu werden braucht. 

Es ist also die Aufgabe von Front und Heimat, diesmal ganze Sache zu machen. Wenn ich mich mit diesen Ausführungen zum 
Jahreswechsel an die Front wende, so glaube ich, im Namen der Heimat in ihrer Gesamtheit sprechen zu können. Weder 
draußen noch drinnen darf irgend etwas versäumt werden, was zum Siege führt. Wir unterhalten uns untereinander ohne Phrase 
und ohne Übertreibungen über die Aufgaben und Pflichten, die unser im kommenden Jahre harren werden. Wir müssen den 
Mut haben, den harten Tatsachen ins Gesicht zu schauen, uns weder etwas vorzumachen noch etwas zu beschönigen. Der Krieg 
ist immer eine schwere und grausame Sache. Aber wir müssen durch sein Inferno hindurch, weil wir sonst nur die Wahl des 
nationalen Unterganges unseres Volkes hätten. 

So sende ich also an diesem Tage des Wechsels von einem Kampfjahr ins andere meinen Gruß aus der deutschen Heimat an 
unsere Männer und Söhne draußen im Felde. Ihnen allen wünsche ich jedes Soldatenglück für das kommende Jahr. Es soll 
wiederum einen großen und entscheidenden Schritt zum endgültigen Siege tun. Was die Heimat leisten kann, um an diesem 
Siege mitzuhelfen, das wird sie leisten. Heute aber macht sie für eine Stunde Halt, um in wehmütigen, aber auch stolzen 
Gedanken draußen bei der Front zu verweilen. Das Jahr, das vor uns liegt, wird uns keine Prüfung und keine Belastung 
ersparen. Es wird hoch hergehen in ihm, und wir haben allen Grund, die Ohren steif zu halten, wenn seine Stürme uns 
umbrausen. Aber wir können auch beruhigt sein: Nichts wird uns in unserem Kampfesmut beirren, und keiner wird müde 
werden angesichts der großen Pflichten, die unser harren. 
111 

So wollen wir denn bei diesem Jahreswechsel klar und unbeirrt das große Ziel, für das wir kämpfen, ins Auge fassen. Wir 
wollen dabei die Gemeinschaft als die Quelle unserer Kraft und unseres Widerstands- und Angriffswillens über alles stellen. Je 
länger der Krieg dauert, desto straffer wollen wir uns in Disziplin und Manneszucht üben; nur durch eine einheitliche Leistung 
aller, bei der jeder freiwillig und aus vollstem Herzen mitwirkt, ist der große Endsieg zu erringen. 

Ich wünsche Euch, Soldaten, als Sprecher der Heimat Glück und Sieg und einmal als Lohn für Einsatz und Bewährung den von 
uns allen so heiß ersehnten Frieden. Bis dahin haben wir noch einen schweren und gefahrvollen Weg zu durchschreiten. Aber er 
wird bezwungen werden, wenn wir ihn in der alten bewählten nationalsozialistischen Gesinnung des Kampfes und der Ent- 
schlossenheit antreten. 

So rufe ich Euch denn für das kommende Jahr die Parole zu, mit der der große Preußenkönig in einem entscheidenden Zeit- 
punkt des Siebenjährigen Krieges seine Soldaten grüßte: 

„In einer so heillosen Zeit muß man sich mit Eingeweiden aus Eisen und mit einem ehernen Herzen versehen, um alle 
Empfindsamkeit loszuwerden." 
112 



Die Heimat im Kriege 

3. Januar 1943 

Wir stehen im vierten Kriegsjahr. Diese Tatsache wird allzu oft und allzu leicht bei allgemeinen Betrachtungen über die innere, 
äußere und militärische Lage des Reiches übersehen. Der Krieg zehrt am Bestand und an den Reserven eines jeden Volkes. Er 
verschlingt die Kraft der Menschen und des Materials. Je länger er andauert, desto schwierigere und kritischere Probleme wirft 
er auf. Man darf nicht hoffen und erwarten, daß sie durch die Zeit an Schärfe verlieren, sie nehmen nur an Schärfe zu. Trotzdem 
aber sind wir in der Lage, zu Beginn des neuen Jahres eine nationale Bilanz aufzumachen, die Anlaß zu stolzer Befriedigung 
gibt. Es ist uns im großen und ganzen gelungen, die Engpässe, vor denen unsere Kriegführung jeweils stand, ohne allzu starken 
Verzehr unserer Reserven erfolgreich zu überwinden. Man vergleiche den Stand der Dinge auf der Feindseite mit dem auf 
unserer Seite, um festzustellen, daß das Reich sich darüber hinaus im bisherigen Verlauf des Krieges so viele Faustpfänder 
sichern konnte, daß ihm der Sieg bei weiter so günstigem Verlauf der Entwicklung nicht mehr streitig gemacht werden kann. 
Vor nahezu zehn Jahren übernahm der Führer die Macht. Das Reich befand sich damals in einem Zustand, der alle auch nur 
erdenkbaren Gefahren für seine nächste Zukunft in sich schloß. Wenn wir uns erinnern, welche Risiken die deutsche Führung in 
den ersten Jahren nach 1933 auf sich nehmen mußte, bloß um den Ring zu sprengen, in dem wir gefangen gehalten wurden, 
dann kommen uns die nationalen Belastungen von heute durchaus erträglich vor. 
113 

Der gegenwärtige Krieg hat das deutsche Soldatentum in Führung und Gefolgschaft auf der Höhe seiner militärischen Kunst 
gezeigt. Die geschichtlichen Siege, die unsere Truppen errungen haben, sind einmalig. Die Welt macht nur deshalb nicht so viel 
Aufhebens davon, weil sie nach den Erfolgen des deutschen Heeres in früheren Kriegen solche oder ähnliche in diesem erwartet 
hatte. Jedenfalls besitzen wir, fußend auf diesen militärischen Triumphen, eine Position unter den Großmächten, wie sie stabiler 
und respektgebietender kaum gedacht werden kann. Unsere allgemeine Kriegführung muß auch bei kritischster Betrachtung als 
gesichert angesehen werden. Selbst unter Einberechnung der wechselnden Launen des im Verlaufe eines so gigantischen 
Ringens oft schwankenden Schlachtenglücks können wir mit ruhiger Gewißheit der weiteren Entwicklung des Krieges 
entgegenschauen. 

Die deutsche Heimat hat daran nächst der Front ein nicht zu unterschätzendes Verdienst. Sie hat das, was man bei Beginn des 
Krieges von ihr glaubte erwarten zu dürfen, gehalten und noch mehr dazu. Wenn unsere Feinde einen guten Teil ihrer 
Hoffnungen auf die moralische Anfälligkeit des deutschen Volkes zu Hause gesetzt hatten, so sind diese schmählich enttäuscht 
worden. Gewiß gibt es bei uns wie bei allen kriegführenden Völkern hier und da gewisse Erscheinungen, die auf die längere 
Dauer des Krieges zurückzuführen und weniger erfreulich sind. Aber das sind doch Ausnahmen, die die Regel bestätigen, 
nämlich jene Regel von der konservativen Beständigkeit unseres Volkes in der Arbeit und in der gewissenhaften 
Pflichterfüllung nach dem harten und strengen Gesetz des Krieges. Wir fühlen uns befugt, ein Urteil darüber abzugeben : nicht 
bei einer einzigen Gelegenheit hat sich während des ganzen Krieges in der Heimatfront ein Symptom bedenklich stimmender 
innerer Schwäche gezeigt. Was unsere Feinde darüber faseln, ist Lüge, und der Wunsch, nicht ein Tatsachenverhalt ist der 
Vater des Gedankens. Dabei hat auch die Heimat Belastungen zu 
114 

ertragen, die, wenn sie auch nicht mit denen der Front verglichen werden können, doch über das normale Maß weit 
hinausgehen. Und zwar handelt es sich dabei nicht nur um Begleiterscheinungen des Krieges, die jedermann kennt, z. B. 
Einschränkungen in der persönlichen Lebensführung, drastische Rationierung der Ernährung und ähnliches; weit darüber hinaus 
wird fast von der gesamten Heimat ein Umfang an Arbeit und Pflichterfüllung geleistet, vor dem man nur die größte 
Hochachtung haben kann. 

Es gibt Rüstungsarbeiter, Bergleute, Bauern und Bauersfrauen, Angehörige des Verkehrspersonals und auch bestimmte 
Kategorien von Beamten und Geistesschaffenden, die seit Beginn des Krieges täglich eine Arbeitsleistung von zwölf, ja 
vierzehn und zum Teil sogar sechzehn Stunden vollbringen, ohne auch nur an einem einzigen Tag, Sonn- und Festtage 
eingerechnet, zu feiern. Man spricht nur nicht darüber, und darum bleibt diese Tatsache ziemlich unbekannt. In manchen 
Gegenden des Reiches muß ein Drittel und sogar noch weniger des Ärztebestandes aus der Zeit des Friedens im Kriege eine 
wesentlich erhöhte Arbeitsleistung gegenüber damals bewältigen. Weltberühmte Operateure stehen acht Stunden und mehr am 
Operationstisch und versehen daneben noch eine öffentliche und private Praxis, die in normalen Zeiten eine einzelne 
Menschenkraft weit überbeanspruchen würde. In wissenschaftlichen Laboratorien wird bis in die tiefen Nächte hinein 
gearbeitet, und es ist durchaus keine Seltenheit, daß eine neue Erfindung frontreif gemacht wird und der Erfinder das mit dem 
Verlust seiner Gesundheit bezahlen muß. 

Wenn wir im Alltag die Nation immer wieder zu erneutem Einsatz ihrer ganzen Kraft aufrufen und anfeuern, so ist das natürlich 
und notwendig. Der Krieg beansprucht zur Befriedigung all seiner Bedürfnisse mehr, als ein Volk überhaupt zu leisten vermag. 
Es wird im ganzen Lande ohne viel Aufhebens und Pathos ein stilles Heldentum der Arbeit bewährt, das höchste Anerkennung 
und Bewunde- 



115 

rung verdient. Gewiß gibt es vereinzelt auch gegenteilige Beispiele; 

aber sie stellen doch Ausnahmeerscheinungen dar. Eine ganz kleine Schicht von vaterlandslosen Menschen lebt neben dem 

Kriege her, drückt sich an seinen Pflichten vorbei und sucht in seine Gesetzeslücken einzudringen. Aber wir verwahren uns 

dagegen, dafür unser braves und fleißiges Volk verantwortlich machen zu lassen. Man braucht nur in seinen Reihen Umschau 

zu halten, um mit fester Zuversicht an seine Stabilität und moralische Standfestigkeit zu glauben. 

Jede Forderung des Führers noch ist vom Volke erfüllt worden, und sehr oft ging es weit über das hinaus, was er von ihm 

verlangte. Die deutschen Familien geben ihre Söhne für die Front. Die Väter arbeiten in den Fabriken oder auf den Feldern. Die 

Frauen besorgen unter unvorstellbaren Schwierigkeiten den Haushalt und stehen sehr oft daneben noch im aufreibenden 

Kriegsdienst. Bäuerinnen treten an die Stelle ihrer eingezogenen Männer und führen Haus und Hof, als wenn sie es von Jugend 

auf gelernt und nie etwas anderes getan hätten. In der Schule schon fangen bei den Kindern die Kriegspflichten an, und selbst 

die Alten kommen sich überflüssig vor, wenn sie nicht irgendwo noch in den Arbeitsprozeß eingespannt werden können. Das ist 

unser deutsches Heimatvolk im vierten Kriegsjahr. 

Daß wir dabei nicht ständig Hurra rufen und die Tücher schwenken, ist nur darauf zurückzuführen, daß wir augenblicklich 

Wichtigeres zu tun haben. Die spontane Begeisterung ist ein Ausnahmezustand im Leben der Menschen und der Völker. Im 

Alltag ersetzen wir sie durch Fleiß, Pflichterfüllung und Fanatismus in der Arbeit. Wir wissen, daß der Sieg sich am Ende aus 

einer. Unsumme von Einzelleistungen zusammensetzen wird und daß der Krieg einem Volke nicht die Erlaubnis gibt, ihn zu 

einem Teil zu führen und zu tragen und ihm zum anderen Teile zuzuschauen. In welch einem modernen und großartigen Stil 

werden wir doch im all- 

116 

gemeinen mit seinen Schwierigkeiten fertig! Welche Probleme wirft beispielsweise nicht die deutsche Erzeugungsschlacht für 
unser Landvolk auf! Welche Sorgen bereitet den luftbedrohten Gebieten nicht der britische Luftkrieg! Was muß nicht alles 
getan werden, um Kohle, Gemüse, Kartoffeln und Brot in die großen Städte zu transportieren, für den geregelten Ablauf des 
ganzen Verkehrswesens zu sorgen, das Schulwesen halbwegs intakt zu halten, die öffentliche Verwaltung zu führen und 
durchzuführen! Der Laie macht sich ja gar keine Vorstellung davon, was es an Mühe und Arbeit kostet, für die Familien mit 
Kindern zu Weihnachten nur ein paar Kerzen für den Tannenbaum bereitzuhalten. Wir leben im Kriege aus einer sehr engen 
und begrenzten Basis heraus. Da muß man schon außerordentlich haushalten, um halbwegs herumzukommen. Hier wird eine 
organisatorische Leistung auf allen Gebieten vollbracht, die weit über jeder Kritik steht. Sie wäre undurchführbar, wenn das 
ganze Volk sich nicht aus seinem gesunden Lebensinstinkt heraus elastisch auf die Maßnahmen der Staatsführung einstellte und 
sie durch aktive Mithilfe unterstützte. 

Es gibt im ganzen Lande, und zwar in allen Ständen, einen Heroismus der Arbeit, der nur deshalb unbeachtet bleibt, weil er sich 
aus natürlichen Gründen schämt, sich neben dem Heldentum der Front überhaupt zu Wort zu melden. Hier liegt die eigentliche 
Grundlage unserer zivilen Kriegstätigkeit. Wir persönlich sind glücklich, die politische Führung des größten deutschen Gemein- 
wesens in der Reichshauptstadt innezuhaben. Das bewahrt uns vor dem Fehler, vom grünen Tisch aus zu urteilen und zu 
entscheiden. Es gibt uns einen Einblick in die tausendfältigen Schwierigkeiten der Verwaltung und Organisation unseres 
öffentlichen Lebens, daraus folgend aber auch die ruhige Sicherheit, daß diese am Ende doch, wenn auch manchmal unter 
starken Belastungen, gemeistert werden. Wenn man in Berlin nur jedem Kind zu Weihnachten ein Pfund Äpfel geben will, so 
müssen unter den heutigen Verhältnissen 
117 

viele tausend Menschen tagelang daran arbeiten. Aber noch niemals haben wir erlebt, daß für eine solche zusätzliche Leistung 
die freiwilligen Hilfskräfte fehlten, obschon doch heute fast jedermann im Arbeitsprozeß steht und einen natürlichen Anspruch 
auf den ungeschmälerten Besitz seiner kargen Freizeit hat. 

Unsere sozialen Hilfswerke, die auf der freiwilligen Gebefreudigkeit des ganzen Volkes beruhen, haben im Kriege einen 
Aufschwung genommen, der alle Erwartungen übertrifft. So werden allmonatlich zwei soziale Volksabstimmungen 
durchgeführt, die in ihren Ergebnissen gänzlich unwiderlegbar sind. Hunderte von Millionen Mark wandern in die großen 
Gemeinschaftseinrichtungen unseres sozialen Lebens. Das Hilfswerk „Mutter und Kind" allein verschlingt in einem Jahr mehr, 
als der ganze Etat eines mittleren Staates ausmacht. Drastischer kann ein Volk überhaupt nicht seinen Willen zum Sozialismus 
bekunden, und das alles in einer Zeit, die normalerweise dazu angetan sein könnte, den persönlichen Egoismus zu fördern und 
das Gemeinschaftsgefühl langsam erkalten zu lassen. 

Was bedeuten denn demgegenüber gelegentliche Entgleisungen krimineller Elemente, die den Notstand des Vaterlandes 
ausnutzen und dafür mit den härtesten Strafen, meistens sogar mit der Todesstrafe, belegt werden! Es gibt kein Gesetz, das nicht 
übertreten würde. Obschon der Mord streng verboten ist, wird es immer wieder Mörder geben. Warum sollten die 
Kriegsgesetze hier eine Ausnahme bilden? Daß uns schwere Versündigungen gegen die Kriegsmoral in unserem 
Gerechtigkeitsgefühl beleidigen, ist nur ein Beweis für den gesunden Instinkt unseres Volkes und für seine fein entwickelte 
Empfindsamkeit den elementarsten Grundsätzen der Kriegführung gegenüber. Seien wir glücklich und froh, daß es so ist! Die 



Gewohnheit macht stumpf. Daß wir innerlich revoltieren, wenn die Kriegsmoral irgendwo ernstlich verletzt wird, das ist ja nur 

ein Zeichen dafür, daß das nicht die Regel, sondern die Ausnahme ist. 

118 

Die Kunst der zivilen Kriegführung bewährt sich besonders in der Praxis, nur da mit Gesetzen und Verordnungen regelnd ein- 
zugreifen, wo das unbedingt notwendig ist. Lappalien und Bagatellen verdienen nicht die Beachtung des Gesetzgebers, sie 
erledigen sich meistens selbst. Aber in den elementaren Lebensfragen muß der Krieg eine strenge Ordnung innehalten und 
gewährleisten, weil er sonst auf die längere Dauer nicht durchzuführen ist. Das versteht unser Volk auch. Aber selbst der Krieg 
darf sich nur da als Gleichmacher betätigen, wo man durch eine freizügigere Behandlung der Probleme in eine Sackgasse 
hineingeriete. Wir regulieren also in den Fragen, die lebenswichtig und lebensnotwendig sind, und überlassen die von minderer 
Bedeutung dem freien Spiel der Kräfte. Verführen wir hier umgekehrt, so liefen wir Gefahr, unser ganzes öffentliches und 
privates Leben in das Prokrustesbett [Zwangsjackejeiner aufgeblähten Bürokratie hineinzuzwängen, in dem jeder persönlichen 
Initiative die Füße abgehackt würden. Unser Volk ist, wie wir zu wissen glauben, derselben Meinung. Es folgt der 
Staatsführung willig und gehorsam, wenn es ihre Maßnahmen als richtig, überlegt und dem Wohle aller dienend empfindet. Wir 
können nicht aus dem Dogma heraus führen und verwalten; unser Ratgeber muß der gesunde Menschenverstand sein. 
Nur auf diese Weise wird man der wachsenden Schwierigkeiten des Krieges Herr und macht sich dabei das Volk zum Bundes- 
genossen. Erklären ist, wenigstens im zivilen Leben, besser als befehlen. Befehlen ist erst da am Platze, wo aus Unklugheit oder 
innerem Widerstand der Gehorsam versagt wird. Die breiten Massen unseres Volkes kranken in keiner Weise an einem 
derartigen Mangel an politischem Instinkt oder an innerer Bereitschaft. Sie wissen, daß sie diesen Krieg nicht für die Regierung 
und nicht für die Partei, sondern für das Leben der Gemeinschaft führen. Sie vertrauen sich deshalb willig und bereit einer 
starken Führung an, der sie Kraft entgegenbringen, weil sie Kraft ausstrahlt. Wo gäbe es in 
119 

der Geschichte ein Beispiel dafür, daß ein gesundes Volk seine Führung im Stich gelassen hätte, bevor die Führung ihr Volk im 
Stich ließ? Wenn die Führung führt, dann folgt das Volk treu, gehorsam und ohne Murren. Erst wenn die Führung versagt und 
Zeichen der Ratlosigkeit von sich gibt, geht das Volk seine eigenen 
Wege. 

Bei uns sind Volk und Führung eins. Die Heimat steht im vierten Kriegsjahr gänzlich unerschüttert. Wo der Feind ihr Wunden 
schlug, weiß sie diese mit Würde zu tragen. Die Schwierigkeiten des Krieges meistert sie mit der souveränen Sicherheit des 
politisch gebildeten und erzogenen Volkes. Die Verführungsversuche des Feindes prallen am Panzer seiner Verachtung ab. 
Eine Nation, die den Krieg zu Hause auf diese Weise führt, ist der Stolz und die Zuversicht der Front. Auf sie kann der Soldat 
sich verlassen, wenn er sein Gesicht gegen den Feind richtet. Er weiß, daß in seinem Rücken ein Volk steht, das seiner würdig 
sein will. 



Der totale Krieg 

17. Januar 1943 

Der Krieg, den wir führen, steht zumal bei seiner längeren Dauer im Zeichen einer ständig zunehmenden Totalisierung. Was an 
seinem Anfang noch als eine Art von lokal bedingtem politischem und militärischem Ereignis angesehen werden konnte, ist 
mittlerweile ein weltumfassendes Ringen geworden, in dem sich nicht mehr Parteien oder Armeen oder auch 
Weltanschauungen, sondern Völker gegenübertreten, die um ihr Leben kämpfen. Wer diesen Krieg verliert, der wird von der 
Bühne der schicksalbestimmenden Mächte abtreten müssen; wer ihn gewinnt, der ist damit auch endgültig Herr seines eigenen 
Schicksals geworden. 

Man hat manchmal den Eindruck, als hätten wir Deutschen das noch nicht alle in vollem Umfang erkannt. Wir leben zum Teil 
noch in Vorstellungen des Friedens. Aber es geht jetzt nicht mehr darum, während des Krieges noch möglichst viel vom 
Frieden zu erhalten, sondern vielmehr darum, alle Kräfte anzuspannen, um damit den Sieg vorzubereiten und endgültig den 
ganzen Frieden wiederzugewinnen. Dazu müssen wir uns entscheiden. Je radikaler und totaler wir den Krieg führen, um so 
schneller kommen wir zu seinem siegreichen Ende. Und da dieser Krieg von unseren Feinden gegen die Gesamtheit unseres 
Volkes gerichtet wird, hat niemand das Recht, auch nicht aus Eigensucht oder Privatinteresse, sich von seinen Anstrengungen 
auszuschließen. Die Zeiten sind vorbei, da ein Teil des Volkes den Krieg führte und der andere ihm zuschauen konnte. Ein 
Volkskrieg — und der uns aufgezwungene, ist ein solcher im wahrsten Sinne des Wortes — muß vom ganzen 
121 

Volke getragen und geführt werden. Wie er uns alle vernichten würde, wenn wir ihn verlören, so wird er uns alle segnen und er- 
heben, wenn wir ihn gewinnen. 

Wir sprechen und schreiben zwar viel von dieser unausweichlichen und harten Notwendigkeit. Aber handeln wir auch alle und 
immer demgemäß? Diese Frage muß bei einem gewissen kleinen Teil unseres Volkes leider verneint werden. Besagter Teil lebt 



noch heute am Kriege und seinen Aufgaben und Sorgen vorbei und nimmt sich das Recht heraus, wenn schon seinem 
gesetzlichen, dann aber nicht seinem moralischen Zwang zu gehorchen. Das schafft auf die Dauer eine Verschiedenheit der 
Pflichten, die unerträglich ist und im ganzen Volke nur aufreizend wirkt. Die Regierung ist auch im Kriege nicht in der Lage, 
alle staatsbürgerlichen Verpflichtungen in Gesetzesform zu fassen. Sehr viel muß sie dem Anstand, der Einsicht und dem 
patriotischen Empfinden des einzelnen überlassen. Sie kann beispielsweise gesetzlich kaum festlegen, wer heute noch mit der 
Eisenbahn fahren darf oder wer einen Anspruch auf Platz in einem Winterkurort hat und wer nicht. Sie appelliert deshalb an die 
Vernunft und an den guten Willen des Volkes. Die weitaus überwiegende Mehrheit fügt sich diesem moralischen Appell. Es 
gibt aber eine kleine Minderheit, die gerade darin ihren persönlichen Vorteil sucht, indem sie hier eine willkommene 
Gelegenheit findet, sich um so breiter zu machen. Weil die Fleißigen und Anständigen — das sind bezeichnenderweise immer 
dieselben — auf ihren Urlaub, zu dem sie jedes Anrecht besitzen, verzichten, können etliche Faulenzer und Parasiten um so 
länger in Urlaub fahren. Sie überfüllen die Eisenbahn, lungern in den Winterkurorten herum, tratschen sich die neuesten 
Gerüchte zu, bedauern, daß nicht getanzt werden darf, und füttern den Bauern ihre Butter und ihre Würste weg. 
Das muß aufhören! Unser anständiges Volk hat keine Lust, sich durch solche Nichtstuer seinen guten Ruf diskreditieren zu 
lassen. 
122 

Wie kommen beispielsweise die Hunderttausende fleißiger Berliner und Berlinerinnen dazu, stillzuschweigen, wenn ein 
paar hundert feine Leute, die zufällig auch in Berlin beheimatet sind, in den Winterkurorten dem Krieg zu entfliehen 
versuchen und durch ihr provokatorisches Auftreten für die Reichshauptstadt eine Propaganda machen, die ihr 
keineswegs zur Ehre gereicht? Es sind das dieselben Zeitgenossen, die den Krieg nicht als Kampf um unser nationales 
und individuelles Leben, sondern nur als lästige Unterbrechung ihres Daueramusements ansehen. Sie respektieren 
meist den nationalsozialistischen Staat nur, soweit er ihnen Vorteile verschafft, geben höchst ungern und gänzlich 
unzulänglich zum Winterhilfswerk, drücken sich an den Gemeinschaftspflichten vorbei, machen die Regierung 
vielleicht noch für das Wetter verantwortlich, der OKW.-Bericht langweilt sie, und den Rundfunk hören sie nur ab, 
wenn er Tanzmusik bringt. Der Himmel weiß, woher sie noch ihre Butter und Eier, ihre Stoffe, Schuhe und Kleider 
bekommen; aber sie bekommen sie. Sie leben fast wie im Frieden, während wir Krieg führen, und zwar auch für sie. 
Wir hoffen, im ganzen Volke Glauben zu finden, wenn wir feststellen, daß wir für die kriegsbedingten Sorgen der arbeitenden 
Massen in Stadt und Land das größte Verständnis haben. Wenn wir nicht so oft davon sprechen, so deshalb, weil wir uns soviel 
damit in der Praxis des Alltags beschäftigen müssen. Für die kleinen Wehwehchen dieser parasitären Nichtstuer aber besitzen 
wir überhaupt kein Organ. Sie sind zu nichts nütze. Sie stehlen dem lieben Herrgott die Zeit. Ihr Herz und ihr Gehirn ist voll- 
kommen leer. Sie verdienen gar nicht, in einer großen Zeit zu leben, weil sie sie nicht verstehen. Wir würden sie auch keiner 
Beachtung für wert halten, wenn sie nicht ein so schlechtes Beispiel gäben und damit vielen anständigen und fleißigen 
Volksgenossen allmählich den guten Mut verdürben. Denn nicht nur Tugenden, sondern auch Untugenden sind ansteckend, und 
auf keinen Fall 
123 

darf es so weit kommen, daß der, der treu und brav seine Pflicht erfüllt, am guten Schluß für dumm angesehen wird, und der, 
der sich daran vorbeizudrücken versteht, als Ausbund der Schlauheit gilt. Es ist natürlich angenehmer, bequem zu leben und 
den Krieg aus der Entfernung zu betrachten. Wenn es eine Möglichkeit gäbe, die, die vor den Pflichten des Krieges fliehen, 
auch von den Vorteilen des kommenden Sieges auszuschließen, dann ließe sich darüber reden. Aber die gibt es nicht, und 
darum ist daraus die Folgerung zu ziehen: da alle einmal in den Genuß des Sieges kommen, haben alle auch dem Zwang des 
Krieges zu gehorchen. 

Wir müssen heute einem gewissen Teil der Front, und zwar dem in vorderster Linie kämpfenden, sehr viel zumuten; einem 
kleinen Teil der Heimat, und zwar dem in hinterster Linie zuschauenden, dagegen wird nur sehr wenig zugemutet. Hier liegt das 
Problem. Da man die Belastungen des besagten Teiles der Front nicht vermindern kann, muß man die Belastungen des besagten 
Teiles der Heimat vermehren, um damit einen gewissen Ausgleich der Kriegspflichten herbeizuführen. Das ist schon deshalb 
notwendig, weil wir im vierten Kriegsjahr vor ungleich viel schwierigeren Aufgaben stehen als im ersten und demgemäß schon 
dafür gesorgt werden muß, daß die öffentliche Kriegsmoral sauber und intakt bleibt. Wir kämpfen im Osten gegen ein System, 
das die Totalität des Krieges bis zur barbarischen Grausamkeit gesteigert und vollendet hat. Dem Ansturm des Bolschewismus 
sind wir auf die Dauer nur dann überlegen, wenn wir, soweit das überhaupt tunlich und möglich erscheint, auch unser eigenes 
Potential ganz ausschöpfen. 

Es können hier keine Sonderwünsche und Privatinteressen Berücksichtigung finden. Wie wir früher dem Frieden gaben, was 
des Friedens ist, so müssen wir heute dem Kriege geben, was des Krieges ist. Die Gemeinschaft verlangt vom Soldaten, daß er 
für ihr Leben und ihren Fortbestand sein eigenes Leben opfert. Wie 
124 

sollte sie nicht von jedem Teil der Heimat verlangen können, daß er sich dem harten Zwang des Krieges beugt und nicht Rechte 
für sich in Anspruch nimmt, die ihm zwar im Frieden zustanden, für die im Kriege aber kein Platz mehr ist! 



In ungezählten Briefen sind uns während der Weihnachtstage Zustimmungs- und Dankesbezeigungen aus allen Teilen unseres 
Volkes zugegangen. Die Schreiber erklärten zumeist, daß sie es gar nicht verstehen könnten, wie die Regierung dem Volke das 
vierte Kriegsweihnachten noch so reich habe richten können, und zogen Vergleiche zu 1917, die sehr schmeichelhaft für die 
nationalsozialistische Kriegführung ausfielen. Man mag daraus ersehen, daß das Regime alles tut, um dem Volke den Krieg 
möglichst erträglich zu machen; aber natürlich nur soweit, als es der Kriegführung selbst nicht schadet. Wir verlangen nicht das 
geringste, was nicht unbedingt nötig ist, und eher zuwenig als zuviel. Aber was wir verlangen, das muß auch eingehalten 
werden, und zwar von jedermann. Niemand kann von der Regierung erwarten, daß sie auf ihn und seine persönlichen Egoismen 
über Gebühr Rücksicht nimmt und ihm gegenüber eine Schonung obwalten läßt, die der Sache schadet. Das ist auch aus 
erzieherischen Gründen gänzlich unangebracht. Wer zuviel geschont wird, der kränkelt, wie Nietzsche sagt, am Ende an seiner 
Schonung. Und es ist auch beileibe nicht so, daß diejenigen, die am wenigsten vom Krieg merken, ihm auch am positivsten 
gegenüberständen und diejenigen, die von ihm am härtesten mitgenommen werden, auch am heftigsten über ihn klagten. Im 
Gegenteil, genau das Umgekehrte ist der Fall: im vordersten Teil der Front wird nur gekämpft, die wenigen aber in der Heimat, 
die vom Krieg keine Notiz nehmen wollen, sind ihm gegenüber auch am anfälligsten. 

Wir wissen, daß die Londoner Propagandisten sich an dieser Feststellung emporranken werden wie der Efeu an der Eiche. Das 
hindert uns nicht daran, sie zu treffen. Die paar gewissenlosen 
125 

Faulenzer unter uns verdienen auch gar nichts anderes, als von den Engländern in Schutz genommen zu werden. Sie könnten 
ihre Sache nicht besser machen, wenn sie von unseren Feinden dafür bezahlt würden. Aber wie kämen wir dazu, sie zu schonen, 
weil man in London für sie plädiert? Sie dort als Kriegsopposition anzusprechen, heißt ihnen zu viel Ehre zufügen. Sie sind 
einfach faul und pflichtvergessen; mit Weltanschauung hat das überhaupt nichts zu tun. Man würde sie auch auf der Feindseite 
in ihrer ganzen Bedeutungslosigkeit erkennen, wenn man wüßte, mit welcher Verachtung das deutsche Volk ihnen begegnet. 
Sie sind der Auswurf unseres Kriegslebens; aber einen politischen Wert besitzen sie in keiner Weise. 

Im übrigen gibt es solche Erscheinungen in allen kriegführenden Ländern, nur mit dem Unterschied, daß sie bei uns nicht 
führen und nicht regieren. Sie haben sich durch ihr eigenes Verhalten selbst zum Zuschauen verurteilt. Sonst aber gleichen sie 
der entsprechenden Schicht in England und in USA. beispielsweise wie ein Ei dem anderen. Sie denken in aller Welt nur in 
gesellschaftlichen, nicht in nationalen oder gar volkhaften Vorstellungen. Ihnen fehlt vollkommen die Kraft der Beständigkeit. 
So wie sie täglich ihren Speisezettel und ihr Amüsement wechseln und ändern möchten, so wechseln und ändern sie auch 
täglich ihre Sympathien und Antipathien, ja ihre Meinungen und Ansichten. Sie nennen sich vielfach konservativ, sind aber 
alles andere als das. Sie stellen das labilste Element der Gemeinschaft dar, und wenn das Volk so dächte und handelte wie sie, 
dann würde es sehr bald aus Mangel an Selbsterhaltungstrieb zugrunde gehen. Sie haben kein Verständnis für ein nationales 
Ringen, in dem der Bestand des Volkes verteidigt werden muß. Sie könnten sich höchstens noch für einen Krieg erwärmen, der 
um ihre persönlichen Interessen geht und der dann vom Volke getragen und durchgeführt werden müßte. Aber ein Krieg um das 
Leben des Volkes selbst, vom Volke in 
126 

seiner Gesamtheit geführt mit dem Entschluß, seinen Sieg allen, besonders aber denen, die seiner am bedürftigsten sind, zugute 
kommen zu lassen, pfui, wie ordinär! Das haben die Nazis vom Bolschewismus gelernt! 

Wir haben es weder von ihm gelernt, noch wird solches im Sowjetsystem angestrebt. Dort führt man Krieg unter brutaler 
Ausnutzung der Volkskraft zugunsten einer kleinen usurpatorischen, meist jüdischen Führungsschicht. Bei uns aber ist der 
Krieg eine Sache des ganzen Volkes. So wie unsere Feinde uns eingestandenermaßen als Volk vernichten wollen, so setzen wir 
uns als Volk dagegen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr. Die kämpfende und arbeitende Gemeinschaft 
dieses Volkes hat ein Anrecht darauf, daß die Führung alle Reserven der Nation dafür mobilisiert. Je kompromißloser sie dabei 
verfährt, um so mehr kürzt sie die Dauer des Krieges ab und beschleunigt sie den Sieg. Jeder, der sich dagegen sträubt oder 
auch nur daran vorbeizudrücken sucht, ist ein Kriegsverlängerer und muß als solcher erkannt und gebrandmarkt werden. Wir 
haben keine andere Wahl, als zu siegen, und es liegt im Interesse unserer Volksgesundheit und Volksmoral, alle verfügbaren 
Kräfte einzusetzen, um so schnell wie möglich zum ersehnten Ziel des siegreichen Friedens zu kommen. Wer das nicht einsieht, 
der muß zu dieser Einsicht gezwungen werden. Wir glauben nicht, daß ein anständiger Patriot etwas dagegen einzuwenden 
hätte. Also laßt uns aufs Ganze gehen! 

Wir haben schon oft in der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung vor einer ähnlichen Notwendigkeit gestanden. 
Auch da mußten wir uns manchmal über viele Hemmungen und Einwände hinweg zur Klarheit unserer Entschlüsse 
durchringen; und hatten wir sie einmal gefaßt, dann fiel es uns wie Zentnerlast vom Herzen herunter. Wir haben diesen Krieg 
nicht gewollt, er wurde uns aufgezwungen. Er ist in seinem Verlauf für uns ein Kampf um Sein 
127 

oder Nichtsein geworden. Das muß jeder von uns wissen. Nicht mehr hinter uns, nur noch vor uns liegt ein Weg. Wir haben es 
mit Gegnern zu tun, die kein Mittel scheuen, uns den Sieg streitig zu machen. Dagegen müssen wir mit einem fanatischen Eifer 
im Kampf und in der Arbeit bestehen. Wenn wir Engelszungen zum Reden hätten, wir würden uns ihrer täglich bedienen, um 



auch dem Letzten in unserem Volke klarzumachen, was in diesem Kriege für uns auf dem Spiele steht, wie nahe wir aber auch 

dem Siege sind, wenn wir alles daransetzen und keine Minute versäumen, um ihm zu dienen. 

Wir Nationalsozialisten sind einmal ausgezogen, um ein Reich zu erobern. Wir wußten genau, daß wir dabei mit unserem 

Leben spielten und daß wir es verlieren würden, wenn wir den Kampf verlören. Das erst gab uns die Kraft, ihn zu gewinnen. 

Heute stehen wir als Volk vor derselben Alternative. Diese Erkenntnis macht uns nicht schwach, sondern stark. Erst das Gefühl, 

auf uns selbst gestellt zu sein, vermittelt auch das Bewußtsein der absoluten und souveränen Sieghaftigkeit. Der Feind will uns 

total vernichten. So laßt uns also total Krieg führen, um total zu siegen. 

Darum muß das Mildeste an uns, wie Friedrich Nietzsche sagt, noch zum Härtesten werden. Wir müssen schon über uns selber 

steigen, hinan, hinauf, bis wir auch unsere Sterne noch unter uns haben. 

128 



Die Optik des Krieges 

24. Januar 1943 

Auch der Krieg hat sein charakteristisches Gesicht. Man entdeckt es vielerorts in der Heimat und überall an der Front. Es gibt 
darin gewisse unverkennbare Züge, die eindeutig dartun, daß eben Krieg ist. Ausländische Beobachter allerdings verweisen dar- 
auf, daß es bei einem flüchtigen Besuch kaum möglich sei, ohne weiteres festzustellen, daß das Reich sich im Krieg befinde. So 
ist es vielfach auch in der Tat. Wer heute unbefangen beobachtend durch die Straßen einer Groß- und mehr noch einer Mittel- 
oder Kleinstadt geht, hat kaum den Eindruck, daß wir Deutschen seit dreieinhalb Jahren um unser Leben kämpfen. Die 
Menschen sehen noch verhältnismäßig gepflegt und erträglich genährt aus, ihre Kleidung und ihr Schuhwerk sind auf den ersten 
Blick im großen und ganzen in Ordnung, die Straßen sauber und, abgesehen von den bombardierten Städten, in einem guten 
Zustand und Kinos, Konzertsäle und Theater überfüllt. Wenn es in den Warenhäusern und Luxusgeschäften auch kaum noch 
etwas Nennenswertes über den eigentlichen Lebensbedarf hinaus zu kaufen gibt, so suchen sie doch durch einige Mühe und 
geschickte Attrappen den Schein eines geordneten Warenangebots aufrechtzuerhalten. Kurz und gut, das äußere Gesicht des 
Krieges in der Heimat ist keineswegs so, daß jeder auf den ersten Blick feststellen kann, es geht um alles. 

Zum Teil halten wir diesen Eindruck nur um des Eindrucks willen aufrecht, und das mag hingehen, zum Teil aber ist er echt, 
was weniger lobenswert erscheint. Wir führen in der Heimat noch in mancher Beziehung ein Leben, das alles andere als 
kriegsgemäß 
129 

ist. Wir wollen hier keine Haarspaltereien anstellen und etwa einen Lebensstil des Krieges propagieren, der rein auf dem 
äußeren Gesicht beruht. Wir brauchen uns als Volk keine Einschränkungen aufzuerlegen, die faktisch von keinem Wert sind, 
aber doch psychologisch die tiefsten Einschnitte in unsere ganze Lebenshaltung sowie Gefühls- und Gedankenwelt vornehmen 
würden. Es wäre beispielsweise grundfalsch, die Theater, Kinos und Konzertsäle zu schließen, um damit darzutun, daß wir im 
Kriege sind und überall der Ernst des Lebens vorherrschen müsse. Wir brauchen den Ernst des Lebens im Kriege nicht eigens 
zu suchen, er findet uns schon sowieso. Aber wo er an uns herantritt, dürfen wir ihm nicht ausweichen. Wenn wir durch 
kriegsgemäße Aufrechterhaltung unseres Kulturlebens den Millionenmassen unseres Volkes in der Heimat und zum Teil auch 
an der Front in dieser schweren Zeit etwas Erholung, Erbauung und auch Entspannung geben können und der dafür notwendige 
Kräfteeinsatz in keinem nennenswerten Verhältnis zu den gesamten sonstigen Kriegsanstrengungen unseres Volkes steht, dann 
wäre es töricht und unverzeihlich, eines starren Dogmas oder bloß des äußeren Eindrucks wegen eine Möglichkeit zum 
seelischen Ausruhen für die breiten Millionenmassen zu zerstören, die mehr Nutzen stiftet, als ihre Beseitigung Vorteile 
verschaffen könnte. 

Man darf uns also nicht dahin mißverstehen, daß wir für einen Lebensstil des Krieges plädieren wollten, der auf rein 
doktrinären Vorstellungen beruht. Wir stehen dem Denken und Fühlen unseres Volkes zu nahe, als daß wir nicht wüßten, was 
es will und was es auch im vierten Jahre des Krieges für zeitgemäß hält und was nicht. Einrichtungen, die nur wenig an Personal 
und Material beanspruchen, dagegen aber Millionen Menschen die Lasten des Krieges etwas erleichtern, dürfen nicht nur, sie 
müssen erhalten bleiben. Wenn beispielsweise der Rundfunk, das Theater und der Film dem ganzen deutschen Volke 
Entspannung und seelische 
130 

Erholung geben, dafür aber nur ein paar tausend Menschen einer anderen kriegswichtigen Tätigkeit entzogen werden, die sie 
nach ihrer ganzen Veranlagung und Erziehung wahrscheinlich nur höchst unvollkommen versehen würden, dann soll man diese 
auch für den Krieg wichtigen Einrichtungen schon im Interesse des ganzen Volkes nicht antasten. Sie sind notwendig auch im 
Sinne einer härteren totalen Kriegsauffassung und Kriegführung. Das beste Kriterium ist hier die Frage, wieviel Kräfte 
einerseits dafür beansprucht werden und wie vielen Menschen andererseits dadurch der Krieg erträglicher gemacht wird. Es soll 
uns also niemand in den Verdacht nehmen, wir hätten die Absicht, eine Art von Bilderstürmerei zu inszenieren. Ein blühendes 



deutsches Kulturschaffen mitten im Kriege, in dem bildende Künste, Theater, Oper, Konzerte, Film, Presse, Rundfunk und 
Schrifttum eine Entfaltung verzeichnen wie nie zuvor, stellt ein überzeugendes Alibi dar für die Lebensnähe unserer 
Auffassungen von der Zweckmäßigkeit einerseits, von der Gebundenheit aber auch andererseits unseres zivilen Lebens im 
Kriege. 

Hier allerdings fängt das Problem an schwieriger zu werden. Denn wir verzeichnen in unserer Öffentlichkeit noch eine Reihe 
von Einrichtungen, die entweder niemandem oder doch nur ganz wenigen einen Vorteil versprechen, dafür aber einen Personal- 
und Materialverbrauch beanspruchen, der in gar keinem Verhältnis zum erzielten Effekt steht. Wir wissen alle, daß es überall 
noch eine Menge von Geschäften beispielsweise gibt, in denen man praktisch kaum noch etwas kaufen kann. Betritt man sie, so 
hat man den Eindruck, mitten im stürmischen Ozean auf einer einsamen Insel zu landen. Nach vielem Suchen entdeckt man 
irgendwo hinter einer Theke einen Eingeborenen oder eine Eingeborene, die auf die naive Frage, ob es noch dieses oder jenes 
zu kaufen gebe, einen genau so verständnislos anschauen wie etwa die Angehörigen eines fremden Völkerstammes, die nur 
Suaheli ver- 
131 

stehen. Für eine oberflächliche Optik des Krieges mag es nützlich und ratsam erscheinen, solche Einrichtungen und damit einen 
gewissen Eindruck aufrechtzuerhalten. Für die harte Praxis des Krieges sind sie zweck- und wertlos. Man gebe sich also einen 
Ruck, löse sie auf und führe ihr Personal einer nützlicheren Betätigung zu. 

Jedermann weiß, daß es in Bars und Schlemmerlokalen nur für die Stammgäste noch etwas zu essen und zu trinken gibt. Sie 
sind meistens an den Fingern einiger Hände abzuzählen. Auf je zehn kommt ein Mann Bedienungspersonal. Die 
NichtStammgäste ärgern sich nur darüber. Sie stehen vor der Türe, finden keinen Platz mehr und sind erbost. Die Optik des 
Krieges gebietet, mit diesem holden Schein Schluß zu machen. Wir haben durchaus nichts gegen einen auch verfeinerten 
Lebensstil einzuwenden; aber alles zu seiner Zeit. Heute, mitten im Kriege, ist er gänzlich unangebracht. Er paßt nicht mehr in 
die Landschaft hinein. So gern wir uns seiner wieder nach dem Kriege erinnern wollen, so lästig ist er uns heute. Also weg 
damit! 

Wir wissen, daß wir damit ein paar tausend Menschen weh tun werden. Aber wir bitten sie, doch zu bedenken, daß es heute 
nicht nur darauf ankommt, das faktische, sondern auch das psychologische Gesicht des Krieges zu wahren. Eine kämpfende Ge- 
meinschaft muß bestimmte Spielregeln beobachten und innehalten, weil sonst der Korpsgeist leidet. Wie an der Front der 
Offizier seinen Männern ein Vorbild an Tapferkeit, aber auch an Kameradschaftlichkeit sein muß, so auch in der Heimat der 
Bessersituierte und sozial Höhergestellte dem weniger vom Glück Begünstigten gegenüber an Fleiß und an Solidaritätsgefühl. 
Das hat gar nichts mit einer muckerhaften Auffassung zu tun. Nichts liegt uns ferner, als einer öden Gleichmacherei das Wort 
zu reden. Aber der Krieg hat nun einmal kraft seines eigenen Gesetzes einen bestimmten Lebensstil geprägt, dem alle sich ein- 
und unterordnen müssen, 
132 

wenn die Gemeinschaft nicht Gefahr laufen will, durch Mangel an nationaler Solidarität aller an ihr Beteiligten schweren 
Schaden zu leiden. 

Wir haben uns berichten lassen, daß in den Bars der wenigen Großstädte, die noch solche unterhalten, ein geradezu trostloses 
Leben herrscht. Zu trinken gibt es kaum noch etwas. Ein ältlicher Klavierspieler strapaziert ein müdes Piano. Die anwesenden 
Gäste sitzen sich schweigend gegenüber, wie bestellt und nicht abgeholt, und versuchen Frieden zu spielen. Wozu der Unfug? 
Man stelle den freundlichen Pianisten der Truppenbetreuung zur Verfügung, das Bedienungspersonal findet sicherlich eine 
nützliche Verwendung in einem kriegswichtigen Betrieb, vielleicht auch in einem Kasino oder einer Werkkantine, und unsere 
Fronturlauber werden sich gewiß freuen, wenn man ihnen in dem aufgelassenen Lokal einen Aufenthalt für die Nacht herrichtet, 
damit sie, auf den nächsten Anschluß wartend, nicht auf den zugigen und unwirtlichen Umsteigebahnhöfen herumzusitzen 
brauchen. 

Man fragt, warum die Regierung das nicht anordnet. Die Regierung kann nicht für jeden Übelstand und für jede Lappalie, 
wenigstens dem Gesamtkriegsgeschehen gegenüber, eigens ein Gesetz herausgeben. Sie muß die Entwicklung des Lebensstils 
im Kriege der Vernunft und Einsicht des Volkes überlassen. Er soll mehr das Resultat der Erziehung als der Gesetzlichkeit sein. 
Man wüßte ja auch nicht, wo man hier anfangen und wo man aufhören sollte. Im einzelnen sind diese Angelegenheiten meist 
von einer sehr untergeordneten Bedeutung; in der Gesamtheit aber ergeben sie das, was wir das Gesicht des Krieges nennen. 
Man irrt auch sehr, wenn man glaubt, man könne durch Aufrechterhaltung einer solchen Scheinwelt dem Ausland imponieren. 
Nichts wirkt heute bei Freund und Feind psychologisch so stark wie die totale und radikale Führung des Krieges an der Front 
wie in der Heimat. Wenn wir gesiegt haben, wird die ganze Welt uns Freund sein; 
133 

unterlägen wir dagegen, dann könnten wir unsere Freunde an einigen Fingern abzählen. 

Wir wünschen uns für den Krieg ein Volk, dessen Lebensauffassung aus Ernst und ruhiger, manchmal sogar auch heiterer 
Gelassenheit gemischt ist. Es soll das Schwere schwer, aber das Leichte leicht nehmen. Es darf vor den Opfern des Krieges 
nicht die Augen verschließen, aber es soll sich dadurch auch nicht erdrücken lassen. Es muß sich stets dessen bewußt bleiben, 



daß wir den Krieg um einer großen, edlen Sache willen führen und daß alles, was uns dabei hilft, gut und kriegswichtig ist. Je 
stärker die Belastungen des Krieges werden, desto solidarischer müssen wir sie auf uns nehmen. Gerade jetzt ist die Zeit, da die 
nationalsozialistische Lehre und Erziehung an uns und um uns wirksam werden sollen. Wir müssen umgekehrt wie im 
Weltkrieg verfahren: 

während damals die lange Dauer des Krieges die Menschen einander mehr und mehr entfernte und entfremdete, muß sie heute 
die Menschen näher und näher zusammenführen. So nur werden wir der wachsenden Schwierigkeiten Herr. Und sie müssen 
überwunden werden, oder wir können unser Ziel nicht erreichen. 

Wenn wir andere kriegführende Völker zum Vergleich heranziehen, wird niemand behaupten wollen, daß wir vom deutschen 
Volke zuviel verlangen. Es gibt neutrale Staaten, in denen heute schlechter gelebt wird als bei uns. Die Verhältnisse im Hinter- 
land der Sowjetunion sind nach allen Augenzeugenberichten so grauenhaft, daß wir uns demgegenüber geradezu eines 
paradiesischen Daseins erfreuen. Wir dürfen uns also nicht beklagen. Es könnte viel schlimmer sein, und wir müßten doch 
durchhalten, weil wir ja nur die Wahl haben, zu kämpfen oder unsere Freiheit und unser Leben zu verlieren. Wir haben alle 
Veranlassung, dem Schicksal dankbar zu sein, daß es uns noch so viele Möglichkeiten läßt, die Lasten des Krieges einander zu 
erleichtern. Aber das ist kein Grund, des Guten zuviel zu tun und für eine gewisse Schicht 
134 

ein Kriegsleben aufrechtzuerhalten, das sich gar nicht so sehr von dem im Frieden unterscheidet. Leider vergessen einige unter 
uns allzu leicht, daß die Überwindung der Gefahr einer unmittelbaren Bedrohung unserer Grenzen nicht auch die Gesamtgefahr 
beseitigt hat und daß uns noch ein gutes Stück Arbeit übrigbleibt, bis wir am Ziel sind. Deshalb müssen wir immer wieder 
darauf verweisen, auch auf die Möglichkeit hin, uns zu wiederholen. Die Grundsätze unserer Kriegführung bleiben sich gleich; 
wir können sie nicht Woche für Woche ändern, bloß um etwas Neues zu bringen. Wir sehen vielmehr unsere Aufgabe darin, sie 
durch ewige Wiederholung zum geistigen Besitz unseres ganzen Volkes zu machen. 

Die tägliche Beschäftigung mit dem Kriege verführt allzu leicht zu einer Ablenkung von seinen Grundthesen. Die oft 
verwirrende Polemik über seine aktuellen Ereignisse verwischt manchmal die geistigen Linien dieses Weltkampfes und läßt 
darum zuweilen die Prinzipien, um die es geht, etwas in den Hintergrund treten. Um so notwendiger aber erscheint es uns, den 
Blick von der entnervenden Tagesarbeit immer wieder darauf zurückzulenken, weil hier auch die Basis unserer geistigen 
Kriegsauffassung liegt. Wir müssen heute schon den Versuch machen, den Krieg unter den Umständen und in dem Licht zu 
sehen, in dem spätere Historiker das tun werden. Dann erst stehen wir seinen tagesbedingten Erscheinungen mit der souveränen 
Sicherheit und gelassenen Ruhe gegenüber, die sie verdienen. Unsere Stellung zum Kriege wird damit gänzlich unantastbar und 
unerschütterlich. Wir erleben dann Politik und Kriegführung der Gegenwart als ein Stück werdender Geschichte, an dessen 
Gestaltung wir selbst direkt oder indirekt mit beteiligt sind, ja wir fühlen uns hier persönlich als eine Art aktiver 
Geschichtsfunktion. 

Das allerdings setzt eine innere und äußere Haltung dem Krieg gegenüber voraus, die über jeden Zweifel erhaben ist. Sie hängt 
135 

nicht von den Ereignissen des Tages ab, sondern sieht sich eingeschlossen in den großen Werdeprozeß unserer Zeit, der unauf- 
haltsam seinen Weg macht, ob wir wollen oder nicht. Wie überall anderswo im menschlichen Leben, so ist auch hier das 
Erkennen der Zusammenhänge die wichtigste Voraussetzung zur richtigen Einschätzung der Tatsachen sowohl wie auch der 
Imponderabilien. Es kommt manchmal ebenso sehr darauf an, zu wissen, wie bedeutend die Dinge vom Volke genommen 
werden, wie ihre echte Bedeutung zu sehen. Im Volkskrieg der Gegenwart spielt die Psychologie der Kriegführung eine 
ausschlaggebende Rolle; jedenfalls ist sie von ungleich viel größerem Belang als je in einem Kriege zuvor. Infolgedessen darf 
auch das optische Bild unseres zivilen Lebens keinen aufreizenden Gegensatz zum eigentlichen Krieg darstellen, sondern muß 
damit weitgehend harmonieren. Dann erst können wir uns als modernes Kriegsvolk fühlen. Unsere Gegner pflegen das äußere 
Gesicht des Krieges in mancher Beziehung ganz besonders, vernachlässigen aber demgegenüber die Tatsachen. Wir rücken, 
was natürlich wichtiger ist, die Tatsachen in den Vordergrund, lassen aber dabei bisweilen die reine Optik etwas zu kurz 
kommen. Das ist ein Fehler, der abgestellt werden kann und abgestellt werden muß. Einige tausend werden uns deshalb gram 
sein, aber unser Volk wird es uns danken. Es sieht daran zu allem Überfluß noch einmal, daß wir nicht nur vom Volkskrieg 
sprechen, sondern ihn auch tatsächlich führen. 

Das neutrale und auch das feindliche Ausland werden daran erkennen, daß wir entschlossen sind, den Krieg, koste es was es 
wolle, zu einem siegreichen Ende zu bringen. Er ist nicht dazu da, den Frieden zu erhalten, sondern den Frieden zu erkämpfen. 
Auch seine Sache muß man ganz machen. Was wir heute am Frieden versäumen, das kommt dem Krieg zugute. Der totalste 
Krieg ist der kürzeste. So wie er unser Bild formt, so formen wir das seine. Bild und Erscheinung aber müssen übereinstimmen. 
136 

So wollen wir also Krieg führen mit allen Kräften. Er soll der Inhalt unseres Kampfes und unserer Arbeit am Tage sein und uns 
in die Träume unserer Nacht begleiten. Dann steht er als harte Pflicht über uns, der wir gehorchen um des kommenden glück- 
licheren Friedens willen. 
137 



Führer befiehl, wir folgen! 

Rede zum zehnten Jahrestag der Machtübernahme 
30. Januar 1943 

Es ist nicht das erste Mal, daß ich in einer schwierigen Stunde unseres nationalen Lebens von dieser Stelle aus vor dem ganzen 
deutschen Volke das Wort ergreife. Im Berliner Sportpalast erlebten wir in den vergangenen 15 Jahren alle Höhen und Tiefen 
der deutschen politischen und im Kriege militärischen Entwicklung. Die Gefahren, die in diesen bewegten anderthalb 
Jahrzehnten das Reich umdrohten, erfuhren von dieser Stelle aus vor dem deutschen Volke ihre Klarstellung, aber hier wurden 
auch, vor dem ganzen Volk die entscheidenden Entschlüsse zu ihrer Behebung proklamiert. Niemals sah dieser Saal eine 
Gefolgschaft, die entmutigt oder ohne Hoffnung gewesen wäre. Viele Schläge haben wir m diesen fünfzehn Jahren von unseren 
Feinden empfangen; aber jedesmal noch haben wir Schlag mit Gegenschlag beantwortet. Wer erinnert sich nicht der 
ungezählten Gelegenheiten, da die Partei oder der nationalsozialistische Staat in eine mehr oder weniger große Krise 
hineingeraten waren und ihre Feinde glaubten, nun endgültig über sie triumphieren zu können! Sie haben immer noch zu früh 
triumphiert. 

Feindliche Männer und Kräfte, die heute schon vollkommen aus unserem Gedächtnis entschwunden sind, deren Namen und Be- 
zeichnungen man sich kaum noch erinnert, sind uns in diesen fünfzehn Jahren entgegengetreten. Die Zeit ist über sie hinwegge- 
schritten. Wir aber sind geblieben. Wir sind mit allen Gefahren und Krisen fertig geworden. Und so, wie das in der 
Vergangenheit war, so wird es auch in der Gegenwart und in aller Zukunft sein. Wir 
138 

haben uns nie dazu hergegeben, auftauchende Schwierigkeiten vor dem Volke zu verkleinern oder gar zu verleugnen. Im 
Gegenteil, es war immer ein Zeichen unseres ungebrochenen Kraftgefühls, jede Gefahr vor unserer Anhängerschaft und vor 
dem ganzen deutschen Volke klar aufzuzeichnen, damit die Partei und unser Volk sich dagegen wappne und bereitstelle. Es ist 
immer eine Frage der inneren Selbstsicherheit und der kämpferischen Entschlossenheit, ob eine Bewegung oder ein Volk mit 
manchmal auch übermächtig scheinenden Schwierigkeiten fertig werden. Sind sie bereit und fest gewillt, dagegen ihre ganze 
innere und äußere Kraft zur Anwendung zu bringen, dann werden sie sie auch immer überwinden. Nur wenn sie vor den 
Gefahren kapitulieren, kommen sie darin um. Für uns aber war es seit jeher feststehender und unumstößlicher Grundsatz, daß 
das Wort Kapitulation in unserem Sprachschatz nicht existierte. Dabei verbleiben wir und werden wir immer verbleiben! 
Wenn ich in dieser bewegenden Stunde am 10-Jahrestag der Machtübernahme durch den Führer von der Tribüne des Berliner 
Sportpalastes aus zu Ihnen und über die Ätherwellen zum ganzen deutschen Volke spreche, so erfüllt mich das gerade heute mit 
tiefer Ergriffenheit. Ich stehe wiederum auf diesem Podium, auf dem Geschichte gemacht worden ist. Als wir zum ersten Male 
in diese weite, geräumige Halle Einzug hielten, wurde damit eine politische Kampfarena eröffnet, in der in der Folgezeit die 
entscheidenden Auseinandersetzungen um die Macht in Deutschland ausgetragen wurden. Ich weiß nicht, wieviele hundert 
Male der Führer und wir, seine nächsten Mitarbeiter, von dieser Stelle aus in hellen und in dunklen Stunden zu Ihnen, zur 
nationalsozialistischen Bewegung in Berlin, und mit einer Tiefenwirkung weit in das Reich hinein zum ganzen deutschen Volke 
gesprochen haben. Hier fand das Ringen um die Macht in der Reichshauptstadt seinen prägnantesten Ausdruck; hier erlebten 
wir die hinreißenden Stun- 
139 

den nationalsozialistischer Kampfbegeisterung, aber auch einer wilden Entschlossenheit, wenn sich Gefahren und 
Schwierigkeiten bergehoch vor uns auftürmten. Hier versammelten wir uns in Stunden stärkster Belastung und härtester 
Willenskraft, in denen wir uns gegen unsere Gegner behaupten mußten, wenn sie uns Nackenschläge versetzt oder auch 
empfindliche Niederlagen beigebracht hatten. 

Wie es damals war, so ist es heute. Von diesem Podium aus gingen und gehen die zündenden politischen Parolen ins Volk 
hinein, die die Nation zu einem fanatischen Kampfeswillen zusammenschlössen und zusammenschließen. 

Wieder befindet sich das deutsche Volk mitten im schwersten Ringen um sein Schicksal. Seine traditionellen Feinde, mit denen 
wir uns bis zum Jahre 1933 so oft, manchmal unter den aussichtslosesten Bedingungen, aber am Ende doch immer siegreich, 
auseinandersetzen mußten, haben sich wieder gegen uns zusammengefunden. Die alte, uns wohlbekannte Feindkoalition ist aufs 
Neue erstanden, nur, daß dieses gigantische Ringen um unser Leben nunmehr überkontinentale Formen angenommen hat. 
Kampf war damals die Parole der nationalsozialistischen Bewegung von Anfang an, und Kampf ist unsere Parole bis zum 
heutigen Tage geblieben. Wie uns damals nichts geschenkt wurde, so wird uns auch heute nichts geschenkt. Wir müssen uns 
alles selbst erobern und erarbeiten. 

In der Stunde der augenblicklichen schwersten Kämpfe im Osten glaubt der Gegner wieder einmal, über uns triumphieren zu 
können. Die englischen und USA-Blätter wiegen sich in diesen Tagen in einer selbstgefälligen Sicherheit, als ständen 
Plutokratie und Bolschewismus kurz vor Erreichung ihres Zieles. Das internationale Judentum frohlockt. Die feindlichen 
Zeitungen lügen das Blaue vom Himmel herunter, in Deutschland sei der Ausnahmezustand proklamiert worden, die Nation 
falle auseinander u.a. Ich kann dagegen feststehende Tatsachen konstatieren: Es herrscht in 



140 

Deutschland nur der Zustand einer totalen Bereitschaft unseres Volkes zur Konzentration seiner Kräfte auf den Krieg und auf 

die Erringung des Sieges. In dieser festen und fanatischen Entschlossenheit ist sich das ganze deutsche Volk einig. Aus den 

Breiten und Tiefen unserer Nation dringt der Schrei nach totalster Kriegsanstrengung im weitesten Sinne des Wortes an unser 

Ohr. Wie wir vor dem 30. Januar 1933 alle Kraft der Erringung der Macht widmeten und damit auch an die Macht kamen, so ist 

es heute unser harter Entschluß, alle Kraft der Nation der Erringung des Sieges zu weihen. Und wir sind fest davon, überzeugt, 

daß wir ihn damit auch, schneller, als manche denken mögen, erringen werden. 

Wir wollen von nun an nichts mehr versäumen und alles nur Erdenkbare tun, um den Sieg zu beschleunigen. Es ist uns dabei 

vollkommen gleichgültig, wenn unsere Feinde uns in unserer Entschlossenheit nicht ernst nehmen. Vom Feind unterschätzt zu 

werden ist immer eine gute Hilfe im Kriege. Man wird die Ergebnisse unserer fanatischen Arbeit auf der Feindseite, schneller 

als man denkt, schon im weiteren Kriegsverlauf kennenlernen. 

Wie im Kampf um die innere Macht stürmt auch in diesem gigantischen Ringen das Judentum von zwei Seiten gegen uns an. 

Der Bolschewismus schickt seine Massenheere vor, und die Plutokratie läßt ein Trommelfeuer von Lüge und verleumderischer 

Propaganda auf uns niederprasseln. Der Kampf um unser Leben naht sich seinem dramatischen Höhepunkt. Es ist nicht nur ein 

Ringen um die Freiheit und Sicherheit der deutschen Nation, sondern eine gigantische Auseinandersetzung um das zukünftige 

Schicksal Europas, ja des ganzen zivilisierten Abendlandes. 

In diesem Zeichen steht der 30. Januar 1943, der Zehnjahrestag der nationalsozialistischen Machtübernahme. Vor zwanzig 

Jahren, am 9. November 1923, erlitt die Partei ihre furchtbarste Katastrophe. Wer spricht heute noch von ihren Folgen? Sie hat 

sie durch den glänzendsten Sieg unserer inneren Geschichte wieder 

141 

wettgemacht. Heute stehen wir im Zeichen des schwersten Schicksalskampfes unseres Volkes auf den Schlachtfeldern. Es ist 
geradezu von symbolischer Bedeutung, daß der junge nationalsozialistische Staat am Zehnjahrestag seines inneren Sieges der 
gegenwärtigen schweren Belastung unterworfen wird. 

Es ist klar, warum unsere Feinde von allen Seiten wie verzweifelt gegen das neue Reich anrennen. Sie wollen in Deutschland 
keinen Volksstaat dulden. Das ist der einzige Grund, warum Plutokratie und Bolschewismus uns zu diesem Krieg gezwungen 
haben. Die demokratische Republik, die aus dem Friedensvertrag von Versailles hervorging, wurde von den ewigen Feinden 
des Reiches nicht angegriffen, weil sie nur von ihren Lakaien geführt wurde. Sie war schwach und ehrlos. Wir waren ein 
Helotenvolk geworden, ohne innere Widerstandskraft, wehrlos den Ausplünderungsversuchen unserer Feinde preisgegeben. 
Der Nationalsozialismus hat hier Wandel geschaffen. Was er innerpolitisch begründete, muß er nun heute außenpolitisch und 
militärisch verteidigen. In diesem Kampf um Sein oder Nichtsein geht es nicht um eine Staatsform, sondern um unser nationales 
Leben. Wir haben nur noch die Wahl zwischen einem Sklavendasein und dem Dasein eines freien Volkes im sozialistischen 
Gemeinschaftsstaat. Dieser Krieg stellt uns also vor die geschichtliche Aufgabe, das außenpolitisch und militärisch zu 
bestätigen, was wir vor zehn Jahren innerpolitisch erkämpft haben. 

Ich brauche kein Wort zu verlieren über unsere fanatische Entschlossenheit, nunmehr alle Kräfte des deutschen Volkes zum 
Vernichtungskampf gegen den Bolschewismus auszuschöpfen und anzusetzen. Die gigantische zweite Winterschlacht im Osten 
ist für die deutsche Nation das Fanal zum totalen Krieg. Fünfundzwanzig Jahre hat die Sowjetunion gerüstet, um dieses Ringen 
militärisch vorzubereiten. Der Bolschewismus machte aus Menschen Roboter des Krieges. Wenn wir 1936 die Parole ausgaben: 
„Erst Kanonen, 
142 

dann Butter!", dann hat der Bolschewismus sie seit fünfundzwanzig Jahren übersteigert durch die Parole: „Soziales Elend, 
Hunger und Massennot, aber fußend darauf nur Waffen, Kanonen und Rüstung 1" Gegen diese abnorme militärische Drohung 
müssen wir uns mit unserer ganzen nationalen Kraft zur Wehr setzen, wenn wir nicht unsere Freiheit und unser nationales 
Leben verlieren wollen. Mitten in den Riesenaufmarsch Stalins fuhr das deutsche Schwert hinein. Heute kämpfen unsere 
Truppen tief im Feindesland. Ein ganzer Erdteil liegt drohend vor uns. Wir haben ihn in den triumphalen Siegen zweier 
Sommer zu einem bedeutenden Teil in unsere Hand gebracht. Wie im vergangenen Kriegswinter im Osten, so müssen wir das 
Eroberte in diesem zweiten Kriegswinter im Osten elastisch und unter übermenschlichen Prüfungen verteidigen. Ein zweites 
Mal also liegt das deutsche Soldatentum in seiner Widerstandskraft und in seinem Heroismus auf der Wage der 
Schicksalsgöttin. 

Unser Vertrauen zu unseren Soldaten ist unbegrenzt. Sie waren und sind dem bolschewistischen Gegner überlegen. Sie 
verfechten die bessere Sache mit dem tieferen Glauben. Sie haben schon im vergangenen Winter ihre Überlegenheit in 
überzeugendster Weise unter Beweis gestellt. In diesem Winter stehen sie in einem neuen Abwehrkampf von unvorstellbarer 
Härte. Die übermenschlichen Belastungen und Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, haben die Heimat zu letzten Entschlüssen 
reif werden lassen. Es gibt niemanden mehr zu Hause, der nicht von dem fanatischen Willen beseelt wäre, durch seine Arbeit 
und durch seinen Siegesglauben dieser kämpfenden Heldenfront würdig zu sein. 



Die deutsche Führung hat die Härte und Schwere dieses Kampfes in aller Offenheit vor dem Volke und vor der Welt dargelegt. 
Die Heimat antwortet darauf mit dem festen Willen zum höchsten Krafteinsatz. Jeder zu Hause fragt sich nur noch, was er tun 
kann, um unseren Soldaten zu helfen, das Reich zu beschützen und den 
143 

Sieg zu erkämpfen. In ungezählten Briefen aus allen Schichten unseres Volkes dringt der Schrei nach der totalsten 
Kriegsanstrengung an unser Ohr. Millionen noch unausgeschöpfter oder nicht ganz ausgeschöpfter Energien stehen bereit, um 
sich in den riesigen Kriegsprozeß unseres zivilen Lebens einzuschalten. Sie mobilzumachen, ist das Gebot der Stunde. 
Wenn der Feind glaubte, uns durch einige Schläge entmutigen zu können, so irrt er sehr. Diese Schläge waren und sind für uns 
nur ein Alarmsignal zum totalen Krieg, zu dem wir nunmehr fest entschlossen sind. 

Partei und Staat werden in der Vorbereitung des totalen Krieges beispielhaft vorangehen. Es sind Maßnahmen getroffen worden 
und es werden deren in den nächsten Tagen noch getroffen werden, die den totalen Kriegseinsatz organisieren und praktisch 
durchführen sollen. Die Lage gebietet, daß wir schnell und rücksichtslos handeln. Unsere nationalsozialistische Parteigeschichte 
ist ein einziger Beweis dafür, daß wir Nationalsozialisten das können und immer, wenn es nötig ist, auch die Kraft dazu 
aufbringen. Die Partei wird, wie stets in großen nationalen Schicksalsstunden, der Motor dieser grandiosen Umstellung des 
Lebens und der Arbeit unserer Heimat sein. Ihr revolutionärer Elan wird das Tempo dieses umwälzenden Prozesses bestimmen. 
Die Führung erwartet vom ganzen Volke, daß nicht nur Befehle und Gesetze durchgeführt werden. Jeder stellt sich darüber 
hinaus für jede kriegsnotwendige Mitarbeit zur Verfügung, weil er weiß, daß er vom Führer dazu aufgerufen ist. Die 
Kriegsgesetze sind selbstverständlich für alle bindend. Ausnahmen können nicht gemacht werden. Ob Hochgestellt oder 
Niedrig, ob Arm oder Reich, im Lebenskampf des deutschen Volkes ist keiner zu schade, seine ganze Kraft und alles, was ihm 
gehört, zum Einsatz zu bringen. Gegen Saboteure unserer Kriegführung sind wir bisher mit härtesten Strafen vorgegangen und 
werden das auch in Zukunft 
144 

tun. Aber sie verdienen kaum eine öffentliche Brandmarkung, da sie zahlenmäßig überhaupt nicht ins Gewicht fallen. Wir 
brauchen nur an den Idealismus, den Fanatismus und die Anständigkeit des deutschen Volkes zu appellieren, und wir besitzen 
eine Gefolgschaft, die die ganze Nation umfaßt. Wenn wir also am 30. Januar vor die Welt hintreten, um zum Zehnjahrestag 
unserer Revolution unsere Entschlossenheit, diesen Kampf mit allen gebotenen Mitteln bis zum siegreichen Ende fortzusetzen, 
zu bekunden, so soll die Welt wissen, daß hinter unseren Worten schon die Taten stehen. 

Wir befinden uns mitten in der dramatischen Entscheidung der geschichtlichen Auseinandersetzung des 20. Jahrhunderts. Un- 
geheures haben unsere Soldaten geleistet. Ungeheures bleibt ihnen immer noch zu tun übrig. Unter den unvorstellbaren 
Belastungen eines zweiten Kriegswinters im Osten kämpfen sich unsere heldenhaften Truppen tapfer, zäh und verbissen durch 
alle Gefahren und übermenschlichen Schwierigkeiten hindurch. Die Sowjetunion wirft ihnen Menschen- und Materialmassen 
entgegen, die unerschöpflich scheinen. Wir müssen uns in diesem Kampf behaupten, wenn das deutsche Volk nicht sein Leben 
verlieren will. Wiederum ist dieses Riesenringen vielen Schwankungen und Zufälligkeiten ausgesetzt. Wir kennen das, denn wir 
haben es zu oft in der Zeit vor der Machtübernahme, wenn auch in bescheidenen Dimensionen, erlebt. Wir wissen aber auch, 
daß, wenn ein Volk von kampfentschlossenen Männern und Frauen bereit ist, koste es was es wolle, für sein großes Ziel 
einzutreten und dafür zu kämpfen, es dieses am Ende auch erreichen wird. Krisen und Schwankungen kommen und vergehen. 
Aber ewig bestehen bleibt eine Nation, die sich tapfer, mutig und unbeirrt den Weg nach oben bahnt. 

Dieselben Gegner wie damals stehen uns heute wieder gegenüber. Sie wenden dieselben Methoden an, um uns zu überlisten und 
niederzuringen. Dieselben Krisen und Beängstigungen wie 
145 

damals stürzen auf uns ein; aber an ihrem Ende wird einmal, wie damals, derselbe Sieg stehen. 

Dieser Krieg ist ein nationaler Verteidigungskrieg. Er ist uns von unseren Feinden aufgezwungen worden. Sie wollen uns 

niederschlagen, um uns wieder auf die Stufe eines Sklavenvolkes herabzudrücken. Dagegen gibt es nur ein Mittel: eisernen 

Verteidigungswillen. Der Kampf muß und wird durchgestanden werden. Am Ende winkt uns, daran glauben wir fest und 

unverbrüchlich, der große Sieg. Auch dieser Winter wird zu Ende gehen. Der Führer leitet die gigantische Abwehrschlacht im 

Osten. Wenn sie auch unter denkbar schwierigen Umständen vor sich geht, so setzen wir doch unser festes und gläubigstes 

Vertrauen in seine Führung und in die geschichtlich bewährte Tapferkeit unserer Soldaten. 

Wie es uns so oft gelungen ist, auch die härtesten Belastungen zu überwinden, so wird es uns auch diesmal gelingen, und 

wiederum wird sich an uns das Wort des Philosophen bewahrheiten, daß das, was uns nicht umbringt, uns nur stärker macht. 

Der Führer wendet sich an diesem geschichtlichen Erinnerungstag in einer Proklamation an das deutsche Volk. Von seinem 

Hauptquartier aus richtet er seinen Appell an die Nation. Es ist für mich in dieser denkwürdigen Stunde eine stolze Ehre, vor 

dem ganzen deutschen Volke die Proklamation des Führers zur Verlesung bringen zu dürfen. 

Sie enthält alles das, was wir in dieser Stunde wissen müssen und die Befehle, auf die das deutsche Volk mit Ungeduld gewartet 

hat. Hier finden wir die Parolen des Kampfes und einer wilden Entschlossenheit, die unsere Herzen erheben und unsere Ge- 



müter stärken und aufrichten. Die deutsche Nation weiß nun, was sie zu tun hat. Ein kriegführendes und kriegsbereites Volk 
geht jetzt wieder an die Stätten seines Kampfes und seiner Arbeit zurück. 
Gläubiger denn je wollen wir uns dabei vor allem in diesen 
146 

schicksalhaften Stunden dem Führer verpflichtet fühlen. Kürzlich fragte ein englischer Journalist, woher wir Nationalsozialisten 

immer wieder die Kraft nehmen, so stark und unerschütterlich in allen Schwankungen des Kriegsglücks an die Sicherheit des 

Sieges zu glauben. Ich will dem Fragesteller unsere nationalsozialistische Antwort geben: 

Wir Nationalsozialisten glauben an den Sieg, weil wir unser Volk kennen, dem wir entstammen. Wir glauben an den Sieg, weil 

wir überzeugt sind, daß dieses Volk bei richtiger politischer Führung jede Gefahr und jede Belastung überwinden wird. Wir 

glauben an den Sieg, weil wir die unerschöpflichen materiellen und seelischen Hilfsmittel und Reserven dieses Volkes kennen, 

die wir selbst erweckt, aufgebaut und organisiert haben. Wir glauben an den Sieg, weil uns unsere Feinde nicht unbekannt sind, 

weil wir genau wissen, was an ihren Drohungen und Prahlereien Schein und was Wirklichkeit ist. Wir glauben an den Sieg, weil 

wir uns schon einmal mit diesen Feinden auseinandergesetzt haben. Damals schien es uns manchmal, als sei unsere Sache 

aussichtslos; und am Ende erlebten wir dann doch immer wieder, daß wir stärker waren als sie, wenn wir nur unsere Kraft 

gebrauchten und gläubig und treu auf den Führer vertrauten. 

Wir glauben aber vor allem an den Sieg, weil die deutsche Nation diesmal weiß, worum es geht. Sie umgibt sich in diesen 

harten Proben ihres politischen und militärischen Charakters mit einem Stahlpanzer gegen alle feindlichen Einflüsterungen und 

Versuchungen. Sie reichen nicht bis an ihr ehernes Herz heran. 

Wir sind entschlossen, hart zu bleiben und verbissen zu arbeiten und zu kämpfen, bis der Sieg in unseren Händen ist. 

Ist es nötig, unter Deutschen und vor allem unter Nationalsozialisten noch das letzte und überzeugendste Argument für unseren 

unerschütterlichen Glauben an den Sieg anzuführen? Wir glauben an den Sieg, weil wir den Führer haben. Er hat uns 

147 

Nationalsozialisten von 1919 bis zu dieser Stunde geführt. Durch welche Gefahren sind wir nicht mit ihm hindurchgeschritten, 
und waren am Ende doch immer siegreich! Wieviele Schläge haben wir nicht im Kampf um ein neues Deutschland empfangen, 
aber wieviele Schläge haben wir nicht auch zurückgegeben! Die stolze Kette unserer geschichtlichen Erfolge von 1919 bis zu 
dieser Stunde ist ein einziger überzeugender Beweis für die tiefe Berechtigung unseres unerschütterlichen Glaubens an den 
totalen Endsieg des deutschen Volkes und seiner Verbündeten über die Tyrannei der internationalen Plutokratie und die frechen 
Bedrohungen durch den jüdischen Bolschewismus. 

Wenn wir also heute auf den Führer schauen, so sehen wir gerade in ihm die sichere Garantie dieses kommenden Endsieges. 
Was bedeuten seiner geschichtlichen Erscheinung gegenüber die politischen Glücksritter vom Schlage eines Churchill oder 
Roosevelt oder Stalin. Wir wissen ganz genau, daß die weltentscheidende Auseinandersetzung dieses Krieges zwischen dem 
nationalsozialistischen Reich und der bolschewistischen Sowjetunion fallen wird. Auch im Ringen um die Macht war es so. Bis 
zum Tage der Machtübernahme haben wir mit dem Kommunismus kämpfen müssen, ja, noch lange darüber hinaus. Und immer 
standen die Dinge auf Spitz und Knopf. Aber dann kam doch endlich die sehnlichst erwartete, beseligende Stunde, in der die 
Göttin der Geschichte uns für alle Mühen und Sorgen, für allen Mut und für alle überstandenen Gefahren den Lorbeer des 
Sieges reichte. 

Wer weiß, wann und wo wir in diesem Kriege zur letzten Entscheidung gerufen werden! Je fester wir an ihren siegreichen Aus- 
gang glauben, und je fanatischer wir dafür kämpfen und arbeiten, um so sicherer wird sie unser sein. 
Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen! 

An diesem Tage scharen wir uns mit dem ganzen deutschen Volke in gläubigem Vertrauen um unseren Führer. Vor allem seine 
148 

alte Kämpferschar entbietet ihm heute aus bewegtem Herzen die tiefsten Gefühle ihrer Verehrung, ihres blinden Vertrauens, 

aber auch ihrer heißen, unauslöschlichen Dankbarkeit. Er hat uns durch die Fährnisse dieser stürmisch bewegten Zeit 

hindurchgeführt. Er hat das Reich aus dem Nichts heraus wieder zur Großmacht emporgehoben. Es würde zertreten am Boden 

liegen, wenn er nicht gekommen wäre und uns zur Besinnung aufgerufen hätte. Weil er uns auch heute voranschreitet, darum 

sehen wir den Weg zum Siege offen. 

So wollen wir denn zum zehnten Jahrestag unserer Revolution in dieser dramatischen Stunde unseres Gigantenkampfes gegen 

unsere alten Feinde beim Gedächtnis an unsere innere Erhebung nur die eine Bitte an den Allmächtigen richten, uns den Führer 

gesund und voll von Kraft und Entschlußfreudigkeit zu erhalten. Wir wissen, daß wir dann alle Gefahren überwinden und am 

Ende Sieg und Frieden erringen werden. 

Der Glaube versetzt Berge. Dieser bergeversetzende Glaube muß uns alle erfüllen. Er treibt uns zur Arbeit und zum Kampfe für 

Volk und Reich an. 

An der Stelle, an der ich jetzt stehe und zum deutschen Volk spreche, wurde zum ersten Male vor unserer alten Kämpferschar in 

schweren und kritischen Notzeiten das Wort ausgesprochen, das uns all die folgenden Jahre bis zu dieser Stunde treu begleitet 

hat. Heute steht es wieder als Mahnung und Forderung über uns und unserer Bereitschaft. Wieder ist eine Zeit der Belastung 



und des höchsten Einsatzes über Reich und Volk gekommen. Mehr denn je ist es da notwendig, die Blicke der Nation auf den 

Mann zu richten, der für uns die Verkörperung unserer fanatischen Entschlossenheit, unseres ungebrochenen Kampfeswillens 

und unserer riefen Gläubigkeit ist. 

So rufe ich denn dem Führer im Namen des ganzen deutschen Volkes am zehnten Jahrestag der inneren Erhebung durch unsere 

149 

Revolution für den schwersten Kampf um unsere äußere Freiheit unsere alte Parole als Bestätigung unserer zu allem 

entschlossenen Bereitschaft zu: Führer befiehl, wir folgen! 

Wir erheben uns von unseren Plätzen. Mit uns erhebt sich das ganze deutsche Volk in Ehrfurcht vor seinen Helden und grüßt 

den Führer in diesem Augenblick fanatischen Kampfeswillens mit unserem alten Gruß: Adolf Hitler — Sieg Heil! 

150 



Der Blick nach vorne 

31. Januar 1943 

Der Krieg eilt, vielleicht schneller, als wir ahnen, seinem dramatischen Höhepunkt zu. Das gigantische Ringen um unser Leben 
ist in ein Stadium eingetreten, das es uns nicht mehr zu erlauben scheint, vor den Notwendigkeiten, die aus der allgemeinen 
Lage entspringen, die Augen zu verschließen. Wir Deutschen haben seit langem von allen Illusionen Abschied genommen, die 
einen mit Wehmut, die anderen mit Ingrimm und Zorn. Alle aber sind wir uns einig darüber, daß wir über das bisher Geleistete 
hinaus etwas Außerordentliches tun müssen, um das so heiß ersehnte Ziel des siegreichen Friedens so schnell und so gründlich 
wie überhaupt nur möglich zu erreichen. Nur vollkommen hinter der Zeit und ihrer Entwicklung zurückgebliebene Menschen 
wollen das nicht einsehen. Sie sonnen sich noch in einem verspäteten Glanz des vergangenen Friedens, ohne den Mut 
aufbringen zu können, für das aus der nebligen Dämmerung des aufgehenden Morgen hervorbrechende Licht zu kämpfen. 
Diese Menschen sind für die Gestaltung und Formung der Zeit von keinem Belang. Die ewigen Deutschlandstreiter haben 
wieder das Wort, an der Front wie in der Heimat; sie bestimmen den Kurs der deutschen Politik und Kriegführung drinnen und 
draußen. 

Das allgemeine politische Klima fängt wieder an, uns rauh und unerbittlich anzugehen. Wer noch von leichten Siegen träumt 
oder auf ein Wunder wartet, hat nicht verstanden, worum es sich jetzt handelt. Die aus der längeren Dauer des Krieges 
erwachsenden Schwierigkeiten an der Front und zu Hause haben uns die Augen 
151 

geöffnet für die notwendigen harten Entschlüsse, die bereits gefaßt sind oder noch gefaßt werden müssen. Die neuen Lasten, die 
wir uns in unserem Kampf zur Erhaltung und Verbreiterung unseres nationalen Lebens aus eigenem Entschluß freiwillig 
auferlegen, sind schwer und greifen wiederum tief in das Dasein jedes Einzelnen von uns ein; sie müssen deshalb gerecht 
verteilt werden, um erträglich zu wirken. Es ist für die Nation besser, ein Jahr in geflickten Kleidern als vielleicht ein 
Jahrhundert in Lumpen zu gehen. Wir müssen auf die letzten Reste eines bequemen Lebens verzichten, um das Leben unseres 
Volkes zu verteidigen und es durch den kommenden Sieg so zu erweitern und zu sichern, daß es nie mehr gefährdet und 
erschüttert werden kann. Wir besitzen viel mehr Kraft, als wir heute zu wissen scheinen, jedenfalls mehr, als wir augenblicklich 
zur Anwendung bringen, um dem Krieg die entscheidende Wendung zu geben. Gewisse Teile unseres Volkes haben sich bisher 
zu viel geschont und sind durch diese Schonung angekränkelt worden. Der rauhe Wind, der uns um die Nase weht, wird diese 
Zimperlichkeiten bald wegblasen. Je eher wir das einsehen, um so besser für uns alle. 

Wenn heute jeder Deutsche männlichen und weiblichen Geschlechts vom 16. bis zum 65. bzw. vom 17. bis zum 45. Lebensjahr 
durch Gesetz gezwungen wird, eigene Arbeit und Leistung als persönlichen Beitrag zum Kriege und damit auch zum Siege 
zuzusteuern, so entspricht das nur einem Gebot nationaler Moral. In den anderen kriegführenden Ländern ist das schon längst 
der Fall. Wir haben das bisher aufgeschoben, weil wir es nicht unbedingt nötig hatten. Jetzt aber ist es unvermeidlich geworden, 
und darum wird es angeordnet. Wir glauben nicht, daß es jemanden gibt, der die Absicht hätte, sich dem kategorischen 
Imperativ dieser nationalen Pflicht zu entziehen. Im übrigen wollen wir nicht hoffen, daß sich ein Mann oder eine Frau 
angesichts der ungeheuren Opfer, die die Front täglich zu bringen hat, im Ernst sträuben würden, 
152 

dem Appell der Staatsführung gern und willig nachzukommen. Das ist doch das Mindeste, was wir von jedem Deutschen ver- 
langen können und müssen, daß er wenigstens seine Arbeitskraft der Gemeinschaft in ihrer schwersten Zeit zur Verfügung 
stellt. Ein Versuch zum Ausweichen wäre hier ganz unverzeihlich und würde jeden, der ihn unternehmen wollte, mit dem Makel 
einer unauslöschlichen Schande bedecken. Wenn also jemand glaubt, dem Arbeitsamt ein nichtssagendes Attest seines 
Hausarztes statt seiner Arbeitskraft zur Verfügung stellen zu können, so verkennt er damit nicht nur den Ernst der zwingenden 
Notwendigkeit, vor die wir alle gestellt sind, sondern auch den Grad der Entschlossenheit, mit der wir solchen Desertionen aus 
der Gemeinschaft unseres Volkes zu begegnen wissen. 



Je schwerer unsere Lasten im Kriege werden, desto gerechter müssen wir sie verteilen und desto solidarischer tragen. Keiner hat 
mehr das Recht, eine persönliche Freiheit für sich zu beanspruchen, deren Verlust überhaupt nichts bedeutet der entferntesten 
Möglichkeit gegenüber, daß wir unsere nationale Freiheit verlieren könnten. Und darum geht es. Es hat gar keinen Zweck, 
darum herumzureden, und nichts wäre schädlicher, als wenn wir uns im vierten Jahre des Krieges mit seinen ungeheuren 
Belastungen für das ganze Volk gegenseitig noch etwas vormachen wollten. Wir müssen den Mut haben, die Dinge so zu sehen, 
wie sie sind. Der Krieg steht in seinem härtesten Stadium, und er verlangt demgemäß von uns eine Bereitschaft, die überhaupt 
nicht mehr zu überbieten ist. Alles Große auf dieser Welt ist in seinem Werden mannigfachen Gefahren und Krisen ausgesetzt, 
und darin gerade zeigt sich sein Charakter der Größe, daß es diese, wo sie auch anfallen mögen, überwindet. Aus der Lethargie 
eines stumpfsinnigen Dahinlebens schöpfen wir nicht die Kraft dazu; sie muß aus unserem Willen wachsen und wo sie nicht 
unbewußt in uns lebt, müssen wir sie bewußt pflegen. Es wäre geradezu verantwortungslos, die 
153 

Front weiterhin so übermenschlichen Belastungen auszusetzen, einem Teil der Heimat dagegen eine ganz unzeitgemäße 
Schonung angedeihen zu lassen. Das würde die Front nicht verstehen, und dem besagten Teil der Heimat würde es nur schlecht 
bekommen. 

Wir wissen, daß wir durch die getroffenen und demnächst noch zu treffenden Maßnahmen tief in das Leben, manchmal auch in 
das Familienleben jedes Einzelnen eingreifen. Das ist sehr bedauerlich, aber leider nicht zu vermeiden. Andere kriegführende 
Völker haben viel schwerere Lasten zu tragen und nehmen sie auf sich. Sollten wir vielleicht akute Gefahren über das Reich aus 
Säumigkeit heraufbeschwören, nur weil unsere Führung nicht über denselben Vorrat an Zivilcourage verfügt wie die ihre? Das 
wird niemand von uns verlangen oder auch nur erwarten können. Im übrigen arbeiten im deutschen Wirtschaftsprozeß auf den 
verschiedensten Sektoren seit Jahr und Tag Millionen von Frauen, deren Männer an der Front stehen und die darüber hinaus zu 
Hause eine Schar von Kindern betreuen müssen. Sie haben ein Recht, von uns zu fordern, daß sie nicht alle Last allein tragen, 
sondern diejenigen, die bisher kaum etwas für den Krieg geleistet haben, in entsprechendem Umfang daran beteiligt werden. 
Sollte es jemanden unter uns geben, der das nicht verstehen wollte, so könnte er uns nur leid tun. Aber Rücksicht werden wir 
auf ihn in keiner Weise nehmen; dazu ist die Zeit nicht angetan. 

Die Härte der Lebensauffassung im Kriege ist beim Einzelnen nicht nur eine Sache des Charakters, sondern auch eine solche 
der Erziehung. Menschen, die nur im Genuß den Sinn des Daseins erblicken, werden sich nur sehr schwer dazu aufraffen 
können. So sehr man im Frieden geneigt sein mag, ihrer besonderen Veranlagung zur Bequemlichkeit Rechnung zu tragen, so 
wenig wird das im Kriege der Fall sein dürfen. Man komme uns auch nicht mit dem Einwand, unsere Soldaten sähen es nicht 
gerne, daß die deutschen Frauen zu Hause arbeiten. Unsere Soldaten wollen, daß der 
154 

Sieg beschleunigt wird, und zwar mit allen Mitteln. Eine rechte Soldatenfrau wird sich deshalb schon gegen eine totale 
Kriegführung in der Heimat nicht nur nicht sträuben, sondern sie aus vollstem Herzen bejahen und für ihre Person daran 
teilnehmen. Jede Handreichung, die sie in ihrer täglichen Arbeit macht, ist ein Dienst an der kämpfenden Front. Ihr Mann, ihr 
Sohn oder ihr Bruder draußen werden ihr das nur danken. Wir müssen dem Führer für kommende Aktionen eine operative 
Reserve bereitstellen, die allen Möglichkeiten des Krieges vollauf gewachsen ist, und an die Stelle der Soldaten, die ins Feld 
ziehen, müssen u. a. sofort die noch außerhalb des Arbeitsprozesses stehenden Männer und Frauen treten. Das ist einfach ein 
Gesetz der Solidarität und des nationalen Anstandes, und wir würden uns sehr in unserem Volk täuschen, wenn wir glauben 
sollten, es könnte über diese Selbstverständlichkeit überhaupt noch eine Diskussion geben. 

Wofür kämpfen denn unsere Männer draußen? In der Hauptsache doch für ihr Vaterland und, für ihren kleinen Kreis gesehen, 
für ihre Frauen und Kinder. Sie wissen genau, was diesen drohte, wenn sie versagten. Das vor allem gibt ihnen die Kraft, auch 
unter unvorstellbaren täglichen Belastungen auszuharren und den Kampf siegreich durchzustehen. Wir erfüllen in der Heimat 
nur eine primitive Dankespflicht, wenn wir ihnen dabei zur Seite treten und alles tun, um nach besten Kräften unser Teil zur 
Beschleunigung des Sieges zuzusteuern. 

Wir müssen uns darüber klar sein, daß Teile der Heimat in mancher Beziehung bisher vom totalen Krieg nur geredet haben. 
Wir sitzen noch im warmen Zimmer, haben ein Dach über dem Kopf, legen uns abends in ein gemachtes Bett, wir haben zu 
essen und zu trinken und hin und wieder eine kleine Zerstreuung durch Rundfunk, Film, Theater oder Lektüre. Wir lesen täglich 
den OKW. -Bericht, sprechen von Krieg und Kriegsgeschrei, oft ohne jede Herzbeklemmung, viele machen noch regelmäßig ihr 
Wochen- 
155 

end, und wenn es zu Weihnachten keine Kerzen auf dem Tannenbaum gibt, dann schlagen sie gleich Krach. Was hat das alles 
mit dem totalen Krieg zu tun? An der Front wäre man froh, wenn dort eine dieser bei uns zu Hause selbstverständlichen 
Lebensbedingungen zuträfe. Wir wollen unsere Feinde doch überwinden und uns nicht von ihnen überwinden lassen. Wir 
müssen ihnen also nicht nur überlegen sein in den Waffen und in der Führung, in der Güte des Soldatentums und in der 
großzügigen Organisation, sondern auch in der totalen Durchführung des Krieges und seiner Aufgaben und Pflichten. Wir sind 
viel zu ehrgeizig und zu eifersüchtig, als daß wir beim Gegner auch nur das Geringste bewundern wollten. Wir wollen es ihm 



nicht nur gleichtun, sondern ihn in jeder Beziehung übertreffen. Hier liegt auch der Weg zum Siege. Man darf sich dem Gegner 
nicht aus Selbstüberheblichkeit überlegen glauben, man muß ihm überlegen sein. 

Wir haben alles Zeug dazu. Wir brauchen das nur zu wollen. Wir müssen dabei von einem leidenschaftlichen nationalen 
Fanatismus erfüllt sein, und je schwieriger die Lage ist, um so entschlossener müssen wir ihr entgegentreten. Man überwindet 
wallende Fieberschauer nicht dadurch, daß man vor ihnen resigniert, sondern dadurch, daß man gegen sie ankämpft. Nichts ist 
gefährlicher als Lethargie und eine stupide Selbstgefälligkeit, die nur dazu führt, daß man die besten Gelegenheiten verpaßt und 
am Ende das Nachsehen hat. Wo gäbe es in der Geschichte ein Beispiel dafür, daß ein neues großes Reich aus einer Reihe von 
leichten Siegen entstanden wäre, an denen nur ein Teil des Volkes beteiligt war? Dazu bedarf es in der Regel einer ganz 
anderen Kraftanstrengung, und wer sie nicht aufzubringen und dauernd und sich ständig steigernd aufzubringen vermag, der 
wird von der Geschichte als untauglich befunden und abgemeldet. Wo steht das geschrieben, daß uns der siegreiche Frieden 
geschenkt wird, und wer hat wem erlaubt, sich nicht an seinen Sorgen zu beteiligen, aber an seinen 
156 

kommenden Beglückungen teilzunehmen? Machen wir uns doch selbst nichts vor und haben wir den Mut, den Dingen, auch 
wenn sie noch so unbequem sind, ins Auge zu schauen. Wir werden dann bald verspüren, wie stark hinter allen Gefahren, die 
sie in sich bergen, auch wieder ihre segnende Kraft steht. Ein kühler Tatsachensinn hilft über alle inneren Anfechtungen 
hinweg, und wir haben noch nie erlebt, daß eine erkannte Bedrohung noch zu schrecken vermöchte; sie verliert ihr finsteres 
Gesicht, sobald man ihr nähertritt. 

Als wir im September 1939 zu diesem Kriege gezwungen wurden, wußten wir, daß wir nun um unser Leben zu kämpfen hatten. 
Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht. Unentwegt haben wir uns bemüht, das unserem Volke vor Augen zu führen, und 
keine Gelegenheit versäumt, auf die Härte der kommenden Entscheidungen hinzuweisen. Unser Optimismus war immer 
durchaus realistischer Natur und ist das bis heute geblieben. Nie haben wir himmelhoch gejauchzt und nie auch waren wir zu 
Tode betrübt. Wir haben unentwegt allen, die auf uns hörten, den Weg zur Pflicht gewiesen und stets betont, daß es noch 
ungeheurer Opfer und Anstrengungen bedürfen werde, um zum Ziel zu kommen. 

Aber an das Ziel haben wir fest geglaubt, glauben wir fest und werden wir fest glauben, bis wir es erreicht haben. In dunklen 
wie in hellen Stunden zeigten wir auf unsere großen geschichtlichen Beispiele und forderten, daß die Nation ihnen nacheifern 
müsse, um dadurch alle Gefahren zu überwinden. Wieviele Täler haben wir nicht durchschritten, und auf welche Höhen sind 
wir nicht auch gestiegen! Das launische Kriegsglück hat uns geliebkost und gezüchtigt, wie es sich gerade traf, und wir haben 
uns nur bemüht, damit fertig zu werden. Es ist uns bisher immer gelungen, und es wird uns auch in Zukunft immer gelingen. 
Wir müssen nur den Gleichmut bewahren im Glück wie im Unglück. Man mißt eine große Zeit in der geschichtlichen 
Würdigung viel mehr nach der Art, 
157 

wie sie Schicksalsfügungen hinnimmt, als wie sie Siege erträgt. Friedrich II. von Preußen war bewundernswert in seinen 

Triumphen, aber über alles menschliche Maß erhaben im Ertragen von Rückschlägen. Durch Roßbach und Leuthen wurde er 

Friedrich der Große, durch Kunersdorf Friedrich der Einzige. 

Was er für sein Jahrhundert war, das müssen wir für das unsere sein. Nur ein ehernes Geschlecht wird sich im Sturm unserer 

Zeit behaupten können. Es muß Eingeweide aus Eisen und ein Herz aus Stahl besitzen. Sein Mut muß unerschütterlich sein. Es 

muß tapfer und aufrecht wie der Ritter gegen Tod und Teufel seinem Weg nachgehen, den Blick nach vorne gerichtet, was auch 

neben ihm und hinter ihm geschehen mag. 

Wenn ein Volk diese Gesinnung im Herzen trägt, dann ist es gegen jede Gefahr gefeit. Dann sind Krisen nur Prüfungen, und 

hinter ihnen steht schon die große Entlastung von aller Sorge und Besorgnis. Es gibt nur eine Sünde, sagt der Philosoph, und 

das ist die Feigheit. Darum lasset uns tapferen Herzens sein! 

158 



Die harte Lehre 

7. Februar 1943 

Unsere Soldaten kämpfen im Osten einen Kampf, der alle bisherigen Vorstellungen vom Krieg gesprengt hat. Er spielt sich in 
einem Raum ab, der nicht mehr den Dimensionen eines Landes, sondern schon denen eines Erdteils entspricht, und unter 
Formen, die dem barbarischen Zeitalter entnommen zu sein scheinen. Die animalische Wildheit einer primitiven Rasse, 
vermischt mit den terroristischen Theorien und Praktiken einer im tiefsten Grunde lebensfeindlichen Lehre und 
Weltanschauung, ist auf uns losgelassen, und man wagt es sich nicht auszudenken, welche Folgen ein Versagen unserer 
Widerstandskraft für unser Land und für Europa, ja genau genommen für die ganze abendländische Menschheit nach sich 
ziehen würde. Solange dieser Kampf im gegenwärtigen Winter hauptsächlich im selben Raumgebiet vor sich ging, konnte der 
eine oder der andere zur Not noch das Recht für sich beanspruchen, ihm aus der Ferne und ohne Herzbeklemmung zuschauen 



zu dürfen. Heute ist das anders. Wir stehen vor einer Gefahr, die wir brechen müssen, andernfalls würden wir unser nationales 
und in Millionen Fällen auch unser individuelles Leben verlieren. Man wird gerade darin den tiefsten Sinn der national- 
sozialistischen Revolution, deren zehnten Jahrestag wir am 30. Januar begehen konnten, erblicken müssen, daß sie diesen sich 
bis dahin hinter den Kulissen abspielenden Weltkampf auf die auch für die breiteste Öffentlichkeit sichtbare Bühne der großen 
Politik und nationalen Lebensverteidigung gezogen hat. Hätte sie für dieses geschichtsentscheidende Ereignis nicht rechtzeitig 
unsere Sinne ge- 
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schärft und unsere Hände und Herzen bereitgemacht, dann wäre das Reich und mit ihm das ganze Abendland ahnungslos und 
ohne jede Abwehrmöglichkeit in eine unübersehbare Katastrophe hineingetaumelt. 

Der fast sagenhaft anmutende Kampf um die Schicksalsstadt Stalingrad ist für die tiefere Problematik dieses Ringens überhaupt 
um die Zukunft unseres Erdteils das in seinem einsamen Schweigen doch sprechendste Symbol. Die Männer der 6. Armee 
werden in der Geschichte für alle Zeiten bewundert und verehrt werden als die Vorposten Europas in seiner Sicherung gegen 
die Steppe. Ihre Helden fielen für alles, was uns lieb und teuer ist, und gewannen im Tode ein ewiges Leben. Die deutsche 
Nation nimmt von ihnen mit Wehmut und Trauer, aber auch mit Stolz und einem Tatbekenntnis, das ohne Beispiel sein soll, 
Abschied. Es gibt Ereignisse in der Geschichte eines Volkes, die sich in verhältnismäßig kurzer Zeit aus der tiefsten Tragik in 
fortwirkende Kraft verwandeln. Der Heldenkampf um Stalingrad ist ein solches. Man wird unter den Menschen und Völkern nie 
mehr von Aufopferung unter den übermächtigsten Bedingungen und schweigendem Heroismus sprechen können, ohne dabei an 
die 6. deutsche Armee zu denken, die an der Wolga getreu ihrem Fahneneid ausharrt, um den Sturm aus Asien aufzuhalten, 
wenigstens so lange, bis ihre Kameraden sich in neuen Bereitstellungen festgesetzt hatten. Das ist die große Lehre, die von nun 
an über dem Kampf der Giganten im Osten stehen wird. 

Man müßte an unserem Volk verzweifeln, wenn man annehmen sollte, daß dieses heroisch-tragische Ereignis, ohne tiefere 
Spuren zu hinterlassen, an uns vorübergehen würde. Es mag sein, daß wir in früheren Wochen und Monaten, wenn wir auf die 
schicksalhafte Bedeutung des Ringens im Osten mit allem Nachdruck und Ernst hinwiesen, hier und da nur mit halbem Ohr 
gehört wurden. Es ging uns auch im Kriege zu gut, als daß wir an die Möglich- 
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keit einer schweren Schicksalsfügung glauben wollten. Unsere Soldaten errangen Sieg über Sieg und verwöhnten damit die 
öffentliche Meinung in einer Art und Weise, daß überhaupt jeder echte Maßstab dafür verlorenzugehen schien. Jetzt sehen wir 
plötzlich eine der Schattenseiten des Krieges vor uns auftauchen. Wir haben die Wahl, das entweder gleichgültig und ohne 
tiefgreifende Lehre für uns alle hinzunehmen oder Folgerungen daraus zu ziehen, die von nun ab unser ganzes Leben im Kriege 
bestimmen sollen. Wir treten in eine Zeit ein, die an uns alle die härtesten Anforderungen stellen wird. Der Krieg selbst erlebt 
sein kritisches Stadium, und wir werden seiner nur Herr werden, wenn wir zu dieser Anstrengung unsere ganze nationale Kraft 
zur Anwendung bringen. 

Die preußisch-deutsche Geschichte bietet der Beispiele genug, mit denen wir vor der Welt den Beweis antreten können, daß 
unsere materielle und moralische Standhaftigkeit ausreicht, um mit solchen Schwierigkeiten fertig zu werden. Wir haben nicht 
die Absicht auch nur zu dem leisesten Versuch, die aufwühlenden Ereignisse im Osten zu bagatellisieren. Sie sind unserem 
Volke in ihrer ganzen Schwere zur Kenntnis gebracht worden, nicht nur der Wahrheit wegen, sondern auch, weil wir uns stark 
genug fühlen, die Krise zu überwinden, ja darüber hinaus aus ihr noch zusätzliche Kraft für die Erringung des Endsieges zu 
schöpfen. Clausewitz schreibt in seinem Buch „Vom Kriege", daß es in ihm kein ruhmvolles Unternehmen gebe, das nicht mit 
unendlicher Anstrengung, Mühe und Not zustandegebracht wurde. Wenn die Schwäche des physischen und geistigen Menschen 
zum Nachgeben bereit sei, könne immer nur eine große Willenskraft zum Ziele führen, die sich in einer von Welt und Nachwelt 
bewunderten Ausdauer kundtue. Vor der zwingenden Notwendigkeit dieser Willenskraft und Ausdauer stehen wir nun. 
Es wäre natürlich billig, alles Außerordentliche, das geeignet erscheint, die Lage zu meistern, von der Führung erwarten zu 
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wollen. Die Führung kann immer nur so viel Kraft anwenden und ausgeben, wir ihr das Volk zur Verfügung stellt. Daß diese 
Kraft in unserem eigenen seelischen, geistigen und auch materiellen Potential noch in ausreichendem Umfange vorhanden ist, 
bedarf keines Beweises. Wir haben sie bisher nur vielfach für Zwecke verbraucht, die nicht kriegsnotwendig waren, von 
kriegsentscheidend ganz zu schweigen. Wir müssen sie also jetzt unter dem Druck der Ereignisse beschleunigt für 
kriegswichtige Zwecke umsetzen, und zwar nicht nur im großen, sondern auch im kleinen. Die Zeit drängt, die Tage und 
Wochen, die uns heute verlorengehen könnten, würden uns morgen schon fehlen. Die Lage gestattet uns nicht mehr, in einem 
umständlichen bürokratischen Verfahren an das Generalproblem unserer Kriegführung heranzugehen; wir müssen handeln, und 
zwar schnell und gründlich. Aus Tausenden von Briefen aus allen Schichten unseres Volkes dringt der Schrei nach dem totalen 
Krieg an unser Ohr. Das Volk will Taten sehen, und wenn solche auf dem Wege einer verwaltungsmäßigen Ausschöpfung 
unseres inneren Potentials erst in einem längeren Zeitraum zu bewerkstelligen sind, dann muß man sich bis dahin mit Improvi- 
sationen zu behelfen versuchen und als Ausgleich die tätige Mithilfe des Volkes erbitten. Sie wird bereitwilligst zur Verfügung 



gestellt. Das Volk will gar nicht mehr geschont werden. Es kennt die harte Wahrheit und ist entschlossen, auch danach zu 

handeln. 

Es erscheint uns also notwendig, daß allen, die noch zuwarten und vor lauter inneren Hemmungen nicht zum Entschluß 

kommen wollen, Beine gemacht werden. So haben wir Nationalsozialisten das immer gehalten. Auch im vergangenen Winter 

haben wir unter der aktiven Mithilfe des Volkes auf dem Höhepunkt der Krise in der Wollsammlung für die Front eine 

improvisatorische Leistung vollbracht, die vorher von den Sachkennern für ganz und gar unmöglich gehalten wurde; und 

trotzdem gelang es, weil nämlich das Volk mithalf. Zwar ist uns dabei hier und da ein kleines Un- 

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recht mit unterlaufen, aber unseren Soldaten wurde recht getan, sie bekamen im barbarischen Frost des Ostens ihre warme 
Winterkleidung. Heute schreit die Front nicht nach Pelzmänteln, sondern nach Menschen. In der Heimat müssen solche, auch 
wenn sie kriegsverwendungsfähig sind, zurückgehalten werden, weil ihre Arbeitsplätze nicht leerstehen dürfen. Unterdes aber 
gibt es Dritte, die wenig oder gar nichts tun und nur zuschauen. Sie warten auf die einschlägigen Gesetze, und sind diese da, 
dann beschäftigen sie sich in der Hauptsache mit ihrer Auslegung und prüfen mit Fleiß und Bosheit, ob sie für sie nicht 
vielleicht doch noch eine Lücke zum Entschlüpfen offen lassen. 

Mit solchen Zeitgenossen muß man deutsch reden. Im Kriege gilt nicht nur das, was das Gesetz, sondern auch das, was das 
persönliche Pflichtgefühl gebietet. Wenn einer will, dann findet er schon kriegswichtige Arbeit und auch für seine Person die 
Möglichkeit, sich einer solchen zu unterziehen. Fühlt einer sich überflüssig oder nicht ganz an seinem Posten ausgenutzt, dann 
mache er sich selbst auf den Weg, melde sich bei seinem Vorgesetzten und bitte hier oder anderswo um eine vollwertige 
Beschäftigung. Hat einer das Empfinden, daß sein Laden nur noch eine Attrappe ist, so warte er nicht, bis er vom Staate 
aufgelöst wird, sondern beantrage von sich aus seine Schließung, komme um eine entsprechende Abfindung ein und melde sich 
beim nächsten Arbeitsamt. Hat er auch nur drei Angestellte, die er bisher mitschleppte, so kann er in kurzer Zeit zusammen mit 
seiner eigenen Person unter Umständen vier Soldaten für die Front freimachen. Wenn das überall so geschieht, dann wird aus 
ungezählten Wenigen ein Viel, und in der Gesamtheit ergibt das ein Millionenheer, das eingesetzt werden kann, um nicht nur 
den Ansturm aus dem Osten aufzuhalten, sondern ihn endgültig zurückzuschlagen. Warum also so viel fragen? Handeln, 
handeln! Und zwar beschleunigt! Wer sich schnell gibt, gibt sich doppelt. 
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Viele von uns bringen dieser inneren Umstellung nicht das nötige Verständnis entgegen, weil sie noch in Begriffen und 
Kategorien denken, die vorbei und überwunden sind. Sie können sich ein kriegsgemäßes Leben gar nicht vorstellen. Sie halten 
Dinge der Zivilisation für unverzichtbar, die man vor zwanzig, ganz zu schweigen vor hundert Jahren überhaupt nicht kannte. 
Sie würden sehr schnell gezwungen werden, nicht nur diese, sondern auch noch einige dazu aufzugeben, wenn wir nicht die 
Kraft besäßen, den Krieg zu einem siegreichen Ende zu bringen. Alles, was wir an Bequemlichkeit opfern, wird in Panzer 
umgesetzt, je mehr, desto besser. Das fängt im Haushalt des Einzelnen an und hört im Haushalt des Staates auf. 
Es gibt also einen sicheren Weg zum Siege. Wir müssen ihn nur beschreiten. Allerdings dürfen wir dabei nicht über Zwirns- 
fäden stolpern und an die zu treffenden Entscheidungen Maßstäbe anlegen, die für Friedenszeiten immerhin angebracht sein 
mochten, für Kriegszeiten aber geradezu lächerlich erscheinen. Je schärfer wir uns selbst kontrollieren, desto größer wird der 
Effekt sein. Wenn einer glaubt, auf ihn persönlich komme es nicht an, da er nur wenig zu bringen habe, dann irrt er sehr. Es 
wird im ganzen Volke kaum jemanden geben, der auf gar nichts mehr verzichten kann. Selbstverständlich müssen die, die 
bisher am wenigsten leisteten, die größten Opfer bringen. Aber von dem enormen inneren Umschaltungsprozeß darf sich keiner 
ausnehmen. Wenn also beispielsweise eine Frau mit Kind einen Dienstboten hat, dann gehe sie, auch wenn der Gesetzgeber das 
nicht ausdrücklich befiehlt, entweder selbst auf Arbeit oder verzichte auf den Dienstboten. Wenn eine erwachsene Tochter in 
ihrer Beschäftigung nur halb ausgelastet ist, dann sorge schon die Mutter für eine regelrechte kriegsmäßige Arbeit. Der Vater 
verlange nicht wie selbstverständlich, daß ihn abends, wenn er vom Dienst heimkehrt, wie im Frieden ein gemütliches Heim 
erwartet. Er nehme Rücksicht darauf, daß seine Frau 
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sich auch im Kriegsdienst nützlich macht, und bedenke, daß sein kleines Opfer an Bequemlichkeit überhaupt nicht ins Gewicht 
fallt den Opfern gegenüber, die unsere Soldaten nun schon jahrelang unter höllischen Bedingungen im Osten bringen müssen. 
Wir beherrschen mit unseren Achsenpartnern heute praktisch fast den ganzen Kontinent. Sein gewaltiges Potential ist nur zu 
einem bescheidenen Teil ausgeschöpft, zur gleichen Zeit aber kämpft er um sein Leben. Würden wir zulassen, daß die Krise 
sich weiter verschärft, wären wir leichtsinnig und gewissenlos genug, gegenüber dieser Bedrohung die Augen zu verschließen, 
die Arme zu verschränken und zu glauben, es werde sich alles schon von selbst wieder einrenken, dann verdiente Europa nichts 
anderes, als ausgelöscht zu werden. Dieses Schicksal führt die Sowjetunion gegen uns im Schilde. Selbst die neutrale Welt, die 
über unseren Kampf im Osten vielfach nur mit böswilliger Kritik, ja teilweise sogar größter Verachtung zu sprechen pflegte, 
solange er sich in respektvoller Entfernung von ihren Grenzen abspielte, beginnt nun aufzumerken. Die Gefahr, die man von der 
deutschen Wehrmacht endgültig gebannt glaubte, taucht erneut auf, nicht nur für uns, sondern auch für unsere Freunde und 
selbst für unsere offenen und versteckten Feinde. Außer uns gibt es niemanden mehr, der Europa beschützen könnte. Entstünde 



einmal die tragische Möglichkeit, daß die deutsche Wehrmacht dem Sturm aus dem Osten nicht mehr gewachsen wäre, dann 

läge unser Kontinent dem Bolschewismus zu Füßen. Vielleicht gibt es selbst in London einige klardenkende Männer, die eine 

Vorstellung davon besitzen, was das auch für England bedeuten würde. Ideen brauchen nämlich zum Überqueren des Kanals 

keine Geleitzüge; 

sie fliegen durch die Luft. Wir sagen das nicht, um zu schrecken oder Verständnis zu suchen, wo solches nicht zu erwarten ist, 

sondern nur, um Tatsachen festzustellen. 

Kürzlich wurden in der Hauptstadt eines ehemaligen baltischen 

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Staates Listen der GPU. mit den Namen der Personen gefunden, die bei einer Besetzung Deutschlands und anderer Länder 
Europas sofort zu liquidieren seien. Sie enthalten so ungefähr alles, was auf unserem Kontinent auf irgendeinem Gebiet der 
Verwaltung, des Militärs, der Kunst, der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Kommunen und des sonstigen öffentlichen Lebens 
Rang und Bedeutung besitzt. Denkt man sich die Träger dieser Namen aus Deutschland und aus Europa weg, dann bleibt in 
allen Ländern nur noch eine führungslose Masse übrig, über die dann das internationale Judentum seine gänzlich 
uneingeschränkte Herrschaft aufrichten könnte. Das ist gemeint und gewollt. Hinter der Roten Armee marschieren schon die 
Liquidationskommandos, hinter ihnen naht der Massenterror und hinter ihm die Hölle. Es muß das mit aller Deutlichkeit gesagt 
werden, vor allem denen gegenüber, die immer noch kein Einsehen haben wollen und sich mit der billigen Tagesweisheit 
herausreden, daß nichts so heiß gegessen werde, wie es gekocht wird. Europa hätte heute allen Grund, sich um die 
Achsenmächte zu scharen. Es gibt für unseren Erdteil keine Rettung als nur durch sie. 

Dieser Kampf ist für das deutsche Volk eine Ehre, aber auch eine tragische Last. Er steht uns nach der harten Lehre von Stalin- 
grad wie ein verpflichtendes Vermächtnis vor Augen. Wir müssen uns durch ihn hindurchkämpfen und ihn gewinnen. Es gibt 
nur einen Weg zum Sieg, das ist der Weg der eigenen Kraft. Wenn wir ihn mutig und unbeirrt durch die Fügungen des 
Schicksals beschreiten, dann werden wir eines Tages schweratmend und mit wild pochendem Herzen durchs Ziel schießen. 
Dann wird sich die Wirkung der guten Grundsätze zeigen, von denen Clause witz sagt, daß sie nie so regelmäßig vor sich gehen 
kann, wie man es sich denkt, die aber auch in unglücklichen Fällen, wenn man ihren Einfluß schon ganz verloren glaubt, 
unerwartet wieder zum Vorschein kommt. 
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Nun, Volk, steh auf, und Sturm brich los! 

Rede im Berliner Sportpalast 

18. Februar 1943 

Es ist jetzt knapp drei Wochen her, daß ich das letztemal bei Gelegenheit der Verlesung der Proklamation des Führers zum 
Zehnjahrestag der Machtergreifung von dieser Stelle aus zu Ihnen und zum deutschen Volke gesprochen habe. Die Krise, in der 
sich unsere Ostfront augenblicklich befindet, stand damals auf dem Höhepunkt. Wir hatten uns im Zeichen des harten 
Unglücksschlages, von dem die Nation im Kampf um die Wolga betroffen wurde, am 30. Januar dieses Jahres 
zusammengefunden zu einer Kundgebung der Einheit, der Geschlossenheit, aber auch der festen Willenskraft, mit den 
Schwierigkeiten, die dieser Krieg in seinem vierten Jahre vor uns auftürmt, fertig zu werden. 

Es war für mich und wohl auch für Sie alle erschütternd, einige Tage später zu vernehmen, daß die letzten heldenhaften 
Kämpfer von Stalingrad, in dieser Stunde durch die Ätherwellen mit uns verbunden, an unserer erhebenden 
Sportpalastkundgebung teilgenommen haben. Sie funkten in ihrem Schlußbericht, daß sie die Proklamation des Führers 
vernommen und vielleicht zum letzten Male in ihrem Leben mit uns zusammen mit erhobenen Händen die Nationalhymnen 
gesungen hätten. Welch eine Haltung deutschen Soldatentums in dieser großen Zeit! Welche Verpflichtung aber schließt diese 
Haltung auch für uns alle, insbesondere für die ganze deutsche Heimat in sich ein! Stalingrad war und ist der große Alarmruf 
des Schicksals an die deutsche Nation. Ein Volk, das die Stärke besitzt, ein solches Unglück zu ertragen und auch zu 
überwinden, ja, daraus noch zusätzliche Kraft zu 
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schöpfen, ist unbesiegbar. Das Gedächtnis an die Helden von Stalingrad soll also auch beute bei meiner Rede vor Ihnen und vor 
dem deutschen Volke eine tiefe Verpflichtung für mich und für uns alle sein. 

Ich weiß nicht, wieviele Millionen Menschen, über die Ätherwellen mit uns verbunden, heute abend an der Front und in der 
Heimat an dieser Kundgebung teilnehmen und meine Zuhörer sind. Ich möchte zu Ihnen allen aus tiefstem Herzen zum tiefsten 
Herzen sprechen. Ich glaube, das gesamte deutsche Volk ist mit heißer Leidenschaft bei der Sache, die ich Ihnen heute abend 
vorzutragen habe. Ich will deshalb meine Ausführungen auch mit dem ganzen heiligen Ernst und dem offenen Freimut, den die 
Stunde von uns erfordert, ausstatten. Das im Nationalsozialismus erzogene, geschulte und disziplinierte deutsche Volk kann die 
volle Wahrheit vertragen. Es weiß. Wie schwierig es um die Lage des Reiches bestellt ist, und seine Führung kann es deshalb 
gerade auch auffordern, aus der Bedrängtheit der Situation die nötigen harten, ja auch härtesten Folgerungen zu ziehen. Wir 



Deutschen sind gewappnet gegen Schwäche und Anfälligkeit, und Schläge und Unglücksfälle des Krieges verleihen uns nur 
zusätzliche Kraft, feste Entschlossenheit und eine seelische und kämpferische Aktivität, die bereit ist, alle Schwierigkeiten und 
Hindernisse mit revolutionärem Elan zu überwinden. 

Es ist jetzt nicht der Augenblick, danach zu fragen, wie alles gekommen ist. Das wird einer späteren Rechenschaftslegung über- 
lassen bleiben, die in voller Offenheit erfolgen soll und dem deutschen Volke und der Weltöffentlichkeit zeigen wird, daß das 
Unglück, das uns in den letzten Wochen betroffen hat, seine tiefe, schicksalhafte Bedeutung besitzt. Das große Heldenopfer, 
das unsere Soldaten in Stalingrad brachten, ist für die ganze Ostfront von einer ausschlaggebenden geschichtlichen Bedeutung 
gewesen. Es war nicht umsonst. Warum, das wird die Zukunft beweisen. 
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Wenn ich nunmehr über die jüngste Vergangenheit hinaus den Blick wieder nach vorne lenke, so tue ich das mit voller Absicht. 
Die Stunde drängt! Sie läßt keine Zeit mehr offen für fruchtlose Debatten. Wir müssen handeln, und zwar unverzüglich, schnell 
und gründlich, so wie es seit jeher nationalsozialistische Art gewesen ist. 

Von ihrem Anfang an ist die Bewegung in den vielen Krisen, die sie durchzustehen und durchzukämpfen hatte, so verfahren. 
Und auch der nationalsozialistische Staat hat sich, wenn eine Bedrohung vor ihm auftauchte, ihr mit entschlossener Willenskraft 
entgegengeworfen. Wir gleichen nicht dem Vogel Strauß, der den Kopf in den Sand steckt, um die Gefahr nicht zu sehen. Wir 
sind mutig genug, sie unmittelbar ins Auge zu nehmen, sie kühl und rücksichtslos abzumessen und ihr dann erhobenen Hauptes 
und mit fester Entschlußkraft entgegenzutreten. Erst dann entwickelten wir als Bewegung und als Volk immer auch unsere 
höchsten Tugenden, nämlich einen wilden und entschlossenen Willen, die Gefahr zu brechen und zu bannen, eine Stärke des 
Charakters, die alle Hindernisse überwindet, zähe Verbissenheit in der Verfolgung des einmal erkannten Zieles und ein ehernes 
Herz, das gegen alle inneren und äußeren Anfechtungen gewappnet ist. So soll es auch heute sein. Ich habe die Aufgabe, Ihnen 
ein ungeschminktes Bild der Lage zu entwerfen und daraus die harten Konsequenzen für das Handeln der deutschen Führung, 
aber auch für das Handeln des deutschen Volkes zu ziehen. 

Wir durchleben im Osten augenblicklich eine schwere militärische Belastung. Diese Belastung hat zeitweilig größere Ausmaße 
angenommen und gleicht, wenn nicht in der Art der Anlage, so doch in ihrem Umfang der des vergangenen Winters. Über ihre 
Ursachen wird später einmal zu sprechen sein. Heute bleibt uns nichts anderes übrig, als ihr Vorhandensein festzustellen und 
die Mittel und Wege zu überprüfen und anzuwenden bzw. einzu- 
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schlagen, die zu ihrer Behebung fuhren. Es hat deshalb auch gar keinen Zweck, diese Belastung selbst zu bestreiten. Ich bin mir 
zu gut dazu. Ihnen ein täuschendes Bild der Lage zu geben, das nur zu falschen Folgerungen führen könnte und geeignet wäre, 
das deutsche Volk in eine Sicherheit seiner Lebensführung und seines Handelns einzuwiegen, die der gegenwärtigen Situation 
durchaus unangepaßt wäre. 

Der Ansturm der Steppe gegen unseren ehrwürdigen Kontinent ist in diesem Winter mit einer Wucht losgebrochen, die alle 
menschlichen und geschichtlichen Vorstellungen in den Schatten stellt. Die deutsche Wehrmacht bildet dagegen mit ihren 
Verbündeten den einzigen überhaupt in Frage kommenden Schutzwall. Der Führer hat schon in seiner Proklamation zum 30. 
Januar mit ernsten und eindringlichen Worten die Frage aufgeworfen, was aus Deutschland und aus Europa geworden wäre, 
wenn am 30. Januar 1933 statt der nationalsozialistischen Bewegung ein bürgerliches oder ein demokratisches Regime die 
Macht übernommen hätte! Welche Gefahren wären dann, schneller als wir es damals ahnen konnten, über das Reich 
hereingebrochen, und welche Abwehrkräfte hätten uns noch zur Verfügung gestanden, um ihnen zu begegnen? Zehn Jahre 
Nationalsozialismus haben genügt, das deutsche Volk über den Ernst der schicksalhaften Problematik, die aus dem östlichen 
Bolschewismus entspringt, vollkommen aufzuklären. Man wird jetzt auch verstehen, warum wir unsere Nürnberger Parteitage 
so oft unter das Signum des Kampfes gegen den Bolschewismus gestellt haben. Wir erhoben damals unsere warnende Stimme 
vor dem deutschen Volk und vor der Weltöffentlichkeit, um die von einer Willens- und Geisteslähmung ohnegleichen befallene 
abendländische Menschheit zum Erwachen zu bringen und ihr die Augen zu öffnen für die grauenerregenden geschichtlichen 
Gefahren, die aus dem Vorhandensein des östlichen Bolschewismus erwachsen, der ein Volk von fast 200 Millionen dem 
jüdischen Terror dienstbar 
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gemacht hatte und es zum Angriffskrieg gegen Europa vorbereitete. 

Als der Führer die deutsche Wehrmacht am 22. Juni 1941 im Osten zum Angriff antreten ließ, waren wir uns alle im klaren dar- 
über, daß damit überhaupt der entscheidende Kampf dieses gigantischen Weltringens anbrach. Wir wußten, welche Gefahren 
und Schwierigkeiten er für uns mit sich bringen würde. Wir waren uns aber auch klar darüber, daß die Gefahren und 
Schwierigkeiten bei längerem Zuwarten nur wachsen, niemals aber abnehmen könnten. Es war zwei Minuten vor zwölf. Ein 
weiteres Zögern hätte leicht zur Vernichtung des Reiches und zur vollkommenen Bolschewisierung des europäischen 
Kontinents geführt. 

Es ist verständlich, daß wir bei den großangelegten Tarnungs- und Bluffmanövern des bolschewistischen Regimes das Kriegs- 
potential der Sowjetunion nicht richtig eingeschätzt haben. Erst jetzt offenbart es sich uns in seiner ganzen wilden Größe. Dem- 



entsprechend ist auch der Kampf, den unsere Soldaten im Osten zu bestehen haben, über alle menschlichen Vorstellungen 

hinaus hart, schwer und gefährlich. Er erfordert die Aufbietung unserer ganzen nationalen Kraft. Hier ist eine Bedrohung des 

Reiches und des europäischen Kontinents gegeben, die alle bisherigen Gefahren des Abendlandes weit in den Schatten stellt. 

Würden wir in diesem Kampf versagen, so verspielten wir damit überhaupt unsere geschichtliche Mission. Alles, was wir bisher 

aufgebaut und geleistet haben, verblaßt angesichts der gigantischen Aufgabe, die hier der deutschen Wehrmacht unmittelbar 

und dem deutschen Volke mittelbar gestellt ist. 

Ich wende mich in meinen Ausführungen zuerst an die Weltöffentlichkeit und proklamiere ihr gegenüber drei Thesen unseres 

Kampfes gegen die bolschewistische Gefahr im Osten. 

Die erste dieser Thesen lautet: Wäre die deutsche Wehrmacht nicht in der Lage, die Gefahr aus dem Osten zu brechen, so wäre 

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damit das Reich und in kurzer Folge ganz Europa dem Bolschewismus verfallen. 

Die zweite dieser Thesen lautet: Die deutsche Wehrmacht und das deutsche Volk allein besitzen mit ihren Verbündeten die 

Kraft, eine grundlegende Rettung Europas aus dieser Bedrohung durchzuführen. 

Die dritte dieser Thesen lautet: Gefahr ist im Verzuge. Es muß schnell und gründlich gehandelt werden, sonst ist es 

zu spät. 

Zur ersten These habe ich im einzelnen zu bemerken: Der Bolschewismus hat seit jeher ganz offen das Ziel proklamiert, nicht 

nur Europa, sondern die ganze Welt zu revolutionieren und sie in ein bolschewistisches Chaos zu stürzen. Dieses Ziel ist seit 

Beginn der bolschewistischen Sowjetunion seitens des Kreml ideologisch vertreten und praktisch verfochten worden. Es ist 

klar, daß Stalin und die anderen Sowjetgrößen, je mehr sie glauben, sich der Verwirklichung ihrer weltzerstörerischen 

Absichten zu nahem, um so mehr auch bestrebt sind, diese zu tarnen und zu verschleiern. Das kann uns nicht beirren. Wir 

gehören nicht zu jenen furchtsamen Gemütern, die wie das hypnotisierte Kaninchen auf die Schlange schauen, bis sie es 

verschlingt. Wir wollen die Gefahr rechtzeitig erkennen und ihr auch rechtzeitig mit wirksamen Mitteln entgegentreten. Wir 

durchschauen nicht nur die Ideologie, sondern auch die Praktiken des Bolschewismus, denn wir haben uns schon einmal mit 

ihnen, und zwar mit denkbar größtem Erfolg, auf innerpolitischem Felde auseinandergesetzt. Uns kann der Kreml nichts 

vormachen. Wir haben in einem vierzehnjährigen Kampf vor der Machtübernahme und in einem zehnjährigen Kampf nach der 

Machtübernahme seine Absichten und infamen Weltbetrugsmanöver demaskiert. 

Das Ziel des Bolschewismus ist die Weltrevolution der Juden. Sie wollen das Chaos über das Reich und über Europa herein- 

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führen, um in der daraus entstehenden Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung der Völker ihre internationale, bolschewistisch 
verschleierte kapitalistische Tyrannei aufzurichten. 

Was das für das deutsche Volk bedeuten würde, braucht nicht näher erläutert zu werden. Es würde mit der Bolschewisierung 
des Reiches eine Liquidierung unserer gesamten Intelligenz- und Führungsschicht und als Folge davon die Überführung der 
arbeitenden Massen in die bolschewistisch-jüdische Sklaverei nach sich ziehen. Man sucht in Moskau Zwangsarbeitsbataillone, 
wie der Führer in seiner Proklamation zum 30. Januar schon sagte, für die sibirischen Tundren. Der Aufstand der Steppe macht 
sich vor unseren Fronten bereit, und der Ansturm des Ostens, der in täglich sich steigernder Stärke gegen unsere Linien 
anbrandet, ist nichts anderes als die versuchte Wiederholung der geschichtlichen Verheerungen, die früher schon so oft unseren 
Erdteil gefährdet haben. 

Damit aber ist auch eine unmittelbare akute Lebensbedrohung für alle europäischen Mächte gegeben. Man soll nicht glauben, 
daß der Bolschewismus, hätte er die Gelegenheit, seinen Siegeszug über das Reich anzutreten, irgendwo an unseren Grenzen 
haltmachen würde. Er treibt eine Aggressionspolitik und Aggressionskriegführung, die ausgesprochen auf die Bolschewisierung 
aller Länder und Völker ausgeht. Papierene Erklärungen, die von selten des Kreml oder als Garantieverpflichtungen von Seiten 
Londons oder Washingtons gegen diese nicht zu bestreitenden Absichten abgegeben werden, imponieren uns nicht. Wir wissen, 
daß wir es im Osten mit einer infernalischen politischen Teufelei zu tun haben, die die sonst unter Menschen und Staaten 
üblichen Beziehungen nicht anerkennt. Wenn beispielsweise der englische Lord Beaverbrook erklärt, daß Europa dem 
Sowjetismus zur Führung überantwortet werden müsse, wenn ein maßgeblicher amerikanisch-jüdischer Journalist Brown diese 
These durch die zynische Ver- 
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lautbarung ergänzt, daß eine Bolschewisierung Europas vielleicht überhaupt die Lösung unseres kontinentalen Problems 
darstellte, so wissen wir genau, was damit gemeint ist. Die europäischen Mächte stehen hier vor ihrer entscheidenden 
Lebensfrage. Das Abendland ist in Gefahr. Ob ihre Regierungen und ihre Intelligenzschichten das einsehen wollen oder nicht, 
ist dabei gänzlich unerheblich. 

Das deutsche Volk jedenfalls ist nicht gewillt, sich dieser Gefahr auch nur versuchsweise preiszugeben. Hinter den anstür- 
menden Sowjetdivisionen sehen wir schon die jüdischen Liquidationskommandos, hinter diesen aber erhebt sich der Terror, das 
Gespenst des Millionenhungers und einer vollkommenen Anarchie. Hier erweist sich wiederum das internationale Judentum als 
das teuflische Ferment der Dekomposition, das eine geradezu zynische Genugtuung dabei empfindet, die Welt in ihre tiefste 



Unordnung zu stürzen und damit den Untergang jahrtausendealter Kulturen, an denen es niemals einen inneren Anteil hatte, 
herbeizuführen. 

Wir wissen damit also, vor welcher geschichtlichen Aufgabe wir stehen. Eine zweitausendjährige Aufbauarbeit der abend- 
ländischen Menschheit ist in Gefahr. Man kann diese Gefahr gar nicht ernst genug schildern, aber es ist auch bezeichnend, daß, 
wenn man sie nur beim Namen nennt, das internationale Judentum in allen Ländern dagegen mit lärmenden Ausführungen 
Protest erhebt. So weit also ist es in Europa schon gekommen, daß man eine Gefahr nicht mehr eine Gefahr nennen darf, wenn 
sie eben vom Judentum ausgeht. 

Das aber hindert uns nicht daran, die dazu notwendigen Feststellungen zu treffen. Wir haben das auch früher in unserem inner- 
politischen Kampfe getan, als das kommunistische Judentum sich des demokratischen Judentums im „Berliner Tageblatt" und 
in der „Vossischen Zeitung" bediente, um eine Gefahr, die von Tag 
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zu Tag drohender wurde, zu verniedlichen und zu bagatellisieren, um damit die von ihr bedrohten Teile unseres Volkes in 
Sicherheit einzuwiegen und ihre Abwehrkräfte einzuschläfern. Wir sähen, wenn wir dieser Gefahr nicht Herr würden, im Geiste 
schon das Gespenst des Hungers, des Elends und einer Millionenzwangsarbeit für das deutsche Volk heraufziehen, sähen den 
ehrwürdigsten Erdteil in seinen Grundfesten wanken und unter seinen Trümmern das geschichtliche Erbe der abendländischen 
Menschheit begraben. Das ist das Problem, vor dem wir stehen. 

Meine zweite These lautet: Allein das Deutsche Reich mit seinen Verbündeten ist in der Lage, die eben geschilderte Gefahr zu 
bannen. Die europäischen Staaten einschließlich Englands behaupten, stark genug zu sein, einer Bolschewisierung des europä- 
ischen Kontinents, sollte sie einmal praktisch gegeben sein, rechtzeitig und wirksam entgegenzutreten. Diese Erklärung ist kin- 
disch und verdient überhaupt keine Widerlegung. Sollte die stärkste Militärmacht der Welt nicht in der Lage sein, die Drohung 
des Bolschewismus zu brechen, wer brächte dann noch die Kraft dazu auf? (Hier antworten stürmische Rufe aus der im 
Sportpalast versammelten Menge: „Niemand!") Die neutralen europäischen Staaten besitzen weder das Potential noch die 
militärischen Machtmittel noch die geistige Einstellung ihrer Völker, um dem Bolschewismus auch nur den geringsten 
Widerstand entgegenzusetzen. Sie würden im Bedarfsfall von seinen motorisierten Roboterdivisionen in wenigen Tagen 
überfahren werden. In den Hauptstädten der mittleren und kleinen europäischen Staaten tröstet man sich mit der Absicht, man 
müsse sich gegen die bolschewistische Gefahr seelisch rüsten. (Heiterkeit.) Das erinnert verzweifelt an die Erklärungen der 
bürgerlichen Mittelparteien aus dem Jahre 1932, daß der Kampf gegen den Kommunismus nur mit geistigen Waffen 
ausgefochten und gewonnen werden könne. Diese Behauptung war uns auch damals zu albern, als daß wir uns damit 
auseinandergesetzt hätten. 
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Der östliche Bolschewismus ist nicht nur eine terroristische Lehre, sondern auch eine terroristische Praxis. Er verfolgt seine 
Ziele und Zwecke mit einer infernalischen Gründlichkeit, unter restloser Ausschöpfung seines inneren Potentials und ohne jede 
Rücksichtnahme auf Glück, Wohlstand und Frieden der von ihm unterjochten Völkerschaften. Was wollten England und 
Amerika tun, wenn der europäische Kontinent im gröbsten Unglücksfall dem Bolschewismus in die Arme fiele? Will man 
Europa von London aus vielleicht einreden, daß eine solche Entwicklung an der Kanalgrenze haltmachen würde? Ich habe 
schon einmal darauf hingewiesen, daß der Bolschewismus seine Fremdenlegionen auf dem Boden aller demokratischen Staaten 
bereits in den kommunistischen Parteien stehen hat. Keiner dieser Staaten kann von sich behaupten, gegen eine innere 
Bolschewisierung immun zu sein. Eine jüngst vorgenommene Nachwahl zum englischen Unterhaus ergab, daß der 
unabhängige, d. h. kommunistische Kandidat in einem Wahlkreis, der bisher unumschränkte Domäne der Konservativen war, 
von insgesamt 22371 Stimmen 10741 erhielt, das heißt, daß die Rechtsparteien allein in diesem einen Kreise im Verlaufe von 
nur kurzer Zeit rund 10000, also die Hälfte aller Wählerstimmen an die Kommunisten verloren, ein Beweis mehr dafür, daß die 
bolschewistische Gefahr auch in England gegeben ist und daß sie nicht dadurch gebannt wird, daß man sie nicht sehen will. 
Alle territorialen Verpflichtungen, die die Sowjetunion auf sich nimmt, besitzen in unseren Augen keinen effektiven Wert. Der 
Bolschewismus pflegt seine Grenzen auch ideologisch und nicht nur militärisch zu ziehen, und darin ist eben seine über die 
Grenzen der Völker hinwegspringende Gefahr gegeben. Die Welt hat also nicht die Wahl zwischen einem in seine alte 
Zersplitterung zurückfallenden und einem unter der Achsenführung sich neu ordnenden Europa, sondern nur die zwischen 
einem unter dem militärischen Schutz der Achse stehenden und einem bolschewistischen Europa. 
176 

Darüber hinaus bin ich der festen Überzeugung, daß die lamentierenden Lords und Erzbischöfe in London überhaupt nicht ein- 
mal die Absicht haben, der bolschewistischen Gefahr, die bei einem weiteren Vordringen der Sowjetarmeen für die 
europäischen Staaten gegeben wäre, praktisch entgegenzutreten. Das Judentum hat die angelsächsischen Staaten geistig und 
politisch schon so tief durchdrungen, daß sie diese Gefahr überhaupt nicht mehr sehen und wahr haben wollen. Wie es sich in 
der Sowjetunion bolschewistisch tarnt, so tarnt es sich in den angelsächsischen Staaten plutokratisch-kapitalistisch. Die 
Methoden der Mimikry sind bei der jüdischen Rasse bekannt. Sie geht seit jeher darauf aus, ihre Gastvölker einzuschläfern und 
damit ihre Abwehrkräfte gegen von ihr stammende akute und lebensgefährdende Bedrohungen zu lahmen. (Zurufe aus der 



Menge: „Wir haben sie erlebt!") Unsere Einsicht in diese Problematik hat uns schon früh die Erkenntnis vermittelt, daß das 
Zusammengehen zwischen internationaler Plutokratie und internationalem Bolschewismus durchaus keinen Widersinn, sondern 
einen tiefen und ursächlichen Sinn darstellt. Über unser Land hinweg reicht sich bereits das westeuropäische scheinzivilisierte 
Judentum und das Judentum des östlichen Ghettos die Hände. Damit ist Europa in Todesgefahr. 

Ich schmeichle mir nicht, mit diesen Ausführungen die öffentliche Meinung in den neutralen oder gar in den feindlichen Staaten 
alarmieren zu können. Das ist auch nicht ihr Zweck und ihre Absicht. Ich weiß, daß die englische Presse morgen mit einem 
wütenden Gekläff über mich herfallen wird, ich hätte angesichts unserer Belastung an der Ostfront die ersten Friedensfühler 
ausgestreckt. (Stürmisches Gelächter.) Davon kann überhaupt keine Rede sein. In Deutschland denkt heute kein Mensch an 
einen faulen Kompromiß, das ganze Volk denkt nur an einen harten Krieg. Ich beanspruche aber als ein verantwortlicher 
Sprecher des führenden Landes dieses Kontinents für mich das souveräne Recht, eine Ge- 
177 

fahr eine Gefahr zu nennen, wenn sie nicht nur unser eigenes Land, sondern unseren ganzen Erdteil bedroht. Als 
Nationalsozialisten haben wir die Pflicht, Alarm zu schlagen gegen die versuchte Chaotisierung des europäischen Kontinents 
durch das internationale Judentum, das sich im Bolschewismus eine terroristische Militärmacht aufgebaut hat, deren 
Bedrohlichkeit überhaupt nicht überschätzt werden kann. 

Die dritte These, die ich hier näher erläutern will, ist die, daß Gefahr unmittelbar im Verzuge ist. Die Lähmungserscheinungen 
der westeuropäischen Demokratien gegen ihre tödlichste Bedrohung sind herzbeklemmend. Das internationale Judentum fördert 
sie mit allen Kräften. Genau so, wie der Widerstand gegen den Kommunismus in unserem Kampf um die Macht in unserem 
eigenen Lande von den jüdischen Zeitungen künstlich eingeschläfert und nur durch den Nationalsozialismus wieder erweckt 
wurde, genau so ist das heute bei den anderen Völkern der Fall. Das Judentum erweist sich hier wieder einmal als die 
Inkarnation des Bösen, als plastischer Dämon des Verfalls und als Träger eines internationalen kulturzerstörerischen Chaos. 
Man wird, um das hier nur zu erwähnen, in diesem Zusammenhang auch unsere konsequente Judenpolitik verstehen können. 
Wir sehen im Judentum für jedes Land eine unmittelbare Gefahr gegeben. Wie andere Völker sich gegen diese Gefahr zur Wehr 
setzen, ist uns gleichgültig. Wie wir uns aber dagegen zur Wehr setzen, das ist unsere eigene Sache, in die wir keinerlei 
Einsprüche dulden. Das Judentum stellt eine infektiöse Erscheinung dar, die ansteckend wirkt. Wenn das feindliche Ausland 
gegen unsere anti-jüdische Politik scheinheilig Protest einlegt und über unsere Maßnahmen gegen das Judentum heuchlerische 
Krokodilstränen vergießt, so kann uns das nicht daran hindern, das Notwendige zu tun. Deutschland jedenfalls hat nicht die 
Absicht, sich dieser Bedrohung zu beugen, sondern vielmehr die, ihr rechtzeitig und wenn 
178 

nötig mit den radikalsten Gegenmaßnahmen entgegenzutreten. (Minutenlang hindern nach diesen Sätzen zustimmende Sprech- 
chöre den Minister am Weiterreden.) 

Im Zeichen all dieser Überlegungen steht die militärische Belastung des Reiches im Osten. Der Krieg der mechanisierten Ro- 
boter gegen Deutschland und gegen Europa ist auf seinen Höhepunkt gestiegen. Das deutsche Volk erfüllt mit seinen 
Achsenpartnern im wahrsten Sinne des Wortes eine europäische Mission, wenn es dieser unmittelbaren und ernsten 
Lebensbedrohung mit den Waffen entgegentritt. Wir lassen uns nicht durch das Geschrei des internationalen Judentums in aller 
Welt in der mutigen und aufrechten Fortführung des gigantischen Kampfes gegen diese Weltpest beirren. Er kann und darf nur 
mit Sieg enden. 

Das Ringen um Stalingrad wurde in seiner tragischen Verwicklung geradezu zu einem Symbol dieses heroischen, männlichen 
Widerstandes gegen den Aufruhr der Steppe. Es hatte deshalb nicht nur eine militärische, sondern auch eine geistige und 
seelische Bedeutung für das deutsche Volk von tiefstgreifender Wirkung. Erst hier sind uns unsere Augen für die aus diesem 
Kriege erwachsende Problematik vollkommen geöffnet worden. Wir wollen jetzt gar nichts mehr von falschen Hoffnungen und 
Illusionen hören. Wir wollen den Tatsachen, und wenn sie noch so hart und grausam sind, mutig in die Augen schauen. Denn 
jedesmal noch hat es sich in der Geschichte unserer Partei und unseres Staates erwiesen, daß eine erkannte Gefahr bald schon 
auch eine gebannte Gefahr ist. Im Zeichen dieses heroischen Widerstandes stehen unsere weiteren schwersten Abwehrkämpfe 
im Osten. Sie beanspruchen unsere Soldaten und ihre Waffen in einem Umfange, der uns bei allen bisherigen Feldzügen 
vollkommen unbekannt gewesen ist. Im Osten tobt ein Krieg ohne Gnade. Der Führer hat ihn richtig 
179 

charakterisiert, als er erklärte, es werden aus ihm nicht Sieger und Besiegte, sondern nur noch Überlebende und Vernichtete 
hervorgehen. 

Das deutsche Volk hat das ganz klar erkannt. Mit seinem gesunden Instinkt hat es sich auf eigene Weise einen Weg durch das 
Gestrüpp der tagesaktuell bedingten geistigen und seelischen Schwierigkeiten dieses Krieges gebahnt. Wir wissen heute genau, 
daß der Blitzkrieg des Polen- und Westfeldzuges für den Osten nur noch eine bedingte Gültigkeit hat. Hier kämpft die deutsche 
Nation um ihr alles. Wir sind in diesem Kampf zu der Erkenntnis gekommen, daß das deutsche Volk hier seine heiligsten Güter, 
seine Familien, seine Frauen und seine Kinder, die Schönheit und Unberührtheit seiner Landschaft, seine Städte und Dörfer, das 
zweitausendjährige Erbe seiner Kultur und alles, was uns das Leben lebenswert macht, zu verteidigen hat. 



Für diese Schätze unseres reichen Volkstums hat der Bolschewismus natürlich nicht das geringste Verständnis, und er würde 
auch im Bedarfsfalle darauf nicht die geringste Rücksicht nehmen. Er tut das ja nicht einmal seinem eigenen Volke gegenüber. 
Die Sowjetunion hat das bolschewistische Kriegspotential seit 25 Jahren in einem Umfange ausgeschöpft, der für uns gänzlich 
unvorstellbar war und deshalb von uns auch falsch eingeschätzt wurde. Das terroristische Judentum hat sich in Rußland 200 
Millionen Menschen dienstbar gemacht, dabei seine zynischen Methoden und Praktiken mit der stumpfen Zähigkeit der 
russischen Rasse vermählt, die deshalb eine um so größere Gefahr für die europäischen Kulturvölker darstellt. Im Osten wird 
ein ganzes Volk zum Kampf gezwungen. Hier werden Männer, Frauen, ja Kinder nicht nur in die Rüstungsfabriken, sondern 
auch in den Krieg getrieben. 200 Millionen stehen uns hier teils unter dem Terror der GPU., teils befangen in einer teuflischen 
Anschauung, mit wilder Stumpfheit gegenüber. Die Massen von Panzern, die in diesem Winter 
180 

unsere östliche Front berennen, sind das Ergebnis eines 25jährigen sozialen Unglücks und Elends des bolschewistischen 
Volkes. Dagegen müssen wir mit entsprechenden Gegenmaßnahmen antreten, wenn wir nicht das Spiel als verloren aufgeben 
wollen. 

Ich gebe meiner festen Überzeugung Ausdruck, daß wir die bolschewistische Gefahr auf die Dauer nur niederringen können, 
wenn wir ihr, wenn auch nicht mit gleichen, so doch mit gleichwertigen Methoden entgegentreten. Die deutsche Nation steht 
damit vor der ernstesten Frage dieses Krieges, nämlich der, die Entschlossenheit aufzubringen, alles einzusetzen, um alles, was 
sie besitzt, zu erhalten, und alles, was sie zum späteren Leben nötig hat, dazuzugewinnen. 

Der totale Krieg also ist das Gebot der Stunde. Es muß jetzt zu Ende sein mit den bürgerlichen Zimperlichkeiten, die auch in 
diesem Schicksalskampf nach dem Grundsatz verfahren wollen: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß ! (Jeder Satz des 
Ministers wird von wachsendem Beifall und stärkster Zustimmung begleitet.) Die Gefahr, vor der wir stehen, ist riesengroß. 
Riesengroß müssen deshalb auch die Anstrengungen sein, mit denen wir ihr entgegentreten. Es ist also jetzt die Stunde 
gekommen, die Glacehandschuhen auszuziehen und die Faust zu bandagieren. (Wie ein einziger Schrei erhebt sich ein 
orkanartiger Beifall. Sprechchöre von den Galerien und Rängen bestätigen die volle Zustimmung der Menge.) Es geht nicht 
mehr an, das reiche Kriegspotential nicht nur unseres eigenen Landes, sondern der uns zur Verfügung stehenden bedeutenden 
Teile Europas nur flüchtig und an der Oberfläche auszuschöpfen. Es muß ganz zur Ausschöpfung gelangen, und zwar so schnell 
und so gründlich, als das organisatorisch und sachlich überhaupt nur denkbar ist. Hier wäre eine falsche Rücksichtnahme 
vollkommen fehl am Orte. Europas Zukunft hängt von unserem Kampf im Osten ab. Wir stehen zu seinem Schutze bereit. Das 
deutsche Volk stellt sein kostbarstes nationales Blut für diesen 
181 

Kampf zur Verfügung. Der übrige Teil Europas sollte hierfür wenigstens seine Arbeit zur Verfügung stellen. Es gibt viele ernst- 
hafte Kritiker auch in anderen Ländern, die diese zwingende Pflicht bereits einsehen. Aridere wieder bestreiten sie noch. Das 
aber kann für uns nicht ausschlaggebend sein. Wenn die Gefahr für sie allein gegeben wäre, so könnte man ihre Auslassungen 
als literarischen Unsinn bewerten, der keinerlei Bedeutung besitzt. Aber die Gefahr ist für uns alle gegeben, und deshalb 
müssen wir uns auch alle dagegen zur Wehr setzen. Wer diesen Kampf im übrigen Europa heute noch nicht versteht, wird uns 
morgen auf den Knien danken, daß wir ihn mutig und unbeirrt auf uns genommen haben. 

Es ärgert uns nicht einmal, wenn unsere Feinde im Ausland behaupten, die Maßnahmen, die wir jetzt zur Totalisierung des 
Krieges durchführten, kämen denen des Bolschewismus ziemlich nahe. Scheinheilig erklären sie, daraus müsse man also 
folgern, daß sich unter diesen Umständen der Kampf gegen den Bolschewismus überhaupt erübrige. Es geht hier nicht um die 
Methode, mit der man den Bolschewismus zu Boden schlägt, sondern um das Ziel, nämlich um die Beseitigung der Gefahr. 
(Minutenlanger Beifall.) Die Frage ist also nicht die, ob die Methoden, die wir anwenden, gut oder schlecht sind, sondern ob sie 
zum Erfolge führen. Jedenfalls sind wir als nationalsozialistische Volksführung jetzt zu allem entschlossen. Wir packen zu, 
ohne Rücksicht auf die Einsprüche des einen oder des anderen. Wir wollen nicht mehr im Interesse der Aufrechterhaltung eines 
hohen, manchmal fast friedensmäßigen inneren Lebensstandards für eine bestimmte Volksschicht das deutsche Kriegspotential 
schwächen und damit unsere Kriegführung gefährden. Im Gegenteil, wir verzichten freiwillig auf einen bedeutenden Teil dieses 
Lebensstandards, um das Kriegspotential so schnell und so gründlich wie möglich zu erhöhen. Diese Aktion stellt keinen 
Selbstzweck, sondern nur ein Mittel zum Zweck dar. Um so höher wird nach dem Siege wieder der soziale Lebens- 
182 

Standard unseres Volkes steigen. Wir brauchen die bolschewistischen Methoden schon deshalb nicht nachzuahmen, weil wir 
über das bessere Menschen- und Führungsmaterial verfügen und damit einen großen Vorsprung besitzen. Aber wir müssen, wie 
die Entwicklung zeigt, viel mehr tun, als wir bisher getan haben, um dem Krieg im Osten eine entscheidende Wendung zum 
Besseren zu geben. 

Im übrigen herrscht darüber, wie mir aus ungezählten Briefen aus der Heimat und Zustimmungskundgebungen von der Front 
mitgeteilt wird, im ganzen deutschen Volke überhaupt nur eine Meinung. Jedermann weiß, daß dieser Krieg, wenn wir ihn ver- 
lören, uns alle vernichten würde. Und darum ist das Volk mit seiner Führung entschlossen, nunmehr zur radikalsten Selbsthilfe 
zu greifen. Die breiten arbeitenden Massen unseres Volkes machen der Regierung nicht zum Vorwurf, daß sie zu rücksichtslos, 



sondern höchstens, daß sie zu rücksichtsvoll vorgeht. Man frage landauf, landab das deutsche Volk; man wird überall nur die 

eine Antwort erhalten: Das Radikalste ist heute eben radikal, und das Totalste ist heute eben total genug, um den Sieg zu 

erringen. 

Darum ist die totale Kriegführung eine Sache des ganzen deutschen Volkes. Niemand kann sich auch nur mit einem Schein von 

Berechtigung an ihren Forderungen vorbeidrücken. Als ich in meiner Rede vom 30. Januar von dieser Stelle aus den totalen 

Krieg proklamierte, schwollen mir aus den um mich versammelten Menschenmassen Orkane der Zustimmung zu. Ich kann also 

feststellen, daß die Führung sich in ihren Maßnahmen in vollkommener Übereinstimmung mit dem ganzen deutschen Volk in 

der Heimat und an der Front befindet. Das Volk will alle, auch die schwersten Belastungen auf sich nehmen und ist bereit, jedes 

Opfer zu bringen, wenn damit dem großen Ziel des Sieges gedient wird. (Lebhafte Zurufe.) 

183 

Die Voraussetzung dazu aber ist selbstverständlich die, daß die Lasten gerecht verteilt werden. (Lauteste Zustimmung.) Es darf 
nicht geduldet werden, daß der weitaus größte Teil des Volkes die ganze Bürde des Krieges trägt, und ein kleiner passiver Teil 
sich an den Lasten und an der Verantwortung des Krieges vorbeizudrücken versucht. Die Maßnahmen, die wir getroffen haben 
und noch treffen müssen, werden deshalb vom Geiste einer nationalsozialistischen Gerechtigkeit erfüllt sein. Wir nehmen keine 
Rücksicht auf Stand und Beruf. Arm und Reich und Hoch und Niedrig müssen in gleicher Weise beansprucht werden. 
Jedermann wird in dieser ernstesten Phase unseres Schicksalskampfes zur Erfüllung seiner Pflicht der Nation gegenüber 
angehalten, wenn nötig, gezwungen werden. Wir wissen uns auch dabei in voller Übereinstimmung mit dem nationalen Willen 
unseres Volkes. Wir wollen lieber zuviel als zu wenig Kraft zur Erringung des Sieges anwenden. Noch niemals ist ein Krieg in 
der Geschichte der Völker verlorengegangen, weil die Führung zuviel Soldaten und Waffen hatte. Sehr viele aber gingen 
verloren, weil das Umgekehrte der Fall war. 

Es ist also an der Zeit, den Säumigen Beine zu machen. (Stürmische Bravorufe.) Sie müssen aus ihrer bequemen Ruhe auf- 
gerüttelt werden. Wir können nicht warten, bis sie von selbst zur Besinnung kommen und es dann vielleicht zu spät ist. Es muß 
wie ein Alarmruf durch das ganze Volk gehen. Eine Arbeit von Millionen Händen hat einzusetzen, und zwar landauf, landab. 
Die Maßnahmen, die wir bereits getroffen haben und noch treffen müssen und die ich im weiteren Teil meiner Ausführungen 
des näheren erläutern werde, sind einschneidend für das gesamte private und öffentliche Leben. Die Opfer, die der einzelne 
Bürger dabei zu bringen hat, sind manchmal schwer; aber sie bedeuten nur wenig den Opfern gegenüber, die er bringen müßte, 
wenn er sich zu diesen Opfern weigerte und damit das größte nationale Unglück über unser Volk heraufbeschwörte. Es ist 
besser, zur rechten Zeit einen Schnitt 
184 

zu tun, als zuzuwarten und die Krankheit sich erst richtig festsetzen zu lassen. Man darf aber dem Operateur, der den Schnitt 
tut, nicht in den Arm fallen oder ihn gar wegen Körperverletzung anklagen. Er schneidet nicht, um zu töten, sondern um das 
Leben des Patienten zu retten. 

Wiederum muß ich hier betonen, daß, je schwerer die Opfer sind, die das deutsche Volk zu bringen hat, um so dringender die 
Forderung erhoben werden muß, daß sie gerecht verteilt werden. Das will auch das Volk. Niemand sträubt sich heute gegen die 
Übernahme von auch schwersten Kriegslasten. Aber es muß natürlich auf jeden aufreizend wirken, wenn gewisse Leute immer 
wieder versuchen, sich an den Lasten überhaupt vorbeizudrücken. Die nationalsozialistische Staatsführung hat die moralische, 
aber auch staatspolitische Pflicht, solchen Versuchen mannhaft, wenn nötig mit drakonischen Strafen entgegenzutreten. 
(Zustimmung.) Schonung wäre hier vollkommen fehl am Platze und würde allmählich zu einer Verwirrung der Gefühle und 
Ansichten unseres Volkes fuhren, die eine schwere Gefährdung unserer öffentlichen Kriegsmoral nach sich ziehen müßte. 
Wir sind somit auch gezwungen, eine Reihe von Maßnahmen zu treffen, die zwar für die Kriegführung an sich nicht von lebens- 
wichtiger Bedeutung sind, die aber für die Aufrechterhaltung der Kriegsmoral in der Heimat und an der Front erforderlich 
erscheinen. Auch die Optik des Krieges, d.h. das äußere Bild der Kriegführung ist im vierten Kriegsjahr von ausschlaggebender 
Wichtigkeit. Die Front hat angesichts der übermenschlichen Opfer, die sie täglich zu bringen hat, ein elementares Anrecht 
darauf, daß auch nicht ein Einziger in der Heimat das Recht für sich in Anspruch nimmt, am Kriege und seinen Pflichten 
vorbeizuleben. Aber nicht nur die Front fordert das, sondern auch der weitaus überwiegende anständige Teil der Heimat. 
(Stürmischer Beifall.) Die Fleißigen besitzen einen Anspruch darauf, daß, wenn sie zehn und zwölf und 
185 

manchmal vierzehn Stunden täglich arbeiten, sich direkt neben ihnen nicht die Faulenzer räkeln und gar noch die anderen für 
dumm und nicht raffiniert genug halten. Die Heimat muß in ihrer Gesamtheit sauber und intakt bleiben. Nichts darf ihr 
kriegsgemäßes Bild trüben. 

Es sind deshalb eine Reihe von Maßnahmen getroffen worden, die dieser neuen Optik des Krieges Rechnung tragen. Wir haben 
beispielsweise die Schließung der Bars und Nachtlokale angeordnet. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es heute noch Menschen 
gibt, die ihre Kriegspflichten voll erfüllen und gleichzeitig bis tief in die Nacht in Amüsierlokalen herumsitzen. Ich muß daraus 
nur folgern, daß sie es mit ihren Kriegspflichten nicht allzu genau nehmen. Wir haben diese Amüsierlokale geschlossen, weil 
sie anfingen, uns lästig zu fallen, und das Bild des Krieges trübten. Wir verfolgen damit durchaus keine muckerischen Ziele. 



Nach dem Kriege wollen wir gern wieder nach dem Grundsatz verfahren: Leben und leben lassen. Während des Krieges aber 

gilt der Grundsatz: Kämpfen und kämpfen lassen! 

Auch Luxusrestaurants, deren Aufwand in keinem Verhältnis zum erzielten Effekt steht, sind der Schließung verfallen. Es mag 

sein, daß der eine oder der andere auch während des Krieges noch in der Pflege des Magens eine Hauptaufgabe sieht. Auf ihn 

können wir dabei keine Rücksicht nehmen. Wenn an der Front unsere kämpfenden Truppen vom Grenadier bis zum 

Generalfeldmarschall aus der Feldküche essen, so glaube ich, ist es nicht zu viel verlangt, wenn wir in der Heimat jeden 

zwingen, wenigstens auf die elementarsten Gebote des Gemeinschaftsdenkens Rücksicht zu nehmen. Feinschmecker wollen wir 

wieder nach dem Kriege werden. Heute haben wir Wichtigeres zu tun, als den Magen zu pflegen. 

Auch ungezählte Luxus- und Repräsentationsgeschäfte sind mittlerweile zur Auflösung gekommen. Sie waren für das kaufende 

Publikum vielfach ein ständiger Stein des Anstoßes. Zu kaufen gab 

186 

es dort praktisch kaum noch etwas, höchstens einmal, wenn man hier und da statt mit Geld, mit Butter oder mit Eiern bezahlte. 
Was haben Geschäfte für einen Zweck, die keine Waren mehr verkaufen und nur elektrisches Licht, Heizung und menschliche 
Arbeitskraft verbrauchen, die uns anderswo, vor allem in der Rüstungsproduktion, an allen Ecken und Enden fehlen. 
Man wende hier nicht ein, die Aufrechterhaltung eines holden Friedensscheines imponiere dem Auslande. Dem Ausland 
imponiert nur ein deutscher Sieg! (Stürmische Zustimmung.) Wenn wir gesiegt haben, wird jedermann unser Freund sein 
wollen. Würden wir aber einmal unterliegen, so könnten wir unsere Freunde an den Fingern einer Hand abzählen. Wir haben 
deshalb mit diesen falschen Illusionen, die das Kriegsbild verwischen, Schluß gemacht. Wir werden die Menschen, die dort 
untätig in den leeren Geschäften herumstanden, einer nutzbringenderen Tätigkeit in der öffentlichen Kriegswirtschaft zuführen. 
Dieser Prozeß ist eben im Gange und wird bis zum 15. März abgeschlossen sein. Er stellt natürlich eine riesige Umorganisation 
unseres ganzen wirtschaftlichen Lebens dar. Wir gehen dabei nicht planlos vor. Wir wollen auch niemanden zu Unrecht 
anklagen oder Tadel und Vorwurf nach allen Seiten verteilen. Wir tun lediglich das, was notwendig ist. Das aber tun wir schnell 
und gründlich. 

Wir wollen lieber ein paar Jahre geflickte Kleider tragen, als einen Zustand heraufbeschwören, in dem unser Volk ein paar 
Jahrhunderte in Lumpen herumlaufen müßte. Was sollen heute noch Modesalons, die Licht, Heizung und menschliche Arbeits- 
kraft verbrauchen. Sie werden nach dem Kriege, wenn wir wieder Zeit und Lust dazu haben, neu erstehen. Was sollen 
Frisiersalons, in denen ein Schönheitskult gepflegt wird, der ungeheuer viel Zeit und Arbeitskraft beansprucht, der für den 
Frieden zwar sehr schön und angenehm, für den Krieg aber überflüssig ist. Unsere Frauen und Mädchen werden einmal unseren 
siegreich heim- 
187 

kehrenden Soldaten auch ohne friedensmäßige Aufmachung gefallen. (Beifall.) 

In den öffentlichen Ämtern wird in Zukunft etwas schneller und unbürokratischer gearbeitet werden. Es ergibt durchaus kein 

gutes Bild, wenn dort nach achtstündiger Arbeitszeit auf die Minute genau Schluß gemacht wird. Nicht das Volk ist für die 

Ämter, sondern die Ämter sind für das Volk da. Man arbeite also so lange, bis die Arbeit erledigt ist. Das ist das Gebot des 

Krieges. Wenn der Führer das kann, so werden auch die Diener des Staates das können. Ist für eine längere Arbeitszeit nicht 

genügend Arbeit da, so gibt man 10 oder 20 oder 30 Prozent der Mitarbeiter an die kriegswichtige Wirtschaft ab und stellt 

damit wieder eine entsprechende Anzahl Männer für die Front frei. Das gilt für alle Dienststellen in der Heimat. Vielleicht wird 

gerade dadurch auch die Arbeit in den Ämtern etwas schneller und etwas weniger schwerfällig vor sich gehen. Wir müssen im 

Kriege lernen, nicht nur gründlich, sondern auch prompt zu arbeiten. Der Soldat an der Front hat auch nicht wochenlang Zeit, 

sich eine Maßnahme zu überlegen, sie von Hand zu Hand weiterzugeben oder in den Akten verstauben zu lassen. Er muß sofort 

handeln, weil er sonst sein Leben verliert. Wir in der Heimat verlieren zwar durch schwerfälliges Arbeiten nicht unser eigenes 

Leben, aber wir gefährden damit auf die Dauer das Leben unseres Volkes. 

Überhaupt muß jeder es sich zu einem selbstverständlichen Gebot der Kriegsmoral machen, auf die berechtigten Forderungen 

des arbeitenden und kämpfenden Volkes die größte Rücksicht zu nehmen. Wir sind keine Spielverderber, aber wir lassen uns 

auch nicht das Spiel verderben. 

Wenn beispielsweise gewisse Männer und Frauen sich wochenlang in den Kurorten herumräkeln, sich dort Gerüchte 

zutratschen und schwer Kriegsversehrten und Arbeitern und Arbeiterinnen, die nach einjährigem, hartem Einsatz Anspruch auf 

Urlaub haben, den 

188 

Platz wegnehmen, so ist das unerträglich und deshalb abgestellt worden. Der Krieg ist nicht die richtige Zeit für einen gewissen 
Amüsierpöbel. Unsere Freude ist bis zu seinem Ende die Arbeit und der Kampf, darin finden wir unsere tiefe innere 
Genugtuung. Wer das nicht aus eigenem Pflichtgefühl versteht, der muß zu diesem Pflichtgefühl erzogen, wenn nötig auch 
gezwungen werden. Hier hilft nur hartes Durchgreifen. 

Es macht z. B. auf das Volk keinen guten Eindruck, wenn wir mit einer Riesenpropaganda die Parole ausgeben: „Räder müssen 
rollen für den Sieg!", das ganze Volk daraus die Folgerung zieht und keine unnützen Reisen antritt, dagegen arbeitslose Ver- 



gnügungsreisende dadurch nur mehr Platz in der Eisenbahn bekommen. Die Eisenbahn dient heute kriegswichtigen Transporten 
und kriegsnotwendigen Geschäftsreisen. Urlaub hat nur der zu beanspruchen, der sonst in seiner Arbeits- oder Kampfkraft 
schwer gefährdet würde. Der Führer hat seit Beginn des Krieges und lange vorher nicht einen Tag Urlaub gehabt. Wenn also 
der erste Mann im Staate seine Pflicht so ernst und so verantwortungsvoll auffaßt, dann muß das für jeden Bürger und jede 
Bürgerin des Staates eine stumme, aber doch unüberhörbare Aufforderung sein, sich auch danach zu richten. 
Die Regierung tut andererseits alles, um dem arbeitenden Volke in dieser schweren Zeit die nötigen 
Entspannungsmöglichkeiten zu erhalten. Theater, Kinos, Musiksäle bleiben voll im Betrieb. Der Rundfunk wird bestrebt sein, 
sein Programm noch zu erweitern und zu vervollkommnen. Wir haben durchaus nicht die Absicht, über unser Volk eine graue 
Winterstimmung heraufzubeschwören. Was dem Volke dient, was seine Kampf- und Arbeitskraft erhält, stählt und vermehrt, 
das ist gut und kriegswichtig. Das Gegenteil ist abzuschaffen. Ich habe deshalb als Ausgleich gegen die eben geschilderten 
Maßnahmen angeordnet, daß die geistigen und seelischen Erholungsstätten des Volkes nicht vermindert, sondern ver- 
189 

mehrt werden. Soweit sie unseren Kriegsanstrengungen nicht schaden, sondern sie fordern, müssen sie auch von Seiten der 

Staats- und Volksführung eine entsprechende Förderung erfahren. Das gilt auch für den Sport. Der Sport ist heute keine 

Angelegenheit bevorzugter Kreise, sondern eine Angelegenheit des ganzen Volkes. U.K-Stellungen sind auf dem Sportgebiet 

gänzlich sinnlos. Der Sport hat ja die Aufgabe, die Körperkraft zu stählen, doch wohl in der Hauptsache zu dem Zweck, sie 

wenigstens in der schlimmsten Notzeit des Volkes zum Einsatz zu bringen. 

Das alles will auch die Front. Das fordert mit stürmischer Zustimmung das ganze deutsche Volk. Es will jetzt nichts mehr hören 

von kriegsunwichtiger Betriebsamkeit und ähnlichen Wichtigtuereien, die nur Zeit und Aufwand erfordern. Es will nichts mehr 

hören von einem überspannten umständlichen Fragebogenunwesen für jeden Unsinn. Es will sich nicht in tausend Kleinigkeiten 

verzetteln, die für den Frieden vielleicht wichtig waren, für den Krieg aber keine Bedeutung besitzen. Es braucht auch nicht 

unter dauernder Erinnerung an das schwere Opfer unserer Soldaten in Stalingrad an seine Pflicht gemahnt zu werden. Es weiß, 

was es zu tun und was es zu lassen hat. Es will eine spartanische Lebensführung für alle, für Hoch und Niedrig, und Arm und 

Reich. So wie der Führer dem ganzen Volke ein Beispiel gibt, so muß das ganze Volk in allen seinen Schichten sich dieses 

Beispiel auch zum Vorbild nehmen. Wenn er nur Arbeit und Sorgen kennt, so wollen wir ihm Arbeit und Sorgen nicht allein 

überlassen, sondern den Teil, den wir ihm abnehmen können, auch auf uns 

nehmen. 

Die Zeit, die wir heute durchleben, hat in ihrer ganzen Anlage für jeden echten Nationalsozialisten eine verblüffende 

Ähnlichkeit mit der Kampfzeit. Da und immer haben wir so gehandelt. Wir sind immer mit dem Volke durch dick und dünn 

gegangen, und darum ist das Volk uns auch auf allen Wegen gefolgt. Wir haben immer 

190 

mit dem Volke gemeinsam alle Lasten getragen, und deshalb schienen uns die Lasten nicht schwer, sondern leicht zu sein. Das 
Volk will geführt werden. Noch niemals gab es in der Geschichte ein Beispiel dafür, daß in einer kritischen Stunde des 
nationalen Lebens das Volk einer tapferen und entschlossenen Führung die Gefolgschaft versagt hätte. 

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch über einige praktische Maßnahmen des totalen Krieges, die wir bereits getroffen 
haben, ein paar Worte verlieren. 

Das Problem, um das es sich dabei handelt, heißt: Freimachung von Soldaten für die Front, Freimachung von Arbeitern und 
Arbeiterinnen für die Rüstungswirtschaft. Diesen beiden Zielen müssen alle anderen Bedürfnisse untergeordnet werden, selbst 
auf Kosten unseres sozialen Lebensniveaus während des Krieges. Das soll nicht eine endgültige Stabilisierung unseres 
Lebensstandards darstellen, sondern gilt nur als Mittel zur Erreichung des Zweckes, nämlich des eines totalen Sieges. 
Es müssen im Rahmen dieser Aktion hunderttausende von U.K-Stellungen in der Heimat aufgehoben werden. Diese U.K- 
Stellungen waren bisher notwendig, weil wir nicht ausreichend Fach- und Schlüsselkräfte zur Verfügung hatten, die die durch 
Aufhebung der U.K-Stellungen leer werdenden Plätze besetzen konnten. Es ist der Sinn der getroffenen und noch zu treffenden 
Maßnahmen, die dafür benötigten Arbeitskräfte zu mobilisieren. Darum geht unser Appell an die noch außerhalb der 
Kriegswirtschaft stehenden Männer und die bisher noch außerhalb des Arbeitsprozesses stehenden Frauen. Sie werden sich 
diesem Appell nicht versagen wollen und auch nicht versagen können. Die Arbeitspflicht für Frauen ist sehr weitschichtig 
gefaßt worden. Das heißt aber nicht, daß nur diejenigen, die im Gesetz genannt worden sind, arbeiten dürfen. Jeder ist uns 
willkommen, und je mehr sich für den großen Umschichtungsprozeß in der inneren Wirtschaft zur Ver- 
191 

fügung stellen, um so mehr Soldaten können wir für die Front freimachen. 

Unsere Feinde behaupten, die deutschen Frauen seien nicht in der Lage, den Mann in der Kriegswirtschaft zu ersetzen. Das mag 
für bestimmte schwere körperliche Arbeiten unserer Kriegsfertigung zutreffen. Darüber hinaus aber bin ich der Überzeugung, 
daß die deutsche Frau fest entschlossen ist, den Platz, den der Mann, der an die Front geht, freimacht, in kürzester Frist voll 
auszufüllen. Wir brauchen uns da gar nicht auf bolschewistische Beispiele zu berufen. Auch in der deutschen Kriegswirtschaft 
sind seit Jahren schon Millionen bester deutscher Frauen mit größtem Erfolg tätig, und sie warten mit Ungeduld darauf, daß ihre 



Reihen baldigst durch neuen Zuzug vermehrt und ergänzt werden. Alle die, die sich für diese Arbeit zur Verfügung stellen, 
erfüllen damit nur eine Dankespflicht der Front gegenüber. Hunderttausende sind schon gekommen, hunderttausende werden 
noch kommen. In kürzester Zeit hoffen wir damit Armeen von Arbeitskräften freizumachen, die ihrerseits wieder Armeen von 
kämpfenden Frontsoldaten freistellen werden. 

Ich müßte mich sehr in den deutschen Frauen täuschen, wenn ich annehmen sollte, daß sie den hiermit an sie ergehenden Appell 
überhören wollten. Sie werden sich nicht in engherzigster Weise an das Gesetz anklammern oder gar noch versuchen, durch 
seine Maschen zu entschlüpfen. Im übrigen würden die wenigen, die solche Absichten verfolgen, damit bei uns nicht landen. 
Ärztliche Atteste werden statt der aufgerufenen Arbeitskraft nicht als vollwertig angenommen. Auch eine etwaige Alibiarbeit, 
die man sich beim Mann oder beim Schwager oder bei einem guten Bekannten verschafft, um sich unbeaufsichtigt weiter an der 
Arbeit vorbeidrücken zu können, wird von uns mit entsprechenden Gegenmaßnahmen beantwortet werden. Die wenigen, die 
solche Pläne verfolgen, können sich damit in der öffentlichen Wertung nur selbst 
192 

erledigen. Das Volk wird ihnen die größte Verachtung zollen. Niemand verlangt, daß eine Frau, die dazu nicht die nötigen 

körperlichen Voraussetzungen mitbringt, in die schwere Fertigung einer Panzerfabrik geht. Es gibt aber eine Unmenge von 

Fertigungen auch in der Kriegsindustrie, die ohne allzu starke körperliche Anstrengung geleistet werden können und für die sich 

eine Frau, auch wenn sie aus bevorzugten Kreisen stammt, ruhig zur Verfügung stellen kann. Niemand ist dafür zu gut, und wir 

haben ja nur die Wahl, hier etwas Ganzes zu tun oder das Ganze zu verlieren. 

Es wäre auch angebracht, daß Frauen, die Dienstpersonal beschäftigen, jetzt schon diese Frage einer Überprüfung unterzögen. 

Man kann sehr wohl sich selbst dem Haushalt und den Kindern widmen und sein Dienstmädchen freigeben oder den Haushalt 

und die Kinder dem Dienstmädchen oder der NSV. überantworten und sich selbst zur Arbeit melden. Allerdings ist dann das 

Leben nicht mehr so gemütlich wie im Frieden. Aber wir leben ja auch nicht im Frieden, sondern im Kriege. Gemütlich werden 

wir es uns wieder machen, wenn wir den Sieg in Händen haben. Jetzt aber müssen wir für den Sieg unter weitestgehender 

Aufopferung unserer Bequemlichkeit kämpfen. 

Auch und gerade die Kriegerfrauen werden das verstehen. Sie werden es für ihre höchste Verpflichtung halten, ihren Männern 

draußen an der Front dadurch zur Seite zu treten, daß sie sich einer kriegswichtigen Arbeit zur Verfügung stellen. Das betrifft 

vor allem die Landwirtschaft. Die Frauen der Landarbeiter haben hier ein gutes Beispiel zu geben. Es gilt für alle Männer und 

Frauen der Grundsatz, daß es für niemanden angebracht ist, im Kriege sogar noch weniger zu tun als im Frieden, die Arbeit 

muß auf allen Gebieten vermehrt werden. 

Man darf übrigens nicht den Fehler machen, alles, was jetzt nötig ist, auf die Regierung zu schieben. Die Regierung kann nur 

die großen Rahmengesetze schaffen. Den Rahmengesetzen Leben 

193 

und Inhalt zu geben, ist Aufgabe des arbeitenden Volkes; und zwar soll das unter der Führung der Partei geschehen. Schnelles 

Handeln ist hier erstes Gebot. 

Über die gesetzliche Verpflichtung hinaus also gilt jetzt die Parole: Freiwillige vor! Hier appelliere ich vor allem als Berliner 

Gauleiter an meine Berliner Mitbürgerinnen. Sie haben im Verlaufe dieses Krieges schon so viele edle Beispiele einer tapferen 

Lebensgesinnung gegeben, daß sie sich gewiß auch dieser Forderung gegenüber nicht beschämen lassen wollen. Sie haben sich 

durch ihre praktische Lebensart, sowie durch die Frische ihrer Lebensauffassung auch im Kriege in der ganzen Welt einen 

guten Namen erworben. Diesen guten Namen gilt es jetzt durch eine großzügige Handlungsweise zu erhalten und zu verstärken. 

Wenn ich also meine Berliner Mitbürgerinnen aufrufe, sich schnell, prompt und ohne viel Einwendungen einer kriegswichtigen 

Arbeit zur Verfügung zu stellen, so weiß ich, daß alle diesem Appell Folge leisten werden. Wir wollen jetzt nicht über die 

Schwere der Zeit klagen oder uns einander etwas vorräsonnieren, wir wollen, wie das nicht nur Berliner, sondern deutsche Art 

ist, zupacken, handeln, die Initiative ergreifen, selbst etwas tun und nicht alles den anderen zu tun überlassen. 

Welche deutsche Frau wollte es übers Herz bringen, sich einem solchen Appell, den ich vor allem für die kämpfende Front an 

die deutsche Frauenwelt richte, zu entziehen? Wer wollte jetzt eine spießige Bequemlichkeit über das nationale Pflichtgebot 

stellen? Wer wollte jetzt noch angesichts der schweren Bedrohung, der wir alle ausgesetzt sind, an seine egoistischen privaten 

Bedürfnisse denken und nicht an die über alledem stehenden Notwendigkeiten des Krieges? 

Ich weise mit Verachtung den Vorwurf, den uns unsere Feinde machen, zurück, daß das eine Nachahmung des Bolschewismus 

sei. Wir wollen den Bolschewismus nicht nachahmen, wir wollen ihn 

194 

besiegen, und zwar mit Mitteln und Methoden, die ihm gewachsen sind. Die deutsche Frau wird das am ehesten verstehen, denn 
sie hat längst erkannt, daß der Krieg, den heute unsere Männer führen, ein Krieg vor allem zum Schutze ihrer Kinder ist. Ihr 
heiligstes Gut wird also in diesem Kriege durch den Einsatz des kostbarsten Blutes unseres Volkes beschirmt. Mit diesem 
Kampf der Männer muß die deutsche Frau auch nach außen hin spontan ihre Solidarität bekunden. Sie muß sich lieber morgen 
als übermorgen in die Reihen der Millionen schaffender Angestellten und Arbeiterinnen einreihen und das Heer der arbeitenden 
Heimat auch durch ihre eigene Person vermehren. Es muß wie ein Strom der Bereitschaft durch das deutsche Volk gehen. Ich 



erwarte, daß sich nun ungezählte Frauen und vor allem auch Männer, die bisher noch keine kriegswichtige Arbeit taten, bei den 

Meldestellen melden. Wer sich schnell gibt, der gibt sich doppelt. 

Daneben vollziehen sich großzügige Zusammenlegungen in unserer allgemeinen Wirtschaft. Das betrifft vor allem unser 

Versicherungs- und Bankwesen, das Steuerwesen, unser nicht kriegs- und lebensnotwendiges Zeitschriften- und Zeitungswesen, 

das betrifft für den Krieg entbehrliche Partei- und Verwaltungsbetriebe, aber auch eine weitere Vereinfachung der 

Lebensführung unseres Volkes. 

Ich weiß, daß große Teile unseres Volkes dabei schwere Opfer bringen müssen. Ich habe Verständnis für diese Opfer, und die 

Volksführung ist bemüht, diese auf ein Mindestmaß zu beschränken. Aber ein gewisser Rest wird übrig bleiben, der getragen 

werden muß. Nach dem Kriege werden wir das, was wir heute auflösen, größer und schöner denn je wieder neu aufbauen, und 

der Staat wird dazu seine helfende Hand leihen. 

Ich wende mich in diesem Zusammenhang eindringlich gegen die Behauptung, daß mit unseren Maßnahmen eine Stillegung des 

Mittelstandes oder eine Monopolisierung unserer Wirtschaft be- 

195 

zweckt würde. Nach dem Kriege wird der Mittelstand sofort wieder in größtem Umfange wirtschaftlich und sozial 
wiederhergestellt. Die augenblicklichen Maßnahmen sind ausschließlich Notmaßnahmen für die Kriegszwecke und 
Kriegsbedürfnisse. Sie streben nicht eine strukturelle Veränderung der Wirtschaft an, sondern sind lediglich auf das Ziel 
ausgerichtet, den Sieg so schnell und so gründlich wie möglich erkämpfen zu helfen. 

Ich streite nicht ab, daß uns auch angesichts der Durchführung der eben geschilderten Maßnahmen noch sorgenvolle Wochen 
bevorstehen. Aber damit schaffen wir jetzt endgültig Luft. Wir stellen diese Maßnahmen auf die Aktionen des kommenden 
Sommers ein und begeben uns heute, ohne den Drohungen und Großsprechereien des Feindes irgendeine Beachtung zu 
schenken, an die Arbeit. Ich bin glücklich, dieses Programm des Sieges (Stürmischer Beifall) einem deutschen Volke vortragen 
zu dürfen, das diese Maßnahmen nicht nur willig auf sich nimmt, sondern sie fordert, und zwar dringender, als das je im 
Verlaufe dieses Krieges der Fall gewesen ist. Das Volk will, daß durchgreifend und schnell gehandelt wird. Es ist Zeit! Wir 
müssen den Augenblick und die Stunde nützen, damit wir vor kommenden Überraschungen gesichert sind. 
Ich wende mich bei diesem Appell an das ganze deutsche Volk, besonders aber an die Partei als die berufene Führerin der 
Totalisierung unserer inneren Kriegführung. Sie steht nicht zum ersten Male vor einer derartig gigantischen Aufgabe. Sie wird 
diese Aufgabe mit dem an ihr gewohnten revolutionären Elan zur Lösung bringen. Sie wird am ehesten mit Trägheit und 
Indolenz, die sich hier oder da zeigen mögen, fertig werden. Der Staat hat seine Rahmengesetze erlassen und wird deren in den 
nächsten Tagen und Wochen weitere erlassen. Die Nebensächlichkeiten, die in diesen Rahmengesetzen unbeachtet bleiben, 
müssen vom Volke selbst unter der Führung der Partei durchgeführt werden. Über allem aber, was wir jetzt unternehmen und 
lassen, steht für jeden gültig 
196 

das moralische Gesetz, nichts zu tun, was dem Kriege schadet, und alles zu tun, was dem Siege nützt. 

Wir haben uns in den vergangenen Jahren oft in unseren Zeitungen und Reden auf das friderizianische Beispiel berufen. Wir 
hatten gar keine Berechtigung dazu. Friedrich II. stand im 3. Schlesischen Krieg zeitweilig mit fünf Millionen Preußen, wie 
Schlieffen berechnet, 90 Millionen Europäern gegenüber. Und schon im zweiten der sieben höllischen Jahre erlitt er eine 
Niederlage, die den ganzen preußischen Staat ins Wanken brachte. Er hat niemals genug Soldaten und Waffen gehabt, um seine 
Schlachten ohne größtes Risiko zu schlagen. Er betrieb seine Strategie immer als ein System der Aushilfen. Aber er verfolgte 
dabei den Grundsatz, den Feind anzugreifen, wo sich ihm eine Gelegenheit dazu bot, und ihn zu schlagen, wo er sich ihm 
stellte. Daß er Niederlagen erlitt, ist nicht das Entscheidende. Entscheidend ist vielmehr, daß der große König in allen 
Schicksalsschlägen ungebrochen blieb, daß er unerschütterlich das schwankende Kriegsglück auf sich nahm und sein ehernes 
Herz jede Gefahr überwand. Am Ende der sieben Jahre stand er, 51jährig, ein zahnloser, gichtkranker und von tausend 
Schmerzen gepeinigter Greis, doch als Sieger auf dem verwüsteten Schlachtfeld. Was haben wir denn dem entgegenzusetzen? ! 
Höchstens nur den Willen und die Entschlußkraft, es ihm, wenn die Stunde das gebietet, gleichzutun, wie er unerschütterlich zu 
bleiben in allen Fügungen des Schicksals, wie er den Sieg auch unter den ungünstigsten Umständen herbeizuzwingen und 
niemals an der großen Sache, die wir verfechten, zu verzweifeln. 

Ich gebe meiner tiefen Überzeugung Ausdruck, daß das deutsche Volk durch den tragischen Schicksalsschlag von Stalingrad 
innerlich auf das tiefste geläutert worden ist. Es hat dem Krieg in sein hartes und erbarmungsloses Antlitz hineingeschaut. Es 
weiß nun die grausame Wahrheit und ist entschlossen, mit dem Führer durch dick und dünn zu gehen. (Begeistert erhebt sich 
die Menge bei 
197 

diesen Worten, und wie das Branden eines Meeres klingen nicht enden wollende Sprechchöre: „Führer befiehl, wir folgen!" 
„Heil unserm Führer!" Minutenlang ist der Minister am Weiterreden gehindert.) 

In diesen Tagen hat sich die englische und amerikanische Presse sehr ausgiebig mit der Haltung des deutschen Volkes in der 
gegenwärtigen Krise befaßt. Die Engländer kennen das deutsche Volk nach ihren Angebereien bekanntlich viel besser, als wir, 



seine eigene Führung. Sie geben uns scheinheilig Ratschläge, was wir zu tun und zu lassen hätten, immer in der irrigen Ansicht, 
das deutsche Volk von heute gleiche dem deutschen Volk vom November 1918, das auf ihre Verführungskünste hereinfiel. Ich 
habe es nicht nötig, gegen diese Annahme den Gegenbeweis zu führen. Der Gegenbeweis wird vom kämpfenden und 
arbeitenden deutschen Volk jeden Tag aufs Neue erhärtet. 

Ich möchte aber zur Steuer der Wahrheit an Euch, meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen, eine Reihe von 
Fragen richten, die Ihr nur nach bestem Wissen und Gewissen beantworten müßt. Als mir meine Zuhörer auf meine 
Forderungen vom30. Januar spontan ihre Zustimmung bekundeten, behauptete die englische Presse am anderen Tag, das sei ein 
Propagandatheater gewesen und entspreche in keiner Weise der wahren Stimmung des deutschen Volkes. (Spontane Rufe: 
„Pfui!" „Lüge!" „Sie sollen nur herkommen ! Die werden uns kennenlernen!") Ich habe heute zu dieser Versammlung nun einen 
Ausschnitt des deutschen Volkes im besten Sinne des Wortes eingeladen. (Die Aufzählung des Ministers wird von stürmischen 
Kundgebungen begleitet, die sich in einem nicht enden wollenden Beifall und stärkster Zustimmung für die im Sportpalast 
anwesenden Vertreter der Wehrmacht kundtun.) Vor mir sitzen reihenweise deutsche Verwundete von der Ostfront, Bein- und 
Armamputierte, mit zerschossenen Gliedern, Kriegsblinde, die mit ihren Rotekreuzschwestern gekommen sind, Männer in 
198 

der Blüte ihrer Jahre, die vor sich ihre Krücken stehen haben. Dazwischen zähle ich an die fünfzig Träger des Eichenlaubes und 
des Ritterkreuzes, eine glänzende Abordnung unserer kämpfenden Front. Hinter ihnen erhebt sich ein Block von 
Rüstungsarbeitern und -arbeiterinnen aus den Berliner Panzerwerken. Wieder hinter ihnen sitzen Männer aus der 
Parteiorganisation, Soldaten aus der kämpfenden Wehrmacht, Ärzte, Wissenschaftler, Künstler, Ingenieure und Architekten, 
Lehrer, Beamte und Angestellte aus den Ämtern und Büros, eine stolze Vertreterschaft unseres geistigen Lebens in all seinen 
Schichtungen, dem das Reich gerade jetzt im Kriege Wunder der Erfindung und des menschlichen Genies verdankt. Über das 
ganze Rund des Sportpalastes verteilt sehe ich Tausende von deutschen Frauen. Die Jugend ist hier vertreten und das 
Greisenalter. Kein Stand, kein Beruf und kein Lebensjahr blieb bei der Einladung unberücksichtigt. Ich kann also mit Fug und 
Recht sagen: Was hier vor mir sitzt, ist ein Ausschnitt aus dem ganzen deutschen Volk an der Front und in der Heimat. Stimmt 
das ? Ja oder Nein! (Der Sportpalast erlebt im Augenblick dieser Fragestellung eine Kundgebung, wie sie selbst diese alte 
Kampfstätte des Nationalsozialismus nur an besonderen Höhepunkten nationalen Geschehens erlebt hat. Die Masse springt wie 
elektrisiert von ihren Plätzen. Wie ein Orkan braust ein vieltausendstimmiges Ja durch das weite Rund. Was die Teilnehmer 
dieser Kundgebung erleben, ist eine Volksabstimmung und Willensäußerung, wie sie spontaner keinen Ausdruck finden kann.) 
Ihr also, meine Zuhörer, repräsentiert in diesem Augenblick die Nation. Und an Euch möchte ich zehn Fragen richten, die Ihr 
mir mit dem deutschen Volke vor der ganzen Welt, insbesondere aber vor unseren Feinden, die uns auch an ihrem Rundfunk 
zuhören, beantworten sollt. (Nur mit Mühe kann sich der Minister für die nun folgenden Fragen Gehör verschaffen. Die Masse 
befindet sich in einem Zustand äußerster Hochstimmung. Messerscharf fallen die einzelnen Fragen. Jeder einzelne 
199 

fühlt sich persönlich angesprochen. Mit letzter Anteilnahme und Begeisterung gibt die Masse auf jede einzelne Frage die 

Antwort. Der Sportpalast hallt wider von einem einzigen Schrei der Zustimmung.) 

Die Engländer behaupten, das deutsche Volk habe den Glauben an den Sieg verloren. 

Ich frage Euch: Glaubt Ihr mit dem Führer und mit uns an den endgültigen totalen Sieg des deutschen Volkes? 

Ich frage Euch: Seid Ihr entschlossen, dem Führer in der Erkämpfung des Sieges durch dick und dünn und unter Aufnahme 

auch der schwersten persönlichen Belastungen zu folgen? 

Zweitens: Die Engländer behaupten, das deutsche Volk ist des Kampfes müde. 

Ich frage Euch: Seid Ihr bereit, mit dem Führer als Phalanx der Heimat hinter der kämpfenden Wehrmacht stehend diesen 

Kampf mit wilder Entschlossenheit und unbeirrt durch alle Schicksalsfügungen fortzusetzen, bis der Sieg in unseren Händen 

ist? 

Drittens: Die Engländer behaupten, das deutsche Volk hat keine Lust mehr, sich der überhand nehmenden Kriegsarbeit, die die 

Regierung von ihm fordert, zu unterziehen. 

Ich frage Euch: Seid Ihr und ist das deutsche Volk entschlossen, wenn der Führer es befiehlt, zehn, zwölf, und wenn nötig 

vierzehn und sechzehn Stunden täglich zu arbeiten und das Letzte herzugeben für den Sieg? 

Viertens: Die Engländer behaupten, das deutsche Volk wehrt sich gegen die totalen Kriegsmaßnahmen der Regierung. Es will 

nicht den totalen Krieg, sondern die Kapitulation. (Zurufe: Niemals ! Niemals! Niemals!) 

Ich frage Euch: Wollt Ihr den totalen Krieg? Wollt Ihr ihn wenn nötig totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt 

noch vorstellen können? 

200 

Fünftens: Die Engländer behaupten, das deutsche Volk hat sein Vertrauen zum Führer verloren. 

Ich frage Euch: Ist Euer Vertrauen zum Führer heute größer, gläubiger und unerschütterlicher denn je? Ist Eure Bereitschaft, 
ihm auf allen seinen Wegen zu folgen und alles zu tun, was nötig ist, um den Krieg zum siegreichen Ende zu führen, eine 
absolute und uneingeschränkte? (Die Menge erhebt sich wie ein Mann. Die Begeisterung der Masse entlädt sich in einer 



Kundgebung nicht dagewesenen Ausmaßes. Vieltausendstimmige Sprechchöre brausen durch die Halle: „Führer befiehl, wir 

folgen!" Eine nicht abebbende Woge von Heilrufen auf den Führer braust auf. Wie auf ein Kommando erheben sich nun die 

Fahnen und Standarten, höchster Ausdruck des weihevollen Augenblicks, in dem die Masse dem Führer huldigt.) 

Ich frage Euch als sechstes: Seid Ihr bereit, von nun ab Eure ganze Kraft einzusetzen und der Ostfront die Menschen und 

Waffen zur Verfügung zu stellen, die sie braucht, um dem Bolschewismus den tödlichen Schlag zu versetzen? 

Ich frage Euch siebentens: Gelobt Ihr mit heiligem Eid der Front, daß die Heimat mit starker Moral hinter ihr steht und ihr alles 

geben wird, was sie nötig hat, um den Sieg zu erkämpfen? 

Ich frage Euch achtens: Wollt Ihr, insbesondere Ihr Frauen selbst, daß die Regierung dafür sorgt, daß auch die deutsche Frau 

ihre ganze Kraft der Kriegführung zur Verfügung stellt und überall da, wo es nur möglich ist, einspringt, um Männer für die 

Front frei zu machen und damit ihren Männern an der Front zu helfen? 

Ich frage Euch neuntens: Billigt Ihr wenn nötig die radikalsten Maßnahmen gegen einen kleinen Kreis von Drückebergern und 

Schiebern, die mitten im Kriege Frieden spielen und die Not des Volkes zu eigensüchtigen Zwecken ausnutzen wollen? Seid Ihr 

damit einverstanden, daß, wer sich am Krieg vergeht, den Kopf verliert? 

201 

Ich frage Euch zehntens und zuletzt: Wollt Ihr, daß, wie das nationalsozialistische Parteiprogramm es gebietet, gerade im 
Kriege gleiche Rechte und gleiche Pflichten vorherrschen, daß die Heimat die schweren Belastungen des Krieges solidarisch 
auf ihre Schultern nimmt und daß sie für Hoch und Niedrig und Arm und Reich in gleicher Weise verteilt werden? 
Ich habe Euch gefragt; Ihr habt mir Eure Antwort gegeben. Ihr seid ein Stück Volk, durch Euren Mund hat sich damit die 
Stellungnahme des deutschen Volkes manifestiert. Ihr habt unseren Feinden das zugerufen, was sie wissen müssen, damit sie 
sich keinen Illusionen und falschen Vorstellungen hingeben. 

Somit sind wir, wie von der ersten Stunde unserer Macht an und durch all die zehn Jahre hindurch, fest und brüderlich mit dem 
deutschen Volk vereint. Der mächtigste Bundesgenosse, den es auf dieser Welt gibt, das Volk selbst, steht hinter uns und ist 
entschlossen, mit dem Führer, koste es, was es wolle, und unter Aufnahme auch der schwersten Opfer den Sieg kämpfend zu 
erstreiten. Welche Macht der Welt könnte uns jetzt noch hindern, alles das durchzusetzen und zu erfüllen, was wir uns als Ziel 
gesteckt haben. Jetzt wird und muß es uns gelingen! Ich stehe hier vor Euch nicht nur als Sprecher der Regierung, sondern auch 
als Sprecher des Volkes. Um mich herum sitzen meine alten Freunde aus der Partei, die hohe Ämter in der Führung von Volk 
und Staat bekleiden. Neben mir sitzt Parteigenosse Speer, der vom Führer den geschichtlichen Auftrag erhalten hat, die 
deutsche Rüstungswirtschaft zu mobilisieren und der Front Waffen in Hülle und Fülle zu liefern. Neben mir sitzt Parteigenosse 
Dr. Ley, der vom Führer den Auftrag erhalten hat, die Führung der deutschen Arbeiterschaft durchzuführen und sie in 
unermüdlichem Einsatz für ihre Kriegspflichten zu schulen und zu erziehen. Wir fühlen uns verbunden mit unserem 
Parteigenossen Sauckel, der vom Führer den Auftrag erhalten hat, ungezählte Hunderttausende von Arbeitskräften ins Reich zu 
202 

bringen, die einen Zuschuß an die nationale Wirtschaft darstellen, der vom Feind überhaupt nicht eingeholt werden kann. 
Darüber hinaus sind mit uns vereinigt alle Führer der Partei, der Wehrmacht und des Staates. 

Wir alle, Kinder unseres Volkes, zusammengeschweißt mit dem Volke in der größten Schicksalsstunde unserer nationalen Ge- 
schichte, wir geloben Euch, wir geloben der Front, und wir geloben dem Führer, daß wir die Heimat zu einem Willensblock 
zusammenschweißen wollen, auf den sich der Führer und seine kämpfenden Soldaten unbedingt und blindlings verlassen 
können. Wir verpflichten uns, in unserem Leben und Arbeiten alles zu tun, was zum Siege nötig ist. Unsere Herzen wollen wir 
'erfüllen mit jener politischen Leidenschaft, die uns immer in den großen Kampfzeiten der Partei und des Staates wie ein ewig 
brennendes Feuer verzehrte. Nie wollen wir in diesem Kriege jener falschen und scheinheiligen Objektivitätsduselei verfallen, 
der die deutsche Nation in ihrer Geschichte schon so viel Unglück zu verdanken hat. 

Als dieser Krieg begann, haben wir unsere Augen einzig und allein auf die Nation gerichtet. Was ihr und ihrem Lebenskampf 
dient, das ist gut und muß erhalten und gefördert werden. Was ihr und ihrem Lebenskampfe schadet, das ist schlecht und muß 
beseitigt und abgeschnitten werden. Mit heißem Herzen und kühlem Kopf wollen wir an die Bewältigung der großen Probleme 
dieses Zeitabschnittes des Krieges herantreten. Wir beschreiten damit den Weg zum endgültigen Sieg. Er liegt begründet im 
Glauben an den Führer. 

So stelle ich denn an diesem Abend der ganzen Nation noch einmal ihre große Pflicht vor Augen. Der Führer erwartet von uns 
eine Leistung, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Wir wollen uns seiner Forderung nicht versagen. Wie wir 
stolz auf ihn sind, so soll er stolz auf uns sein können. 
203 

In den großen Krisen und Erschütterungen des nationalen Lebens erst bewähren sich die wahren Männer, aber auch die wahren 
Frauen. Da hat man nicht mehr das Recht, vom schwachen Geschlecht zu sprechen, da beweisen beide Geschlechter die gleiche 
Kampfentschlossenheit und Seelenstärke. Die Nation ist zu allem bereit. Der Führer hat befohlen, wir werden ihm folgen. Wenn 
wir je treu und unverbrüchlich an den Sieg geglaubt haben, dann in dieser Stunde der nationalen Besinnung und der inneren 



Aufrichtung. Wir sehen ihn greifbar nahe vor uns liegen; wir müssen nur zufassen. Wir müssen nur die Entschlußkraft 

aufbringen, alles andere seinem Dienst unterzuordnen. Das ist das Gebot der Stunde. Und darum lautet die Parole: 

Nun, Volk, steh auf und Sturm brich los! 

(Die letzten Worte des Ministers gehen in nicht enden wollenden stürmischen Beifallskundgebungen unter.) 

204 



Die Krise Europas 

28. Februar 1943 

Man muß die Judenfrage kennen, um die gegenwärtige Konstellation des Krieges zu verstehen. Wie wollte man sonst eine 
Erklärung finden für folgende Tatsachen: Die Achsenmächte sind in einen ihr Leben bedrohenden Weltkampf verstrickt, in dem 
auf der einen Seite der östliche Bolschewismus, angeblich die krasseste und radikalste Äußerung des internationalen 
Sozialismus, und auf der anderen Seite die westliche Plutokratie, zugegebenermaßen die ebenso krasseste und radikalste 
Äußerung des internationalen Kapitalismus, gegen sie anrennen. Der Bolschewismus bemüht sich dabei scheinbar, 
westeuropäischzivilisierte Sitten anzunehmen; die Plutokratie dagegen setzt je nach Bedarf die Jakobinermütze auf und redet in 
ihren Auslassungen ein revolutionäres Kauderwelsch, das den von ihr noch verbleibenden Abstand zum Bolschewismus zu 
überbrücken versucht. Der Kreml attestiert der Downingstreet und dem Weißen Haus, daß die dort regierende Plutokratie 
eigentlich gar nicht so schlimm sei, wie sie auf den ersten Blick ausschaue, in London und Washington dagegen sind feine 
Herren im Cut und Erzbischöfe und Kardinäle im Talar eifrig damit beschäftigt, am Bolschewismus und an Stalin eine Art von 
Mohrenwäsche vorzunehmen, aus der sie blütenweiß wie Unschuldsengel hervorgehen sollen. Es gibt keine größere 
Frömmigkeit als die von den Sowjetgewalthabern geübte, und es gibt keinen zielbewußteren Sozialismus als den von den 
Roosevelt, Churchill und Eden vertretenen. Erkläret mir, Graf Örindur, diesen Zwiespalt der Natur! 
205 

Die Lösung des Rätsels sucht man vergebens, wenn man bei der Überprüfung dieses Tatbestandes das Judenproblem außer 
Acht läßt. Sie liegt jedoch auf der Hand, wenn man auch hier in der Rassenfrage den Schlüssel zur Weltgeschichte sieht. Es gibt 
nämlich zwischen beiden Feindlagern nur einen Scheinunterschied, sofern man die im Vordergrund agierenden Personen 
betrachtet. Durchleuchtet man jedoch den Hintergrund, dann entdeckt man sehr bald den Spiritus rector der ganzen seelischen 
und geistigen Verwirrung, das Ferment der Dekomposition der Staaten und Völker, das internationale Judentum. 
Plutokratie und Bolschewismus entspringen derselben Wurzel einer liberal-demokratischen Verfallsperiode. Sie mögen sich in 
den Nuancen unterscheiden, sind sich im Wesen aber gleich, wenn nicht ganz und ausschließlich in dem, was sie wollen, so 
doch in dem, was sie nicht wollen. Und das ist vornehmlich die Ordnung unter den Völkern. Sie gedeihen beide auf dem Boden 
der Unordnung, der Anarchie und des Chaos. Sie streben sie deshalb auch an, weil sie aus ihnen allein ihre infernalische Kraft 
zum Bösen und zur Zerstörung ziehen können. Das Judentum kennt zwei Arten, seine Herrschaft über geschlossene 
Völkerschaften zu errichten und aufrechtzuerhalten: die des internationalen Kapitalismus und die des internationalen 
Bolschewismus. Beide unterscheiden sich nur im Stil und im Auftreten, nicht aber im Wesen voneinander. Der eine ist der 
radikalere Bruder des anderen. Ihre Herrschsucht ist grenzenlos. Sie suchen jedesmal, wenn sie auf gewöhnliche Weise nicht 
zum Ziel kommen können, einen Zustand tiefster Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung über die Völker hereinzuführen, in dem 
dann ihre Saat aufgeht. Auf dem Wege dahin sind sie dauernd und eifrigst bestrebt, die natürliche Abwehr der Staaten und 
Völker zu lahmen und einzuschläfern einmal, indem sie jeden Widerstand, der aus der völkischen Kraft der Nationen 
entspringt, von vornherein diskreditieren und dadurch erst gar nicht zum Zuge kommen, ein- 
206 

mal, indem sie die Gefahr möglichst klein und harmlos erscheinen lassen, bis sie dann unabwendbar geworden ist. 
In diesem Stadium des Prozesses leben wir augenblicklich. Im November des vergangenen Jahres, als sich herauszustellen 
begann, daß die deutsche Wehrmacht nicht in der Lage war, die Linien, die sie in den Operationen des Sommers und 
Frühherbstes im Osten erreicht hatte, zu halten, fing auch dieses teuflische Spiel an. Man warf sich zwischen Moskau einerseits 
und London und Washington andererseits die Bälle zu. Die Bolschewisten kostümierten sich auf Westeuropa, und die 
Plutokraten stellten sie in dieser auf den ersten Blick verblüffenden Verkleidung einer staunenden Mitwelt vor. Die 
Kremlgewaltigen würden sich sehr schnell abschminken und wieder im Räuberzivil erscheinen, wenn es einmal so weit wäre. 
Sie treiben heute nur Mimikry, eine Kunst des Angleichens und Verstellens, in der die Juden, weil sie sie seit alters her zur 
Erhaltung ihrer parasitären Existenz immer wieder anwenden mußten, außerordentlich geübt sind. Man kann sich denken, 
welche stürmische Heiterkeit bei den Sowjets Aufsätze in neutralen und auch englischamerikanischen Blättern auslösen, in 
denen der Bolschewismus als die verkörperte bürgerliche Harmlosigkeit dargestellt wird. Man ist nur manchmal im Zweifel 
darüber, ob diese Artikel aus Dummheit oder aus Bosheit geschrieben werden. Daß sie aber in ihrer Auswirkung eine nationale, 
ja eine kontinentale Gefahr für uns alle darstellen, dürfte wohl kaum irgendwo bestritten werden. 



Wir leben augenblicklich im kritischsten Stadium des Abendlandes. Jede Aufweichung der seelischen und militärischen Ab- 
wehrkraft unseres Kontinents gegen den östlichen Bolschewismus trägt die Gefahr einer rapide sich nähernden Lähmung seines 
Widerstandswillens in sich, und von da ab wäre die unausbleibliche Folge nur noch eine Frage der Zeit und des geeigneten 
Augenblicks. Es ist schon so weit gekommen, daß der Kreml sich gar nicht mehr bemüßigt fühlt, sich gegen die schweren 
Anklagen, die gegen 
207 

ihn in fast allen europäischen Staaten erhoben werden, überhaupt noch publizistisch zur Wehr zu setzen. Er glaubt, das Wort 
ausschließlich den Waffen anvertrauen zu können. Er war in Casablanca nicht vertreten, um damit seine vollkommene 
Gleichgültigkeit englisch-amerikanischen Abmachungen gegenüber zu dokumentieren. Alle Bemühungen aus London und 
Washington, ihn auch nur zu einer Billigung der sogenannten Atlantik-Charta zu bewegen, sind fehlgeschlagen. Stalin umgibt 
sich, wie ein amerikanischer Journalist kürzlich schrieb, mit orientalischem Schweigen. Seine mechanisierten 
Roboterdivisionen aber sprechen unterdes. Sie richten ihre aggressive Spitze nicht nur gegen das Reich und seine 
Bundesgenossen, sondern gegen das ganze Abendland. Das gilt es jetzt zu erkennen. 

Unterdes sind die Juden der westlichen Plutokratien eifrig am Werke, die drohende Gefahr zu verharmlosen und damit für das 
europäische Publikum halbwegs genießbar zu machen. Sie behaupten, der Bolschewismus habe sich im Laufe der letzten zwei 
Jahre, ausgerechnet seit dem Tage seines Zusammengehens mit den angelsächsischen Mächten, geläutert und ein mehr 
bürgerliches Gesicht angenommen. Genau das Umgekehrte ist natürlich der Fall. Nicht der Bolschewismus hat sich der 
Plutokratie, die Plutokratie hat sich vielmehr dem Bolschewismus angeglichen. Eine alte menschliche Erfahrung beweist, daß 
bei einem Zusammengehen verschiedener Temperamente, und um nicht mehr handelt es sich hier, der radikalere Teil immer die 
Oberhand gewinnen wird. Das trifft auch auf dieses politisch-militärische Konkubinat zu. Die augenblickliche Frömmigkeit des 
Kreml ist nur gespielt, während die Bolschewistenfreundlichkeit der anglikanischen Kirche echt ist. Hinter den pietistischen 
Phrasen der Sowjetgrößen entdecken wir schon die Fratze des bolschewistischen Atheismus, der nicht liquidiert ist, sondern die 
Absicht bat, im geeigneten Augenblick wieder mit dem Liquidieren zu beginnen und damit sein an hunderttausenden 
Geistlichen 
208 

in der Sowjetunion vollendetes Ausrottungswerk in den europäischen Staaten fortzusetzen. Vielleicht würden dann erst die 
christlichen Kirchen erfahren, was streitbare Gottesfeindschaft eigentlich bedeutet. 

Es ist natürlich auch denkbar naiv, den Sprüchen der Engländer und Amerikaner Glauben zu schenken, sie würden, wenn es 
einmal so weit wäre, in Europa mit bewaffneter Hand einschreiten, um unseren Erdteil vor der Bolschewisierung zu bewahren. 
Was die deutsche Wehrmacht nicht fertigbrächte, das wäre keine andere Militärmacht der Welt fertigzubringen in der Lage, 
ganz abgesehen davon, ob sie das überhaupt will. Denn heute erklären ja schon maßgebende englische und amerikanische 
Blätter, man müsse der Sowjetunion in Europa freies Spiel lassen, und es wäre vielleicht auch am besten so, wenn unser 
Kontinent unter die Vorherrschaft des Kreml gestellt werde. Das läßt sich in einem Satz aussprechen, aber es beinhaltet doch 
die Untergangstragödie der ganzen zivilisierten Menschheit. Man schaudert zurück vor dem Gedanken, daß das einmal 
Wirklichkeit werden könnte, ja daß eine solche Vorstellung überhaupt ausgesprochen werden darf, ohne daß die gesamte 
abendländische Menschheit sich wie ein Mann erhebt und zur Selbsthilfe greift. Stattdessen aber schaut sie hypnotisiert wie das 
Kaninchen auf die Schlange, bis sie von ihr verschlungen wird. Damit wäre die Lähmung der europäischen Willenskraft auf den 
Höhepunkt gestiegen. 

Von Moskau dagegen wird, vor allem für die arbeitenden Massen in den europäischen Staaten berechnet, die These verbreitet, 
daß diese immer hätten arbeiten müssen und mehr als arbeiten auch in einem Sowjetsystem nicht brauchten. Es setzt schon eine 
heilige Einfalt voraus, auf diesen Einwand überhaupt zu hören. Der jüdische Terrorismus in der Sowjetunion richtet sich nicht 
nur gegen die intellektuellen Kreise, sondern viel mehr und zahlenmäßig besonders ernsthaft ins Gewicht fallend gegen die 
Arbeiter- 
209 

und Bauernklasse. Millionen schaffende Menschen sind dort in den Zwangsarbeitslagern elend verkommen und untergegangen; 
und wenn die Sowjetunion ein solches Schicksal dem eigenen Volke bereitet, wie würde sie erst mit fremden Völkern 
umspringen! Man sucht Sklavenbataillone für Sibirien; und wie wenig Gnade und Rücksicht man dabei obwalten lassen würde, 
das zeigen die grauenerregenden Vorgänge in den ehemals baltischen Staaten während ihrer kurzen Rätezeit. Auch dort hat man 
nicht nur die politisch, militärisch und wirtschaftlich führende Schicht, sondern überhaupt die Intelligenz ausgerottet, was ja 
auch im Ziel des jüdischen Bolschewismus liegt, der solange nicht fest im Sattel sitzt, als auch nur noch die leiseste Möglichkeit 
der Bildung einer neuen Opposition unter nationaler Führung übrig bleibt. Es ist schon so, daß wir es hier mit dem teuflischsten 
Anschlagsversuch auf die europäischen Staaten und Völker zu tun haben und daß es dagegen überhaupt nur ein einziges Mittel 
gibt: das des bewaffneten Widerstandes, bis der Weltfeind zur Strecke gebracht ist. Darum allein geht es. Die Gefahr kann nur 
von der nationalen Kraft der Völker bezwungen werden. 



Es bereitet uns eine Genugtuung, an der internationalen Diskussion über diese Gefahr feststellen zu können, daß die Erkenntnis 
über sie mit ihrer Annäherung wächst. Es mehren sich in ganz Europa die Stimmen, die mit steigendem Ernst darauf hinweisen. 
Auch in den von den deutschen Truppen besetzten Gebieten beginnt man sich darüber klar zu werden, daß im Notfall die 
deutsche Wehrmacht überhaupt den einzigen Schutz gegen die rollende Dampfwalze aus dem Osten bietet. Es macht sich in 
bestimmten Kreisen unseres Erdteils bereits so etwas wie ein europäisches Solidaritätsbewußtsein bemerkbar. 
Vielleicht ist in diesem Umlernprozeß eines ganzen Kontinents dann am Ende doch das Judentum ein Teil von jener Kraft, die 
stets das Böse will und doch das Gute schafft. Geschichtliche Ent- 
210 

Wicklungen gehen nicht immer, wie Clausewitz einmal sagt, so regelmäßig vor sich, wie man sich das denkt, und manchmal ist 

es so, daß man glaubt, sich im wirrsten Dickicht verirrt zu haben, man geht einem Seitenweg nach, steht plötzlich wieder auf 

der breiten Landstraße und sieht vor sich das leuchtende Ziel. Eine großangelegte infernalische Teufelei wirkt nur so lange, als 

diejenigen, die davon betroffen werden sollen, sie nicht durchschauen. Ist die Gefahr erkannt, dann ist sie auch schon zur Hälfte 

gebannt. Man darf sich nur nicht in der Überprüfung ihrer Problematik durch äußere Einflüsse verwirren lassen, und versagt 

dabei einmal die Einsicht, dann muß der Instinkt zu Rate gezogen werden. 

Unser Instinkt sagt uns, daß wir auf dem richtigen Wege sind. Die Lage ist gar nicht so kompliziert, wie es scheint, sie wird nur 

von ihren Nutznießern verkompliziert. Sie wollen uns unsicher machen und unseren Abwehrwillen einschläfern und lahmen. 

Europa lebt heute zum großen Teil in einem narkotisierten Zustand; 

aber findet es einmal den Mut, das Gift auszuscheiden und nicht mehr so zu denken und zu empfinden, wie seine Feinde ihm 

das einreden, sondern wie sein Selbsterhaltungstrieb ihm das eingibt, dann ist alles gewonnen. Wir besitzen auf unserem Erdteil 

viel mehr Kraft, als wir ahnen. Wir müssen nur einen kleinen Teil davon aufbringen, um sie anzuwenden. Die Gefahr macht 

hellhörig. Wir haben den Eindruck, als ginge es durch gewisse Kreise unseres Kontinents wie ein manchmal langsames, 

manchmal aber auch jähes Aufwachen. Wir glauben nicht, daß unser Erdteil die Absicht hat, sich selbst aufzugeben. Er steht 

nicht am Ende, sondern vor einem neuen Anfang seiner Entwicklung. 

Unsere Soldaten im Osten werden dazu ein Übriges tun. Sie werden den Ansturm aus der Steppe zum Stehen bringen und dann 

endgültig brechen. Sie kämpfen unter unvorstellbaren Bedingungen. Aber es ist ein guter Kampf, den sie kämpfen. Er geht nicht 

nur um die Sicherung unseres Lebens, sondern auch um die 

211 

Zukunft Europas. Viele von denen, die das heute noch nicht wahr haben wollen, werden ihnen morgen dafür auf den Knien 

danken. Eine Wahrheit paukt sich immer durch, auch hier. Schon oft stand das Judentum in seiner wechselreichen Geschichte 

kurz vor dem endgültigen Triumph, um dann in der letzten Stunde vor der Entscheidung jäh wieder in die Finsternis seiner 

inferioren Existenz zurückgeworfen zu werden. 

Wir müssen nur wachsam bleiben, um ihm auch dieses Mal dasselbe Schicksal zu bereiten. Die materielle und geistige Krise 

Europas nähert sich ihrem dramatischen Höhepunkt. Wer auf diesem Höhepunkt am besten in Form ist, der wird den Sieg 

davontragen. Darum gilt für uns heute mehr denn je das Wort: 

In Bereitschaft sein ist alles! 

212 



Damals und heute 

7. März 1943 

Man mag sich in London noch so viel Mühe mit uns geben, wir werden trotzdem nicht von der festen Überzeugung abzubringen 
sein, daß der Bolschewismus im gegenwärtigen Stadium des Krieges die gefährlichste aller Gefahren ist, daß er sich durchaus 
nicht, wie die britisch-jüdischen Propagandisten das englische Volk und die Weltöffentlichkeit glauben machen wollen, 
gemausert und geläutert hat, im Gegenteil mit wachsenden militärischen Fortschritten wachsende weltrevolutionäre Ziele und 
Absichten verfolgt und daß, wer von ihm ißt, am Ende auch daran sterben wird. Wir haben das gute Recht, das in aller 
Offenheit und mit jedem gebotenem Freimut zu konstatieren, da die aus diesem Tatsachenverhalt entspringende europäische 
Bedrohung nicht nur unseren Kontinent im allgemeinen, sondern unser Land im besonderen betrifft; wir fühlen uns erhaben 
über den Verdacht, wir wollten mit der Aufzeigung dieser Gefahr Friedensfühler ausstrecken, Dumme fangen oder, wie es im 
britisch-jüdischen Jargon heißt, Zwietracht zwischen den einzelnen Teilen des Feindlagers säen. Wer auch nur eine 
oberflächliche Kenntnis von den inneren Verhältnissen im Reich hat, weiß genau, daß das deutsche Volk augenblicklich an 
alles andere denkt, nur nicht an eine feige Nachgiebigkeit; und was das säen von Zwietracht unter unseren Gegnern anlangt, so 
haben wir den Eindruck, daß hier der Hafer schon üppig in die Halme geschossen ist und weniger auf den Sämann als vielmehr 
auf den Mähmann wartet. Aber das nur nebenbei. 
Unsere Auffassung von den Dingen des Krieges ist eine ganz- 



213 

lieh nüchterne und realistische. Wir waren uns zu gut dazu, die Lage durch die rosarote Brille zu betrachten, huldigten vielmehr 
immer der Überzeugung, daß man besser dabei fährt, seine eigenen Chancen, zumal in so bewegten Zeiten, eher zu niedrig als 
zu hoch einzuschätzen, da es bekanntlich leichter ist, sich auf unerwartete Glücks- als auf unerwartete Unglücksfalle 
umzustellen. Es geht hier auch um viel ernstere Dinge als um bloße Agitation. Wir haben mehr als einmal vor aller 
Weltöffentlichkeit betont, daß mit dem Auftreten des militanten Bolschewismus, wenn auch noch weit von den Grenzen des 
Reiches entfernt, eine unmittelbare Gefahr für unseren ganzen Kontinent gegeben ist und daß man mit dieser Gefahr nicht 
dadurch fertig wird, daß man vor ihr den Kopf in den Sand steckt, sondern dadurch, daß man sie erkennt und ihr mit Mut und 
Zivilcourage entgegentritt. 

Wir wissen sehr wohl, daß ein solches Unterfangen zumal im jetzigen Stadium des Krieges, wo es auf Hauen und Stechen geht, 
von mancherlei Mißhelligkeit und Verdacht begleitet ist, vor allem von dem, man sei selbst etwas schwach auf der Brust und 
bemühe sich in seiner Verzweiflung um Bundesgenossen, indem man sie mangels gemeinsamer Ziele durch gemeinsame Furcht 
anzulocken versuche. Das sei ferne von uns. Wir sind nicht so naiv zu glauben, daß diejenigen europäischen Staaten, die in 
diesem Kriege ihre Position noch nicht gewählt haben, sie nun auf Grund einer Rede oder eines Zeitungsartikels wählen 
würden. Es müßten schon noch ganz andere Dinge hinzu kommen, um sie in Bewegung zu bringen. Wir wenden uns mit 
unseren Auslassungen hauptsächlich an das deutsche Volk und an die mit ihm verbündeten Nationen. Daß die andere 
Weltöffentlichkeit dabei zuhört, ist unvermeidlich, ob sie aus dem Gehörten allerdings ihre Konsequenzen zieht, bleibt ganz 
ihre eigene Sache. Wir werden auch allein mit der geschilderten Gefahr fertig werden, wenn wir ihr mutig und unbeirrt 
begegnen. 

Wie das neutrale und feindliche Ausland sich ihr gegenüber 
214 

verhält, ist für uns vorläufig mehr eine Frage der Psychologie als der praktischen Politik. Wir haben schon verschiedentlich 
darauf hingewiesen, daß die Problematik dieses Krieges gar nicht so problematisch sein würde, wie sie ist, wenn nicht dauernd 
die Juden dazwischenredeten. Denn das internationale Judentum verfolgt natürlich sowohl in den neutralen wie auch, wenn wir 
das überhaupt feststellen dürfen, ohne uns gleich den bebenden Zorn aller Propagandadilettanten in London, Washington und 
Moskau zuzuziehen, in den feindlichen Staaten ganz andere Interessen, als sie dem Wohl der betreffenden Völker dienen. Die 
internationale Plutokratie ist für das Judentum immer nur eine Übergangserscheinung zum internationalen Bolschewismus. Auf 
dem Boden der kapitalistischen Staaten gedeihen die Keime am besten, aus denen das Chaos und die Anarchie entspringen. 
Eine solche Entwicklung geht natürlich nicht ruckartig, sondern in langhingezogenen Intervallen vor sich, und in den 
dazwischen liegenden Zwischenräumen kann sich die jüdische Infektion am sichersten und unbemerktesten einnisten. 
Es gehört schon eine ganze Portion Kenntnis der jüdischen Praxis dazu, einen solchen Prozeß zu durchschauen und sich durch 
gelegentlich auftretende Beruhigungserscheinungen in dieser Entwicklung nicht auch selbst beruhigen zu lassen. Würden die 
Juden ganz offen sagen, was sie wollen und anstreben, so würde sich dagegen vermutlich die gesamte Welt erheben. Darum 
treiben sie eine Art von Verschleierungspolitik. Sie nebeln zuerst das Gelände, auf das sie es abgesehen haben, ein, damit ihre 
vorrückenden Hilfsvölker nicht vorzeitig erkannt werden, und geben erst dann das Signal zum Sturm, wenn das anzugreifende 
Opfer schon soweit eingeschläfert und narkotisiert ist, daß es keinen nennenswerten Widerstand mehr leisten kann. 
Die offizielle britische Politik mag das bestreiten, so viel sie will, sie kann uns doch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, 
daß 
215 

auch das englische Publikum bereits in weitem Umfange die durch den Bolschewismus heraufgeführte Gefahr für das 
Abendland zu erkennen beginnt. Wir schmeicheln uns gar nicht, daß das ein Erfolg der deutschen Propaganda sei, die durchaus 
nicht so hinterhältig ist, wie sie von den Engländern immer charakterisiert wird. Das liegt einfach im Zuge der Zeit und 
entspringt den gegebenen Umständen. Das internationale Judentum sieht in unserer Tätigkeit, die Welt über die 
bolschewistische Gefahr aufzuklären, eine Bedrohung seiner allumfassenden revolutionär-anarchistischen Pläne, und deshalb 
sein Riesengeschrei, wenn wir auch nur den leisesten Versuch unternehmen, die Dinge beim Namen zu nennen und die Lage so 
zu kommentieren, wie sie das in Wirklichkeit verdient. 

Als die kommunistische Partei im Reich vor unserer Machtergreifung zum Sturm auf die demokratische Republik ansetzte, 
konnte sie sich dabei auch der versteckten oder sogar offenen Unterstützung durch das liberal eingestellte Judentum erfreuen. 
Dieses Zusammenspiel zwischen Börse und Karl-Liebknecht-Haus blieb solange ungestört, als der Nationalsozialismus nicht in 
Erscheinung trat. In dem Augenblick, in dem er die Zusammenhänge aufdeckte, warfen sich beide mit bebender Wut auf ihn. Er 
störte ihre Pläne. Vom Bürgertum, das solange harmlos dahinzuvegetieren schien, bis die Gefahr unabwendbar geworden war, 
hatte man nichts zu befürchten; es mußte nur dumm gehalten werden, und deshalb hießen die Kommunisten die politischen 
Kinder, die sich manchmal zwar etwas ungehörig aufführten, im übrigen aber nicht ernst zu nehmen seien. In England spielt 
sich augenblicklich dasselbe Schauspiel ab. Wenn Minister Seiner Britischen Majestät zum 25-Jahres-Tag der Roten Armee vor 



den Emblemen von Hammer und Sichel sprechen und zusammen mit dem jüdisch-bolschewistischen Botschafter Maisky die 

Internationale anstimmen, wenn englische Bischöfe für den Sieg des 

216 

Bolschewismus in Europa beten, wenn, wie eine Londoner Meldung berichtete, an diesem Feiertag über ganz England die 
Fahnen der roten Revolution wehten, so weiß jeder kundige Thebaner, was das zu bedeuten hat. Das geht weit über die reine 
Zweckbestimmtheit eines militärischen Zusammenspiels hinaus und besagt nicht mehr und nicht weniger, als daß das britische 
Empire augenblicklich einen inneren Zersetzungsprozeß durchmacht, von dem es froh sein darf, wenn es ihn halbwegs mit 
gesunden Gliedern überlebt. 

Die Engländer trösten sich über diese Gefahr mit der faulen Ausrede hinweg, ihre Taktik beruhe auf Gegenseitigkeit, und wie 
sie sich dem Bolschewismus näherten, so nähere der Bolschewismus sich ihnen. Das entspricht aber, wie die Tatsachen 
beweisen, nicht den Tatsachen. In London singt man zwar die Internationale, aber in Moskau singt man nicht „God save the 
king". Über England flattern zwar die Fahnen des Bolschewismus, aber hat man je davon gehört, daß über der Sowjetunion die 
Fahnen des britischen Empire flattern? Gewiß sind das Äußerlichkeiten, aber sie erscheinen uns doch symptomatisch. Wenn ein 
halbwegs Gesunder sich zu einem Typhuskranken ins Bett legt, so wird er nicht den Typhuskranken mit seiner Gesundheit, 
sondern der Typhuskranke wird ihn mit seinem Typhus anstecken. Beim Zusammengehen zwischen Radikalismus und 
Konservatismus hat der Radikalismus immer die besseren Chancen. Ist die Mauer, die die Nationalstaaten in ihrem festen 
Gefüge umschließt, einmal an einer Stelle niedergelegt, dann gibt es für die Flut der Anarchie kein Halten mehr. Auch in der 
Politik spielt man, zumal im Kriege, nicht ungestraft mit dem Feuer. Irgendwann wird man sich daran verbrennen. 
Wenn wir auch noch einmal betonen, daß wir nicht zu den Engländern, sondern ausschließlich zu unserem Volke und den 
übrigen europäischen Nationen sprechen, die von derselben Gefahr wie wir bedroht sind, um ihnen klarzumachen, wie wenig 
von 
217 

Großbritannien zu erwarten wäre, wenn es einmal hart auf hart ginge, so schmeicheln wir uns doch nicht, deshalb diesmal von 

London aus nicht mit einem wütenden Gekläff beehrt zu werden. Wir kennen das aus vielen Erfahrungen. Man wird uns die 

bittersten Vorwürfe machen, insbesondere den, wir übertrieben die Dinge mit Absicht und aus politischer Berechnung und 

schöben die Juden als Sündenböcke vor. Wir sind über solche Verdächtigungen erhaben. Wir geben uns nicht einmal mehr die 

Mühe, sie zu widerlegen, weil es ganz zwecklos wäre. Wir können und wollen die Engländer und ihre jüdischen 

Hintermänner nicht überzeugen. Was wir aber können und wollen, das ist, den Nebel auflichten, den die Feinde Europas 

über die Gefahr ausbreiten, damit sie sich unbemerkt an uns heranschleichen kann, um im geeigneten Augenblick über uns 

herzufallen. 

Wir scheuen gar nicht das Geschrei der feindlichen Welt. Es hat uns in unserem Leben schon so oft in den Ohren gegellt, daß 

wir dagegen ganz unempfindlich geworden sind. Wir wissen sehr genau, daß wir mit der bolschewistischen Gefahr fertig 

werden, und auch, wie wir das im einzelnen anzufangen haben. Das internationale Judentum tarnt sich zwar geschickt, das muß 

der Neid ihm lassen, aber nicht geschickt genug, um sich unserem Scharfblick zu entziehen. Wir sehen die Lage wie auf einer 

Röntgenplatte, das heißt bis auf das Gerippe. Es gehört bei dieser Betrachtungsweise nicht übermäßig viel Intelligenz dazu, die 

faulen Stellen im Organismus zu entdecken, und hat man sie einmal herausgefunden, dann kann es auch nicht schwer sein, sie 

herauszuschneiden. 

Wir gehen an die Meisterung der gegenwärtigen Kriegslage mit einem ganz gesunden, handfesten Optimismus heran. Jeder alte 

Nationalsozialist weiß aus der Erinnerung, daß er in. seinem Leben schon oft vor gleich schweren, wenn nicht noch 

schwierigeren Aufgaben gestanden hat als denen, die ihm jetzt gestellt sind. Als wir 

218 

im Jahre 1926 nach Berlin kamen, waren unsere Chancen, diese Stadt zu erobern, lächerlich gering denen gegenüber, wie sie 
beispielsweise heute der Reichshauptstadt im Kampf um das deutsche Leben gegeben sind. Und so wie es hier ist, so verhält es 
sich überall anderswo. Etwas Intelligenz, viel Mut und eine souveräne Verachtung der Gefahr, und man wird schon mit den 
immer neu auftauchenden Schwierigkeiten fertig werden. Am Ende steht doch der deutsche Sieg. Niemals haben wir so fest 
daran geglaubt wie heute. Je verzweifelter die Mittel sind, zu denen der Feind greift, um uns zu überspielen, um so sicherer 
gräbt er sich selbst sein Grab. Auch politische und geistige Entwicklungen haben ihre Zeit nötig; aber wenn sie reif sind, dann 
werden sie auch fällig. 

Auf unsere letzte Rede im Berliner Sportpalast ging uns eine derartige Flut von Briefen aus der Heimat, von der Front und aus 
dem befreundeten und neutralen Ausland zu, daß die damit beauftragten Stellen Mühe hatten, sie überhaupt durchzulesen. Das 
war ein einziger Schrei nach der härtesten Härte des Krieges. Man zieht in London manchmal Vergleiche zum Jahre 1918 und 
behauptet, es sei heute genau so wie damals. Ganz abgesehen davon, daß die militärische Lage von 1943 mit der von 1918 
überhaupt nicht verglichen werden kann, hat sich eines grundlegend dem Weltkrieg in seinem vierten Jahr gegenüber geändert: 
Damals lief das deutsche Volk den Staatsfeinden nach, heute steht es treu und unbeirrt hinter dem Führer. Damals redete es vom 
Frieden, heute redet es nur vom Kriege. Damals war die Front von der Heimat verlassen, heute fühlt sie sich von ihr gedeckt. 



Damals rief das Volk der Regierung zu: „Mach Schluß", heute ruft es ihr zu „Bleib hart!" Damals setzten wir unser Vertrauen 

auf den Feind, heute vertrauen wir nur noch der eigenen Kraft. 

Im Weltkrieg wußten wir nicht, worum es ging. In diesem Kriege wissen wir das ganz genau. Über alle Anfechtungen des 

219 

Tages erhebt sich unser Glaube und unsere Zuversicht. Nichts kann uns darin schwankend machen. Ein Volk, das 1918 so nahe 
am Siege stand und ihn nur durch seine eigene Torheit verlor, wird diesmal seine große geschichtliche Chance nicht leichtfertig 
preisgeben. Es wird arbeiten und kämpfen, bis es sein Leben und seine Zukunft gesichert weiß. Es ist erhobenen Hauptes durch 
die Läuterung dieses Winters hindurchgeschritten. Es hat dem Tode ins Auge geschaut. Aber als er sich ihm näherte, bäumte es 
sich mit ganzer Kraft gegen ihn auf und schlug ihn zurück. Wir durchleben heute eine Art von Rekonvaleszentenzeit. Diese 
dauert erfahrungsgemäß nicht allzu lange. Dann werden wir uns wieder erheben und um uns schauen, wo wir das nächste Mal 
zuschlagen wollen. Der Feind hat zu früh triumphiert. Totgesagte leben im allgemeinen sehr lange. Wir wischen uns das Blut 
aus den Augen, damit wir klar sehen können, und geht es in die nächste Runde, dann stehen wir wieder fest auf den Beinen. 
Man wird uns schon kennenlernen. 

Der sich seinem Ende zuneigende Winter war für uns eine harte Prüfung. Aber er brachte uns auch ein Gutes: Wir sahen die 
Gefahr, und wir werden sie nicht mehr aus den Augen lassen; bis sie gebrochen ist. 

220 



Die Winterkrise und der totale Krieg 

14. März 1943 

Man muß sich angewöhnen, den Krieg in größeren Dimensionen zu sehen, als wir das im allgemeinen tun. Seine Tages-, 
Wochen- und Monatsprobleme, sie mögen noch so bedeutungsvoll sein, sind meistens Folgeerscheinungen tieferliegender 
Ursachen, und nur der, der die Fähigkeit besitzt, den Gesamtkrieg als eine materielle, geistige und seelische Einheit zu erfassen, 
wird auf die Dauer auch mit seinen stets neu auftauchenden zeit- und umständebedingten Schwierigkeiten fertig werden. Man 
darf nicht glauben, daß Krisen von ungefähr kommen und auch von ungefähr wieder gehen. Sie passen sich in den großen 
Rahmen des Krieges ein, sind Erscheinungen seiner weitschichtigen Problematik, und finden auch aus seiner 
Gesamtentwicklung heraus ihre Lösung. Es ist natürlich kein Zufall, daß wir im Osten während des Sommers immer offensiv 
sind, im Winter aber jedesmal wieder in die Defensive mit all ihren schmerzhaften Begleiterscheinungen zurückfallen. Wichtig 
erscheint es uns nur, daß wir aus diesem fast zwangsläufig sich abspielenden Ablauf der Dinge gewisse Konsequenzen ziehen, 
die uns wenigstens in der Zukunft davor bewahren, ähnliche Situationen zu erleben, wie sie uns in den vergangenen 
Wintermonaten aufgezwungen wurden. 

Unter einer militärischen Krise verstehen wir eine Belastung der Frontlage, die nicht mehr tagesbedingt ist, sondern ernsteren 
Charakter trägt. Um eine solche hat es sich zweifellos im vorvergangenen und im eben zu Ende gehenden Winter im Osten ge- 
handelt. Wir haben zumal in dieser letzten Krise nicht unbe- 
221 

deutende Verluste an erobertem Gebiet sowie an Waffen und, was das Wichtigste ist, an Menschen erlitten. Sie sind nicht so 
hoch, daß sie die weitere siegreiche Fortsetzung des Krieges entscheidend gefährden könnten, immerhin aber hoch genug, um 
uns beträchtliche Schwierigkeiten zu bereiten. Es hat gar keinen Zweck, das vor dem deutschen Volke zu verschweigen; denn es 
selbst muß ja auch die Kraft aufbringen, die Folgen dieser Krise möglichst schnell und gründlich zu überwinden. Wir können 
heute um so offener und freimütiger über diese Dinge sprechen, da wir einigen Grund zu der Annahme haben, daß die rollende 
bolschewistische Dampfwalze im Osten wenigstens vorläufig zum Stehen gebracht ist, mehr noch, unsere Truppen wieder so 
viel an Kraft aus der Reserve heraus zugenommen haben, daß sie bereits in bedeutendem Umfang zu örtlich begrenzten 
offensiven Gegenaktionen schreiten können. 

Es wäre aber grundlegend falsch und zeugte nur für eine leichtfertige Selbsttäuschung, wenn man annehmen wollte, wir hätten 
in den vergangenen Wochen und Monaten die Lage im Osten mit Absicht schwärzer gemalt, als sie in Tatsache war, mit 
anderen Worten, eine Art von Zweckpessimismus betrieben, um, wie unsere Feinde behaupten, den totalen Krieg leichter unter 
Dach und Fach zu bringen. Wir haben es nicht nötig, unserem Volke Gespenster an die Wand zu malen. Wenn wir 
entscheidende Maßnahmen der Kriegführung öffentlich zu vertreten haben, dann stehen uns dafür genügend wahrheitsgemäße 
und redliche Gründe zur Verfügung, so daß wir keine krummen Wege zu gehen brauchen. Die Lage im Osten war während der 
vergangenen Monate genau so, wie wir sie geschildert haben, nur hat sie sich seitdem wesentlich verändert, und zwar zu 
unseren Gunsten. Selbstverständlich stehen wir nicht an, auch das ebenso freimütig der Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen. 
Wie die Lage sich komplizierte und wie sie sich langsam wieder 
222 



entwirrte, darüber wird einmal bei einer anderen Gelegenheit zu sprechen sein. Wenn einer gerade von einer schweren 
Krankheit genesen ist, dann scheint es uns nicht der richtige Zeitpunkt zu sein, als Erstes die Krankheit im einzelnen zu 
analysieren, für noch wichtiger halten wir vielmehr das Bestreben, alle Kräfte des Körpers, der Seele und des Geistes auf die 
Überwindung auch der letzten Reste der Krankheit zu konzentrieren und vor allem dafür Sorge zu tragen, daß ihre Ursachen 
und jede Möglichkeit ihrer Wiederholung entfernt werden. Wenn wir also mitten während der Winterkrise den totalen Krieg 
proklamierten, so war das nicht ein Programm auf Zeit, sondern ein Programm auf Dauer. Es erfordert ungeheure 
Anstrengungen auf allen Gebieten, und ihre Ergebnisse können sich naturgemäß nicht sofort, sondern erst nach einer gewissen 
Anlaufsfrist bemerkbar machen. Der totale Krieg, wie wir ihn jetzt zum kleineren Teil bereits führen und zum größeren Teil 
noch vorzubereiten haben, konnte kaum schon zur Überwindung der gegenwärtigen Krise beitragen; er soll vielmehr dazu 
dienen, solche und ähnliche Krisen für alle Zukunft zu vermeiden. Er ist die große Lehre, die wir aus dem vergangenen Winter 
gezogen haben. 

Es wäre also nichts verhängnisvoller als etwa eine eitle Selbsttäuschung, die uns dazu verführen wollte, beim Hervorlugen der 
ersten Sonnenstrahlen des beginnenden Frühlings die guten Vorsätze des Winters wieder über Bord zu werfen. Im Gegenteil, 
die Schmerzen und Beängstigungen, die uns in den dunklen Wintermonaten durch die Tage und bis in die tiefen Nächte 
begleiteten, müssen auch in den kommenden Wochen und Monaten unsere Weggenossen sein. Wir sind nicht über den Berg, 
wir stehen noch vor ihm. Eine ungeheure Strecke muß noch bezwungen werden, und zwar in ihren schwierigsten Teilen. Wer 
sich jetzt in leichtfertige Illusionen einwiegen läßt, der beweist damit nur, daß er den Sinn der schweren Winterkrise, die hinter 
uns liegt, nicht 
223 

verstanden hat, und er würde bestimmt, wenn wir ihn nicht rechtzeitig warnten, in eine neue, noch ernstere Krise hineintaumeln. 
Die aber wollen wir nicht. Wir haben einmal einem dunklen Verhängnis ins Auge geschaut. Wir sind von einem Unglück 
geschüttelt worden, das uns fast die Besinnung raubte, und während es uns mit Peitschenhieben schlug, haben wir uns 
geschworen: Nie wieder! 

Es gibt ein Mittel gegen die Krise, das ist die Anwendung und Aufbietung unserer ganzen nationalen Kraft. Sie muß 
ausgeschöpft werden bis zur letzten Möglichkeit. Ob der Frühling lacht oder der Sommer lockt, gleichgültig, wir dürfen nur an 
den Winter denken, der darauf folgt und den wir ohne nennenswerte Einbuße zu bezwingen haben. Gewiß wird sich auch 
einmal das Potential des Gegners erschöpfen. Auch seine Reserven an Menschen und Material sind begrenzt, und daß seinen 
Offensivstößen Schranken gesetzt sind, das sehen wir jetzt im Osten. Aber wir wissen leider nicht genau, wo seine 
Möglichkeiten zu Ende sind. Darum erscheint es uns besser und zweckmäßiger, sich auf zuviel, als auf zuwenig einzurichten. 
Noch in jedem Kriege kam es zum Schluß auf das letzte Bataillon an, das noch in der Reserve stand, und diesmal müssen wir es 
stellen. In der entscheidenden Runde muß man noch über so viel Kraft verfügen, daß man jeden Schlag des Gegners bequem 
hinnehmen und ihn durch einen härteren Schlag beantworten kann. Unter totalem Krieg verstehen wir deshalb wesentlich mehr 
als die Durchführung organisatorischer Maßnahmen zur restlosen Ausschöpfung des inneren Potentials. Der totale Krieg ist die 
vollständige Aufgabe des Friedens zum Zwecke der Kriegführung sowie der Wiederherstellung eines wirklichen und 
geordneten Friedens. Das hat nichts mit wechselnden Jahreszeiten und wechselnden Krisen zu tun; das ist eine Sache für sich, 
die über Zeit und Raum und Klasse und Stand das ganze Volk angeht. Hier liegt der Weg zum Siege, der einzige Weg zum 
Siege. 
224 

Niemand begrüßt die Erleichterung unserer Ostlage so wie wir. Die vorerst langsam abebbende militärische Belastung hat uns 
Sorgen und Beängstigungen bereitet, wie wir sie zuvor gar nicht kannten. Wir haben zeitweilig jeden beneidet, der nur 
Zuschauer der politischen und militärischen Geschehnisse war und keinerlei Verantwortung zu tragen hatte. Nie haben wir 
selbstverständlich daran gezweifelt, daß wir über kurz oder lang mit den Schwierigkeiten fertig werden würden, aber trotzdem 
waren sie da. 

Wenn uns der eine oder der andere gram darum ist, daß wir ihm während des Krieges verbieten, sich selbst zum Objekt der 
feindlichen Propaganda zu machen, wir glauben trotzdem, ihm gerade im vergangenen Winter damit einen besonderen 
Liebesdienst getan zu haben. Denn dieser Krieg ist nicht nur ein Krieg der Waffen, er ist auch ein Nervenkrieg. Wir sind stolz 
darauf, uns in diesem Nervenkrieg mit weit ausgebreiteten Armen vor unser Volk hinstellen zu dürfen, um die Schmutzwellen 
der feindlichen Agitation aufzuhalten und zu brechen. Wir haben dabei dem Volke nichts verschwiegen, was es wissen mußte, 
und was aus militärischen Gründen ungesagt blieb, das wird beim endgültigen Abschluß der gegenwärtigen Operationen 
ausgesprochen werden. Die deutsche Führung kann und darf dem Volke ganz offen in die Augen schauen. Sie hat das Recht, 
von der Nation erhöhte Opfer und Anstrengungen zu fordern, da sie ja auch wieder der Nation zugute kommen. Diesen Krieg 
zu führen ist für jeden, der irgendwie und irgendwo daran beteiligt ist, eine hohe Ehre, aber auch eine schwere Last, und man ist 
sich manchmal im Zweifel darüber, wer besser dabei fährt, die Regierenden oder die Regierten. Jedenfalls würden wir es, um 
nur ein Beispiel zu nennen, leichter empfinden, für den täglichen Lebensmittelbedarf in der Schlange anzustehen, als täglich um 



die Lebensmittelversorgung einer Fünfmillionenstadt bemüht sein zu müssen, und das Lesen des OKW. -Berichtes ist 
wahrscheinlich meistens auch viel gemütlicher, als eine jeden Mittag 

225 

und jeden Abend vorzunehmende Überprüfung der Frontlage in allen ihren Einzelheiten. 

Sei dem, wie ihm wolle, der Krieg bringt für Führung und Gefolgschaft ein ungeheures Maß an Arbeit, Sorge, Last und Ver- 
antwortung mit sich, und wer sich dem nicht gewachsen zeigt, der frißt nicht den Krieg, den frißt der Krieg. Denn er ist der Er- 
barmungslose. Er schreitet über uns hinweg ohne Rücksicht auf unser Glück und manchmal auch auf unser Leben. Am Morgen 
nach dem letzten britischen Terrorangriff auf die Reichshauptstadt besuchten wir eine Reihe von Schadensstellen und kamen 
dabei auch zu einem Krankenhaus, das die englischen Menschheitsfreunde vollkommen in Schutt und Asche verwandelt hatten. 
In einem Torbogen lag die Leiche einer gerade geborgenen jungen Krankenschwester. Sie hatte als Luftschutzwartin während 
des Alarms die Patienten in den Keller getragen und war dabei von der tödlichen Bombe getroffen worden. Wir hoben das 
Leinentuch, das man über sie ausgebreitet hatte, auf und schauten in ein ganz friedliches, vollkommen unentstelltes junges 
Mädchengesicht. Das blonde Haar quoll unter dem auf dem Kopf etwas verschoben sitzenden Stahlhelm hervor. Darunter 
standen zwei blaue, nun gebrochene Augen halb offen, und die Arme hingen leb- und kraftlos an der Seite eines zarten 
Frauenkörpers herunter. 

Man könnte vielleicht fragen, was dieses unschuldige Mädchen mit dem Krieg zu tun hat. Aber diese Frage müßte an unsere 
Feinde gerichtet werden, vielleicht an jenen 22 jährigen kanadischen Lümmel, der von einem englischen Flugplatz startete, um 
seine Bomben über Berlin abzuladen. Doch wüßte er wahrscheinlich keine Antwort zu geben. Vielleicht könnte er Deutschland 
nicht einmal auf dem Globus finden. Er kommt aus einem reichen Erdteil; aber sein Volk und seine Regierung sind nicht in der 
Lage, seine Schätze, die überreichlich vorhanden sind, ihrer Gemeinschaft dienstbar zu machen. Sie haben zu viel, wir haben zu 
wenig. An- 
226 

statt uns aber von ihrem Zuviel mitzugeben, wollen sie uns das Wenige, das wir besitzen, noch nehmen. Und dagegen wehren 
wir uns, und mag es noch so. lange dauern und manchmal noch so hart und grausam erscheinen. Das hat wahrscheinlich auch 
jene Krankenschwester gewußt, und daher ging im Tode ein verklärtes Lächeln über ihre Züge. Wenn sie im letzten Augenblick 
ihres kleinen und anspruchslosen Lebens noch einmal an ihre Eltern oder an ihren Freund oder Verlobten dachte, der vielleicht 
an der Front steht und den sie nun verlassen mußte, dann wird sie nur Trost gefunden haben in dem Gedanken, daß auch sie für 
eine große und gute Sache sterben mußte. 

Stehen wir nicht alle unter demselben Gesetz des Krieges? In seinen grausamen Züchtigungen liegt die Gewißheit seines 
kommenden Segens. Wir müssen heute nur so handeln, daß wir uns später seiner nicht zu schämen brauchen. Er nimmt uns 
Kraft, aber er gibt uns auch Kraft. In jedem Schmerz, den er uns zufügt, liegt auch eine große Beruhigung. Man nenne die 
Macht, die über uns waltet, Schicksal oder Gott, gleichgültig, sie kann nicht beschlossen haben, daß nach diesem gigantischen 
Ringen die Reichen über die Armen, die Übermütigen über die demütig Tapferen, die Allesbesitzenden über die Besitzlosen, 
die zerstörerischen über die aufbauenden Kräfte triumphieren. Sie bedient sich unser, um ihren Willen zu vollenden. Das ist der 
tiefste Sinn dieses Krieges. 

Wenn das Unglück des vergangenen Winters uns zur Erkenntnis unserer ganzen und wahren Kraft geführt hat, dann ist es nicht 
umsonst gewesen. Ihm sind wir es schuldig, daß wir argwöhnisch und wachsam sind und bleiben. Nichts darf uns mehr vom 
klaren Kurs dieses Krieges abbringen. Wir wollen den Frühling nicht sehen und den Sommer nicht bemerken, wenn er uns zur 
Leichtfertigkeit verführen will. Wir wollen arbeiten und kämpfen, als gelte es täglich das Leben. Dann sind wir gegen jede 
Gefahr gefeit und werden das Leben gewinnen. 
227 

Vom Unrecht im Kriege 

28. März 1943 

Auch die weiseste Staatsführung kann das Unrecht in der Welt, selbst im Kriege, nicht gänzlich abschaffen. Wenn man einen 
sehr strengen Maßstab anlegt, dann bleibt immer ein letzter Rest davon noch übrig. Das kommt daher, daß die Menschen weder 
ihrem Charakter noch ihren Fähigkeiten nach gleich, sondern höchst ungleich sind, und deshalb setzt der eine sich im Leben 
besser durch als der andere. Er hat nicht nur dann mehr Erfolg, wenn er sich unlauterer Mittel bedient, sondern auch deshalb, 
weil er aufgrund seines Talentes größere Chancen besitzt. Seine Erfolge aber kommen im allgemeinen ihm selbst und zu einem 
gewissen Teil auch der Gemeinschaft zugute, und darum sind sie positiv zu bewerten und müssen von Staatsseite aus geschützt 
und gefördert werden. Es gibt gewisse Fanatiker, deren Gerechtigkeitssinn mehr einem Trieb zur Gleichmacherei als einer 
höheren Ethik entspringt. Wenn sie es könnten, dann würden sie es sogar abschaffen, daß die einen klug und die anderen dumm 
sind, denn daraus entspringt ein gut Teil der Ungerechtigkeit im Leben. 

Es ist natürlich, daß der Sinn für Gerechtigkeit im Kriege besonders stark im Volke ausgeprägt ist. Solange alle genug zu essen 
und zu leben haben, findet man im allgemeinen nichts dabei, daß der eine etwas mehr besitzt als der andere. Sobald es aber 



anfängt knapp zu werden, regt sich auch auf eine natürliche Weise der Trieb zur Gleichmacherei. Er hat da eine Berechtigung, 
ist sogar staatspolitisch notwendig, wo es sich um lebenswichtige Güter handelt. Er muß aber da Halt machen, wo der 
persönliche Indivi- 

228 

dualismus sich auf abseits der Staatsinteressen liegenden Gebieten auswirkt. Wenn beispielsweise Brot und Fleisch knapp sind, 
dann muß der Staat dafür sorgen, daß sie gleichmäßig und gerecht verteilt werden. Etwas anderes aber ist es, wenn der eine 
einen größeren Bildungshunger besitzt und den zu befriedigen sucht, während der andere eine Molle und einen richtigen 
Männerskat vorzieht. Es soll deshalb auch niemand glauben, er mache sich um den totalen Krieg besonders verdient, wenn er in 
den U- oder Straßenbahnen eine Frau anpöbelt, weil sie sich nett und adrett angezogen hat. Unter Umständen nämlich tut diese 
Frau seit Jahren Kriegsdienst oder hat zu Hause eine Reihe von Kindern zu erziehen und zu betreuen; vielleicht steht ihr Mann 
oder stehen mehrere ihrer Brüder an der Ostfront, und wenn sie das dem Flegel, der durch sein unverschämtes Benehmen eine 
große vaterländische Sache diskreditiert, entgegenhält, dann ist er bestimmt der Blamierte. 

Soweit nämlich der totale Krieg eine gewisse Gleichmacherei notwendigerweise mit sich führt, tut er das nicht aus Grundsatz 
oder gar aus Neid oder Klasseninstinkt, sondern aus einer zweckbestimmten zwingenden Notwendigkeit heraus. Er soll aber 
nach Möglichkeit die Sache des ganzen Volkes sein, an der sich alle beteiligen. Sonst würde er mehr Ausdruck einer 
bolschewistischen als einer nationalsozialistischen Gesinnung werden. Wir kennen Frauen, die alle ihre Kriegspflichten auf das 
gewissenhafteste erfüllen, dazu eine ganze Familie liebevoll betreuen, auch große persönliche Opfer für den Krieg gebracht 
haben und sich trotzdem äußerlich nicht gehen lassen, sondern auch in dieser schweren Zeit Wert darauf legen, so nett und so 
sympathisch wie möglich in Erscheinung zu treten. Wir bewitzeln und belächeln das in keiner Weise, wir haben davor nur die 
größte Hochachtung. Soweit das Leben auch im Kriege noch Raum läßt für Entfaltung der individuellen Persönlichkeit, steht es 
jedem frei, von dieser Möglichkeit nach Belieben 
229 

Gebrauch zu machen. Der totale Krieg ist eine sehr ernste Sache, und wir würden uns und ihm den schwersten Schaden 
zufügen, wenn wir es dulden wollten, daß er zum Tummelplatz für Pöbelinstinkte wird. Was für den Sieg getan werden muß, 
das tun wir alle gemeinsam und gern. Wer sich daran vorbeidrückt, ist ein Saboteur des Krieges und wird entsprechend zur 
Rechenschaft gezogen. Was an Leben, Freiheit und Schönheit noch übrigbleibt, kann jeder ausfüllen, wie er will, und er darf 
dabei auf den Schutz des Staates rechnen. Die junge Frau braucht sich nicht häßlich zu machen, weil sie sonst beneidet wird, 
und der kluge Mann braucht sich nicht dumm zu stellen, damit die Dummen ihr Wohlgefallen an ihm finden. 
Das Leben hat nicht nur die Begabungen, sondern auch die Chancen ungleich verteilt. Dazu kommt noch, daß der eine in der 
Ausnutzung der ihm gebotenen Chancen schneller und geschickter vorgeht als der andere, selbst wenn beide dieselben 
menschlichen und geistigen Qualitäten besitzen. Auch das können wir nur zum Teil ändern. Es gibt gewiß an der Front 
ungezählte brave Soldaten, die eine höhere Auszeichnung verdienen, als sie sie erhalten. Soweit das darauf beruht, daß man ihre 
Tapferkeit nicht richtig würdigt, muß es soweit irgend möglich geändert werden. Soweit es allerdings darauf zurückzuführen ist, 
daß der eine mehr Chancen hatte, sich zu bewähren, als der andere, ist es in den meisten Fällen unabänderlich. Dazu kommen 
eine ganze Menge von Umständen, die in der Natur des Krieges liegen. Es hat sich einer in einem Gefecht besonders mutig 
gezeigt, er hätte ein Anrecht auf das E. K. I, aber sein Vorgesetzter, der ihn dazu bestimmt vorgeschlagen hätte, fällt während 
des Gefechts. Ein anderer dagegen, gerade so tapfer wie der erste, vollbringt seine Heldentat unter den Augen seines Generals 
und erhält gleich nach der Schlacht die begehrte Auszeichnung. Das ist ungerecht, gewiß, aber man sage uns einen Weg, es zu 
ändern! 
230 

Es ist beklagenswert, wenn ein braver Soldat von einem Truppenteil zum anderen kommandiert wird, sich überall hervorragend 
schlägt, aber nirgendwo warm wird. Er bleibt bei den Auszeichnungen monatelang oder überhaupt unberücksichtigt. Sein 
Kamerad steht seit Beginn des Feldzuges im selben Regiment und trägt die Auszeichnung, die der andere ebensogut und schon 
längst verdient hätte. 

Einer geht mit Enthusiasmus in den Krieg. Im ersten Gefecht erhält er eine schwere Verwundung, aber keine Auszeichnung. 
Der andere kommt heil aus jeder Gefahr heraus; er ist sozusagen kugelsicher und hat die Möglichkeit, sich oft und hervorragend 
auszuzeichnen. Ein alter Weltkriegsteilnehmer ist körperlich nicht mehr so auf der Höhe wie ein zwanzigjähriger junger Rekrut. 
Er bringt alle nur erdenkliche Begeisterung zur Sache mit, aber der andere ist ihm überlegen, weil er eben jünger ist. Das 
scheint nicht gerecht zu sein, aber es ist so. Ein Soldat liegt im Westen, er kommt in Urlaub; der andere liegt im Osten, er 
bekommt lange, manchmal bis zu 20 Monaten, keinen Urlaub, und ist er endlich an der Reihe, dann hagelt aus einer kritischen 
Frontlage heraus eine Sperre dazwischen, und das Warten fängt wieder von vorne an. Wir haben alles Verständnis dafür, daß er 
seinem gepreßten Herzen in nicht gerade schmeichelhaften Ausdrücken über den Krieg im allgemeinen und sein persönliches 
Pech im besonderen Luft macht. Aber er wird wohl ebenso viel Verständnis dafür aufbringen, wenn wir ihm entgegenhalten, 
daß wir daran nur wenig ändern können. Wie es über die Gerechten und über die Ungerechten regnet, obschon nur die 
Gerechten den Regen verdienen, so schüttet das Glück seine Gaben auch manchmal ohne jede Überlegung mehr über die aus, 



die sie weniger nötig haben, als über die, die ihrer dringend bedürfen. Wenn man im Einzelfall durch persönliches Eingreifen 
etwas daran ändern kann, dann soll man es tun. In den meisten Fällen aber wird das offenbare Unrecht nicht bemerkt 

231 

werden, und dem Betroffenen bleibt schließlich nichts anderes übrig, als sich zu bescheiden. 

Auch im zivilen Leben ist es so. Es werden beispielsweise im Zuge des totalen Krieges eine ganze Menge von Geschäften ge- 
schlossen. Selbstverständlich ist der Juwelierberuf genau so ehrbar wie der des Lebensmittelhändlers und hat deshalb auch 
dasselbe Anrecht auf Schutz des Staates wie dieser; nur mit dem Unterschied, daß Juwelen im Krieg entbehrlich sind, 
Kartoffeln und Gemüse aber nicht. Und da es an Energie, Kohle, Wohnraum und Arbeitskraft fehlt, verliert eine 
Juwelierfamilie, die vielleicht schon seit Generationen ihr Geschäft betreibt. Laden und Personal, während zwanzig Schritte 
weiter ein Lebensmittelgeschäft, das unter Umständen erst zehn Jahre alt ist, noch eine Vergrößerung erfährt. Das ist höchst 
bedauerlich, und die Staatsführung sucht deshalb die Härte dieses Schlages für den Betroffenen soweit wie möglich zu mildem. 
Aber ändern kann sie ihre Maßnahme nicht. Würde sie diese und viele ähnliche nicht treffen, dann liefen wir Gefahr, unter 
Umständen den Krieg zu verlieren, und damit würde sowohl der Lebensmittelhändler wie auch der Juwelier sein Geschäft und 
noch einiges mehr verlieren. Der eine muß also sein Opfer für den anderen mit bringen. Aber das verlangt ja der Krieg noch in 
einem viel strengeren Maßstab, indem der eine an der Front fällt, damit der andere zu Hause sein Leben behält. 
Es nutzt also gar nichts, über diese natürliche Ungleichheit der Verpflichtungen nachzugrübeln. Sie kann gar nicht abgeschafft 
werden, sie entspringt aus dem Leben selbst, und man müßte das Leben beseitigen, wenn man sie beseitigen wollte. Warum ist 
der eine klug und der andere weniger klug? Warum wird der eine leichter mit Ungemach und Schwierigkeiten fertig als der 
andere ? Warum rutscht dieser auf einer Apfelsinenschale aus und bricht sich ein Bein, während der andere, ohne sie überhaupt 
zu bemerken, daran vorbeigeht? Warum steigt der eine zu den höchsten 
232 

Höhen des Lebens auf, warum bleibt der andere immer in seinen Niederungen? Warum ist der eine ein Glückspilz und der 
andere ein Pechvogel ? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, daß es so ist und daß man daran nur wenig ändern kann. Der Staat 
muß sich zwar mehr derer annehmen, die auf der Schattenseite, als derer, die auf der Sonnenseite stehen; aber ein Rest bleibt 
doch immer ungelöst. 

Wir kennen Menschen mit hohen Begabungen, aber kaum fassen sie eine Sache an, da ist sie schon schiefgegangen. Andere 
wieder können ihnen an Talent nicht das Wasser reichen, aber sie schreiten von Erfolg zu Erfolg. Napoleon verlangte als Erstes 
von seinen Generalen nicht Genie und Wissen, sondern daß sie Glück hatten. Und das ist auch richtig so und vielleicht im 
tiefsten Sinne gar nicht so ganz ungerecht, wie es scheint. Denn in einem wahren Gemeinschaftsstaat kommt der Vorteil des 
Einzelnen zwar ihm selber, aber auch seinem Volke zugute. Jedenfalls hat ein Volk mehr davon, wenn die Glückspilze, als 
wenn die Pechvögel in der Überzahl sind. Man soll uns nicht mißverstehen und etwa annehmen, wir sprächen einem bewußten 
und gewollten Unrecht im Kriege das Wort. Wo wir damit auch nur in Berührung kommen, suchen wir es abzustellen. Die 
Staatsführung darf niemals erlahmen in dem Bestreben, die Wahllosigkeit des Zufalls, die den Einzelnen manchmal sehr hart 
trifft, zu korrigieren. Das ist ja der tiefste Sinn eines echten Sozialismus, der sich nicht mit den Gegebenheiten abfindet, sondern 
sie ständig in eine soziale Ordnung zu bringen sucht. Aber das Leben selbst wird dadurch nur abgemildert, nicht in seinen 
Grundlagen verändert. Wer den Versuch dazu unternehmen wollte, würde sehr bald schon jämmerlich daran scheitern. 
Es liegt im Wesen einer Gemeinschaftsleistung, und der Krieg ist eine solche im umfassendsten Sinne, daß sich alle daran betei- 
ligen, aber nur wenige Gelegenheit haben, sich dabei über das normale Maß hinaus auszuzeichnen und den Ruhm für alle 
davon- 
233 

zutragen. Sie werden dann auch für alle dekoriert. Jener Geschwaderkommodore, der das Eichenlaub mit Schwertern trägt, teilt 
diese Auszeichnung gern mit seinen vielen braven Männern vom Bodenpersonal, vom Nachrichtendienst, vom Nachschub, mit 
den fleißigen Arbeitern, die in Tages- und Nachtschicht seine Maschine bauten, mit den genialen Erfindern und Technikern, die 
sie entwarfen und konstruierten, mit den ungezählten Millionen, die durch ihren Opfermut und ein spartanisches Leben die 
Voraussetzungen zu diesem Kriege schaffen helfen, aber auch mit seinen Vorgesetzten, die die Schlachten führen und 
dirigieren. Er ist das höchste Sinnbild der Tapferkeit eines ganzen Volkes. Es ist seine schwere Berufung, aber auch seine hohe 
Begnadung, sich im Kampfe für das Leben seiner Nation auszeichnen zu müssen, aber auch auszeichnen zu dürfen. 
Nur wenige gehen mit ihrem persönlichen Namen in die Geschichte ein. Wir kennen aus den großen preußischen Kriegen nur 
den einzigen König und einige seiner Generäle. Die Grenadiere jedoch, die die Schlachten schlugen, die ihr Blut opferten und 
ihr Leben hingaben, sind nur als Gemeinschaft unsterblich geworden. Aber auch das ist der Hingabe aller wert. Wenn wir sie 
heute vor unserem geistigen Auge Revue passieren lassen, die von Roßbach und Leuthen, aber auch die von Kolin und 
Kunersdorf, in ihren alten, zerschlissenen Uniformen, die Gesichter vernarbt und vom Pulverrauch geschwärzt, viele an Stöcken 
humpelnd, manchmal über das Leben, den Krieg, die Zivilisten und Kammerherren raisonnierend, sich abends müde auf das 
Stroh werfend und nichts mehr vom Kriege wissen wollend, am anderen Morgen aber wieder auf dem Marsch, dem großen 
König, wenn er vor oder nach der Schlacht an ihnen vorbeireitet, ihr „Vivat Fridericus Rex!" zujubelnd, dann beschleicht uns 



das Gefühl einer fast greifbaren Nähe. Wir kennen keinen von ihnen mit Namen; aber als die Soldaten des großen Königs sind 
sie doch in die Unsterblichkeit eingegangen. 

234 

Hier steht uns unser Vorbild vor Augen. Die ungezählten Grenadiere, die im Osten in Schnee, Regen, Kälte, Frost und Schlamm 
ausharren und kämpfen, die tapferen Flieger, die kühnen Männer von den U-Booten und Kriegsfahrzeugen finden in ihren 
dekorierten Helden nicht nur ihre Vorbilder, sondern auch ihre Wortführer und Repräsentanten. Sie alle umkränzen das Reich 
mit unverwelklichem Lorbeer. Sie werden als Gemeinschaft in die Geschichte übergehen. Jahrhunderte mögen über unser Volk 
kommen und versinken, ihr Ruhm wird niemals verblassen. Mit ihnen zusammen wird man noch in fernsten Zeiten die Männer 
und Frauen nennen, die zu Hause im Luftkrieg ungebrochen blieben, die vielleicht weinend vor ihrem aus den Trümmern 
geretteten Hab und Gut standen oder gar vor den verstümmelten Leichen ihrer Kinder. 

Das Leid, das sie alle tragen, ist unser gemeinsamer Schmerz. Sie opfern ihr Liebstes, um das Leben aller zu erhalten und zu 
verteidigen, und in ihrem Heroismus repräsentieren sie unser Volk in der Heimat, wie seine Soldaten es an der Front 
repräsentieren. Sie fragen nicht nach Recht und Unrecht, sondern nur danach, wo sie der Nation dienen können und müssen. In 
ihrem Leid wachsen sie über sich selbst hinaus. Ihre Namen bleiben unbekannt oder werden bald vergessen; ihre Taten aber 
gehen in die Unsterblichkeit ein. 

Wer die Ehre hat, seinen Namen im Dienste an der Gemeinschaft zum Leuchten zu bringen, trägt damit den Ruhm seines 
Volkes in seiner Hand. Er steht über den anderen und ist doch aus ihrem Fleisch und Blut. Die Gemeinschaft kann nicht ohne 
ihre Helden leben, aber ihre Helden leben ebenso aus ihr. Glücklich, wem das Schicksal Mut und Kraft verlieh, sich vor seinem 
Volke auszuzeichnen und auch die Gelegenheit gab, sein Talent und seine Tapferkeit zu bewähren. Zu ihm schaut das Volk auf, 
weil es seine höchsten Tugenden in ihm verkörpert findet. Aber vergessen wir 
235 

darüber auch diejenigen nicht, die statt des Ruhmes und der Ehre nur Leid und Schmerzen sammelten. 

Denn nicht nur aus dem Ruhm und der Ehre der Wenigen, sondern auch aus dem Leid und den Schmerzen der Vielen entspringt 

das neue Leben und eine lichtere Zukunft unseres Volkes. 

236 



Ein offenes Wort zum totalen Krieg 

4. April 1943 

Jede große Bewegung, und der totale Krieg ist eine solche, spült neben den vielen positiven Werten, die sie zutage fördert, auch 
einigen Unrat mit an die Oberfläche. Man soll das nicht allzu tragisch nehmen und darf vor allem nicht aus Ärger darüber das 
Kind mit dem Bade ausschütten. Eine Eiche wird wachsen und groß und stark werden, auch wenn sich der Efeu um sie rankt. Es 
gab in der Geschichte keine Revolution, sie mochte noch so hohe Ziele anstreben, bei der nicht ein paar Heißsporne über das 
Ziel hinausschössen. Es war dann immer Aufgabe ihrer Führung, das Notwendige vom Überflüssigen und Schädlichen zu 
unterscheiden und zu trennen und insbesondere dafür zu sorgen, daß die große Sache nicht durch unwürdige 
Begleiterscheinungen diskreditiert wurde. 

So ist es auch mit dem totalen Krieg. Es ist nur zu natürlich, daß er die Gemüter auf das leidenschaftlichste beschäftigt, denn er 
ist ja nicht nur eine öffentliche Angelegenheit, er greift auch in das Privatleben fast jedes Menschen ein. Je nach dem 
Temperament des Einzelnen geht seine Entwicklung dem einen zu langsam, dem anderen zu schnell. Der glaubt, wir ständen 
kaum an seinem Anfang, der dagegen, wir wären schon weit über das erträgliche Ende hinaus. Es ist nicht zu bezweifeln, daß 
auf diesem Gebiet schon außerordentlich viel getan worden ist. Aus naheliegenden Gründen sind wir nicht in der Lage, die 
Zahlen der neu in den Produktionsprozeß geführten Arbeitskräfte und der dadurch möglich gewordenen Freistellungen für die 
Wehrmacht mitzuteilen. Aber wir 
237 

können auf das bestimmteste versichern, daß ihr Bekanntwerden auch den Sachkenner in Erstaunen versetzen würde. Auch wir 
sind der Meinung, daß noch mehr als bisher getan werden kann und getan werden muß; aber wir wissen auch, daß man diesen 
Prozeß, bei dem es sich schließlich um die Auswechselung und Umschichtung von Millionen Arbeitskräften handelt, nicht 
übers Knie brechen darf. Unser Volk mag da vollkommen beruhigt sein. Die Sache geht ihren geordneten Gang, und es 
geschieht im allgemeinen viel mehr, als der Laie ahnt. Es liegt jedoch nicht im nationalen Interesse, zu diesem Zeitpunkt bereits 
vor der Öffentlichkeit darüber Rechenschaft abzulegen. Der Feind hört mit. Er schätzt unsere Bemühungen hoch, aber offenbar 
nicht hoch genug ein. Es ist deshalb für uns vorteilhafter, ihn eines Tages zu überraschen, als ihm heute schon die volle 
Wahrheit zu unterbreiten. 



Es läuft dabei natürlich auch einiger Unsinn mit unter. Daß beispielsweise ein paar Heißsporne die günstige Gelegenheit auszu- 
nutzen suchen, um ihre unverdauten Klasseninstinkte abzureagieren, ist durchaus unerfreulich, wird aber mit einiger Geduld 
und wenn nötig auch Strenge abzustellen sein. Man braucht diese Begleiterscheinungen nicht übermäßig zu dramatisieren. Wir 
haben auch die nationalsozialistische Revolution nicht verneint, weil ein paar wilde Männer die Machtübernahme durch 
Einwerfen von Fensterscheiben feierten. Die Halbstarken wurden zur Ordnung gerufen, aber die Revolution ging ihren Gang. 
So ist es auch mit dem totalen Krieg. Unsere Frauen und Mädchen brauchen sich nicht zu schämen, wenn sie sich für ihren 
Mann, ihren Verlobten oder Freund, besonders wenn er in Urlaub kommt, so schön wie nur möglich machen; und wenn einer 
daran unter Berufung auf den totalen Krieg Kritik übt, dann sagen wir ihm auf den Kopf zu, daß er ein Neidhammel ist, mit dem 
wir nichts zu tun haben wollen, und daß er offenbar den Ernst der Zeit, den wir alle, auch ohne daß wir ihn eigens suchen 
gehen, schon zu verspüren 
238 

bekommen, mit seiner eigenen schlechten Laune und Griesgrämigkeit verwechselt. 

Wir verlangen von jedem, daß er für den totalen Krieg alles tut, was überhaupt in seinen Kräften steht. Niemand darf sich von 
seinen Pflichten dispensieren, aber erfüllt er diese, dann ist es auch genug. Würden wir darüber hinaus zulassen, daß jeder das 
Recht hat, jeden zu kritisieren, dann müßte das Leben allmählich zur Qual werden. Das ist auch mit dem totalen Krieg nicht 
gemeint. Er soll die nationale Kraft unseres Volkes anfeuern, nicht lähmen. Je mehr Menschen ihre Pflicht freiwillig, freudig 
und ohne Zwang erfüllen, um so besser für die Nation. Erst wo diese Bereitschaft fehlt, da setzt der Druck von oben ein, und da 
allerdings wird es dann unvermeidlich, daß ihm der Druck von unten antwortet. 

Viel wichtiger erscheint uns der Mangel an Verständnis dafür, wie weit die Initiative der Regierung durch die Initiative des Ein- 
zelnen ergänzt werden kann und ergänzt werden muß. Uns gehen in diesen Wochen aus dem ganzen Volke eine Menge von 
Briefen zur Frage des totalen Krieges zu, die Vorschläge zu neuen Maßnahmen enthalten. Diese sind zum Teil gänzlich 
undurchführbar, zum Teil aber auch denkbar vernünftig und einleuchtend und Beweis dafür, mit wieviel gesundem 
Menschenverstand unser Volk an die Probleme des Krieges herangeht. Es fehlt natürlich auch nicht an willkommener Kritik an 
dieser oder jener Maßnahme. Wo wir Fehler abstellen können, tun wir das. Es ist aber sehr schwer, von oben helfend 
einzugreifen, wenn man unten eine Maßnahme ganz anders auffaßt, als sie oben gemeint war. Wir wollen nicht im Einzelnen 
darüber reden, wieviel Kurzsichtigkeit hier am Werke ist. Es wird z. B. eine Familie bei einem Luftangriff ausgebombt. Sie hat 
damit soweit irgend möglich Anspruch auf die Hilfe des Staates. Da der Mann Soldat ist, bekommt die Familie Unterstützung. 
Die erste Mitteilung, die sie nach dem Verlust ihrer Wohnung und ihrer Einrichtung von einer Behörde erhält, ist die, daß ihre 
Familien- 
239 

Unterstützung mit sofortiger Wirkung um den Mietbetrag gekürzt wird; da sie keine Wohnung mehr habe, brauche sie auch 

keine Miete mehr zu bezahlen. 

Das ist natürlich denkbar dumm, roh und herzlos. Eigentlich müßte sich schon jede Feder oder Schreibmaschine sträuben, so 

etwas überhaupt zu schreiben. Aber da es nun geschrieben ist, tut die betroffene Familie das Vernünftigste, was sie überhaupt 

tun kann, wenn sie sich an die nächsthöhere Stelle wendet. Möglich, daß sie auch da noch nicht gleich zum Ziel kommt; aber sie 

mag dann überzeugt sein, daß das rein gar nichts mit der Staatsführung zu tun hat. Ein kleiner Mann, der dem Irrtum 

unterworfen ist, hat eine Dummheit begangen, das ist alles. Mit etwas Lebensweisheit und Hilfsbereitschaft wird man auch 

diesen Fehler reparieren. 

Ein Auftraggeber muß sich immer vor Augen halten, wie seine Befehle auf die Befehlsempfänger wirken; dann wird er keine 

kurzsichtigen Dekrete herausgeben. Oft aber handelt er stur nach einer Vorschrift aus dem Frieden, ohne auf den Krieg 

Rücksicht zu nehmen. Man mag über eine solche Handlungsweise lächeln; aber dazu ist die Sache zu ernst. Wenn alle Arbeit, 

die zwecklos und umsonst ist, mit einem Schlage abgestellt werden könnte, dann ständen wir nahe vor dem Siege. Aber das ist 

einfacher gesagt als getan. Wir sprechen aus einer reichen Erfahrung, wenn wir meinen, daß dazu eine Unsumme von 

Belehrung und Erziehung notwendig ist. Das geht den Schnellen zu langsam und den Langsamen zu schnell. Man muß hier sehr 

wohl unterscheiden zwischen dem, was durchführbar und dem, was undurchführbar ist. Wir glauben nicht, zu den Sanftmütigen 

und Temperamentlosen zu gehören; 

aber wir sträuben uns doch, alle bei uns eingegangenen Vorschläge zum totalen Krieg zu verwirklichen. 

Auf der anderen Seite aber ist es interessant und charakteristisch, daß auch ein gut Teil dieser Vorschläge sich fast wörtlich mit 

dem deckt, was wir bereits durchgeführt haben oder durch- 

240 

zuführen im Begriff stehen. Das ist ein Beweis dafür, daß Meinung des Volkes und Absicht der Regierung auch in diesem 
Punkte weitgehend übereinstimmen. Wir können uns Besseres nicht wünschen. Vor allem erscheint es uns bedeutungsvoll, daß 
unser Volk in seiner Gesamtheit die Notwendigkeit der getroffenen und noch zu treffenden Maßnahmen einsieht. Sie haben 
natürlich nur mittelbar etwas mit der überwundenen Winterkrise an der Ostfront zu tun; 



jedenfalls werden sie durch ihre Beseitigung in keiner Weise aufgehoben. Man kann nicht eindringlich genug davor warnen, die 
ersten Sonnenstrahlen des Frühlings als Zeichen der allgemeinen und endgültigen Entspannung anzusehen. Nichts ist im Kriege 
gefährlicher als Illusionismus und Selbsttäuschung. Die meisten Menschen begehen in ihrer Urteilsbildung den Fehler, lieber 
das für richtig zu halten, was sie wünschen, als das, was sie erkennen. 

Wir wissen uns davon ganz frei. Wir sehen die Lage durchaus realistisch und sind deshalb auch entschlossen, daraus die not- 
wendigen Folgerungen zu ziehen. Wer im gegenwärtigen Stadium des Krieges schnell handelt, der handelt doppelt. Je rapider 
das Tempo des Krieges wird, desto unvermeidlicher reifen seine Entscheidungen heran. Wenn wir auch heute nicht mehr wie in 
den zwei ersten Kriegsjahren mit so jähen Siegen aufwarten können, so bietet uns die allgemeine Kriegslage doch der Chancen 
genug, in denen die Möglichkeit enthalten ist, zu ganz plötzlichen Erfolgen zu kommen. Und dafür müssen wir bereit sein. 
Der Frühling ist seit jeher in unserer Politik und Kriegführung die Zeit des Reifens großer Entschlüsse gewesen. Diese können 
jedoch nur gefaßt und durchgefühlt werden, wenn dahinter genug Macht steht. Es fehlt uns, wie wir schon oft betonten, nicht an 
den nötigen Voraussetzungen dazu, eher noch an der Elastizität, sie in Kraft für den Krieg umzusetzen. Es wird landauf, landab 
noch einiger Unsinn gemacht, der weder direkt noch indirekt etwas mit dem Kriege, vom totalen Krieg zu schweigen, zu tun 
hat. Er läßt 
241 

sich gesetzmäßig gar nicht fassen, ihm kann man nur durch fortlaufende Erziehung und Selbstkontrolle beikommen. 
Woher soll die Regierung beispielsweise wissen, wie viele törichte und verärgernde Fragebogen noch im Lande herumgeistern 
? Uns wurden einige Proben davon zugeschickt, über die man lachen könnte, wenn sie nicht zum Weinen wären. Sie werden mit 
einem tierischen Ernst weiter ausgegeben, ausgefüllt, gestempelt, registriert und in großen Kästen vergraben, um nie wieder 
zum Vorschein zu kommen, gerade so, als lebten wir mitten im Frieden. Einer dekretiert mit einer entwaffnenden 
Gründlichkeit, daß Kopernikus mit K statt mit C zu schreiben sei, und kommt sich dabei vor, als hätte er eine Schlacht im 
Kampf der Kontinente gewonnen. Ein anderer beschäftigt sich mit einem Fleiß, der einer besseren Sache wert wäre, damit, 
durch Zusammenziehung von Anfangssilben technischer Ausdrücke neue Wortungeheuer zu konstruieren und auf diese Weise 
unsere schöne deutsche Sprache zu verhunzen. Er glaubt zu vereinfachen, und er schafft nur Durcheinander. Am Ende sprechen 
alle Fachleute ihr Berufsdeutsch, und der Laie muß ein Wörterbuch zu Rate ziehen, um halbwegs mitzukommen. Man könnte 
manchmal aus der Haut fahren vor so viel Torheit. Aber so sind die Menschen. Man kann sie nur erziehen, nicht jedoch ändern. 
Und darum muß man den Übeln der Zeit mit Aufklärung, Strenge, manchmal auch Satire und einer guten Portion Mutterwitz 
zuleibe rücken, bis sie allmählich weichen. Wenn man gegen den Stein des Anstoßes dauernd drückt, so bewegt er sich am 
Ende doch. Man darf nur nicht die Geduld verlieren. Im übrigen sind das alles Ausnahmefälle, die die Regel zu bestätigen 
scheinen, nämlich die einer klugen Überlegenheit unseres Volkes, die vieles von selbst und aus sich heraus korrigiert und zum 
Schluß auch mit allem fertig wird. Deshalb gerade rufen wir das Volk immer wieder erneut zur Mithilfe auf. Ohne diese kann 
das große Werk nicht gelingen. Es ist in seinem Erfolg abhängig vom leidenschaftlichen 
242 

Mitgehen jedes Beteiligten, und wenn es an der einen Stelle einmal am nötigen Enthusiasmus fehlt, dann soll man immer wieder 

versuchen, ihn durch Zufuhr von anderer Stelle zu ergänzen. 

Das deutsche Volk ist sich der Tragweite der gefaßten und noch zu fassenden Entschlüsse vollauf bewußt. Es weiß, daß der 

totale Krieg der einzige Weg zum Siege ist. Wenn es ihn mit heiligem Ernst und mit der opfervollen Bereitschaft, die aus allen 

seinen Bekundungen an uns zum Vorschein kommt, beschreitet, dann wird es auch sein Ziel erreichen. Das dauert manchmal 

etwas länger, als man sich das wünscht. Aber das liegt an der Beharrlichkeit der Menschen, die ebenso am Guten wie am 

Schlechten festhält. Ist eine große Sache aber einmal ins Rollen gekommen, dann wird sie auch meistens unaufhaltsam. Man 

braucht dann nur hin und wieder die Richtung zu korrigieren, damit sie nicht Gefahr läuft, am Ziel vorbeizustoßen. Das 

geschieht fortlaufend und wird fortlaufend geschehen, wo es nötig erscheint, und damit befinden wir uns auf dem sichersten 

Weg zum Siege, wie mühsam und lang er uns auch manchmal vorkommen mag. 

Wir jedenfalls sind der Überzeugung, daß wir auf eine solche Weise in der Hauptsache dem Krieg eine entscheidende Wendung 

geben können. Wir vermeiden damit die Gefahr, daß er allmählich in ein Stadium der Stagnation übergeht. Durch Zuführung 

neuer Kraft erhalten wir ihn entwicklungsfähig. Jede Bewegung bietet Möglichkeiten zum Ansetzen. Wir werden sie schon 

rechtzeitig aufspüren und ausnutzen. Eines Tages wird die große Gelegenheit da sein. Sorgen wir dafür, daß wir dann bereit 

sind. 

Nur wer dann einsetzen kann, wird dann gewinnen. Je mehr wir heute an Kräften dazu aufsparen, um so mehr werden wir dann 

hineinzuwerfen haben. Hier liegt unsere Chance, unsere große geschichtliche Chance. 

243 



Das ewige Gesetz 

18. April 1943 



Im Kriege ist es immer schwer, wenn nicht fast unmöglich, sich ein Bild von der inneren Lage des Gegners zu machen. Jede 
kriegführende Partei wird peinlich bestrebt sein, diese vor den Augen der anderen Partei zu verschleiern und ihre Möglichkeiten 
zum Siege so günstig wie überhaupt nur denkbar erscheinen zu lassen. Auch das ist ein Kriegsmittel, und zwar ein erlaubtes. 
Die volle Wahrheit kommt meistens erst nach dem Kriege heraus. Bis dahin aber ist man im wesentlichen auf Schätzungen und 
Vermutungen angewiesen. Man muß schon eine große Übung in der Kunst besitzen. Richtiges von Falschem und Wahrheit von 
Täuschung zu unterscheiden, um hier zu einem halbwegs klaren Urteil zu kommen. 

Es gibt deshalb für ein kriegführendes Volk kaum einen verhängnisvolleren Fehler als den, sich sein Wissen und seine Kennt- 
nisse über die Lage des Feindes aus seinen eigenen Auslassungen zu besorgen. Gerade unsere angelsächsischen Gegner 
beherrschen die Apparatur der öffentlichen Meinungsbildung außerordentlich virtuos, und der vergangene Weltkrieg muß uns 
ein warnendes Beispiel sein, nicht auf die erstbeste großsprecherische Prahlerei des Feindes hereinzufallen. Jetzt schon 
beispielsweise geben die Engländer zu, daß sie auch in gewissen Phasen dieses Krieges nur noch aus der Kraft des Wortes 
weitergelebt und weitergekämpft haben. 

Wir verfügen also über keinerlei Sicherheit, ob sie uns nicht auch in einiger Zeit wieder mit ähnlich überraschenden Fest- 
244 

Stellungen bezüglich der engeren Gegenwart beglücken werden. Hier also ist Vorsicht mehr denn je am Platze. 
Wir Deutschen tun uns da viel schwerer. Unser Volk hat ein längeres Gedächtnis als die Völker auf der Feindseite. Bei uns gilt 
noch das Wort: „Gesprochen ist gesprochen!" Wir lieben keine Nachrichtenpolitik, die nur auf die Bedürfnisse des Tages 
ausgerichtet ist. Wir verlangen von der Regierung nicht nur, daß sie die Gegenwart richtig und wahrheitsgetreu darstellt, 
sondern auch, daß sie die Zukunft zuverlässig voraussagt. Das wird aber, zumal im Kriege, nur unter bestimmten 
Voraussetzungen möglich sein. Wir wissen nämlich genau, was wir können und wollen; über die Möglichkeiten und Absichten 
unserer Gegner dagegen sind wir im Wesentlichen nur auf Vermutungen angewiesen. Die Regierung ist also hier dem Irrtum 
unterworfen, und man kann ihr deshalb nicht einmal einen Vorwurf machen. Die allgemeine Kriegslage erleidet ständige 
Veränderungen, und zwar nicht nur von unserer, sondern auch von der Seite des Feindes her. Je länger der Krieg dauert, desto 
zäher und erbitterter wird hüben und drüben um die Palme des Sieges gerungen. Die Ausweitung der militärischen Operationen 
hat die Perspektiven dieses Weltkampfes ins Gigantische gesteigert. Wenn man vor zwei Jahren noch von einem Krieg 
zwischen Völkern und Großmächten sprechen konnte, so ist heute nur noch von einem solchen zwischen Kontinenten die Rede. 
Das geistige und militärische Drama, das wir augenblicklich erleben, stellt alle ähnlichen Ereignisse in der Geschichte der 
Menschheit weit in den Schatten. 

Damit hat sich auch die Stellung der Völker zum Kriege selbst von Grund auf gewandelt. Er ist mittlerweile unter der Härte der 
Ereignisse von jeder Romantik und Idyllik entkleidet worden. Wir sehen ihn ganz nüchtern und realistisch und geben uns über 
seine innere Gesetzlichkeit keinerlei Illusionen hin. Es mag sich damit eine etwa hier und da noch vorhandene poetische 
Ausmalung des 
245 

ganzen Kriegsgeschehens im Widerspruch befinden; das ändert aber nichts an der Tatsache, daß es in diesem Ringen nicht um 
diese oder jene Grenzprovinz, sondern um das Leben der daran beteiligten Völker geht und demgemäß auch die Kriegführung 
selbst im Verlaufe dieses gigantischen Kampfes einen steigend härteren Charakter angenommen hat. Man mag das im einzelnen 
beklagen, ändern aber kann man daran nichts. Wer sich am schnellsten mit dieser tiefgreifenden Umformung des ganzen 
Kriegsbildes vertraut macht, der fährt dabei am besten. Wir leben in einem Zeitalter unerbittlicher völkischer 
Auseinandersetzungen, und nur der kann den Sieg gewinnen, der die dazu nötige Kraft des Charakters und Widerstandswillens 
aufbringt. 

Wir haben seit jeher für Offenheit in der Darstellung der Kriegslage sowohl dem eigenen Volke wie auch der Weltöffentlichkeit 
gegenüber plädiert. Wir halten nicht viel von trügerischen und illusionistischen Vorstellungen, die morgen oder übermorgen 
durch die Entwicklung widerlegt werden. Eine Bluffpolitik, wie sie noch im Weltkrieg möglich war, verfehlt unseres Erachtens 
in diesem Kriege vollkommen ihr Ziel. Dazu sind die Völker, vor allem aber das deutsche Volk, politisch zu gereift. Der 
moderne Mensch weiß selbständig mit Globus und Landkarte umzugehen. Er kennt sich aus in Industrie-, Handels- und 
Exportstatistiken. Die Rohstoffkapazität der einzelnen kriegführenden Länder ist ihm kein Buch mit sieben Siegern. Er bildet 
sich also auch ohne behördliche Anleitung ein eigenes Urteil über die allgemeine Lage und die in ihr enthaltenen Möglichkeiten 
für die kriegführenden Parteien. Wissen braucht nicht schwach zu machen, es kann auch eine Steigerung der seelischen 
Widerstandskraft mit sich bringen. Wer von Natur aus zum Pessimismus neigt, wird Pessimist sein, ob er nun viel oder wenig 
weiß, und wer umgekehrt zum Optimismus veranlagt ist, wird ebenso in den meisten Fällen Optimist bleiben. Es kommt also 
darauf an, dem Volke ein möglichst klares Bild der allgemeinen 
246 

Lage zu geben, lediglich mit der Einschränkung, dem Feind damit keinen Einblick in unsere Möglichkeiten und Absichten zu 
gestatten, der unserer Sache Schaden zufügen könnte. 



Ein politisch unreifes Volk ist im Kriege natürlich viel einfacher zu führen als ein politisch geschultes und gebildetes. Darum 
haben die Regierungen auf der Feindseite es so leicht. Sie dürfen es sich erlauben, ihre öffentliche Meinung von einem Extrem 
ins andere zu schleudern, weil sie morgen schon das vergessen hat, woran sie heute noch leidenschaftlich glaubte. Beim 
deutschen Volk ist das gänzlich ausgeschlossen. Eine ungeschickte oder durch die Entwicklung widerlegte Redewendung aus 
dem Anfang des Krieges wird dem, der sie getan hat, ganz zu Unrecht heute noch vorgehalten, ohne Rücksicht darauf, daß 
daneben hundert andere stehen, die bis zur Stunde ihre Gültigkeit besitzen, gleich als besäße der Sprecher allein nicht das 
Vorrecht des Irrtums. 

Es ist zu viel von einer Regierung verlangt, daß sie in jedem Falle recht behält. Auch sie bewegt sich in diesem Kriege auf 
einem ihr vollkommen unbekannten Terrain, und seine Probleme finden in der Vergangenheit gar kein Beispiel. Wer wollte es 
heute noch wagen, das bolschewistische mit dem zaristischen Rußland zu vergleichen ? Wer hat den Mut, die Chancen des 
Luftkrieges oder des U-Boot-Krieges mit absoluter Sicherheit vorauszusagen? Wer kennt die Wirksamkeit und 
Einsatzmöglichkeit neuer Waffen auf dieser oder auf jener Seite und wer behauptet, sie mit tödlicher Genauigkeit richtig 
einschätzen zu können ? So viele Probleme der Krieg aufwirft, so viele Rätsel gibt er auch auf. Sicher und unwandelbar bleiben 
in ihm nur die menschlichen Tugenden, die sich mit ihrer seelischen Kraft den stets wechselnden Gefahren entgegenstemmen. 
Wir stehen am Ende eines sehr harten Winters. Er hat uns vor Schwierigkeiten gestellt, die niemand an seinem Anfang auch nur 
ahnen konnte. Daß wir sie am Ende doch überwanden, ist haupt- 
247 

sächlich darauf zurückzuführen, daß wir uns in den entscheidenden Stunden nicht von ihnen übermannen ließen. Es ist natürlich 
sehr leicht, heute die Linien des hinter uns liegenden Geschehens nachzuzeichnen. Wenn man vom Rathaus zurückkommt, ist 
man immer klüger, als wenn man hingeht. Es handelt sich auch beim vergangenen Winter nicht nur darum, was wir verloren 
haben, sondern auch darum, was der Gegner gewonnen hat. Ohne unsere eigenen Einbußen verkleinern oder bagatellisieren zu 
wollen, glauben wir uns doch zu der Feststellung berechtigt, daß der Feind nur einen geringen Bruchteil dessen erreicht hat, was 
er sich zum Ziel gesetzt hatte. Man braucht nur seine prahlerischen Ankündigungen beispielsweise von Ende Januar mit der 
Lage von heute zu vergleichen, um unschwer festzustellen, daß wir trotz allem noch auf der Gewinnerseite stehen. Auch hier 
hat er sich also offenbar eine ganz falsche Einschätzung unserer Kriegskraft zu Schulden kommen lassen, die über kurz oder 
lang sicherlich noch zu üblen Folgen für ihn führen wird. 

Man drehe die Sache, wie man will, es wird immer wieder die Erkenntnis hervorspringen, daß dieser Krieg für alle Beteiligten 
und sogar Nichtbeteiligten das Rätsel aller Rätsel ist und es deshalb in der Hauptsache darauf ankommt, ihm mit der 
Bestimmtheit des Charakters und der Festigkeit des Herzens entgegenzutreten. Es ist schon häufiger gesagt worden, daß der 
Idealismus ein sehr realer Faktor in der Politik ist; und das trifft vor allem in so schweren Erschütterungen des Völkerlebens 
wie der gegenwärtigen zu. Die Glaubensfähigkeit eines Menschen oder eines Volkes löst ungeheure seelische und auch 
materielle Kräfte los, und es ist ein großer Irrtum anzunehmen, man könne im Kriege ohne sie auskommen, da sowieso nur die 
Waffen das entscheidende Wort sprächen. Wir haben in diesem Völkerringen Nationen zusammenbrechen sehen, die zwar 
Waffen in Hülle und Fülle besaßen, aber nicht über die Kraft der Herzen verfügten, die ihnen den Gebrauch der Waffen als 
248 

notwendig und unabweisbar erscheinen ließ. Sie hatten den Glauben an ihre nationale Sendung verloren, stellten den Genuß 
über das Gesetz der Pflicht und gingen daran zugrunde. Das ist tragisch, aber doch Ausfluß einer höheren geschichtlichen 
Gerechtigkeit. Völker, die den Willen zum selbstbestimmten nationalen Leben verlieren, geben sich damit auch selbst auf. 
Nicht daß wir im November 1918 einem verhängnisvollen Irrtum anheimfielen, war unsere große Gefahr, sondern daß wir 
dabei zeitweilig unsere geschichtliche Aufgabe preisgaben und uns mit dem Gedanken vertraut machten, als Nation ausgelöscht 
zu werden. 

Es ist oft genug gesagt worden, daß dieser Krieg die logische Folge unseres damaligen nationalen Versagens ist. Würden wir 
auch ihn einmal so mißverstehen, daß wir glauben wollten, es gäbe aus ihm eine Loslösung ohne totalen und entscheidenden 
Sieg, dann verlören wir damit zweifellos unsere letzte geschichtliche Chance. Das mag hart klingen, es ist aber so. Selbst die 
Überwindung des Irrtums vom November 1918 hatte so viele günstige Umstände als Voraussetzung, daß sie heute fast wie ein 
historisches Wunder wirkt. Eine Wiederholung dieses Vorgangs wäre gänzlich ausgeschlossen. Die Geschichte läßt ihrer 
vielleicht einmal, aber nie ein zweites Mal auf dieselbe Weise spotten. Nachdem wir angetreten sind, müssen wir den schweren 
Gang zu Ende gehen ungeachtet der Hindernisse, die sich uns dabei in den Weg stellen. Es gibt für uns nicht nur kein Zurück, 
die Lage gestattet uns nicht einmal mehr ein Ausweichen. 

Diese Feststellung trifft den einen hart, den anderen weniger hart. Es gibt Menschen unter uns, die der Krieg wie eine Gottes- 
geißel geschlagen hat. Wir trafen kürzlich nach einem der letzten Terrorangriffe auf die Reichshauptstadt beim Besuch einer 
schweren Schadensstelle einen jungen Mann, der uns durch sein besonders blasses und abgehärmtes Aussehen auffiel. Er 
erzählte uns auf Befragen in kurzen, stockenden Sätzen sein persönliches Schick- 
249 



sal: zwei seiner Brüder waren im Felde gefallen, sein Vater war vor Gram gestorben, und seine Mutter lag nun tot unter den 
Trümmern des Hauses, vor dem wir standen. Er hatte nichts mehr, was er dem Vaterlande schenken konnte, als nur noch sein 
eigenes nacktes Leben. Wir wissen nicht, was wir zu geben bereit gewesen wären, um dieses tragische Unglück zu lindern. 
Dennoch vergaßen wir dabei keinen Augenblick, daß dieses und ähnliche Schicksale Millionen deutschen Menschen drohen 
würden, wenn wir uns als Volk auch nur einen Augenblick von der Härte solcher persönlichen Schläge übermannen ließen und 
darüber vergäßen, was unsere bittere Pflicht unserem nationalen Weiterleben gegenüber ist. 

Die Preußen im fünften oder sechsten Jahre des Dritten Schlesischen Krieges mögen wohl so gedacht und empfunden haben 
wie wir heute manchmal denken und empfinden. Sie wären sicherlich unter der Wucht des Unglücks, das sie traf, 
zusammengebrochen, hätte sie nicht der herrische Geist ihres großen Königs immer wieder aufgerichtet. Die Geschichte weiß 
davon zu erzählen, daß er manchmal der Einzige war, der den Schicksalsfügungen eine feste, männliche Haltung entgegenstellte 
und damit jede, auch die schwerste Krise überwand. Ohne ihn wäre Preußen zweifellos ein kleiner deutscher Zwischenstaat 
geblieben; durch ihn wurde es zur Groß- und damit zur Führungsmacht des Reiches. Es mußte ein tiefes Tal des Leidens und 
der Drangsale durchschreiten, bis es auf die Höhe steigen konnte. Was wir heute an ihm als eine Summe von Heroismus und 
Charakterstärke bewundern, war damals nur eine Summe von tragischen Opfern, Schmerzen und Entbehrungen. Die Geschichte 
verschenkt nichts, zumal nicht ihre kostbarsten Geschenke, und wie die Mutter jedesmal aufs neue ihr Leben einsetzen muß, 
wenn sie das neue Leben gebären will, so müssen die Völker ihr Leben zum Einsatz bringen, um ihr Leben neu zu formen, ja 
um es nur zu erhalten. 

Auch unser grausames technisches Zeitalter hat dieses ewige 
250 

Gesetz nicht aufgehoben und wird es niemals aufheben können. Die Ausdrucksformen dieses Gesetzes mögen sich ändern, sie 
mögen härter, verbitterter und verbitternder, heimtückischer und brutaler werden; das Gesetz bleibt ewig dasselbe. Wie zu allen 
Zeiten schon, so ist auch diese Generation unseres Volkes zum Kampf um ihr Leben angetreten. Sie setzt damit den 
geschichtlichen Prozeß der Selbstbehauptung unserer Vorfahren fort und gibt der Selbsterhaltung ihrer Nachkommen eine neue, 
bessere Grundlage. Es geht auch diesmal wie immer noch um alles. Die spätere Geschichte wird uns weniger nach den Leiden 
beurteilen, die wir dabei ertragen, als nach den Tugenden, die wir dabei zeigen, nach den Schlägen, die wir dabei überwinden, 
und nach den Siegen, die wir dabei erringen. 

Wir sind in diesem Riesendrama unseres Volkes nicht unbeobachtet. Das Auge Gottes ist auf uns gerichtet. Vor ihm finden wir 
als kämpfende Generation am Ende nur Gnade, wenn wir das ewige Gesetz erfüllen. 
251 



Führergeburtstag 1943 

Rundfunkrede zum Geburtstag des Führers 
19. April 1943 

Das deutsche Volk begeht diesmal den Geburtstag des Führers in einer besonders ernsten Haltung und Stimmung. Der Krieg hat 
in seinem vierten Jahre sein bisher härtestes Stadium erreicht, und ein Ausweg aus seinen Belastungen und Leiden oder sein 
Ende ist vorerst noch nirgendwo zu entdecken. Die ungeheuren Dimensionen seines politischen und militärischen Geschehens 
umspannen jetzt schon alle fünf Kontinente, und wohin man blickt, werden die Menschen und Völker von seinen Schmerzen 
und Opfern geschlagen. Es gibt kaum noch ein Land, das von den schweren politischen und wirtschaftlichen 
Begleiterscheinungen dieses gewaltigen militärischen Dramas verschont geblieben wäre. Hier und da machen sich sogar 
nerven- und charakterschwache Kritiker der Zeit in den am wenigsten am Krieg beteiligten Staaten ans Werk, die weitere 
Lebensfähigkeit und den ferneren Bestand der menschlichen Kultur und Zivilisation überhaupt in Frage zu stellen und mit 
sorgenvollem Fleiß auszurechnen, was von dem stolzen Erbe, das die heute lebende Generation der Völker von ihren Vorfahren 
übernommen hat, am Ende dieses Krieges noch übrig geblieben sein werde. 

Man vergißt in den Sorgen und Belastungen unserer Tage allzu leicht, daß dieser Krieg im Gegensatz zu allen ihm 
vorangegangenen, ob ausgesprochen oder unausgesprochen, einen durchaus völkischen und rassischen Charakter trägt. Deshalb 
wird er auch auf beiden Seiten mit einer so zähen Erbitterung durchgekämpft. Die 
252 

daran beteiligten Völker wissen genau, daß es diesmal nicht um eine mehr oder weniger wichtige oder auch belanglose Grenz- 
korrektur, sondern um ihr nationales Leben geht. Das haben sich wohl die Väter und ruchlosen Verursacher dieses gigantischen 
Völkerringens nicht träumen lassen, als sie im September 1939 zum Schwert griffen, um zu verhindern, daß die deutsche Stadt 
Danzig wieder in den Verband des Reiches zurückkehrte. 

Auch hier hat ein kleiner Anlaß eine weltweite Wirkung erzielt. Und trotzdem wäre es falsch, darin auch die eigentliche 
Ursache dieses Krieges sehen zu wollen. Es gab damals auf Seiten unserer Gegner tausend Möglichkeiten, unseren berechtigten 



nationalen Forderungen Genüge zu tun, ohne auch nur die geringste Einbuße an Macht, Ansehen und Prestige zu erleiden. Man 
hat das auf der Feindseite nicht gewollt. Man wollte den Krieg, weil Deutschland, wie der gegenwärtige englische 
Premierminister schon 1936 zynisch erklärte, zu stark geworden war. Das europäische Kräftebild hatte auf die natürlichste 
Weise, und zwar nicht so sehr durch unser Handeln als vielmehr und in der Hauptsache durch unser bloßes nationalpolitisches 
Vorhandensein, eine Verschiebung erfahren. Damit glaubte England sich nicht abfinden zu können. Es warf seine nationale 
Existenz in die Waagschale der Entscheidung und muß nun im Verlaufe von etwas über dreieinhalb Jahren Krieg zu seinem 
Entsetzen feststellen, daß es diese, ohne auch nur das geringste von seinen Kriegszielen erreichen zu können, Stück für Stück 
preis- und verlorengeben muß. 

Es erscheint hin und wieder notwendig, an den Ausgangspunkt des Krieges zurückzukehren, um seine weitere Entwicklung zu 
seinem heutigen dramatischen Höhepunkt begreifen und verstehen zu lernen. Eine gleisnerische feindliche Propaganda ist 
unentwegt an der Arbeit, seine Ursachen mit ihren Schmutznuten zu überspülen, die liberal-demokratischen Phrasen und 
Redensarten von gestern vergessen zumachen und sie durch neue, verführerische Thesen 
253 

von heute zu ersetzen und dabei die Schuldigen zu Unschuldslämmern und die Schuldlosen an diesem großen Unglück zu den 
eigentlichen Schuldigen zu stempeln. Wir brauchen demgegenüber nur darauf zu verweisen, wie viele, leider vergebliche 
Versuche der Führer vor Ausbruch dieses Krieges unternommen hat, um die Rüstungen auf ein vernünftiges Maß zu begrenzen 
und auf diese und jede nur erdenkbare andere Weise das von ihm sonst mit absoluter Sicherheit vorausgesehene Völkerdrama 
womöglich doch noch zu vermeiden, ja wie oft er diese Versuche auch noch während des Krieges wiederholt hat, um ihn zum 
ehestmöglichen Zeitpunkt zu beendigen. 

Es war alles umsonst. Die gewissenlosen Kreise, die diesen Krieg mutwillig, zynisch und frivol vom Zaune gebrochen hatten, 
wollten und wollen ganze Sache machen. Was schiert sie das Leid und Unglück der Völker, ihre eigenen Völker mit 
eingerechnet, wenn sie nur ihrem verbrecherischen Trieb nach persönlicher Bereicherung und damit schrankenloser 
Machtentfaltung über alle Länder und Kontinente frönen können! Sie sind nicht, wie wir, aus dem Volke hervorgegangen. Sie 
werden deshalb auch niemals für die eigentlichen Interessen selbst ihrer eigenen Völker Verständnis aufbringen können. Aus 
ihrer volksfremden, um nicht zu sagen volksfeindlichen Gesinnung entspringt ihr brutaler Zynismus, und daher rührt auch ihr 
infernalischer Haß gegen die nationalsozialistische Volksbewegung, gegen das nationalsozialistische deutsche Volk und Reich 
und vor allem gegen den Führer selbst. Sie betrachten ihn als einen Eindringling in die Bezirke der staatlichen 
Führungsgeschäfte, die für sie immer gleichbedeutend sind mit Volksbetrug und Geldherrschaft. Es gibt nichts Schamloseres 
und Ekelerregenderes, als sie von Freiheit und Würde der Menschheit reden zu sehen, sie, die, wo sie nur eine Gelegenheit dazu 
erspähen, die Freiheit der Menschen mit Füßen treten und ihre Würde mit dem Blut unschuldiger Kinder selbst ihrer ehe- 
254 

maligen Verbündeten färben. Sie führen die Begriffe eines höheren Menschentums vergeblich im Munde. Sie wagen es vor 
ihren eigenen und den anderen Völkern nicht einzugestehen, und doch ist dem so: Sie haben diesen Krieg planmäßig vorbereitet 
und ihn im ihnen geeignet erscheinenden Augenblick provoziert, um den ersten Versuch der Bildung wahrer Volksstaaten in 
Europa damit zu torpedieren und ihn unter der Reaktion ihrer plutokratischen Freibeuterei zu ersticken. Das ist die Ursache, der 
Anlaß, der Grund und ihr Ziel dieses Krieges. 

So wie auf der Feindseite die uns verhaßte Welt durch Menschen personifiziert wird, so auch durch Menschen auf unserer Seite 
die von uns geliebte und verteidigte. Es liegt in der Natur der Sache eines so gigantischen Krieges, daß der, der ihn führt und 
repräsentiert, ihm auch seinen Namen gibt. Und nicht nur das. So wie dieser sein Glück und seinen Erfolg doppelt und dreifach 
empfindet, so trägt er auch an seinem Unglück und an seinem schweren Schicksal doppelt und dreifach schwer. Naive Gemüter 
mögen sich in normalen Friedenszeiten das Regieren und Führen leicht und bequem vorstellen, in Kriegszeiten mit den 
Belastungen der geschichtlichen Verantwortung, wie diese sie mit sich bringen, werden selbst sie in den kritischen Stunden von 
dem dunklen Gefühl angesprochen, daß der am besten fährt, der ganz unten steht und nur zu gehorchen braucht, und der am 
schwersten trägt, der ganz oben steht und befehlen muß. Hier paßt das Bild vom Atlas, der die Welt auf seine Schultern nimmt. 
Gewiß gibt es keine große Persönlichkeit in der Geschichte, die nicht auch einmal von dem berauschenden Bewußtsein erfüllt 
gewesen wäre. Völkerschicksale wie Ton in des Schöpfers Hand zu halten. Ungleich viel zahlreicher aber waren und sind 
immer die Stunden eines erbitterten und leidvollen Ringens mit der Verantwortung für geschichtliches Werden, eines stummen 
und zähen Kampfes mit manchmal übermenschlich scheinenden Kräften widriger Umstände und unver- 
255 

dienter harter Schicksalsschläge, die oft und oft ein kunstvoll errichtetes Gebäude der Planung unter seinen Trümmern begraben 
und damit den schon nahe winkenden Erfolg wieder zunichte machen. 

Man spricht so leicht in Gesprächen und schreibt so leicht in Artikeln vom Beginn oder vom Ende einer militärischen Krise. 
Aber nur der weiß zu ermessen, was das bedeutet, der sich einer solchen ein einziges Mal nur mit der Kraft des eigenen starken 
Herzens entgegengeworfen hat. Durcharbeitete Tage und durchwachte und zersorgte Nächte schreiben in solchen Wochen und 
Monaten ihre unverkennbaren Züge in sein Gesicht. Das Leid und die Schmerzen der einzelnen Menschen türmen sich vor ihm 



bergehoch zum Leid und Schmerz des ganzen Volkes auf, und während der Geführte nur an seinem eigenen Schicksal trägt, so 
schwer es manchmal auch sein mag, trägt der Führer das Schicksal der ganzen Nation. Auf ihn richten sich in kritischen Zeiten 
Millionen Augenpaare, um aus seinem Gesicht Trost und Hoffnung zu schöpfen, um aus der Festigkeit seines Ganges, aus der 
Sicherheit seiner Gesten und aus der Zuversichtlichkeit seines Auftretens das zu schließen, wozu die Gespanntheit der Lage 
keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten freigibt. 

Es ist schon oft gesagt worden, daß der Führer für uns alle ein Abbild des deutschen Volkes darstelle. Das stimmt in einem 
überraschenderen Sinne, als wir uns das meistens klarmachen. Könnte man das Gesicht unseres Volkes nachzeichnen, es würde 
im Verlauf dieses Krieges wahrscheinlich dieselben tiefen Wandlungen aufzuweisen haben, die wir mit ernstem Stolz am 
Gesicht des Führers feststellen. Die Züge der Härte, der Entschlossenheit, aber auch eines tiefen Leidens um das Volk und im 
weiteren Sinne um die Menschheit, die ganz gegen seinen Willen und seine Absichten so Bitteres und Schweres ertragen und 
erdulden müssen, sind hier unverkennbar geworden. Es könnte fast zynisch wirken, 
256 

damit das dummdreiste und frivole Grinsen zu vergleichen, das der gegenwärtige Leiter der britischen Politik bei seinem 
öffentlichen Auftreten zur Schau zu tragen beliebt. Man braucht angesichts dieser eklatanten Verschiedenheit nicht lange zu 
fragen, wem von beiden der Krieg Freude bereitet und wer ihn deshalb vermutlich auch gewollt und provoziert hat. Das Gesicht 
allein schon verrät den Schuldigen. 

Trotz all ihres "Geschreis haben unsere Feinde es nicht fertigbringen können, die starke magische Gewalt der Persönlichkeit des 
Führers auf die übrige Welt zum Stillstand zu bringen. Sie wirkt sich täglich mehr und mit wachsender Kraft aus. Eine Zeit, die 
wie die unsere so arm an ganz großen menschlichen Erscheinungen ist, wird eine solche bei uns auch auf der Seite des Gegners 
zum Gegenstand der Bewunderung machen. Nicht umsonst schütten die angelsächsischen Agitatoren ihre Lügen und Ver- 
leumdungen täglich über Namen und Werk des Führers aus. Sie wissen, daß sein Programm und Ziel sich auf eine ganz 
natürliche Weise allüberall und selbst in ihren eigenen Ländern durchzusetzen beginnen. Ein Volk kann kein größeres Kapital 
sein eigen nennen als das einer überragenden, über die Zeit hinaus wirkenden Persönlichkeit, die auf die Dauer Freund und 
Feind in ihren Bann zwingt. 

Es wird vielfach auch im deutschen Volke beklagt, daß der Führer vor allem während des Krieges selbst, obgleich der be- 
stimmende Faktor des ganzen politischen und militärischen Geschehens, fast vollkommen hinter sein Werk zurücktritt. Er steht 
dabei in sprechendstem Gegensatz zu der Praxis der Alltagserscheinungen auf der Gegenseite, die keine Gelegenheit 
versäumen, sich im vollen Rampenlicht der Bühne der Weltöffentlichkeit zu zeigen. Sie haben das offenbar nötig und 
empfinden wohl auch einen gewissen Zwang dazu aus der Erkenntnis heraus, daß ihr Leben und Wirken vermutlich ihre eigene 
Zeit nicht allzu lange 
257 

überdauern werden. Männer von wirklichem geschichtlichen Format sind über solche Überlegungen erhaben. Sie schöpfen ihre 
tiefsten Kräfte nicht aus dem wandelbaren Beifall dessen, was man Publizität nennt. Diese entspringen vielmehr der Dämonie 
ihres historischen Auftrags, den sie nach einem höheren Gesetz erfüllen. 

Wir kennen kein Beispiel in der Geschichte der Völker, daß eine überragende menschliche Leistung ohne Heimsuchung durch 
schwerste Schläge des Schicksals vollbracht worden wäre. Im Gegenteil scheint sich an der Härte und Unerbittlichkeit der 
Prüfungen, denen sie unterworfen wird, erst ihr innerer Rang erproben zu wollen. Wenn wir in den vergangenen zwei 
furchtbaren Wintern im Osten den Führer an der Spitze seiner Wehrmacht und seines Volkes den Kampf gegen ein fast 
übermächtiges Schicksal aufnehmen und bestehen sahen, so fühlen wir uns dabei an die ergreifendsten und bewegendsten 
Kapitel unserer preußischdeutschen Geschichte erinnert. Er und wir alle brauchen uns dieses Vergleiches nicht zu schämen. 
Wenn das deutsche Volk im Spätherbst 1918 infolge des vollkommenen charakterlichen Versagens seiner Führung schwach 
wurde und damit das größte Unglück über das Reich heraufbeschwor, so hat der Führer mit seinem Volke in diesen zwei 
Wintern bewiesen, daß er und mit ihm wir alle bereit und entschlossen sind, den geschichtlichen Fehler von damals 
wiedergutzumachen und gerade dafür den Preis des großen Sieges heimzubringen. 

Es ist für den Sprecher nicht ganz leicht, die Persönlichkeit des Führers zu seinem vierten Geburtstag im Kriege in richtigem 
Verhältnis zu den gigantischen Ereignissen, deren Zeugen wir sind, in Erscheinung treten zu lassen. Er selbst steht nach 
eigenem Willen vollkommen hinter seinem Werk, das in der Vollendung begriffen ist. So sehr wir diese Tatsache auch im 
einzelnen manchmal bedauern mögen, so ist er doch gerade in dieser gänzlich unauf- 
258 

dringlichen Lebens- und Schaffensweise unseren Herzen nur um so näher gekommen. In den großen berauschenden 
Siegesphasen dieses Krieges haben wir ihn bewundert und verehrt; heute, da er sich mit zäher Verbissenheit gegen auch 
manchmal harte und schmerzhafte Schläge des Schicksals behauptet und durchkämpft, haben wir ihn erst ganz aus der Tiefe 
unseres Herzens lieben gelernt. Welch eine tröstliche Gewißheit muß es einem Volke geben, an der Spitze der Nation einen 
Mann zu sehen, der die ganze Unerschütterlichkeit des festen Glaubens an den Sieg für alle sichtbar verkörpert! Hier ist keine 
Spur von der bei unseren Feinden beliebten Phrasenhaftigkeit und Großsprecherei zu entdecken, hier wird alles auf die Sache 



selbst ausgerichtet, um die es geht. Sie wird mit dem kühlen Realismus, aber auch mit dem heißen Fanatismus, den sie erfordert, 
betrieben. Als wir kürzlich in einer Rede im Berliner Sportpalast neben vielen anderen Argumenten für die Sicherheit unseres 
endgültigen Erfolges in diesem Kriege auch das anführten, daß wir an den Sieg glaubten, weil wir den Führer haben, gingen uns 
einige Wochen später gerade von der Front Ströme von Briefen zu, geschrieben zumeist in heißumkämpften Stellungen, 
Bunkern und Erdlöchern, die diesen Beweis gegenüber allen anderen nur rein sachlichen als den überzeugendsten empfanden. 
Wir wissen heute noch gar nicht zu ermessen, was das für uns als kriegführende Nation bedeutet. Man huldigt vielfach, zumal 
in diesem Kriege der technischen Waffen, der Ansicht, daß die endgültige Entscheidung ausschließlich durch die Fülle und 
Güte des Materials gefällt werde. Wir wollen seine Bedeutung nicht unterschätzen. Mehr aber noch kommt es auf die seelische 
Bereitschaft eines kriegführenden Volkes an, alles, auch das Schlimmste, zu ertragen, aber niemals sich vor der Gewalt des 
Feindes zu beugen. Diese Bereitschaft sehen wir für uns alle im Führer verkörpert. Wie er früher ganz dem Frieden diente, so 
dient er heute ganz dem 
259 

Kriege. Er hat ihn nicht gewollt und ihn mit allen nur erdenkbaren Mitteln zu vermeiden gesucht; aber da er ihm aufgezwungen 
wurde, kämpft er ihn auch an der Spitze seines Volkes mit allen Konsequenzen durch. Wie oft sahen wir ihn bei solchen und 
ähnlichen Anlässen in der Geschichte unserer Bewegung lange einer Auseinandersetzung aus dem Wege gehen, die er für 
überflüssig, ja schädlich hielt, sie dann aber mutig auf sich nehmen, wenn sie unvermeidlich geworden war, und immer auch 
trotz aller manchmal unüberwindlich scheinenden Schwierigkeiten siegreich zu Ende führen. 

So wird es auch hier sein. Wenn wir uns am heutigen Tage zum Vorabend seines 54. Geburtstages wieder nach alter Sitte um 
ihn versammeln, um ihm als einiges und geschlossenes Volk in Ehrfurcht und Dankbarkeit unsere Grüße und alle nur 
erdenkbaren guten Wünsche für seine Person und sein geschichtliches Werk entgegenzubringen, so tun wir das in diesem Jahre 
im Gefühl eines besonders gläubigen Vertrauens. Die Gefahr, die uns umgibt, hat uns nicht schwach, sondern hellhörig 
gemacht. Wenn ein Volk für sein Weiterleben große Risiken auf sich nehmen muß, dann tut es gut daran, den Teufel des 
Zweifels und der Zwietracht zu verbannen und sich standhaft auf seine geschichtliche Aufgabe zu konzentrieren. Es ist nicht 
immer möglich, jedem Einzelnen diese Aufgabe in all ihren weiten Verzweigungen vor Augen zu führen. Er muß sie deshalb im 
Willen und Befehl des Führers ausgedrückt finden. Vertrauen ist die beste moralische Waffe im Kriege, Erst wenn sie zu fehlen 
begänne, dann wäre der Anfang vom Ende gekommen. 

Wir sehen weit und breit nicht den geringsten Grund zu solcher Besorgnis. Sie existiert nur in den propagandistischen Wunsch- 
träumen unserer Feinde. Je größere Hoffnungen sie auf die moralische Anfälligkeit des deutschen Volkes setzen, desto 
schwerere Enttäuschungen werden sie dabei erleben. Daß wir nicht jeden 
260 

Tag davon reden, ist kein Beweis dafür, daß dem nicht so wäre. Vom Selbstverständlichen pflegt man im allgemeinen nicht viel 
zu sprechen. Wenn etwas für uns Deutsche aber selbstverständlich geworden ist, dann die treue und bedingungslose 
Gefolgschaft aller an der Front und in der Heimat zu dem Manne, der für uns heute nicht nur die Sicherheit der deutschen 
Gegenwart, sondern auch die Anwartschaft auf die deutsche Zukunft verkörpert. 

Ich sage das im Namen des ganzen deutschen Volkes, als dessen Sprecher ich mich in dieser Stunde mehr denn je fühle. Ich 
sage das im Namen von Millionen Soldaten aller Waffengattungen, die an der Front ihre harte Pflicht erfüllen, von Millionen 
Arbeitern, Bauern und Geistesschaffenden, sowie von Millionen Frauen, die die Schwere des Krieges mit Geduld und tapferer 
Haltung tragen, vor allem aber auch für die ganze deutsche Jugend, die mit Stolz seinen Namen führt. Als Volk von neunzig 
Millionen legen wir heute erneut unser Bekenntnis zu ihm ab. Wir glauben an den großen deutschen Sieg, weil wir an ihn 
glauben. Aus der tiefsten Tiefe unserer Herzen steigen unsere heißen Wünsche für ihn auf. Gott gebe ihm Gesundheit, Kraft und 
die Gnade des Entschlusses. Treu und unbeirrt wie immer sonst wollen wir ihm folgen, wohin er uns führt. Er ist unser Glaube 
und unsere stolze Hoffnung. Festen Schrittes wollen wir den Weg in die Zukunft beschreiten, den seine Hand uns weist. Ein 
Volk, das einen solchen Führer sein eigen nennt und ihm mit einer so bedingungslosen Treue anhängt, ist zu Großem berufen. 
Es muß das Große nur unentwegt wollen. 

Wir alten Mitkämpfer des Führers aber stellen uns in dieser Stunde ganz nahe zu ihm und bilden um ihn wieder den festen Ring, 
mit dem wir ihn immer noch in den großen Schicksals- und Entscheidungsstunden unseres geschichtlichen Kampfes umgaben. 
Zu ihm gehören wir. Uns rief er als Erste. Oft gingen wir mit ihm durch Not und Gefahr; am Ende des Weges stand immer das 
leuchtende Ziel. 
261 

Auch heute. Wir wollen es nie aus den Augen verlieren. Mit festem Blick darauf kämpfen und arbeiten wir, sind wir alle allen 

ein Beispiel des Glaubens und der Tapferkeit des Herzens, der unbeirrbaren Festigkeit der Gesinnung, die alte Garde der Partei, 

die niemals wankt. 

Als Vortrupp unseres Volkes rufen wir dem Führer in dieser Stunde zu, was noch jedesmal als Wunsch und Bitte zu seinem 

Geburtstag unsere Herzen bewegte: 

Er möge uns auch in Zukunft bleiben, was er uns heute ist und immer war: 



Unser Hitler ! 

262 



Der Krieg und die Juden 

9. Mai 1943 

Es ist erstaunlich, mit welcher Naivität, um nicht zu sagen Ahnungslosigkeit heute noch im vierten Jahre dieses gigantischen 
Ringens gewisse Kreise in Europa der Judenfrage gegenüberstehen. Sie wollen und wollen nicht einsehen, daß dieser Krieg ein 
Krieg der jüdischen Rasse und ihrer Hilfsvölker gegen die arische Menschheit sowie gegen die abendländische Kultur und 
Zivilisation ist, daß deshalb auch in ihm alles, was uns Deutschen und Europäern als Verfechtern eines Prinzips der gesitteten 
Weltordnung lieb und teuer ist, auf dem Spiele steht. Besagte Kreise sind allzu leicht geneigt, in der Judenfrage eine solche der 
Humanität zu sehen. Sie beurteilen sie deshalb mehr nach augenblicksbedingten Gefühlsregungen als nach den Erkenntnissen 
und Einsichten einer klaren und kühlen Vernunft. Dabei steht außer jedem Zweifel, daß, wenn wir in der Lösung der Judenfrage 
vor allem jetzt im Verlaufe dieses Krieges auch nur die geringste Schwäche zeigten, wir damit unter Umständen die schwerste 
Gefahr über unser Volk und Reich und ganz Europa hereinführen würden. 

Das Judentum hat diesen Krieg gewollt. Wohin man im Feindlager schaut, sei es auf der plutokratischen, sei es auf der bolsche- 
wistischen Seite, sieht man hinter den im Vordergrund stehenden Exponenten der gegnerischen Kriegführung die Juden als 
Inspiratoren, Hetzer und Einpeitscher stehen. Sie organisieren die feindliche Kriegswirtschaft, sie entwerfen die den 
Achsenmächten zugedachten Vemichtungs- und Ausrottungsprogramme, aus ihren Reihen rekrutieren sich in England und 
USA. die blutschäumenden 
263 

und rachegierigen Agitatoren und politischen Amokläufer und in der Sowjetunion die terroristischen GPU. -Kommissare. Damit 
bilden sie überhaupt den Kitt, der die feindliche Koalition zusammenhält. Sie sehen im nationalsozialistischen Reich eine 
Macht, die ihnen und ihrem Weltherrschaftsstreben nicht nur militärisch, sondern auch geistig gewachsen ist. Daher ihre Wut 
und ihr abgrundtiefer Haß. Man glaube nicht, daß die alttestamentarischen Racheausbrüche, mit denen sie ihre Zeitungen und 
Rundfunksendungen ausfüllen, bloße politische Literatur darstellten. Sie würden sie bis zum letzten Punkte verwirklichen, wenn 
sie die Macht dazu besäßen. 

Es ist deshalb ein Gebot der Staatssicherheit, daß wir im eigenen Lande die Maßnahmen treffen, die irgendwie geeignet 
erscheinen, die kämpfende deutsche Volksgemeinschaft gegen diese Gefahr abzuschirmen. Das mag hier und da zu 
schwerwiegenden Entscheidungen führen, aber das ist alles unerheblich dieser Gefahr gegenüber. Denn dieser Krieg ist ein 
Rassenkrieg. Er ist vom Judentum ausgegangen und verfolgt in seinem Sinne und nach seinem Plan kein anderes Ziel als die 
Vernichtung und Ausrottung unseres Volkes. Wir stehen dem Judentum noch als einziges Hindernis gegenüber auf seinem 
Wege zur Weltherrschaft. Würden die Achsenmächte den Kampf verlieren, dann gäbe es keinen Damm mehr, der Europa vor 
der jüdisch-bolschewistischen Überflutung retten könnte. Es mag merkwürdig erscheinen, daß eine zahlenmäßig so begrenzte 
Minderheit eine so ungeheure Macht ausüben und damit eine so tödliche Gefahr darstellen kann. Aber trotzdem ist dem so. Das 
internationale Judentum bedient sich in der Verfolgung seiner Welteroberungspläne bestimmter krimineller Praktiken, denen 
unaufgeklärte Völker nicht gewachsen sind. Das ist ja auch im privaten Leben so. Die Juden kommen nicht deshalb überall zu 
so bemerkenswerten wirtschaftlichen Erfolgen, weil sie klüger sind als die NichtJuden, sondern weil sie nach einem anderen 
Moralkodex operieren. Darum auch zeigen sie immer das Bestreben, 
264 

ihr System so lange wie möglich zu verschleiern, bis es schließlich für die betroffenen Völker zur Abwehr zu spät ist. Sie 
können ihre Herrschaft dann meistens nur noch durch eine Revolution abschütteln. Wie mühevoll und schwer das im 
allgemeinen ist, davon wissen wir ein Lied zu singen. 

Aus allen Feindstaaten dringen immer wieder Nachrichten an unser Ohr, daß dort der Antisemitismus rapide im Wachsen sei. 
Die Vorwürfe, die hier wie da den Juden gemacht werden, sind bekannt; 

ihr Auftreten hat auch bei uns zuerst solche und ähnliche Erscheinungen gezeitigt. Man kann nicht sagen, daß der 
Antisemitismus in den Feindstaaten eine Sache der antisemitischen Propaganda sei, denn diese ist auf Betreiben des Judentums 
bei ihnen sehr streng, in der Sowjetunion sogar unter Androhung der Todesstrafe, verboten. Obschon das Judentum gegen den 
wachsenden Antisemitismus in der Feindwelt alle Minen springen läßt — allein das Wort Jude ist beispielsweise in den sonst so 
geschwätzigen englischen und USA. -Zeitungen, von den bolschewistischen ganz zu schweigen, kaum zu entdecken — , nimmt 
die judenfeindliche Stimmung in der gegnerischen Öffentlichkeit ständig zu. Man kann hier also von einer ganz natürlichen 
Reaktion der betroffenen Völker gegen die jüdische Gefahr sprechen, und es hilft den Juden auf die Dauer gar nichts, wenn sie 
in Parlament und Presse für eine schärfere Gesetzgebung gegen den Antisemitismus plädieren und hohe und höchste weltliche 
und geistliche Würdenträger, unter ihnen, wie sich versteht, an erster Stelle den Erzbischof von Canterbury, bemühen, damit sie 



für die angeblich ganz zu Unrecht verfolgten armen Juden ein gutes Wort einlegen. Das haben sie vor 1933 auch bei uns getan, 

und trotzdem kam die nationalsozialistische Revolution. 

Kein prophetisches Wort des Führers bewahrheitet sich mit einer so unheimlichen Sicherheit und Zwangsläufigkeit wie, daß, 

wenn das Judentum es fertigbringen werde, einen zweiten Weltkrieg zu provozieren, dieser nicht zur Vernichtung der arischen 

265 

Menschheit, sondern zur Auslöschung der jüdischen Rasse führen werde. Dieser Prozeß ist von einer weltgeschichtlichen 
Bedeutung, und da er vermutlich unabsehbare Folgen nach sich ziehen wird, hat er auch seine Zeit nötig. Aber aufzuhalten ist er 
nicht mehr. Es kommt jetzt nur darauf an, ihn in die richtigen Kanäle zu leiten und vor allem dem Judentum, das sich, wie man 
sich denken kann, verzweifelt seiner Haut wehrt, die Waffe der öffentlichen Täuschung aus der Hand zu schlagen. Man kann 
heute schon bemerken, wie die Juden bei Näherrücken der ihnen drohenden Katastrophe langsam im Hintergrund zu 
verschwinden versuchen. Sie schicken statt dessen ihre Reklamegojim vor. Es wird nicht lange mehr dauern, dann wollen sie es 
nicht gewesen sein und waschen ihre Hände in Unschuld. 

Aber da wir, wie man uns zugeben wird, auf diesem Gebiet einige Erfahrung besitzen, werden wir schon dafür zu sorgen 
wissen, daß ihnen das nicht gelingt. Die Juden werden sich für ihre zahllosen Verbrechen am Glück und am Frieden der 
Menschheit zu verantworten haben, und es wird sie gewiß eines Tages in der ganzen Welt die Strafe ereilen, die sie heute schon 
in Deutschland erleiden. Wir sprechen in dieser Frage ohne jedes Ressentiment. Die Zeit ist zu ernst, um naive Rachepläne zu 
spinnen. Es handelt sich hier um ein Weltproblem erster Ordnung, das von der heute lebenden Generation gelöst werden kann 
und auch gelöst werden muß. Hier haben sentimentale Erwägungen keinen Platz. Wir stehen im Judentum der Verkörperung 
des allgemeinen Weltverfalls gegenüber. Entweder brechen wir diese Gefahr, oder die Völker werden unter ihr zerbrechen. 
Es soll uns auch niemand entgegenhalten, dem Sieger gezieme Großmut. Vorläufig sind wir in dieser Frage nur Sieger im 
eigenen Lande. Der Sieg zu Hause aber hat uns erst recht den infernalischen Haß des Weltjudentums eingetragen, als dessen 
Vorposten sich die Juden bei uns auch heute noch fühlen. Sie wollen die Niederlage 
266 

der Achsenmächte, da sie sich davon allein die Wiederherstellung ihrer alten Vorrechte versprechen können. Was liegt näher, 
als daß wir uns der damit drohenden Gefahr entledigen, d. h. uns zuerst einmal den Rücken frei machen, damit wir den Kampf 
nach außen um so energischer und vorbehaltloser fortsetzen können? Man hat dem Judentum gegenüber immer nur die Wahl, 
ihm entweder die Macht abzutreten oder sie ihm ganz und gar streitig zu machen. Wir gehen den zweiten Weg. Und wie unsere 
Gegner jenen bedingungslos einschlagen, so wir ebenso bedingungslos diesen. Die Zukunft wird erweisen, wer gut dabei fährt. 
Jedenfalls scheint die Entwicklung bisher mehr uns als unseren Feinden recht geben zu wollen. Nicht die Judenfreundschaft, 
sondern die Judenfeindschaft ist überall im Wachsen. Am Ende dieses Krieges wird nach unserer festen Überzeugung dem 
Judentum eine über die jüdische Frage vollauf aufgeklärte Menschheit gegenüberstehen. 

Kürzlich brachte eine große Londoner Zeitung, die unter rein jüdischer Führung steht, ihre Verwunderung über den im Lande in 
erschreckendem Umfange zunehmenden Antisemitismus zum Ausdruck und erntete dafür eine Flut von Zuschriften, von denen, 
wie sie selbst zugeben mußte, nur ein verschwindender Teil für die Juden Partei ergriff. Die prosemitischen Zuschriften waren, 
wie die Zeitung nicht eigens hinzufügte, offenbar von Juden selbst geschrieben. Die übrigen aber ergingen sich in schärfsten 
Anklagen gegen das Judentum, und das Blatt war unter dem Druck der Leserschaft sogar gezwungen, einige davon zu 
veröffentlichen. Sie enthielten an massiven Anrempelungen alles das, was man sich nur wünschen konnte. Wenn auch diese Art 
von Antisemitismus noch in keiner Weise rassisch begründet ist und in den völkischen Erkenntnissen noch vollkommen im 
Dunkel tappt, so darf man dabei doch mit einer gewissen Befriedigung feststellen, daß der gesunde Volksinstinkt sich auch in 
den Feindländern zu melden beginnt. Denn in den Vereinigten Staaten ist es nicht viel anders als in 
267 

England. Eine der besagten Zuschriften forderte das Blatt, das hier offenbar ein etwas zu heißes Eisen angefaßt hatte, auf, doch 
seine Rechercheure in die Straßen- und Eisenbahnen zu schicken; dort könnten sie über die Juden aus dem Publikum 
haufenweise Meinungen hören, die mehr als nur ironische Abweisung verdienten. 

So fängt es gewöhnlich an. Und die Juden reagieren denn auch in England auf diese Tatsache in derselben Weise, in der sie 
anderswo darauf zu reagieren pflegen. Zuerst spielen sie die gekränkte und gänzlich zu Unrecht verfolgte Unschuld, während 
ihre Rabbiner sie in den Synagogen ermahnen, sich in der Öffentlichkeit größerer Zurückhaltung zu befleißigen, da ihr 
provozierendes Benehmen Ärgernis errege. Dann mieten sie sich einige angesehene, aber käufliche Subjekte aus der 
Gesellschaft, der Wirtschaft oder dem religiösen Leben, die für sie Partei ergreifen müssen. Ihr gut bezahlter Auftrag besteht 
darin, den Antisemitismus als Kulturschande anzuprangern, ihn als Propagandawaffe des Feindes zu diskreditieren und eine 
schärfere Gesetzgebung gegen ihn zu fordern. Die armen Juden weinen in der Öffentlichkeit herum, was ihre Vertreter alles an 
Verdiensten um das Land aufzuweisen haben, wie redliche und patriotische Staatsbürger sie seit je gewesen seien und auch 
fürderhin zu bleiben beabsichtigten, wie angesehene Ämter sie in der Öffentlichkeit bekleideten, kurz und gut, der harmlose 
Zeitgenosse wird durch einen Schwall von Worten zu der Überzeugung gebracht, er werde sich wohl versehen haben müssen, 
als er bei jedem groß angelegten Verbrechen im politischen oder wirtschaftlichen Leben des Landes immer Juden als 



Hauptbeteiligte entdeckte. Sehr bald findet sich dann auch ein hoher Kirchenfürst, der bereit ist, gegen den angeblich 
christentumsfeindlichen Antisemitismus den Bannfluch zu schleudern, und am Ende sind nicht die Juden, sondern ihre Feinde 
an allem nationalen Unglück schuld. Und so fängt das muntere Spiel wieder von vorne an. 
Man wird zugeben müssen, daß es sich hier um ein äußerst 
268 

raffiniertes Täuschungsmanöver handelt und daß es schon einiger Intelligenz oder eines sehr gesunden Instinkts bedarf, um den 
Juden hinter ihre Schliche zu kommen. Aber auch hier geht der Krug so lange zum Brunnen, bis er bricht. Der Angriff des 
internationalen Judentums gegen die Kultur und gesittete Ordnung der Völker ist zwar sehr schlau angelegt, aber nicht schlau 
genug, als daß er nicht durchkreuzt werden könnte. Man muß den Juden nur auf den Fersen bleiben und darf ihnen nicht 
erlauben, dann, wenn es für sie anfängt brenzlig zu werden, zu echauffieren. Sie beherrschen nämlich geradezu virtuos die 
Kunst, sich blitzschnell zu verwandeln. Sie können in tausenderlei Gestalt auftreten und sind doch immer dieselben. Hat man 
sie geduckt, so spielen sie die verfolgte Unschuld und schicken ihre Mitleidsgarde vor, die um Erbarmen bettelt. Aber man 
braucht ihnen nur den kleinen Finger zu reichen, dann hacken sie einem gleich die ganze Hand ab. Also müssen sie in der 
Furcht des Herrn gehalten werden. 

Wir wissen ganz genau, daß sie uns aus tiefster Seele hassen. Aber wir fühlen uns in diesem Haß außerordentlich wohl. Es gibt 
kein Leid, das sie uns nicht zufügen würden, wenn sie die Macht dazu besäßen. Darum darf man ihnen auch nicht einmal einen 
Schein von Macht geben. Mehr noch: es ist unsere Pflicht, aus der Kraft unserer tieferen Erkenntnis heraus die Welt über ihr 
Wesen und Unwesen aufzuklären, ihre unheilvolle Rolle besonders beim Ursprung und bei der Durchführung dieses Krieges 
immer wieder aufs neue unter Beweis zu stellen, sie unentwegt anzugreifen, sie erbarmungslos der Verbrechen anzuklagen, 
deren sie sich schuldig gemacht haben, bis die Völker anfangen aufzuwachen. Das mag lange dauern, aber es lohnt sich. Wir 
bringen damit nämlich den gefährlichsten Feind zur Strecke, der jemals Leben, Freiheit und Würde der Menschheit bedroht hat. 
Da kann es keine Gnade geben. Mitleid haben wir nur mit den ungezählten Millionen Menschen in unserem eigenen und in den 
anderen europäischen Völkern, die 
269 

dem Haß und Vernichtungswillen dieser teuflischen Rasse wehrlos ausgeliefert wären, wenn wir hier schwach würden und am 

Ende in diesem Kampf versagten. Gerade der Bildungsphilister, der heute noch am ehesten geneigt ist, die Juden in Schutz zu 

nehmen, würde ihr erstes Opfer sein. 

Darum ist hier Wachsamkeit für alle am Platze. Wir müssen auf der Hut sein, denn der internationale Weltfeind geht mit 

größtem Raffinement zu Werke. Er ahnt aus einem dunklen Schuldbewußtsein heraus, daß dieser Krieg, den er so frivol 

angezettelt hat, um damit den letzten Schritt zur Weltherrschaft zu tun, in seinem Verlauf ein Krieg um seine rassische Existenz 

geworden ist. Verzweifelt versucht er, den jetzt zwangsläufig gewordenen Ablauf der Dinge aufzuhalten. Es wird ihm nichts 

nützen. Wir treiben ihn schon weiter. An seinem Ende wird die Verwirklichung der Prophezeiung des Führers stehen, über die 

das Weltjudentum 1939, als sie gemacht wurde, nur gelacht hat. 

Auch in Deutschland haben die Juden gelacht, als wir zum ersten Mal gegen sie auftraten. Das Lachen ist ihnen unterdes 

gründlich vergangen. Sie haben daraufhin gegen uns den Krieg gewählt. Aber er ist im Begriff, ein Krieg gegen sie selbst zu 

werden. Als sie gegen das deutsche Volk den Plan einer totalen Vernichtung faßten, unterschrieben sie damit ihr eigenes 

Todesurteil. 

Auch hier wird die Weltgeschichte das Weltgericht sein. 

270 



Das große Wagnis 

16. Mai 1943 

Nicht nur das Bild der militärischen, auch das Bild der politischen Zielsetzung von selten unserer Feinde hat sich im Verlaufe 
dieses Krieges vollkommen verschoben. Wohin sind die Tage entschwunden, da man in London die Welt glauben machen 
wollte, man habe zum Schwert gegriffen, um Polen in seiner territorialen Integrität gegen uns zu beschützen! Die deutsche Stadt 
Danzig sollte daran gehindert werden, in den Verband des Reiches zurückzukehren, und allein aus diesem Grunde behauptete 
Großbritannien im September 1939, das Gewicht seines Empire in die Waagschale der Entscheidung zu werfen. Seitdem ist viel 
Wasser und viel Blut die europäischen Flüsse hinuntergeflossen. Staatsgebilde, von denen man annehmen mochte, sie seien für 
Jahrhunderte errichtet, stürzten in Wochen zusammen, Kontinente, deren Bevölkerungen den Namen Polen nur vom 
Hörensagen kannten, griffen in den Weltkampf ein. Das Problem des Bolschewismus wurde erneut in voller Schärfe zur 
Debatte gestellt, und die ganze Kulturmenschheit steht heute vor der bangen Frage, ob es noch einmal gelingen wird, die abend- 
ländische Zivilisation vor der Überflutung durch die östliche Steppe [Asylanten] zu retten. Von allem ist dabei die Rede, nur 
nicht mehr vom unmittelbaren Anlaß dieses Krieges. Man mag daraus ersehen, daß er für unsere Feinde zwar einen 
willkommenen Ausgangspunkt dazu bildete, keineswegs aber seine eigentliche Ursache darstellt. 



Die Völker auf der Feindseite sind also wieder einmal wie 1914 einem großangelegten Täuschungs- und Betrugsmanöver der 
jüdisch-plutokratischen Mächte diesmal im Bunde mit dem ebenso 

271 

jüdischen Bolschewismus zum Opfer gefallen. Die sogenannte Polenfrage war dabei nur der Anreiz. Heute läßt man sich auf 
der Feindseite erklärlicherweise nicht mehr gerne daran erinnern. Die Tatsache, daß ein Bundesgenosse aus der 
gegnerischen Allianz dem anderen im Walde von Katyn die Sorge für 12.000 Offiziere, die Blüte seiner Armee, durch 
Genickschuß abnimmt, erscheint nach der bisherigen Entwicklung zu urteilen keineswegs geeignet, der Koalition 
unserer Gegner einen tieferen Riß zuzufügen; sie wird lediglich als kleiner Betriebsunfall angesehen, der der 
gemeinsamen Liebe keinen Abbruch tut. Die Kremlgewaltigen zeigen nicht die geringste Neigung, vor den Anklagen der 
Welt zu erröten, im Gegenteil, sie drehen den Spieß um und lügen sich blitzschnell in die Rolle des Anklägers hinein, und die 
plutokratischen Mächte müssen sich daraufhin vor den Sowjets in einer Art und Weise demütigen, wie sie ihre Geschichte 
bisher noch nicht kannte. Es mutet geradezu rückständig an, in diesem Zusammenhang noch von Danzig zu sprechen. In 
London und Washington macht man im Gegenteil den Polen mit aller gebotenen Deutlichkeit klar, daß man im Grunde 
genommen nichts für sie tun könne, und verweist sie auf die Möglichkeiten eines gütlichen Abkommens mit der Sowjetunion. 
Das heißt also auf gut Deutsch, daß man dem Huhn den Rat gibt, sich freiwillig und auf Grund einer freundschaftlichen 
Abmachung vom Fuchs fressen zu lassen. 

So stehen die Dinge. Wenn auch die politischen Probleme des Krieges immer in seinem Verlauf hinter die militärischen zurück- 
treten müssen, so tut man doch hin und wieder gut daran, auch sie eines Blickes zu würdigen, um den jeweiligen Standort 
genauer zu fixieren. Das ist heute um so notwendiger, als in diesem Kriege ja nicht nur Fragen des Territorialbesitzes, sondern 
weit mehr noch solche der Weltanschauung und der Art zu leben zur Debatte gestellt sind. Das Judentum hat es wieder einmal 
verstanden, die ganze Kriegsproblematik künstlich zu vernebeln und sie damit so 
272 

undurchsichtig für die Feindvölker zu machen, daß kaum eine Hoffnung besteht, sie anders als durch militärische Ereignisse 
aufzuhellen. Die Dinge sind in Gang gekommen und müssen zu Ende geführt werden. Nur wer sich einen klaren Blick bewahrt 
hat, durchdringt mit seinem Auge den Nebel und stellt dabei Tatsachen fest, die der Beobachtung des Laien vorläufig 
verschlossen bleiben müssen. 

Wohl nirgendwo mehr besteht noch ein Zweifel darüber, daß die Welt nach diesem Kriege anders aussehen wird, als sie vor 
diesem Kriege ausgesehen hat. Wenn die Feindmächte im September 1939 eine geringfügige und zwar durchaus sinngemäße 
Korrektur unserer Grenzen im Osten als für ihre Interessen unerträglich ansahen, so haben sie sich deren im Verlaufe dieses 
Krieges noch ganz andere an ihrem eigenen Besitzstand gefallen lassen müssen und werden an seinem Ende zu ungleich viel 
größeren gezwungen sein. Was beispielsweise England innerhalb der vergangenen dreidreiviertel Jahre an Einbußen erlitten 
hat, ist von ihm überhaupt nicht mehr aufzuholen. Seine Rechnung beim Beginn des Krieges war also offenbar auf falschen 
Voraussetzungen aufgebaut. Es hat sich in ein militärisches Abenteuer hineingestürzt, das seine Führung im Jahre 1939 noch als 
reizenden Krieg zu bezeichnen beliebte, das aber mittlerweile zu einem erbitterten Kampf um Großbritanniens 
Weltmachtstellung geworden ist. Dazu kommt eine geistige Krise größten Ausmaßes, vor die England sich durch sein 
Zusammengehen mit dem Bolschewismus gestellt sieht und die unter Umständen zu noch verheerenderen Folgen für das 
britische Volk führen wird, als seine Verluste an Umfang und Bestand des englischen Weltreiches. 

All diese Elemente erzeugen auf der Feindseite eine Lage, die zu immer stärkeren Explosionsgefahren hintreibt. Und das gerade 
ist die Atmosphäre, in der das internationale Judentum seine Weltzerstörungspläne heranreifen sieht. Wohin man schaut, überall 
ist es 
273 

am Werke. Es läßt kein Mittel unversucht, die Dinge zum Chaos zu führen, als dessen alleiniger Nutznießer es sich vorzustellen 
beginnt. Die angelsächsische Welt ist durch eigene Schuld in eine Krise verstrickt, aus der es für sie kaum noch ein Entrinnen 
gibt. Gleichgültig, wie der Krieg im einzelnen weiter verlaufen mag, England und die Vereinigten Staaten werden an seinem 
Ende vor geistigen, politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten stehen, von deren Ausmaßen ihre Völker 
heute noch keine Vorstellung besitzen. Die Sicherheit, die ihre Regierungen gegenwärtig zur Schau tragen, ist nichts anderes als 
eine gut verhüllte Angst vor den kommenden Dingen. Man hat mit dem Feuer gespielt und läuft nun Gefahr, von seinen 
Flammen verzehrt zu werden. Diesen Krieg werden nur die Staaten und Völker überleben, die auf festem weltanschaulichen 
Boden stehen. Wer keine Wurzeln hat, der fällt ihm zum Opfer. 

Nur der politische Laie wundert sich über die Kaltschnäuzigkeit, mit der die englischen und USA-Zeitungen bei dem jüngsten 
Konflikt zwischen dem Kreml und dem Londoner Emigrantenklüngel die Polen haben fallen lassen. Die Sikorski und Genossen 
hatten ja schließlich nichts anderes verlangt, als über den Verbleib von 12.000 ihrer Offiziere aufgeklärt zu werden, was die 
Sowjets prompt zum Abbruch der Beziehungen mit ihnen veranlaßte. Kein Wort der Rüge gegen die jüdischen Terroristen des 
Kreml war in englisch-amerikanischen Blättern zu lesen, nur ernsthafte Ermahnungen an die Polen, die Sowjets gefälligst nicht 
zu reizen. Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus und die jüdische Verschwörung gegen Europa hat es schon 



so weit gebracht, daß sie sich die Beschönigung eines so einzigartig grausigen Falles wie des von Katyn glaubt leisten zu 
können. Wie tief muß die englisch-amerikanische öffentliche Meinung unter der publizistischen Dauereinwirkung des 
Judentums schon gesunken sein, daß sie in dieser fürchterlichen Angelegenheit nicht mehr eine solche der 

274 

politischen Moral, sondern nur noch eine solche der politischen Zweckmäßigkeit sieht! Es wäre geradezu verantwortungslos 
anzunehmen, daß eine so vorbereitete Öffentlichkeit im geeigneten Augenblick nicht für den Bolschewismus im eigenen Lande 
breitgeschlagen werden könnte. 

Das ist natürlich das Ziel des internationalen Judentums. So wenig es davon spricht und schreibt, so energisch es sein Vor- 
handensein uns gegenüber abstreitet, so zäh verfolgt es dieses insgeheim. Ein plutokratisch-demokratischer Staat, er mag den 
Wünschen und Forderungen der Juden noch so wenig Widerstände entgegensetzen, bietet doch immerhin eine letzte 
Möglichkeit der nationalen Regeneration und Wiedergeburt. Erst unter dem Bolschewismus ist das ausgeschlossen. Unter 
seiner Herrschaft allein fühlt sich deshalb das Judentum sicher und ungefährdet. Das ist auch der Grund, aus dem die 
Handlungsgemeinschaft des bolschewistischen und des plutokratischen Judentums erklärt werden kann. Seine Wege sind 
verschieden, seine Ziele jedoch die gleichen. Die Gefahr ist in den angelsächsischen Ländern nicht minder groß, weil sie 
weniger offen in Erscheinung tritt. Es gibt in allen europäischen Staaten noch gewisse Intellektuellengruppen, die den 
Bolschewismus, wie wir ihn zeichnen, für ein propagandistisches Schreckgespenst halten. Die Argumente, die sie dagegen 
anführen, sind der jüdischen Beweisführung entliehen. Sie wollen nicht glauben und einsehen, daß es eine politische Doktrin 
und Praxis geben könnte, die sich in so scheußlichen Formen äußert. Sie sagen das aber meistens nur, um sich an einem klaren 
Entschluß vorbeidrücken zu können. 

Vielleicht mögen auch jene 12.000 polnischen Offiziere so oder ähnlich gedacht haben, als sie sich dem deutschen Zugriff 
durch Ausweichen nach dem Osten zu entziehen versuchten. Sie haben ihren Mangel an Einsicht mit einem sehr teuren Preis 
bezahlen müssen. Wer weiß, was sie in der letzten Minute, da sie vor den 
275 

ausgeworfenen Gruben bei Katyn standen, um den Genickschuß zu empfangen, gedacht haben mögen. Jedenfalls glauben wir, 
daß sie dabei unseren Erkenntnissen näher standen als denen ihrer englischen oder gar sowjetischen Bundesgenossen. Wenn wir 
heute unentwegt und gänzlich unbekümmert um das hysterische Geschrei des Weltjudentums den Bolschewismus als die große 
internationale Gefahr anprangern, so, um damit zu verhindern, daß am Ende einmal ganze Völker und Kontinente infolge ihrer 
politischen Kurzsichtigkeit da stehen, wo die 12.000 polnischen Offiziere verendeten. 

Es ist ein bekanntes Täuschungsmittel des Judentums, seine boshaften und heimtückischen Absichten hinter humanitären 
Phrasen zu verbergen. Es muß deshalb in vielen Fällen, wie in diesem von Katyn, zum Beweis durch die Tatsachen kommen. 
Wie weit andere oder gar uns feindliche Völker diese Entwicklung treiben lassen und an welchem ihrer Punkte sie durch 
Schaden klug werden wollen, das ist ihre Sache, unsere deutsche Sache dagegen ist es, beizeiten die Ohren zu spitzen, die 
Gefahr zu erkennen, wenn sie noch gebrochen werden kann, und alle Kräfte einzusetzen, um ihr im richtigen Augenblick 
entgegenzutreten. Das war ehedem der Sinn unserer Revolution, das ist heute der Sinn dieses uns aufgezwungenen Krieges. Wir 
scheuen nicht den Vorwurf, uns ewig zu wiederholen, wenn wir damit unser Volk gegen eine solche Versuchung immun 
machen. Eine Wahrheit verliert nicht dadurch an Beweiskraft, daß ihre Kenntnis Allgemeingut eines ganzen Volkes wird. Je 
tiefer die deutsche Nation von dem Bewußtsein durchdrungen ist, in diesem Weltkampf einen heiligen Krieg um ihre höchsten 
Güter, ja um den Bestand und das Leben der ganzen gesitteten Menschheit zu führen, um so stärker wird ihre Kraft sein, ihn bis 
zu seinem siegreichen Ende durchzustehen. Den Werten gegenüber, die wir verteidigen, wiegen die Lasten nicht allzu schwer, 
die wir heute tragen müssen. Federleicht aber erscheinen 
276 

sie den Opfern gegenüber, die uns abgefordert werden würden, wenn wir in diesem Kampfe versagten. Wir haben nicht die 
Wahl zwischen Krieg und Frieden, sondern nur die zwischen Krieg und Auslöschung. 

Gottlob stehen uns für die siegreiche Fortsetzung dieses Weltkampfes alle militärischen Machtmittel zur Verfügung. Wir be- 
herrschen ein Kriegspotential, das sich mit dem unserer Gegner in jeder Beziehung messen kann. Unsere soldatische Kraft ist 
stark und ungebrochen. Wo der Feind in seiner Kriegführung auf diesen Gebieten Vorteile sein eigen nennt, werden sie durch 
Vorteile unsererseits auf jenen Gebieten mindestens aufgewogen, meistens sogar übertroffen. Die moralische Kriegstüchtigkeit 
unseres Volkes an der Front und in der Heimat ist vollkommen unantastbar. Sie hat Proben ihrer Beständigkeit abgelegt, die 
jeden Zweifel an sie verbieten. Wichtiger aber noch als all dies erscheint uns die Tatsache, daß wir Deutschen einen klaren 
Einblick in die tiefere Problematik dieses Krieges besitzen. Das Lager der Achsenmächte ist willens- und anschauungsmäßig 
ganz einheitlich ausgerichtet. Im Lager unserer Feinde dagegen besteht weder eine Gemeinsamkeit der Auffassung in der 
Kriegführung selbst noch in der Zielsetzung dieses Krieges. Sie wissen zwar alle, wogegen sie kämpfen — das rechnen wir uns 
zur stolzen Ehre an — , man braucht aber nur vor ihnen die Frage aufzuwerfen, wofür, und man wird ein Dutzend Antworten 
bekommen, von denen jede der anderen diametral entgegengesetzt ist. 



Das ist nicht die Welt, nach der die Völker Europas sich sehnen. Sie hoffen und wünschen vielmehr, daß nach diesem Kriege 
eine Ära langen Friedens, ein Zeitalter des Glücks und des wirtschaftlichen Wohlstandes, des sozialen Ausgleichs und eines 
großzügigen Aufbaues anbricht. Dafür kämpfen und arbeiten sie alle. Aber dieses Ideal, für das sich dann schließlich und 
endlich die schweren Opfer, die sie heute bringen müssen, lohnen, sehen sie nicht im 

277 

Lager des Feindes heranreifen. Dort denkt man im besten Falle an die Wiederherstellung des Zustandes von vorgestern, aus 
dem der Zustand von heute zwangsläufig entsprungen ist und immer wieder entspringen würde und müßte und hinter dem schon 
im Verborgenen der Zustand des Chaos und einer vollkommenen Anarchie lauert. Dieser Krieg beweist mit jedem Tage seiner 
längeren Dauer mehr, daß wir an einem Wendepunkt der Geschichte stehen, daß eine neue Welt im Anbruch ist, daß es zwar 
großer Geduld und eines zähen Opfersinnes bedarf, um ihr den Weg freizumachen, am Ende dann aber auch ein stolzer Preis 
alles Mühen, Sorgen, Kämpfen und Arbeiten lohnen wird. 

Wir sind noch nicht über den Berg. So groß die Strecke sein mag, die wir hinter uns gebracht haben, es liegt noch ein steiles 
Stück Weges vor uns, das wir bezwingen müssen. Aber auch von der Stelle aus, an der wir augenblicklich stehen, haben wir 
schon einen weiten Überblick über das Land. Vor unseren Augen erscheint die Vision wogender Getreidefelder, rauchender 
Schornsteine, schmucker Dörfer und gigantischer Städte. Das alles wird einmal die Heimat des befreiten Europa sein. Wenn die 
Phrasen unserer Feinde längst vergessen sind, dann werden diese Tatsachen bestehen. Damit hat dann auch das zwanzigste 
Jahrhundert nach so vielen Opfern und Schmerzen endlich sein Gesicht gefunden. Der Mensch wird Herr der Maschine, indem 
er sie in seinen Dienst stellt. In der Meisterung des Chaos, das sie über die Völker hereinzuführen drohte, liegt am Ende die 
Anwartschaft auf das höchste Glück der Menschheit. Das ist das Ziel. 

Der Krieg ist der Weg dahin. Je mutiger wir ihn beschreiten, um so eher werden wir ihn bezwingen. Niemals in der Geschichte 
unseres Volkes hat eine Generation ein so großes Wagnis auf sich nehmen müssen wie die gegenwärtige. Es liegt an uns, ob wir 
am Ziel auch sagen können, daß niemals eine so viel gewonnen hat wie wir. 
278 



Vom Wesen der Krise 

30. Mai 1943 

Die Geschichte aller historischen Epochen bietet kein Beispiel dafür, daß sich ein Krieg, ja daß sich auch nur eine Schlacht 
ohne tiefen Einschnitt durch eine Krise abgespielt hätte. Sie gehört als wichtigster Faktor der Steigerung und Beschleunigung 
zum Drama auf der Bühne wie zum Drama im Leben der Menschen und Völker. Sie hat im Ablauf der Dinge die Funktion, die 
Härte der handelnden Personen an den Ereignissen zu erproben, um sie dann erst zu den Höhen des historischen Erfolges zu 
führen. Schlieffen sagt deshalb auch, daß eine Schlacht ohne Krise keine Schlacht, sondern ein Gefecht sei. Die militärischen 
Leistungen gehen unsterblich in die Geschichte ein, die nicht nur unter einem ungeheuren Aufwand an Menschen und Material, 
sondern auch an Belastungen, Sorgen und Gefahren vollbracht werden. Leichte Siege verblassen in ihrer Dauerwirkung; 
unvergänglich aber ist der Ruhm der Staatsmänner, Feldherren und Soldaten, die auch unter manchmal aussichtslos scheinenden 
Umständen die Fahne ihres Glaubens hochhielten und die niemals, auch nicht im Unglück, den Stern ihres kommenden 
Triumphes aus den Augen verloren. Was bewundern wir denn an den großen politischen und soldatischen Erscheinungen in der 
Geschichte der Menschheit ? Ist es nicht der zivile Mut und die moralische Standhaftigkeit, mit der sie sich dem oft drohenden 
Unheil entgegenwarfen und es dadurch auch am Ende bezwangen? Hier und nicht in der oft täuschenden Analogie der 
Ereignisse ist die Geschichte eine Lehrmeisterin. 
Die zeitweiligen Rückschläge, die wir in der militärischen Ent- 
279 

wicklung dieses Krieges erlebt haben, sind nur zum Teil als Krisen zu bezeichnen, und zwar dann, wenn sie 
daseinsbedrohenden Charakter annahmen. Das war im Winter 1941/42 und im Winter 1942/43 der Fall. Damals standen wir vor 
Situationen, die nur unter Aufbietung höchster Willenskraft von Führung und Gefolgschaft gemeistert werden konnten. Die 
anderen Schläge und Rückläufigkeiten, die wir erlitten haben, sind damit nicht zu vergleichen. So schmerzlich sie im einzelnen 
sein mochten, sie berührten doch nicht unsere nationale Existenz in ihrem Kern. Das aber ist die Voraussetzung einer echten 
militärischen Krise, die als solche in der Geschichte gewertet werden will. Zu ihr gehört die unmittelbare Gefahr, das 
unvermeidliche historische Risiko, das in seinem Ausgang über Sein oder Nichtsein der Nation entscheidet. 
Eine solche Krise entwickelt sich meistens mit einer verblüffenden Schnelligkeit, und so plötzlich wie sie kommt, vergeht sie 
auch wieder. Sie stellt eine ungeheure seelische Belastung dar, und ,wenn auch die direkt oder indirekt daran Beteiligten sich in 
ihrem Ablauf kaum dessen bewußt werden, so haben sie an ihrem Ende doch meistens das Gefühl des Reiters über den 
Bodensee. Ist die Krise aber glücklich überwunden, dann stellt sie in ihrer weiteren Auswirkung keinen Kräfteschwund, sondern 
einen Kräftezuwachs dar. Wie der Mensch nach einer überstandenen schweren Erkrankung ein neues Lebensbewußtsein in sich 
hochsteigen fühlt, so auch ein Volk. Je größer die Gefahr war, in der man schwebte, um so stärker der Triumph, mit ihr fertig 



geworden zu sein. Dem widerspricht durchaus nicht, daß man bei ihrem Vorhandensein zeitweilig im Begriff stand, ihr zu 
erliegen. Mit ihr werden nämlich eine Reihe von Krankheitskeimen ausgeschieden, die ohne ihre Mithilfe weiter latent 
geblieben wären. In diesem Sinne kann man sogar von der heilenden Kraft einer Krise sprechen. Sie legt plötzlich und un- 
vermittelt riskante Möglichkeiten offen, die sonst vielleicht unbemerkt geblieben wären. Nichts ist im Kriege verhängnisvoller 
als 
280 

Selbsttäuschung. Je eindeutiger und ungeschminkter sich das Bild der allgemeinen Lage abzeichnet, um so besser für die 
Verantwortlichen. Die Krise ist der Weg zur Klarheit. Sie scheidet das Echte vom Trügerischen. Sie ist deshalb mehr eine 
Prüfung als eine Entscheidung. Es kommt nur darauf an, was man aus ihr macht. 

Es ist natürlich billig, auf geschichtliche Beispiele zu verweisen, um die eigene Zeit zu erklären. Die Vergleiche hinken, weil 
die Ursprünge der Ereignisse und ihre Umstände meistens gänzlich verschieden sind. Große militärische Begebenheiten der 
Antike, des Mittelalters oder der jüngeren Vergangenheit haben mit denen der Gegenwart nur wenig zu tun, sofern man ihre 
Motive und Zielsetzungen einander gegenüberstellt. Das ist aber nicht das Ausschlaggebende. Wenn die Geschichte sich auch 
nicht in den Ereignissen wiederholt, so wiederholt sie sich doch in den menschlichen und völkischen Konflikten, und es sind 
immer dieselben seelischen und charakterlichen Triebkräfte, mit denen die gestaltenden Mächte ihrer Herr zu werden 
versuchen. Sie werden denselben Prüfungen von selten des Schicksals unterworfen und müssen sie auf dieselbe Weise bestehen, 
wenn sie ihnen nicht endgültig erliegen wollen. Noch jedesmal in solchen Prüfungen haben die geprüften Völker geglaubt, 
gerade diese seien die schwersten, die jemals zu bezwingen waren. Trotzdem ist das nicht der Fall. Im Gegenteil, man muß 
sogar bei einer kritischen Würdigung zu dem Schluß kommen, daß die Belastungen, die wir in diesem Kriege zu ertragen 
haben, mit denen, die beispielsweise das junge Preußen auf seinem Wege zur Großmacht trafen, überhaupt nicht verglichen 
werden können. 

Vielen Menschen fehlt heute der innere geistige Abstand zu unserer Zeit, um sie neben ihrer aktuellen Bewältigung auch histo- 
risch zu sehen und zu werten. Es ist das natürlich angesichts ihrer übermäßigen Inanspruchnahme durch kriegsbedingte Sorgen 
und Entbehrungen. Das darf aber für die Verantwortlichen keineswegs ein Grund sein, diesen Krieg deshalb nicht geschichtlich 
zu führen. 
281 

Denn was dem Zeitgenossen oft den Blick für das über die Zeit hinaus Wirkende nimmt, ist das Vergängliche an ihr. Es wird in 
dem Augenblick in Vergessenheit geraten, in dem es nicht mehr vorhanden ist. Um so stärker aber wird dann in Erscheinung 
treten, was wir in der Gegenwart vielfach unter ihren schweren Opfern übersehen, was aber trotzdem das einzig Bleibende an 
ihr ist. Es mag hart und grausam klingen, aber es ist doch so, daß das, was wir heute am bittersten empfinden, in der späteren 
geschichtlichen 'Wertung unserer Zeit kaum eine entsprechende Würdigung erfahren wird. Die meisten Menschen, die in 
diesem Kriege Schmerzen und Leid tragen, werden das kommende Jahrhundert nicht mehr sehen. Die Zeit jedoch, die sie 
gestalteten, wird dann erst von unseren Nachkommen als der Ausgangspunkt eines gefestigten Lebens unseres Volkes erkannt 
werden. 

Nur aus dieser geschichtlichen Schau heraus ist es möglich, auch den mehr oder weniger bedeutsamen Krisen der politischen 
und militärischen Entwicklung mit der dazu notwendigen inneren Sicherheit und einem niemals trügenden Gefühl für 
historische Wertung entgegenzutreten. Wir sind ein junges Volk, das auf diesem Gebiet nur wenig Erfahrung besitzt. Wir haben 
uns in der Vergangenheit nur selten als Großmacht bewähren müssen und waren deshalb im Ausnahmefall dabei auch 
manchmal wenig erfolgreich. Wir laufen immer noch Gefahr, unter starken Belastungen in unser altes partikularistisches 
Denken zurückzufallen und die Beschaulichkeit eines unpolitischen Daseins den steten Risiken eines großen nationalpolitischen 
Lebens vorzuziehen. Es wird einer langen Übung im geschichtlichen Handeln bedürfen, um uns von diesem deutschen Erbübel 
zu heilen. Solange es noch, wenn auch nur in letzten Resten, vorhanden ist, werden unsere Feinde immer wieder versuchen, hier 
ihre Zermürbungsarbeit anzusetzen, in der Erwartung, daß wir an dieser Stelle am anfälligsten sind. Nur wer geschichtlich zu 
denken versteht, wird diese Gefahr rechtzeitig erkennen und sich dagegen 
282 

wappnen. Sie ist unsere einzige in diesem Kriege. Im Weltkrieg sind wir ihr erlegen und daran fast zugrunde gegangen; diesmal 
müssen wir ihrer Herr werden, um den 1918 uns entgangenen Sieg zu gewinnen. Es ist das nicht nur eine Sache der Waffen, 
sondern auch eine Sache der Nerven. 

Unsere Kriegführung hat ihre großen geschichtlichen Erfolge in den ersten beiden Drittem dieses gigantischen Ringens zu ver- 
zeichnen. Sie genügten vollauf, um uns eine absolut sichere Position zu verschaffen, von der aus wir dem Sieg mit einer kaum 
zu beirrenden Gewißheit entgegensteuern können. Es liegt in der Natur einer so weit ausgedehnten Kriegführung, daß sie an 
ihren Rändern anfällig ist und hin und wieder zu Krisenerscheinungen führt, die den Kern unserer politischen und militärischen 
Stellung zwar nicht erschüttern können, die aber doch gewisse Belastungen vor allem psychologischer Art mit sich bringen. 
Hier tut sich für den überkritischen Betrachter die Gefahr auf, eine temporäre, wenn auch bedeutsame Schwierigkeit mit einer 
echten Krise zu verwechseln und dadurch das allgemeine Kriegsbild in einer verwirrenden Verzerrung zu sehen. Diese Gefahr 



zu überwinden, ist nicht nur eine Angelegenheit der politischen Intelligenz, sondern auch eine solche des politischen 
Charakters. Unsere Feinde tun sich leicht, peripherische Erfolge zu erringen, da sie infolge unserer vorangegangenen Siege so 
ungefähr alles verloren haben, was sie überhaupt verlieren durften, um nicht zu sterben. Wenn sie hier und da das eine oder das 
andere davon rückgängig machen, so ist das für uns zwar schmerzlich, aber in keiner Weise kriegsentscheidend. Es handelt sich 
dabei, von wenigen Ausnahmen abgesehen, zwar um Krisensymptome, aber keineswegs um wirkliche Krisen. 
Dazu gehören Gefahren ganz anderer Art. Wir müßten dann schon in einer Situation stehen, in der es außerhalb eines unwahr- 
scheinlichen Kriegsglücks für uns überhaupt keine Rettung mehr gäbe. Daß davon keine Rede sein kann, wird jedermann 
zugeben. 
283 

Wir bewegen uns in einem absolut gesicherten Kreis unserer allgemeinen Kriegsanstrengungen. Die Schwierigkeiten, die wir 
dabei zu überwinden haben, sind zeitbedingter Natur. Sie werden auf der Feindseite in ebendemselben, wenn nicht in einem viel 
größeren Umfang verzeichnet. Sie bieten deshalb keinen Anlaß zur Skepsis. Der wäre erst gegeben, wenn wir eine Gefahr zu 
überwinden hätten, gegen die wir keine realen Machtmittel mehr einzusetzen haben. 

Die kritische Veranlagung unseres Volkes ist weltbekannt. Sie rührt von einem fanatischen Gerechtigkeitssinn her, der auch vor 
den eigenen Interessen nicht haltmacht. Wir neigen leicht zu einer überobjektiven Betrachtung der Dinge, die uns zwar 
einerseits vor Illusionen bewahrt, andererseits aber manchmal auch den gesunden Lebensinstinkt und Selbsterhaltungstrieb 
unseres Volkes wie Unkraut überwuchert. Es ist sehr die Frage, ob die Vorteile einer solchen nationalen Charaktereigenschaft 
die Nachteile überwiegen. Jedenfalls ist ein damit ausgestattetes Volk viel schwerer zu führen als ein solches, das die Dinge von 
der bequemeren Seite ansieht. Bei uns müssen Vorgänge und Personen genau in Reih und Glied stehen. Wir wollen wissen, mit 
wem wir es zu tun haben, und nehmen eher in unserem Urteil über den Feind als in unserem Urteil über den Freund ein Blatt 
vor den Mund. Daher rührt auch unser Laster, uns in unsere persönlichen Besorgnisse künstlich hineinzusteigen!, das zu starken 
Bedenken Anlaß böte, wenn es nicht nur unser Gemüt, sondern auch unser Handeln überschattete. Das aber ist gottlob nicht der 
Fall. So labil der Deutsche manchmal in seinen Redensarten ist, so stabil ist er in seiner Anschauung. 

Es gibt keine verächtlichere Selbstentblößung eines Menschen als die, einer Sache nur in ihrem Glück anzuhängen, ihrem 
Unglück gegenüber jedoch zu versagen. Umgekehrt wäre es ehrenvoller und auch zweckmäßiger. Eine Mutter wirft ihr Kind 
nicht ins Wasser, weil es die Grippe hat; im Gegenteil, gerade dann umgibt sie es mit ihrer besonders fürsorglichen Pflege, um 
ihm damit zu helfen, die 
284 

Krankheit möglichst schnell zu überwinden und es so wieder dem Leben und der vollen Gesundheit zurückzuschenken. Wenn 
jede Erkrankung zum Tode führte, dann gäbe es keine Menschen mehr, genau so wie keine Staaten und Völker mehr existieren 
würden, wenn jede Krise tödlich verliefe. Krankheiten und Krisen scheiden giftige Keime aus, machen auf ungesunde 
Entwicklungen aufmerksam und stauen Kräfte auf, die zu ihrer Überwindung führen. Wir Deutschen haben uns deshalb noch 
nicht an diese Tatsache gewöhnen können, weil wir eine lange Zeit unserer politischen Vergangenheit ohne große Risiken 
durchlebt haben. Wir müssen uns zuerst wieder mit den Grundregeln des großen geschichtlichen Daseins vertraut machen. 
Auch wir werden das selbstverständlich lernen; aber dazu bedarf es der Geduld, des Gleichmutes und eines festen politischen 
Charakters unseres Volkes, der allen Stürmen gewachsen ist. Insofern stellt dieser Krieg unsere große Probe dar. Wenn wir sie 
bestehen, und wir besitzen alle Voraussetzungen dazu, dann sind wir endgültig über den Berg hinüber. Würden wir ihr 
gegenüber aber versagen, dann wäre aller große Aufwand nutzlos vertan und ein Ende mit Schrecken gleichwie ein Schrecken 
ohne Ende würde die Folge sein. 

Davor wird uns der gesunde politische Sinn unseres Volkes bewahren. Es hat gerade in diesem Kriege eine moralische 
Standfestigkeit gezeigt, die höchster Bewunderung wert ist. Wir sprechen hier nicht von der kleinen Gruppe der ewig 
Wankelmütigen, die sich bei einem Sieg nicht zu lassen wissen vor lauter Illusionen und Großsprechereien und beim geringsten 
Rückschlag die Segel einziehen und mit müder Fahrt in den Hafen ihrer Hoffnungslosigkeit zurücksteuern. Sie sind der Abfall 
des großen politischen Lebens der Nation. Der Feind ist nur zu bemitleiden, wenn er darauf seine Chancen zum Sieg aufbaut. 
Sie bringen es höchstens zu Kopfhängerei und Skepsis; einen politischen Wert im Sinne unserer Gegner stellen sie nicht dar. 
Ihnen gegenüber steht ein in Kampf, 
285 

Opfer, Arbeit und Entbehrung gereiftes und gehärtetes Volk. Es weiß genau, worum es diesmal geht, und keine Macht der Welt 
wird es je an seiner guten Sache irremachen. Es bleibt gleichmütig in Sieg und Rückschlag, bewahrt auch dem Unglück 
gegenüber seinen konservativen Sinn, und wo es durch das Schicksal zu großen Proben aufgerufen wird, da ist es zur Stelle, 
fernab jeder, auch der leisesten Absicht, ihnen auszuweichen. 

Hier hat die Krise ihre zerstörende Macht verloren und wirkt sich nur noch als geschichtsbildender Faktor aus insofern, als sie 
die Seelen stärkt, die Herzen schmiedet, die Sinne schärft und alle nationale Kraft in Bewegung setzt. Es gibt kein Unglück, das 
uns brechen könnte, es sei denn, wir bereiten es uns selbst. Was wir aus diesem Kriege machen, das liegt ganz bei uns, im 



Guten wie im Bösen. Je mehr wir ihm heute zu geben bereit sind, um so mehr wird er uns am Tage unseres Sieges 

zurückerstatten. 

286 



Überwundene Winterkrise 

Rede im Berliner Sportpalast 

5. Juni 1943 

Die Krise des Winters ist zu Ende. Wenn wir die Lage in den hinter uns liegenden grauen Monaten manchmal mit verbissenem 
Grimm unter unseren prüfenden Blick nahmen, dann haben wir doch niemals vor den Schlägen des Schicksals resigniert. Im 
Gegenteil, mit einer Kraftanstrengung ohne Beispiel haben sich Führung und Volk dagegen aufgebäumt. In aller Stille und ohne 
viel Aufhebens ist daneben hier eine geschichtliche Leistung vollbracht worden. Die Nervenkampagne des Gegners macht 
deshalb auf uns keinen Eindruck. Das deutsche Volk ist einmal, im November 1918, auf die gleisnerischen Versprechungen 
seiner Feinde hereingefallen. Die harte Lehre, die uns für dieses moralische Versagen von der Geschichte erteilt wurde, genügt 
uns vollkommen. (Laute Zustimmungskundgebungen unterstreichen die Ausführungen des Ministers.) Damals versprachen 
unsere Gegner uns Frieden, Freiheit, Glück und Wohlstand, logen uns vor, auch sie hätten schon die roten Fahnen auf ihren 
Schiffen und Frontstellungen gehißt, und als das deutsche Volk dann auf Geheiß jüdischer Verbrecher seine Flagge niederholte, 
konnte der damalige britische Ministerpräsident Lloyd George zynisch erklären: „Jetzt liegt es am Boden, jetzt können wir mit 
ihm machen, was wir wollen!" 

Eine solche Tragödie hat die deutsche Geschichte nur einmal gesehen. Sie wird sich nie wiederholen. Sie wird sich vor allem 
nicht wiederholen, weil wir diesmal wissen, worum es geht, und zudem alle Faustpfänder für einen 'wahrhaft entscheidenden 
Sieg in der Hand halten. Die kann man uns nicht mit Lügen und Ver- 
287 

sprechungen entwinden. Das wäre nur durch Gewalt möglich. Gegen Gewalt aber setzen wir Gegengewalt. (Jubelnde Zustim- 
mung.) In diesem Willen ist Führung und Volk und Front und Heimat eines Sinnes und einer Meinung. Bei uns gibt es keine 
Arbeiter, die die Absicht zum Streiken haben, vor allem aber keine jüdischen Hetzer mehr, die sie dazu verführen könnten. 
(Lang anhaltender, brausender Beifall.) Wir sind ein Volk in Waffen, entschlossen, unsere Freiheit, unsere Ehre und unseren 
Lebensraum mit dem letzten Einsatz zu verteidigen. Es existiert in Deutschland keine Gruppe, die bereit wäre, dem Feind in die 
Hand zu arbeiten. Sollte ein einzelnes Individuum solche verbrecherischen Absichten hegen, so wird es, wo es nur bemerkbar 
wird, unschädlich gemacht. (Jubelnde Zustimmung und Händeklatschen.) Das sind wir unseren Toten ebenso schuldig wie den 
Lebenden, den Soldaten an der Front und auch euch Arbeitern in der Heimat. Wer die Sicherheit des deutschen Volkes antastet, 
der hat sein eigenes Leben verwirkt. Der Krieg kennt nur harte Gesetze. Millionen deutsche Soldaten müssen heute bereit sein 
und sind dazu bereit, für ihr Volk den Tod auf dem Schlachtfeld zu erleiden. Wir verdienten nicht mehr dieses Volk zu führen, 
wenn wir eine Gefährdung seines Lebens in der Heimat, sei es von wem auch immer, auch nur im geringsten duldeten. 
Unser Volk erfüllt seine Kriegspflichten, wie man es von ihm erwarten kann. Selbstverständlich empfindet es den Krieg in 
seinem vierten Jahr härter als in seinem ersten. Im übrigen hat in Deutschland kein Mensch den Krieg gewollt oder ihn gar 
begrüßt. Darum geht es auch gar nicht. Das, was deshalb der Spießbürger Stimmung nennt, ist kein entscheidender 
Kriegsfaktor. Die Wunden, die dieses Völkerdrama uns wie allen Kriegführenden schlägt, sind manchmal sehr schmerzhaft. Die 
Blüte unserer Jugend steht im Kampf. Sie muß härteste Blutopfer bringen, denen die der Heimat in den Luftkriegsgebieten oft 
kaum nachstehen. Der Feind gibt uns mit seinen 
288 

brutalen und zynischen Kampfmethoden einen Vorgeschmack dessen, was er für uns bereit hielte, wenn wir einmal schwach 
würden. 

Aber gerade in England selbst sind die leichtsinnigen Phrasen vom „reizenden Krieg" verstummt, ja man möchte nicht einmal 
mehr daran erinnert werden. Wer wagt angesichts der schweren Leiden, die dieses weltweite Ringen über alle Völker, selbst 
über die nicht daran beteiligten, bringt, von einer oberflächlichen Hurrastimmung zu sprechen! Stimmung gehört zu einem 
Familienfest oder zu einem Pfingstausflug. Der Krieg verlangt von den Völkern immer nur eine männliche Haltung. Diese 
Haltung zeigt der Soldat, der unter den erschwerten Bedingungen des vierten Kriegsjahres oder gar fast des dritten im 
barbarischen Osten seine harte Pflicht erfüllt, sein Leben tausendmal, wo es die Kampflage erfordert, einsetzt, auf Urlaub, 
bürgerliches Leben, Bequemlichkeit und Heimatfrieden verzichten muß, um das Leben und die Freiheit seines Volkes zu 
verteidigen. Haltung zeigen der Arbeiter und der Bauer, die keinen Augenblick daran denken, sich den harten Bedingungen des 
Krieges und seiner Arbeit zu entziehen, zeigen Millionen Frauen und Mütter, die ihre Familien beschützen und ernähren, den 
Platz der Männer an der Maschine oder am Pflug, die an die Front gehen, ohne Murren einnehmen, ja dabei noch Kindern das 
Leben schenken, um das Leben ihres Volkes zu erhalten. Zu alledem gehört etwas mehr als Stimmung, die wandelbar ist und 
wie immer heute nach dieser, morgen nach jener Seite ausschlagen kann. 



Was soll ich zum Lobe der hartgeprüften Bevölkerung in den Luftkriegsgebieten sagen! Sie stemmt sich mit einem Heroismus 
ohne Beispiel den Auswirkungen des verbrecherischen feindlichen Bombenterrors entgegen. Familien verlieren in einer Nacht 
ihr ganzes Hab und Gut, manchmal den Vater, manchmal die Mutter, manchmal eine blühende Kinderschar, stehen morgens vor 
den rauchenden Trümmern ihres Hauses oder ihrer Wohnung, für die 

289 

sie ein ganzes Leben gespart und gearbeitet haben. Wo sollten sie anders Trost finden als in dem Gedanken, daß diese schweren 
Opfer für das Weiterleben des Volkes und der Nation notwendig sind, daß sie deshalb, so bitter sie im Einzelfall auch sein 
mögen, gebracht werden müssen und nur eine in aller Herbheit des Leidens aufrechte Haltung die Kraft gibt, sie zu ertragen. 
Mag sein, daß die jüdischen Pressehetzer in London und Washington dem Krieg jene Stimmung entgegenbringen, die sie beim 
deutschen Volke vermissen. Das kommt daher, daß sie ihn selbst leider nie zu verspüren bekommen. Die Stimmung unter ihren 
Rassegenossen in Deutschland wird auch vermutlich wesentlich anders sein als die ihre. Das hängt damit zusammen, daß diese 
am Krieg, den sie selbst mit verschuldet haben, in einem Maße mittragen müssen, wie sie es verdienen. Über die Stimmung der 
kriegführenden Völker im vierten Kriegsjahr mag man streiten. Die nationalsozialistische Haltung aber unseres Volkes 
jedenfalls ist über jeden Zweifel erhaben. Wir Deutschen erfüllen unsere harten Kriegspflichten, kämpfen und arbeiten mit 
einem Fanatismus ohnegleichen und sichern damit die Voraussetzungen unseres kommenden Sieges, der uns nicht geschenkt 
wird, den wir uns vielmehr nur durch ein großes nationales Opfer, an dem alle beteiligt sind, verdienen können. 
An dieser nationalsozialistischen Haltung des deutschen Volkes prallen alle feindlichen Verführungsversuche ab. Sie gibt uns 
die Kraft, auch die ewigen Begleiterscheinungen jedes Krieges, Rückschläge, Schicksalsfügungen, erhöhte Belastungen, 
schwere Opfer und so weiter geduldig und mit verbissenem Stolz zu ertragen. Deshalb sprechen wir auch nicht vom Frieden, 
sondern wir kämpfen dafür. Wir richten uns in unseren Maßnahmen darauf ein, daß wir den Krieg unter allen Umständen so 
lange durchhalten können, bis der Feind zu Boden sinkt. (Durch lebhafte Kundgebungen geben die Massen ihrer Zustimmung 
und ihrem unerschütterlichen Siegeswillen Ausdruck.) Das ist die unverrückbare Grundlage und Ziel-290 

Setzung unserer gesamten Kriegführung. Unter keinen Umständen werden wir irgendeinen Zustand sich entwickeln lassen, der 
uns nicht gestatten würde, die entscheidende letzte Viertelstunde bei Atem zu bleiben. Infolgedessen operieren wir nach den 
Gesichtspunkten einer höheren Einsicht und Weitsicht und treffen im Interesse der gesicherten Fortsetzung des Krieges 
beizeiten jene Maßnahmen, die zwar hier und da unpopulär sein mögen, die aber doch die Voraussetzung für eine siegreiche 
Beendigung des Krieges unter allen Umständen darstellen. Das trifft vor allem für den Ernährung ssektor zu. 
Der ungewöhnlich harte Winter 1941/42 führte zu ungeheuren Getreideauswinterungen, zum Totalverlust der Winterölfrüchte 
und zu starken Kartoffel- und Gemüseeinbußen. Deshalb mußten in der Folgezeit rund 1,7 Millionen Tonnen Gerste der 
Tierfütterung entzogen und zur Brotbeimischung verwendet werden. Außerdem mußte im Herbst 1942 die Fleischration zum 
Ausgleich für starke Ausfalle auf anderen Ernährungsgebieten eine Erhöhung erfahren. Das aber hatte einen starken Eingriff in 
die Viehbestände zur Folge. Der Anschluß an die Ernte 1943 ist nunmehr gesichert. Auch die Kartoffel- und 
Gemüseversorgung stellt sich wesentlich günstiger. Es mußte daher möglich gemacht werden, den vorherigen Eingriff in die 
Viehbestände zur Vermeidung ernster Folgen für spätere Zeit auszugleichen. Hierzu war eine Senkung der Fleischration um 
einhundert Gramm pro Kopf und Woche unerläßlich. Wir waren in der Lage, dagegen kleine Ausgleiche in der Fett- und 
Brotzuteilung einzuschalten. Die reichen aber natürlich nicht aus, das Fehlen von hundert Gramm Fleisch pro Kopf und Woche 
nach der Eiweißseite hin zu ersetzen. Trotzdem mußten wir uns zu dieser harten Maßnahme entschließen. Denn unsere 
Ernährungspolitik ist auf weite Sicht eingestellt. Sie geht haushälterisch mit den Vorräten um. Ihr oberstes Gesetz heißt, unter 
allen Umständen ausgegebene Karten auch einzulösen und keinesfalls und niemals eine Situation herauf- 
291 

zubeschwören, die es uns aus Gründen der Ernährung unseres Volkes nicht mehr gestatten würde, den Krieg bis zum Siege fort- 
zusetzen. 

Das wird jedermann verstehen und billigen, auch wenn diese Politik augenblicklich für ihn eine neue Einschränkung mit sich 
bringt. Man darf dabei auch nicht vergessen, daß Millionen ausländischer Arbeiter in den heimischen Produktionsprozeß über- 
geführt wurden, die essen müssen, um arbeiten zu können, und daß zudem, das sei mit stolzer Befriedigung festgestellt, viele 
Hunderttausende Männer zu den Fahnen geeilt sind. Das alles drückt natürlich auf den Ernährungssektor, aber es setzt sich auch 
wieder in Kriegspotential um. 

Wenn wir also in der Heimat Opfer auf uns nehmen müssen, so wissen wir in diesem Kriege wenigstens wofür. Sie scheinen mir 
aber, was die Ernährung angeht, erträglich zu sein den Opfern gegenüber, die seit Wochen und Monaten schon die Bevölkerung 
in den Luftkriegsgebieten fast Nacht für Nacht zu bringen hat. Unsere Feinde greifen sie mit einem brutalen Zynismus in ihrem 
Hab und Gut und Leben an, um damit ihre Kriegsmoral zu zermürben. Das geben sie auch offen zu. Was sie dabei an deutschen 
Kulturwerten vernichten, wird ihnen ewig zur Schande gereichen. Aber sie wollen mehr. Sie führen Krieg gegen die Haltung 
unseres Volkes, töten ziviles Leben, Greise, Frauen und Kinder und bemühen sich kaum noch, diesem infamen Blutterror ein 
humanes Mäntelchen umzuhängen. (Immer wieder werden die Ausführungen des Ministers von Pfuirufen und lebhaften 
Äußerungen des Abscheus unterbrochen.) Die Kirche von England erklärte vor ein paar Tagen scheinheilig, die Bomben 



machten hier keinen Unterschied zwischen Männern, Frauen und Kindern mehr. Diese Äußerung wirkt aber noch geradezu 
milde den infernalischen Haß- und Triumphausbrüchen gegenüber, die in den Londoner Judenblättern zu lesen stehen. Wir 
Deutschen von heute gehören nicht zu der Sorte von 
292 

Menschen, die bei einem Feind, der auf unsere Vernichtung ausgeht, um Nachsicht betteln. Wir wissen, daß es gegen den 

britisch-amerikanischen Bombenterror nur ein wirksames Mittel gibt: 

Gegenterror. (Die Massen haben die einzelnen Sätze des Ministers mit Spannung angehört. Bei dieser letzten Feststellung 

brechen sie spontan in lang anhaltende, sich immer wiederholende Kundgebungen stürmischen Beifalls aus.) 

Das ganze deutsche Volk ist heute nur von dem einen Gedanken beseelt. Gleiches mit Gleichem zu vergelten. (Wiederum bricht 

ein Sturm der Begeisterung aus.) Es liegt uns fern, zu prahlen oder zu drohen. Wir registrieren nur. Jede englische Stimme von 

heute, die im Bombenkrieg gegen deutsche Frauen, Greise und Kinder ein durchaus humanes oder gar christliches Mittel zur 

Besiegung des deutschen Volkes sieht, wird uns einmal eine willkommene Begründung für unsere Antwort auf diese 

Schurkereien sein. (Durch immer erneute Kundgebungen unterstreichen die Massen auch diese Feststellung des Ministers.) Das 

britische Volk hat keine Veranlassung zu triumphieren. Es wird die Rechnung bezahlen müssen, die hier seine verantwortlichen 

Männer im Auftrage ihrer jüdischen Einpeitscher und Hetzer durch ihre Blutschuld aufmachen. 

Bis dahin müssen wir versuchen, mit den manchmal sehr harten Folgen des britisch-amerikanischen Luftterrors fertig zu 

werden. Mit zusammengebissenen Zähnen müssen wir also im Augenblick dieses Verbrechen über uns ergehen lassen. Es ist 

ein Teil des Krieges, und wie unser Volk ihn erträgt, davon hängt in größtem Umfange der kommende Sieg ab. 

Ich war letzthin öfter in den Luftkriegsgebieten des Westens und Nordwestens und habe mir an Ort und Stelle ein Bild zu 

machen versucht. Der Durchschnittsbürger im Reich weiß gar nicht, was die Bevölkerung hier zu ertragen hat, unter welchen 

primitiven Verhältnissen sie sich manchmal ihr zerstörtes Leben neu einrichten muß, welch hohe Moral und Haltung sie dabei 

aber immer wieder 

293 

an den Tag legt. Wer anderswo über diese oder jene unvermeidliche Begleiterscheinung des Krieges glaubt Klage führen zu 
müssen, der wende seinen Blick nach Essen, Dortmund, Bochum, Wuppertal oder den anderen Städten der Luftkriegsgebiete 
und erröte vor Scham, daß er seine kriegsbedingten Sorgen und Beschwernisse mit den Leiden der dortigen Bevölkerung 
überhaupt in Vergleich zu setzen wagt. (Durch stürmische Kundgebungen geben die Massen ihrem Mitgefühl und zugleich 
ihrem Stolz auf die tapfere Haltung der Bevölkerung der Luftkriegsgebiete Ausdruck.) Wenn einer das Recht zum Klagen hat, 
dann unsere Bevölkerung im Westen und Nordwesten. Aber sie tut es nicht. Sie kämpft mit einer bewundernswerten Seelenkraft 
und einer fanatischen Verbissenheit gegen Brand und Verwüstung, steht in den Bombennächten mit Männern, Frauen und 
Kindern auf Posten, beschützt, soweit das überhaupt möglich ist, Haus und Hab und Gut und vollbringt dabei Wunder der 
Tapferkeit, an denen am Ende der britisch-amerikanischen Terror doch noch zerschellen wird. (Bravo-Rufe und lang anhal- 
tender Beifall.) Jeder Wissenschaftler und Forscher, der in unseren Laboratorien den Kampf gegen die feindliche Kriegstechnik 
führt, jeder Arbeiter und Ingenieur, der an unserer neuen Bomberwaffe baut, jeder junge Pilot, der von morgens bis spätabends 
schult, um eines Tages zum Gegenschlag gegen die feindlichen Verbrecher eingesetzt zu werden, sie alle mögen diesen Teil 
unseres Volkes vor Augen haben, wenn sie Tag und Nacht unermüdlich am Werke sind, um die Stunde der Vergeltung zu 
beschleunigen. (Jubelnde Zustimmung unterbricht den Minister. Es kommt zu Kundgebungen, die Ausdruck des glühenden 
Hasses sind, den der britisch-amerikanischen Mordterror im deutschen Volke säte.) 

Ich spreche in dieser Stunde als Sohn meiner westdeutschen Heimat zu allen Deutschen, vor allem aber zu meinen engeren 
Landsleuten. Ich weiß genau, was sie in diesen Wochen zu ertragen haben. Ich weiß aber auch, daß sie dem Leid, das über sie 
persön- 
294 

lieh oder über ihre und auch meine engere Heimat kommt, eine aufrechte Haltung entgegensetzen werden. Wir Grenzler haben 
immer schwer am nationalen Schicksal zu tragen gehabt; aber wie uns in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg weder die 
feindlichen Besatzungen noch die von ihnen gedungenen Separatistenhorden beugen konnten, so werden unsere Städte und 
Dörfer auch unter dem britischen Bombenterror ungebeugt bleiben. Der Feind kann unsere Häuser in Schutt und Asche 
verwandeln; die Herzen der Bevölkerung brennen dabei vor Haß, aber sie verbrennen nicht. Eines Tages kommt die Stunde der 
Vergeltung (Starker Beifall.), und zum Dank für ihren heute bewiesenen Heldenmut wird es nach dem Kriege eine Ehrenpflicht 
des ganzen Volkes sein, ihre Städte und Häuser schöner denn je wieder aufzubauen. Aus den Ruinen ' wird dann neues Leben 
blühen, und in den fernsten Zeiten werden Kinder und Kindeskinder von dem tapferen Ausharren ihrer Väter und Mütter 
sprechen, die durch ihr Heldentum einen Kranz unvergänglichen Ruhmes um die Wappen ihrer stolzen Städte gewunden haben. 
Wie die Engländer augenblicklich die Waffe des Luftkrieges gegen uns gebrauchen, so wir gegen sie die Waffe des U-Boot- 
Krieges. Zwar sind die Folgen des Luftkrieges für jedermann deutlicher sichtbar, dagegen sind die des U-Boot-Krieges auf die 
Dauer verheerender, sie schlagen tiefere Wunden und sind deshalb von kriegsentscheidenderer Bedeutung. Im Verlaufe dieses 
Krieges sind einschließlich Mai über 26,5 Millionen BRT. feindlichen Schiffsraums durch die deutsche Marine und Luftwaffe 



versenkt worden. Was das bedeutet, kann nur der ermessen, der sich vergegenwärtigt, daß der deutsche U-Boot-Krieg im ersten 
Weltkrieg mit kaum 12 Millionen BRT. England in den Jahren 1917 und 1918 an den Rand des Abgrunds gebracht hat. 
Selbstverständlich haben die Engländer das erst nach dem Kriege zugegeben; während des Krieges dagegen prahlten sie und die 

295 

Amerikaner genau so wie heute mit dem angeblichen Umfang ihrer Neubauten und bezweifelten unsere Versenkungsziffern. 
Was immer auch der Feind heute an Neubauten zustande bringt, unsere Versenkungsziffern kann er damit nicht einholen. Im 
übrigen gehen Materialien und Arbeitskräfte, die er für Schiffsneubauten einsetzt, seiner anderen Kriegsproduktion verloren. 
Auch sein Potential, ist keineswegs unbegrenzt. Was die Zahl der Arbeitskräfte anlangt, die die Grundlage der 
Kriegsproduktion überhaupt bilden, so kann er die Konkurrenz mit uns nicht aufnehmen. Nur das Renommieren versteht er 
vielleicht besser. Aber auch die amerikanischen Bäume wachsen nicht in den Himmel. Wir haben allen Grund, die feindlichen 
Zahlenphantastereien mit Gelassenheit zur Kenntnis zu nehmen. Wir schlagen sie zwar nicht in den Wind, aber wir über- 
schätzen sie auch nicht. 

Es liegt in der Natur des Kampfes auf den Weltmeeren, daß er mit wechselnden Chancen vor sich geht. Auf Perioden größter 
Erfolge folgen Rückläufigkeiten, die mit dem Stande unserer Angriffswaffen einerseits und dem der feindlichen Abwehrwaffen 
andererseits zusammenhängen oder umgekehrt. Dieser Kampf wird deshalb auch nicht nur auf den Ozeanen, in der Luft oder 
auf dem Schlachtfelde, sondern auch in den wissenschaftlichen Instituten und Laboratorien ausgefochten. Jede neue 
Angriffstechnik zieht in einem gewissen Zeitabstand eine neue Abwehrtechnik nach sich, jede neue Abwehrtechnik aber ist 
erfahrungsgemäß die Ursache wieder einer neuen Angriffstechnik. Das gilt vor allem für einen Kampf, bei dem es, wie beim U- 
Boot-Krieg, um Leben und Tod geht. Wir können im Verlaufe gerade dieses Krieges feststellen, daß Perioden größter Erfolge 
unserer U-Boote von solchen zeitlich begrenzter Rückläufigkeiten abgelöst werden. Aber der Feind triumphierte noch immer zu 
früh, wenn er eine solche Entwicklung jeweilig für endgültig ansah. Er hat so oft schon die U-Boot-Gefahr für überwunden 
erklärt und ist dann in kurzer Zeit wieder vom 
296 

krassen Gegenteil überzeugt worden, daß er eigentlich alle Veranlassung hätte, in seinen Prognosen sehr vorsichtig zu sein. Im 

Oktober 1940 beispielsweise versenkten wir 629 000, drei Monate später im Januar 1941 dagegen nur 203000, wieder drei 

Monate später im April 1941 aber dann 1000211 BRT. feindlichen Schiffsraums. Auch damals hat die britische Admiralität 

zuerst triumphiert, als die Zahlen heruntergingen; drei Monate später aber war die englische Öffentlichkeit wieder von einer 

panischen U-Boot-Angst erfüllt. 

Der Kampf auf den Weltmeeren ist hart und gefährlich. Er wird von beiden Seiten mit steigender Erbitterung geführt. Der Feind 

weiß, worum es geht. Unsere U-Boot-Besatzungen sind sich klar darüber, welchen kriegsentscheidenden Beitrag sie durch ihren 

Einsatz leisten. Am Ende wird der Zeiger der Waage in diesem Kampfe zu unseren vollen Gunsten ausschlagen. Der Feind hat 

auf diesem Kriegsschauplatz auf die Dauer Verluste vernichtenden Charakters zu erwarten. Seine Lebensadern werden erneut 

durchschnitten werden und damit seine Chancen zum Erfolg endgültig ins Wanken kommen. Denn ein Krieg von so gewaltigen 

Ausmaßen kann nicht mit dem Zentimetermaß gemessen werden. 

Nur das eine wissen wir: Das deutsche Volk kann vollauf beruhigt sein. Seine riesigen Anstrengungen im Zeichen des totalen 

Krieges sind nicht umsonst gewesen. Sie werden eines Tages zum Einsatz kommen (Stürmische Bravo-Rufe.); wann und wo, 

darüber mögen sich unsere Feinde ihre Köpfe zerbrechen. Wenn sie davon fasern, daß die Initiative endgültig auf sie 

übergegangen sei und Deutschlands Führung mit Angst und Schrecken darauf warte, wo sie sich entfalten werde, so wird die 

Zukunft ja entscheiden, wer Grund zu einer solchen Angst hat. Wir warten ab: aber in einem anderen Sinne, als der Feind das 

vermutet. 

Man spricht heute von der Invasion in Europa, als wäre das die selbstverständlichste Sache der Welt. Die Juden vor allem 

wollen 

297 

die Invasion, vermutlich weil sie ausnahmslos nicht dabei sein, sondern sie nur mit ihren Schlachtgesängen begleiten werden. 
Der englische und der amerikanische Soldat werden eine blutige Zeche bezahlen müssen. Unsere Wehrmacht ist zu ihrem 
Empfang bereit. (Jubelnde Zustimmung und Bravo-Rufe.) Dünkirchen und Dieppe stehen hier als warnende Vorzeichen vor 
einer britisch-amerikanischen Invasionsstreitmacht. Der Kommandeur der amerikanischen Legion, Roane Waring, erklärte 
kürzlich nach seiner Rückkehr aus Nordafrika: „Die amerikanischen Streitkräfte haben schreckliche Verluste erlitten. Die 
Verluste sind das Vielfache dessen, was Eisenhower angekündigt hat, und jetzt geht es erst richtig los. Tunis ist nur ein 
Geplänkel gegenüber dem, was uns in Europa erwartet." 

Der britische Militärkritiker Cyrill Falls ergänzt diese Darstellung durch folgende Warnung: „Ich will hier nur vor Unter- 
schätzungen warnen. Die alliierten Truppen würden sich noch blutige Köpfe holen, sobald sie versuchen sollten, gegen die 
Festungsanlagen der Achsenmächte anzulaufen. So schnell läßt sich Europa nicht erobern. Wir dürfen nicht den Fehler 
begehen, die Befestigungen, die in Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark, Norwegen, Italien oder im Südosten liegen, zu 
unterschätzen. Wir müssen im Gegenteil wissen, daß ein Ansturm auf sie uns viel Blut und Tränen kosten wird." 



Trotzdem drängen die Juden offenbar darauf, das blutige Drama zu Ende zu spielen. Churchill und Roosevelt sind ohnehin nur 

ihre ausführenden Organe. 

Mag sein, daß dem einen oder anderen Überobjektivisten diese Charakterisierung der feindlichen Führungsclique als etwas zu 

kraß erscheint; aber sie sagt in der Tat das, was gemeint ist. Wie soll man anders eine Weltkamarilla bezeichnen, deren eine 

Seite von Freiheit, von Not und Furcht schwätzt, während die andere im Wäldchen von Katyn zwölftausend polnischen 

Offizieren den Genickschuß 

298 

gibt, deren eine Seite das Kirchenlied „Vorwärts, christliche Soldaten!" anstimmt, während die andere aus den Kirchen 
Schnapsbrennereien macht, deren eine Seite behauptet, für die Souveränität der kleinen Staaten zu kämpfen, während die 
andere sie in ein bolschewistisches Chaos stürzen will, deren eine Seite den krassesten Hochkapitalismus vertritt, während die 
andere für den krassesten Kollektivismus einzutreten erklärt. Soviel Feststellungen, soviel Widersprüche! Wie sollte man sie 
anders auf einen Nenner bringen als dadurch, daß man annimmt, es handele sich hier um eine Bande von Betrügern, die nach 
der Weltherrschaft streben und sich auch Europa im Sinne dieses jüdischen Weltmachtstrebens unterwerfen wollen. Sie hatten 
keinen anderen Grund, uns mit Krieg zu überziehen, als den, damit die letzte Bastion gegen ihre heimtückischen jüdisch- 
plutokratisch-bolschewistischen Absichten zu Fall zu bringen. Sie beherrschen weite und reiche Imperien, aber sie haben sich 
als unfähig erwiesen, sie zu organisieren und ihren Völkern dienstbar zu machen. Sie griffen nach dem Mittel des Krieges, um 
die armen Völker zu unterjochen und ihnen das wenige, was sie besitzen, noch zu nehmen. Es handelt sich hier um ein 
kriminelles Weltkomplott, und entweder wird es von uns zerschlagen, oder die anständige und schaffende Menschheit geht 
daran zugrunde. 

Es nutzt der gegnerischen Koalition auch gar nichts, wenn sie heute eine äußere Angleichung ihrer Anschauungen 
vorzutäuschen versucht. Die Sowjets mögen ihre Komintern auflösen, sie gleichen dabei nur dem reißenden Wolf, der den 
Schafspelz umlegt. Die Plutokraten mögen soziale Reformpläne in ihren käuflichen Zeitungen diskutieren lassen, der Kenner 
entdeckt hinter all diesem Geschwätz sofort die mitleidlose Fratze des jüdischen Weltkapitalismus, der auf Verführung und 
Narkotisierung der Völker Europas ausgeht. Man müßte an der Gerechtigkeit der Welt und am Sinn der Geschichte 
verzweifeln, wenn wir nicht zum Kampf gegen 
299 

diesen historischen Betrugsversuch bereitständen. Es ist nur zu erklärlich, daß seine verbrecherischen Urheber nun, da die 
Völker anfangen aufzuwachen, die Spuren ihrer Blutschuld verwischen möchten. Nach der altbekannten jüdischen Methode 
schreien sie: 

„Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig!", erfüllen die Welt mit ihren scheinheiligen Lamentationen, werfen ihre alten 
Anschauungen und Überzeugungen, die geistigen Dokumente einer zerbrechenden Welt, bedenkenlos über Bord, wo sie ihnen 
lästig und hinderlich zu werden drohen, und spielen sich vor einer erstaunten Menschheit als große Reformer und 
Weltverbesserer auf, sie, die jeder vernünftigen neuen Ordnung immer im Wege standen, ja, den Krieg heraufbeschworen, um 
sie zu verhindern. 

Es ist für uns nur schmeichelhaft, daß die Sowjets sich unter dem Druck unserer umfassenden Aufklärung gezwungen sehen, die 
Komintern, das Instrument ihrer Weltzerstörung, wenigstens zum Schein aufzulösen. Aber die Juden in London und 
Washington jubilieren zu früh, wenn sie glauben, damit das ihnen so verhaßte nationalsozialistische Aufklärungsgebäude zum 
Einsturz zu bringen. Ein lügnerisches Stück Papier kann nicht eine Praxis ungeschehen machen, die von ungezählten Millionen 
geschundener, gequälter, verhungerter und gemordeter Menschenopfer gekennzeichnet ist. Die taktischen Winkelzüge des 
Bolschewismus sind für uns nur ein Grund mehr, die Welt über das hier geplante Verbrechen aufzuklären, unermüdlich wie in 
der Kampfzeit, und dauerte es Jahre, bis das grausige Komplott zu Fall gebracht ist. 

Schon erkennt man in allen Ländern immer deutlicher das Wirken der Juden. Es nutzt ihnen gar nichts, wenn sie die Parlamente 
und Gerichte zum Schutz ihrer parasitären Existenz mobil machen. Es wird nicht lange mehr dauern, dann wird der Ruf nach 
dem Schuldigen an diesem furchtbaren Völkerdrama durch die ganze Welt gehen. Wir werden dafür zu sorgen wissen, daß 
diese Frage auch eine Antwort erhält. (Lang anhaltende Zustimmungs- 
300 

Kundgebungen.) Im fünfzehnten der Protokolle der Weisen von Zion steht geschrieben: „Wenn der König der Juden auf sein 
geheiligtes Haupt die Krone setzen wird, die Europa ihm anbieten muß, dann wird er der Stammvater, der Patriarch der ganzen 
Welt sein." Schon oft in ihrer Geschichte haben die Juden nahe vor diesem Triumph gestanden, wie sie das auch heute glauben. 
Aber immer im letzten Augenblick folgte dann ihr Sturz aus der höchsten Höhe in die tiefste Tiefe. Auch diesmal wird Luzifer 
fallen. (Diese Feststellung des Ministers löst erneut stürmische Kundgebungen aus.) Unser Europa wird ihnen nicht die Krone, 
sondern die gepanzerte Faust anbieten (Beifall), und nicht der Patriarch der ganzen Welt wird der Jude sein, sondern ein 
Aussätziger, der Abschaum, das Opfer seines eigenen verbrecherischen Ehrgeizes, der an unserer Kraft und an unserer 
Erkenntnis scheitern wird. (Erneuter stürmischer Beifall.) 



Vor dieser Weltgefahr haben Sentimentalitäten keinen Platz. Mag sein, daß der eine oder der andere das Judenproblem nicht in 
seiner Tiefe verstehen kann, aber das darf uns nicht beirren. Die gänzliche Ausschaltung des Judentums aus Europa ist keine 
Frage der Moral, sondern eine Frage der Sicherheit der Staaten. Der Jude wird immer so handeln, wie es seinem Wesen und 
seinem Rasseinstinkt entspricht. Er kann gar nicht anders. Wie der Kartoffelkäfer die Kartoffelfelder zerstört, ja zerstören muß, 
so zerstört der Jude die Staaten und Völker. Dagegen gibt es nur ein Mittel: radikale Beseitigung der Gefahr. (Zustimmung und 
Zurufe aus der Menge.) Man schaue sich im Lager unserer Feinde um: wohin man blickt, Juden über Juden. Juden hinter 
Roosevelt als sein Gehirntrust, Juden hinter Churchill als seine Einbläser, Juden als Hetzer und Einpeitscher in der gesamten 
englisch-amerikanisch-sowjetischen Presse, Juden in den Winkeln des Kremls als die wirklichen Träger des Bolschewismus. 
Der internationale Jude ist der Kitt, der die feindliche Koalition zusammenhält. Er schlägt durch seine welt- 
301 

umfassenden Beziehungen die Brücken zwischen Moskau, London und Washington. Von ihm geht der Krieg aus, er führt ihn 

aus dem Hintergrund an, und er möchte nun auch sein einziger Nutznießer sein. 

Wir stehen hier dem gefährlichsten Feind der Welt gegenüber. Aber er ist nicht unüberwindlich. Wie wir ihn im Innern zu Fall 

gebracht haben, so werden wir seine Macht, die uns nun von außen bedroht, stürzen. (Lebhafter Beifall.) Noch ergeht er sich in 

blutrünstigen Rachephantasien. Aber das ist gut so, damit zeigt er uns nur sein wahres Gesicht. Vor ein paar Tagen entwickelte 

einer seiner prominentesten Vertreter ein neues Friedensprogramm des Weißen Hauses. Und das lautet: „Totale Besetzung 

Deutschlands und seine Unterstellung unter ein anglo-bolschewistisch-amerikanisches Militärregime, Übernahme der gesamten 

deutschen Verwaltung, totale Auflösung der deutschen Industrie, alle deutschen Truppen auf unabsehbare Zeit als 

Arbeitsbataillone in die besetzten Gebiete, insbesondere nach Sibirien, Deutschland darf niemals mehr ein Machtfaktor werden, 

alle Überschüsse der landwirtschaftlichen Produktion bei sparsamster Ernährung des deutschen Volkes an die früheren 

Feindmächte, Deutschland darf kein Einheitsstaat bleiben, Bildung eines deutschen Nationalbewußtseins verboten, die 

Einkünfte der deutschen Arbeitsprodukte sollen dem deutschen Volke nur so weit zugute kommen, daß es sich notdürftig 

ernähren kann." 

Gibt es in Deutschland auch nur einen einzigen Menschen, der dieses Programm überhaupt zur Kenntnis nimmt? Es entspricht 

genau dem, was die Juden des Kremls auf ihrem Programm gegen uns stehen haben. Wir wissen das ohnehin. Kein Mensch 

macht sich darüber Illusionen. 

Selbst der kleine Klub der Überobjektivisten wird sich nun klar darüber werden müssen, was die Stunde geschlagen hat. Das 

Deutschland von heute bietet sonst für sie kein Betätigungsfeld 

302 

mehr. Unsere Toten haben Ansprüche zu stellen, wir Lebenden aber nur die Pflicht, ihrer stummen Aufforderung gemäß zu 
arbeiten und zu kämpfen. Wer am Sieg zweitem sollte, verdient nicht, daß er zu unserer Gemeinschaft gehört. (Durch 
stürmische Zustimmungskundgebungen bekunden die Tausende, daß Dr. Goebbels nur das aussprach, was alle empfinden.) Wer 
auf das Wort des Feindes achtet, ist ein Verräter an unserer Sache. (Wachsender Beifall.) Wer die deutsche Kampfkraft durch 
Weitertragen feindlicher Gerüchte schwächt, versündigt sich damit am Opfersinn unseres Volkes, der vom Heldentod von 
Hunderttausenden gefallenen Soldaten umflort ist. Man muß deshalb den schwätzenden Subjekten sofort in die Parade fahren. 
(Lebhafte Zustimmung und Zurufe: „Sehr richtig!") So wenig sie zahlenmäßig auch ausmachen, das feindliche Ausland glaubt 
trotzdem, sich auf sie berufen zu können. Wir wollen in einer sauberen Kriegsatmosphäre leben. Unser Volk hat verdient, daß 
es gegen geisteskranke Weltapostel, auch wenn sie unbewußt handeln und eine lächerliche Minderheit darstellen, in Schutz 
genommen wird. 

Lloyd George, der britische Ministerpräsident während des ersten Weltkrieges, schreibt in seinen Memoiren: „Wenn 
Deutschland als Führer einen Bismarck und Moltke gehabt hätte anstatt eines Bethmann-Hollweg und Falkenhayn, wäre der 
Ausgang des großen Kampfes zwischen der militärischen Autokratie und der Demokratie aller Wahrscheinlichkeit nach ein 
anderer gewesen. Die Fehler Deutschlands haben uns vor den Folgen unserer eigenen Fehler gerettet." 

Die starke nationale Führung, die uns damals fehlte, ist jetzt vorhanden. (Bei diesen Worten bringt die Menge stürmische Kund- 
gebungen der Verehrung und des Vertrauens für den Führer dar.) Sie wird dafür zu sorgen wissen, daß der gegenwärtige 
britische Premierminister am Ende dieses Krieges nicht ein Gleiches vom deutschen Volk von heute sagen kann. 
303 

Gegen Gerücht und Geschwätz erhebt sich die harte Wirklichkeit dieses Krieges. Diese wird von der Kraft der Waffen und der 
Kraft der Herzen bestimmt. Das deutsche Volk besitzt diese in überreichem Maße. Es muß sie nur gebrauchen. An seiner Seite 
stehen tapfere und treue Bundesgenossen, die Völker der Achse, die gleich wie wir um ihr Leben kämpfen. Fast ganz Europa 
arbeitet im Dienste unserer Kriegführung. Es wird auch einmal in den Genuß der Früchte unseres gemeinsamen Kampfes und 
Fleißes kommen. Unser Erdteil wird nach dem Siege eine machtvolle kontinentale Gemeinschaft bilden, zusammengesetzt aus 
freien Völkern, die sich dem Dienst an einer gemeinsamen großen Sache widmen. Nur so kann Europa überhaupt weiterleben. 
Im anderen Falle würde es in seine Atome zerfallen und eine leichte Beute für die Anarchie und damit den Bolschewismus sein. 
Das kann kein wirklicher Europäer wollen. 



Ich komme zum Schluß. Heute mehr denn je ist dem deutschen Volke in diesem Kriege seine größte geschichtliche Chance 
gegeben. Heute mehr denn je hat es darum die Pflicht, diese um seines und seiner Kinder Lebens willen auszunutzen. Die 
Nation wird sich der großen Stunde würdig erweisen, sie wird deshalb den stolzesten Sieg ihrer Geschichte erleben. Aber er 
wird uns nicht geschenkt; 

wir müssen ihn uns durch stetes Ausharren in Kampf und Arbeit verdienen. Niemand weiß besser als wir, wie schwer und hart 
das ist und wie viele bittere Opfer es erfordert. Noch schwerer, noch härter und noch bitterer aber wäre unser ganzes 
zukünftiges Schicksal, wenn wir uns der großen Bewährung nicht gewachsen zeigen wollten. Noch jeder Krieg hat seine 
geschichtlichen Prüfungen mit sich gebracht. Erst da aber zeigt sich die innere Härte eines Volkes und damit auch sein 
geschichtlicher Rang. Keine Macht der Erde kann uns solche Prüfungen ersparen, sie sind vom Schicksal selbst bestimmt und 
müssen bestanden werden, wenn anders wir ihnen nicht erliegen wollen. Aber nach ihrer Überwindung klärt sich, wie 
304 

der große Preußenkönig einmal sagt, der Himmel auf und wird wieder heiter. Wir haben es ja selbst zu oft auch in diesem 
Kriege erlebt, als daß wir es vergessen haben könnten. Bestehen bleibt dann nur der männliche Mut, mit dem man die Schläge 
des Schicksals auf sich nahm und am Ende auch damit fertig wurde. 

Das deutsche Volk hat den Völkern der feindlichen Koalition gegenüber das große Glück, auf einem festen weltanschaulichen 
Boden zu stehen. Wir brauchen unser Programm nicht über Bord zu werfen, um vor den Forderungen dieses Krieges bestehen 
zu können; im Gegenteil, es erfährt durch ihn nur seine Bestätigung. Wenn wir diesen Krieg gemeistert haben, dann beginnt für 
uns alle eine neue Epoche deutschen Aufstiegs, deutschen Sozialismus und deutscher nationaler Kraftentwicklung. 
Die großen Lehren der Partei, die wir in einem vierzehnjährigen Kampf um die Macht durchsetzten, sind heute dem ganzen 
Volke Leitsterne in diesem Weltkampf. Ihre fortwirkende Kraft zeugt auch im Volke Kraft für die großen Kriegsproben. Wenn 
Deutschland einig ist und zudem noch nach dem Rhythmus seiner revolutionären sozialistischen Anschauung marschiert, dann 
ist es unschlagbar. Dafür bürgt der unverwüstliche Lebenswille unseres Volkes, dafür bürgt vor allem aber die mitreißende 
Kraft der Persönlichkeit des Führers. (Stürmische, jubelnde Zustimmung; 
minutenlang durchbrausen die weite Halle Kundgebungen, die der Person des Führers gelten.) 

Wir wissen heute noch gar nicht zu ermessen, was es bedeutet, in diesem Schicksalskampf einen Mann an der Spitze der Nation 
zu sehen, der in sich den völkischen Lebenswillen und die Siegeszuversicht des ganzen Volkes verkörpert. Wir haben den Welt- 
krieg vor allem verloren, weil uns eine große führende Persönlichkeit fehlte. Wir werden diesen Krieg gewinnen, weil sie 
diesmal da ist. (Erneute begeisterte Zustimmung.) Unsere damaligen Siegeschancen waren mit unseren heutigen überhaupt nicht 
zu ver- 
305 

gleichen, und trotzdem hätten wir den Sieg, auch nach dem Urteil des britischen Premierministers, errungen, wenn an der Spitze 
der Nation eine starke nationale Führung gestanden hätte. Heute haben wir sie. Was wünschen wir mehr, um an den Sieg zu 
glauben! Jede Ungunst des Kriegsglücks befestigt uns nur in diesem Glauben. Im Auf und Ab des Krieges wenden wir unsere 
Augen zum Führer, um an seiner Stärke unsere eigene Kraft zu stärken. Wir sind unschlagbar, es sei denn, wir schlagen uns 
selbst. Von dieser selbstmörderischen Absicht ist das deutsche Volk heute aber weiter denn je entfernt. Mag der Feind den 
Kampf gegen unsere Nerven mit List, Tücke und Bosheit fortsetzen, niemand wird ihm den Gefallen tun, weich zu werden. Er 
muß schon mit den Waffen antreten, und auf dem Felde werden ihm unsere Soldaten die gebührende Antwort erteilen. 
Deutschland steht mit seinen Verbündeten dem infernalischsten Komplott gegen die Freiheit der Menschen gegenüber, das die 
Geschichte kennt. Wir brauchen seine Drohung nicht zu fürchten. Mit erhobenem Haupte schreiten wir ihr entgegen. Sie wird 
unter den Streichen des deutschen Schwertes fallen, wie oft sie auch bis zu ihrem Sturz wiederholt werden müssen. Der Feind 
will keine Gnade kennen. Nun denn, so laßt auch uns alle Weichheit des Herzens, alle Gefühle des Mitleids und einer 
gutmütigen Leichtgläubigkeit von uns werfen. Man hat das deutsche Volk zur Verteidigung seines Lebens gezwungen. Es wird 
kämpfen, wo immer sich ihm eine Gelegenheit dazu bietet. Am Ende dieses Kampfes aber steht unser Sieg. 
Unsere Feinde wollen es nicht glauben. Wir werden es ihnen beweisen. (Als der Minister geendet hat, bricht ein brausender, 
nicht endenwollender Beifallssturm los. Begeistert springen die Massen auf und bereiten dem Minister stürmische 
Kundgebungen.) 
306 



Die motorischen Kräfte 

6Juni 1943 

Es ist nicht zu verkennen, daß der Antibolschewismus und damit zusammenhängend der Antisemitismus im Verlaufe dieses 
Krieges und insbesondere während des vergangenen Halbjahres in allen kriegführenden Ländern eine bedeutende Zunahme zu 
verzeichnen haben. Das ist einerseits eine Folge der langen Dauer des Krieges, andererseits aber auch unserer außerordentlich 



intensiven Aufklärungsarbeit über die Grundprobleme dieses globalen Ringens, die sich auf die ganze Welt erstreckt. Noch 
niemals waren die Völker neuen Einsichten und Erkenntnissen gegenüber so aufgeschlossen wie heute. Das große Leid, das der 
Krieg über sie hereinführt, macht sie empfänglicher für eine sachgemäße Aufhellung der Hintergründe und Zusammenhänge 
dieses tragischen Weltereignisses. Man sucht nach den Ursachen und Motiven der furchtbaren Völkerkatastrophe, und während 
noch in den Hauptstädten der feindlichen Allianz die alten oberflächlichen Phrasen gegen uns heruntergeleiert werden, bahnt 
sich bereits der Mann von der Straße selbst und auf eigene Weise einen Ausweg aus dem Dilemma, in das die Völker und Kon- 
tinente hineingeraten sind. Dieser Prozeß geht zwar langsam und kaum merklich vor sich, aber sein Fortschreiten ist auf die 
Dauer doch unverkennbar. Man braucht nur englische und amerikanische Zeitungen beispielsweise aus dem Jahre 1941 mit 
denen von heute zu vergleichen, um unschwer festzustellen, daß hier eine Revolutionierung des öffentlichen Denkens 
stattgefunden hat, die die eigentliche Zielsetzung unserer Feinde in diesem Kriege in ihr genaues Gegenteil umkehrt. 
307 

Die Menschheit muß diesen Umlernprozeß zwar sehr teuer bezahlen, aber er bringt für sie auch beträchtlichen Nutzen mit sich. 
Unsere Gegner befinden sich vor unserem geistigen und weltanschaulichen Angriff auf der ganzen Linie im Rückzug. Nicht die 
plutokratisch-bolschewistisch-jüdische Anschauung hat in ihrem Eindruck auf die Weltöffentlichkeit Fortschritte zu 
verzeichnen, sondern die unsere. Jene muß mehr und mehr zurückweichen, diese ist auf dem Vormarsch. Daraus ist es auch zu 
erklären, daß Antibolschewismus und Antisemitismus bei allen Völkern ständig an Bedeutung gewinnen, und zwar auch in den 
Feindländern, obschon sie dort öffentlich kaum genannt werden dürfen. Die Juden sind im Begriff, die Partie zu verlieren, sie 
mögen sich noch so anstrengen und von ihrer Position zu retten versuchen, was noch zu retten ist. Sie haben ein leichtsinniges 
Spiel mit dem Feuer begonnen und werden nun langsam von den betroffenen Völkern, die sie zum Opfer ihrer heimtückischen 
Wünsche und Absichten erkoren haben, durchschaut und demaskiert. 

Es ist bekannt, daß die jüdische Rasse meisterhaft wie keine andere alle Register der öffentlichen Täuschung und Tarnung be- 
herrscht und es in der Kunst der Angleichung an gegebene Tatbestände zu einer hohen Fertigkeit gebracht hat. Das Judentum 
betreibt überall da Mimikry, wo es sich als notwendig und zweckmäßig erweist. Aber die Erfahrung lehrt, daß auch diese 
Methode nur ein Mittel ist, die Völker um so wirksamer hinters Licht zu führen. Es wäre geradezu naiv zu glauben, daß die 
Juden mit ihrer Schutzfarbe auch ihre Pläne änderten. So wendig und elastisch sie in der Anwendung ihrer taktischen Mittel 
sind, so konsequent und hartnäckig sind sie in der Verfolgung ihrer politischen und wirtschaftlichen Ziele. Da diese auf die 
Eroberung der Weltherrschaft hinauslaufen, müssen ihre Kampfmethoden sehr anpassungsfähig sein und dürfen sich nach 
Möglichkeit nicht mit den in den einzelnen Staaten bestehenden Gegebenheiten stoßen. Die Juden spielen in den kon- 
308 

servativen Ländern die Rolle des staatserhaltenden ebenso geschickt wie in den revolutionären Ländern die des 
umstürzlerischen Elements. Beide Tarnungen aber sind für sie nur Hilfsmittel ihrer rassemäßig bedingten Absichten auf die 
Eroberung der Welt. Sowohl die Plutokratie als auch der Bolschewismus sind charakteristische Ausdrucksformen der jüdischen 
Wesenheit. Mit einem Wort: was dahinter steckt, ist immer dasselbe, was äußerlich in Erscheinung tritt, mag dabei noch so 
verschieden sein. 

Die nationalsozialistische Propaganda hat seit über zwanzig Jahren ihre Hauptaufgabe darin gesehen, das eigene und die 
anderen Völker über die ungeheuren Gefahren aufzuklären, die ihnen daraus erwachsen. Sie ist in diesem Kampf zum 
Hauptwidersacher des jüdischen Weltmachtstrebens geworden. Kein Mittel hat das Judentum seither unversucht gelassen, um 
die schweren Schläge, die ihm von uns versetzt wurden, aufzufangen oder auf andere Ziele abzulenken. Man kann das 
verstehen, da es ja nicht nur um die Weltherrschaft, sondern auch um sein rassisches Weiterleben kämpft. Es macht ihm dabei 
gar nichts aus, seine Taktik je nach Bedarf zu ändern, seine jeweilige Kampf- und Darstellungsweise bedenkenlos über Bord zu 
werfen, wenn sie sich als unbrauchbar oder nicht zum Ziele führend erweist, und sich ohne jede Hemmung auf eine neue Taktik 
umzustellen. Bei der weltbekannten Schwatzhaftigkeit der Juden wirkt das aber immer nur eine kurze Zeit, da sie ihre Karten 
gleich auf den Tisch werfen, wenn sie glauben, genügend Trümpfe in der Hand zu halten oder das Spiel sowieso schon 
gewonnen zu haben. Abgesehen davon bleiben wir ihnen unentwegt auf den Fersen, lassen sie nie aus den Augen und verfolgen 
ihre taktischen Seitensprünge mit dem Blick des Kenners, der sich durch sehr viel Übung eine reiche Erfahrung zu eigen 
gemacht hat. Uns können die Juden nicht hinters Licht führen. Das wissen sie auch, und daher rührt ihr infernalischer Haß 
gegen uns. 

Der jüngste Tatbestand dieses jüdischen Verfahrens ist folgender: 
309 

Seit Monaten betreiben wir dem eigenen Volke und der Weltöffentlichkeit gegenüber eine umfassende Aufklärung über das 
Wesen des Bolschewismus, des Judentunis und ihres Zusammenhangs mit der internationalen Plutokratie. Es kann nicht 
bestritten werden, daß diese Propaganda sich allmählich auch in den Feindländern durchzusetzen beginnt, von den neutralen 
Staaten ganz zu schweigen. Aus der ganzen Welt dringen Stimmen an unser Ohr, die von einem verstärkten Argwohn der 
Völker über die Judenfrage sowie über die Frage des Bolschewismus und der Plutokratie zu berichten wissen. Das große 
jüdische Komplott steht im Begriff, allgemein demaskiert zu werden. Da die Juden sich durchaus darüber im klaren sind, daß 



nichts ihre Position mehr schwächen könnte als ein offener Kampf mit uns Mann gegen Mann, faßten sie den Entschluß, erneut 
auszuweichen. Dieser Entschluß wurde zweifellos von den Juden hinter Roosevelt ausgeheckt und den Juden hinter Stalin 
eingeblasen. Die Folge war die ganz plötzliche Scheinauflösung der Kommunistischen Internationale. Man räumte den Stein 
des Anstoßes aus dem Wege. 

Man brauchte das gut eingeübte Theater zwischen den Moskauer Juden einerseits und den Londoner und Washingtoner Juden 
andererseits nur einen Augenblick zu beobachten, um gleich zu wissen, was hier gespielt wurde. Die Moskauer Juden fälschten 
dummdreist das Datum des Auflösungsbeschlusses der Komintern und legten es vor die Überreichung des bekannten Roosevelt- 
Briefes an Stalin. Die Londoner und Washingtoner Juden mimten überraschtes Erstaunen und brachen dann auf das Moskauer 
Stichwort hin genau wie auf einer Bühne in den vorher abgemachten Begeisterungstaumel aus. Das Theater, das man uns damit 
vorspielte, war so dummdreist, daß es fast schon beleidigend wirkte. Die Juden schätzten die Intelligenz der sogenannten 
öffentlichen Meinung nicht allzu hoch ein, und wie die Erfahrung lehrt, haben sie damit nicht ganz unrecht. Jedenfalls suchten 
sie in der ganzen Welt den 
310 

Eindruck zu erwecken, als wenn durch diesen plumpen Roßtäuschertrick jede Gefahr einer etwa befürchteten Bolschewisierung 
der Welt aus dem Wege geräumt sei, unsere Propaganda sich als Schreckgespenst herausgestellt habe, die Kremlgewaltigen zu 
den honorigen Leuten gezählt werden müßten, die keiner Fliege etwas zuleide täten, und der vollen Harmonie zwischen 
bolschewistischer und plutokratischer Welt nichts mehr entgegenstände. 

Wie schon gesagt, es finden sich unter den Juden immer einige Dumme, die im Rausche auch eines Scheinerfolges mit einer 
ihren tieferen Zwecken nur wenig dienenden Schwatzhaftigkeit ihre wahren Absichten offenbaren. So auch hier. Man 
triumphierte ganz offen, daß man unserer Propaganda ein Schnippchen geschlagen habe, und bewies damit nur allzu deutlich, 
daß sie, was man bisher immer bestreiten wollte, ihre Wirkung auf die Weltöffentlichkeit nicht verfehlt hatte und daß es der 
ausgesprochene Zweck der Scheinauflösung der Komintern war, diese Wirkung zu paralysieren. Es braucht kein Wort darüber 
verloren zu werden, daß der Kreml Möglichkeiten genug finden wird, die bolschewistische Weltrevolution auch ohne offizielles 
Vorhandensein der Komintern weiterzutreiben. Wir halten die kommunistischen Parteien in den verschiedenen Ländern, 
insbesondere in England selbst, für viel gefährlicher, wenn sie sich national tarnen und damit das ganze öffentliche Leben 
ungehindert durchseuchen können, als wenn sie offen als Fremdenlegionen Stalins erkannt und deklariert sind. Sie werden 
nunmehr zweifellos den Versuch unternehmen, in die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegungen einzudringen, und der bisher 
von diesen gegen ihre Aufnahme vorgebrachte Grund, sie bezögen ihre Befehle von einer außerhalb des Landes befindlichen 
Zentrale, kann jetzt nicht mehr vorgebracht werden, ohne die Redlichkeit eines gegebenen Wortes von seilen des sowjetischen 
Bundesgenossen in Zweifel zu ziehen. 

Wie man sieht, ist der Schachzug des jüdischen Kreml nach allen 
311 

Seiten hin wohl überlegt und stellt der bolschewistisch-jüdischen Täuschungskunst nur das beste Zeugnis aus. Die 
Weltöffentlichkeit würde auch zweifellos darauf hereinfallen, wenn wir nicht wären. Die Juden in den plutokratischen Staaten, 
die sich mit denen in Moskau so geschickt die Bälle zuwerfen, sind eifrigst am Werke, der anglo-amerikanischen öffentlichen 
Meinung einzureden, daß damit das letzte Hindernis für einen vollen geistigen und weltanschaulichen Ausgleich zwischen 
Bolschewismus und Plutokratie gefallen sei. Und da bei einem Zusammengehen zwischen Radikalismus und Demokratie diese 
immer die Leidtragende sein wird, ist anzunehmen, daß England und die USA. durch den Moskauer Beschluß, den ihre 
Zeitungen so begeistert feiern, erst recht in die Sackgasse hineingeraten sind. 

Die Taktik, die der Kreml nunmehr einschlagen wird, ist unschwer vorauszusagen. Wir kennen sie zu genau aus der Praxis, die 
die Kommunisten im Reich auf Moskauer Befehl vor der Machtübernahme anzuwenden pflegten. Wenn sie in einem der 
deutschen Länder verboten wurden, flüchteten sie in die Rote Hilfe oder in irgendeine andere schon vorher dafür bereitgestellte 
Auffangorganisation, und die Länderregierungen, die nicht den Mut fanden, den Kommunismus mit Stumpf und Stiel 
auszurotten, waren dann zumeist nach kurzer Zeit froh, ihre offizielle Organisation wieder zu erlauben, da sie sie damit 
wenigstens unter Kontrolle hatten und ihre Führung für ihre verbrecherische Politik verantwortlich machen konnten, während 
ihre Deckorganisationen gänzlich unkontrollierbar waren und damit schon eine öffentliche Gefahr erster Ordnung darstellten. 
Wir nehmen an, daß dieser Zustand in England und den Vereinigten Staaten sehr bald an der Tagesordnung sein wird, und 
werden nicht verfehlen, die betroffenen Völker in regelmäßigen Abständen auf diese außerordentlich gefährliche Entwicklung 
hinzuweisen. Es ist geradezu albern, wenn die Londoner und Washingtoner Juden sich und ihren Ländern einzureden 
versuchen, durch 
312 

die Moskauer Fälschung sei das ganze nationalsozialistische Propagandagebäude zusammengestürzt. Wir sind durch den 
Sowjetbeschluß nicht einmal überrascht, sondern sehen in ihm nur eine Bestätigung unseres alten Argwohns. Nicht wir werden 
seine Leidtragenden sein, eher sicherlich die Völker, die darauf hereinfallen und sich nach dem alten deutschen Sprichwort ihre 
Metzger selber wählen. 



Das ganze Betrugsmanöver ist ein klassischer Beweis dafür, daß auf der Feindseite eine geistige Krise allergrößten Ausmaßes 
im Anzüge ist. Sie kündigt sich in Anzeichen an, die ganz unverkennbar sind. Wenn der Bolschewismus den Schafspelz 
umhängt, dann hat er meistens die unmittelbare Absicht, sich als reißender Wolf zu betätigen. Das wird auch hier der Fall sein. 
Die Juden spielen ihre letzten Karten aus. Wir sind ihnen mit unserem geistigem Angriff so nahe gerückt, daß sie sich entweder 
zum Kampf stellen oder ständig neue Ausweichbewegungen vornehmen müssen. Diese hier ist so plump und dummdreist 
angelegt, wie man es sich nur wünschen kann. Die eiternde Wunde der modernen Menschheit ist durch einen Verband verdeckt 
worden; aber sie eitert natürlich weiter. Sie wird sich zweifellos nach innen in das Gewebe hineinfressen, da ihr der Weg nach 
außen versperrt ist. England und die Vereinigten Staaten werden noch ihr blaues Wunder erleben. Wer vom Juden frißt, der 
stirbt daran. 

Es muß den Achsenvölkern eine große Genugtuung bereiten, in dieser geistig wankenden und zerrütteten Welt allein auf einem 
festen weltanschaulichen Boden zu stehen. Im allgemeinen werden im Kriege die Ideen nicht allzu hoch veranschlagt. Trotzdem 
aber sind sie die motorischen Kräfte der militärischen und politischen Entwicklung. Der Krieg hat unsere eigene 
Anschauungswelt nicht zertrümmert, sondern nur bestätigt. Wer an seinem Anfang noch nicht wußte, wofür wir kämpfen und 
was wir zu verteidigen haben, der ist sich in seinem Verlauf vollends darüber klargeworden. Keiner 
313 

kennt besser als wir das Leid und den Kummer, den er über unser Volk hereinbringt. Wenn wir immer wieder dafür eintreten 
müssen, seine Peinigungen mit Haltung zu ertragen, so vor allem aus der Erkenntnis heraus, daß eine wahre Hölle unser 
wartete, wenn wir darunter zusammenbrächen. Es gibt für unser Volk keinen anderen Weg als den, den die tägliche Pflicht uns 
weist. Sie mag noch so schwer sein, sie ist trotzdem leicht demgegenüber, was geschehen würde, wenn wir sie versäumten. Wir 
stehen im Judentum und seinen Hilfsvölkern dem infernalischsten Feind unseres nationalen Lebens und unserer Rasse 
gegenüber. Der Kampf, den wir mit ihm zu bestehen haben, geht auf Leben und Tod. Wir müssen ihn gewinnen, weil sonst alles 
verloren wäre. 

In diesem Kampfe verläuft die Entwicklung Zug um Zug. Der Feind spielt seine Partie, wir spielen die unsere. Es geht dabei um 
den denkbar höchsten Einsatz. Deshalb müssen wir mit letztem Aufgebot an physischer und seelischer Kraft, an Nervenstärke 
und Intelligenz zu Werke gehen. Wer zuerst den Atem verliert, der hat verloren. Vergesse das niemand in den Stürmen und 
Schmerzen der Zeit, gerade dann nicht, wenn unsere moralische Widerstandskraft angegriffen wird zu dem Zwecke ihrer 
Zermürbung und sie damit die einzige Waffe ist, mit der wir uns dagegen zur Wehr setzen können. 
314 



Von der Arbeit des Geistes 

13. Juni 1943 

Die Beurteilung einer politischen oder militärischen Lage ist nicht nur eine Sache der Intelligenz, sondern auch eine solche des 
Temperaments. Wie im privaten, so ist auch im öffentlichen Leben die allgemeine charakterliche Veranlagung des Menschen 
die Hauptantriebskraft der allgemeinen Meinungsbildung. Die aber wieder steht im engsten Zusammenhang mit der Relativität 
der Ereignisse, die uns morgen schon veranlaßt, einen bestimmten Tatbestand als Bagatelle anzusehen, der uns heute noch 
Ursache schwerster Besorgnis ist. Der Krieg ist ein großer Umformer, auch in der Urteilsbildung. Er zwingt die Menschen, 
seine dramatischen Begebenheiten nach den von ihm aufgestellten Maßstäben zu messen, und wer hier nicht die geistige 
Spannkraft besitzt, sich auf die durch ihn gegebenen Dimensionen umzustellen, der wird in seinen Urteilen immer fehlgreifen. 
Man trifft heute noch vielfach Menschen, die die gegenwärtige Lage nach Regeln analysieren, die vielleicht im Polenfeldzug 
angebracht waren, für den augenblicklichen Stand der Dinge aber keinerlei Beweiskraft mehr besitzen. Sie wollen nicht 
verstehen, daß der Krieg nicht nur zeitlich, sondern auch dimensional eine gewaltige Ausdehnung erfahren hat, daß heute bei 
ihm ganz andere Dinge auf dem Spiel stehen als im Herbst 1939 und daß es deshalb auch ganz anderer Opfer und 
Anstrengungen bedarf, um ihrer Herr zu werden. 

Dieser Krieg ist für alle beteiligten Völker ein Ringkampf auf Leben und Tod. Er verläuft schon aus diesem Grunde nicht in 
einer gleichgerichteten, geraden Linie, sondern in Wellenform mit Tälern 
315 

und Höhen. Bei keinem seiner Vorgänger hat die moderne Technik eine so ausschlaggebende Rolle gespielt wie bei ihm. Er 
wird ebenso in den Laboratorien unserer Wissenschaftler und Forscher wie auf den Kriegsschauplätzen selbst ausgefochten. Im 
Gegensatz zum ersten Weltkrieg handelt es sich bei ihm nicht so sehr darum, im wesentlichen gleichbleibende oder nur 
geringfügig geänderte Waffen in möglichst großen Mengen auszustoßen, sondern die Waffentechnik selbst so zu 
vervollkommnen, daß sie im richtigen Augenblick mit neuen Ergebnissen ihrer Arbeit aufwarten kann, und die Produktion 
selbst so elastisch zu gestalten, daß sie in der Lage ist, sich in einem möglichst kurzen Zeitraum auf die jeweilig neuesten 
Muster umzustellen. 



Das trifft vor allem für die modernen technischen Waffen, also die Luftwaffe, die U-Boot- Waffe und die Panzerwaffe, zu. Hier 
geht die Entwicklung in einem ewigen Auf und Ab vor sich. Jedes neue Angriffsverfahren zieht ein neues Abwehrverfahren 
nach sich, und jedes neue Abwehrverfahren wieder ist meistens die unmittelbare Ursache eines neuen Angriffs Verfahrens. Der 
Kampf, der auf diesem Gebiet ausgefochten wird, findet nie eine endgültige Entscheidung. Man darf kaum hoffen und braucht 
nicht zu befürchten, daß eine kriegführende Seite für die weitere Dauer des Krieges eine Waffe besitze, die ihr bis an sein Ende 
einen uneinholbaren Vorsprung gibt. Ist eine solche nämlich einmal im Kampfe eingesetzt, dann kommt sie auch bald zur 
Kenntnis des Feindes, und nach verhältnismäßig kurzer Zeit hat er dann auch meistens eine Gegenwaffe dagegen zur 
Verfügung. Der Krieg ist also nicht nur eine Auseinandersetzung der Kräfte der Gewalt, sondern auch der Kräfte der Intelli- 
genz, und zwar heute mehr, als das früher je der Fall war. 

Die Nation weiß noch gar nicht, was sie an militärischen Erfolgen der Erfindungs- und Forschungsarbeit unserer Physiker, 
Chemiker, Ingenieure und Konstrukteure zu verdanken hat. Sie sind die Bahnbrecher der modernen Kriegstechnik. So wenig 
von ihrer Tätigkeit 
316 

öffentlich die Rede ist, so bedeutend erscheint dem Kenner ihr Verdienst am Erfolg. Wenn hin und wieder mit wegwerfender 
Kritik gegen gewisse intellektuelle Degenerationserscheinungen zu Felde gezogen wird, dann sind unsere geistigen Arbeiter am 
allerwenigsten damit gemeint. Die Sorte von Intellektuellen, die hier mit Recht angegriffen wird, zeichnet sich durch eine 
gänzliche Unreife ihres allgemeinen Urteils aus, das in der Hauptsache auf der Halbbildung beruht. Sie weiß von allem etwas, 
aber von jedem zu wenig, um überhaupt mitzureden. Ihre Meinungsformung bleibt durchaus an der Oberfläche haften, weil sie 
nicht mehr aus dem Instinkt heraus erfolgt, der unter den Einwirkungen ihres halben Wissens vollkommen verkümmert 
erscheint, sondern aus einer seichten Scheinbildung, die gänzlich ungegliedert und deshalb denkbar unzulänglich ist. Sie 
verdient durchaus die scharfe Kritik, die man ihr zuteil werden läßt. Sie ist in Zeiten allgemeiner Anspannung die un- 
erfreulichste moralische Erscheinung, die man sich nur denken kann. 

Hut ab aber vor dem deutschen Forscher und Erfinder, der sich in militärischen und politischen Fragen vielleicht mit einem all- 
gemeinen Urteil begnügt, weil ihm zu einer tieferen Analysierung Voraussetzung und meistens auch Zeit und Gelegenheit 
fehlen, der dafür aber auf seinem ureigensten Spezialgebiet der Nation Dienste leistet, deren Bedeutung gar nicht hoch genug 
veranschlagt werden kann. Er hat schon deshalb vor dem großen militärischen und politischen Schicksalskampf seines Volkes 
den gebührenden Respekt, weil er aus seiner eigenen Arbeit weiß, wieviel mühe- und entsagungsvoller Versuche es meistens 
bedarf, um in einer entscheidenden Frage zu einem Erfolg von Dauer zu kommen. Während der Intellektuelle aus seiner 
Halbbildung heraus jede Achtung vor der wirklichen Leistung vermissen läßt, weil er selbst eine solche nie zustande bringt, 
wird sich der wahrhaft gebildete Mensch immer davor verbeugen, weil er in ihr nur seinen eigenen rastlosen Pionier-317 

und Forschergeist ehrt, der nach gleicher Vervollkommnung durch die nützliche Tat im Dienste der Allgemeinheit strebt. 
Es ist nicht die Fadheit des Urteils, die beim Intellektuellen so aufreizend wirkt; mehr noch als diese bringt einen die Arroganz 
in Wallung, mit der er sein Urteil meistens vorträgt. Sie ist für harmlose und primitive Menschen ohne scharf reagierenden 
Lebensinstinkt und Mutterwitz deshalb so gefährlich, weil sie auf die Überheblichkeit des Scheinwissens gar keine Erwiderung 
zuläßt. Wahre Bildung ist immer bescheiden und deshalb auch sehr zurückhaltend in der Meinungsäußerung. Halbbildung 
dagegen tritt frech und anmaßend auf, wirft mit unverdauten Phrasen und den Nichtkenner verblüffenden Scheinargumenten um 
sich und verwirrt dadurch die Gemüter und die Herzen. Seit jeher war diese die für die Beweisführung der Juden 
empfänglichste Antenne. Der Jude ist nämlich der Prototyp dieser Halbbildung, die bei ihm nur in der gefährlichsten Weise 
gepaart ist mit einer dreisten Frechheit des Auftretens, das jeden Widerspruch im Keime erstickt. Gewisse Kreise unserer 
intellektuellen Halbbildung fallen am leichtesten darauf herein. Sie waren es ja auch, die in der Systemzeit jeden Unfug der 
expressionistisch-dadaistischen Kunst und Literatur mitmachten aus purer Angst, sonst von den Juden für unmodern angesehen 
zu werden. 

Genau so verhalten sie sich in letzten Restexemplaren heute bei der Bildung ihres Urteils über den Krieg. Es gibt unter ihnen 
immer noch vereinzelte Vertreter, die es für unter ihrer Würde halten, sich eine Meinung zu eigen zu machen, wenn sie von der 
Gesamtheit des Volkes geteilt wird. Sie stehen grundsätzlich auf der anderen Seite. Ihre Gemütsart ist vollkommen leer und 
verroht und deshalb zu jeder tieferen nationalen Regung unfähig. Es gebricht ihnen an der wärmenden Kraft des Glaubens, die 
immer eine Voraussetzung männlichen Mutes und tapferer Standhaftigkeit ist. Es gibt keinen Unsinn aus der feindlichen 
Agitation, den sie nicht nachschwätzen, 
318 

er mag noch so dumm und plump sein und das Merkmal der Absicht gegen unsere nationalen Interessen offen an der Stirne 
tragen. Wenn Gerüchte im Lande herumlaufen, sie stammen bestimmt von dieser Sorte von Nörglern. Kein Unfug ist blödsinnig 
genug, er wird von ihnen kolportiert. Es macht ihnen gar nichts aus, daß der Feind sich tagtäglich auf sie beruft, um seiner 
eigenen Volksmeinung vorzulügen, die deutsche Moral werde eines Tages doch zusammenbrechen und der Krieg damit für die 
Gegenseite das kaum noch erhoffte günstige Ende finden. Wenn sie genügend Intelligenz besäßen und nicht nur Intellektuelle 



wären, dann würden sie daran schon erkennen, wie schweren Schaden sie dem Vaterlande zufügen und wie verächtlich darum 
ihr Gebaren ist. 

Es hat gar keinen Zweck, sie überzeugen zu wollen. Sie lassen sich nicht überzeugen. Jeder andere Mensch ist einer logischen 
Beweisführung zugänglich, sie nicht. Es gab zum Beispiel sogar nach dem Anschluß Österreichs an das Reich einige 
Zehntausend, die bei der darauffolgenden Wahl auf die Frage, ob sie die Bildung des neuen Großdeutschland billigten, mit Nein 
antworteten. Wie sollte man annehmen, daß sie heute unter den schweren Belastungen des Krieges die Reife des Urteils 
aufbrächten, um das Zeitbedingte und manchmal auch Schmerzliche vom Geschichtlichen zu unterscheiden ! Keine Führung in 
der ganzen Welt verfügt über eine so geschlossene Gefolgschaft ihres Volkes wie die unsere, trotzdem muß auch diese in Kauf 
nehmen, daß, während Kapitän, Offiziere und die ganze Mannschaft unermüdlich am Werke sind, um das stampfende Schiff 
unseres Lebens durch die sturmgepeitschten Wellen in den Hafen eines sicheren und glücklichen Friedens zu steuern, einige 
Passagiere schmollend in den Winkeln herumsitzen, sich aus der Solidarität der gemeinsamen Arbeit ausschließen und nur hin 
und wieder sich zu Wort melden, um ihrer Besorgnis, ihrem Unmut oder ihrem Gefühl der Angst Ausdruck zu geben. Man muß 
sie beiseite stoßen, wenn sie einem bei der Arbeit lästig fallen. Sonst 
319 

aber sind sie denkbar ungefährlich und verdienen deshalb weniger die Beachtung als vielmehr die Verachtung ihrer 
Mitmenschen. 

Wir müssen ihnen nur hin und wieder ein paar Worte ins Stammbuch schreiben, damit sie nicht übermütig werden, selbst auf 
die Gefahr hin, daß unsere Gegner sich darauf berufen und daraus auf eine irgendwie beachtliche Opposition gegen unsere 
Kriegführung im deutschen Volke schließen. Daß diese nicht vorhanden ist, weiß jedermann, und es schadet uns gar nichts, 
wenn die feindliche Propaganda sich mit diesbezüglichen falschen Hoffnungen nährt. Sie werden doch früher oder später durch 
die Tatsachen widerlegt werden. Unsere Gegner haben sich vom ersten Tage des nationalsozialistischen Regimes an immer an 
die paar Zehntausend gehalten, die uns ablehnend gegenüberstanden, und nicht an die ungezählten Millionen, die das neue 
Reich tragen und heute dafür arbeiten und kämpfen. Daher rühren die meisten Fehlschlüsse des Feindes seit 1933, daher rührt 
auch heute sein gänzlich falsches und irriges Urteil über die Kriegsmoral des deutschen Volkes. Wenn er gegenwärtig glaubt, 
diese durch seinen brutalen Luftterror brechen zu können, so wird er in seinem Glauben durch jenen kleinen Kreis von Un- 
zufriedenen bestärkt und ermuntert. Insofern nur stellt dieser eine Gefahr dar, gegen die wir uns zur Wehr setzen müssen. Sonst 
aber ist er gänzlich unbeachtlich. Er muß von oben herab behandelt werden; etwas anderes verdient er nicht. 
Wenn wir heute in dieser Frage das Wort ergreifen, so in der Hauptsache, um den deutschen Geistesarbeiter, der mehr als seine 
Pflicht tut und ein gerütteltes Maß von Verdienst an unseren Erfolgen für sich verbuchen kann, gegen diesen Menschenschlag in 
Schutz zu nehmen. Vielleicht hat auf den einen oder den anderen Vertreter unseres wirklich gebildeten Volksteils die 
Begriffsfestlegung des Intellektualismus als einer geschickt getarnten Art von geistiger Armut verwirrend gewirkt und glaubt er 
sich mit angegriffen, wo er in keiner Weise gemeint ist. Wir pflegen persön- 
320 

liehen Umgang mit einer Unzahl von geistigen Arbeitern aus der wissenschaftlichen und Kunstwelt und verdanken ihnen mehr 
an Anregung, Ansporn und guten Ratschlägen, an begeisterter Mitarbeit in allen Fragen, zu denen sie gerufen werden, als wir 
heute zu sagen vermögen. Wir rechnen uns selbst in aller Bescheidenheit zu den Arbeitern der Stirne und würden unseren 
eigenen Beruf und, was noch schlimmer wäre, unsere eigene Berufung schänden, wenn wir zuließen oder uns gar selbst daran 
beteiligten, daß sie einer öffentlichen Verachtung preisgegeben würden, die sie so wenig wie jeder andere Stand unseres Volkes 
verdienen. 

Deutschland verdankt seinen Weltruf mehr noch als seinen Staatsmännern, Soldaten und Wirtschaftlern seinen Künstlern, Ge- 
lehrten, Wissenschaftlern, Forschern und Erfindern. Auch heute halten sie wie in allen Zeiten das kulturelle Erbe der Nation in 
ihren Händen, das unsere Soldaten an den Fronten verteidigen. Ein Regime ohne tiefe Achtung vor der geistigen Arbeit könnte 
auf die Dauer überhaupt nicht bestehen. Unsere Verachtung gilt nur jenem degenerierten Intellektualismus, der das zwanzigste 
Jahrhundert von seinem Anfang an in das seichte Fahrwasser der Halbbildung und Scheinzivilisation hineingeführt hat und 
damit überhaupt die große geistige Gefahr unserer Zeit darstellt. Unser Volk steht an der Grenze zwischen noch wachem 
Lebensinstinkt und einer sich immer mehr verfeinernden Kultur und Bildung, die jenen nur zum Teil ersetzen kann. 
Dazwischen liegt der moorige Boden eines angekränkelten Intellektualismus, den wir ohne ernstere Gefährdung unserer 
nationalen Aufgaben überschreiten müssen. Da ist Wachsamkeit am Platz, im Frieden und mehr noch im Kriege. Wer hier 
strauchelt und fällt, der ist endgültig und für immer verloren. 

Unsere Forscher und Wissenschaftler, unsere Künstler und Erfinder, unsere großen Techniker und Ingenieure aber mögen be- 
ruhigt sein. Ihr Beitrag zum Kriege wird ihnen unvergessen bleiben. Die zahllosen Tage und Nächte ihrer stillen, aber zähen 
Arbeit 
321 

tragen bereits ihre Früchte in der Gesamtführung dieses Krieges und helfen damit den Sieg erringen. Ein Volk ohne Respekt vor 
der geistigen Arbeit würde über kurz oder lang auch keinem geistigen Arbeiter mehr Entfaltungs- und Betätigungsmöglichkeit 



geben. Die aber ist eine Voraussetzung zum nationalen Dauererfolg. Dieser Krieg wird auf allen Feldern unseres Lebens 

ausgefochten. Er ist eine Gemeinschaftsleistung des ganzen Volkes im besten Sinne des Wortes. An ihr wirkt der geistige 

Arbeiter in gleicher Weise mit wie der Handarbeiter. Die zerfurchte Stirn des deutschen Forschers und Erfinders ist deshalb 

genau so ein Ehrenzeichen der harten Zeit wie die schwielige Faust des deutschen Arbeiters und Bauern. 

Verächtlich bleibt ihnen gegenüber nur der Abseitsstehende, der keinen Sinn für die Gemeinschaft hat und sich deshalb auch 

ihren Aufgaben und Pflichten immer wieder zu entziehen versucht. Er glaubt über den Dingen zu stehen und steht doch nur 

unter ihnen. Er hat keinen Anteil am Kriege. Wir werden dafür zu sorgen wissen, daß er ebenso auch ohne Anteil am Siege 

bleibt. 

322 



In vorderster Reihe 

Rede auf der Trauerkundgebung 
in der Elberfelder Stadthalle 
18. Juni 1943 

Es ist ein trauriger und ergreifender Anlaß, der mich heute in diese Stadt meiner jungen Mannesjahre zurückruft. Ich stehe hier 
als Beauftragter des Führers und des ganzen deutschen Volkes, um Abschied zu nehmen von den Gefallenen von Wuppertal, 
die als Opfer auf dem Trümmerfeld des britischen Luftterrors liegen. Für Front und Heimat sichtbar möchte ich mich bei dieser 
Gelegenheit in Trauer und Stolz verneigen vor allen Gefallenen des zivilen Lebens, die in den Luftkriegsgebieten ihre Treue 
zum Reich mit dem Tode bezahlten. Mich persönlich stimmt die Stunde dieses ergreifenden Ereignisses besonders wehmütig, 
da es eine Stadt betrifft, in der ich die schönsten Jahre meines politischen Kampfes durchlebt habe. 

Ungezählte große und stolze Erinnerungen verbinden mich mit dieser Stadt, ihrer Bevölkerung und der Bevölkerung der ganzen 
rheinisch-westfälischen Provinzen. Ich spreche zu ihnen als Sohn dieses im Frieden gesegneten, in Liedern gepriesenen Landes, 
der, wohin ihn auch seine politische Aufgabe führen mochte, niemals die innigen Bande zerschnitten hat, die ihn mit seiner 
Heimat verbinden. Unter ihrer Bevölkerung habe ich viele Jahre gelebt und gearbeitet. Hier liegen die Wurzeln meines Wirkens 
in der Öffentlichkeit. In dieser Stadt hat sich zum erstenmal in den Jahren 1924, 1925 und 1926 ein Kreis treuer 
nationalsozialistischer Kameraden um mich gebildet. Von hier aus haben wir die Fahne der nationalsozialistischen Revolution 
weit in das Rheinland und in das Ruhr- 
323 

gebiet hineingetragen. Es ist unsere gemeinsame Heimat, vor deren Gefallenen wir uns in dieser Stunde verneigen. 
Wenn ich heute hierher zurückkehre, um Abschied zu nehmen von den Toten dieser Stadt, so zähle ich mit Trauer unter ihnen 
eine ganze Reihe mir persönlich nahestehender Menschen, mit denen ich ungezählte Stunden der Freude und des Frohsinns, 
aber auch der Sorge und Enttäuschung im ewigen Kampf um das Reich geteilt habe. Ich habe also das Recht, als Abgesandter 
des Führers nicht nur im Namen des ganzen deutschen Volkes zu Ihnen zu sprechen, sondern auch im Namen der schwer 
geprüften Bevölkerung dieser schönen Provinzen vor der weitesten Öffentlichkeit das Wort zu ergreifen. Ich drücke dabei die 
Gefühle der Trauer und einer stolzen Verbissenheit aus, die in diesen Tagen die Herzen aller Deutschen bewogen. Leid und 
Schmerz, die in den hart getroffenen Städten der Luftkriegsgebiete in so manche Familie einziehen, sind ein Teil des Leides und 
des Schmerzes, die heute das ganze deutsche Volk um die teuren Toten empfindet. So wie wir in der großen Vergangenheit die 
Freuden und die stolzen Erhebungen unseres nationalen Lebens gemeinsam getragen und brüderlich geteilt haben, so tragen wir 
heute gemeinsam und teilen wir brüderlich Schmerzen und Leiden, die der Krieg über so viele deutsche Familien bringt. 
Ich stehe an dieser Stelle mitten unter Ihnen, um Ihnen, meine rheinisch-westfälischen Landsleute, zu sagen, daß die 
Bevölkerung dieser Provinzen ihren schweren Kampf weder allein noch auf verlorenem Posten kämpft. Das ganze deutsche 
Volk ist bei ihr und umgibt sie mit seiner Liebe und Treue. Mit stolzer Bewunderung schaut die Nation auf das trotzig 
verbissene Ausharren dieses Teiles unseres Volkes gegen den feindlichen Luftterror, der zwar Städte und Dörfer in Schutt und 
Asche legen mag, niemals aber die Herzen der Menschen brechen kann. Die ungeheuren Sorgen und Belastungen, Schmerzen 
und Peinigungen, die auf die Schultern 
324 

dieser Bevölkerung gelegt werden müssen, sind ein Teil des Gesamtkrieges. Es ist eine Ehrenpflicht der deutschen Nation, ihr 
sofort und ohne Zögern soviel davon abzunehmen, wie überhaupt nur möglich ist. Was jetzt schon zur Linderung ihres 
materiellen Leides geschehen kann, das geschieht. Die Reichsregierung ist unentwegt bemüht, ihr in Zusammenarbeit mit den 
örtlichen Partei- und Verwaltungsstellen ihre Hilfe angedeihen zu lassen. Wenn der Feind ihre Häuser und Wohnungen in 
Trümmer verwandelt, so kann sie davon überzeugt sein, daß das ganze deutsche Volk nach errungenem Siege seine ungeheure 
materielle Kraft zusammenfassen wird, um die zerstörten Dörfer und Städte dieser Provinzen schöner denn je wieder erstehen 
zu lassen. Neues Leben wird dann aus den Ruinen erblühen, die uns heute umgeben. Die verbrannte Habe wird in vollem 
Umfange wieder ersetzt werden, ja, auch jetzt schon tun wir alles, um der Bevölkerung das Leben, wenn auch in primitivem 



Zuschnitt, weiter zu ermöglichen. Aber ein Rest wird immer ungelöst bleiben. Die Toten können wir dem Leben nicht 
zurückschenken. Sie sind, wie der Soldat an der Front, im Kampfe um Deutschlands Freiheit und Größe auf dem Felde der Ehre 
gefallen. Ob Mann, ob Frau, ob Kind, sie haben in ihrer letzten Stunde den Zynismus eines Feindes zu verspüren bekommen, 
der durch seinen boshaften und heimtückischen Luftterror den grausamen Versuch unternimmt, die Kriegsmoral eines Volkes 
zu zerbrechen, das er mit Waffengewalt nicht bezwingen kann. Ich brauche darüber kaum noch Worte zu verlieren. Wir wissen 
alle, worum es in diesem Kriege geht. Der Feind hat es uns selbst oft genug ins Gesicht geschrien, daß er uns, wenn wir 
schwach wären, einen Frieden auferlegen würde, demgegenüber der Krieg nur als wahre Wohltat empfunden werden kann. 
Gegen einen solchen niederträchtigen Versuch der Ausrottung des größten und stolzesten Kulturvolkes der Erde erhebt sich in 
geschlossener Einheit die deutsche Nation, stark an Waffen, aber auch stark an Männer-, 
325 

Frauen- und Kinderherzen. Mit einer moralischen Haltung ohnegleichen stößt sie sich in den Provinzen, die der Feind zum 
ersten Ziel seiner heimtückischen Wünsche machen will, gegen die feige Bedrohung ihrer nationalen Ehre, Einheit und 
Standhaftigkeit. Unsere Toten sind unsere Zeugen. Ihnen gegenüber allein fühlen wir uns verpflichtet. Wenn wir sie in die 
mütterliche Erde zurückbetten, dann wissen wir, daß sie im selben Ehrengrabe ruhen, in dem unsere Soldaten draußen an den 
Fronten schlafen. Ihr Erbe übernimmt das deutsche Volk. Es wird einmal der Tag kommen, an dem wir sie rächen können und 
werden. 

Laut und allen vernehmbar will ich in dieser Stunde reden, daß niemand mich überhört. Ich stehe hier als Ankläger vor der 
Weltöffentlichkeit. Ich erhebe Anklage wider einen Feind, der sich mit seinem brutalen Luftterror nichts anderes zum Ziele 
gesetzt hat, als eine wehrlose Zivilbevölkerung zu quälen und sie mit Leid, Grausamkeit, Schmerz und Tod zu überhäufen, um 
sie damit zum Verrat an ihrer nationalen Sache zu erpressen. Niemals kann ein solcher Versuch gelingen, aber ewig mit 
Schande bedecken wird sich mit dieser feigen Untat der nationale Ruf der Völker, deren Regierungen zu solchen verwerflichen 
und heimtückischen Mitteln der Kriegführung gegen Frauen, Greise und Kinder greifen. 

Der Feind weiß ganz genau, daß die Schädigungen, die er uns in unserer Rüstungs- und Kriegsindustrie zufügen kann, nur von 
ganz relativem Wert sind. Darum geht es ihm auch gar nicht. Es geht ihm vor allem darum, die wehrlose Zivilbevölkerung zu 
quälen, den Tod in ihre Häuser und Wohnungen hineinzutragen und damit den Versuch zu machen, die deutsche Kriegsmoral 
zu brechen. Hierin sieht er den letzten Ausweg von seiner sonst ausweglosen Kriegführung. Zahlreiche hingemordete Frauen, 
Greise und Kinder zeugen wider die anglo-amerikanischen Plutokratien. Sie erheben mit mir Anklage gegen eine Kriegführung, 
die jeder Menschlichkeit hohnspricht. Ungezählte zerstörte Schulen, Krankenhäuser, 
326 

Kirchen und Kulturdenkmäler in den Luftkriegsgebieten erheben mit ihren Trümmerresten gleichsam wie anklagend ihre 
Hände, um vor aller Welt ihr Verdammungsurteil über eine Kriegführung auszusprechen, die sich solcher Verbrechen schuldig 
macht. 

Es nutzt dem Feind gar nichts, wenn er heute nach der altbewährten Methode seiner jüdischen Hintermänner den Spieß um- 
zudrehen und aus Angeklagten Ankläger sowie aus Anklägern Angeklagte zu machen versucht. Die Schuld am Luftkrieg gegen 
die zivile Bevölkerung liegt eindeutig bei den westlichen Plutokratien. Davon kann die feindliche Kriegführung sich niemals 
mehr reinwaschen. Im kranken Gehirn der plutokratischen Weltzerstörer ist diese Art des Luftterrors geboren worden. Der 
Führer hat nichts unversucht gelassen, den Krieg zu vermeiden und, wo er uns aufgezwungen wurde, ihm wenigstens humane 
Formen zu geben. Vor allem England hat all diese Versuche in den Wind geschlagen. Vom Kindermord in Freiburg am 10. Mai 
1940 bis zum heutigen Tage zeugt eine lange Kette von Leid und tiefster menschlicher Not in allen durch den britisch- 
amerikanischen Bombenkrieg heimgesuchten deutschen Städten wider England und USA. und ihre feigen und grausamen 
plutokratischen Führungsschichten. 

Der Feind gibt seine Schuld auch in unbewachten Augenblicken offen zu. Er macht gar keinen Hehl daraus, daß er sich mit 
seinem Luftkrieg zum Ziel gesetzt hat, die moralische Widerstandskraft des deutschen Volkes in der Heimat zu brechen. In 
zynischer Offenheit sagte kürzlich ein amtlicher Sprecher des englischen Rundfunks : „Man ertappt sich immer wieder dabei, 
daß man sich freut, wenn Männer, Frauen und Kinder gezwungen werden, so schrecklich zu leiden." Einer direkten 
Aufforderung zum Mord an deutschen Frauen und Kindern kommt es gleich, wenn schon lange vordem eine britische 
Nachrichtenagentur schreibt: „Um Himmelswillen, fangt endlich mit der deutschen Zivilbevölkerung an aufzuräumen, denn es 
ist bewiesen, daß dies der einzige Weg ist, ihre 
327 

Moral zu brechen." Selbst die Kirche von England erklärte noch jüngst zu dieser Frage: „Wir können mit der Bewegung zur 
Unterbindung der Luftangriffe auf Städte, weil dabei Zivilisten getötet werden, nicht sympathisieren. Für den Bomber sind wir 
alle gleich. Die Bomben machen keinen Unterschied zwischen Männern, Frauen und Kindern." 

So sagt die englische Kirche. Die anglo-amerikanischen Kriegführung erweitert diesen Satz nur dahin, daß sie nicht nur keinen 
Unterschied zwischen Männern, Frauen und Kindern macht, sondern ihn gar nicht machen will. Sie trägt bewußt und zynisch 
den Krieg in die rückwärtigen Heimatgebiete hinein, stempelt das zivile Land zum Kriegsgebiet und zwingt damit Frauen, 



Greise und Kinder, wie Soldaten zu leben und zu kämpfen. Damit entscheidet sich nicht nur an den Kriegsfronten, sondern auch 
hier das militärische Schicksal und die Zukunft unseres Volkes. Die Kinder, die in den Luftkriegsgebieten dem feindlichen 
Terror zum Opfer fallen, bahnen Millionen Kindern in der späteren Zukunft des Reiches den Weg. Die Frauen, die in diesen 
Gebieten unter dem feindlichen Bombenterror ihr Leben aushauchen, geben Millionen Frauen in kommenden Jahrzehnten und 
Jahrhunderten wieder das Recht und die Möglichkeit, Kindern das Leben zu schenken. Wenn ich zu Ihnen spreche, um den 
Gefallenen dieser Stadt und aller Luftkriegsgebiete des Reiches Worte wärmster Trauer und stolzester Verbundenheit 
nachzurufen, so weiß ich, daß ich damit der Bevölkerung dieser Provinzen aus dem tiefsten Herzen spreche. Für sie ist das 
Opfer des Lebens, das so viele ihrer Landsleute für die Freiheit und die Zukunft des Vaterlandes bringen müssen, nur ein Grund 
und eine Verpflichtung mehr, sich auch in Zukunft mit verbissenem Trotz dem feindlichen Luftterror entgegenzustemmen. Es 
ist sonst nicht üblich, an offenen Gräbern dem Haß das Wort zu geben. Der Tod hat anderswo meistens neben dem Leid, das er 
bringt, etwas Versöhnliches an sich. In diesem Falle aber schreit 
328 

er nach Vergeltung. Denn die Toten, deren Gedächtnis wir heute feierlich begehen, sind einem kalten, berechnenden Zynismus 
des Gegners zum Opfer gefallen. Dieser Zynismus wird erst dann ein Ende finden, wenn er durch schmerzhafte, immer sich 
wiederholende Gegenschläge niedergeschlagen wird. Das deutsche Volk gelobt durch meinen Mund unseren Toten, daß wir ihr 
Opfer in diesem Sinne verstehen und es deshalb auch nicht umsonst gewesen ist. Es wird einmal die Stunde kommen, daß wir 
Terror durch Gegenterror brechen. Der Feind häuft Gewalttat über Gewalttat und macht damit eine blutige Rechnung auf, die 
eines Tages beglichen werden muß. Ungezählte Arbeiter, Ingenieure und Konstrukteure sind am Werk, um diesen Tag 
beschleunigt herbeizuführen. Ich weiß, daß das deutsche Volk ihn mit brennender Ungeduld erwartet. Ich weiß, welche 
Gedanken alle Herzen erfüllen, wenn wir das Gedächtnis unserer Gefallenen des Luftkrieges in feierlicher Zeremonie begehen. 
In diese Herzen hat der Feind in den leid- und kummervollen Wochen, die hinter uns liegen, in unverwischbaren Buchstaben 
ein Schuldbekenntnis hineingeschrieben, das ihm eines Tages als Gegenrechnung und Begründung für unser Handeln vorgelegt 
werden wird. 

Bis dahin gebe der Bevölkerung dieser Gaue ihre nationalsozialistische Standfestigkeit die Kraft, Schweres und Schwerstes zu 
ertragen. Das ganze Volk schaut mit verhaltenem Atem ihrem Kampfe zu. Die Städte, die im Brand und auf ihren Trümmern 
ungebrochen stehen, winden einen unverwelklichen Lorbeerkranz um ihre Wappen. Wenn an dem glücklichen Tage des Sieges, 
den wir nicht nur alle herbeisehnen, für den wir vielmehr mit jeder Kraft kämpfen und arbeiten, über dem Reich die Glocken 
ihre ehernen Münder öffnen, dann werden auch auf den Brandruinen dieser zerstörten Straßen und Häuser die Fahnen unseres 
Reiches hochgehen; mehr als jede andere Provinz können dann Westen und Nordwesten des Reiches von sich sagen: 
329 

Der Krieg hat uns in die vorderste Reihe der kämpfenden Heimatfront gestellt. Bei uns hatte er in seiner grausamsten Gestalt 
Platz genommen. Nun haben wir auch als Erste das Recht, uns vor der Göttin der Geschichte zu verneigen, um den Lorbeer des 
Sieges entgegenzunehmen. 
330 



Vom Reden und vom Schweigen 

20. Juni 1943 

Nicht nur die Regierung hat zeitweilig im Kriege die Pflicht zu schweigen, auch das Volk. Es gibt gewisse Phasen einer 
politischen oder militärischen Entwicklung, in denen schon ein Wort zuviel das größte Unglück anrichten kann. Nicht als wenn 
dieses Wort der Wahrheit wegen nicht ausgesprochen werden dürfte. Es darf nicht ausgesprochen werden des zweifellosen 
Nutzens wegen, den der Gegner daraus zieht. Zumal in den Perioden des Krieges, die bestimmte Abschnitte abschließen und 
bestimmte neue Abschnitte einleiten, ist Schweigen mehr als Gold. Keiner kann der Führung des Reiches den Vorwurf machen, 
daß sie in einer kritischen Lage ein offenes Wort scheute. Sie hat sich niemals der Rechenschaftslegung über die politische oder 
militärische Lage vor dem Volke entzogen. Schreiber dieses glaubt der einzige im Amt befindliche Minister eines 
kriegführenden Landes zu sein, der sich allwöchentlich an eine breitere Öffentlichkeit wendet, um in genau fixierten 
Ausführungen seine Meinung zu diesem oder jenem aktuellen Problem auszusprechen. Trotzdem sind aber auch seiner 
Publizistik bestimmte Grenzen gezogen, und zwar verlaufen sie da, wo das nationale Interesse beginnt. Er wäre sicherlich in der 
Lage, viel mehr zu sagen, als er sagt, wenn ihm diese Hemmung nicht auferlegt wäre, und zweifellos wieder mehr Angenehmes 
als Unangenehmes. Doch der Feind hört mit; wenn es auch meistens keinen Schaden anrichten würde, das Volk zum Mitwisser 
zu machen, so muß die Kriegführung doch heute wie zu allen Zeiten wenigstens für die Gegenseite Überraschungen zur 
Verfügung 
331 



haben, die sie je nach Bedarf und Notwendigkeit ausspielen kann. Es gibt eine zumal im deutschen Volke weit verbreitete 
falsche Auffassung dahingehend, daß allein der Regierung das Recht zum Irrtum abgesprochen werden müsse. Gewisse Kreise 
verlangen von ihr, daß sie nicht nur eine vorhandene Lage richtig analysiert, sondern auch die Zukunft genau und zutreffend 
voraussagt. Aus dieser offenbar überspannten Forderung resultieren eine Reihe von Irrtümern und Fehlschlüssen, die dringend 
einer Klärung bedürfen. Es kann nicht bestritten werden, daß die deutsche Führung während dieses Krieges die wenigsten 
falschen Prognosen gestellt hat. Das sieht man schon daran, daß man sie ihr im feindlichen Ausland am häufigsten zum Vorwurf 
macht. Hätte sie so oft geirrt wie z. B. die britische, so würde sich das kaum lohnen, weil der Kritiker wahrscheinlich nicht 
wüßte, wo er damit anfangen und wo er damit enden sollte. Der Irrtum kann nur dann mit Erfolg gerügt werden, wenn er die 
Ausnahme von der Regel darstellt. Aber auch in diesem Falle bestätigt sich der Überobjektivismus gewisser scheinheiliger 
Wahrheitsfanatiker unter uns, die bereit sind, einer fremden Regierung jeden Fehler zu verzeihen aus Angst, ihr Unrecht zu tun, 
der eigenen aber auch nicht einen einzigen nachzusehen aus Angst, ihr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. 
Es gibt nur wenige Menschen, die im September 1939 den Verlauf des Krieges richtig vorausgesehen haben. Von der Seite 
eines gewissen Teiles des deutschen Volkes ist zweifellos seine Dauer, sind aber ebenso zweifellos auch seine Erfolge falsch 
eingeschätzt worden. Man hat dort weder geglaubt, im Jahre 1943 noch im Kriege zu sein, noch so weltweite Fronten zu 
gewinnen, wie unsere Soldaten sie heute tatsächlich verteidigen. Mit der Zeit sind die Dimensionen des Krieges, und mit den 
Dimensionen des Krieges ist auch seine Zeit gewachsen. Nicht nur wir haben die Entwicklung gestaltet, sie selbst hat auch uns 
mit hineingerissen in den Strudel der Ereignisse. Wir wußten zwar bei Beginn des Krieges, daß unser 
332 

Jahrhundert nun seine Schlünde öffnen werde, um seine tiefsten Probleme zu zeigen; aber daß diese Probleme von einer so 
überkontinentalen Weite waren, das wußten nur wenige von uns. Es steht in diesem Kriege für das Reich mehr auf dem Spiele, 
als die meisten von uns an seinem Anfang ahnen konnten. Ein gewisser Teil unseres Volkes lebte vor ihm in einer Zeit des 
gemilderten Irrtums; er kannte zwar die Gefahr, war sich aber über ihre Größe und Dringlichkeit keineswegs im klaren. Auch 
hier ist der Krieg unser Lehrmeister gewesen. 

Es gibt im Kriege ein unausweichliches Schicksal, das immer da auftaucht, wo man es am wenigsten vermutet, und dem man 
kaum entrinnen kann. Es stellt ständig neue Aufgaben, die Wachsamkeit, Mut und Schnelligkeit des Entschlusses erfordern. Nur 
überhebliche Menschen können vor ihm des Glaubens sein, jenseits des Irrtums zu stehen. So hat auch ein Teil unseres Volkes 
diese oder jene Entwicklung des Krieges nicht ganz richtig vorausgesehen. Aber den britischen Prognosen gegenüber wirkt 
diese Tatsache geradezu zahm. Jedenfalls haben wir schon bei Beginn dieses Ringens gewußt, daß wir nunmehr um unser 
Leben kämpfen müßten und es vieler Opfer bedürfen werde, um der damit verbundenen Gefahren Herr zu werden, während die 
britische Regierung von einem reizenden Krieg und sozusagen von einem Spaziergang nach Berlin sprach. Wir hätten uns im 
Jahre 1939 nie getraut, von einem leichten Überrennen beispielsweise der Maginotlinie zu sprechen; aber die Engländer hingen 
damals ihre Wäsche an der Siegfriedlinie auf. 

Nur ist das britische Volk solchen folgenschweren Irrtümern gegenüber unempfindlicher als wir. Hätten wir ein solches oder 
ähnliches Lied von der Maginotlinie gesungen und wären dann, sagen wir, bis an die Elbe zurückgetrieben worden, das 
deutsche Volk würde vermutlich eine Regierung verfluchen und in Grund und Boden kritisieren, die es lehrte, den Krieg so 
leichtsinnig auf- 
333 

zufassen. Die Engländer singen ihr Lied von der Siegfriedlinie heute noch, ohne Arges dabei zu empfinden. Sie verzeihen ihrer 
Regierung jeden Irrtum. Diese hinwiederum aber ist eifrigst an der Arbeit, der deutschen Führung auch das kleinste 
vermeintliche Versehen anzukreiden in der Hoffnung, damit den Beifall wenigstens eines gewissen Teiles des deutschen Volkes 
zu finden. Wir haben sicherlich weit mehr Erfolge errungen, die wir nicht vorausgesagt, als Erfolge versäumt, die wir 
vorausgesagt hatten. Wenn ein Teil unserer öffentlichen Meinung sich, wenigstens was die Dauer des Feldzuges anlangt, im 
Osten nach der negativen Seite hin verschätzte, so hat er sich im Westen nach der positiven Seite hin verschätzt. Und trotzdem 
haben wir auch im Osten materielle und räumliche Erfolge zu verzeichnen, die weit über das hinausgehen, was man sich am 
Anfang dieses Krieges überhaupt vorstellen konnte. 

Die militärischen Siege der Achsenmächte haben nur den einen Nachteil, daß sie zu hart aufeinander folgten und deshalb zu ge- 
wissen Selbstverständlichkeiten wurden. Krieg im eigentlichen Sinne, d. h, mit wechselnden Chancen, höchstem Einsatz und 
den Möglichkeiten zeitweiliger Krisen, führen wir erst seit dem Dezember 1941. Bis dahin kannten wir eine unmittelbare 
Gefährdung unserer Kriegsposition überhaupt nicht. Wir waren gewohnt, einen Feldzug zu beginnen und ihn in relativ kurzer 
Frist wieder siegreich zu beenden. Diese Tatsache hat nicht nur unsere eigene, sondern auch die außerdeutsche öffentliche 
Meinung vollkommen verwöhnt. Daher rühren die psychologischen Schwierigkeiten, denen wir heute häufiger begegnen. Hätte 
die deutsche Kriegführung die bisher errungenen militärischen Erfolge, die ja die Grundlage unserer absolut gesicherten 
Kriegsposition ausmachen, statt auf drei auf vier Kriegsjahre verteilt, so würden diese heute als die größten Wunder der 
modernen Kriegsgeschichte angesehen werden. Trotzdem ist es natürlich von ungeheurem, materiellem 
334 



Vorteil, daß wir sie früher errangen, indem sie uns die Möglichkeit gaben, unser Kriegspotential schon rechtzeitig entsprechend 
auszuweiten und damit dem kommenden Materialansturm des Westens mit ruhiger Gelassenheit entgegenzuschauen. Für einen 
so tiefgreifenden materiellen Kriegsnutzen kann man schon einen psychologischen Nachteil in Kauf nehmen. Im ganzen 
gesehen sind wir auch in diesem Falle die absoluten Gewinner. Viele wissen das nur nicht oder wollen es noch nicht glauben. 
Denn den daraus entspringenden Vorteil im einzelnen darzulegen, verbietet meistens das Kriegsgeheimnis. Kürzlich ist zum 
erstenmal wenigstens andeutungsweise Bilanz über die deutsche Rüstungsproduktion abgelegt worden. Es konnte dabei aus 
naheliegenden Gründen nur mit Verhältnis-, nicht aber mit absoluten Zahlen aufgewartet werden. Soviel aber sei doch gesagt, 
daß die absoluten zweifellos noch überzeugender wirken würden, als die Verhältniszahlen gewirkt haben. Es gibt daneben noch 
eine ganze Menge von glücklichen und günstigen Umständen, die wir zu unserem Vorteil verbuchen, ohne öffentlich davon 
sprechen zu können. Schon ihre Andeutung erscheint im jetzigen Stadium der Dinge unangebracht. Während also die Nachteile 
der Kriegführung sich von selbst herumsprechen, und zwar manchmal stärker, als sie überhaupt vorhanden sind — dafür sorgen 
schon die Gerüchtekolporteure — , bleiben die Vorteile unter dem Schleier des Kriegsgeheimnisses verborgen, ja, wir müssen 
sie oft sogar noch dementieren und abstreiten, wenn sie Gefahr laufen, vorzeitig entdeckt zu werden. Die Regierung steht hier 
also in einer äußerst ungünstigen Position der öffentlichen Meinung gegenüber insofern, als sie die positiven Faktoren 
größtenteils unerwähnt lassen muß, während die negativen meistens von selbst bekannt werden. Trotzdem darf sie ihr 
Schweigen nicht brechen, solange auch nur noch die geringste Gefahr besteht, daß dadurch ein nationales Interesse verletzt 
werden könnte. Sie befindet sich in der unangenehmen Lage, 
335 

eine Waffe zu besitzen, ohne davon Gebrauch machen zu dürfen. Beispiel: Die Regierung weiß natürlich genau, was das 
deutsche Volk über den britischen Luftterror denkt und empfindet. Sie müßte vollkommen verroht sein, wenn sie seine Gefühle 
nicht teilte. Es wird auch niemanden geben, der annimmt, daß sie es bei dieser Kenntnis bewenden ließe. Selbstverständlich tut 
sie etwas. Was sie jedoch tut, das kann sie nicht sagen. Eventuelle spätere Maßnahmen würden unter Umständen ein gut Teil 
ihrer erhofften Wirkung verlieren, wenn sie vorzeitig angekündigt würden. Darüber hinaus muß jede Kriegführung die 
Möglichkeit besitzen, durch Lancierung gewisser Meldungen die Aufmerksamkeit des Feindes bewußt in eine falsche Richtung 
zu lenken. Das ist eine erlaubte Kriegslist, die oft zum Erfolge führt, aber meistens auch auf Kosten der allgemeinen 
Glaubwürdigkeit der Nachrichtenpolitik geht. Trotzdem muß sie natürlich angewandt werden, wenn sie irgendeinen Nutzen 
verspricht. Nicht alles, was heute in der Öffentlichkeit als Irrtum der Führung angesehen wird, ist auch ein echter Irrtum; vieles 
davon zählt zu den freiwilligen und bewußten Irrtümern, die geistige Kriegsoperationen darstellen und nach dem Kriege, wenn 
darüber Rechenschaft abgelegt werden kann und darf, zweifellos auch als solche ihre Wertung finden werden. Der Krieg von 
heute ist mit den geschichtlichen Ereignissen aus früheren Jahrhunderten, die denselben Namen tragen, kaum noch zu 
vergleichen. Damals ging es im wesentlichen um Hausmächte, Dynastien, Erbstreitigkeiten und ähnliches. Heute stehen Völker 
auf dem Spiel. Es wird deshalb von beiden Seiten zäh und mit Erbitterung gekämpft, und ein Ende wird vermutlich erst dann 
eintreten, wenn ein Partner kraftlos zu Boden sinkt. Wer zuletzt noch steht, der hat den Sieg in Händen. 

Es bedarf wohl kaum einer Betonung, daß ein so gigantisches Ringen auch mit anderen Mitteln ausgefochten v/erden muß, als 
das bei Kriegen der Vergangenheit der Fall war. Von der Führung 
336 

aus gesehen, ist hier alles Krieg. Jede Frage findet ihre Beantwortung nach dem Grundsatz, ob diese dem Kriege nützt oder 
doch wenigstens nicht schadet. Nicht nur auf materiellem, auch auf geistigem Gebiet muß das Volk Einschränkungen auf sich 
nehmen. Wie es nicht alles essen kann, was es essen möchte, so kann es auch nicht alles wissen, was es zu wissen wünscht. Es 
gibt ein klar umzäuntes Gebiet staatlicher und militärischer Führungsgeheimnisse, in das jedes unbefugte Eindringen verboten 
ist. Nicht als wenn es dort etwas für das Volk zu verbergen gäbe; nur der Feind darf hier keine Einsicht gewinnen. Jedes 
unüberlegte Gerede kann in diesem Bezirk nur Schaden stiften. 

Wer als Arbeiter, Ingenieur, Politiker oder Militär in die Sphäre der Kriegsgeheimnisse Einblick nimmt, hat die Pflicht zu 
schweigen auch dann, wenn er unter Preisgabe seines Wissens offenbaren Unsinn in Gesprächen über die politische oder 
militärische Lage richtigstellen könnte. Er befindet sich dabei in guter Gesellschaft, nämlich der der Kriegführung selbst. Auch 
sie muß manchmal schweigen, wenn sie in der Lage wäre, durch ein einziges Wort eine ganze Menge von Irrtümern und 
Unklarheiten zu beseitigen. Sie nimmt sich das nicht allzu sehr zu Herzen. Sie vertraut auf die Beständigkeit des Volkes, die 
sich noch immer in gespannten Zeiten bewährt hat. Man braucht nicht in jeder Einzelfrage des Krieges recht zu haben; 
entscheidend ist nur, daß man an seinem Ende recht behält. Gewollte und auch unbewußte und unfreiwillige Irrtümer finden 
ihre Sanktionierung allein durch den Sieg. Wenn eine Führung nur diesen im Auge behalt, dann hat sie, wie jeder Einzel- 
mensch, der etwas Gutes will und ihm mit ernsten und zulänglichen Mitteln unentwegt nachstrebt, das souveräne Recht, auch 
gelegentlich einen Fehler zu machen. Wer manchmal an einem einzigen Tage hundert Entscheidungen fallen muß, meistens 
schnell und ohne viel Zeit zum Überlegen zu haben, wird es auch bei bestem Willen und höchster Intelligenz kaum vermeiden 
können, 
337 



hier und da dem Irrtum zu verfallen. Es ist in kritischen Situationen sogar besser, etwas Falsches, als gar nichts zu tun. Wer 
wollte aufstehen und den ersten Stein werfen! 

Man erlebt sehr oft in Gesprächen unter vier Augen, daß einen der Gesprächspartner fragt, warum man das eben Gesagte nicht 
öffentlich vortrage: dann wäre doch alles klar. Man kann darauf nur zur Antwort geben, daß die angewandte Argumentation 
noch nicht spruchreif für das Ohr des Gegners sei und deshalb vorläufig unausgesprochen bleiben müsse. In ungezählten 
Beratungen über militärische oder politische Fragen des Krieges haben wir meistens nur Bedauern empfunden, das Volk nicht 
zum Zuhörer zu haben. Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß es beim bisherigen Brauch bleiben muß. Es gibt einen 
Krieg, der sich auf der Weltbühne abspielt, und es gibt einen Krieg, der wird hinter den Kulissen dieser Bühne ausgetragen. 
Den einen Krieg bestreitet in der Hauptsache die Faust, den anderen das Gehirn. Beide aber sind entscheidend. Über den Krieg 
auf der Weltbühne hat jeder das Recht zu urteilen; über den Krieg hinter den Kulissen sollte jedoch nur der urteilen, dem alle 
Möglichkeiten zur Einsichtnahme in die Probleme offenstehen. Aus bester Kenntnis der Dinge können wir mit ruhigem 
Gewissen sagen, daß unsere Chancen auch auf diesem Schauplatz denkbar günstig stehen. Wir müssen sie allerdings 
wahrnehmen. 

Das aber können wir nur, wenn wir sie nicht durch leichtsinniges Gerede gefährden. Schweigen ist hier mehr als Gold und 
Reden nicht einmal Silber, sondern meistens nur Blech. 
338 



339 Unsterbliche deutsche Kultur 

Rede zur Eröffnung der 7. Großen Deutschen Kunstausstellung 
26. Juni 1943 

Man denke sich den Beitrag Deutschlands und Italiens aus der abendländischen Kunst und Kultur weg, und ein gewisser Teil 
nur wird noch davon übrig bleiben. Man muß diese Feststellung, so binsenwahr sie auch sein mag, hin und wieder erneut 
treffen, um den überheblichen Redensarten unserer Feinde ein zwar knappes, dafür aber um so überzeugenderes Dementi 
entgegenzusetzen. Sie lieben es, sich vor der Welt als Beschützer und Verteidiger einer Kunst und Kultur aufzuspielen, die sie 
selbst gar nicht geschaffen haben, oder zu der sie doch höchstens einen bescheidenen Zuschuß beisteuerten, der ohne weiteres 
entbehrlich erscheint, ohne daß ihr Gebäude gänzlich zusammenstürzt. Was sie an Kunstschätzen besitzen, das haben sie 
zumeist auf ihren Kriegszügen nach Europa oder in die ferne Welt geraubt und geplündert. Eigene kulturelle Leistungen haben 
sie kaum zustandegebracht, oder wenn ja, dann nur aus dem Geiste und aus dem seelischen Bewußtsein eines Erdteils heraus, 
den sie heute zu zerstören oder zu vernichten suchen. Städte wie Nürnberg und München oder Florenz und Venedig enthalten 
mehr an ewigen Ausdrucksformen des abendländischen Kulturgeistes als der ganze nordamerikanische Kontinent zu- 
sammengenommen; und welchen Musiker können die Engländer Beethoven oder Richard Wagner, welchen bildenden Künstler 
die Amerikaner Michelangelo oder Lionardo da Vinci entgegenstellen? Sie reden nur von der Kultur der Menschheit; wir aber 
besitzen sie und sind auch heute ihre Hüter, Treuhänder und Beschützer. 
Das muß man sich immer wieder vor Augen halten, um den 
339 

tieferen Sinn des gigantischen Kampfes, den die Achsenmächte in diesem Kriege zu bestehen haben, richtig zu begreifen und zu 
würdigen. Es geht diesmal in der Tat um die elementarsten Werte, die Europa in seiner mehrtausendjährigen Geschichte hervor- 
gebracht hat, um mehr noch, nämlich um die eigentlichen Zeugungskräfte, von denen diese Werte in der Vergangenheit sowohl 
wie in der Gegenwart und in der Zukunft ihren Ursprung herleiten. Europa ist in seinen Lebenswurzeln angegriffen und bedroht. 
Die Völker, die den höchsten Beitrag zu dem, was wir Abendland nennen, zugesteuert haben, sind in einem 
Verteidigungskampf um ihr materielles und geistiges Dasein begriffen, und würden sie diesen, indem sie ihn vorzeitig aufgäben, 
verlieren, so wäre unser Kontinent für alle kommenden Zeiten verloren, schon allein deshalb, weil die Wurzeln seines 
Wachstums, das in über zwei Jahrtausenden so herrliche Blüten und Früchte zeitigte, dadurch zerschnitten würden. 
Es ist natürlich dumm und leicht zu widerlegen, wenn unsere Feinde behaupten, sie bekämpften nur die augenblicklichen 
Regime der Achsenmächte, nicht aber ihre Völker. Denn erstens haben sie das bisher noch immer gesagt, um es dann, wenn sie, 
wie 1918 und 1919, danach handeln sollten, zu vergessen, und zweitens sind diese Regime nur der natürliche Ausdruck des 
modernen politischen Denkens ihrer Völker. Es gibt für sie heute keine andere Form des zweckmäßigen Zusammenlebens als 
diese. Die Behauptung, daß ihre autokrate Struktur der Kunst das Leben verleide, ja sogar ihre weitere Entwicklung unmöglich 
mache, kann ebenso sehr aus der Theorie wie aus der aktuellen Praxis widerlegt werden. Denn diese Regime sind gar nicht so 
autokrat, wie ihnen nachgesagt wird. Jedenfalls weisen sie stärkere demokratische Züge auf als die traditionellen Demokratien, 
und zudem beweist die Kulturgeschichte aller Zeiten und Völker, daß die Kunst nicht viel danach fragt, unter welchem 
politischen System sie lebt, um davon ihr Gedeihen ab- 
340 



hängig zu machen. Kirchen und Profanbauten, deren formenzeugende Kraft über Jahrhunderte hinaus in unsere Zeit hinein- 
reicht, wurden unter tyrannischen Päpsten und Königen erdacht und erbaut; eine Malerei, die zum kostbarsten Besitz der euro- 
päischen Kultur überhaupt gehört, entstand in Jahrzehnten, die erfüllt waren vom Schlachtenlärm; dämonische Herrenfamilien 
zwangen Städte unter ihre Botmäßigkeit, in denen die höchste und reichste Entfaltung der bildenden Künste neben der 
Furchtsamkeit der Bürger wohnte. 

Aber ganz abgesehen von der Vergangenheit widerlegt die Gegenwart die dummen und dreisten Ausreden unserer Feinde, mit 
denen sie ihr kulturfeindliches und kulturzerstörendes Handeln zu begründen und ihm ein geistiges Mäntelchen umzuhängen 
versuchen. Wenn heute englische oder amerikanische Terrorflugzeuge über deutschen und italienischen Kunstzentren 
erscheinen und in einer knappen Stunde einen Kulturbesitz in Schutt und Asche legen, an dem Jahrhunderte gebaut und 
geschaffen haben, dann bedarf es schon einer Vergewaltigung des gesunden Menschenverstandes, um einem so freventlichen 
Verbrechen ausgerechnet eine kulturelle Begründung zu geben. Es geht hier um viel mehr als um eine Terrorisierung der 
Zivilbevölkerung, von einem angeblichen Krieg gegen unsere Rüstungsproduktion ganz zu schweigen; 

hier tobt sich ein geschichtlicher Minderwertigkeitskomplex aus, der auf unserer Seite das zu zerstören trachtet, was der Gegner 
selbst nicht zustandebringt und auch in der Vergangenheit nie zustandegebracht hat. Die europäische Menschheit müßte vor 
Scham erröten angesichts der Tatsache, daß sagen wir ein zwanzigjähriger amerikanischer, kanadischer oder australischer 
Terrorflieger ein Bildwerk Albrecht Dürers oder Tizians vernichten kann und darf, sich also an den ehrwürdigsten Namen der 
Menschheit vergreift, ohne daß er und Millionen seiner Landsleute sie auch nur vom Hörensagen kennen. Da gibt es gar keine 
Entschuldigungen mehr; 
341 

das ist der kalte, zynisch berechnende Kampf der ungeratenen Enkel Europas, die sich als Emporkömmlinge eines anderen 

Erdteils gegen den alten Kontinent wenden, weil er reicher an Seele und Gemüt ist als der ihre und deshalb neben 

Wolkenkratzern, Autos und Kühlschränken auch noch unsterbliche Zeugnisse einer tiefen künstlerischen Schöpfungs- und 

Zeugungskraft hervorgebracht hat. 

Ist es nicht bezeichnend, daß die englische Kriegführung in Deutschland schon Dutzende von Theatern zerstört hat, England 

selbst aber nicht ein einziges ernstzunehmendes Theater besitzt? Von den Amerikanern rede ich in diesem Zusammenhang erst 

gar nicht, weil sie das kaum verdienen. Sie verwüsten Städte des europäischen Kontinents mit ihren Kultureinrichtungen, weil 

sie ihnen in Chicago und San Francisco keine ebenbürtigen Gegenbeispiele entgegenzustellen haben. Was sie an europäischer 

Kunst und Kultur nicht kaufen können, das soll nun ein Opfer ihrer Terrorbomber werden. 

Damit wissen wir, was gemeint ist und was man mit uns vor hat. Dieser Krieg geht nicht nur um unser tägliches Brot, um den 

Lebensraum unseres Volkes und den Frieden seiner Heimstätten; 

wir müssen diesmal mehr als je in einem vorangegangenen unsere kostbarsten Güter verteidigen, die, die uns das Leben 

überhaupt erst lebensweit machen und ohne die das menschliche Dasein ein stumpfes Dahinvegetieren wäre, wie es uns unsere 

Feinde aus den Steppen des Ostens schon vorleben. 

Zwar ist der Krieg ein großer Zerstörer, aber er weist auch aufbauende Elemente auf, die mitten in seinem Vernichtungswerk 

manchmal fast blitzartig in Erscheinung treten. Er raubt nicht nur die Besinnung, er gibt auch die Besinnung zurück. Niemals 

haben die Menschen unseres Kontinents so wie heute geistige Bilanz gemacht und sich Rechenschaft darüber abgelegt, wo 

Europa steht und was wir tun müssen. Mag sein, daß Zeiten eines satten Friedens den Menschen manchmal die 

Genußmöglichkeiten des materiellen 

342 

Lebens allzu verlockend erscheinen lassen, der Krieg wischt das mit einer Handbewegung weg. Er führt auch den Stumpfen und 
Gleichgültigen wieder zurück zu den Wurzeln und Quellen seiner Kraft und lehrt selbst ihn, daß der Mensch nicht vom Brote 
allein lebt. Niemals ist der Zug zu einer geistigen und seelischen Verinnerlichung des Lebens im deutschen Volke so stark 
gewesen wie heute. Ich spreche nicht von den weniger erfreulichen Randerscheinungen des Krieges, die dieser so mit sich 
bringt wie jeder andere. Aber man muß einen Blick in unsere Theater, Konzertsäle, Museen und Kunstausstellungen werfen, 
muß dort das deutsche Volk alltäglich und allabendlich zu Zehn- und Hunderttausenden im Winter und Sommer sitzen, stehen 
und über so viel Schönheit staunen sehen, und man weiß, daß wir durch den Krieg reicher, erfüllter und auch besser geworden 
sind. 

Es wäre ganz fehlgeschossen, diese Entwicklung nur von der materiellen Seite aus begründen zu wollen. Das deutsche Volk 
sucht heute nicht den Weg zur Kunst, wie vielfach behauptet wird, weil es keine andere Anlagemöglichkeit für sein 
überschüssiges Geld besitzt. Der Weg zur Kunst ist der Weg seines Herzens. Die Zeit führt uns mit ihren schweren Schmerzen 
und Peinigungen zu den tröstlichen Gewißheiten unseres völkischen Lebens zurück; und wo fanden sie einen für das Volk 
sichtbareren Ausdruck, als gerade in der Kunst? Wir setzen dem Zerstörungswahnsinn unserer Feinde ein trotziges "Dennoch!" 
entgegen. Was sie nicht verstehen, das lernen wir heute, da es durch sie bedroht wird, erst richtig begreifen. Es ist dabei 
unerheblich, ob sich dieser unbestreitbare Zug nach oben im deutschen Volke von heute manchmal in primitiveren oder, wie die 
Besserwisser meinen, kitschigen Formen äußert. Er ist da und wird sich mit der Zeit auch überall und bei jedem heben und 



verfeinern. Wir haben alle einmal angefangen, und was uns als Kindern gefiel, gefällt uns oft nicht mehr in reiferen Jahren. Ein 

großer Teil unseres Volkes ist heute noch 

343 

in diesem kindlichen Alter, das alle Möglichkeiten einer systematischen Erziehung und Höherentwicklung in sich schließt. Wir 
sind ein Volk, das trotz seiner reichen und glanzvollen Geschichte immer noch am Anfang steht. Alle Chancen liegen offen und 
unverbraucht vor uns, auch hier; wir brauchen nur zuzugreifen. 

Es wäre mehr als verhängnisvoll, wenn die Künstler der Gegenwart das nicht verstehen wollten. Niemals standen sie einem 
Volke gegenüber, das ihnen mit so offenem Herzen entgegenkam wie heute. Man muß sich den Unterschied gegen früher vor 
Augen halten, um zu wissen, was das bedeutet. Neue Bilder, Plastiken, Dramen, Romane, Sinfonien und Opern sind heute nicht 
mehr nur Diskussionsgegenstand einer intellektuellen Kritik in den Zeitungen, wie das vordem vielfach der Fall war. Sie 
müssen heute ihre Probe vor dem prüfenden Auge und Ohr des Volkes bestehen, ja, mehr noch, sie haben einen Vergleich 
auszuhalten mit den großen Kunstwerken der Vergangenheit, die dem kritischen Volksbewußtsein vielfach erst heute zur 
tieferen Kenntnis gelangen und für den glücklichen neuen Liebhaber nun den Maßstab abgeben für die Wertung der Kunst der 
Gegenwart. Niemals zuvor galt deshalb für den Künstler so wie heute die Goethesche Mahnung, zu bilden und nicht zu reden. 
Die Zeit ist in allem dazu angetan, das Talent vor die große Probe zu stellen. Für jeden sind im Gegensatz zu früher die 
gleichen Chancen gegeben. Es kann sich niemand beklagen, daß er nicht zu Worte käme, wenn er nur etwas zu sagen hat. Also 
greife er zu Feder, Pinsel, Meißel und Zirkel und spreche mit dem Instrument seiner Kunst und seiner Berufung zu einer Zeit, 
die auf seine Offenbarung wartet. 

Es mutet fast wie ein Wunder an, daß in diesem gigantischen Schicksalskampf unseres Volkes die Kunst zum großen Teil voll- 
kommen unberührt von den Stürmen des Krieges ihrer Aufgabe dienen kann. Wenn es noch eines Beweises bedürfte für das 
tiefe Verständnis, das der Nationalsozialismus den .künstlerischen Be- 
344 

strebungen entgegenbringt, so ist er in dieser Tatsache erbracht. Das bedeutet aber nicht, daß die Künstler überhaupt jenseits 

der Zeit leben dürften. Es mag unter ihnen den einen oder den anderen geben, der da glaubt, weil er in seinem künstlerischen 

Schaffen vom Kriege kaum in Anspruch genommen wird, daraus auch den Schluß ziehen zu müssen, daß die elementarsten 

Gesetze des Krieges für ihn keine Gültigkeit besäßen. Er muß an seine Pflicht gemahnt, unter Umständen sogar sehr energisch 

zur Ordnung gerufen werden. Denn sein Abseitsstehen und Abseitswirken ist kein Selbstzweck. Trotz allem arbeitet er im 

Dienste eines Volkes, das heute die schwersten Lasten und tiefsten Leiden zu ertragen hat und ein Anrecht darauf besitzt, daß 

der Künstler sich zu ihm bekennt, mehr noch deshalb, weil er selbst im Kriege eine Freiheit des Schaffens genießt, wie er sie 

früher nicht einmal in Zeiten eines normalen und unbehelligten Friedens sein eigen nannte. 

Wenn ich auch in diesem, dem vierten Kriegsjahr die Ehre habe, im Namen und Auftrag des Führers der 7. Großen Deutschen 

Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München das Geleitwort zu geben, so möchte ich diese Ausführungen ihrer 

Eröffnung voranschicken. 

Die schöne und imposante Schau ist nicht unaktuell in unserer Zeit. Sie stellt auch eine ihrer Ausdrucksformen dar. Sie gibt die 

Ergänzung zum Kriege draußen an der Front durch eine Großtat unserer bildenden Künstler, die sich hier in ihrem Arbeitseifer 

und in ihrem schöpferischen Fanatismus das schönste Zeugnis ausstellen. 

Wieder kann ich nur, wie in den vergangenen Kriegsjahren, des Führers mit Worten gedenken, da er persönlich nicht unter uns 

weilen kann. Aber mehr noch als wenn das anderswo gesagt wird, ist hier sein Geist unter uns. Diese kulturelle Großleistung, 

Haus und Schau, ist sein Werk. Im Frieden errichtet, über den Krieg erhalten und ausgeweitet und wieder in den kommenden 

glück- 

345 

licheren und gesegneteren Frieden hineinweisend, gibt sie uns heute schon einen Abglanz dessen, was unser wartet, wenn wir 

den Sieg, an den wir heute fester denn je glauben, in Händen haben. 

In meinem Gruß an den Führer grüße ich die große Zeit, deren Gestalter er ist. Noch stehen die Gerüste am Bau, und nur der 

Kenner vermag zu sehen, was im großen Plan seines Schöpfers liegt. Aber glauben können wir alle daran. 

Und das wollen wir tun mit der ganzen Kraft unseres Herzens. 

346 



Das Denkmal der nationalen Solidarität 

4. Juli 1943 

Keinem Problem des Krieges fühlen wir uns augenblicklich so stark nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen 
verbunden, wie dem des Luftkrieges. Wenn wir eine Reise nach dem Westen oder Nordwesten des Reiches antreten, dann tun 
wir das mit dem heiligen Ernst, der ernsten Dingen gebührt. Kein wesentliches Ereignis in den Luftkriegsgebieten bleibt uns 
unbekannt, und wo auch nur die geringste Möglichkeit zu helfen besteht, da setzen wir alle Hebel in Bewegung, um den 



bedrängten und gequälten Opfern des feindlichen Luftterrors unseren Schutz und unsere Unterstützung angedeihen zu lassen. 
Insbesondere der Westen ist uns aus Gründen der gemeinsamen Heimat besonders stark ans Herz gewachsen, zumal die dortige 
Bevölkerung augenblicklich den schlimmsten Feindterror zu ertragen hat. Als wir das letzte Mal in Düsseldorf, Wuppertal, 
Bochum und Dortmund waren, um den so schwer geprüften Städten einige Hilfe zu bringen und ein Wort der Ermunterung 
zuzurufen, wurden wir uns ganz tief bewußt, eine wie starke Wirkung die Luftkriegsgebiete heute auf die ganze deutsche 
Heimat ausüben können. Die Menschen, die hier unter manchmal sehr primitiven Verhältnissen und bei ständiger Bedrohung 
ihres Lebens bleiben, arbeiten und ausharren, geben der Nation ein leuchtendes Beispiel unpathetischer Pflichterfüllung und 
zeigen auch dem Skeptiker, daß die nationalsozialistische Erziehung nicht spurlos am deutschen Volke vorübergegangen ist, 
wenn sie ihm die Kraft gibt, solches zu ertragen. Wir halten es nicht nur für unsere moralische, sondern auch für 
347 

unsere politische Pflicht, die deutsche Öffentlichkeit auf die schweren Leiden, die die Bevölkerung in den Städten des Westens 
und des Nordwestens des Reiches auf sich nehmen muß, immer wieder aufmerksam zu machen. Wenn man dort durch die 
zerstörten Straßen eines hart mitgenommenen Wohnviertels geht, wird einem erst richtig klar, was der feindliche Terrorkrieg 
auch für die deutsche Heimat bedeutet. Wir zahlen hier einen hohen Zoll für den Sieg, und da er nur einem Teil der 
Bevölkerung auferlegt wird, ist es die Pflicht des weitaus überwiegenden übrigen Teiles unseres Volkes, den bedrohten 
Provinzen nicht nur seine Bewunderung und sein Verständnis entgegenzubringen, sondern auch seine materielle Hilfe soweit 
eben möglich zur Verfügung zu stellen. Man kann sich in den vom Luftkrieg verschonten Gebieten des Reiches kaum ausmalen, 
was er für die betroffene Bevölkerung bedeutet. Die ausgebombten Menschen müssen ihre Häuser und Wohnungen verlassen, 
von denen oft nur noch verkohlte Mauerreste stehen. Auf einen Stein schreiben sie für Verwandte oder Bekannte mit Kreide, 
wo sie sich augenblicklich aufhalten. Wir lasen bei unserem letzten Besuch mit Rührung und Ergriffenheit eine solche Adresse 
folgenden Inhalts: „Arthur, lieber Arthur, ich lebe mit beiden Kindern und suche Dich. Wo bist Du?" 

Wer bringt angesichts solcher tragischer menschlicher Schicksale, die sich wohlverstanden nicht an der Front, sondern im 
zivilen Leben unter zumeist schwachen und gänzlich wehrlosen Menschen abspielen, den Mut auf, auch nur noch die geringste 
Freude an einem gesicherten und ungefährdeten Leben zu empfinden, solange nicht auch der letzte Rest der auf uns wartenden 
Pflichten erfüllt ist? Die nationale Solidarität und der Gemeinschaftssinn unseres Volkes müssen gerade hier ihre Probe 
bestehen. Wenn sie sich vor solchen Prüfungen nicht bewährten, dann würden die von übergroßem Leid betroffenen Menschen 
in den Luftkriegsprovinzen vielleicht am Ende zu der Überzeugung kommen, daß das Gerede davon nur 
348 

Phrase sei. Der moderne Krieg kennt keine Schonung. Er ist ein unerbittlicher Kampf um das Leben der Völker, und wer in ihm 
unterliegt, auf den wartet die Hölle. Es ist dabei ganz unerheblich, ob wir ihn uns an seinem Anfang vielleicht einfacher und 
bequemer vorgestellt haben, als er sich heute zeigt. Er ist so, wie er ist, und ändern können wir an ihm nur etwas durch 
entscheidende Siege. 

Man spricht so viel von der moralischen Haltung der Bevölkerung der Luftkriegsgebiete, daß es fast überflüssig erscheint, dar- 
über noch Worte zu verlieren. Trotzdem drängt uns das Herz, den ungezählten Menschen, mit denen wir auf unseren letzten 
Reisen nach dem Westen und Nordwesten in unmittelbare Berührung kamen, den Ausdruck einer tiefen Dankbarkeit zu 
übermitteln, der mehr als eine äußere Bekundung sein soll. Wir fühlten uns jedesmal aufs neue beschämt. Kein Wort der Klage 
oder des Jammers ist hier zu vernehmen, obschon aller Anlaß dazu vorläge. Als wir in Dortmund die riesige 
Versammlungshalle verließen, in der wir vor über 20.000 Menschen gesprochen hatten, streckten sich uns bei der Abfahrt 
unübersehbare Reihen von Händen entgegen. Es waren zumeist Hände aus dem Arbeitsvolk, hart, zerrissen und von Schwielen 
gezeichnet. Wenn der Feind glaubt, daß diese Hände einmal wie 1917 und 1918 feiern würden, um der Front die Waffen zu 
verweigern, dann unterliegt er damit seinem folgenschwersten Irrtum. Sie strecken sich der ganzen Nation entgegen. Wer wird 
sie nicht ergreifen und darin einschlagen? Man würde diese Hände beleidigen, wenn man sie dem feindlichen Ausland 
gegenüber verteidigen wollte. 

Die Menschen im Westen und Nordwesten des Reiches sind durch das Leid, das in den Bombennächten über sie hereinbricht, 
härter und reifer geworden. Man merkt es schon an der Sprache, die hier gesprochen wird. Sie ist knapp, sachlich und fernab 
jeder patriotischen Phrase. Man redet von unglücklichen und tragischen Dingen und Ereignissen fast wie von Alltäglichkeiten. 
Die Sorgen 
349 

haben keine Gelegenheit, sich über Gebühr auszubreiten, weil ihre Träger in einem dauernden erbitterten Ringkampf mit einem 
erbarmungslosen Schicksal stehen, das heute den Nachbarn trifft und vielleicht morgen an die eigene Türe klopft. Die sozialen 
Unterschiede sind vollkommen verwischt. Der Luftkrieg nimmt keine Rücksicht auf Alter, Stand, Beruf und Geschlecht. Nur 
die Gemeinschaft der Bürger bietet einen gewissen Schutz gegen seine tragischen Auswirkungen. Was die Partei bedeutet, das 
haben die Menschen in den Leid- und Brandnächten gesehen und erlebt. Der früher so oft zu Unrecht kritisierte und bespöttelte 
„kleine Hitler" hat hier erneut seine Bewährungsprobe abgelegt. Ohne ihn ginge es einfach nicht, und das weiß auch jeder. Es 



kristallisiert sich hier aus der Partei eine harte, männliche und entschlossene Führungsschicht, die in außerordentlich schweren 
Prüfungen zu beweisen hat, aus welchem Holz sie geschnitten ist. 

Aus der ganzen Anlage der feindlichen Luftkriegsführung ist unschwer zu erkennen, daß sie sich in der Hauptsache gegen die 
zivile Bevölkerung und ihre Kriegsmoral richtet. Sie sucht vornehmlich den Kern der Städte zu treffen, gegen die sich ihre An- 
griffe wenden, vermutlich nur, weil sie dort die meisten Opfer zu finden hoffen. Man muß die im Rhein- und Ruhrgebiet 
zerstörten Stadtgebiete gesehen haben, um die Absurdität der britischen Behauptung zu begreifen, der englische Luftkrieg 
werde gegen unsere Rüstungsproduktion geführt. In den Luftkriegsgebieten weiß jedes Kind, daß das nicht der Fall ist, und 
auch der Böswillige kann sich durch eigenen Augenschein davon überzeugen. Hier liegt hauptsächlich der Grund, warum man 
in den bedrohten Provinzen alle falsche Scham abgelegt hat und den Feind mit einer brennenden Wut und einem verbissenen 
Grimm haßt, wie es sonst nicht zu den Gepflogenheiten des deutschen Volkscharakters gehört. Hier werden die Engländer auf 
gar kein Verständnis rechnen können, wenn sie bei späteren deutschen Gegenschlägen an das Mitleid der 
350 

Welt appellieren. In Wuppertal haben die britischen Terrorflieger zuerst einen großen Teil der Häuser in Brand geworfen und 
dann die aus dem Talkessel fliehenden Menschen im Tiefflug mit Bordwaffen beschossen. Wir beklagen uns darüber nicht, weil 
wir genau wissen, daß das keinen Zweck hätte und den Feind nur ermuntern und zu Wiederholungen anreizen würde; wir stellen 
das lediglich fest und fügen hinzu, daß wir das Bedürfnis haben, auszuspucken, wenn irgendwo noch vom Engländer als 
Gentleman die Rede ist. 

Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Kunst der Improvisation entwickelt und zu welchen beachtenswerten Ergebnissen sie 
führt, wenn Not am Mann ist. In den Luftkriegsgebieten ist man oft gezwungen, von der Hand in den Mund zu leben, und es 
zeigt sich dabei immer wieder, daß auch in scheinbar ausweglosen Situationen am Ende doch ein Ausweg zu finden ist. Die 
Fürsorge, die den Ausgebombten zuteil wird, richtet sich natürlich nach den gegebenen und vorhandenen Möglichkeiten; aber 
sie wird allgemein anerkannt. Mit größter Aufmerksamkeit verfolgt man die Reaktionen der vom Luftkrieg verschonten 
Reichsgebiete auf die Vorgänge in den bedrohten Provinzen. Man nimmt alle Lasten bereitwillig auf sich, verlangt aber mit 
Recht, daß das deutsche Volk den Leiden der betroffenen Bevölkerung auch das nötige Verständnis entgegenbringt. Die 
einzelnen Städte und Gaue suchen sich einander zu übertreffen in der Geschicklichkeit, mit dem angerichteten Unglück fertig 
zu werden. Hier ist ein edler Wettstreit im Gange, der der Sache selbst nur dienlich sein kann. Nichts ist verpönter, als die 
Zerstörungen zum Gegenstand der Schaulust zu machen. Jede Hilfe wird dankbar angenommen, aber die Menschen wollen 
nicht bemitleidet werden. Sie erfüllen auch auf ihrem schweren und gefährlichen Posten ihre Kriegspflichten und wissen genau, 
daß von ihrer moralischen und sachlichen Reaktion auf den feindlichen Luftterror ein gut Teil unseres kommenden Sieges 
abhängt. 

Es gibt keinen Krieg, in dem nicht auch der Gewinner Wunden 
351 

davonträgt. Jeder große militärische Erfolg muß teuer bezahlt werden. Wir Deutschen haben diesen Grundsatz der 
Kriegführung nur zu leicht und zu gern vergessen, weil wir die anfänglichen Siege dieses Krieges zu schnell errungen haben. Im 
Besitz der entscheidenden Positionen müssen wir sie nun verteidigen. Das kostet Opfer und Tränen. Je höher wir unsere Ziele in 
diesem Kriege stecken, um so größerer Anstrengungen bedarf es, sie zu sichern. Wir haben sie zu einem bedeutenden Teil 
schon in der Hand. Die außerordentliche Härte dieses Krieges, die wir vielfach jetzt erst zu verspüren bekommen, ist jener Zoll, 
den wir für den kommenden Sieg zu entrichten haben. Es wäre kaum zu verstehen, wenn der Feind uns unsere Faustpfänder 
kampflos überließe. Er wird immer wieder versuchen, sie uns zu entwinden, und unsere Aufgabe ist es, diese Versuche mit allen 
Mitteln zu vereiteln. Je fester die Beharrlichkeit ist, mit der wir ihm entgegentreten, um so eher wird er sich überzeugen, daß 
sein auch für ihn verlustreicher Einsatz umsonst ist. Auch in diesem Sinne ist die Bevölkerung des Westens und Nordwestens in 
den Bombennächten unmittelbar handelnd in militärische Operationen eingeschaltet, auch wenn sie nur in der zivilen Abwehr 
aktiv werden kann. Der Luftkrieg ist eben Krieg. Daran ändert selbst der Umstand nichts, daß der Feind nach vollzogenem 
Überfall wieder zurückgeht. Er führt die Spitze seines Stoßes gegen einen Faktor, der für die Kriegführung gänzlich un- 
entbehrlich ist, nämlich die Moral des Volkes. Sie wird angegriffen, sie muß sich also auch verteidigen. 

Ohne in den Verruf kommen zu wollen, zynisch zu werden, müssen wir noch auf eine Tatsache hinweisen, die auch in diesen 
schweren Wochen besonders im Rheinland unverkennbar ist und unseres Erachtens der inneren Bereitschaft der dortigen 
Bevölkerung das beste Zeugnis ausstellt. Sie ist im Reich und in der ganzen Welt bekannt, ja berühmt für ihren Humor und 
ihren Mutterwitz. Beide Eigenschaften sind ihr auch in den harten Prüfungen des 
352 

Bombenkrieges nicht verloren gegangen. Man trifft sie auf Schritt und Tritt. Nur wer das rheinisch-westfälische Volk durch 
jahrelangen Umgang genau kennt, kann das richtig verstehen. Das hat gar nichts mit Frivolität oder auch nur mit Wurstigkeit zu 
tun; es ist eine rheinische Art von Optimismus. Die Menschen wollen einfach den Lebensmut nicht verlieren und retten sich 
über die Schmerzen und Peinigungen der Zeit vielfach mit einem Humor hinweg, der anstelle der früheren Harmlosigkeit nur 
den Charakter einer grimmigen Wut angenommen hat. Immer wieder richten sie sich in den Mauerresten aufs neue ein. 



Luftalarme ohne besondere Ereignisse, die in anderen Städten das Tagesgespräch sind, stellen hier lediglich notwendige 
Begleiterscheinung eines Krieges dar, der für jeden Schlimmeres bereithält. 

Jedesmal, wenn wir von einer Reise in die Luftkriegsgebiete nach Berlin zurückkehren, fühlen wir uns neu aufgeladen. Wir 
fahren hin in der Absicht, Kraft zu geben, und stellen dann am Ende doch fest, daß wir viel mehr an Kraft empfangen haben. 
Nur unwirsch und mit Reserve treten wir in einer solchen Verfassung und Stimmung an gewisse Tagesfragen des Krieges heran, 
die den Problemen der Luftkriegsgebiete gegenüber zu einem bedeutungslosen Nichts zusammenschrumpfen. Daß diese oder 
jene Strecke der U-Bahn überfüllt ist, daß man keine Theater- und Kinokarten mehr bekommt, was will das besagen angesichts 
des harten Kampfes, den im Westen und Nordwesten des Reiches ein Teil unseres Volkes um sein Leben, um seine Häuser und 
Wohnungen und um sein Hab und Gut kämpft. Dann fühlt man sich ganz beschämt, bestimmte Dinge wichtig genommen zu 
haben, die höchst unwichtig sind und nicht einmal verdienen, daß man ihrer überhaupt Erwähnung tut. Man wird ungeduldig 
und verständnislos den kleinen Wehwehchen gewisser Zeitgenossen gegenüber, die da glauben, daß ihre eigenen Interessen 
über den Interessen des Krieges stehen, und sich auch entsprechend aufführen. 
353 

Man möchte jedem, der klagt oder sich beschwert fühlt, den Kopf nach dem Westen oder Nordwesten des Reiches drehen und 
seine Augen dahin richten, wo wirklich Krieg geführt wird. Er wird sich dann gewiß klar darüber werden, wie gut es ihm noch 
geht, wie wenig Grund er zum Jammern hat und welchen Dank er denen schuldet, die für ihn mit Frau und Kind und Hab und 
Gut Krieg führen, wo er am härtesten und grausamsten ist, ohne zu wanken und zu verzagen. 

Wir haben niemals den Zusammenhalt mit unserer alten und geliebten Heimat verloren. Sie erschien uns immer als das schönste 
und gesegnetste Stück Erde im großen deutschen Vaterland. In diesen Wochen und Monaten aber sind wir wieder stolz darauf 
geworden, aus dem Westen zu kommen. Es wird nach dem Kriege einmal unsere schönste Aufgabe sein, an dem Neuaufbau der 
Gebiete mitzuwirken, die heute durch den feindlichen Luftterror zerstört werden. Das Vertrauen, das die Bevölkerung der 
Luftkriegsgebiete der Führung des Reiches entgegenbringt, wird von dieser nur als Wechsel angesehen. Wir werden ihn nach 
dem Kriege einlösen. Die verwüsteten Gebiete werden schöner denn je neu erstehen. Weitangelegte Städte, saubere, großzügige 
Wohnblocks, monumentale öffentliche Gebäude, im Frieden eines tiefen und verdienten sozialen Glücks liegende Provinzen 
werden dann zeugen von der Verbundenheit eines ganzen Volkes, das hier seiner nationalen Solidarität das schönste Denkmal 
setzt. 
354 



Der geistige Arbeiter im Schicksalskampf des Reiches 

Rede vor der Heidelberger Universität 
9. Juli 1943 

Es ist kein Zufall, sondern Absicht, daß ich das Podium dieser alten und ehrwürdigen Universität ausgewählt habe, um zum 
geistigen Deutschland zu sprechen. Auch ich habe in Heidelberg studiert, gelitten und gestritten, und hoffe schon deshalb, daß 
meine Worte von dieser Stelle aus von einer besonderen Beweis- und Durchschlagskraft sein werden. Ich verfolge mit ihnen 
den Zweck, eine Reihe von Irrtümern und falschen Vorstellungen, um nicht zu sagen Vorurteilen, aus dem Wege zu räumen, die 
mir dazu angetan scheinen, die einschränkungslose Mitarbeit des geistig schaffenden Menschen an den großen Aufgaben der 
Zeit hypothekarisch zu belasten. Das darf nicht sein, aber das braucht auch nicht zu sein. Wir stehen alle im strengen Dienst an 
einem geschichtlichen Auftrag, und das Urteil der nach uns kommenden Generationen über uns und unsere Epoche wird sich 
danach richten, ob wir uns diesem Auftrag gewachsen zeigten, mehr noch, ob wir ihn in einem Stil und mit einem Erfolg zur 
Lösung brachten, die uns die Achtung und Bewunderung der Nachwelt eintragen werden. Das muß überhaupt und immer der 
höchste Ehrgeiz einer männlichen und kämpferischen Generation sein. Sie kann keinen glühenderen Wunsch hegen als den, in 
einer Zeit zu leben und an einer Zeit mitzuwirken, in der Geschichte gemacht wird. Denn nur in einer solchen hat sie die 
Chance, über den normalen und gleichmäßigen Ablauf der Generationenfolgen hinauszugreifen und ihren Namen in das Buch 
der bleibenden Ereignisse einzutragen. In eine solche Zeit sind wir alle hineingestellt 
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Man kann sie bejahen und verneinen, bewundern und verdammen, aber leugnen kann man sie nicht. Sie ist da, und so wie die 
Menschen sie gestalten, so gestaltet sie die Menschen. Aus diesen wechselseitigen Beziehungen zwischen Mensch und Zeit und 
Zeit und Mensch entsteht jene ebenso schmerzhafte wie wohltuende Zündung, die wir als die eigentliche dynamische Kraft 
unserer Epoche empfinden. Jede Revolution greift tief in das Dasein der Menschen und Völker hinein. Sie ist wie ein 
Scheidewasser, und man kann ihr gegenüber nicht abseits stehen und neutral bleiben. Sie fordert harte Entscheidungen nicht nur 
sachlicher, sondern auch persönlicher Art. Revolutionen pflegen aufs Ganze zu gehen. Sie stellen die Jahrhunderte auf den 
Kopf. Die alten Altäre werden gestürzt und neue aufgerichtet. Revolutionen werden zwar von Menschen eingeleitet und 
durchgeführt, aber sie gehorchen dabei einem Gesetz, das sozusagen in der Luft liegt. Sie können es zwar aufstellen, aber nach 



einem gewissen Ablauf pflegt die Revolution sich selbständig zu machen und nur noch ihrer eigenen Gesetzlichkeit zu 
gehorchen. Wer wollte im Ernst glauben, daß ein so tief aufwühlender Prozeß vor den Kathedern stehenbliebe? 
Das, was wir im Jahre 1933 begannen, muß in diesem Krieg verteidigt werden. Er soll das Reich außen- und weltpolitisch 
sichern. Er ist der Schlußakt des ersten Weltkrieges, ja, ich glaube sogar annehmen zu dürfen, daß die Geschichtsschreibung in 
zweihundert Jahren die Zeit von 1914 bis heute und bis zum Ende dieses zweiten Weltkrieges als eine Einheit, gewissermaßen 
als einen zweiten Dreißigjährigen Krieg empfinden und darstellen wird, der dem deutschen Volke und seiner Führung die 
einmalige historische Chance bot, das zu revidieren und wiedergutzumachen, was sie im ersten Dreißigjährigen Krieg so 
schlecht gemacht und versäumt hatten. Unter diesen Aspekten gewinnt unsere Zeit ein ganz neues Gesicht. Sie ist noch nicht 
dagewesen in ihren schweren 
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Leiden, aber auch noch nicht dagewesen in ihren großen Möglichkeiten. Mit einem Wort: wir haben die Ehre, in einer Zeit ohne 
Beispiel zu leben. 

Es ist klar, daß eine solche Zeit alle Werte umwertet. Auch die Begriffe von Führung und Bildung erfahren dabei eine 
tiefgreifende Wandlung. Es schien bis dahin das Vorrecht der Schicht von Besitz und Intellekt zu sein, der Nation auf allen 
Gebieten die Kräfte der Führung zu stellen. Wir wollen nicht bezweifeln, daß das zu einigen Erfolgen, müssen aber auch 
feststellen, daß es zu einer Unmenge von Fehlleitungen und einer gänzlich falschen Auslese geführt hat. Führung hat an sich nur 
wenig mit Bildung zu tun. Führung ist angeboren, Bildung dagegen anerzogen. Zum Führen gehört eine Art von Talent, um 
nicht zu sagen Genie, das in allen Klassen und Schichten des Volkes gleichmäßig zu finden ist. Man kann nicht behaupten, daß 
ein solches Talent bzw. Genie allein und ausschließlich durch Bildung geweckt oder gefördert würde; im Gegenteil scheint 
diese manchmal bei nicht allzu festen und standhaften Charakteren eher ein Hindernis als ein Antrieb zur Führung zu sein. Die 
Summe der Führungsbegabung ist überhaupt das wichtigste Kapital im politischen Leben eines Volkes. Revolutionen entstehen 
nur dadurch, daß die geborenen Führungstalente eines Volkes sich zu einem wesentlichen Teile nicht durchsetzen und an die 
richtige Stelle gelangen können. Eine echte Revolution bedeutet deshalb nur die Wiederherstellung der natürlichen Wechsel- 
wirkung zwischen dem im Volke vorhandenen Führungstalent und seinem zweckmäßigen Einsatz im Dienst der nationalen 
Entwicklung. Schon diese Tatsache allein bringt bei jeder Revolution eine gewisse Krise des geistigen Lebens, insbesondere 
aber des in ihm gültigen Bildungsideals mit sich. Beide haben sich als nicht ausreichend erwiesen, der Nation die für ihr 
Wachstum notwendige Führungsschicht zur Verfügung zu stellen, mindestens aber nicht, sie durch ein gut funktionierendes 
Ausleseprinzip an den ihr ge- 
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bührenden Platz zu bringen. Sonst wäre die Revolution nicht gekommen. Gelingt nämlich eine Revolution, so ist das immer ein 
unwiderlegbarer Beweis dafür, daß die bessere Führungsqualität in der Opposition steht, die schlechtere aber die Macht besitzt. 
Es ist kaum zu vermeiden, daß das offizielle System, repräsentiert nicht nur durch die Regierung, sondern auch durch die 
Bildung, durch eine gelungene Revolution immer blamiert wird, Seine Ausleseprinzipien haben sich als nicht tauglich erwiesen 
und müssen durch neue, bessere ersetzt werden. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Denn der gewinnende Teil wird 
schon auf Grund seines Erfolges gerne dazu neigen, das Kind mit dem Bade auszuschütten und beim überwundenen Gegner 
neben seinen offenbaren Fehlern auch seine Vorteile zu verdammen, während der verlierende der neuen Ordnung zuerst mit 
Skepsis und Vorbehalt gegenübertritt. Nur durch eine großzügige und faire Behandlungsweise ist dieser Konflikt auf ein 
erträgliches Maß zu begrenzen. Wir kennen alle die schweren, oft kränkenden Auseinandersetzungen zwischen Revolution und 
Bildung aus den Anlangen jeden Umsturzes, die Ausdruck dieser nur zu natürlichen Krise sind. Aber ich glaube doch, daß diese 
sich in unserer Zeit erst recht entzündeten an einer Begriffsverwirrung, die nur dazu angetan schien, die Kluft breiter und tiefer 
erscheinen zu lassen, als sie in Wirklichkeit war. Ich beziehe mich hier vor allem auf das Schlagwort vom Intellektualismus, 
das, leicht hingeworfen und zum Gegenstand eines billigen Spottes gemacht, wertvollste Kräfte unseres geistigen Lebens als 
angegriffen erscheinen ließ, die das nicht verdienten. Sie zogen sich einen Schuh an, der ihnen offenbar gar nicht paßte. 
Jeder Mensch hat den verständlichen Wunsch, als intelligent angesehen zu werden. Aber darum braucht er kein Intellektueller 
zu sein. Unter Intellektualismus verstehen wir nach dem heutigen Sprachgebrauch eine Degenerationserscheinung des gesunden 
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Menschenverstandes, eine Über- oder Unterzüchtung der Beschäftigung mit geistigen Dingen, oder besser gesagt, ein zu starkes 
Inerscheinungtreten der Kräfte des reinen Intellekts gegenüber den Kräften des Charakters, die, wie die Erfahrung beweist, die 
elementarste Voraussetzung der Kunst des Führens bilden. Es ist klar, daß diese Gefahr am deutlichsten in den geistigen 
Berufen in Erscheinung tritt; und hier wiederum sind es nicht die Höhenerscheinungen, die ihr verfallen, sondern eine gewisse 
Schicht von Halbbildung, die genau an der Grenze zwischen natürlichem, unverbildetem Instinkt und Glauben durch Wissen 
und Erkenntnis stehen bleibt. Hier liegt der eigentliche Konflikt. 

Der vorbehaltlose Glaube ist eine hohe Gnade. Wir rechnen uns zu den geistigen Arbeitern. Wir gehören als solche nicht zu den 
naiven glücklichen Naturen, die ihre unerschöpfliche Kraft allein aus dem Glauben ziehen. Aber wir suchen Wissen und 
Erkenntnis nicht zum Gegenbeweis des Glaubens zu erniedrigen, wir machen sie vielmehr zu seinem tragenden Fundament. 



Halbes Wissen führt oft zur Feigheit; das ganze Wissen und die tiefste Tiefe der Erkenntnis jedoch gibt dem Glauben erst die 
sieghafte Kraft, die auch in Stürmen und Gewittern unerschütterlich bleibt. Nicht die Bildung hat unser deutsches 
Führungsleben im kaiserlichen und nachnovemberlichen Reich sterilisiert, sondern die Halbbildung. Die damalige Führung griff 
in der Auswahl ihres Nachwuchses nicht hoch genug nach oben und nicht tief genug nach unten. Sie war der unverkennbare 
Ausdruck einer intellektuellen Gehemmtheit im Planen und Handeln. Es fehlte ihr die Blutzufuhr aus den breiten 
Volksschichten, und darum mußte sie früher oder später scheitern. 

Man mag gegenüber einer solchen theoretischen Beweisführung den Kopf schütteln, aber die Tatsachen bestätigen sie trotzdem. 
Wir Deutschen von damals politisierten, aber wir waren nicht politisch. Wir bildeten uns weiß Gott was darauf ein, ein Volk der 
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Dichter und Denker zu sein, aber waren doch nur ein Volk von Phantasten. Wir wollten die Welt reformieren, ohne eine klare 
Vorstellung von unseren eigenen nationalpolitischen Zielen und Aufgaben zu besitzen, und waren unseren Feinden in dieser 
Verfassung mehr als bequem. Sie konnten sich eine praktischere und erfolgreichere Lahmlegung des nationalen 
Lebensinstinktes von rund hundert Millionen Deutschen mitten im Herzen Europas nicht denken und wünschen als die, die hier 
von uns selbst vorgenommen wurde. Und dabei wartete auf uns die Revision im weitesten Sinne. Die Entwicklung der ersten 
drei Jahrzehnte unseres Jahrhunderts schien ganz dazu angetan zu sein, uns eine geschichtliche Chance zu bieten, wie wir sie in 
der Vergangenheit niemals besessen hatten und in weitester Zukunft vermutlich niemals wieder besitzen würden. Was die 
meisten Deutschen längst und endgültig abgeschrieben hatten, nämlich noch einmal vor 1618 und nicht etwa nur vor 1914 
wieder anzufangen, das winkte uns nun plötzlich als fernes Ziel. Aber zu seiner Erreichung gehörte etwas mehr als nur Intellekt; 
dazu gehörten Mut, Charakter, Zivilcourage und tiefste Einsicht in geschichtliche Gegebenheiten und Möglichkeiten. Die Zeit 
konnte nur gemeistert werden von Männern, von denen der große Preußenkönig einmal sagte, daß sie eherne Herzen und Ein- 
geweide aus Eisen haben müßten und alle Empfindsamkeit von sich zu werfen hätten. 

In diesem Stadium der Dinge griff der Nationalsozialismus ein. Man muß bei ihm scharf unterscheiden zwischen seinen zeit- 
bedingten Aufgaben und seinem geschichtlichen Auftrag. Man könnte alles andere bei ihm abziehen, es brauchte nur die 
Tatsache übrig zu bleiben, daß er die Barriere niederriß, die das Volk selbst von der Ausübung seiner eigenen Führung trennte, 
und er hätte dadurch eine Meisterleistung der Regeneration unseres politischen Lebens vollbracht. Wenn er den Intellekt durch 
die Macht des Glaubens, das ewige Zögern durch die Tat, das Mißtrauen in die 
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uns von Gott gegebenen Kräfte durch ein starkes, souveränes Selbstbewußtsein ersetzte, so half er damit dem eigentlichen Übel, 
der schleichenden Krankheit der Zeit ab. Wir waren nicht mehr nur noch ein Volk von rund hundert Millionen, wir benahmen 
uns nun auch so. Was vordem nur billiges Schlagwort für den Gebrauch zur Galerie herüber war, das wurde jetzt Tatsache: die 
Bahn lag frei für den Tüchtigen. Wir Deutschen wurden nicht gleich in den Rechten und Pflichten, aber gleich in den Chancen. 
Es liegt eine tiefe Symbolik in dem Umstand, daß der Name des flandrischen Dorfes, bei dem im November 1914 deutsche Stu- 
denten mit dem Deutschlandlied auf den Lippen in den feindlichen Kugelregen hineinstürmten und damit bewiesen, daß es noch 
etwas Höheres gebe als die Bildung, nämlich den Mut, daß dieser Name die Überschrift eines Werkes wurde, das sich nichts 
anderes zum Ziel setzt, als dem Volke den Weg zu seinen Bildungsstätten zu öffnen. Ich weiß selbst und aus eigener Erfahrung, 
wie schwer die Kinder unseres Volkes es früher hatten, sich an den hohen Schulen zu behaupten. Nur die ganz Starken und 
Zielbewußten konnten sich hier durchsetzen. Man mag einwenden, das sei eine natürliche Auslese gewesen, die der Sache nur 
dienlich war. Das stimmt nicht. Deutschland bedarf neben seiner hohen Führung s Schicht in Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und 
Politik einer mittleren Führungsschicht, die den Kitt des nationalen Führungslebens überhaupt darstellt. Gerade ihr muß die 
Möglichkeit, nach oben zu steigen, gesichert werden. 

Denn nicht die Einzelgänger allein garantieren die ruhige und stetige Entwicklung des Geisteslebens eines Volkes. Sie sind die 
Kometen, die ungerufen kommen und gehen. Aber hinter ihnen muß ein fester Block von Intelligenz, Willens- und Tatkraft 
stehen, zusammengesetzt aus ungezählten Beamten, Lehrern, Ärzten, Technikern, Ingenieuren und Konstrukteuren; sie bilden 
zu allen Zeiten jenes dauerhafte Fundament, auf dem das Genie fußt und wirkt. 
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Was fehlt uns denn heute, um die weiten Räume, die wir in Besitz genommen haben, mit fruchtbarem Leben zu erfüllen ? Uns 
stehen die großen Wegweiser der Zeit zur Verfügung, die an der Straße des Jahrhunderts ihre Kilometersteine aufstellen, wir 
besitzen ein fleißiges und tapferes Volk, das bereit ist, seiner Führung auf allen Wegen zu folgen; aber die Aufgaben schreien 
geradezu nach Talenten und Begabungen, die, mit solidem Wissen, einem praktischen Verstand und einem brennenden 
nationalpolitischen Glauben ausgestattet, entschlossen und befähigt sind, ans Werk zu gehen und den bisher erreichten Zielen 
des Krieges auch die notwendige Dauerhaftigkeit zu verleihen. 

Selbstverständlich ist das Rohmaterial dazu vorhanden. Man schaue sich in unserem Volke um, und man begegnet den Führer- 
talenten in allen Schichten auf Schritt und Tritt. Eine Kompanie braucht nur ins Gefecht zu gehen und ihren Hauptmann zu ver- 
lieren, und ein Unteroffizier oder Gefreiter, von dem man das vielleicht nie erwartet hätte, tritt mit souveräner Ruhe an die 
Stelle des gefallenen Kompaniechefs und übernimmt das Kommando. Bei den Bombenangriffen auf unsere west- und 



nordwestdeutschen Städte hat sich noch jedesmal, wenn ein Straßenzug abgeschnitten war, irgendein vordem Unbekannter 
gefunden, der die Führung des verzweifelnden Häufleins an sich riß und sich in ihr mit höchster Meisterschaft bewährte. Unser 
Volk besitzt mehr natürliche Führungsbegabung, als wir ahnen. Wir müssen sie nur aufspüren, finden und zum zweckmäßigen 
Einsatz bringen. 

Auch das geistige Leben des Landes kann an dieser Aufgabe nicht vorbeigehen. Es ist die Aufgabe der Zeit. Wir haben 1918 
nicht als Volk, sondern als Führung versagt. Hätte das Reich damals statt der falschen Klugheit, die sich der Gefahr entziehen 
wollte, die Kraft gewählt und einen festen männlichen Entschluß gefaßt, das Volk hätte sich sicherlich einem solchen Ruf von 
oben nicht versagt. Aber wenn an der Spitze kein Beispiel gegeben wird, 
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dann kann unten auch kein Beispiel als Vorbild wirken. Die neue deutsche Führungsschicht, die wir erstreben, muß deshalb aus 
anderem Holze geschnitten sein. Ihre Einsicht vermähle sich mit der Tapferkeit des Herzens, sie sei klug und mutig zugleich, 
sie verachte das Wissen nicht, aber sie soll es auch nicht überschätzen, sie bewahre sich ihren gesunden Menschenverstand in 
allen Lebenslagen, ihr politischer Instinkt reagiere natürlich und ungehemmt, mit einem Wort: sie gebe das nicht auf, was 
unsere Führung früher groß und bewundernswert gemacht hat, und lerne das hinzu, was ihr ehedem fehlte und an dessen 
Mangel sie so furchtbar scheiterte. 

Die Wurzeln auch des geistigen Lebens ruhen im Volke. Das Volk ist der Nährboden, aus dem wir alle unsere Kraft ziehen. Es 
gibt deshalb keine Arbeit von Wert, die nicht im Volke ihren Ursprung und ihr Ziel findet. Selbst die so heißumkämpfte 
Beziehungslosigkeit der Wissenschaft knüpft doch hier ihre Beziehung an. Selbstverständlich muß die Forschung einen freien 
Spielraum haben, in dem sie sich entfalten kann. Das Zweckgebundene braucht nicht immer am schnellsten und sichersten zur 
Erfüllung des Zweckes zu führen, und manchmal gelangt der freischweifende Geist zu tieferen Erkenntnissen, als der bewußt 
zur Erkenntnis hinstrebende. Unsere Wissenschaftler und Forscher neigen ihrer Natur nach zu einer gewissen Reserve dem 
öffentlichen Leben gegenüber. Aber das bedeutet nur in den seltensten Fällen bewußte Ablehnung. Meistens handelt es sich 
dabei um eine Flucht vor der Gebundenheit des Tages und der Materie in die Ungebundenheit der freien und beziehungslosen 
Forschung. Wer wollte das einem ernsten strebenden Geist verargen! Die Nation ist reich und groß genug, um sich einen 
solchen Luxus zu leisten, zumal er nicht selten zu den größten Errungenschaften des menschlichen Lebens überhaupt führt. 
Selbst im Kriege haben wir keine Maßnahme getroffen, um die Freiheit der Forschung in die platte Nutzbarkeit für den 
aktuellen Gebrauch zu zwingen. Das alles ist zu 
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Selbstverständlich, als daß ich darüber Worte verlieren müßte. Nicht nur das künstlerische und kulturelle Leben der Nation geht 
weiter, weil es auch vom Volke aus gesehen in praktische Kriegsleistung umgesetzt werden kann; genau so genießt das wissen- 
schaftliche Leben das Vorrecht, neben dem Kriege ein Reich der freien Forschung aufzurichten und damit eine Substanz 
unseres geistigen Daseins sicherzustellen, auf die wir gar nicht verzichten können, ohne einen Teil unseres nationalen 
Charakters zu verlieren. 

Aber die Beziehungslosigkeit der Wissenschaft ist kein Freibrief für ihre bewußte Abkehr von der Zeit. Auch sie steht in 
höherem Dienst. Man kann sie nicht loslösen von den Aufgaben und Pflichten der Gegenwart, die für jedermann gegeben sind 
und keine Einschränkung dulden. Deutschland war seit jeher das klassische Land der freien Forschung. Wir haben ihr Großtaten 
der Erfindung zu verdanken, die unserem nationalen Namen Ruhm über Ruhm und Ehre über Ehre eingetragen haben. Man 
nenne die bedeutendsten Erscheinungen unter den Forschem und Erfindern der ganzen Welt, und man wird darunter auf Schritt 
und Tritt Söhnen unseres Volkes begegnen. Wir würden uns an einer stolzen Erbschaft unseres Geisteslebens versündigen, 
wenn wir die Kette dieser einmaligen Erfolge abreißen lassen wollten. Es ist keine Phrase, wenn ich mich von dieser Stelle aus, 
die auch mich durch tausend Beziehungen mit einer Zeit des jugendlichen Lernens und Reifens verknüpft, mit lauter Stimme zu 
den Errungenschaften unseres deutschen Geistes und unserer deutschen Bildung bekenne. Sie waren zu jeder Zeit und trotz 
ihrer manchmal offenbaren Mängel und Fehler immer noch besser als die unserer Feinde. Wir haben in ihnen eine Erbschaft 
übernommen, die uns nicht zur Willkür, sondern auf guten Glauben und zu treuen Händen übergeben wurde. 
Wer wollte für sich das Recht beanspruchen, etwas zu zerstören oder zu verneinen, wenn er nicht gleich das anerkannt Bessere 
dafür 
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zur Hand hat. Das geistige Leben eines Volkes hat immer Entfaltungsmöglichkeit nötig. Der gute Wille allein macht nicht den 
Meister, und man soll nicht glauben, daß wir mit unserer nur zu berechtigten Kritik an einem sterilen und blutleeren Intellektua- 
lismus der Mittelmäßigkeit und dem Dilettantismus die Bahn öffnen wollten. Schließlich sind auch wir einmal durch die hohen 
Schulen unserer Universitäten hindurchgegangen und wurden dort mehr gebildet als verbildet. Dafür schulden wir ihnen heute 
noch Anerkennung und Dankbarkeit. Was an ihnen reformbedürftig war, ist reformiert worden. Aber dabei handelte es sich 
doch mehr um äußere Erscheinungen als um die Substanz, wie ja überhaupt unsere Revolution überall peinlich darauf Bedacht 
genommen hat, bei aller Umwertung der Werte die Grundlagen unseres nationalen Lebens zu erhalten, mehr noch, sie zu 



pflegen und aufzulockern, daß sie neue Frucht tragen konnten. Warum sollte das hier anders sein als anderswo? Jedenfalls 
sehen wir keinen Grund, heute das zu verleugnen, was einmal in unserer Jugend jahrelang unser ganzes Leben erfüllte. 
Wenn manchmal gegen die Lehr- und Forschungstätigkeit an unseren Universitäten und wissenschaftlichen Instituten der Vor- 
wurf erhoben wird, sie sei zu breit gelagert und treibe zu großen Aufwand an Geld, Material und Menschen, als daß sich dieser 
noch lohnen könnte, so möchte ich diesen Einwand in keiner Weise gelten lassen. Es ist hier nicht anders als überall anderswo, 
und ich glaube nicht, daß mehr mittelmäßige Professoren auf einen Heinrich v. Treitschke oder Robert Koch kommen als 
schlechte Tenöre auf einen Caruso, subalterne Beamte auf einen Freiherrn vom Stein, durchschnittliche Offiziere auf einen 
Moltke und bürokratische Geheimräte auf einen Bismarck. Im übrigen ist der breite Unterbau unseres wissenschaftlichen 
Lebens eine der Ursachen seines Erfolges. Er müßte eher ausgeweitet als eingeengt werden. Die Vorarbeit ungezählter kleiner 
Talente und fleißiger Begabungen ist 
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nicht selten die Voraussetzung größter geistiger Leistungen. Gewiß gibt es auch im wissenschaftlichen und Forschungsleben 
kometenhaft auftauchende Erscheinungen, die durch einmalige geniale Eingebungen die Entwicklung der modernen Menschheit 
um hundert Schritte vorwärtsbringen. Aber in der Regel ist doch auch hier der Erfolg das Resultat oft Jahrelanger 
angestrengtester Arbeit nicht nur von selten seines glücklichen Finders selbst, sondern auch von selten einer Unzahl 
ungenannter und doch hochverdienter wissenschaftlicher Vor- und Mitarbeiter, die dem im strahlenden Licht des öffentlichen 
Ruhms Stehenden die Bahn bereiteten und durch ihre selbstlose Kärrnerarbeit an vielen Tagen und durch ungezählte Nächte 
hindurch den Weg freimachten, auf dem er den Stein der Weisen finden konnte. 

Vor diesem wissenschaftlichen Werk im Großen wie im Kleinen kann man nur höchste Hochachtung empfinden. Ihm verdankt 
die Nation einen großen Teil ihres heutigen zivilisatorischen Lebens, die Grundlagen ihrer wirtschaftlichen Existenz, das 
Fundament ihres sozialen Standards. Gewiß gibt es dabei auch einigen Leerlauf, der vielleicht hier und da zu vermeiden wäre. 
Aber was will das besagen angesichts der Großleistungen deutscher Wissenschaft und Technik, Forschung und Erfindung, die 
den Ruhm des deutschen Namens in alle Welt getragen haben! Wo gäbe es eine ärztliche Wissenschaft, eine Physik, eine 
Chemie, eine Mathematik, eine Geschichtswissenschaft, wo eine Philosophie, die Königin alles Denkens, ohne die deutschen 
Bahnbrecher, die die Fundamente legten, auf denen meistens die anderen aufbauten ? Diese geistige Pionierarbeit, auch wenn 
sie manchmal etwas abseitig erscheint, verdient alles andere als die Verächtlichkeit, die kurzsichtige Toren ihr hier und da 
entgegenbringen mögen. Sie ist weder überflüssig noch entbehrlich. Sie macht unsere deutschen Universitäten und 
wissenschaftlichen Institute zu weltberühmten Bildungs- und Erziehungsstätten des menschlichen Geistes, zu denen in Friedens- 
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Zeiten ungezählte Wissens- und lernbeflissene junge Menschen aus aller Herren Ländern eilen, um an ihnen zu erkennen, was 
der menschliche Geist vermag und zu welchen Höhen er geführt werden kann durch die Akribie des Fleißes, durch die Logik 
des Denkens, durch den Fanatismus einer nur der Sache geweihten Arbeit, die zwar beziehungslos ihren reinen forscherischen 
Zielen dient, die dabei aber doch im höchsten Dienste am Ruhm und an der Ehre der Nation steht. 

Hier gilt das Wort Richard Wagners, daß deutsch sein eine Sache um ihrer selbst willen tun heiße, in einem ganz nüchternen 
und unpathetischen Sinne. Hier sind Forscher und Denker wie Soldaten am Werke. Sie sind Helden ihrer geliebten und 
vergötterten Wissenschaft, der sie nicht selten ihr persönliches Glück und ihre Gesundheit opfern. Für meistens nur karges Geld 
verschwenden sie ihr ganzes Leben im ewigen Ringkampf mit den Rätseln der Natur und helfen durch ihre Arbeit mit, hier und 
da ein wenig den Schleier zu lüften, den Gott über die Geheimnisse des Alls gelegt hat. Ich habe heute an dieser Stelle das Wort 
ergriffen, um diesem ewigen Geist deutschen Denkens und Forschens meine Huldigung darzubringen. Umgeben von den 
erlauchtesten Vertretern unseres wissenschaftlichen und Forschungslebens möchte ich dabei der tiefen Verbundenheit Ausdruck 
geben, die das aus einer Revolution hervorgegangene junge Deutschland mit den alten und ehrwürdigen Pflegestätten unserer 
geistigen Erziehung und Bildung verknüpft. 

Ich bin der letzte, der nicht das Wort zur Kritik erhebt, wo Kritik geboten erscheint. Kritik aus einem höheren Verantwor- 
tungsgefühl heraus hat ihre Berechtigung, aber auch hier sollte sie sich nur zum Ziel setzen, das weniger Gute und Überlebte 
durch das Gute und erprobte Neue, das Gute aber durch das Beste zu ersetzen. Wenn wir mit Verachtung von den Degeneraten 
eines hohlen Intellektualismus sprechen, so meinen wir damit eine Art 
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von Halbbildung, die nur selten an deutschen Universitäten Platz gefunden hat. Sonst aber weist doch die Geschichte unserer 
hohen Schulen der Beispiele genug auf, daß Männer des Geistes, bis dahin nur in der Stille der Studierstube oder des 
Laboratoriums wirkend, in den großen Notzeiten des Vaterlandes ihre Stimme erhoben und ihren Studenten voran der ganzen 
Nation ein leuchtendes Beispiel kämpferischer politischer Pflichterfüllung gaben. Wo wäre mehr Gelegenheit dazu gegeben als 
in diesem Kriege, der das deutsche Volk vor die letzte Schicksalsprobe stellt! Durch eine Revolution zur Gemeinschaft 
verschmolzen muß es nun die Thesen, Lehren und Errungenschaften seines neuen Lebens in einem gigantischen Kampf 
verteidigen. Mit einer Härte ohnegleichen fällt das Schicksal über uns herein; und wer wüßte nicht, daß, wenn wir ihm 
gegenüber versagten und unter seinen Schlägen den Mut verlören, damit auch alles verloren wäre! 



Das ist eine Sache, die jeden angeht. Die Revolution hat in einem großen Umschmelzungsprozeß die Unterschiede zwischen 
den Klassen und Bildungsstufen unseres Volkes beseitigt. Je länger der Krieg dauert, desto mehr macht er uns alle gleich. Wir 
werden ihm eines Tages Auge in Auge gegenübertreten, und dann müssen wir beweisen, daß wir zum Letzten entschlossen sind, 
um das Höchste zu erreichen. Nur wie aus einem wirren Traum heraus erinnern wir uns der Tatsache, daß an dieser Universität 
das berüchtigte Wort vom Felde der Unehre gesprochen wurde, und machen uns dabei klar, wie tief Deutschland einmal 
gesunken war. Aber zeugt es nicht auch wieder von der ungebrochenen Vitalität und schäumenden Kraft unseres Volkes, daß es 
sich so schnell wieder von einem so schimpflichen Fall erhob und erneut zum Kampf um seine höchsten Lebensgüter angetreten 
ist? Dieser Krieg ist ein Volks- und Rassekrieg. Er fordert eine ganze Entscheidung. Man darf nicht glauben, ihm durch einen 
faulen Kompromiß entgehen zu können. Er stellt uns vor alle nur erdenkbaren Schwankungen 
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und Wechselfälle seines Glücks, und die Göttin des Sieges wird sich erst dann zu uns herniederneigen, wenn wir alle uns von 
ihr zugedachten Prüfungen bestanden haben. Das Leben der Völker ist wie das Leben der Menschen ein ewiger Ausleseprozeß, 
und wer dabei ausgeschieden wird, der zerfällt zu Staub und Asche. Die größten Leiden eines Volkes sind auch seine größten 
Chancen. Es mag schon sein, daß dieser Krieg, wie der Führer in seiner Proklamation vom 30. Januar sagte, an seinem Ende nur 
noch Überlebende und Vernichtete sehen wird. Jenen winkt dann die Zukunft und der ewige Ruhm, diesen gilt nur das Wort: 
Wehe den Besiegten ! 

Wenn ich den um mich versammelten Studenten und Studentinnen, dem jungen akademischen Nachwuchs einige Worte 
widmen soll, so tue ich das in einem Gefühl wehmütiger Erinnerung an eine Zeit, da auch ich in dieser Stadt in ihren Reihen 
saß, das Herz voll von Idealismus und die Stirn umwölkt von himmelstürmenden Plänen, die Gott sei Dank bei mir nicht durch 
die Erfahrungen des Lebens zur Resignation verurteilt wurden. Auch zu meiner Zeit schon kündigte sich die neue Epoche in 
grellem Wetterleuchten an. Wir waren nicht mehr so unbelastet und mit den billigen Vorstellungen einer wonnevollen 
Jugendzeit in die Hörsäle geströmt, wie vielleicht die uns vorangegangenen Semester, die dann bei Langemarck jäh aus ihren 
Träumen gerissen wurden und zum ersten Male Bekanntschaft machten mit dem neuen Jahrhundert, das wir bis heute noch 
nicht gemeistert haben. Auch an den Universitäten hat eine Revolution stattgefunden. Sie hat die studentische Jugend in eine 
neue Beziehung nicht nur zum Volke, sondern auch zur Wissenschaft gestellt. Sie hat dabei vieles über Bord werfen müssen, 
manches, das lästig und überflüssig war, manches aber auch, woran wir uns heute noch gern wie an einen sanften Abglanz 
unserer sorglosen Jugend erinnern. Sie ist für ewig dahin mit allem, was dazu gehörte. Ich bin nicht einer von 
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denen, die die rauschende und brausende Romantik des alten Burschentums heute mit Steinen bewerfen und mit dem Aufgeben 
von Fahne und Band auch die eigene Jugend verleugnen. Ich habe nie an den Äußerlichkeiten des vergangenen Studententums 
teilgenommen und kann deshalb ganz leidenschaftslos darüber reden. So schön und ansprechend es sein mochte, so glanzvoll es 
sich in der Erinnerung verklärt, es ist dahin. Die Zeit ist darüber hinweggerauscht, und wie so vieles andere, das uns lieb und 
teuer war, so lassen wir auch dieses hinter uns. Unser Weg führt zu neuen Ufern. 

Aber man sage mir nicht, daß damit die Romantik des akademischen Lebens endgültig verschwunden sei. Jede Zeit hat ihre 
Romantik, das heißt ihre poetische Vorstellung vom Leben, auch die unsere. Sie ist härter und grausamer als die vergangene, 
aber romantisch ist sie wie diese. Die stählerne Romantik unserer Zeit manifestiert sich in berauschenden Leistungen, in einem 
rastlosen Dienst an einer großen Sache, in einem Pflichtgefühl, das zum unumstößlichen Prinzip erhoben wird. Wir sind alle 
mehr oder weniger Romantiker einer neuen deutschen Geltung vor uns selbst und vor der Welt. Das Reich dröhnender Motoren, 
himmelstürmender technischer Erfindungen, grandioser industrieller Schöpfungen, weiter, fast unerschlossener Räume, die wir 
für unser Volkstum besiedeln müssen, das ist das Reich unserer Romantik. 

Hier hat die Wissenschaft und die Forschung ihr Feld. Hier wird ihr eine Aufgabe gestellt, die weit über die normale 
Beziehungslosigkeit ihres alten Auftrages hinausreicht. Hier erwirbt sie sich auch vor dem ganzen Volke die Achtung und 
Bewunderung, die ihr gebührt und auf die sie angewiesen ist, wenn sie sich im öffentlichen Denken durchsetzen will. Mag sein, 
daß nach einer Zeit überspitzten Intellektualismus, wie sie hinter uns liegt, der Pendel der Entwicklung manchmal genau ins 
gegenteilige Extrem ausschlägt und gewissermaßen nur die Tat Geltung für sich beansprucht. Aber ist das Feld der 
Wissenschaft nicht auch überreich 
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mit Taten bestellt? Wohin wären wir in diesem Kriege geraten und wohin würden wir noch geraten, wenn die großen Forscher 
und Erfinder auch dieser Zeit den Kampf um das Leben ihres Volkes nicht mit demselben Fanatismus und derselben wilden 
Entschlossenheit in ihren Instituten und Laboratorien führten wie der Soldat auf dem Schlachtfeld, der Arbeiter an der 
Drehbank und am laufenden Band, der Bauer hinter Pflug und Egge und der Künstler in der Erhaltung und Mehrung unseres 
ewigen Kulturbesitzes ! Wie oft ist in den vergangenen Jahren und gerade in den letzten Wochen und Monaten in den 
entscheidenden Phasen unserer Waffenentwicklung der Ruf ertönt: Wissenschaftler und Erfinder an die Front! Und sie haben 
sich diesem Ruf nicht nur niemals versagt, im Gegenteil, vom unbekannten Assistenten bis zur weltberühmten Kapazität haben 



sie den ihnen erteilten Forschungsauftrag als Staats- und Volksauftrag empfunden und ihn erfüllt wie eine Mission im Dienste 
der Nation. 

Dieser Krieg in den Instituten und Laboratorien spielt sich nicht auf einem Nebenschauplatz ab. Er ist oft und oft von entschei- 
dendster Bedeutung für den Sieg. Je weniger heute davon gesprochen werden kann, um so mehr wird gerade dadurch dargetan, 
daß hier der Kampf um Sein oder Nichtsein unseres Volkes auf engstem Raum zusammengepreßt seinen prägnantesten 
geistigen Ausdruck findet. Das Volk wird nach dem Kriege seinen Technikern, Konstrukteuren, Erfindern und Forschern auf 
den Knien danken müssen, wenn es erfährt, welcher Anteil am Siege ihre Sache war. 

Muß ich noch Worte verschwenden, um der akademischen Jugend angesichts dieser Aufgabenstellungen ihre Pflicht vor Augen 
zu führen? Hier liegt die Romantik ihres neuen Lebens, hier hat der Lehr-, Lern- und Forschungsauftrag der deutschen 
Universitäten einen zeitgemäßen, in seinem Drang zwar beziehungslosen, in seinem Zweck aber streng gebundenen Ausdruck 
gefunden. Hier 
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entwickelt sich auch das neue Bildungsideal unserer Zeit: hart, spartanisch, fernab jeder falschen und süßlichen Romantik und 
nur noch hingewandt auf die große Zielsetzung der Wiedergutmachung unserer geschichtlichen Sünden und der Aufrichtung 
eines Großreiches der deutschen Nation, frei von allen Fesseln und nur dem Leben und der Zukunft des eigenen Volkes 
geweiht. Ich hatte mitten im totalen Krieg unseres Volkes um seine totale Freiheit und Unabhängigkeit das Bedürfnis, das vor 
aller Öffentlichkeit zu bekunden. Voraussetzung jeder fruchtbaren geistigen Auseinandersetzung ist die Klärung der Begriffe. 
Wir stolpern oft über falsche Namensgebungen und laufen dann Gefahr, in einen zweck- und ziellosen Meinungsstreit zu 
geraten. Hier soll eine neue Terminologie gesetzt werden. In strenger Scheidung des wissenschaftlichen und Forschungslebens 
von den Degenerationserscheinungen eines sterilen Intellektualismus soll damit den deutschen Universitäten und 
Forschungsstätten ihr Ehrenplatz im Leben der Nation eingeräumt werden. Sie haben alle Veranlassung, stolz auf ihre 
Leistungen zu sein. Als das Reich sie rief, waren sie zur Stelle und erfüllten ihre Pflicht, wie man sie nur erfüllen kann. 
Vieles ist bereits getan, vieles bleibt noch zu tun übrig. Aber das ist nicht das Ausschlaggebende. Hat man einmal festen Boden 
unter den Füßen, dann kann alles andere nicht mehr schwer fallen. Gestärkt und innerlich gefestigt wird das geistige 
Deutschland an seine Arbeitsstätten zurückkehren, um den ewigen Kampf des ringenden Menschengeistes mit den 
Geheimnissen der Natur fortzusetzen und auch für unsere Zeit zu gewinnen. 

Dieser Krieg ist mit keinem seiner Vorgänger zu vergleichen. Er geht um das Leben der Nation im tiefsten Sinne, mehr noch, 
um die Wurzeln unseres nationalen Lebens. Er schließt alle Möglichkeiten zum Steigen und zum Fallen unseres Reiches in sich. 
Darum darf sich auch niemand wundem oder beklagen, daß er uns vor ungeahnte Aufgaben und Gefahren stellt, daß er von den 
ewigen 
372 

Schwankungen des Kriegsglücks begleitet ist und uns keine Sorge und Beängstigung erspart. Nur tapfere Herzen werden seiner 
Belastungen Herr werden. Ein stoischer Mut ist hier vonnöten, der dem von Natur aus Beherzten oder aber dem Philosophen zu 
eigen zu sein pflegt. Wenn unsere hohen Bildungsstätten angesichts der geschichtlichen Aufgaben unserer Zeit nicht die Kraft 
fänden, neben dem toten Wissensstoff auch die Tapferkeit des Herzens zu lehren, die wir heute nötiger als alles andere haben, 
dann wären sie nicht wert, die deutsche Jugend in ihren Hörsälen und Instituten zu beherbergen. Seit jeher ist in den nationalen 
Schicksalsstunden unserer Geschichte von hier aus ein Strom von Glauben, Kraft und Erkenntnis auf das ganze Volk 
übergegangen. So muß es auch heute sein. Wer mehr weiß als die anderen, bat damit nur mehr Pflichten. Auf seine Gebildeten 
schaut das Volk in schweren Zeiten, weil es an ihnen eine Stütze und einen Halt sucht. Hier empfangt das geistige Deutschland 
neben seinen Berufsaufgaben noch einen Auftrag des Charakters. Ich habe keinen Zweifel, daß es ihn erfüllen wird. Der Ring 
schließt sich um uns. Wir sind ein Volk geworden und eben im Begriff, den Weg zur Nation anzutreten. Alle großen 
Möglichkeiten liegen offen vor uns; wir brauchen nur zuzugreifen, um uns ihrer zu bemächtigen. 

Es ist die Zeit, wo in Deutschland nicht nur Geschichte gelehrt, sondern auch Geschichte gemacht wird. Sie wird einmal 
abgelöst werden durch eine Zeit, in der die Nebel sinken und der Himmel wieder heiter wird. Dann können wir nichts mehr 
nachholen. Was dann getan ist, bleibt getan; was aber unterlassen wurde, das bleibt ungeschehen. Nur selten neigt sich die 
Göttin der Geschichte herab zu den Menschen und Völkern und streift mit dem Saum ihres Mantels die Erde. Nur selten geraten 
die Grenzen der Reiche ins Wanken, bilden sich neue Gemeinschaften und neue Formen des Zusammenlebens der Völker. Wie 
oft aber haben wir Deutschen solche seltenen Gelegenheiten verpaßt, wie oft standen wir am Ende 
373 

solcher Entwicklungen mit leeren Händen da, während die anderen Großmächte die Zeit klüger zu nutzen verstanden hatten und 
den Gewinn davontrugen. 

Das soll diesmal nicht der Fall sein. Eine große geschichtliche Chance wird ein bereites Volk und eine bereite Führung finden. 
Sie werden über Schmerzen und Leiden der Zeit triumphieren und vorwärtsschreiten, wo es kein Zurück mehr geben kann. Das 
geistige Deutschland will sich diesmal nicht in Träumereien und Phantastereien verlieren, sondern klug und zielbewußt den 
realen Aufgaben der großen Zeit dienen, sich ihnen ergeben mit der ganzen Kraft des Gefühls und dem rastlos ringenden Geist 



der Forschung und Lehre. Dann mag das Wort Friedrich Nietzsches aus dem „Zarathustra", ehedem einem Geschlecht 
zugerufen, das dafür kein Verständnis aufbringen wollte, an unserer Generation seine Erfüllung finden: 
„Die Zeit ist abgeflossen, wo mir noch Zufälle begegnen durften; 
und was könnte jetzt noch zu mir fallen, was nicht schon mein Eigen wäre! 

Und noch eins weiß ich: Ich stehe jetzt vor meinem letzten Gipfel und vor dem, was mir am längsten aufgespart war. Ach, 
meinen härtesten Weg muß ich hinan! Ach, ich begann meine einsamste Wanderung! 
Wer aber meiner Art ist, der entgeht einer solchen Stunde nicht: 

der Stunde, die zu ihm redet: Jetzo erst gehst Du Deinen Weg der Größe! Gipfel und Abgrund — das ist jetzt in eins 
beschlossen! 

Du gehst Deinen Weg der Größe: nun ist Deine letzte Zuflucht worden, was bisher Deine letzte Gefahr hieß! 
Das muß nun Dein bester Mut sein, daß es hinter Dir keinen Weg mehr gibt! 

Hier soll Dir keiner nachschleichen! Dein Fuß selber löschte hinter Dir den Weg aus, und über ihm steht geschrieben: Unmög- 
lichkeit. 
374 

Und wenn Dir nunmehr alle Leitern fehlen, so mußt Du verstehen, noch auf Deinen eigenen Kopf zu steigen: wie wolltest Du 
anders aufwärts steigen? 

Auf Deinen eigenen Kopf und hinweg über Dein eigenes Herz! Jetzt muß das Mildeste an Dir noch zum Härtesten werden. 
Wer sich stets viel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung. Gelobt sei, was hart macht!" 

375 



Weiß die Regierung das eigentlich? 

11. Juli 1943 

Natürlich weiß die Regierung das. So lautet die stereotype Antwort unsererseits auf eine oft aufgeworfene stereotype Frage, 
nämlich ob die Regierung auch über dieses oder jenes orientiert sei, von dem der Fragesteller annimmt, daß sie davon keine 
blasse Ahnung habe und daß sie deshalb von ihm darüber aufgeklärt werden müsse. Die Regierung weiß mehr, als man im 
allgemeinen glaubt. Die vorsintflutlichen Vorstellungen, sie sei von einer chinesischen Mauer umgeben, die sich aus lauter 
böswilligen Menschen zusammensetze, und diese hinwiederum hätten nur das eine Interesse, die Regierung von allen Dingen 
und Vorgängen, die sie nicht nur kennen, sondern auch pflichtgemäß bearbeiten muß, fernzuhalten, diese Vorstellung gehört in 
das Reich der Fabel und der Phantasie. Sie mag vielleicht gestimmt haben in einer Zeit, in der an der Spitze von Staaten 
autokrate, launische Fürsten und Könige standen, umgeben von Höflingen, die jeden Ärger und jede unangenehme Nachricht 
vor ihnen verbergen mußten. Wir können nicht sagen, daß eine Spur dieser Art zu regieren bei uns heute noch im Schwange ist; 
im Gegenteil, wir haben eher den Eindruck, daß der Regierung zu viel, als daß ihr zu wenig Sorgen aufgepackt werden. 
Jedenfalls kann keine Rede davon sein, sie schone sich oder werde von ihrer Umgebung geschont. 

Sie weiß, was sie wissen muß, und mehr noch dazu; und das ist gut so. Wenn sie eine Entscheidung fällt, dann kann jedermann 
davon überzeugt sein, daß sie das nach bestem Wissen und Gewissen sowie in vollster Kenntnis der Umstände tut. Niemals ist 
so 
376 

wenig vom grünen Tisch aus regiert worden wie heute bei uns. Woher bezieht die Regierung ihr Wissen? Von tausend ver- 
schiedenen Stellen. Sie wird orientiert von den dazu berufenen Organen; darüber hinaus aber schöpft sie ihre Kenntnisse vor 
allem auch aus ihrer tiefen Verbundenheit mit dem Volke. Wenn unsereins selbstverständlich auch nicht die ungezählten Briefe, 
die von unbekannten Schreibern in guten wie in bösen Zeiten ständig bei uns einlaufen, alle persönlich lesen kann, da dazu zwei 
Augen bei weitem nicht ausreichen würden und diese Augen außerdem auch noch einiges andere lesen, sehen und besichtigen 
müssen, so werden diese Eingänge doch einer sorgfältigen Überprüfung durch sehr gewissenhafte, vielfach an der Front 
bewährte Mitarbeiter unterzogen, die alles das, was wirklich wesentlich ist, zum Vortrag bringen, das übrige aber unter 
Zuhilfenahme des ihnen dafür zur Verfügung stehenden Partei- und Staatsapparates selbst zu erledigen suchen. Aber das 
bezieht sich natürlich nur auf den Einzelfall, ohne typische Bedeutung. Das Grundsätzliche geht grundsätzlich immer nach 
oben. Wenn eine Sache anfängt staatswichtig zu werden, dann wird sie bei uns nicht in die Wurstmaschine der Bürokratie 
hineingesteckt, dann versuchen wir den Stier bei den Hörnern zu packen, und haben auch meistens Erfolg damit. 
Die Orientierung der Regierung ist eine fortlaufende. Vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hinein und manchmal noch 
einen guten Teil der Nacht hindurch gehen bei uns Ströme von Nachrichten, und zwar von guten und von schlechten, ein. Man 
soll nicht glauben, daß sie, bevor sie vorgelegt werden, durch ein Sieb laufen, das alles, was unangenehm ist und Ärger 
verursachen könnte, zurückhält. Die Nachrichten werden in unkorrigiertem Zustand zur Kenntnis der Führung gebracht, und wir 
sind gar nicht so empfindlich gegen Ärger, als daß wir Aufpasser dafür anstellen müßten, ihn uns fernzuhalten. Schon morgens 
um sieben Uhr liegen die neuesten Telegramme aus aller Welt vor, die uns ein 



377 

Bild der allgemeinen politischen und militärischen Lage geben, so wie der Feind sie sieht. Um acht Uhr folgt ein Bericht über 
die Ereignisse in den Luftkriegsgebieten, der bis in alle Einzelheiten geht, während das Wesentliche zumeist schon im Laufe der 
Nacht von den zuständigen Gauleitungen telefonisch durchgegeben worden ist. Im Amt erwartet uns ein ansehnlicher Berg von 
Akten und Denkschriften über allgemeine kriegswichtige Fragen, die aufmerksam durchgelesen und einer schnellen 
Entscheidung zugeführt werden wollen. Diese Entscheidung fällt meistens im Verlaufe einer Stunde, wenn der behandelte 
Gegenstand nicht längere Beratungen mit den zuständigen Fachbearbeitern erforderlich macht. Eine Darlegung aller irgendwie 
wichtigen Vorgänge aus dem Reichsgebiet folgt. Sie geht meistens bis ins Detail und wird durch Berichte aus dem Volke, die 
brieflich oder mündlich einlaufen, ergänzt. Es müßte ein Zufall sein, wenn dabei etwas Wesentliches vergessen oder übersehen 
würde. Bestimmt aber ist das nicht von Dauer. Was heute unter den Tisch fällt, taucht sicher morgen oder übermorgen wieder 
auf. 

Hieran schließt sich der Vortrag über die Lage im eigenen Gau Berlin an. Dieser ist besonders gründlich und erschöpfend. Es 
wird dabei z. B. nicht verschwiegen, daß augenblicklich die Kartoffeln knapp sind, daß wir eine Übergangszeit bis zur neuen 
Ernte überbrücken müssen und wie das zu geschehen habe. Welches Interesse sollten die vortragenden alten und bewährten 
Parteigenossen daran haben, etwas Unangenehmes zu übergehen? Sie sind ja froh, daß sie ihre Sorgen loswerden und klare 
Entscheidungen bekommen. Wenn in Berlin eine beliebte Autobusstrecke stillgelegt wird, so tut das nicht ein untergeordneter 
Bürokrat, dem es etwa Spaß macht, das Publikum zu ärgern; eine solche Maßnahme wird reiflich erwogen und hin und her 
überlegt, und am Ende siegt dann höchstens die Vernunft über die Popularität. Es ist wichtig, daß Maßnahmen von oben immer 
wieder ihre Überprüfung durch unten er- 
378 

fahren. Das geschieht durch die Partei, die die Hand am Pulsschlag des Volkes hält. Jeder Kreisleiter hat jederzeit bei uns 
Zugang, und Kreisleiter gehören nicht zu jener Sorte von Menschen, die der Führung Potemkinsche Dörfer vor die Augen 
stellen. Wir sind glücklich, neben den Reichsgeschäften noch das Amt eines Gauleiters zu verwalten. Wir haben hier die beste 
Gelegenheit, Entscheidungen im großen in der Auswirkung nach unten ständig zu kontrollieren. Wir sitzen nicht am grünen 
Tisch, wir stehen mitten im Volk. Uns kann keiner etwas vormachen. 

Um elf Uhr folgt der militärische Lagevortrag. Er bringt alles, was man wissen muß, um sich ein ganz klares und erschöpfendes 
Bild vom Stand der militärischen Dinge zu machen. Daran schließt sich eine einstündige Konferenz mit den nächsten 
Mitarbeitern aus Partei, Staat, Presse, Rundfunk, Film und den anderen politischen und geistigen Führungsmitteln an. Hier 
ergreifen alte, bewährte Mitarbeiter das Wort. Die meisten haben lange an der Front gestanden und sich dort hohe 
Auszeichnungen geholt. Jetzt leben sie mitten im Volke, und jeder bringt etwas Wissenswertes mit. Es ist in diesem Kreise nicht 
Sitte, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Befehle werden erst erteilt, wenn alles reiflich beraten und durchgesprochen ist. Die 
Teilnehmer dieser Konferenz haben das einschlägige Tagesmaterial schon sorgsam durchstudiert und sind bestens im Bilde. 
Von leerem Strohdreschen kann hier gar keine Rede sein. Wollte einer in diesem Kreise allgemeine Phrasen oder Illusionen 
zum besten geben, so würde er nur der allgemeinen Lächerlichkeit verfallen. 

Fragen, die in diesem großen Gremium nicht besprochen werden können, bleiben darauffolgenden Einzelberatungen 
vorbehalten. Was man selbst nicht weiß, wird hier kurz und sachlich vorgetragen, und dann fällt die Entscheidung. Draußen 
warten schon die Besucher. Sie stammen aus allen Schichten des Volkes und sind sicherlich nicht nach Berlin gefahren mit der 
Absicht, einem Sand in die 
379 

Augen zu streuen. Mitarbeiter melden sich zur Front ab oder von der Front zurück. Soldaten aller Dienstgrade kommen aus dem 
Osten sowie aus allen anderen Kampfgebieten und berichten. Es ist klar, daß sie sich schon tage-, manchmal sogar wochenlang 
darauf gefreut und vorbereitet haben, alles zu sagen, was ihnen Sorge macht. Welchen Grund sollten sie haben, mit ihrem 
Wissen hinter dem Berge zu halten? Aus dem ganzen Reich und aus allen besetzten Gebieten sind Berichterstatter erschienen, 
ernste, zuverlässige Leute, die Entscheidungen suchen und nicht harmlose Plaudereien abhalten wollen. Aus allen Ecken und 
Enden des Reiches laufen Telefonanrufe ein. Dieser will dieses, jener jenes. Das alles ist eine fortlaufende Kette von 
Orientierung. Wenn einer fragt, ob denn die Regierung dies oder das wisse, so können wir mit gutem Recht zur Antwort geben: 
Sie weiß mehr, als der Laie ahnt. 

Während des Mittagessens sitzen meist ein paar Urlauber dabei, die das Bedürfnis haben, sich einmal richtig auszusprechen. Es 
wird über den Krieg debattiert. Man gibt Anregungen und empfängt solche. Hier steht ein offenes Wort hoch im Kurs. Man 
kann dabei eine ganze Menge von Einzelheiten erfahren, die einem auf dem normalen Dienstweg nur schwerlich zur Kenntnis 
kommen würden. Meistens werden solche Besprechungen den Nachmittag über fortgesetzt, bis ein paar Stunden später die 
neuen Auslandstelegramme einlaufen. Diese werden mit den Mitarbeitern telefonisch erledigt, da die Zeit zu mündlichen 
Besprechungen nicht ausreicht. Wo noch eine halbe Stunde freibleibt, wird sie zu publizistischen Arbeiten oder zur 
Vorbereitung von Reden ausgenutzt. Die Außenwelt sieht man an solchen Tagen lediglich durch einen gelegentlichen Blick aus 
dem Fenster, und das Wetter interessiert nur, soweit es einen günstigen bzw. ungünstigen Einfluß auf die Ernte ausübt. 



Wenn der Abend kommt, fängt das dritte Kapitel der Tagesarbeit an. Es reicht meistens bis in die Nacht hinein. Man muß 
380 

schon sehr froh sein, wenn die letzten Telefonanrufe gegen Mitternacht kommen; meistens kommen sie später. Um die 
angespannten Nerven zu beruhigen, blättert man noch etwas in einem neuen Buch, das die Öffentlichkeit beschäftigt, oder 
orientiert sich über die Meinung des Feindes. 

Daneben laufen die Besuche im Lande. Man fährt zu den Gauen, die es am nötigsten haben, wo man dem Volk etwas zu sagen 
hat und wo man sich durch eigenen Augenschein über Ereignisse und Tatsachen orientieren muß, gegenwärtig also in der 
Hauptsache in die Luftkriegsgebiete. Hier wird einem selbstverständlich alles gesagt und alles gezeigt, rein gar nichts bleibt 
verschwiegen, und wir möchten den Gau- oder Kreisleiter kennenlernen, der bei solchen Gelegenheiten sein Bestreben darin 
sieht, dem Besucher die rosarote Brille aufzusetzen. Er führt ihn dahin, wo die Sorgen am größten sind, bringt ihn mit allen 
Berufen und Bevölkerungsschichten zusammen, trägt ihm die Dinge vor, die von Berlin aus geklärt werden müssen, und nicht 
die, die er schon selbst aus eigener Macht entschieden hat. Es ist geradezu kindisch, anzunehmen, hier gehe man wie die Katze 
um den heißen Brei herum, und Besucher und Besuchte wären nach dem Besuch genau so schlau wie vordem. 
Der Nationalsozialismus repräsentiert das modernste System der Volksführung, und die Partei ist dazu da, dieses System zu 
pflegen und ständig weiter auszubauen. Da sie bekanntlich für alles verantwortlich gemacht wird, hat sie auch ein Interesse 
daran, alles, was unklar ist und dem Volke Sorgen bereitet, einer möglichst gerechten und erträglichen Lösung zuzuführen. 
Dieser Krieg ist unsere große geschichtliche Prüfung. Wir alle wissen, daß wir mit seinem Ausgang stehen und fallen. Was 
könnte uns veranlassen, ihn leichtsinnig aufzufassen? Man glaube doch nicht, wir wären nicht in der Lage, Ärger und Sorgen zu 
ertragen, weil wir dazu zu schwach besaitet wären. Unsere Haut hat durch jahrzehntelange 
381 

Strapazierung überall Hörn angesetzt. Wenn wir empfindsam wären, dann hätte keiner von uns das Jahr 1923 überlebt, vom 
Jahre 1943 ganz zu schweigen. Wir sind in einem ununterbrochenen Sorgentraining begriffen, so daß wir kaum mehr etwas 
Außerordentliches dabei empfinden. Auch wenn es Ziegelsteine hagelt, uns kann nichts umwerfen. 

Wir mußten das einmal in aller Offenheit vor dem Volke besprechen. Viele Menschen machen sich ganz falsche Vorstellungen, 
was Führen im Kriege eigentlich heißt und bedeutet. Es ist eine ununterbrochene Reihenfolge von Arbeit, Sorge und Verant- 
wortung, die sich durch die Tage und meistens auch durch die Nächte hindurchzieht. Sie macht keinen Unterschied zwischen 
Werktag und Sonntag oder zwischen Pfingsten und Weihnachten. Wer fragt da nach Urlaub! Man kann sich nicht von Dingen 
beurlauben, die einem in Fleisch und Blut übergegangen sind, ohne die man nicht leben kann und auch nicht leben mag und die 
einem mehr Sorgen bereiten, wenn man sich von ihnen entfernt, als wenn man sich mit ihnen beschäftigt. Urlaub ist hier nur der 
kurze Schlaf in einer unruhigen Nacht, wenn die ungelösten Probleme gnädig sind und einem nicht im Traum erscheinen. Wer 
hat da den Mut, zu fragen, ob die Regierung dieses oder jenes überhaupt wisse und was sie dagegen zu tun gedenke. Sie weiß so 
viel und tut so viel, daß es gerecht wäre, das, was vielleicht einmal ungeschehen bleibt, mit dem Mantel der Liebe und des 
Verständnisses zuzudecken. Jedes Gehirn und jedes Gedächtnis ist erschöpflich. Sie reagieren nur natürlich, wenn sie das 
Unwichtige abwerfen da, wo Wichtiges wartet, und selbst das Wichtige zurückstellen, wo Wichtigstes auf dem Spiele steht. 
Es ist erklärlich, daß der Einzelmensch, zumal im Kriege, sein Urteil von dem Umkreis ableitet, den er persönlich überschauen 
kann. Je größer der Umkreis, desto reifer und härter das Urteil. Stimmt in diesem oder in jenem Fall die Entscheidung, die von 
382 

oben kommt, nicht mit den Wünschen und Erwartungen überein, die man hier oder da unten hegt, so nehme man nicht gleich 
an, die Regierung wisse weniger als man selbst. Denn meistens weiß sie mehr, und weil sie mehr weiß und deshalb auch mehr 
berücksichtigen muß, glaubt der eine oder der andere sich übergangen oder gar übervorteilt. Die deutsche Führung von heute 
fühlt sich jenseits jeder persönlichen Voreingenommenheit. Sie kennt keinen privaten Ehrgeiz, nur einen sachlichen, und dieser 
hat ausschließlich den Sieg im Auge. Er soll ihr geschichtliches Werk krönen. Dahin zielt deshalb ihr Sinnen und Trachten 
sowie ihr Tun und Unterlassen. Sie trägt die Verantwortung gern, weil sie ihr nicht nur eine Last, sondern auch eine Ehre ist. 
Sie bemüht sich mit allem Ernst und Fleiß, ein möglichst erschöpfendes Bild von der jeweiligen Lage und den in ihr ruhenden 
Möglichkeiten zu gewinnen. Sie wartet, wenn Zeit zum Warten, und sie schlägt zu, wenn die Stunde zum Schlagen gekommen 
ist. Sie erfüllt ihre nationale Pflicht vor der Gegenwart, aber mehr noch vor der Zukunft. 

Darum gebührt ihr das Vertrauen und die uneingeschränkte Gefolgschaftstreue des ganzen Volkes. Denn sie ist darauf ange- 
wiesen, wenn sie Geschichte macht. 
383 



Im Schatten des Waffenkrieges 

18. Juli 1943 



Neben dem Krieg der Waffen, der soeben in ein neues Stadium eingetreten ist, spielt sich ein erbitterter Krieg der Nerven ab. Er 
verdient mehr Beachtung, als ihm im allgemeinen geschenkt wird. Selbstverständlich können nur die Waffen die letzte 
Entscheidung bringen, aber dazu bedürfen sie einiger wichtiger Voraussetzungen, unter denen die Kriegstüchtigkeit der Moral 
von hervorragendster Bedeutung ist. Es wurde schon öfter darauf hingewiesen, daß wir den ersten Weltkrieg auf diesem Felde 
verloren haben, ein Beweis dafür, daß das Fehlen dieser Voraussetzung kriegsentscheidend sein kann. Infolgedessen müssen 
wir heute in dieser Beziehung besonders vorsichtig und argwöhnisch sein, schon weil es naheliegend erscheint, daß der Feind 
nach seinem unverdienten und wohl auch gänzlich unerwarteten Erfolg vom November 1918 gerade hier wieder mit seinen 
Hoffnungen, aber auch mit seinen Versuchungen einsetzen wird. Mehr als anderswo ist auf diesem Gebiet Wachsamkeit am 
Platze. Man wird also verstehen können, daß die deutsche Kriegführung mit äußerster Genauigkeit die dahingehenden 
Absichten des Feindes beobachtet und keine Maßnahme in London, Washington und Moskau unbeachtet läßt, die auch nur im 
geringsten darauf hindeutet. Gebranntes Kind scheut das Feuer. 

Wir haben auch schon verschiedentlich betont, daß der Zusammenbruch des Reiches vom November 1918 nicht auf ein Ver- 
sagen des deutschen Volkes, sondern in der Hauptsache auf ein Versagen seiner Führung zurückzuführen ist. Sie hat in der ent- 
scheidenden Stunde die Nerven verloren und die breiten Massen 
384 

mit ihrem Mißtrauen in die eigene Kraft angesteckt. Die britische Memoirenliteratur aus dem ersten Weltkrieg weist eine 
Menge von Beispielen auf, die das Erstaunen der damaligen englischen Kriegführung über die ganz unerwartete deutsche 
Katastrophe widerspiegeln. Auch das ist ein Beweis dafür, daß dazu gar kein Anlaß vorlag. Unsere damalige Rüstungslage war 
besser als zu irgendeinem andern Zeitpunkt des Krieges. Wir durchschritten zwar ein Tief unserer Ernährungslage, aber das 
wäre bei einer straffen Führung, die dem Volke in aller Eindringlichkeit Gründe und Aussichten der Krise darlegen mußte, ohne 
weiteres zu überwinden gewesen. Mit einem Wort: wir verloren den Atem in einem Augenblick, in dem mehr als je zuvor alle 
Kraft auf den Sieg konzentriert werden mußte. 

Ein Grundgesetz des Kampfes, spiele er sich nun unter Einzelmenschen oder unter Völkern, im sportlichen, politischen oder 
militärischen Leben ab, lautet, bis zur letzten Minute den Atem zu behalten. Daß diese letzte Minute die schwerste ist, liegt auf 
der Hand. Wie die Sieger eines großen Fußballkampfes in einer anderen Verfassung das Spielfeld verlassen, als sie es betreten 
haben, so wird auch ein Volk wesentlich verschieden aussehen, ob es einen Krieg beendet oder damit beginnt. Der Krieg 
schlägt immer Wunden, und zwar sowohl dem Gewinner als auch dem Verlierer. Uns Deutschen ist das in der ersten Hälfte des 
Krieges nur nicht klar geworden, weil wir dabei fast gänzlich unverletzt blieben. Wir teilten Hiebe aus, ohne solche zu 
empfangen. Die militärische Auseinandersetzung konnte in dieser Kriegsphase in keiner Weise als offen angesprochen werden. 
Wir kämpften, um das Beispiel zu wiederholen, ausschließlich im gegnerischen Strafraum und erzielten dabei in der ersten 
Hälfte einen Vorsprung, der hier und da sogar das Interesse am unmittelbaren weiteren Kampfverlauf erlahmen ließ. Es hat sich 
seitdem nur geändert, daß die Entwicklung des Krieges offener geworden ist, ohne daß damit selbstverständlich 
385 

unser Vorsprung aus seiner ersten Hälfte vom Feind in wesentlichen Dingen wettgemacht wurde. Wir kämpfen immer noch mit 
den weitaus größeren Chancen, nur daß der Feind verzweifelt aufzuholen versucht und schon beim Entstehen einer kritischen 
Situation für sich einen psychologischen Vorteil verbucht. Wir müssen uns also daran gewöhnen, daß die Auseinandersetzung 
zumal im augenblicklichen Stadium einen flüssigeren Charakter angenommen hat, dürfen aber nicht in den Fehler verfallen, uns 
von der vom Besiegten aus durchsichtigen Gründen verbreiteten Psychose seines langsamen Kommens anstecken zu lassen. 
Auf dieses Ziel läuft die feindliche Propaganda besonders im Zusammenhang mit den Kämpfen um Sizilien hinaus. Sie bauscht 
die wirklichen oder vermeintlichen Erfolge des Gegners, die unseren kriegsentscheidenden gegenüber von nur zweitrangiger 
Bedeutung sind, in einer Art und Weise auf, die dem leicht zu beeinflussenden Beobachter den Eindruck aufzwingen soll, daß 
der Feind sich auf der Straße des Sieges befinde. Dabei hat er als beachtliche und schon feststehende Ergebnisse seiner 
Kriegführung überhaupt nur die vergangene Winterkrise, Nordafrika und den Luftkrieg zu verzeichnen. Keines davon ist an 
kriegsentscheidender Bedeutung auch nur im entferntesten etwa mit der militärischen Niederwerfung Frankreichs zu 
vergleichen, von der Ausweitung unserer Rüstungs- und Ernährungsbasis im Osten ganz zu schweigen. Und was den Luftkrieg 
anlangt, so sind die Schläge, die wir dem Feind im Herbst und Winter 1940 zugefügt haben, auch im jetzigen Stadium der 
Entwicklung noch ungleich viel höher zu werten als die, die er uns heute zufügt. Wie er damit fertig geworden ist, so werden 
und müssen wir damit fertig werden. Das kostet Opfer und Verluste, ist aber von kriegsentscheidender Bedeutung. Auch diese 
Phase des Krieges wird überwunden werden, hier gilt das Wort, daß, wer zuletzt spricht, recht behält. 
Wir wollen damit in keiner Weise die Leiden, die unsere Be- 
386 

völkerung in den Luftkriegsgebieten zu ertragen hat, bagatellisieren. Wir fühlen uns erhaben über den Verdacht, mit Zynismus 
an ein Problem des Krieges herantreten zu wollen, das von einer so ausschlaggebenden Bedeutung ist. Genau so wie die 
Kriegführung einer Division oder einem Armeekorps, das einen besonders gefährlichen und bedrohten Frontabschnitt zu halten 
hat, ihre stärkste Hilfe angedeihen läßt, so auch einem Bevölkerungsteil, der als Vorposten des ganzen Volkes mitten im 



Bombenhagel steht. Sie muß sich auf die kämpfende Front im Felde und in der Heimat verlassen können. Beide haben sich 
immer vor Augen zu halten, daß sie auf ihrem jeweiligen Abschnitt das Reich verteidigen. Die Stunde ihrer Probe ist die Stunde 
ihrer Bewährung. 

Die anglo-amerikanische Kriegführung führt gerade im gegenwärtigen Entwicklungsstadium des Krieges gegen die Achsen- 
mächte eine Nervenkampagne durch, die sich zum Ziel gesetzt hat, ihre Führungen und Völker an der Sieghaftigkeit ihrer Sache 
irre zu machen. Dieser Plan ist zwar für Leichtgläubige raffiniert und boshaft angelegt, kann aber beim Kenner keinerlei 
Eindruck hervorrufen. Wenn man in London oder Washington in ziemlich regelmäßigen Abständen einmal an den und einmal 
an jenen Achsenpartner mit dem Ersuchen herantritt, bedingungslos zu kapitulieren, so ist das dasselbe, wie wenn der 
Spielführer einer unterlegenen an den Spielführer der siegenden Mannschaft das Ansinnen stellt, das Spiel bei einem Vorsprung 
von etwa 9:2 abzubrechen, weil es dem Sieger angeblich keine Chancen mehr böte. Man würde eine Mannschaft, die darauf 
einginge, mit Recht auslachen und anspucken. Sie hat ja schon gesiegt, sie muß ihren Sieg nur verteidigen. Wir würden im 
umgekehrten Falle dem Feind gegenüber nie auf einen solchen Gedanken kommen, weil uns die dazu notwendige politische 
Frechheit, die den Engländern vor allem eigen ist, fehlt. Wir sehen den Krieg realistischer und wollen deshalb auch nicht von 
einer Illusion in die andere geschleudert, sondern 
387 

über seine Ereignisse und Wechselfälle sachlich unterrichtet werden. 

Die englische Kriegführung braucht in dieser Beziehung auf das eigene Volk kaum Rücksicht zu nehmen. Sie führt ihre 
Nachrichtenpolitik ausschließlich gegen uns, gleichgültig was die öffentliche Meinung zu Hause und in der Welt darüber denkt. 
Die Invasion auf Sizilien beispielsweise ist in London seit Monaten an allen nur möglichen Punkten Europas als direkt, ganz 
direkt oder unmittelbar bevorstehend angekündigt worden. Man legte sich dabei auf stets wechselnde Termine fest, und wenn 
sie nicht eingehalten wurden, unterschob man der deutschen Propaganda, sie erfunden zu haben. Offenbar war das alles, von 
der englischen Seite aus gesehen, ein Stück Nervenkrieg, womit man uns nervös und unsicher machen wollte und will. 
Selbstverständlich ist das weder gelungen noch kann das überhaupt gelingen, da wir eine Invasion erwarten, wo sie 
schlechterdings möglich erscheint, von wahrscheinlich ganz zu schweigen. Aber das englische Volk nimmt seiner Führung ein 
so freizügiges Spiel mit der Nachrichtenpolitik in keiner Weise übel. Der Mann von der Straße weiß hier sehr wohl zu 
unterscheiden, was auf Wahrheit beruht und was nur auf Bluff des Gegners berechnet ist. Niemand in England denkt auch nur 
daran, die eigenen Nachrichten über militärische Erfolge auf die Goldwaage zu legen. Es hat sich hier also eine Art von 
Nebenkriegsschauplatz aufgetan, auf dem der Feind mit einer zynischen Rücksichtslosigkeit operieren kann. Wir haben zwar 
nicht die Absicht, ihm in seinen Methoden zu folgen, aber es muß uns wenigstens erlaubt sein, ihnen mit äußerster 
Zurückhaltung zu begegnen. 

Und gerade dadurch findet der gegen uns geführte britische Nervenkrieg seine drastische Widerlegung. Sowohl in London wie 
in Washington und Moskau möchte man von uns mehr erfahren, als wir augenblicklich zu sagen in der Lage und willens sind. 
Die deutsche Wehrmacht hat nichts an ihrer alten Stärke eingebüßt. 
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Ströme von Mannschaften und Waffen haben unsere Verbände an allen Fronten mehr als aufgefüllt. Uns steht eine operative 
Reserve zur Verfügung, die selbst für einen außerhalb der normalen Erwartungen liegenden Ausnahmefall ausreicht. Der Feind 
möchte sie wenigstens zu einem bedeutenden Teile an Punkte dirigieren, die mehr für den Nerven- als für den Krieg der Waffen 
in Betracht kommen. Wenn man vor allem in London und Washington immer wieder behauptet, an dieser oder jener Stelle eine 
neue Initiative ergreifen zu wollen, so muß es uns überlassen bleiben, darauf in Wirklichkeit oder nur zum Schein zu reagieren. 
Aber man kann uns mit solchen Prahlereien nicht aus der Reserve herauslocken und zu unüberlegten Gegenäußerungen 
ermuntern. So klug, wie man in London ist, waren wir schon längst. 

Auch was den Luft- und den U-Boot-Krieg anlangt, ist heute Zurückhaltung in der Nachrichtenpolitik das oberste Gebot. Es be- 
darf keiner Betonung, daß von Seiten der deutschen Kriegführung alles nur Mögliche getan wird, um uns auf diesen beiden 
Kriegsschauplätzen wieder aktiv zu machen. Wenn darüber öffentlich nichts gesagt wird, so hat das seine guten Gründe, 
bestimmt aber nicht den, daß wir darüber nichts zu sagen hätten. Wir sprechen nur nicht davon, um dem Feind keine Handhabe 
zur Beurteilung kommender Entwicklungen zu geben. Es soll deshalb jedoch niemand glauben, daß die Regierung allein nicht 
wüßte, was heute jedes Kind weiß. Sie ist natürlich über alle Merkmale des Luft- und U-Boot-Krieges genauestens im Bilde und 
kennt auch seine Auswirkungen bis in die letzten Einzelheiten. Ihr Schweigen ist eher positiv als negativ zu bewerten. 
Keinesfalls aber darf angenommen werden, daß sie die Dinge laufen läßt, wie sie laufen. Dafür steht zu viel auf dem Spiele. 
In einer Zeit, die so wie diese der Kriegführung tausend Gebote der Schweigsamkeit auferlegt, ergreift meistens der Gerüchte- 
macher das Wort. In seinem inferioren Instinkt wittert er die 
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günstige Gelegenheit. Je weniger von oben gesagt werden kann, um so ausschweifender wird seine Phantasie. Er macht die 
eigene Feigheit und Dummheit zum Ansporn seiner aufgeblasenen Tätigkeit und will sie noch als höhere Klugheit gewertet 
wissen. Es gibt überhaupt keinen Blödsinn, den er nicht ausschwitzt, kolportiert und mit schmatzendem Behagen als letzte 



sensationelle Neuigkeit anbietet. Hundertmal durch die Tatsachen und Ereignisse widerlegt; wagt er sich zum hunderteinsten 
Male hervor, wo ihm die Gelegenheit günstig erscheint. Mit der Miene des Besser- und Alleswissers auftretend, entwirft er ein 
Bild vom Stand der Dinge, das in seiner Absurdität geradezu grotesk wirkt. Seine Quellen sind mehr als ordinär. Aber sie 
genügen, ihm in den Augen des harmlosen Publikums den magischen Zauber der Orientiertheit zu verleihen. Seine 
Unduldsamkeit weist jeden Widerspruch zurück, und wenn man an seinen gesunden Menschenverstand appelliert, beruft er sich 
auf seine Vertrauensmänner, die es doch wissen müssen. Wollte man ihm Glauben schenken, so würden in den Wehrmacht- 
führungsstäben und Ministerien vornehmlich die Portiers und Putzfrauen zu den geheimsten Beratungen zugezogen. Besonders 
beweiskräftig ist für ihn betreffs des weiteren Kriegsverlaufs ein mysteriöser Quatsch von Zahlenspielereien, bei Friedrich dem 
Großen oder Napoleon beginnend und genau bei dem Tage endend, an dem der Krieg aufhört. Solche Zeiterscheinungen dürfen 
nicht ernst genommen, sie müssen lächerlich gemacht werden. Für sie besteht der Stoff, aus dem Geschichte gestaltet wird, 
nicht aus Völkern, Kontinenten und unaufhaltsamen Zeitströmungen, sondern aus Kaffeesatz. Es gehört schon eine 
bewundernswerte Naivität dazu, solche und ähnliche Kindereien mit Gewichtigkeit zu diskutieren. Sie verdienen keine 
Überlegung, sondern nur allgemeine Heiterkeit. 

Wir sehen den Krieg aus einer wesentlich ernsteren Perspektive. Für uns ist er nicht nur ein erbitterter Kampf der Waffen, 
sondern 
390 

ein ebenso erbitterter Kampf der Geister, Herzen und Nerven. Auch hier wird um die Entscheidung gerungen, und manchmal 

verlagert sich sogar ein bedeutender Teil des Schwergewichtes des Krieges nach dieser Seite. Dann muß sich auch der Zivilist 

wie der Soldat benehmen: er muß wachsam und tapfer sein, er muß aufpassen, was der Feind tut und unternimmt, um daraus auf 

seine Absichten zu schließen, er muß unter Hintansetzung seiner eigenen Meinung auf das Kommando von oben hören und 

gehorchen, als hinge von seinem Handeln allein das Gelingen und der Sieg ab. 

Denn der Nervenkrieg begleitet den Krieg der Waffen wie ein Schatten. Er macht zwar im Gegensatz zu ihm keinen Lärm mit 

Kanonen und auffahrenden Panzerdivisionen, aber seine Geräuschlosigkeit ist nur ein Zeichen für die stumme Erbitterung, mit 

der auch auf diesem Felde gekämpft wird. 

Der Gerüchtemacher ist hier zu werten wie der Panikmacher im Felde. Er gilt dort als Feigling, der ständig versucht, seine 

eigene Angst auf die kämpfende Front zu übertragen, und dadurch, wenn man ihn gewähren läßt, leicht eine ganze Kompanie 

und noch mehr in Verwirrung bringen kann. An der Front pflegt man solchen Kreaturen schnellstens das Handwerk zu legen, 

und zwar meistens durch Selbsthilfe. 

Man tue es in der Heimat auch! 

391 



Die Voraussetzung zum Sieg 

25.Juli 1943 

Entgegen einer vielfach vertretenen Auffassung hat der Krieg auch in diesem Sommer wieder eine flüssigere Entwicklung an- 
genommen. Die Stagnation der vergangenen Monate ist überwunden. Sowohl an der Ostfront wie auch im Mittelmeerraum hat 
der Feind neue Aktionen eingeleitet, auf die eine von ihm kaum erwartete und wohl auch nicht mehr für möglich gehaltene 
Reaktion der Achsenmächte erfolgt ist. Das dumpfe Schweigen der Waffen hat sich gelöst. Wiederum rast der Krieg über die 
freien Felder an den Rändern unseres Kontinents und hält unter den Bewerbern um die Palme des Sieges eine harte und 
unerbittliche Musterung ab. Wir rücken der Entscheidung um ein gutes Stück näher. Es wird sich nun erweisen müssen, ob 
unsere monatelangen Bemühungen im Zeichen des totalen Krieges den erwünschten Erfolg gezeitigt haben. Von unserer Seite 
aus ist alles geschehen, was geschehen konnte und unsere Wehrmacht damit instandgesetzt worden, mit den Belastungen dieses 
Sommers fertig zu werden. Sie kann und wird ihnen nicht ausweichen, und auch das deutsche Volk zieht eine harte 
Entscheidung auf diesem oder jenem Kriegsschauplatz einem langen und entnervenden Zuwarten vor. Die Aktion ist der 
sinngemäßeste Ausdruck des Krieges. Sie allein kann Lösungen herbeiführen, die einer Taktik der verhaltenen Defensive ewig 
versagt bleiben. 

Das gilt auch im umgekehrten Sinne für die Feindseite. Die internationale Spannung, die sie durch eine großangelegte Nerven- 
kampagne noch künstlich verstärkt hatte, ist gelöst. Aus Worten 
392 

müssen nun Taten werden. Es kann dem Gegner nicht mehr genügen, nur von unserer kommenden Vernichtung zu schwärmen, 
er muß sie nunmehr ernsthaft versuchen. Was das bedeutet, darüber wird man sich auch in London, Washington und Moskau 
nach den ersten Waffengängen dieses Sommers klar sein. Sie haben die bisherige Darstellung der allgemeinen Lage, wie sie im 
Feindlager gang und gäbe war, Lügen gestraft. Die deutsche Wehrmacht hat sich überall, wo sie zum Einsatz kam, wieder in 
alter Kampfkraft gezeigt. Aus dem Spaziergang der Engländer und Amerikaner quer durch Europa wird nichts werden. Sie 
müssen kämpfen, und zwar gegen eine Härte und Erbitterung unseres Widerstandes, die offenbar alle leichtfertigen 



Vorstellungen des Feindes weit in den Schatten stellen. Es handelt sich jetzt für ihn nicht mehr darum, bequeme militärische 
Erfolge an der Peripherie zu erringen. Europa ist zum Entscheidungskampf angetreten. Was das bedeutet, das werden unsere 
Gegner zur gegebenen Zeit in einem Umfang zu verspüren bekommen, der ihnen alles andere als willkommen sein wird. 
Wir sehen der weiteren Entwicklung mit gelassener Ruhe entgegen. So wie wir uns durch den Nervenkrieg des Feindes in den 
vergangenen Wochen und Monaten nicht irre machen ließen, so auch jetzt nicht durch den Ansturm seiner Waffen. Wir wissen 
sehr wohl zu unterscheiden zwischen dem, was beim Gegner gespielt und was bei ihm echt ist. Wir sind zu lange in die 
Geschäfte des Nervenkriegs eingeweiht, als daß er auf uns noch irgend einen Eindruck machen könnte. Und was die Schlagkraft 
der Waffen anlangt, so ist unser Vertrauen zu unserer Wehrmacht unbegrenzt. Die bisherigen Rückläufigkeiten der 
Achsenkriegführung waren ausschließlich auf höhere Gewalt zurückzuführen. Ihnen gegenüber stehen einmalige geschichtliche 
militärische Erfolge, die auch vom Feind nicht wegdiskutiert werden können. Sie haben nicht den geringsten Teil ihrer 
fortwirkenden Kraft verloren; im Gegenteil 
393 

zeichnen sie auch heute noch das allgemeine Kriegsbild und sichern uns die festen und uneinnehmbaren Positionen, auf denen 
unsere weitere Kriegführung beruht. Die Faustpfänder, die wir besitzen, reichen aus zu einem vollen Sieg. Wir können nur be- 
grüßen, daß sie erneut auf die Probe gestellt werden. Das stärkt unsere Zuversicht und wird manche leichtfertige Hoffnung des 
Feindes zertrümmern. 

Im Gegensatz zu unseren Operationen im Osten während der beiden vergangenen Sommer, die darauf angelegt waren, weit- 
räumige Erfolge zu erringen, handelt es sich bei den diesjährigen vom Feind eingeleiteten Operationen darum, den Sowjets 
einen möglichst schweren Aderlaß an Truppen und Waffen zuzufügen. Das ist schon zu einem bedeutenden Teil geschehen und 
wird in größtem Umfang auch weiterhin geschehen. Die augenblicklichen Materialschlachten im Osten sind damit Vorspiel zum 
kommenden Winter. Wie die lange Dauer des Krieges am Mark unserer nationalen Kraft zehrt, so viel mehr und in einer viel 
gefährlicheren Weise auch an dem unserer Feinde. Wir sitzen am längeren Hebelarm. Wir haben die Faustpfänder des Sieges in 
der Hand, nicht die Gegenseite. Was das bedeutet, das wird uns erst im weiteren Verlauf der Kriegsoperationen ganz klar 
werden. Selbstverständlich weiß man das auch im Lager des Feindes. Die Siege, an denen man sich drüben freut und über die 
man jetzt in laute Jubelhymnen ausbricht, können mit denen, die wir zur Voraussetzung des kommenden Endsieges errungen 
haben, überhaupt nicht verglichen werden. Selbst in London, Washington und Moskau wird man sich keinem Zweifel über die 
Tatsache hingeben, daß der europäische Kontinent sich in seinen ausschlaggebenden Teilen nicht nur militärisch, sondern auch 
kräfte- und einsatzmäßig in unserer Hand befindet. Er erleidet zwar an dieser oder jener Stelle gelegentliche Verwundungen, 
die aber keine lebenswichtigen Organe betreffen. Diese sind trotz allen Geschreis der Gegenseite unverletzt geblieben. 
394 

Eine Kriegführung, die wie die unsere auf lange Sicht geplant ist und große geschichtliche Ziele verfolgt, kann nicht mit dem 
Zentimetermaß örtlich oder zeitlich bedingter Ereignisse gemessen werden. Sie muß nach einer großen Projektierung angelegt 
sein und darf keinesfalls unter Rücksichten auf Prestige oder äußere Geltung stehen. Wir kämpfen in diesem Kriege, um unser 
Leben zu verteidigen, und zwar mit den Mitteln, die uns jeweilig dafür zu Gebote stehen. Es ist dabei unvermeidlich, daß die 
Entwicklung manchmal nach dieser und manchmal nach jener Seite ausschlägt. Wir gehören durchaus nicht zu denjenigen, die 
sich vom Kriege ein durch leichtfertige Illusionen getrübtes Bild machen. Wir sehen die Dinge ganz realistisch. Aber gerade 
deshalb kommen wir immer wieder zu dem Schluß, daß unsere Sache nur durch uns selbst gefährdet werden kann. Unser Volk 
hat in den Problemen der großen Politik und Kriegführung nur wenig Erfahrung und neigt leicht dazu, sie mehr mit dem Gefühl 
als mit dem Verstand zu beurteilen. Seine Führung hat deshalb um so mehr die Pflicht, mit nüchternem Realismus an die Fragen 
dieses Krieges heranzutreten und sich in keinem Falle in der Entscheidung wirklich lebenswichtiger Angelegenheiten durch 
Überlegungen des Tages bestimmen zu lassen. Der Krieg mag im einzelnen und für den Einzelnen noch so hart werden, er ist 
immer noch besser und erträglicher als ein sogenannter Frieden, wie unsere Feinde ihn uns aufzwingen würden, wenn wir ihren 
Versuchungen erlägen. So wenig dazu eine Veranlassung, so wenig ist aber auch eine Möglichkeit dazu gegeben. 
In Lager unserer Gegner weiß man sich gar nicht zu lassen vor Übermut über die vermeintlichen oder wirklichen Erfolge, die 
man in jüngster Zeit errungen hat. Das ist schon so oft so gewesen, daß es auf uns kaum noch einen Eindruck macht:. Man 
rechne die angeblichen Siege, die die Gegenseite in den vergangenen zwei Jahren glaubte verbuchen zu können, zusammen und 
stelle sie der 
395 

Frage entgegen, ob dadurch die allgemeine Kriegslage eine grundlegende Wandlung erfahren hat. Die Antwort auf diese Frage 

lautet: 

Nein. Alles in allem hat die Feindseite es zwar verstanden, psychologisch an Boden zu gewinnen; militärisch dagegen hat sich 

nicht viel geändert. Jedenfalls glauben wir annehmen zu dürfen, daß die Engländer, wenn sie die in unserer Hand befindlichen 

Faustpfänder selbst in der Hand hätten, auch nicht den geringsten Zweifel an ihrem späteren endgültigen Sieg erlauben würden. 

Woraus andererseits wieder geschlossen werden muß, daß ihr Rede- und Schreibfeldzug gegen uns nur reine Agitation darstellt, 



ausschließlich darauf berechnet, die Weltmeinung für die Sache des Feindes zu gewinnen und uns an unserer eigenen Sache irre 

zu machen. Es liegt ganz bei uns, ob das gelingt. 

Es wird vielfach die Meinung vertreten, daß der moderne Materialkrieg mit Kriegen vergangener Jahrhunderte überhaupt nicht 

mehr zu vergleichen wäre. Das stimmt, wenn man den Krieg nach seinen äußeren Ausdrucksformen beurteilt, stimmt aber nicht, 

wenn man ihn nach seinem inneren Gehalt bewertet. Kriege sind zu allen Zeiten Schicksals- und Daseinskämpfe der Völker 

gewesen, und wenn heute in Riesenschlachten Millionen wehrbereiter Männer aufeinanderprallen, während in früheren 

Jahrhunderten nur Zehntausende, auch nur Tausende und manchmal sogar nur ein paar hundert ihre Kräfte miteinander maßen, 

so sagt das über den Krieg selbst gar nichts aus. Immer wurde von seinem Ausgang ein neues Zeitalter bestimmt, im Guten wie 

im Bösen. Völker werden damit entweder in ihrem Lebensnerv getroffen bzw. ganz ausgelöscht oder aber auf die Höhe ihres 

geschichtlichen Triumphes getragen. Sie mußten und müssen deshalb auch immer dasselbe für den Sieg zum Einsatz bringen, 

nämlich ihre Existenz. 

Es wäre ein grober geschichtlicher Irrtum, zu glauben, daß ein Volk heute dieser Notwendigkeit entfliehen könnte. Der 

moderne Materialkrieg ändert daran gar nichts. Er hat nur die Methoden der 

396 

Kriegführung verschärft, wohl auch revolutioniert, aber sie dienen auch in diesem Krieg noch wie immer vordem dem gleichen 
Ziel, dem Sieg oder der Vernichtung. Wenn wir Deutschen uns als Großmacht, ja überhaupt als Volk behaupten wollen, dann 
müssen wir mit unserer Existenz um unsere Existenz kämpfen. Ein Verlust dieses Kampfes würde nicht nur ein unausdenkbares 
Unglück über die heute lebende Generation hereinführen, sondern, was noch viel schlimmer wäre, unsere völkische Substanz so 
weit vernichten, daß sie für alle absehbare Zukunft kaum noch zu einer Lebensregung fähig wäre. Das ist das unausgesprochene 
und oft auch ausgesprochene Kriegsziel unserer Feinde. Für dieses Ziel haben sie uns angegriffen, und dafür lassen sie heute 
kein Mittel unversucht, uns durch Waffengewalt und List in die Knie zu zwingen. Je mehr wir von der Überzeugung unseres 
unantastbaren geschichtlichen Rechtes durchdrungen sind, um so weniger werden wir den Wechselfällen des Kriegsglücks 
gegenüber anfällig sein. Sie sind ganz unvermeidlich und besagen an sich nur etwas, wenn die Kriegführung daraus keine 
Konsequenzen zieht oder das Volk sich dadurch in seiner moralischen Widerstandskraft beirren läßt. Beides ist bei uns nicht 
der Fall. Wir sind dem Krieg gegenüber vollkommen gefeit. Wir nehmen ihn so, wie er ist. 

Aber das hat nichts mit unserem festen und unerschütterlichen Glauben an den Sieg zu tun. Dieser basiert nicht nur auf Gefühls- 
, sondern auch auf realen Sachwerten. Wir nehmen an, einen erschöpfenden Überblick über unsere eigenen, aber auch über die 
Chancen des Gegners zu besitzen. Abseits von allem Lärm der Zeitungen und Rundfunksender bauen wir uns ein sehr klares 
und realistisches Kriegsbild auf, das jeder, auch der kritischsten Prüfung standhält. Es zeigt zwar in ungünstigen Zeiten 
manchmal hier und da Risse an den Rändern, aber das Bild selbst ist dabei doch vollkommen intakt und komplett geblieben. 
Man braucht es nur aus einem gewissen Abstand prüfend zu betrachten, um das feststellen 
397 

zu können. Der Feind jedenfalls hat bisher nicht die geringste Möglichkeit gehabt, ihm einen nicht wieder gutzumachenden 
Schaden zuzufügen. Und das ist schließlich das Entscheidende. Je größer der Überblick über das Gesamtkriegsbild an sich ist, 
um so imponierender schälen sich unsere Chancen zum Sieg heraus. Man muß allerdings zu ihrer objektiven Beurteilung ein 
Auge besitzen, das die Kunst beherrscht. Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden. 

Selbstverständlich sind die Engländer und Amerikaner augenblicklich froh, mit ihrem Einfall auf Sizilien eine erste bescheidene 
Abzahlung auf ihre seit Jahren gegebenen Versprechen der sogenannten zweiten Front leisten zu können. Sie waren dazu 
sowohl moralisch als auch sachlich verpflichtet. Wir wissen, daß die Feindseite seit Beginn dieses Krieges Erfolge zweiter 
Ordnung als kriegsentscheidende Siege aufmacht, das liegt daran, daß sie Siege von Format bisher nicht errungen hat und 
vermutlich auch im Verlaufe dieses Krieges kaum erringen wird. Dazu gehört schon etwas mehr, als mit der vereinten Kraft 
zweier Weltreiche auf Sizilien einzufallen. 

Wir können also der weiteren Entwicklung sowohl im Osten wie im Süden mit Gelassenheit und Ruhe entgegenschauen. Sie 
geht ohne jede überspannte Dramatik vor sich und stellt die Kriegführung der Achsenmächte vor keinerlei unlösbares Dilemma. 
Wir stehen am Ende des vierten Kriegsjahres. Die Gegenseite sucht verzweifelt aufzuholen und durch Randerfolge das 
wettzumachen, was wir in den ersten drei Kriegsjahren an siegentscheidenden Erfolgen errungen haben. Dabei mag es 
zeitweilig für uns hier oder da gewisse Rückläufigkeiten geben; was wir jedoch behalten müssen, um den Krieg zu gewinnen, 
das werden wir behalten. Der Feind triumphiert zu früh. Er ist weder im Kommen, noch sind wir im Gehen. Wir stehen fest auf 
dem Boden unseres Rechts, aber auch unserer militärischen Macht. Daran ändert auch seine laute 
398 

Agitation nichts. Sie war genau so laut nach Dünkirchen und hat heute nur wenig mehr Grund zu dieser Überheblichkeit als 

damals. 

Wer klar weiß, was er will, ist immer überlegen. Der Feind weiß nur, was er nicht will. Das ist zum Sieg zu wenig. In der 

Lauterkeit unserer Zielsetzung, in der Präzision unseres politischen und militärischen Wollens sowie in der Durchschlagskraft 



unserer Moral und unserer Waffen liegt die Anwartschaft auf den großen Enderfolg, der auf uns wartet, wenn wir ihm nur mit 

Leidenschaft und heißem Bemühen entgegenstreben. 

Der Wille eines Volkes allein genügt nicht zum Sieg. Aber er ist doch eine seiner Voraussetzungen, und zwar die wichtigste, 

heute wie zu allen Zeiten. 

399 



Ein Wort zum Luftkrieg 

4. August 1943 

Der britische Luftterror hat in den letzten Wochen eine Intensivierung erfahren, die alles bisher gewohnte Maß überschreitet. 
Wir stehen damit vor Problemen, die einen großen Teil unserer nationalen Kraft in Anspruch nehmen. Es geht nicht mehr allein 
darum, daß die vornehmlich vom feindlichen Luftkrieg betroffenen Gebiete sehr hohe Opfer an Gut und Blut zu bringen haben; 
auch die bislang davon verschont gebliebenen müssen mehr und stärker in die großzügigen Hilfsmaßnahmen eingespannt 
werden, die für die Luftnotgebiete und ihre Bevölkerung zu treffen sind. 

Das bringt eine Unmenge von Unannehmlichkeiten, Sorgen und Lasten mit sich, die sich aber sicherlich leichter tragen lassen 
als die schweren Leiden, die die Luftnotgebiete auf sich zu nehmen haben. Die Probleme, die damit aufgeworfen sind, können 
nur aus dem Geist der Gemeinschaft heraus gelöst werden, wie er das deutsche Volk im Zeichen der nationalsozialistischen 
Lehre erfüllt und bewegt. Alle Maßnahmen der Reichsregierung, sie mögen im einzelnen noch so viel Ungemach mit sich 
bringen, dienen auch auf diesem Gebiet dem Wohle des Volkes. Sie sind überhaupt nur einzuhalten, wenn die Bevölkerung sich 
in Disziplin an ihrer geregelten Durchführung beteiligt. Es gibt kein Problem des Krieges, das nicht durch die Solidarität aller 
zu lösen wäre, und jeder, auch der härteste Knoten entwirrt sich am Ende doch, wenn alle, statt ihn durch Torheit und 
Kurzsichtigkeit fester zu ziehen, an seiner Entwirrung mithelfen. 
Wir müssen uns mit den gegenwärtigen Fragen des Luftkrieges 
400 

kühl und nüchtern auseinandersetzen. Es ist unsere nationale Pflicht, seine Gefahren mutig ins Auge zu fassen und alles zu tun, 
um sie auf ein möglichst erträgliches Maß zu begrenzen. Wie das im einzelnen zu geschehen hat, dafür sind der Bevölkerung 
genaue Richtlinien durch die Presse gegeben worden. Wenn wir alle diese Richtlinien diszipliniert befolgen, dann werden wir 
der Sache schon langsam Herr. Unsere Feinde spekulieren darauf, daß wir dabei den Gleichmut verlieren. Täten wir ihnen 
diesen Gefallen, so würden wir damit dem Vaterlande einen schweren Schaden zufügen. Kein guter Deutscher kann das wollen. 
Darum heißt das erste Gebot: Disziplin! 

Wer außerhalb der erlassenen Richtlinien, die reiflich überlegt sind und durchaus keine Schreibtischarbeit darstellen, eigen- 
mächtig verfährt, tut das auf eigene Gefahr. Er darf sich nicht beklagen, wenn er plötzlich vor besonders großen 
Schwierigkeiten steht. Nicht ohne Grund habe ich z.B. angeordnet, daß Kinder nach Möglichkeit, und wenn die Eltern es 
wünschen, in Begleitung ihrer nicht berufstätigen Mutter, sonst ihrer Lehrer, von Berlin in die für die Reichshauptstadt 
bestimmten Aufnahmegaue geschickt werden. Ich habe selbst eine Schar von Kindern zu Hause, und weiß sehr wohl, was es für 
Eltern bedeutet, sich in dieser schweren Zeit von ihnen zu trennen. Aber gerade weil ich Kinder habe, bin ich dafür, daß sie 
nach Möglichkeit Berlin verlassen. 

Ich bin der Meinung, daß es für die Kinder und auch für uns, die wir für unsere Arbeit und zur Verteidigung unserer Stadt in 
Berlin zurückbleiben, besser ist, wenn sie absolut in Sicherheit sind. Ganz abgesehen von der vielleicht drohenden 
unmittelbaren Gefahr tut ihnen auch das häufige Luftschutzkellerleben in der Nacht nicht gut. Wer seine Kinder wirklich lieb 
hat, nimmt deshalb die Gelegenheit wahr, sie aufs Land zu schicken. Ich werde persönlich darüber wachen, daß sie dort gut 
betreut und verpflegt werden. In ruhigeren Zeiten werden wir sie gesund und frisch zurückerhalten. 
401 

Ich glaube nicht, daß einer im Ernst etwas dagegen einwenden könnte. Hat er trotzdem Bedenken, so kann er gegen die wohl- 
überlegte Meinung der Führung seine Kinder, wenn er unter allen Umständen darauf besteht, auch hier behalten. Ich würde das 
bedauern, zumal in seinem eigenen Interesse; aber zwingen kann und will ich niemanden. Wenn die Frage schon einmal 
aufgeworfen werden muß, gehören die Kinder natürlich den Eltern, und sie haben selbstverständlich das letzte 
Bestimmungsrecht darüber. 

Die Frage, ob Berlin von den britischen Terrorfliegern angegriffen werden wird, ist sehr schwer zu beantworten. Jedenfalls 
wäre es gewissen- und verantwortungslos, wenn wir uns einfach darauf verlassen wollten, daß das nicht der Fall sein würde. 
Keiner ist allwissend; ich kann nur nach den bisher im Luftkrieg gemachten Erfahrungen handeln, und das tue ich, so gut ich es 
vermag. Ich gehorche dabei nur meinem Gewissen und meinem Pflichtgefühl, selbst auf die Gefahr hin, daß der eine oder der 
andere mich dabei nicht versteht und mir wegen dieser oder jener Maßnahme grollt. 

Möglich, daß die eine oder die andere besagter Maßnahmen zuviel ist, aber besser zuviel tun als zuwenig. Ich persönlich werde 
als Berliner Gauleiter die Reichshauptstadt selbstverständlich nicht verlassen, weil ich hier wie viele Hunderttausende meiner 



Mitbürger meine Arbeitsstelle habe und auch glaube, daß ich, wenn wir angegriffen werden, hier einiges für die Bevölkerung 
tun kann und muß. 

Wir haben alles in die Wege geleitet, damit die Luftverteidigung der Reichshauptstadt den evtl. an sie zu stellenden 
Anforderungen nach Möglichkeit gewachsen ist. Wir hoffen sehr, daß sie sich im Ernstfall zu bewähren weiß. Die Bevölkerung 
ist von mir aufgerufen worden, die zivile Verteidigung aus eigenen Kräften weiter auszubauen. Sie hat sich meinem Appell 
nicht nur nicht versagt, sondern ihm in einer wahrhaft imponierenden Weise Folge geleistet. Ich müßte die Berliner auch 
schlecht kennen, wenn ich. 
402 

glauben wollte, daß sie vor drohenden Gefahren die Hände in den Schoß legen. Je mannhafter wir dem feindlichen Luftkrieg 
entgegentreten, um so weniger schwer wird er werden. 

Was die Frage der Sicherung der Häuser und Wohnungen angeht, so ist darüber alles Notwendige in der Presse gesagt worden. 
Jeder tut gut daran, sich die ihm dort erteilten Ratschläge und Anweisungen auf das genaueste zu merken. Er wird sie unter Um- 
ständen einmal gut gebrauchen können. Ich weiß, daß der Luftkrieg eine schlimme Sache ist, aber es gibt Schlimmeres, und das 
Schlimmste wäre, wenn wir vor seinen Belastungen versagten. Was die Engländer im Herbst 1940 durchgestanden haben und 
wofür manch einer von uns sie bewunderte, das müssen wir jetzt durchstehen. 

Ich weise mit Empörung die feindliche Unterstellung zurück, daß die Berliner schwächere Nerven hätten als die Londoner. 
Davon kann gar keine Rede sein. Wie sich für die Engländer das Blatt auf dem Gebiete des Luftkrieges seit 1940 gewendet hat, 
so wird es sich auch wieder für uns wenden. Die Engländer haben zwei Jahre darauf gewartet; unsere Wartezeit wird nur einen 
geringen Teil der englischen Wartezeit ausmachen. 

Es soll niemand glauben, daß der Führer dem Wüten des feindlichen Terrors untätig zuschaute. Wenn wir über unsere Maß- 
nahmen dagegen nicht reden, so ist das nur ein Beweis dafür, daß wir um so mehr daran arbeiten. Diese Scharte wird 
ausgewetzt werden. Das Gewölk wird sich lichten und der Himmel über uns wieder einmal heiter sein. Bis dahin müssen wir 
Standhaftigkeit beweisen. Wenn wir dem feindlichen Luftterror nachgäben, so würden wir damit den tragischsten Fehler unserer 
ganzen Geschichte machen, ja, der Feind würde die deutsche Nation überhaupt wieder in ein geschichtsloses Dasein 
zurückwerfen. Daran denkt in Deutschland kein Mensch, aber daran darf auch niemand denken. 
403 

Die deutschen Soldaten an den Fronten wanken und weichen nicht. Sie haben alle Krisen und Rückläufigkeiten siegreich über- 
wunden. Vor ein paar Tagen schrieb eine sonst gar nicht deutschfreundliche neutrale Zeitung, der stoische Gleichmut, der heute 
das ganze deutsche Volk beseele, erinnere an die besten Jahre des friderizianischen Zeitalters. Dieser Satz muß uns alle sehr 
stolz machen. Wir wollen ihn uns täglich aufs neue verdienen. Friedrich stand manchmal mit seinem jungen preußischen Staat 
vor Gefahren, mit denen wir die, die wir heute zu überwinden haben, gar nicht vergleichen dürfen. Aber er ist damit fertig 
geworden, und auf dem Wege dorthin wurde Preußen eine Weltmacht und er selbst der größte König der Geschichte. 
Wir wollen in diesem Kriege das Reich zur führenden Macht Europas machen. Das ist schwer und kostet wie jedes 
geschichtliche Ziel große Opfer und viel Blut. Aber niemand darf an dieser Aufgabe verzweifeln. Sie ist alles wert, was wir 
sind, und was wir besitzen. Unsere Feinde wollen nicht nur unsere nationale Zukunft, sondern auch die Substanz unseres Volkes 
zerstören. Mit einer solchen infamen Absicht gibt es überhaupt kein Paktieren. Dagegen muß ein Volk kämpfen, solange noch 
ein Atem in ihm ist. Unsere Soldaten tun das an der Front, wir tun es m der Heimat. Der Luftterror ist das gemeinste Mittel des 
Feindes zu diesem Ziel. Er muß durch uns unschädlich gemacht werden, vorerst durch unsere Disziplin und Selbstwehr, 
zusätzlich unserer von Woche zu Woche wachsenden militärischen Abwehrkraft, von einem bestimmten Zeitpunkt ab aber 
durch unsere neu aufgebaute Angriffswaffe. In dieser Phase der Entwicklung darf niemand die Geduld und den festen 
männlichen Mut verlieren, denn diese Tugenden sind unsere Hauptwaffen im Kampf. 

Was die Führung tun kann, wild getan. Nichts bleibt dabei versäumt, was Menschenkraft vermag. Was darüber hinausgeht, muß 
unser Volk heute männlich zäh und verbissen überwinden. 
404 

Wir müssen uns in diesen schweren Wochen so benehmen, wie wir nach dem Siege wünschen, uns benommen zu haben 

Also heißt das Gebot der Stunde: Disziplin, Standhaftigkeit des Geistes und ein ehernes Herz. Die Reichshauptstadt wird sich in 

der Bewährung dieser Tugenden von keiner anderen Stadt des Reiches übertreffen lassen. 

405 

Die Moral als kriegsentscheidender Faktor 

7. August 1943 

Wir durchschreiten in diesen Wochen eine entscheidende Phase des Krieges. Mit einem nie dagewesenen Ansturm der Waffen 
und der moralischen Druckmittel versucht der Feind, uns die Positionen aus der Hand zu reißen, die wir in der ersten Hälfte 
dieses gewaltigen Weltkampfes errungen haben und die die Voraussetzung unseres Sieges bilden. So nur sind die riesigen 



Materialschlachten im Osten, die ständig erneuerten schweren und erbitterten Offensivstöße der Engländer und Amerikaner in 
Sizilien sowie der brutale Luftterror zu erklären, den der Feind gegen die deutschen Heimatgebiete durchführt. Die Gegenseite 
will damit entscheidende Durchbrüche an den Fronten erzielen und gleichzeitig die Moral des deutschen Volkes zermürben, 
von der sie annimmt, daß sie so außerordentlichen Belastungen nicht gewachsen sei. Eine solche Deutung des gegenwärtigen 
militärischen Geschehens ist keine blasse Theorie; sie wird vom Feind ganz offen und unverblümt zugegeben. Man glaubt, uns 
durch einen massierten Generalstoß von allen Seiten her in die Knie zwingen und den Endsieg auf eine solche Weise unter 
Ersparung langwieriger, mühseliger und blutiger militärischer Operationen erringen zu können. Selbstverständlich spielt bei 
einem solchen Versuch auch der Krieg gegen unsere Nerven eine ausschlaggebende Rolle, und da man auf der Feindseite 
langsam dahinterzukommen scheint, daß man mit bloßen Agitationsphrasen auf diesem Gebiet keinen nennenswerten Erfolg 
erzielen kann, schreitet man nunmehr zu Taten. 
Diese Taten sehen denn auch ganz nach dem Herzen der anglo- 
406 

amerikanischen Plutokraten aus. Wie man im Ersten Weltkrieg das deutsche Volk mürbe machte, indem man mit aller 
zynischen Rücksichtslosigkeit den Hungerkrieg gegen wehrlose Frauen und Kinder durchführte, so versucht man heute dasselbe 
durch den Luftterror gegen die deutsche Heimat zu erreichen. Es soll hier gar nicht bestritten werden, daß der feindliche 
Luftkrieg uns erhebliche Opfer an Gut und Blut kostet und uns demgemäß auch bedeutende Schwierigkeiten aller Art bereitet. 
Der Feind weiß das so gut wie 

wir; denn er hat ja etwas Ähnliches im Sommer und Herbst 1940 durchgemacht, nur mit dem Unterschied, daß die deutsche 
Luftwaffe damals ausschließlich militärische und industrielle Ziele angriff, während der Angriff des Feindes heute fast 
ausschließlich gegen die deutsche Zivilbevölkerung und damit gegen unsere Kriegsmoral gerichtet ist. Die Engländer geben 
sich neuerdings kaum noch Mühe, das zu bestreiten; im Gegenteil führen sie ihr Plädoyer in dieser Frage dahingehend, daß auf 
solche Weise der Krieg verkürzt und dadurch britisches Blut gespart werden könne. Wie man sieht, eine höchst einfache, 
typisch englische Rechnung, die dem brutalen Zynismus der Gentlemen jenseits des Kanals alle Ehre macht. 
An uns ist es nun, darauf entsprechend zu antworten. Und da 

wir das im Augenblick noch nicht durch massierte Gegenangriffe können, was natürlich einmal das Wirkungsvollste sein wird, 
müssen wir es durch Maßnahmen der Verteidigung. Die Verteidigung selbst zerfällt in zwei verschiedene Teile, einen militä- 
rischen und einen zivilen. Was den militärischen anlangt, so wird hier alles getan, was überhaupt getan werden kann, um ihn 
weiter zu intensivieren. Unsere militärischen Verteidigungsmittel haben schon eine wesentliche Verstärkung erfahren, die von 
Tag zu Tag unaufhaltsam wächst. Der Feind erleidet bei seinen Terrorangriffen auf das Reichsgebiet enorme Verluste, die er 
sich auf die Dauer, 

wenn vielleicht schon materialmäßig, so doch kaum personalmäßig 
407 

leisten kann. Es steht zu erwarten, daß diese Verluste nicht nur nicht rückläufig werden, sondern mit der Ausweitung und Ver- 
feinerung unserer Verteidigungsmittel weiter steigen. Eine solche Entwicklung kann unter Umständen sehr schnell vor sich 
gehen. 

Was wir also heute auf dem Gebiet des Luftkrieges erleben, ist eine ausgesprochene Nervenprobe. Die Engländer haben diese 
Nervenprobe unter viel ungünstigeren politischen und militärischen Voraussetzungen im Jahre 1940 durchgestanden; wir 
müssen sie im Jahre 1943 durchstehen. Und wie damals die britische Regierung den Entschluß faßte, dem Luftkrieg durch eine 
radikale Lösung, und zwar durch die des Aufbaues einer eigenen neuen Angriffswaffe, eine grundlegende Wendung zu geben, 
so steht dieser Entschluß seit längerem für uns unumstößlich fest. Natürlich kann über die Art seiner Vorbereitung und das 
vermutliche Datum seiner praktischen Ingangsetzung öffentlich noch nicht gesprochen werden; aber das ändert nichts an der 
Tatsache, daß er langsam, aber sicher anfängt, sich zu realisieren. 

Was die zivile Verteidigung gegen den feindlichen Luftterror anlangt, so zerfallen auch hier die entsprechenden Maßnahmen in 
solche vorbeugenden und solche heilenden Charakters. Vorbeugend ist es z.B., wenn wir aus der Reichshauptstadt, von der wir 
annehmen, daß sie unter Umständen in Zukunft das Ziel feindlicher Terrorangriffe sein wird, Kinder, Greise und nicht 
berufstätige Frauen in die für Berlin bestimmten Aufnahmegaue verschicken. Es ist damit nicht gesagt, daß Berlin nun 
unbedingt angegriffen werden muß, aber wir halten die Vorsicht für den besseren Teil der Weisheit. Von einer totalen 
Evakuierung ist dabei überhaupt keine Rede. Es handelt sich nur um Teilverschickungen, die ordnungsgemäß vorbereitet 
werden und zu keinerlei Unruhe Anlaß bieten. 

Die Aufnahmegaue haben in der Betreuung der ihnen aus den Luftnotgebieten zugewiesenen Volksgenossen eine große und 
498 

schwere Aufgabe zu übernehmen, die für sie sicherlich sehr viel Schwierigkeiten mit sich bringen wird. Aber wir sind schon mit 
anderen Schwierigkeiten fertig geworden. So wie die Aufnehmenden Verständnis für die Lage der Aufgenommenen haben 
müssen, so soll das auch umgekehrt der Fall sein. Wenn die englische Presse ihren Lesern weismacht, daß solche und ähnliche 
Maßnahmen eine Panik im deutschen Kriegsleben hervorrufen würden, so wird ihr Publikum diesen Irrtum einmal teuer 



bezahlen müssen. Auch wir haben einen ähnlichen Fehler gemacht, als die englische Regierung 1940 die Londoner Kinder aufs 
Land schickte. Von unseren diesbezüglichen Hoffnungen hat sich kaum eine bewahrheitet. Wir finden deshalb auch gar nichts 
dabei, ganz offen über diese Probleme zu sprechen. Es wäre viel schlimmer, wenn wir in dieser Frage nichts täten, um bei 
unseren Feinden in Kredit zu bleiben. Der Krieg wird nicht durch Wünsche oder durch Illusionen entschieden, sondern nur 
durch harte Tatsachen. 

Unsere Maßnahmen auf dem Gebiete des zivilen Schutzes wie der zivilen Verteidigung gleichen sich in entsprechendem Rhyth- 
mus den vom Feind angewandten Methoden des Luftterrors an. Sie werden laufend der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht 
und müssen von jedem einzelnen schon in seinem persönlichen Interesse auf das genaueste beachtet werden. Von 
Regierungsseite aus wird hier alles getan, was nur getan werden kann. Aber diese Maßnahmen wären unzureichend, wenn die 
Bevölkerung sie nicht durch ihre eigene Selbsthilfe ergänzte. Mit Umsicht, Mut und kühler Überlegung ist hier sehr viel zu 
schaffen. Wir dürfen dabei niemals vergessen, daß es sich bei auftauchenden Schwierigkeiten um Übergangserscheinungen 
handelt und der Ansturm des Feindes gegen uns sowohl durch den Luftkrieg, wie auch an den Fronten im Osten und im Süden 
eine zeitliche Begrenzung erfahren wird. Jetzt also kommt es darauf an, daß jedermann auf dem Posten steht und seine Pflicht 
tut, der eine in der aktiven Abwehr, der andere in 
409 

der Fürsorge für die vom feindlichen Luftterror Betroffenen. Je resoluter hier unser Volk in der Heimat zu Werke geht, um so 
sicherer ist uns der Erfolg. Die Hauptlast des Kampfes um unser Leben fällt einmal auf diesen, einmal auf jenen Teil der Bevöl- 
kerung, und jedesmal muß sich der bewähren, der gerade an der Reihe ist. 

Das trifft ebenso für den Soldaten zu. An den Fronten wechseln Perioden relativer Ruhe mit solchen enormer, fast 
übermenschlicher Anstrengungen und Gefahren ab, und in solchen ist es an der Zeit, daß der betreffende Truppenteil die 
Nerven behält, tapfer und einsatzbereit kämpft und mit aller Zähigkeit die Stellung verteidigt, die ihm zu treuen Händen 
übergeben ist. Der Feind wird seine Aktionen nicht darauf anlegen, uns zu schonen, sondern uns besonders schwer zu belasten. 
Er sucht eben an irgendeiner Stelle auf jede nur erdenkliche Weise einen Ein- oder gar einen Durchbruch zu erzielen; und 
gerade das muß verhindert werden. 

Auch bei ihm wird selbstverständlich mit Wasser gekocht. Die Sowjets berennen unsere Front mit einem so gigantischen 
Einsatz an Menschen und Material, um sich damit den Weg in die Ukraine zu bahnen. Die aber haben sie nötig, weil sie sonst 
ihrer wachsenden Lebensmittelnöte auf die Dauer schwerlich Herr werden. Die Engländer und Amerikaner stürmen gegen 
unsere Sizilienfront, um den Süden aus dem Kampf herauszuschlagen, und sie setzen daneben unter Inkaufnahme schwerer und 
schwerster Verluste ihre Luftwaffe gegen uns ein, um unsere Moral zu brechen. Kürzlich berichtete ein amerikanischer 
Korrespondent aus London, daß das britische Volk denkbar kriegsmüde sei und nach Siegen schreie, damit es zu Ende gehe. 
Wir müssen also verhindern, daß England solche Siege erringt, und zwar ist das unsere Pflicht und Aufgabe an allen Fronten, 
draußen sowohl wie in der Heimat. Noch niemals hat England einen Krieg durch echte militärische Siege gewonnen. Entweder 
hat es andere Völker für seine Interessen ins Feuer 
410 

geschickt, oder aber durch Druck auf die Nerven seines jeweiligen Gegners eine vorzeitige Entscheidung zu seinen Gunsten 
errungen, zu der militärisch meistens gar keine Veranlassung gegeben war. Dasselbe will es heute mit uns versuchen. Es ist 
unsere Aufgabe in der Heimat, diesen Versuch voll und ganz zum Scheitern zu bringen. 

In einer solchen Phase des Krieges ist die Moral des Volkes ein kriegsentscheidender Faktor. Es hat Situationen im Sieben- 
jährigen Kriege gegeben, in denen Preußen nur durch die Standhaftigkeit seines Königs gerettet wurde. Die gegenwärtige 
Situation kann nicht einmal entfernt mit den damaligen Krisen Preußens verglichen werden. Wir hätten gar kein Recht, unserer 
Zeit einen großen geschichtlichen Charakter zuzusprechen, wenn ihre souveräne Meisterung für uns nicht eine Sache des 
Selbstverständlichen wäre. Denn übrig bleiben werden von ihr nicht die Gefahren, sondern ihre Überwindung. Keiner kann 
hoffen, von der Nachwelt Verzeihung für ein persönliches Versagen zu erhalten, weil er dabei besonders schweren Belastungen 
ausgesetzt war. Denn die Schwierigkeiten, die wir heute auf allen Gebieten zu bestehen haben, werden verblassen, je mehr 
zeitlichen Abstand wir dazu gewinnen; rühmenswert daran bleibt nur die Art und Weise, wie wir damit fertig werden. 
Man hält es fast für selbstverständlich, daß der Soldat an der Front in kritischen Situationen den Gleichmut bewahrt und, wenn 
der Befehl kommt, den schützenden Graben verläßt und in die feindlichen Feuergarben hineinstürmt. Tut er das nicht, dann 
nennt man ihn einen Feigling. Aber trotzdem erfordert jedes Aufspringen in der entscheidenden Sekunde von ihm Mut, 
Tapferkeit, Kaltblütigkeit und ein starkes Herz. Dieselben Tugenden müssen wir auf moralischem und, wenn es darauf 
ankommt, auch auf physischem Gebiet in der Heimat bewähren. Unsere Feinde kämpfen auch nur mit menschlichen Kräften. 
Sie sind überwind- 
411 

bar, wenn es auch an diesem oder jenem Frontabschnitt manchmal noch so schwer scheint. Die Londoner Zeitungen berichteten 
vor einigen Tagen, daß unsere Truppen in Sizilien wie die Teufel kämpften und der Gegner jeden Meter Boden mit Strömen 
von Blut bezahlen müsse. Es sind deutsche Söhne, die dort auf weit vorgeschobenen Posten stehen, und sie beweisen durch ihr 



nie wankendes Heldentum nicht nur physischen, sondern auch moralischen Mut. Wenn unser ganzes Volk sich mit ihrer 

Gesinnung erfüllt, dann kann der Feind uns den Sieg überhaupt nicht entreißen. 

Keiner von uns wird den Luftkrieg gegen die deutsche Heimat beschönigen wollen. Er stellt unser Volk auf eine harte Probe. 

Aber diese Probe müssen wir bestehen. Das ist eine Voraussetzung zum Siege. Der Anschlag des Feindes gegen unsere 

Kriegsmoral wird an unserer festen Entschlossenheit abprallen, so wie der Ansturm seiner Waffen an der Tapferkeit unserer 

Front abprallt. Wir sind ein Weltvolk geworden, wir werden uns auch demgemäß benehmen müssen. Freund und Feind schauen 

heute auf uns und legen sich jeden Tag aufs neue die Frage vor: Werden sie die harte Probe bestehen ? 

Unsere Antwort auf diese Frage kann nicht zweifelhaft sein. Die Engländer haben es schon längst verlernt, damit zu prahlen, 

daß ihr Volk härter im Nehmen sei als das unsere. Sie sehen sich einer Nation gegenüber, die unter allen Umständen und auf 

jeden Fall entschlossen ist, ihr Leben und ihre Freiheit mit allen Mitteln zu verteidigen und den gewaltigen Kampf um ihr 

Dasein nur mit Sieg zu beenden. Einem solchen Entschluß kann auf die Dauer der Erfolg nicht versagt bleiben. Er wird nur 

manchmal schweren Prüfungen unterworfen; aber gerade in ihnen hat dann das Volk zu beweisen, daß er echt und 

bedingungslos ist. Dieser Beweis geht jeden an. Unsere Kriegsmoral ist eine Sache des einzelnen, aber auch eine Sache der 

Gemeinschaft. Sie wird heute vom Feind angegriffen, sie muß also von uns allen verteidigt werden. 

412 

Unser Volk hat in der Vergangenheit vieles gelernt, vor allem aber, daß man nie einem heimtückischen Feind vertrauen soll. 
Diese Lehre ist uns in Fleisch und Blut übergegangen. Ohne Zögern und Schwanken handeln wir nach ihrem Gesetz, ein Volk 
von tapferen Männern und opferbereiten Frauen, mit einer Jugend voll von Idealismus und Hingabebereitschaft, alles in allem 
eine Nation, die unter Einsatz ihrer ganzen Existenz um die Freiheit kämpft und sie deshalb auch erringen wird. 
413 

Am längeren Hebelarm 

14. August 1943 

Es ist nur zu natürlich, daß die allgemeine Kriegslage in einem so gigantischen Ringen ständigen Schwankungen und Verände- 
rungen ausgesetzt ist. Und zwar betreffen diese nicht allein die Positionen unserer Feinde, sondern auch unsere eigenen. Die 
erste Hälfte dieses Krieges hat uns an allen Fronten in überlegener Weise siegreich gesehen. Wir haben dabei militärische 
Erfolge errungen, wie wir sie uns im September 1939 selbst in unseren kühnsten Träumen kaum auszudenken gewagt hätten. 
Wenn wir uns unsere prekäre Situation beim Beginn dieses Krieges noch einmal vergegenwärtigen, kommt uns das besonders 
stark zu Bewußtsein. Damals war unsere Lage nach normalen menschlichen Berechnungen fast aussichtslos. Wenn es je der 
Kraft eines gänzlich ungebrochenen und unbändigen Glaubens an das deutsche Volk und seine große nationale Zukunft 
bedurfte, um den schwersten Gang zu wagen, dann in der Zeit, in der wir am Rhein und bei Danzig kämpften und keineswegs 
genau wußten, ob es dem Feind nicht sehr bald gelingen würde, den Krieg selbst mitten in das Herz unserer Heimat 
hineinzutragen. 

Seitdem ist viel Wasser die Flüsse Europas hinuntergeflossen. Es ist dem Führer durch eine unvergleichlich kühne Strategie 
gelungen, den Krieg weit von unserer Heimat fortzutragen. Unsere Soldaten kämpfen heute ausschließlich außerhalb unserer 
Grenzen, meistens weit mehr als tausend Kilometer vom deutschen Reichsgebiet entfernt. Wer hätte das bei Beginn dieses 
Krieges auch nur zu hoffen gewagt? 
414 

An der Ostfront versuchen die Sowjets, durch einen Riesenansturm von Truppen und Material unsere Front zu durchbrechen. 
Sie haben an diese Offensive weitgehende Erwartungen geknüpft, von denen sich bisher keine entscheidende erfüllt hat und in 
Zukunft vermutlich auch keine erfüllen wird. Es ist also nicht an dem, daß wir durch den bisherigen Verlauf der Operationen 
dieses Sommers im Osten, wie der Feind uns glauben machen will, enttäuscht sein müßten, sondern die Gegenseite. Sie hat sich 
vor ihrem Beginn stark, sogar sehr stark gemacht. Ihre Hoffnungen auf eine endgültige Wendung des Kriegsglücks liegen unter 
der unübersehbaren Masse ihrer abgeschossenen Panzer und Flugzeuge begraben. In welcher Stimmung würden wir uns heute 
befinden, wenn wir umgekehrt eine solche Gewaltanstrengung, sagen wir zur Wiedereroberung der Elbe vom Westen her, 
hätten machen müssen und diese ohne nennenswerten Erfolg geblieben wäre ? Die Beantwortung dieser Frage gibt auch 
Antwort auf die andere, in welcher Stimmung sich augenblicklich die Sowjets befinden werden. 

Um die Sache der Engländer und Amerikaner steht es nicht viel besser. Sie gefallen sich zwar in überheblichen 
Siegesprognosen, aber man merkt ihnen doch eine kaum zu verbergende innere Unsicherheit an. Man wird bei näherem 
Zusehen feststellen, daß sie nur allzu berechtigt ist. Die feindliche Kriegführung hat uns nach Abschluß des 
Nordafrikafeldzuges amphibische Landungsoperationen angesagt, die sich über den ganzen europäischen Kontinent hinziehen 
würden. Diese sollten die Aufgabe haben, uns zum Abzug erheblicher Truppen- und Materialmengen von der Ostfront zu 
zwingen und dieser wiederum unsere Position im Osten ins Wanken bringen. Nichts von alledem ist eingetroffen. Wir kämpfen 
im südlichsten Süden unseres Kontinents statt in den Niederlanden und Belgien. Von einer entscheidenden Veränderung des 



allgemeinen Kriegsbildes kann auch hier nicht die Rede sein, und der Feind weiß nach seinen bisherigen Erfahrungen mit 

unseren 

415 

Soldaten im Osten und im Süden, daß er jedes Meter uns abgenommenen Bodens, der als Kampfraum, wie noch einmal 
ausdrücklich hervorgehoben werden muß, zumeist weit über tausend Kilometer vor unseren Landesgrenzen liegt, mit Strömen 
von Blut bezahlen muß. 

Wir sitzen also am längeren Hebelarm. Wenn man uns in London, Washington und Moskau höhnisch vorhält, daß wir in diesem 
Sommer kein feindliches Gelände hinzugewonnen hätten, so können wir darauf gelassen zur Antwort geben, daß wir zum Siege 
auch gar keines hinzuzugewinnen brauchen. Es genügt dafür vollkommen, daß wir uns kein Gelände von Kriegswert abnehmen 
lassen. Denn wir sind im Besitz des feindlichen Raumes, der kriegsentscheidend ist, nicht unsere Gegner. 

Man braucht sich nur die Frage vorzulegen, was der Feind von seinen Kriegsaussichten halten würde, wenn er in unserer 
günstigen Position stände, um zu wissen, wer am Ende den Sieg davontragen wird. Denn dann hätten die Engländer das 
Ruhrgebiet in der Hand, und die Sowjets kämpften an der Elbe; uns dagegen wäre es unter höchsten Anstrengungen in diesem 
Sommer gelungen, sagen wir, die Engländer von Münster bis Gelsenkirchen und die Bolschewisten von Brandenburg bis 
Potsdam zurückzuwerfen. Man wird zugeben müssen, daß das für uns kein Grund zu Siegeshoffnungen wäre. Die Schlinge, die 
der Feind uns in einem solchen Falle um den Hals gelegt hätte, würde dadurch nur um ein Geringes gelockert, ohne daß sich an 
unserer verzweifelten Situation etwas Wesentliches änderte. Man wird kaum annehmen dürfen, daß die Engländer oder die 
Sowjets sich unter solchen Umständen von uns einreden ließen, daß der Krieg für sie verloren wäre. Wie sollten wir umgekehrt 
dazu kommen, auf eine derartige Propaganda des Feindes hereinzufallen! Sie ist zu dumm und zu durchsichtig, als daß sie auf 
uns irgendeine Wirkung ausüben könnte. Die Sicherungen des Sieges befinden sich in unserer Hand. Wir geben dem 
416 

Feind zu, daß er in diesem Sommer alle Anstrengungen unternimmt, um uns die eine oder die andere zu entreißen. Der unvor- 
eingenommene Beobachter aber wird uns zugeben müssen, daß diesen Anstrengungen bisher jeder entscheidende Erfolg versagt 
geblieben ist. 

Selbstverständlich wird man einer solchen Bilanz des Krieges von der Feindseite entgegenhalten, sie stimme schon deshalb 
nicht, weil wir dabei den Luftkrieg außer Betracht ließen. Wir bestreiten nicht, daß der feindliche Bombenterror uns viele 
zusätzliche Sorgen und Schwierigkeiten bereitet. Wir haben daraus auch nie einen Hehl gemacht. Aber wir betonen noch 
einmal, daß diese Sorgen und Schwierigkeiten unter keinen Umständen kriegsentscheidend sind oder sein werden. Sie betreffen 
in der Hauptsache unser Zusammenleben in der Heimat, die Sicherheit unserer Häuser und Wohnungen und die Erhaltung von 
Leben und Gesundheit unserer zivilen Bevölkerung. Wir sind uns vollkommen im klaren darüber, daß der Feind hier keinerlei 
Schonung obwalten läßt, wie er ja auch im Ersten Weltkrieg die Blockade gegen deutsche Frauen und Kinder mit aller 
zynischen Rücksichtslosigkeit durchgeführt hat, um unser Volk durch Hunger in die Knie zu zwingen. Wir besitzen gegen den 
feindlichen Luftkrieg vorerst das Mittel der militärischen und zivilen Verteidigung, von einem späteren Zeitpunkt ab jedoch 
dazu das Mittel des massiven Gegenangriffs. Bis dahin werden wir damit fertig werden müssen, und es gibt in Deutschland 
niemanden, der das für unmöglich hielte. Die Schläge, die wir hier empfangen, sind schwer und hart, aber wir sind entschlossen, 
sie auf uns zu nehmen. Gänzlich verfehlt aber ist die Hoffnung der Engländer und Amerikaner, daß wir uns durch den anglo- 
amerikanischen Luftterror irgendwann einmal aus dem Kriege herausboxen ließen. 

Die Städte, die der Feind in Schutt und Asche legt, werden in einigen Jahren nach dem Siege schöner und weiträumiger, als sie 
je waren, wieder aufgebaut werden. Eine nationalsozialistische 
417 

Führung, die den West- und den Atlantikwall, zum Teil im Kriege, innerhalb von Jahresfrist errichten konnte, wird auch zur 
Meisterung dieses gewaltigen Problems sehr wohl in der Lage sein. Wenn wir es also heute fertigbringen, mit unserer 
Kriegsproduktion dem feindlichen Luftterror immer wieder auszuweichen und die Menschenverluste durch geeignete 
Maßnahmen, die ja allenthalben getroffen werden, in erträglichem Umfang zu halten, dann werden wir die Zeitspanne, die uns 
von wesentlich drastischeren Gegenmaßnahmen gegen den übermütigen Feind trennt, überbrücken können. Das allgemeine Bild 
selbst erfährt also durch den Luftkrieg keine kriegsentscheidende Veränderung. Unsere Chancen zu einem vollen Sieg werden 
dadurch nicht geschmälert; es kommt nur darauf an, daß wir entschlossen bleiben, mit den in Verfolg des feindlichen 
Luftterrors wachsenden Schwierigkeiten fertig zu werden. 

Und daß das der Fall ist, davon kann man sich im ganzen deutschen Volke landauf, landab überzeugen. Was bei der Meisterung 
der jeweilig auftauchenden kritischen Momente des Krieges von allen Schichten unseres Volkes geleistet wird, grenzt geradezu 
ans Unvorstellbare. Niemals hätte die Welt es früher im Frieden für möglich gehalten, daß wir Deutschen dazu überhaupt fähig 
wären. Wenn es trotzdem der Fall ist, so muß das auf die verbissene Entschlossenheit des deutschen Volkes an der Front und in 
der Heimat zurückgeführt werden, sich den Sieg unter keinen Umständen mehr aus den Händen reißen zu lassen. Der Feind 
täuscht sich sehr, wenn er glaubt, diese Entschlossenheit sei nur eine Sache der deutschen Führung. Sie ist heute die Sache jedes 
einzelnen Deutschen, ob er bereits vom Kriege geschlagen wurde oder bisher von ihm verschont blieb. Und gerade diejenigen, 



die schon alles verloren haben, wissen genau, daß sie nur durch den Sieg alles wiedergewinnen können. Die durch den 

feindlichen Luftkrieg verfolgten Terrorabsichten des Gegners sind unverkennbar. 

418 

Aber sie verfehlen beim deutschen Volke ihre Wirkung. Die Engländer vor allem glauben in ihrer Überheblichkeit, daß wir 
Deutschen im Gegensatz zu ihnen keine Stärke im Nehmen aufwiesen. Unsere Städte in den Luftnotgebieten haben sie bereits 
eines Besseren belehrt. Was beispielsweise die Hamburger Bevölkerung ertragen hat, ohne sich dadurch in ihrer aufrechten 
Haltung irgendwie beirren zu lassen, zeugt von einem Heroismus ohne Beispiel. Das ganze deutsche Volk verbeugt sich vor 
ihrem Heldensinn. Wir werden ihr das niemals vergessen. 

Was hier und überall anderwärts im Westen, Nordwesten und anderswo im weiten Reichsgebiet die Heimat im Kampf gegen 
den feindlichen Luftterror leistet und auf sich nimmt, wird des höchsten Ruhmes der Nachwelt wert sein. Wenn wir nach dem 
Kriege die zerstörten Städte wieder aufbauen, wird jeder Stein zeugen von der zähen und in allem Leid stummen Verbissenheit 
einer Bevölkerung, die sich im Ertragen von Unglück und Not selbst übertroffen hat. Aber gebeugt werden wir dadurch nicht. 
Wir lassen es einfach nicht zu, daß das allgemeine Kriegsbild sich dadurch in wesentlichen Zügen verschiebt. Wir haben die 
Absicht, uns in diesem Kriege so zu benehmen, daß wir an seinem Ende nichts am Feinde zu bewundern haben, was wir nicht 
auch geleistet hätten. Nicht nur in unseren Siegen wollen wir ihn übertreffen, auch im gelegentlichen Hinnehmen von Schlägen 
und Rückläufigkeiten werden wir ihm und der Welt ein unnachahmliches Beispiel geben. 

Wir besitzen dazu jede Voraussetzung; wir brauchen uns ihrer nur zu bedienen. Es kommt also jetzt im wesentlichen darauf an, 
daß wir in allen Lagen den Gleichmut bewahren, daß wir fest und unbeirrt an den endgültigen Sieg glauben, tapfer, zäh und 
verbissen um das so mühsam Errungene kämpfen und dem Feind an keiner Front draußen oder in der Heimat einen Erfolg von 
entscheidender Bedeutung einräumen. Die große Strategie ist zumal in den kritischen Entwicklungsphasen eines Krieges immer 
ein 
419 

System von Aushilfen. Je länger der Krieg andauert, desto mehr wird die Kriegführung gezwungen sein, sich dieses Systems zu 
bedienen. Das ist an sich in keiner Weise beängstigend, wenn es nur mit der dazugehörigen souveränen Sicherheit geschieht. 
Die deutsche Kriegführung hat nie einen Zweifel daran erlaubt, daß sie diese besitzt. Je näher wir dem dramatischen Höhepunkt 
des Krieges rücken, desto nötiger werden wir ihrer bedürfen. Sie ist in kritischen Augenblicken überhaupt das 
ausschlaggebende Element des Sieges. 

Ein Volk, das tapfer und zäh seine Stellung hält, kann gar nicht überwunden werden. Und hat es so viele Faustpfänder in der 
Hand wie wir, dann ist ihm unter dieser Voraussetzung der Sieg absolut sicher. Das weiß der Feind so gut wie wir. Er sucht uns 
nur an dieser Überzeugung irrezumachen. Jeder, der sich durch seine laute Agitation beeinflussen läßt, versieht damit seine 
Geschäfte. Wir brauchen nicht auf das Beispiel von 1918 zu verweisen, um darzutun, was der Feind mit seiner Kampagne 
gegen unsere Nerven bezweckt; das deutsche Volk ist selbst klug und einsichtig genug, um das zu wissen. 
Wenn man uns fragt, wo wir in der gegenwärtigen Phase des Krieges stehen, dann können wir also nur zur Antwort geben: 
Überall, wohin wir schauen, unendlich weit vor unseren Grenzen, mit einer Wehrmacht, die sich jeder Belastungsprobe 
gewachsen zeigt, in der Heimat aber von einem Volke gedeckt, das auch das schwerste Leid und den tiefsten Schmerz tapfer 
und verbissen auf sich nimmt, um damit dem Siege zu dienen. Wer könnte angesichts solcher Voraussetzungen zweitem, daß er 
uns gelingen wird? Wenn er in der ersten Hälfte dieses Krieges mehr eine Sache der Tapferkeit war, so ist er in seiner zweiten 
Hälfte mehr eine Sache der Zähigkeit geworden. Wie wir vordem zu jener Tugend fähig waren, so werden wir heute zu dieser 
fähig sein. Wir wissen genau, daß die Stunde unseres Triumphes langsam, 
420 

aber sicher heranreift. Keine Macht der Welt kann uns an dieser Überzeugung irremachen. Wir sind zu oft schon mit dem 
Führer durch Kampf, Zähigkeit und Opfersinn zu den stolzesten Höhen emporgeklommen, als daß wir diesmal nicht auch fest 
und unbeirrt daran glaubten. Gemeinsame Not macht nur schwache Völker mutlos; starke Völker werden dadurch 
zusammengeschweißt. Wir haben in dieser Zeit darüber zu entscheiden, ob wir als Volk von dieser oder von jener Art sind. 
Uns ist um diese Entscheidung nicht bange. Sie wird so ausfallen, wie das unserer geschichtlichen Tradition entspricht. Die 
heute lebende Generation tut damit dasselbe für die Freiheit der Nation, was vor ihr viele Generationen schon getan haben und 
nach ihr noch viele Generationen werden tun müssen: sie setzt ihr Leben ein, um das Leben unseres Volkes zu erhalten und für 
alle Zukunft zu sichern. 
421 



Die Realitäten des Krieges 

22. August 1943 



Zu einem reifen politischen Urteil gehört nicht nur Verstand, sondern auch Vorstellungskraft. Und gerade daran gebricht es 
meistens denjenigen, die sich ein solches Urteil am lautesten und aufdringlichsten anmaßen. Sie gefallen sich darin, vom Kriege 
eine Art von Scheinrechnung aufzumachen, die einer näheren Überprüfung nur in den seltensten Fällen standhält. Das kann man 
vor allem in den kritischen Phasen dieses Schicksalskampfes feststellen, in denen sich die falsche Klugheit, von der Clausewitz 
bekanntlich sagte, daß sie sich nur der Gefahr entziehen wolle, wieder hervorwagt. Der Heroismus ist in normalen Zeiten eine 
wohlfeile Ware, und es kostet nur wenig, mit ihm hausieren zu gehen, wenn er keinen Belastungen und Gefahren ausgesetzt ist. 
Aber erst in der Not zeigt sich die echte Gesinnung eines Menschen. Hier enthüllen sich seine sonst verborgenen 
Charakterwerte im Guten wie im Bösen, und ob er ein Held oder ein Feigling ist, das kann er nie mit Worten, sondern nur durch 
Handlungen beweisen. Es ist eine allseitig bekannte Tatsache, daß die lautesten Schreier im Glück ebenso auch die lautesten 
Schreier im Unglück sind. Wie sie sich in guten Tagen in Illusionen wiegen, so baden sie sich in schlechten in 
Hoffnungslosigkeit und Pessimismus. Man kann sie nur mit Verachtung strafen; etwas anderes oder gar Besseres verdienen sie 
nicht. Es ist nur zu begrüßen, daß sie bei uns eine hoffnungslose Minderheit darstellen und als solche keinerlei Einfluß besitzen. 
Viele, auch sonst gutwillige Menschen machen im Kriege den 
422 

Fehler, die allgemeine Lage nur nach den eigenen Schwierigkeiten zu beurteilen. Das kommt daher, daß sie diese allein zu 
Gesicht bekommen. Sie übersehen dabei, daß die meisten davon kriegsbedingt sind und geradeso für den Feind wie für uns 
zutreffen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch solche, die ausschließlich uns vorbehalten bleiben; diese aber werden meistens 
ausgeglichen durch andere, die ebenso ausschließlich nur beim Feind vorhanden sind. Im großen und ganzen gleichen sie sich 
aus, und gerade deshalb kommt es darauf an, welche Seite bei ihrer Bewältigung die höchste Energie und die stärkste 
Selbstsicherheit aufbringt und dadurch über die andere Seite das Übergewicht gewinnt. Denn zu jeder großen Handlung gehört 
der Glaube an ihren Erfolg, und zwar sowohl für den Einzelmenschen wie für ein ganzes Volk. 

Unsere Feinde sind seit Beginn dieses Krieges eifrigst an der Arbeit, uns ein Bild der allgemeinen Lage aufzureden, das zwar in 
keiner Weise den Tatsachen entspricht, aber doch darauf abgestellt ist, unserer nationalen Charakterveranlagung möglichst weit 
entgegenzukommen. Wir Deutschen haben in unserer Geschichte viel Unglück gehabt und sind deshalb einer Erfolgsserie 
gegenüber außerordentlich argwöhnisch; wird sie aber durch gelegentliche Mißerfolge abgelöst, dann gefallen wir uns in einer 
Art von Selbstanklagen, die nur geeignet erscheinen, unsere Aktivität und unsere Selbstsicherheit zu lahmen. Die 
nationalsozialistische Führung fühlt sich von diesem deutschen Erbübel vollkommen frei. Der Aufstieg unserer Bewegung aus 
den kleinsten Anfängen zur Macht ist ein einziger Gegenbeweis gegen sein Vorhandensein bei uns. Genau dieselbe Tugend der 
Unbeirrbarkeit zeichnet heute die deutsche Führung in dem gewaltigen Schicksalskampf um unser Leben aus. Sie sieht zwar die 
Dinge realistisch und nüchtern, so wie sie sind, aber sie rückt ihnen nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit der 
Vorstellungskraft zuleibe. Wie die Entwicklung beweist, ist sie deshalb auch immer mit ihnen fertig geworden, und das 
423 

wird auch in Zukunft der Fall sein. Es gibt keine Schwierigkeit, die nicht gemeistert werden kann, wenn ein großes Volk sie 
meistern will. 

Unser Urteil über den Krieg ist infolge der großen Siege der Vergangenheit etwas voreingenommen. Sie haben uns eine Auf- 
fassung von den Dingen vermittelt, die vielfach stark durch falsche Vorstellungen getrübt ist. Viele von uns haben sich 
zeitweise eingebildet, daß man eines so gewaltigen Weltkampfes ohne Krisen Herr würde. Das aber wäre nicht das Natürliche, 
sondern nur das Unnatürliche gewesen. Wir mußten von Anfang an damit rechnen, daß die enormen Belastungsproben erst 
noch kommen würden und es als wahres Glück anzusehen sei, wenn wir uns in der ersten Hälfte dieses Krieges so viele 
Faustpfänder sichern konnten, daß wir ihnen gewachsen wären. Das ist in der Tat der Fall gewesen. Wir haben den Würgering, 
den der Feind uns eigentlich schon bei Kriegsbeginn um den Hals gelegt hatte, aufgerissen. Wenn von einer Unsicherheit 
unserer Position geredet werden konnte, dann damals, als wir, auf unserem engen Heimatraum zusammengepreßt, erst einmal 
damit anfangen mußten, uns Luft zu verschaffen. Daß das gelungen ist, das ist als wahres Wunder anzusehen. Anlaß zu 
Herzbeklemmungen war gegeben, als wir von unseren Feinden überfallen wurden. Die schlimmste Gefahr ist durch die Siege 
der ersten drei Jahre dieses Krieges gebannt worden. 

Daß diese Darstellung der Entwicklung richtig ist, erkennt man an der Haltung, die unsere Soldaten ihr gegenüber beweisen. 
Jedem Deutschen müßte eigentlich das Herz höher schlagen, wenn er aus englischen oder USA. -Stimmen entnimmt, daß unsere 
Truppen im Osten und im Süden wie die Tiger kämpfen und den von ihnen gehaltenen Raum weit über tausend Kilometer vor 
unseren Grenzen verteidigen, als wenn es sich um die eigene Heimat handelte. Das ist ein Beweis dafür, daß der deutsche 
Soldat im Gegensatz zu manchem politisierenden Kannegießer in der Heimat nicht 
424 

von Politik schwätzt, sondern politisch handelt. Er weiß, worum es geht. Er fühlt genau, daß er es seinen gefallenen Kameraden 
schuldig ist, die auch durch ihren Opfertod errungenen Faustpfänder des Sieges zu halten und mit allen nur erdenklichen 
Kräften zu verteidigen. Denn hier liegt die Garantie unseres endgültigen Triumphes. Wenn einer zweifelnd fragt, wie wir denn 



auf eine solche Weise zum Siege kommen wollten, so brauchen wir nur darauf zu verweisen, daß diese Frage viel mehr für die 
Feindseite angebracht wäre, denn wir haben die Voraussetzungen zum Sieg in der Hand, nicht sie. 

Es ist klar, daß man augenblicklich im gegnerischen Lager mit höchster Spannung beobachtet, wie das deutsche Volk auf die 
jüngste Entwicklung reagiert. Denn die Moral der kriegführenden Völker ist in diesem Kriege mehr als in jedem seiner 
Vorgänger ein entscheidender Faktor. Jeden Tag bringen die englischen und USA.-Blätter spaltenlange Berichte über die innere 
Lage im Reich, in denen Spekulationen und vage Hoffnungen sich einander jagen. Man müßte auch schon sehr dumm sein, 
wenn man nicht einsehen wollte, daß der feindliche Luftterror ausschließlich darauf angelegt ist, unsere Kriegsmoral zu 
zermürben und das deutsche Volk damit zum Bundesgenossen seiner Feinde zu machen. Man kann es nur als empörend 
bezeichnen, wenn einzelne Zeitgenossen sich hier und da selbst angesichts dieses Umstandes, wenn auch meistens unbewußt, zu 
Handlangerdiensten für die gegnerische Propaganda bereit finden lassen. Sie fügen damit unserer Sache den größten Schaden 
zu, und zwar gerade dadurch, daß sie den Feind durch ihr Gebaren nur ermuntern, in seinem blindwütigen Terror gegen die 
deutsche Heimat fortzufahren und ihn womöglich noch zu verstärken. Wir wissen genau, daß es sich hierbei um vereinzelte 
Erscheinungen handelt; aber gerade die werden von der Feindseite verallgemeinert und zum Anlaß ihres weiteren Vorgehens 
gegen unsere Zivilbevölkerung genommen. Am besten also dient heute der 
425 

dem Vaterlande, der aufrecht und tapfer seine Pflicht erfüllt, treu und unbeirrt an unsere große Sache glaubt und sich durch 
nichts und durch niemanden in seinem Vertrauen auf den Endsieg beirren läßt. 

Was nun diese unsere große Sache selbst anlangt, so ist sie auf festem Fundament gelagert und aufgebaut. Wir treiben keine 
Kriegführung im luftleeren Raum, und wir verschmähen es auch, unser Volk von einer Illusion in die andere hineinzustürzen. 
Wir sehen die Lage ganz realistisch und nüchtern mit ihren Schwächen, aber auch mit ihren Chancen. Die deutsche Führung 
kennt nicht nur die Möglichkeiten, die uns heute, sondern auch die, die uns in der näheren und weiteren Zukunft geboten sind. 
Wenn alles das, was wir in Vorbereitung und in der Reserve haben, offen angesprochen werden könnte, würde vermutlich auch 
der Zweifler eines Besseren belehrt sein. Aber das Interesse des Landes verbietet es, von der Zukunft, ja sogar von wesentlichen 
Bestandteilen der Gegenwart zu sprechen. Es wird schon sowieso mehr davon geschwätzt, als der Sache dienlich ist. Aber 
gerade in solchen Augenblicken, in denen sich die Ereignisse dramatisch zusammenballen und eine Zuspitzung der anderen 
folgt, ist es notwendig, daß das ganze Volk mit einer souveränen Sicherheit auf den Führer schaut, in dessen Hand es sein 
Schicksal gelegt hat. 

Wenn die deutsche Führung schweigt, so hat sie noch immer einen Grund zum Schweigen gehabt. Niemals aber war dieser 
Grund in einer inneren Unsicherheit zu suchen. Zur Lage selbst wäre heute natürlich mehr zu sagen, als sich der Laie überhaupt 
vorstellt. Aber nicht nur das deutsche Volk, sondern auch die feindliche Kriegführung ist von Wissensdurst geplagt. Es hat also 
gar nichts mit Ziererei zu tun, wenn das in mancher Beziehung erlösende Wort im Augenblick unausgesprochen bleibt. Daß 
eine solche Zeit den Gerüchtefabrikanten das Feld freigibt, ist eine bedauerliche Tatsache, die im nationalen Interesse mit in 
Kauf genommen werden muß. Aber auch diese werden sich angesichts 
426 

der hier geschilderten Umstände wohl der Verächtlichkeit ihres Tuns bewußt werden. Sie sind feige und dumm zugleich. Sie 
könnten ihre Sache nicht besser machen, wenn sie vom Feind dafür bezahlt würden. Jeder merke sich ihre faulen Redensarten 
von heute, um sie ihnen im gegebenen Augenblick links und rechts um die Ohren zu schlagen. 

Vorläufig erreichen sie durch ihr Geschwätz nur, daß der Feind Darlegungen wie diese beispielsweise damit beantworten wird, 
es müsse wohl schlecht um unsere Kriegsmoral bestellt sein, wenn wir öffentlich darauf zu sprechen kämen. Das ist natürlich 
ein Unsinn, aber das Unglück will es, daß man das in London, Washington und Moskau glaubt. Das ändert zwar nichts an der 
Kriegslage selbst, gibt dem gegnerischen Lager aber Hoffnungen und Illusionen, die uns jedenfalls keinen Nutzen einbringen; 
und das ist ja auch schon etwas. Was gegenwärtig beim Feind über uns und unsere innere Lage zusammenphantasiert wird, 
überschreitet sowieso schon längst das Maß des Erlaubten. Man bemerke den Unterschied: Wenn in den USA. 600.000 
Bergarbeiter wochenlang streiken, dann machen wir das in der deutschen Presse mit einer Fünfzeilenmeldung ab. Wir glauben 
nicht, daß durch einen solchen Streik der Krieg entschieden wird. Wenn bei uns fünf Verbrecher, die feindliche Sender 
abgehört und ihre Nachrichten weiterkolportiert haben, der verdienten Strafe zugeführt werden, dann schließt die feindliche 
Presse daraus, daß im Reich eine Revolution im Anzüge sei. Immerhin glauben wir ein Recht zu der Annahme zu besitzen, daß 
die 600.000 streikenden Bergarbeiter für die USA. ein bedrohlicheres Zeichen darstellen als die fünf verbrecherischen 
Feindhörer für uns. Auf welcher Seite stehen nun die Illusionen und auf welcher die Realitäten ? 

Das zu erkennen, darauf kommt es an. Nur wer ein Auge dafür besitzt, kann sich ein Urteil über die Kriegslage erlauben; denn 
er sieht die Dinge so, wie sie sind, nicht wie der Feind sie sich 
427 

wünscht. Es ist eine bessere Sache, tausend Kilometer feindlichen Raumes in Händen zu haben, als ein halbes Dutzend 
Churchill-Roosevelt-Konferenzen. Das eine ist eine Tatsache, das andere nur ein Ausdruck von Absichten und 
Wunschgebilden. Ob diese sich aber erfüllen werden, das hängt ganz von uns ab. Im Kriege entscheidet nie eine Seite allein, 



oder höchstens nur dann, wenn die andere die Waffen niederlegt. Das kommt für uns nicht nur nicht in Frage, im Gegenteil, wir 
schaffen Tag und Nacht, daß wir nie einen Mangel daran haben werden. Und was die Bereitschaft anlangt, die Waffen zu tragen 
und zu führen, so ist diese im deutschen Volke gottlob gänzlich unbestritten. Was kann uns passieren, wenn wir tapferen 
Herzens bei diesem Entschluß verbleiben ? Der Feind mag Not und Unglück über unsere Städte bringen; aber auch das wird ein 
Ende nehmen. Zertrümmerte Häuser können wieder aufgebaut werden, zertrümmerte Herzen nie. 

Wo hätte je ein Volk am Vorabend des fünften Jahres eines so gewaltigen Ringens eine gleich günstige Position zum Siege 
gehabt wie heute das unsere? Die Fronten stehen unerschüttert. Die Heimat zeigt sich dem gegnerischen Bombenterror 
moralisch und materiell gewachsen. Ein Strom von Kriegsmaterial verläßt unsere Fabriken. Eine neue Angriffswaffe gegen den 
Luftkrieg des Feindes ist im Aufbau. Tag und Nacht schaffen ungezählte fleißige Hände daran. Sie stellen uns zwar noch auf 
eine harte Geduldsprobe, aber die wird sich eines Tages lohnen. Der deutsche Bauer bringt eine gute Ernte in seine Scheuern. 
Sie reicht vollkommen dazu aus, unsere Ernährungslage absolut zu sichern. Auf einer Reihe von Gebieten der Kriegführung, 
auf denen wir augenblicklich nicht die gewohnte Aktivität entwickeln, werden wir in absehbarer Zeit wieder zu vollen Touren 
auflaufen. Schwierigkeiten verzeichnen wir genug und übergenug; aber keine davon ist unüberwindbar. Dazu kommt die große 
gute Sache, für die wir kämpfen, und der die Göttin der Geschichte den Endsieg nicht versagen kann. An 
428 

uns ist es nun, das Letzte und Unentbehrliche täglich hinzuzufügen, nämlich den Mut, die Tapferkeit des Herzens, die aufrechte 
Gesinnung und eine tiefe deutsche Gläubigkeit. 

Hier liegen die Realitäten des Krieges. Sie werden, wenn wir uns ihrer unentwegt bedienen, am Ende stärker sein als die Illu- 
sionen unserer Feinde. Denn der Krieg ist eine Sache der Macht und des Willens. Wer entschlossen ist, ihn in diesem Geiste zu 
führen, dem ist der Sieg sicher. Er darf sich nur nicht aus seiner Richtung herausdrängen lassen. Er muß sich durch Dornen und 
Gestrüpp seinen Weg nach oben bahnen. Es mag auf diesem Wege gelegentlich Strecken geben, auf denen er das Ziel nicht 
mehr sieht; das ist kein Beweis dafür, daß es nicht da ist. 

Vielleicht macht er morgen oder übermorgen einen Schritt nach hierhin oder nach dorthin, und es liegt wieder vor ihm in 
leuchtender Klarheit. 
429 

Von der Unersetzlichkeit der Freiheit 

29. August 1943 

Gerade in dieser dramatisch bewegten Zeit mit ihren ewigen Wechselfällen und Veränderungen erweist sich immer wieder aufs 
neue die Richtigkeit des Wortes, daß es nur eine Sünde gibt, und das ist die Feigheit. Wenn der Krieg das unmittelbare 
Schlachtfeld verläßt und seine Quartiere mitten in den Gebieten der Heimat aufschlägt, dann wird sich jeder plötzlich bewußt, 
wie relativ viele äußeren Werte des Lebens sind und daß bleibend und unveränderlich darüber nur die Werte des Charakters 
stehen. Jede große Belastung, treffe sie nun einen Einzelmenschen oder ein ganzes Volk, kann nur aus dem seelischen Fundus 
heraus gemeistert werden. Wer einen solchen nicht besitzt, wird ihr deshalb schwerlich gewachsen sein. Es geht im Kriege 
zuletzt immer um die Freiheit. Sie für ein Volk zu erhalten und zu sichern, muß stets das höchste Ziel von Politik und 
Kriegführung sein. Denn sie ist die Wurzel des nationalen Lebens. Alles andere, was ein Volk im Kriege verliert, kann ersetzt 
werden, sie allein ist unersetzlich. Sie stellt sozusagen die Substanz seiner nationalen Existenz dar. Aus ihr entwickelt sich alles 
Leben und alle Zukunft. Geht sie verloren, so schwindet damit überhaupt die Möglichkeit einer Weiterführung der nationalen 
Geschichte eines Volkes endgültig dahin. Auch in diesem Kriege kämpfen wir deshalb zuerst und zuletzt um unsere Freiheit. 
Sie ist angegriffen und bedroht, sie muß also verteidigt werden, und zwar mit allem, was wir sind und was wir haben. 
Der Begriff der Freiheit wird je nach Temperament des Beurteilers verschieden ausgelegt. Niemals beispielsweise waren wir 
430 

Deutschen in unserem Verhältnis zum Staate selbst so frei und ungebunden wie im November 1918 und in der darauffolgenden 
Zeit. Jeder konnte tun und lassen, was ihm benagte. Wer schieben wollte, konnte schieben. Wem es Spaß machte, sich an 
staatsfeindlichen Bewegungen zu beteiligen und den Frontkämpfern die Eisernen Kreuze herunterzureißen, wurde nicht daran 
gehindert. Wenn ein Soldat Lust hatte, nach Hause zu gehen, so warf er sein Gewehr in den nächsten Straßengraben und haute 
ab. Diese Orgie der inneren Freiheit haben wir mit einer außenpolitischen Versklavung ohne Beispiel sehr teuer bezahlt. Es 
muß also wohl so sein, daß die Freiheit eines Volkes nach außen immer mit einem gewissen Zwang nach innen erkauft wird. 
Das trifft vor allem im Kriege zu, zumal bei einem Volke, das in seiner Geschichte noch in den Kinderschuhen steckt und sich 
erst seinen Weg nach oben bahnen will. Es kann nur durch harte Zucht, Disziplin, Gehorsam und Treue emporsteigen. Jede 
Lockerung seines inneren Staatsgefüges bringt notwendigerweise eine Gefährdung seiner außenpolitischen Interessen mit sich. 
Und gerade darauf zielt die feindliche Politik und Kriegführung hin. 

Es ist ganz klar, daß eine Staatsführung im Verlaufe eines Krieges eine Unmenge von Belastungen auf sich nehmen muß. Denn 
der Krieg ist ja ein einziger großer Zwang. Dieser Zwang trifft mehr oder weniger jeden einzelnen Staatsbürger, in bestimmten 
Fällen sogar bis zur Aufgabe seines Lebens für die Gemeinschaft. Aber daneben gibt es noch eine Reihe von kleineren 



Zwangsmaßnahmen, die tief in die private Sphäre des Menschen einschneiden, ihm liebgewordene Gewohnheiten rücksichtslos 
beseitigen und auf bestimmten Gebieten eine Art von Gleichmacherei betreiben, die auch im Kriege alles andere als angenehm 
ist. Die Führung hat darüber zu entscheiden, wo diese platzzugreifen haben, und jede dieser Entscheidungen ist eine Hypothek 
auf ihre Popularität. Trotzdem darf sie keine davon unterlassen, wenn sie im Interesse 
431 

der siegreichen Fortsetzung des Krieges notwendig erscheint. Denn der Krieg steht über allem. Wird er gewonnen, dann ist alles 
gewonnen; ginge er aber verloren, dann wäre ebenso auch alles verloren. 

Ein beschränkter Verstand wird sich nur widerwillig bereit finden, diese tieferen Zusammenhänge der Kriegführung und Politik 
einzusehen. Es ist ja so billig, für alles, was der Krieg nun einmal an Unannehmlichkeiten mit sich zu bringen pflegt, eine über- 
geordnete Autorität verantwortlich zu machen. Und da es gottlob eine Regierung gibt, die den Krieg verantwortlich plant und 
führt, bietet sie sich für den übelwollenden Kritiker als Zielscheibe des Widerspruchs geradezu an. Wenn der Krieg so einfach 
wäre, wie sich das der politisierende Kannegießer vorstellt, dann hätte er längst sein Ende gefunden. Aber er hat Hintergründe, 
die der oberflächliche Verstand nur selten durchschaut; hier erst tauchen seine eigentlichen Probleme auf, und gerade die 
müssen gemeistert werden. 

Wir stehen in diesem Kriege einer feindlichen Koalition gegenüber, die aus ihren Vernichtungsplänen gegen das deutsche Volk 
und Reich gar keinen Hehl macht. Sie hält es nicht einmal für notwendig, sie agitatorisch zu tarnen. Ihr Kampf gegen uns hat 
eingestandenermaßen nichts zu tun mit der Ablehnung unserer politischen Anschauung oder unseres staatlichen Regimes. Er 
zielt ausschließlich auf unsere Freiheit und damit auf die Substanz unseres nationalen Lebens hin. Daß es mit solchen Plänen 
und Absichten kein Paktieren geben kann, bedarf natürlich keiner Erläuterung. Ihnen muß ein Volk um jeden Preis mit der 
Waffe in der Hand mutig und beherzt entgegentreten. Die materiellen Werte des privaten Lebens erscheinen diesen nationalen 
Werten gegenüber klein und unbedeutend, zumal sie ja bei ihrem Verlust sowieso auch im Ganzen verloren gehen würden. Sie 
können also nur im Kampf um das Ganze erhalten bleiben. Je fester ein Volk zu diesem 
432 

Kampf entschlossen ist, um so sicherer ist die Stellung, die es im Kriege einnimmt. Wir standen noch niemals in unserer 
Geschichte einer so tödlichen Gefahr gegenüber wie heute; aber auch noch niemals war die Erkenntnis dieser Gefahr im 
deutschen Volke so tief verankert wie in diesem Kriege. Niemand unter uns ist sich darüber im unklaren. Jeder Deutsche weiß, 
daß wir den Krieg nur durch Sieg beenden dürfen. Eine andere Möglichkeit gibt es für uns nicht. Heute verteidigen wir mit 
unserem Leben und unserer Zukunft die ganze große und ruhmreiche Geschichte unseres Volkes. Durch den Sieg wird sie ihre 
Krönung erfahren. Griffen wir allerdings am Siege vorbei, dann würde sie dadurch insgesamt für null und nichtig erklärt. 
Niemand weiß besser als die deutsche Führung, welchen ungeheuren Belastungen unser Volk durch diesen Krieg ausgesetzt 
wird. Sie scheinen manchmal die Fähigkeit des Einzelnen, Unglück und Not zu ertragen, zu sprengen. Es ist deshalb auch 
selbstverständlich, daß dem Volke davon nur das zugemutet wird, was gänzlich unvermeidlich ist. Das aber muß auch 
hingenommen werden. Es nutzt gar nichts, dagegen zu räsonnieren. Gäbe es ein brauchbares Mittel dagegen, dann hätte die 
Führung es längst angewandt. Aber auch die feindlichen Regierungen sehen sich gezwungen, von ihren Völkern härteste Opfer 
zu fordern. Sie übersteigen in vielen Fällen die von uns gebrachten um ein Beträchtliches. Es kommt also darauf an, wer dieser 
Zerreißprobe am ehesten gewachsen ist und wer im kritischen Augenblick die entscheidende Tat vollbringt, die den Sieg in sich 
trägt. 

Die echten Voraussetzungen zum Siege liegen fast ausschließlich auf unserer Seite. Die Mittel der Kriegführung, die dem Feind 
zur Verfügung stehen, bringen uns vielfach sehr schmerzhafte und blutende Fleischwunden bei. Unsere gegen den Feind 
wirksamen dagegen zielen auf seine lebenswichtigen Organe. Wir besitzen also die aussichtsvolleren Chancen zum Sieg, und 
soweit wir uns diese 
433 

nicht entreißen lassen, ist er uns auch sicher. Der Feind weiß ganz genau, daß er sie uns durch militärische Aktionen nicht 
streitig machen kann. Die Entwicklung auf den Kriegsschauplätzen während dieses Sommers ist wieder ein klassischer Beweis 
dafür. Darum zielt auch sein Stoß auf unsere Kriegsmoral, wobei er hofft, daß diese ihm bei seinen sonst aussichtslosen 
militärischen Unternehmungen zu Hilfe kommen würde. Ob das irgendwann einmal geschehen wird, darüber entscheidet nicht 
der Feind, sondern nur wir selbst. 

Nach dem Winter 1941/42 zählte das belagerte Leningrad, wie von den Sowjets selbst zugegeben wird, über eine Million Tote 
infolge von Hunger und Kälte. Die Sowjets haben also offenbar geglaubt, dieses gigantische Opfer um des Durchhaltens willen 
bringen zu müssen. Ein ähnliches Opfer ist nie von einer deutschen Stadt auch nur andeutungsweise gefordert worden. Aber aus 
dieser Tatsache erhellt doch, mit welchen Gegnern wir es in diesem Kriege zu tun haben und wessen sie fähig wären, wenn wir 
je in ihre Gewalt gerieten. Man darf vor dieser Alternative nicht blind sein; im Gegenteil, man muß sie mutig und ohne 
Schwanken ins Auge fassen, damit sie niemals Wirklichkeit wird. Nichts ist im Kriege gefährlicher als Selbsttäuschung; denn 
sie resultiert fast immer aus Wunschvorstellungen, die mit den harten Tatsachen meistens nur wenig zu tun haben. Die 
Tatsachen aber liegen nun einmal so, daß uns keine andere Wahl bleibt, als die Sicherungen des Sieges auch unter höchstem 



Einsatz und wenn nötig unter schwersten Opfern fest in der Hand zu behalten, um sie in der entscheidenden Stunde im Kampfe 
auszuspielen. Was der Feind auch heute auf allen Kriegsschauplätzen unternimmt, hat ausschließlich zum Ziel, uns einen Teil 
davon zu entreißen und damit unsere Chancen zum Sieg zu schmälern. Das gilt es unter allen Umständen zu verhindern. Daß 
das möglich ist, beweisen die jüngsten Ereignisse selbst. 
434 

Vier Jahre Krieg haben nicht nur an der Nervensubstanz unseres Volkes, sondern auch an der unserer Feinde gezehrt. In beiden 
Lagern wird kaum noch so unbelastet über diese gigantische Auseinandersetzung der Waffen geredet und geschrieben wie noch 
vor zwei Jahren. Das kommt daher, daß wir die Probleme wesentlich nüchterner sehen, ohne allerdings ihren politischen Zwang 
aus den Augen zu verlieren. Sie sind unausweichlich geworden. Entweder lösen wir sie, oder der Feind löst sie auf unsere 
Kosten. Aber es ist ein frommer Irrtum zu glauben, daß sie noch einmal vertagt werden könnten. Dazu sind die Konflikte zu 
unerbittlich gestellt. Sie müssen entschieden werden, so oder so. Und wenn sich die Sehnsucht nach einem beruhigten Leben 
manchmal noch so fiebernd und drängend bei jedem meldet, es kann nur im Kampfe und durch den Sieg gesichert werden. 
Unter harten Anstrengungen gelegentlich müde zu werden, ist keine Schande. Jeder von uns kennt die hier und da 
auftauchenden Erscheinungen einer inneren Leere, die das Leben selbst anfängt relativ zu sehen. Sie werden durch die niemals 
abreißenden Verpflichtungen, die der Alltag uns auferlegt, immer wieder überwunden. Sie stellen keine Ausnahme dar, die nur 
für unsere Seite zuträfe; auch auf der Gegenseite sind sie in weitem Umfange vorhanden, und einer wartet auf den anderen, daß 
er ihnen nachgibt. Das ist bei jeder kämpferischen Auseinandersetzung so, wenn es um das Letzte geht. Wer zuerst die Kraft 
verliert, der ist verloren. Denn was er an Zähigkeit und Energie aufgibt, kommt dem anderen zusätzlich zugute und verleiht ihm 
endgültig das Übergewicht. Es soll also niemand glauben, daß ein solcher Vorgang in einer späteren geschichtlichen 
Betrachtung unter dem Druck der Stunde gesehen wird, unter dem wir heute stehen. Wer sucht für das politische oder 
moralische Versagen eines Volkes in einer entscheidenden Krisis Gründe und Erklärungen und begnügt sich nicht vielmehr mit 
seiner bloßen Feststellung? Auch in diesem Kriege haben Staaten 
435 

und Völker in ihren großen Prüfungsstunden die Nerven verloren. Die Prüfungen selbst sind heute schon unserem Gedächtnis 
entschwunden, geblieben aber sind für die betroffenen Völker die Folgen ihres Nichtbestehens. Wer in einem Weltkampf von 
so gigantischen Ausmaßen aufgibt, der sinkt unweigerlich und ohne Gnade in ein geschichtsloses Dasein zurück. Es wäre besser 
gewesen, er hätte erst niemals angefangen, in geschichtlichen Vorstellungen zu leben und zu handeln. 

Wir stehen in diesem Kriege vor einem neuen Anfang unserer großen nationalpolitischen Entwicklung. Das Reich hat schon 
einmal ein weites europäisches Imperium umfaßt, das uns Deutschen infolge unserer politischen Kurzsichtigkeit verloren ging. 
Es wird uns heute so schwer gemacht, wieder emporzusteigen, weil wir durch diese Hypothek vorbelastet sind. Wir treten in 
eine Welt ein, die genau weiß, was ein endgültiges Erstarken unseres Volkstums für sie bedeuten würde. Sie betrachtet uns 
deshalb als einen lästigen Eindringling, dem man unter allen Umständen die volle Wiederherstellung seiner nationalen 
Unabhängigkeit verwehren muß. Die Pläne und Absichten unserer Feinde laufen deshalb darauf hinaus, diese zu beschneiden 
oder ganz zu vernichten. Ihre und unsere Devise muß also lauten: Jetzt oder nie! Gelingt es der Gegenseite nicht, uns aus dem 
Kreis der Weltmächte herauszudrängen, dann sind wir endgültig über den Berg. Gelänge es uns dagegen nicht, uns 
durchzusetzen, dann wäre ebenso alles umsonst gewesen. 

Vor dieser Fragestellung verblassen die Sorgen und schweren Kümmernisse, die uns heute belasten und bedrängen. Sie sind 
trotz aller Peinigungen, die sie für jeden von uns mit sich bringen, zeitgebunden. Unser Auftrag dagegen ist zeitlos, über den 
Ereignissen stehend und im wahrsten Sinne des Wortes geschichtlich. Wir haben in seiner Erfüllung in der Tat über etliche 
Jahrhunderte unserer kommenden Entwicklung zu entscheiden. Der Versuch 
436 

dazu kann nicht bei einem Mißlingen später wiederholt werden; es handelt sich in diesem Kriege um den unwiderruflich letzten. 
Aus dieser Erkenntnis schöpfen wir die Kraft, zu kämpfen und zu arbeiten, als gälte es täglich das Leben. Denn es ist in 
Wahrheit auch so. Jede Müdigkeit, die uns nach harten und schweren Tagen oder in zersorgten Nächten überfällt, ist eine 
Versuchung unserer Pflicht. Sie muß überwunden werden. Wer ihr nachgibt, darf sich nicht wundern, wenn er langsam ins 
Gleiten gerät. Er könnte dem Feind keinen besseren Dienst leisten als diesen. 

Es wird einmal die Zeit kommen, daß alle Sorge und Qual zu Ende ist. Wenn eines Tages die Waffen schweigen, werden die 
Völker Bilanz machen. Es gilt dann nicht mehr viel, was sie gelitten, und nur noch das, was sie erreicht haben. Heute müssen 
wir unser ganzes Denken und Handeln darauf abstellen, in dieser Stunde auf der Seite der Gewinner zu stehen. Damit 
entscheiden wir darüber, ob wir nach diesem Kriege mit einem neuen großen Leben beginnen oder nur mit einem alten großen 
Leben abschließen. 

Die Wahl kann nicht schwer fallen. Sie wird von unserem Volke so getroffen, wie es unserer Pflicht sowie unserer 
geschichtlichen Aufgabe und Tradition entspricht. Es hat in diesem Kriege schon so viel geopfert und getragen, daß es auch den 
noch fehlenden Rest hinzufügen wird; denn er gibt dem Ganzen den Sinn und die letzte Krönung. Es muß heute unser Ehrgeiz 
sein, freudigen Herzens hinzugeben, was wir ersetzen können, niemals jedoch zu verlieren, was unersetzlich ist. 



Unersetzlich aber ist am Ende nur die Freiheit. Und diese gilt es deshalb zu erhalten und für alle Zukunft zu sichern. 
437 



Ungebeugtes Berlin 

Aufruf nach dem britischen Terrorangriff vom 23./24. August 

29. August 1943 

Berliner und Berlinerinnen! 

Nachdem die gröbsten Schwierigkeiten in der Bekämpfung der Schäden des britischen Terrorangriffs in der Nacht vom 23. zum 
24. August überwunden sind, ist es mir ein Bedürfnis, der gesamten Berliner Bevölkerung für die in den vergangenen Tagen 
und Nächten bewiesene aufrechte Haltung und Gesinnung sowie für ihre durch ungezählte heldenhafte Taten bekundete Hilfs- 
und Opferbereitschaft meinen Dank und meine besondere Anerkennung auszusprechen. 

Ich danke dabei insbesondere den Angehörigen der Berliner Parteiorganisationen, der Wehrmacht, der Polizei- und 
Feuerlöschverbände, des Luftschutzes, des Deutschen Roten Kreuzes, der OT., der Technischen Nothilfe, der HJ., der 
Behörden und den Frauen der NS. -Frauenschaft, die sich vor allem bei den Verpflegungsstellen und bei der Betreuung der 
Kinder ausgezeichnet haben. Die diesen Organisationen angehörenden Männer und Frauen, die in vielen Fällen drei und vier 
Tage und Nächte ununterbrochen in einem harten und aufreibenden Dienst standen, obschon sie zum Teil selbst durch den 
feindlichen Terrorangriff schweres persönliches Leid erlitten hatten, überboten sich gegenseitig in selbstloser Pflichterfüllung 
und haben durch eine gewaltige Gemeinschaftsarbeit in kurzer Zeit die ersten und schwersten Lasten und Sorgen von der 
betroffenen Bevölkerung genommen. Die Zahl der bei diesem Luftangriff geforderten Opfer an Gefallenen, Verwundeten und 
Vermißten blieb verhältnismäßig gering, 
438 

da die seit Wochen geforderte und immer wieder überprüfte Luftschutzbereitschaft und die vorsorglichen 
Evakuierungsmaßnahmen sich zum Wohl und Vorteil der Berliner Bevölkerung ausgewirkt haben. 

Die Berliner Bevölkerung hat durch ihre vorbildliche Disziplin und tapfere Abwehrbereitschaft bewiesen, daß sie dem Terror 
des Feindes gewachsen ist. Niemals wird sie sich seinen Drohungen und feigen Überfällen beugen. Es hat sich in diesen Tagen 
gezeigt, daß die Bevölkerung Berlins entschlossen ist, die Reichshauptstadt mit Mut und Standhaftigkeit gegen den britischen 
Luftterror zu verteidigen und dem Vernichtungswillen des Feindes mit der ganzen Kraft ihres materiellen und seelischen 
Widerstandes entgegenzutreten. 

Mir selbst sind bei den vielen Fahrten und Aufenthalten in den Schadensgebieten seitens der betroffenen Bevölkerung zahl- 
reiche Beweise der Treue und Anhänglichkeit zu Führer und Reich, aber auch eines ingrimmigen Hasses gegen unsere Feinde 
entgegengebracht worden. Dafür danke ich unseren schwergeprüften Mitbürgern besonders. Ich bin in den vergangenen Tagen 
und Nächten wieder einmal sehr stolz gewesen, die Reichshauptstadt führen zu dürfen. 

Unsere Anteilnahme gilt den Volksgenossen, die um ihre gefallenen Angehörigen trauern, unsere ganze Hilfe und Fürsorge aber 
der geschädigten Bevölkerung, den Verwundeten und den Hinterbliebenen. 
439 

Das große Drama 

5. September 1943 

Der Abschluß des vierten Kriegsjahres bietet den willkommenen Anlaß, einen Blick über die jüngere Vergangenheit und die 
nähere Zukunft zu werfen. Es erscheint geboten, bei dieser Betrachtung wieder an den Ausgangspunkt des großen Dramas 
zurückzukehren, das seit dem 3. September 1939 und wer weiß wie lange noch die Welt erschüttert. Wir glauben annehmen zu 
dürfen, daß keiner der feindlichen Staatsmänner und keine der geheimen Mächte, die Anfang September 1939 diesen Krieg 
frivol gegen das Reich vom Zaune brachen, sich damals über die unheilvollen Folgen, die ihr verhängnisvoller Entschluß nach 
sich ziehen würde, im klaren gewesen sind. Sie handelten aus Haß, Minderwertigkeitsgefühl und ideologischer Verranntheit und 
glaubten sicherlich in ihrer Kurzsichtigkeit, daß es ihren vereinten Kräften leicht und in nicht allzu langer Zeit gelingen werde, 
dem deutschen Volke jenen tödlichen Stoß zu versetzen, den sie trotz eifrigster Bemühungen in Versailles versäumt hatten. 
Man kann kaum behaupten, daß in der Koalition, die uns im September 1939 entgegentrat, auch nur ein einziger Staatsmann 
von konstruktiven Vorstellungen zu finden war, der eine moderne Weltauffassung und Völkerordnung vertrat. Es handelte und 
handelt sich bei ihr auf allen Gebieten um die Reaktion in Reinkultur. Ihr Plan war, das Reich niederzuschlagen, weil sich in 
ihm der Lebenshunger der übervölkerten jungen Nationen allzu spontan anmeldete. Man wollte Deutschland nicht zur 
Auswirkung seiner ihm von Gott gegebenen Kräfte kommen lassen. Daher der Krieg. 
440 



Man hat sich ihn im Feindlager vermutlich ganz anders vorgestellt, als er tatsächlich verlaufen ist. Das erhellt schon aus der 
Tatsache, daß man in England, solange das britische Volk von seinen Schrecken verschont blieb, von ihm als einem reizenden 
Krieg sprach, der nach den Plänen seiner geheimen und offenen Urheber etwa so vor sich gehen würde, daß die feindlichen 
Armeen die deutsche Wehrmacht zu einem ihnen günstig erscheinenden Zeitpunkt überrennen, in Berlin einmarschieren und 
dort dem deutschen Volke einen Vernichtungsfrieden aufoktroyieren sollten, demgegenüber der Westfälische oder gar der 
Versailler noch als wahre Wohltaten empfunden werden mußten. Das deutsche Volk und seine Führung tragen keine Schuld an 
diesem Krieg, er ist ihnen aufgezwungen worden. Unsere Absichten und Pläne lagen ausschließlich auf den Gebieten des 
Friedens. Wir verzeichneten im Gegensatz zu unseren Gegnern vor dem Kriege keine inneren Schwierigkeiten, aus denen ein 
Ausweg nur durch Krieg zu finden war. Das Reich war stark, festgefügt und nach allen Richtungen hin konsolidiert. Die 
deutsche Führung hatte schon durch Werke friedlichen Aufbaues so viel geschichtlichen Ruhm geerntet, daß sie solchen durch 
Provozierung eines Krieges nicht mehr zu erwerben brauchte. Das Gegenteil traf, wie man weiß, für die Feindseite zu. 
Die Lage des Reiches war zu Beginn dieses Krieges mehr als ernst. Im Westen traten Großbritannien und Frankreich, gedeckt 
durch eine für uneinnehmbar geltende Verteidigungslinie, zum Vernichtungskampf gegen das deutsche Volk an. Auf dem 
Gebiet des Seekrieges war England entschlossen, uns erneut durch das Mittel der Blockade langsam auszuhungern. Im Osten 
unternahm die polnische Armee den größenwahnsinnigen Versuch, in den deutschen Heimatraum vorzustoßen, und dahinter 
stand der Bolschewismus auf dem Sprunge, jede sich bietende günstige Chance auszunutzen, um dem Reich den Todesstoß zu 
versetzen. Wenn je eine Veranlassung bestand, um die Zukunft des deutschen Volkes 
441 

zu zittern, wenn wir je einen Grund hatten, alle nationale Kraft zusammenzufassen, um die finstere Drohung der traditionellen 
Feinde des Reiches niederzuschlagen, dann damals, als wir, auf engem Raum zusammengepreßt, ohne Hilfe und 
Bundesgenossen, einer so übermächtigen Koalition gegenüberstanden. 

Es ist dem Führer gelungen, durch eine souveräne, überlegene Strategie den Würgering zu sprengen, der uns zu Kriegsbeginn 
umklammert hielt. Nicht eine Stadt des Reiches wurde vom Feind besetzt, aber Land um Land und Militärmacht um 
Militärmacht, die uns damals bedrohten, entweder gänzlich niedergeworfen oder so weit in ihren eigenen Raum 
zurückgetrieben, daß heute von einer territorialen Gefährdung des Reiches nicht mehr die Rede sein kann. Das Schwert der 
feindlichen Seeblockade erwies sich als stumpf. Wir können heute weder ernährungs- noch rohstoffpolitisch mehr ausgehungert 
werden. Der Deutschland aufgezwungene Krieg, der im September 1939 noch als ein großes Fragezeichen vor uns lag, ist jetzt 
auf harten politischen und militärischen Tatsachen aufgebaut. Was wir zum Siege nötig haben, besitzen wir, wir müssen es nun 
verteidigen. 

Gewiß haben wir im Verlaufe dieses vierjährigen gigantischen Ringens auch Rückläufigkeiten und Einbußen in Kauf nehmen 
müssen. Aber die Riesenräume, die unsere Truppen erobert haben, gestatten uns eine bewegliche Kampfführung, ohne daß 
dadurch unsere Siegeschancen eine ernstliche Beeinträchtigung erfahren. Wir sitzen, wie schon häufiger betont wurde, am 
längeren Hebelarm, und wenn der Feind irgend eine Möglichkeit sähe, uns die entscheidenden Faustpfänder, die unseren Sieg 
garantieren, abzujagen, so würde er diese lieber heute als morgen wahrnehmen. Er sieht sie nicht. Daher die Verlagerung seiner 
Kampfführung auf ein Gebiet, auf dem er sich noch immer als wahrer Meister erwiesen bat: er führt den Krieg wie im ersten 
Weltkrieg, statt gegen unsere Soldaten, gegen unsere Frauen und Kinder. Damals suchte 
442 

er den Sieg durch Hunger, heute sucht er ihn durch Phosphor zu erringen. Damals sind wir ihm die Antwort auf seinen Terror 
gegen unsere Heimat schuldig geblieben, heute müssen wir die damals versäumte Antwort nachholen. 

Im Feindlager wird uns oft die Frage entgegengehalten, wie wir auf eine solche Weise siegen wollten. Wir fragen dasselbe um- 
gekehrt. Denn wir besitzen die Voraussetzungen zum Siege. Der Feind aber muß uns alles das, was wir erobert haben, Stück um 
Stück wieder entreißen, wenn er zum Erfolge kommen will. Daß das nicht möglich ist, weiß man in London, Washington und 
Moskau genau so gut wie in Berlin. Schon die Einnahme Siziliens und gewisse Zurücknahmen an unserer Ostfront haben die 
Feindseite so viel Blut gekostet, daß man sich leicht ausrechnen kann, was von ihr und ihrer Jugend noch übrig bleiben würde, 
wenn sie auf diesem Wege fortfahren wollte, und in welchem grauenhaften Verhältnis dann sehr bald der Einsatz zum 
fragwürdigen Erfolg stände. 

Selbstverständlich hat man in London recht, wenn man demgegenüber die Meinung vertritt, daß das nicht nur eine Sache der 
materiellen Kraft des Reiches, sondern auch eine Sache der Nerven des deutschen Volkes sei. Aber wir nehmen an, daß die 
Nerven der gegen uns anrennenden Völker durch so blutige Operationen wie die dieses Sommers auch nicht gerade gestärkt 
werden. Sie stehen sich dabei vermutlich viel schlechter als wir. Es kommt also unter anderem auch darauf an, welches Volk 
den wachsenden Belastungen des Krieges eine standhaftere Haltung entgegensetzt. Wir zweifeln keinen Augenblick daran, daß 
wir das sein werden. 

Es liegt in der Natur des Krieges, daß er immer wieder neue Veränderungen erleidet. Seine Entwicklung verläuft meist in 
Wellenform, und sein äußeres Bild kann deshalb manchmal über Nacht ein gänzlich anderes Aussehen annehmen. Gerade 
angesichts dieses Umstandes ist es gut, wenn man Sicherungen in der Hand 
443 



hat, die einen gegen die Wandelbarkeit des Kriegsglücks bis zu einem gewissen Grade der Wahrscheinlichkeit gefeit machen. 
Das ist bei uns in jeder Hinsicht der Fall. Wir leben in unserer Kriegführung nicht von der Hand in den Mund, wir schöpfen 
unsere materiellen und moralischen Reserven zur Verteidigung unseres Lebens und unserer Freiheit aus einem nationalen 
Fundus, der nicht nur aus unserer eigenen Volkskraft, sondern auch aus der Kraft ungeheurer von unserer Wehrmacht eroberter 
Räume gespeist wird. Wir haben obendrein den Vorteil der inneren Linie und damit gesicherter Verbindungswege zu 
verzeichnen, deren Mangel die feindliche Kriegführung so anfällig macht. 

Darüber hinaus vertreten wir ein klares und festumrissenes politisches Ziel, was beim Gegner in keiner Weise der Fall ist. Im 
Gegensatz zu ihm wissen wir nicht nur, was wir nicht wollen, sondern auch, was wir wollen. Wir vertreten eine moderne Welt- 
ordnung, unsere Feinde verteidigen eine alte und überfällige. Unsere Ideen und Vorstellungen vom kommenden 
Zusammenleben der Völker weisen in die Zukunft, die unserer Gegner stammen aus einer längst überwundenen Vergangenheit. 
Die Staatsmänner der feindlichen Koalition wollen die Fehler von Versailles wiederholen und womöglich noch übertrumpfen, 
wir wollen sie vermeiden und überwinden. Die Völker Europas haben also bei der Verteilung ihrer Sympathien für die beiden 
kriegführenden Seiten auch darüber zu entscheiden, ob das Elend der Nachkriegszeit von damals sich gigantisch gesteigert 
erneuern oder ob Europa diesmal einen besseren Nachkriegsanfang machen soll. Wie es sonstwo in der Geschichte keine öden 
Wiederholungen gibt, so auch hier nicht. Der zweite Weltkrieg kann den ersten nicht imitieren, er wird ihn im Gegenteil 
liquidieren. 

In allen kriegführenden Völkern wird heute wohl am meisten die Frage erörtert, wie lange dieser Krieg noch dauern wird. Eine 
solche Frage ist nur zu natürlich, denn der Krieg stellt an alle beteiligten 
444 

Völker Anforderungen, vor denen die vergangener Kriege vollkommen verblassen. Aber auch das ist ein Beweis dafür, daß es 
diesmal um das Ganze geht. Und darum wird er so lange dauern, bis eine klare Entscheidung fällt. Diese Entscheidung kann 
ebensogut in einem Monat wie in einem Jahr erfolgen. Kein Mensch vermag das vorauszusagen, da die Kräfte, aus denen die 
beiderseitige Kampfführung gespeist wird, in ihrem Wert und in ihrer Dauerhaftigkeit zu unbestimmbar sind. Deshalb ist es 
Aufgabe unserer Führung und unseres Volkes, unentwegt dafür zu sorgen, daß uns in dieser Zeit, die jeden Tag zu neuen 
Entscheidungen drängt, in keinem Augenblick der Atem ausgeht. 

Es muß unser Bestreben sein, jede Gelegenheit zur Bewährung wahrzunehmen. Denn eine versäumte Gelegenheit ist unwieder- 
bringlich verloren. Wir können nach dem Kriege nichts nachholen, was wir heute aus Müdigkeit oder Überreiztheit der Nerven 
aufschieben. Alles, was für den Krieg und für den Sieg getan werden muß, hat im Kriege selbst zu geschehen. Es ist dabei nicht 
so ausschlaggebend, in welchem Zustande, wie, daß man überhaupt durchs Ziel geht. Wer sich heute für die Nachkriegszeit 
schont, gleicht dem Marathonläufer, der die letzten zehn Kilometer mit verhaltener Kraft läuft, um sie einige Tage später in 
besserer Verfassung nachzuholen, dabei aber in Gefahr gerät, das Rennen zu verlieren. Wenn er das Zielband durchstoßen hat, 
mag er ohnmächtig auf den Rasen sinken; dafür wird der Lorbeer sein Haupt kränzen. 

In der englischen und USA. -Öffentlichkeit mehren sich in den letzten Wochen Stimmen, die dem weiteren Kriegsverlauf gegen- 
über eine reservierte Skepsis zur Schau tragen. Man wird sich in London und Washington langsam klar darüber, daß die anglo- 
amerikanischen Erfolge der jüngsten Vergangenheit keine Siege im Sinne der Kriegsentscheidung waren und man an das 
eigentliche Zentrum unserer Kriegführung nicht einmal in gemessener Ent- 
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fernung herangekommen ist. Diese Erkenntnis entspricht den Tatsachen. Auch die auf den Luftterror gesetzten Hoffnungen und 
Erwartungen des Feindes haben sich nicht erfüllt. Man hatte geglaubt, daß das deutsche Volk nach den ersten schweren 
Schlägen in die Knie sinken würde, und ist nun maßlos enttäuscht, daß das in keiner Weise der Fall ist. Die wachsende deutsche 
Luftverteidigung ist in London Gegenstand gleichmäßig wachsender Sorge. Daneben meldet sich beim Feind das schlechte 
Gewissen, das durch unser Schweigen nur um so mehr ermuntert wird, sich die Frage vorzulegen, wie zur gegebenen Zeit das 
Reich auf die Unmenschlichkeiten der feindlichen Luftkriegsführung antworten wird. Man hatte gehofft, die Opfer des 
Bombenterrors als Bundesgenossen gewinnen zu können. Das Gegenteil ist der Fall. Diese wissen allzu genau, daß ihr Verlust 
an Hab und Gut nur ersetzt und wiedergutgemacht werden kann, wenn wir siegen und eine starke nationalsozialistische Führung 
alle Kräfte der Nation für diese gewaltige Aufgabe einspannt. Die Flugblätter, die die britischamerikanischen Terrorflieger über 
unserer Heimat abwerfen, werden vom deutschen Volke mit Verachtung behandelt. Die Opfer des Bombenkrieges schreien 
nicht nach lügnerischer Feindpropaganda, sie schreien nach Vergeltung. 

In allem also, was den Krieg und das deutsche Volk betrifft, hat der Feind sich geirrt. Er unterschätzt nicht nur unser Kriegs- 
potential, sondern auch unsere Kriegsmoral. Weder seine Schmeicheleien noch seine Drohungen machen auch nur den 
geringsten Eindruck auf uns. Wir wissen genau, daß er diesen Krieg nicht gegen unser Regime oder unsere politischen 
Anschauungen, sondern ausschließlich gegen unser Volk und seine Lebenssubstanz führt. Seine Anschläge auf unsere Freiheit 
werden wir, wo sich eine Gelegenheit dazu bietet, mit Waffengewalt zurückweisen, seine Verführungskünste prallen an unserer 
Standhaftigkeit und hohen Kriegsmoral ab, mit seinen Terrormethoden werden wir fertig 
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werden. Unsere Sicherungen des Sieges sind fest in unserer Hand. Er muß zum blutigsten Kampf der Geschichte antreten, wenn 

er auch nur versuchen will, sie uns zu entreißen. Ob er dazu den Mut hat, das bedarf des Beweises. Jedenfalls werden wir alles 

daransetzen, daß das große Drama des Krieges, das in einem rasenden Tempo seiner Entscheidung zueilt, uns auf allen 

Gebieten auf der Höhe der Situation findet. 

Wir haben diesen Krieg nicht gewollt. Er bereitet uns deshalb auch keine Freude, sondern stellt für uns nur eine bittere Pflicht 

dar. Aber niemals soll der Feind daran zweifeln, daß wir diese Pflicht getreu bis zum Siege erfüllen werden. Dazu sind Front 

und Heimat in gleicher Weise entschlossen. Wir haben für diesen Krieg schon zu viel geopfert und es geht um zu elementare 

Lebensinteressen unseres Volkes, als daß wir in dieser Entschlossenheit auch nur einen Augenblick wankend werden könnten. 

Wir haben weder die Absicht, uns unter seiner Last zu beugen, noch unter ihr zu zerbrechen. 

Aufrecht in stolzer männlicher Haltung verlassen wir das vierte Kriegsjahr und treten wir in das fünfte ein. Wir werden kämpfen 

und arbeiten, bis der Sieg unser ist. 

447 

Von den nationalen Pflichten im Kriege 

12. September 1943 

Es ist aufreizend, mit welcher naiven Unbekümmertheit unsere anglo-amerikanischen Gegner in ihren öffentlichen 
Auslassungen unsere politische Intelligenz mißachten. Ein gewisser Teil unseres Volkes kann sich allerdings nicht ganz von 
Schuld an einem solchen beleidigenden Verfahren freisprechen. Wir wissen alle, daß bestimmte Deutsche in ihrem 
Objektivitätsfimmel den Feind auch im Kriege zu ihrer persönlichen Meinungsbildung zu Worte kommen lassen und sich im 
gegebenen Falle vorbehalten, ihm sogar gegen ihre eigenen elementaren Interessen beizupflichten. Der Grundsatz, daß das 
Vaterland über Recht oder Unrecht geht, hat sich bei uns noch nicht so weit durchgesetzt, daß er als feststehendes Prinzip 
unseres nationalen Denkens angesehen werden kann. Es gehört bei gewissen Außenseitern unseres Volkes zu den 
Gepflogenheiten, den Weltereignissen und auch den Fragen und Belangen des eigenen Landes rein objektiv und kritisch 
beobachtend entgegenzutreten. Sie tun so, als wären sie lediglich Zuschauer der Entwicklung. Daß es dabei um ihr eigenes 
Leben sowohl wie um das Leben ihres Volkes und nicht um das eines Regimes geht, kommt ihnen bei ihren Überlegungen 
kaum in den Sinn. Gerade auf diese hauchdünne Volksschicht spekuliert die Verführungskunst des Feindes. Sie hat sie sich zum 
Objekt ihres Nervenkrieges ausersehen, und es spricht durchaus nicht für die Intelligenz der Außenseiter, daß die Gegenseite 
das so offen und unverblümt zugibt. 

Kürzlich ging eine Meldung durch die feindlichen Blätter, die 
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englische und USA. -Regierung habe den Plan gefaßt, eine nie dagewesene Agitationskampagne auf die Kriegsmoral des 
deutschen Volkes zu starten. Der Zeitpunkt dazu sei im Augenblick äußerst günstig gewählt, und man verspreche sich auch 
einiges davon, daß gewisse Kreise in Deutschland zweifellos auf die diesbezüglichen Versuche des Feindes reagieren würden. 
Daß die Feindseite solche Absichten verfolgt, steht für jeden Einsichtigen seit langem fest; 

daß sie uns diese aber vorher so unumwunden ankündigt, ist einigermaßen erstaunlich. Wie muß man im gegnerischen Lager 
unsere Intelligenz und unseren Charakter einschätzen, und haben wir das als Volk verdient? In keiner Weise! Wir können uns 
für dieses geradezu beleidigende Urteil unserer Feinde über unsere Kriegsmoral nur bei denen bedanken, die ihnen dazu eine 
Veranlassung geben; und das sind zweifellos jene schwankenden Gestalten, die sich lieber einen Finger abbeißen, als auch nur 
ein einziges Mal klar und rückhaltlos für die Interessen des eigenen Landes einzutreten. 

Man lernt solche Zeiterscheinungen hin und wieder im täglichen Umgang kennen. Sie können weder lieben noch hassen. Ihre 
Gefühlswelt ist vollkommen abgestumpft und zu einer großen nationalen Leidenschaft gänzlich unfähig. Wo sie Gefahren 
entdecken, beteiligen sie sich nicht an ihrer Bekämpfung und Beseitigung, sie bauschen sie vielmehr zu blühenden 
Phantasiegebilden auf, machen sich dadurch selbst und anderen Angst davor und stecken im übrigen die Hände in die 
Hosentaschen. Man bat manchmal den Eindruck, daß sie geradezu unglücklich sind, wenn es den vereinten Kräften der 
Gutgesinnten gelingt, solche Gefahren zu meistern. Der Glaube an ein großes politisches Ideal ist nicht ihre Sache; dazu fehlt 
ihnen die nötige charakterliche Unbeirrbarkeit. Mit einem Wort: wir haben es hier mit einer Art Verkrüppelung des nationalen 
Lebensinstinkts zu tun, die sich dem Nervenkrieg des Feindes geradezu anbietet. Das Beleidigende und zugleich 
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Erstaunliche dabei ist, daß diesem Menschenschlag am Gegner gerade das bewundernswert erscheint, was ihm selbst 
vollkommen fehlt: das sture Festhalten am Ziel auch unter zweifelhaften und riskanten Umständen, die Stärke nicht nur im 
Geben, sondern vor allem auch im Nehmen, die nationale Leidenschaft, der Opfersinn eines Volkes im Kriege über Parteien 
und Anschauungen hinweg, der Haß gegen seine Feinde, die felsenfeste Überzeugung, daß nur die eigene Sache siegen könne, 
und vor allem die Hingabebereitschaft für das Vaterland bis zur Aufgabe des Lebens. 



Selbstverständlich sind diese edlen Tugenden auch im deutschen Volke in überreichem Maße vorhanden. Wie wollten wir sonst 
gegen eine Welt von Neid und Rachsucht bestehen! Sie zeichnen unsere Soldaten an den Fronten und unsere arbeitenden 
Männer und Frauen in der Heimat in gleicher Weise aus. Wir haben allen Grund, stolz auf unser Volk zu sein, das sich den 
schweren und schwersten Belastungsproben dieses Krieges vollauf gewachsen gezeigt hat und auch weiterhin zeigen wird. Es 
muß nur jeden Deutschen auf das Tiefste empören, demgegenüber eine dünne Schicht von Opportunisten zu sehen, die im 
Glück ebenso eitel und überheblich wie im Unglück feige und charakterlos sind. Sie meint der Feind, wenn er sich in frecher 
und arroganter Weise an das deutsche Volk wendet und ihm abwechselnd Zuckerbrot und Peitsche anbietet. Die Millionen 
Deutschen, die nun schon vier Jahre lang an der Front und in der Heimat ihre Kriegspflichten und oft mehr als diese erfüllen, 
verdienen nicht, von solchen üblen Zeiterscheinungen diskreditiert zu werden. Und darum ist es an der Zeit, daß sie sich 
dagegen zur Wehr setzen. 

Das deutsche Volk hat mehr als einmal seinen entschlossenen und unumstößlichen Willen bekundet, diesen Krieg bis zum 
letzten Trommelschlag durchzustehen und ihn nur mit Sieg zu beenden. Es will nichts wissen von den feindlichen 
Versuchungen, denen es in der zweiten Hälfte des ersten Weltkrieges allzu willig sein 
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Ohr lieh, wofür es dann in einer langen, schmachvollen Zeit der Knechtung sehr bitter büßen mußte. Es weiß, daß die Feindseite 
alles daransetzt, das Experiment von damals zu wiederholen, ja, es vernimmt mit Erstaunen, daß diese Frage drüben ganz offen 
diskutiert wird, so als hörten wir gar nicht zu oder seien unmündige Kinder, die die Sprache der Erwachsenen nicht verstehen. 
Alles das genügt unseren Übergescheiten nicht. Sie wollen es eben besser wissen. Was soll noch geschehen, um sie zur Einsicht 
zu bringen ? Sie leben in einer Welt von Illusionen und Wunschvorstellungen. Sie gehen an die Probleme dieses Krieges mit 
einem naiven Dilettantismus heran, ohne jede Rücksicht darauf, daß wir um unser Leben kämpfen und es durch eigene Schuld 
natürlich auch verlieren könnten. 

Demgegenüber gilt es heute mehr denn je, dem ganzen deutschen Volke seine nationalen Pflichten im Kriege immer wieder vor 
Augen zu führen. Sie treten manchmal unter der Last der Ereignisse etwas in den Hintergrund. Aber gerade dann ist es dringend 
nötig, sie zu beherzigen und in keinem Falle aus den Augen zu verlieren. Es gibt gegenüber der Zeit und ihren Leiden nur eine 
Sünde, das ist die Feigheit. Wer feige einer Entscheidung ausweicht, wird eines Tages vor ihr kapitulieren müssen. Wer in der 
Gefahr weich in den Knien wird, täte gut daran, es wenigstens vor seinen Mitmenschen zu verbergen, damit er sie nicht auch 
noch mit seiner Wankelmütigkeit ansteckt. Man soll sich im Kriege bemühen, jede Krise und jede Belastung in dem Lichte zu 
sehen, in dem sie sich in einem Jahr oder gar in einem Jahrzehnt darbieten werden; dann lassen sie sich leichter überwinden. 
Auch vor einem Jahr oder vor einem Jahrzehnt hatten wir unsere Sorgen und Kümmernisse. Wir sind daran nicht gestorben, ja, 
die dazwischenliegende Zeit hat sie durch die Erinnerung bereits vollkommen verändert, entweder vergessen oder jedenfalls 
erträglich gemacht. So wird es auch in einem Jahr und bestimmt in einem 
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Jahrzehnt mit den Sorgen und Schmerzen sein, die uns heute belasten und peinigen. 

Ein mutiges Herz hilft alle, wenn auch noch so großen Schwierigkeiten meistern. Sie erscheinen im Anfang oft fast 
unüberwindlich. Aber ihnen zum Trotz geht das Leben unerbittlich weiter, und wer vor den Trümmern seiner Hoffnungen 
stehen bleibt, läuft Gefahr, den Anschluß zu verlieren und abgehängt zu werden. In kritischen Situationen muß man sein Herz in 
beide Hände nehmen und über den drohenden Graben springen. Beim Sprung merkt, man dann meist, daß er nicht so breit ist, 
wie es anfangs schien Wer Mut hat, der springe zuerst. Er wird sehen, daß die anderen ihm folgen und am Ende selbst der 
weniger Beherzte sich ein Herz nimmt. Auch in der scheinbar sinnlosesten Sinnlosigkeit dieses von unseren Feinden uns 
aufgezwungenen zerstörenden Krieges liegt tief verborgen noch ein tiefer Sinn. Wir sehen ihn nur manchmal nicht. Aber eines 
Tages wird er plötzlich wieder in voller Klarheit in Erscheinung treten. Wir dürfen niemals vergessen, daß unsere Augen heute 
vielfach von den Ereignissen getrübt sind. Es wird eine Zeit kommen, wo wir uns an den Kopf fassen werden, weil wir dann 
nicht verstehen können, warum wir heute nicht verstanden haben, was uns im Augenblick gänzlich unverständlich erscheint. 
Nur wer geschichtlich zu denken gelernt hat, entdeckt jetzt schon den tieferen Sinn, der auch unsere Zeit erfüllt. Er gebe den 
Schwachen aus seiner Erkenntnis Kraft und trete mutig für seine Überzeugung ein, auch wenn sie nur Sache seines Glaubens ist. 
Menschen mit Charakter haben im Kriege an ihren Mitmenschen eine große und wichtige Aufgabe zu erfüllen. 
Es muß der Ehrgeiz eines jeden von uns sein, heute so zu leben und zu handeln, wie wir alle nach dem Kriege wünschen gelebt 
und gehandelt zu haben. Jeder Krieg ist eine Gefahr, und erst in der Gefahr zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen. 
Wer könnte nicht aus seiner Umgebung den oder jenen benennen, von 
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dem er früher, als Mut und Zivilcourage nichts kosteten, nie geglaubt hätte, daß er so tapfer oder auch so feige sei! Wer ein 
standhaftes Herz besitzt, pflegt das nur in gefährlichen Augenblicken zu beweisen, und ebenso ist der oft in der Gefahr zu nichts 
zu gebrauchen, der früher mit seinem Mut hausieren ging. Man lernt die Helden erst auf dem Schlachtfeld kennen; in der 
Garnison sind sie meistens zu bescheiden, um sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Aber nicht nur die physische Tapferkeit, 
auch die Tapferkeit des Geistes und des Herzens ist eine hohe Tugend. Wer in Krisen und Notständen unentwegt und mutig für 



seine Sache und den Sieg seiner Überzeugung eintritt, beweist damit Charakter. Er bleibt auch im zivilen Leben dort stehen, wo 
er steht, ohne einen Schritt zurückzuweichen. Er setzt den feindlichen Versuchungen eine Tugend entgegen, die wir Deutschen 
erst in diesem Kriege richtig begreifen und verstehen lernen: Zivilcourage! 

Im Osten tobt gegenwärtig eine Materialschlacht von riesigen Ausmaßen. Wieder einmal liegen hier Schicksal und Zukunft 
unseres Volkes, ja unseres Kontinents auf der Waage der geschichtlichen Entscheidung. Millionen deutsche Soldaten 
verteidigen auf weit vorgeschobenem Posten ihre Heimat, die, so fern sie liegt, dennoch bedroht ist. Der Kampf, der im Osten 
ausgefochten wird, erfordert mehr als Mut. Er verlangt die ganze Hingabebereitschaft des Mannes, der weiß, daß es um das 
Leben geht. Es liegt diesem Krieg gegen den Bolschewismus ein tiefer geschichtlicher Sinn zugrunde, den jeder einzelne von 
uns kennt, mindestens aber dunkel ahnt und verspürt. Wenn in diesen Wochen die Fluten des Ostens gegen unsere 
Verteidigungslinien anprallen, wiederholt sich damit nur ein geschichtlicher Vorgang, der oft schon das Abendland auf die 
letzte Probe gestellt hat. Wir Deutschen waren noch jedesmal dazu ausersehen, diesen Kampf um unsere ureigenste Welt zu be- 
stehen, und das muß heute wieder geschehen, so verbitternd es auch manchmal scheinen mag, daß die Erfüllung dieses 
schwersten 
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geschichtlichen Auftrages auch allen europäischen Völkern zugutekommen wird, obschon sie uns heute vielfach keinen Dank 
dafür wissen. Kein anderes Volk der Welt wäre in der Lage, diesen Kampf zu meistern. Wir sind also doch und trotz allem vom 
Schicksal zum Größten berufen. Aber wir müssen es uns schwer und unter härtesten Opfern verdienen. Wir mögen das im 
einzelnen bedauern, aber ändern können wir es nicht. 

Dafür glänzt der Name des kämpfenden Germanentums auch in der Geschichte unseres Jahrhunderts. Wir erwerben uns in 
diesem Kriege den Ruhm des tapfersten Volkes, das die Erde trägt. Wir machen damit alles gut, was wir früher unvollkommen 
und schlecht gemacht haben. Ist einmal die große Probe zu Ende und haben wir sie bestanden, welches Volk könnte sich dann 
mit uns messen? Nach 1918 liefen wir Gefahr, in ein geschichtsloses Dasein zurückzusinken. Das wäre das größte Unglück 
nicht nur für uns, sondern für die ganze Welt gewesen. Daß das nicht im tieferen Sinn der abendländischen Entwicklung lag, 
erhellt schon aus der Tatsache, daß es selbst unter den widrigsten Umständen vermieden werden konnte. Daraus aber wieder 
müssen wir die Erkenntnis schöpfen, daß es kein Zufall ist, wenn das Reich, in seiner heutigen Größe und Macht, aus unserer 
Revolution hervorgegangen, in diesem Kriege so ungeheuren Belastungsproben ausgesetzt wird. Sie können nur den Sinn 
haben, uns eine Gelegenheit zur höchsten Bewährung zu geben. Die Nation muß diese Gelegenheit ergreifen und ausnutzen, 
wenn sie sich durch Domen und Gestrüpp den Weg nach oben bahnen will. 

Als wir am 30. Januar 1933 an die Macht kamen, hatten wir einige große Siege, aber auch eine Kette von Niederlagen hinter 
uns. An den Siegen hatte sich unser Gleichmut, an den Niederlagen unsere Standfestigkeit erprobt. Wer sich noch der entschei- 
denden Stunde unserer Revolution erinnert, weiß, daß die Nachricht von der Machtübernahme den meisten zuerst gänzlich 
unglaublich 
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erschien. Der Außenstehende hatte alles andere, nur das nicht erwartet. Heute wissen wir, warum es so war. Die große Prüfung 
ging zu Ende. Wir hatten sie bestanden. Siege und Niederlagen wurden zusammengezählt, und die Waage des Schicksals sank 
zu unseren Gunsten. Als alles vorbei war, sahen wir, daß Triumph und Unglück ihren Sinn gehabt hatten; nur wollten wir ihn 
nicht immer verstehen. 

So wird es auch in diesem Kriege sein. Einmal wird die letzte Schlacht geschlagen werden. Glücklich die Völker, die dann auf 
der Gewinnerseite stehen. Wir zweifeln keinen Augenblick daran, daß wir an erster Stelle unter ihnen zu finden sein werden. 
Dann wollen wir uns als Volk verbeugen vor der tiefen Gerechtigkeit, die die Geschichte uns zuteil werden läßt. Nach Erfüllung 
unserer schwersten nationalen Pflicht im Kriege kommen wir dann zu unserem höchsten nationalen Recht durch den Sieg. 
Mögen heute auch die wildesten Stürme über Europa hinwegfegen und unseren Kontinent in seinen tiefsten Tiefen aufwühlen: 
Die Welt geht nicht unter, sie wird nur neu geboren. 
Das wissen wir, und das glauben wir. 
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Das Schulbeispiel 

19. September 1943 

Es hat seinerzeit einiges Aufsehen erregt, daß der Schreiber dieser Zeilen am Freitag nach dem 25. Juli seinen wöchentlichen 
Leitartikel ausfallen ließ. Einige Übelwollende glaubten sogar, daraus schließen zu müssen, daß die Ereignisse rund um den 
Sturz des Duce und die Errichtung des Badoglio-Regimes in Rom ihm etwas den Atem verschlagen hätten. Daß davon keine 
Rede sein konnte, bedarf heute wohl keines Beweises mehr. Es wäre selbstverständlich in der fraglichen Woche genau so wie in 
jeder anderen möglich gewesen, zur Öffentlichkeit zu sprechen, und gerade in diesem Falle war zu den Problemen des Krieges 
und der internationalen Politik mehr zu sagen als bei irgendeiner anderen Gelegenheit. Aber die Rücksicht auf unsere 



nationalen Interessen band uns die Zunge. Was wir sagen konnten, wollten wir nicht, und was wir sagen wollten, konnten wir 
nicht sagen. 

Es ist kein Wort darüber zu verlieren, daß der von der Badoglio-Clique geplante Verrat, der durch die Beseitigung des Duce 
von der Macht zum ersten Male in Erscheinung trat, von der deutschen Kriegführung sofort und in vollem Umfange 
durchschaut wurde. Trotzdem mußte sie gute Miene zum bösen Spiel machen, um die Entwicklung ausreifen zu lassen. So wie 
die Verräterclique, so traf auch sie ihre Maßnahmen in aller Heimlichkeit. Für sie war, um ein Wort Macchiavellis zu variieren, 
der Zeitpunkt gekommen, wo es ein Zeichen großer Weisheit ist, sich töricht zu stellen. Nur so konnte sie die abgrundtief 
gemeinen Pläne der Verräter in Rom durchkreuzen und zerschlagen. 
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Es war hiermit das klassische Beispiel für die Notwendigkeit des Schweigens im Kriege gegeben. Da wir uns zu gut dazu 
waren, etwas zu verlautbaren, was gegen unsere Erkenntnis und Überzeugung ging und, wie wir bestimmt voraussahen, in 
einigen Wochen durch die Ereignisse widerlegt werden würde, da wir andererseits den wahren Sachverhalt nicht schildern 
konnten, ohne den Plänen und Absichten der deutschen Kriegführung zuwiderzuhandeln, da wir zu dritt im dramatischsten 
Augenblick der Entwicklung dieses Krieges nicht zu einem abseitsliegenden Thema das Wort ergreifen und uns damit dem 
Vorwurf der publizistischen Drückebergerei aussetzen wollten, blieb uns nichts anderes übrig als zu schweigen. Wir waren 
dabei der festen Überzeugung, daß die Ereignisse unsere Zurückhaltung nur zu bald bestätigen würden. 

Sie haben das so schnell und so drastisch getan, wie wir selbst das damals gar nicht für möglich halten konnten. Die deutsche 
Kriegführung ging nach der Gefangennahme des Duce von der klaren Erkenntnis aus, daß das Badoglio-Regime die Absicht 
hatte, Italien aus dem Kriege herauszuführen. Alle Beteuerungen der reaktionären Verräterclique in Rom bezüglich ihrer 
Loyalität und Bündnistreue haben sie nicht vom Gegenteil überzeugen können. Man stürzt nicht einen starken Mann und setzt 
einen schwachen an seine Stelle, um, wie die Badoglio-Clique uns vorlügen wollte, den Krieg um so energischer fortzusetzen. 
Die praktischen Maßnahmen des besagten Klüngels in Rom wiesen denn auch alle und ausschließlich darauf hin, daß hier eine 
großangelegte Verräterei im Gange war und damit nicht nur die Absicht verfolgt wurde, uns hinters Licht zu führen, sondern 
unsere im Süden stehenden Truppenverbände dem Feind ans Messer zu liefern und sich diesen treubrüchigen Verrat durch 
bessere Waffenstillstandsbedingungen bezahlen zu lassen. 

Das Badoglio-Regime wollte den Krieg nicht auf eine ehrliche Weise verlassen, sondern sich ausschließlich auf Kosten seines 
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Achsenpartners, dem Italien seit 1940 so viel zu verdanken hatte, aus dem Kriege herausschleichen. Daher die pompösen 
Aufrufe von königlicher Hand über Fortsetzung des Kampfes und Treue zu den eingegangenen Verpflichtungen, demgegenüber 
aber militärische und politische Handlungen eines fortgesetzten Verrats unter den schimpflichsten und entwürdigendsten 
Bedingungen. Man mag es uns ersparen, noch einmal die ganze Skala der Treubrüchigkeit des Badoglio-Regimes 
nachzuzeichnen. Der Ekel steigt uns in die Kehle, wenn wir nur daran denken. Einen schlimmeren Verrat hatte die Geschichte 
bis dahin noch nicht gesehen. Aber es war eine Untreue, von der das Sprichwort schon sagt, daß sie den eigenen Herrn schlägt. 
Die deutsche Kriegführung hat natürlich bei Beginn dieser Entwicklung schon aus ihren klaren Erkenntnissen kalt und nüchtern 
die gegebenen Konsequenzen gezogen. Daß der von der Badoglio-Clique geplante Verrat nicht zum gewünschten Ziele führte, 
lag lediglich daran, daß er von der deutschen Kriegführung durchschaut und durch geeignete Gegenmaßnahmen durchkreuzt 
wurde. Wäre er gelungen, so hätte damit das Reich vor der größten Gefahr dieses Krieges gestanden. Wir urteilen aus bester 
Kenntnis der Dinge, wenn wir erklären, daß es ausschließlich dem Klarblick und der Weitsicht des Führers zu verdanken ist, 
wenn diese Gefahr keinen Augenblick aus den Augen gelassen und entgegen allen scheinheiligen Beteuerungen eines 
verräterischen Königs und seines feigen Marschalls, die, um uns zu düpieren, zur Bekräftigung ihrer Lügen sogar ihre 
Soldatenehrenwörter bemühten, die Maßnahmen getroffen wurden, die die deutschen Interessen, soweit sie mit diesem 
skandalösen Treubruch in Kontakt standen, absolut sicherstellten. 

Die Öffentlichkeit weiß, unter welchen schimpflichen Begleitumständen der Verrat selbst perfektuiert wurde. Nicht genug da- 
mit, daß man einem treuen, zuverlässigen und immer großzügigen 
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Bundesgenossen die geplanten Maßnahmen verheimlichte, man bestritt sie auch noch, als sie schon im Gange und unterzeichnet 
waren, und tat noch ein Übriges, an uns mit Ansinnen militärischer Forderungen heranzutreten, die, wenn sie erfüllt worden 
wären, das denkbar schwerste Unglück über unsere in Italien stehenden Truppenverbände heraufbeschworen hätten. 
Man wird jetzt auch verstehen können, warum der Führer entgegen allen öffentlichen Wünschen in diesem Stadium einer fast 
atemberaubenden Entwicklung nicht zum deutschen Volke sprechen konnte. Die darüber vielfach aufgetretene Enttäuschung 
mußte im Interesse des ungestörten Fortgangs unserer Maßnahmen in Kauf genommen werden. Denn es stand zu erwarten, daß 
der Verräterklüngel in Rom mit noch mehr Dummheit als Charakterlosigkeit zu Werke gehen würde. Und darauf basierte unser 
Plan. Wir mußten uns unsererseits auch dumm stellen, um desto klüger handeln zu können. 

Das deutsche Volk liest heute mit Schaudern die Berichte über die Absetzung und Gefangennahme des Duce. Sie sind uns da- 
mals schon bekannt gewesen, ohne daß wir öffentlich davon Gebrauch machen konnten. Wenn man gegen den Faschismus 



überhaupt einen Vorwurf erheben will, dann den, an die Loyalität eines Königs geglaubt zu haben, dessen Thron er im Jahre 
1922 durch den Marsch auf Rom rettete, der aber, wie die meisten Könige der neueren Geschichte, die starke Politik seiner 
treuesten Diener dadurch belohnte, daß er sie im Augenblick der Gefahr treulos verriet, um in das Lager ihrer Feinde und 
Hasser überzulaufen. Könige pflegen sich im allgemeinen nicht durch die Tugend der Dankbarkeit auszuzeichnen. Wilhelm I., 
der in seinem Treueverhältnis zu Bismarck eine Ausnahme von dieser Regel darstellte, erhielt deshalb den Beinamen „der 
Große". Der Duce war der verkommenen Hofgesellschaft in Rom gut genug gewesen, sie im Jahre 1922 vor dem 
bolschewistischen Genickschuß zu bewahren. 
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Im Jahre 1943 hat sie ihn zum Sturz gebracht, weil sie in ihrem verblendeten Irrwahn glaubte, ohne ihn fertig werden zu 
können. Wie wenig das den Tatsachen entspricht, das hat die jüngste Entwicklung bereits bewiesen. Die gewaltsame Ablösung 
eines starken Mannes bedeutet die Anarchie. Das italienische Königshaus hat denn auch bald erfahren müssen, wie schlecht es 
sich bezahlt macht, eine Persönlichkeit von geschichtlichem Format mit einem feigen verräterischen Marschall zu vertauschen, 
der den Bruch eines Soldatenehrenwortes für den Ausfluß der höchsten politischen Weisheit hält. 

Man kann das italienische Volk nur bedauern, das das Opfer dieses ekelerregenden Vorgangs wurde. Wie die Völker 
Nutznießer der Taten und Leistungen ihrer starken Regierungen sind, so sind sie ebenso Leidtragende der Fehler und 
Trugschlüsse ihrer schwachen, dilettantischen und treubrüchigen Regierungen. Es war deshalb unvermeidlich, daß das 
italienische Volk das dunkelste Kapitel seiner Geschichte schon gleich zu Anfang sehr teuer bezahlen mußte. Es hat allen 
Grund, sich dafür bei den friedenshungrigen Kriegsschmarotzern in der römischen Gesellschaft zu bedanken. Die dreizehn 
Punkte des Kapitulationsvertrages werden ihm schon einen kleinen Vorgeschmack dessen gegeben haben, was seiner harrt. Die 
Weltgeschichte ist das Weltgericht. Die Bürger Italiens mögen in diesen Tagen beim Studium der internationalen Presse 
feststellen, was Freunde und Feinde über den Treubruch der Königs- und Generalsclique denken. Selbst den Engländern und 
Amerikanern steigt der Ekel in die Kehle. Sie handeln augenblicklich nach dem Motto: „Ich liebe den Verrat, aber ich verachte 
den Verräter". Über das Urteil der Geschichte braucht man sich in den betroffenen Kreisen um das Königshaus keinem Zweifel 
hinzugeben. Es ist schon gefällt. 

In London und Washington zeigt man über die deutsche Reaktion auf den Treubruch des Badoglio-Regimes einige 
Verblüffung. 
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Man hatte sich die Sache wesentlich anders vorgestellt, und zwar so: Die im Süden Italiens operierenden deutschen Streitkräfte 
sollten abgeschnitten und vernichtet werden. Dann kamen die von Churchill vorausgesagten amphibischen 
Landungsoperationen, denen wir nicht gewachsen waren; der Luftterror sollte eine weitere Steigerung erfahren, und alles das 
zusammen das deutsche Volk in eine so depressive Stimmung versetzen, daß am 9. November eine Wiederholung der Tragödie 
von 1918 möglich und wahrscheinlich erschien. Nichts von alledem ist eingetreten und wird natürlich eintreten. Die Engländer 
und Amerikaner haben noch einen weiten Weg bis Rom, von Berlin ganz zu schweigen. Die deutsche Wehrmacht ist der 
italienischen Frage in souveräner Überlegenheit Herr geworden. Und was die Stimmung im deutschen Volke anlangt, so ist 
diese im Verlaufe des ganzen Krieges noch nie so kampfentschlossen gewesen wie heute. 

Das italienische Beispiel wirkt auf uns Deutsche nicht ermunternd, sondern nur abschreckend. Wir sehen es geradezu als 
Schulbeispiel an, wie es nicht gemacht werden darf. Bei uns hat niemand den Ehrgeiz, in die Fußstapfen des Badoglio-Klüngels 
zu treten. Im Gegenteil, die Folgen, die der Verrat der Königsclique in Rom an einem großen Führer des Volkes und dann an 
seinen mächtigen Freunden nach sich gezogen hat, sind für jeden Deutschen eine Lehre und Warnung. Sie haben auch dem 
Dümmsten und Leichtfertigsten die Augen geöffnet. In dem Strom von Briefen, der in diesen Tagen bei uns eingelaufen ist, 
befinden sich auch einige, in denen die Schreiber reumütig Abbitte leisten, daß sie in diesem oder jenem Ungemach des Krieges 
ihrer üblen Laune die Zügel hätten schießen lassen, was sie nun angesichts des italienischen Unglücks nur tief bedauern 
könnten. Ein Universitätsprofessor schreibt uns, er sei sonst ein friedfertiger Mann, aber nach Lektüre der dem italienischen 
Volke aufgezwungenen Kapitulationsbedingungen sei in ihm der heilige Entschluß gereift, 
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jeden, der in seiner Gegenwart auch nur andeutungsweise noch gegen den Krieg oder die Sicherheit des Sieges Stellung nehme, 
persönlich und eigenhändig zu züchtigen. So und ähnlich denken heute in Deutschland alle. Die Gefahr hat uns nicht mutlos ge- 
macht, sondern nur noch enger zusammengerückt. 

Es ist also keine der englisch-amerikanischen Hoffnungen in Erfüllung gegangen. Man hat einen vergifteten Pfeil auf uns ab- 
geschossen, aber der Pfeil ist an der Weitsicht unserer Führung und an der harten Kriegsmoral unseres Volkes abgeprallt und 
wieder auf den Schützen zurückgefallen. Eine anfangs tödlich scheinende Gefahr ist abgewendet und damit ein nationales Un- 
glück wieder zum großen Glück geworden. Wie sollten wir angesichts einer so wunderbaren und fast unwahrscheinlichen Ent- 
wicklung einen Zweifel am endgültigen Sieg hegen? Der Krieg birgt so viele Unwägbarkeiten in seinem Schöße, daß man ihn in 
seinem sachlichen Verlauf kaum vorausbestimmen kann. Nur die Tugenden müssen sich gleichbleiben, mit denen man seinen 
Gefahren und Schwierigkeiten begegnet. 



Es sind das die des Mutes und der Standhaftigkeit, des Vertrauens auf ein gerechtes Schicksal, das immer zum Schluß auf der 
Seite des Tüchtigen steht, und einer unwandelbaren Treue sich selbst, seiner Anschauung und Zielsetzung sowie seinen Freun- 
den und Kampfgefährten gegenüber. Gegen alle diese Kriegstugenden hat die verräterische Badoglio-Clique sich schmählich 
versündigt, und die Strafe ist dem Verrat auf dem Fuße gefolgt. Eine Bande von treubrüchigen Kriegsschmarotzern trägt daran 
die Schuld, die ihre hohen und höchsten Ämter dazu mißbrauchten, ihre Ehrvergessenheit zu verstecken und jener falschen 
Klugheit gehorchten, die sich der Gefahr entziehen will, und deshalb in der Gefahr umkamen. Sie haben ihre Namen mit 
Schmach und Schande in das Buch der Geschichte geschrieben. 
Wir verbeugen uns in Achtung vor der großen Persönlichkeit 
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des Duce, der im Unglück des italienischen Volkes, das er weder verursachte noch verhindern konnte, nur um so mehr 
Anspruch auf unsere Bewunderung hat. Die Sympathien, die das deutsche Volk ihm in seiner Gesamtheit entgegenbringt, sind 
ungeteilt. Sie haben bei der Nachricht von seiner Befreiung ihren spontansten Ausdruck gefunden. Wir sind glücklich darüber, 
daß unser Volk so denkt. Es hat noch ein natürliches Gefühl für Dankbarkeit und Treue und wird sich nur um so fanatischer zu 
einem Mann bekennen, je mehr sein Lebenswerk bedroht ist. Niemand vermag heute zu sagen, was das Schicksal mit dem 
italienischen Volke endgültig vorhat. Vielleicht macht es heute einen harten und schmerzlichen Läuterungsprozeß durch, aus 
dem es ein neues Leben empfängt. Es wird darüber selbst entscheiden müssen. Wir haben nach 1918 eine klare Wahl getroffen: 
Sie hieß Kampf, Opfer, Hingabe und Arbeit. Aber wir haben damit wieder den Weg nach oben gefunden. Auch jedes Volk ist 
seines Glückes Schmied. 

Wir Deutschen sind in diesen Wochen auf schmalem Pfad an einem Abgrund vorbeigeschritten. Nicht jeder hat diesen Abgrund 
gesehen; aber alle haben wir uns in fester Geschlossenheit auf den Weg gemacht, immer hinter dem Führer her, der uns auch 
und gerade in seiner manchmal fast bedrückenden Schweigsamkeit die Richtung angab. Tiefer denn je verspüren wir heute den 
Segen seiner großen Persönlichkeit, die über Leben und Zukunft der Nation wacht und der unser ganzes Vertrauen zu schenken 
nicht nur unsere nationale Pflicht, sondern auch unser stolzes Recht ist. So werden wir alle Gefahren dieses Krieges bezwingen. 
Hart und streng wollen wir gegen uns selbst sein, tapfer wollen wir kämpfen, unermüdlich wollen wir arbeiten, unerschütterlich 
wollen wir glauben und vertrauen, bis die Stunde des Sieges kommt. 

Damit wir dann alle von uns sagen können, daß wir sie nicht unverdient empfangen, sondern daß sie des Kampfes, der Arbeit 
und der Treue Preis ist. 
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Die 30 Kriegsartikel für das deutsche Volk 

26. September 1943 

Dieses sind die Kriegsartikel für das deutsche Volk im gewaltigsten Schicksalskampf unserer Geschichte. In ihrem Geiste haben 
auch in diesem gigantischen Ringen ungezählte der besten Deutschen an der Front und in der Heimat ihr Leben für die Freiheit 
und Zukunft unseres Volkes hingegeben. Dafür kämpfen Millionen tapfere deutsche Soldaten auf allen Kriegsschauplätzen, 
arbeiten Millionen fleißige Männer und Frauen in unermüdlicher Bereitschaft zu Hause, in den Fabriken, Werkstätten, Büros 
und Laboratorien sowie auf den Äckern und Feldern. 

Diese Kriegsartikel sollen ein Vermächtnis der Gefallenen unseres Volkes an die Lebenden sein« den Kämpfenden und 
Arbeitenden als Bestätigung ihres hohen Opfersinns, den Säumigen und Unentschlossenen aber als harte Mahnung und strenge 
Aufforderung. 

Artikel 1 

Alles kann in diesem Kriege möglich sein, nur nicht, daß wir jemals kapitulieren und uns unter die Gewalt des Feindes beugen. 
Wer davon spricht oder auch nur daran denkt, begeht damit einen feigen Verrat am Lebensrecht seines Volkes und muß mit 
Schimpf und Schande aus der kämpfenden und arbeitenden deutschen Gemeinschaft ausgestoßen werden. 

Artikel 2 

Wir führen diesen Krieg um unser Lebensrecht. Wenn wir ihn gewinnen, können und werden wir seine Schäden und die durch 

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ihn verursachten Leiden durch Einsatz unserer gesamten nationalen Kraft in verhältnismäßig kurzer Zeit überwinden. Sein 

Verlust wäre das Ende unseres Volkes und seiner Geschichte. 

Artikel 3 

Dieser Krieg ist ein Verteidigungskrieg. Er ist uns von unseren Feinden aufgezwungen worden zu dem Zweck, uns jede 

nationale Lebens- und Entwicklungsmöglichkeit abzuschneiden. Wenn es ihnen gelänge, dieses Ziel zu erreichen, so hätte damit 



die heutige Generation alles das verspielt, was vor ihr ungezählte deutsche Generationen in einem jahrtausendelangen 
Lebenskampf erworben und durch mühe- und opfervollen Fleiß aufgebaut haben. Im Schlußkapitel der Geschichte unseres 
Volkes würde dann nur noch unsere Schmach und Schande verzeichnet stehen. 

Artikel 4 

Wie jeder Krieg, so bringt auch dieser ungezählte Gefahren und Risiken mit sich. Jeder denke daran, daß jede Gefahr und jedes 
Risiko überwindbar ist, wenn ein großes Volk wie das deutsche mit einer starken und zielbewußten Führung wie der dieses 
Krieges sich mit aller Kraft dagegen stemmt und kein Mittel unversucht läßt, damit fertig zu werden. 

Artikel 5 

Wenn alle Deutschen so aus tiefstem Gemeinschaftssinn denken und handeln wie die besten Söhne unseres Volkes, dann 

werden wir diesen Krieg bestimmt gewinnen. Wenn dagegen alle es so an Gemeinschaftssinn fehlen ließen wie die Faulen, 

Feigen und Wankelmütigen, dann wäre er schon längst verloren. Der Krieg steht und fällt also mit dem Gemeinschaftssinn 

unseres Volkes. 

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Artikel 6 

Gemeinschaftssinn beweist der Deutsche, der, so wie er Anspruch auf die Lebensrechte seines Volkes erhebt, auch die Lebens- 
pflichten seine? Volkes treu und gewissenhaft erfüllt. Schon im Frieden und unter normalen Umständen ist jeder auf die Hilfe 
und den Halt der Gemeinschaft angewiesen und muß sich deshalb auch mit voller Person an ihren Lasten und Aufgaben 
beteiligen. Wieviel mehr wird das im Kriege der Fall sein müssen! 

Artikel 7 

Jeder Ratschlag, der vom Feinde kommt, ist eine Versuchung unserer Kriegsmoral. Der Feind will genau wie wir den Sieg er- 
ringen. Alles, was er sagt und tut, soll dazu dienen, uns durch List irrezuführen und durch Tücke zu überrumpeln. Wer also auf 
den Feind hört, und bediente er sich dabei noch so scheinheiliger Argumente, verrät damit sein Volk in der höchsten Gefahr. 
Auch Unwissenheit darf ihn nicht vor der Strafe beschützen, die er verdient. 

Artikel 8 

Schweigen ist ein hohes Gebot der Kriegführung. Nur wenige wissen um die Geheimnisse des Krieges. Diese stellen Waffen im 
Lebenskampfe unseres Volkes dar und dürfen deshalb unter keinen Umständen vor dem Feinde preisgegeben werden. Es ist 
also denkbar unfair und abträglich für das allgemeine Wohl, die Regierung durch Verbreitung von Gerüchten dazu zwingen zu 
wollen, über eine kriegswichtige oder gar kriegsentscheidende Frage öffentliche Erklärungen abzugeben, die dem Feinde nützen 
und damit dem eigenen Volke größten Schaden zufügen. 
466 

Artikel 9 

Die Führung des Krieges handelt nach bestem Wissen und Gewissen. Da sie in vielen Fällen die Gründe ihres Handelns 
öffentlich nicht klarlegen kann, ohne damit auch dem Feind wertvolle Fingerzeige zu geben, kommt es manchmal vor, daß auch 
der Gutwillige diese nicht ganz versteht. Gerade dann hat die Kriegführung Anspruch auf das Vertrauen des Volkes, das sie sich 
durch ungezählte Beweise ihres Mutes, ihrer Kühnheit, ihrer Weitsicht, aber auch ihrer Erfolge verdient hat. Der Besserwisser 
kann sie nur kritisieren, weil sie zum Schweigen verurteilt ist; könnte sie reden, dann wäre er gleich widerlegt. 

Artikel 10 

Es gibt nur eines in diesem Kriege, was wir niemals verlieren dürfen: das ist unsere Freiheit, die Wurzel unseres Lebens und 
unserer Zukunft. Alles andere ist ersetzbar, wenn auch manchmal nur unter schwersten, jahrelangen Anstrengungen. Ein Verlust 
unserer Freiheit dagegen würde zum Verlust jedes anderen materiellen und kulturellen Besitzes unseres Volkes im ganzen wie 
seiner Bürger im einzelnen führen. Wir müssen also, wenn es die Kriegslage erfordert, alles, was wir sind und was wir haben, 
zum Einsatz bringen, um damit das zu erhalten und zu verteidigen, ohne das wir als Volk wie auch als Einzelmenschen nicht 
leben können. Das ist unsere Freiheit. 

Artikel 11 

Es ist ein alter Trick der politischen Kriegführung, ein Volk von seiner Regierung zu trennen, um es führungs- und damit 
wehrlos zu machen. Dieser Trick wäre, wenn er bei uns gelänge, das einzige Mittel, mit dem der Gegner uns überwinden 
könnte. 
467 



Wer auf diese feindliche Kriegslist hereinfällt, ist entweder ein Dummkopf oder ein Verräter. Er gefährdet die Pfänder unseres 
Sieges, für die unsere Soldaten ihr Leben einsetzen und für die unsere Helden den Tod erlitten haben. Er fallt durch seine Treu- 
losigkeit der kämpfenden Front in den Rücken. Keine Strafe ist hart genug, um ihn dafür zur Rechenschaft zu ziehen. 
Gerstenmaier 

Artikel 12 

Hütet Euch vor den Gescheitscheinenden, die mit gleisnerischen Worten Euer Vertrauen zu erwerben versuchen und dann mit 
einem Schwall von Redensarten und Gerüchten Eure Standhaftigkeit unterminieren. Prüft genau, was sie sagen, und Ihr werdet 
bald erkennen, daß nicht die Klugheit, sondern die Feigheit ihr Ratgeber ist. Sie sind zwar Besserwisser, aber keineswegs 
Besserkönner. Wären sie das, dann würden sie, statt zu kritisieren, an der Front oder in der Heimat einen wichtigen 
Kriegsposten ausfüllen und durch ihre Leistung dazu beitragen, den Sieg zu beschleunigen. 

Artikel 13 

Wer über den Krieg und seine Aussichten spricht, soll seine Worte stets so wählen, als wenn der Feind mithörte. Denn in vielen 
Fällen hört er tatsächlich mit, jede unbedachte Redewendung von unserer Seite gibt ihm neuen Mut und Auftrieb und wirkt 
deshalb kriegsverlängernd. Verdrossenheit und Ärger über dieses oder jenes Ungemach des Krieges mögen manchmal eine 
gewisse Berechtigung haben, im Verhältnis zu dem großen Volksschicksal, das wir heute durchleben und durchkämpfen, sind 
sie aber meist nur von untergeordneter Bedeutung. 
468 

Artikel 14 

Man helfe allen Hilfsbedürftigen so viel wie nur möglich. Ist wirksame Hilfe im Kriege nicht durchführbar, so muß der Be- 
troffene wissen, daß sie nur eine spätere Folge des Sieges sein kann. Der Sieg ist die Voraussetzung eines nationalen 
Wiederaufbaues, der alle Schäden des Krieges beseitigt. Je mehr Opfer man also für den Krieg gebracht hat und bringt, desto 
fanatischer muß man an den Sieg glauben, dafür arbeiten und kämpfen. Denn er erst gibt den Opfern, auch den schwersten, 
ihren Sinn. 

Artikel 15 

Es ist darauf zu dringen, daß jeder sich auf das genaueste mit seinen in Gesetzen und Verordnungen niedergelegten Kriegs- 
pflichten vertraut macht. Wer aus Nachlässigkeit oder Vergeßlichkeit solche Gesetze oder Verordnungen übertritt, richtet damit 
genau denselben. Schaden an, als wenn er es aus Bosheit täte. Schon aus diesem Grunde kann er nicht auf Schonung rechnen. 
Der Krieg ist eine ernste Sache, die jeder auch so ernst nehmen muß, wie sie es verdient. 

Artikel 16 

Jede Gewohnheit stumpft ab, auch die des Krieges. Wir müssen deshalb jeden Tag und jede Stunde dagegen ankämpfen, daß 
die Kriegsgewohnheit uns nicht zu einer Stumpfsinnigkeit in der Erfüllung unserer Kriegspflichten verführt. Was heute unsere 
Gewohnheit ist, wird in einigen Jahrzehnten Gegenstand höchster Bewunderung unserer Kinder und Enkel sein. Sie werden die 
Seelenpein, die uns die lange Dauer des Krieges bereitet, nicht mehr empfinden, sondern den Krieg nur in seiner Gesamtheit als 
das größte heroische Erlebnis unserer Volksgeschichte sehen und werten. Man vergesse das nicht im Kriegseinerlei des Alltags. 
469 

Artikel 17 

Alles, auch der Krieg nimmt einmal ein Ende. Wir müssen nur dafür sorgen, daß er ein für uns glückliches Ende nehme. Das 
können wir vor allem durch Gleichmut und Standhaftigkeit des Herzens erreichen. Das Volk wird siegen, das am meisten von 
diesen Tugenden aufbringt. 

Artikel 18 

Es gibt keine dümmere Phrase als die, die Führung habe es besser als das Volk. Das, was der einzelne zu tragen hat, mag 
materiell gesehen manchmal schwerer sein. Aber am schwersten ist doch die Last der Verantwortung, da die Sorgen, die sie mit 
sich bringt, niemals aufhören. Man sei also nicht ungerecht und urteile nicht aus einer momentanen Verstimmung leichtsinnig 
über eine Frage, die sich dem Urteil des Unbeteiligten meistens entzieht. 

Artikel 19 

Nichts ist verächtlicher, als den Standpunkt einzunehmen, daß ein Teil des Volkes den Krieg führt und der andere nur zuzu- 
schauen braucht. Dies ist kein Krieg des Regimes oder der Wehrmacht, sondern ein Krieg des Volkes. Wer daran unbeteiligt 
bleibt, beweist damit nur, daß er seinen Sinn gar nicht versteht. Er ist ein Kriegsschmarotzer, der von den Leiden und 
Leistungen lebt, die andere für ihn auf sich nehmen und vollbringen. Würden diese genau so denken und handeln wie er, dann 



würden wir den Krieg verlieren. Schon im Interesse der Gutgesinnten muß deshalb derjenige, der seine Kriegspflichten 
versäumt, zur Ordnung gerufen werden. Das erfordert der unmittelbare Kriegsnutzen, aber auch die öffentliche Kriegsmoral. 
470 

Artikel 20 

So wie es im Kriege Orden und Auszeichnungen für diejenigen gibt, die sich in der Erfüllung ihrer Kriegspflichten besonders 
hervortun, so muß es Zurechtweisungen und eventuell harte Strafen für diejenigen geben, die ihre Kriegspflichten versäumen. 
Eine versäumte Kriegspflicht wiegt viel schwerer als eine versäumte Friedenspflicht. Jeder Deutsche lebt heute unter 
Kriegsgesetzen. Sie sehen harte Strafen vor, vielfach auch für Vergehen, die man im Frieden nicht allzu tragisch nimmt. Im 
Kriege werden sie zu schimpflichen Verbrechen, weil sie den Sieg gefährden, deshalb verdienen sie die strengste Ahndung. 

Artikel 21 

Der Soldat stirbt an der Front in der Erfüllung seiner harten Pflicht. Er kann fordern, daß derjenige in der Heimat, der den Krieg 
sabotiert oder gefährdet, den Tod erleidet. Die Front hat ein Anrecht darauf, von der hohen Kriegsmoral der Heimat gedeckt zu 
werden. Niemals darf sie das Bewußtsein verlieren, im Rücken gesichert zu sein. Jeder, der durch gemeinschaftswidriges 
Verhalten zu Hause der Front dieses Bewußtsein raubt, verdient die harte Strafe, die der Soldat aus seinem Frontdenken heraus 
gegen ihn verlangt. 

Artikel 22 

Disziplin ist die wichtigste aller Kriegstugenden an der Front wie in der Heimat. Nur in eiserner Geschlossenheit können wir die 

riesigen Probleme des Krieges meistern. Ein Bruch der Disziplin ist ein Bruch der Kriegsmoral und verstößt gegen alle Gesetze 

des Krieges. Jede Lockerung des Zusammenhalts unseres Volkes im Kriege ist ein Verbrechen gegen die Gemeinschaft. In der 

festen Geschlossenheit und harten Entschlossenheit unseres Volkes liegen unsere großen Chancen zum Endsieg. 

471 

Artikel 23 

Niemand darf sich im Kriege über kriegsbedingte Einschränkungen seiner persönlichen Freiheit beklagen. Was bedeuten diese 
auch schon angesichts der Tatsache, daß ungezählte Männer, ja sogar Frauen und Kinder eine solche Beschränkung bis zum 
Verlust ihres Lebens auf sich nehmen müssen! 
Artikel 24 

Der Krieg erfördert von uns allen eine ganze Hingabe an ihn und seine Pflichten. Alles, was uns noch vom Frieden erhalten 
geblieben ist, kann nur als Geschenk auf Widerruf angesehen werden. Wir müssen immer damit rechnen, daß wir früher oder 
später vor der Notwendigkeit stehen, auch darauf zu verzichten. Wir kämpfen in diesem Kriege nicht um die Erhaltung, sondern 
um die Wiederherstellung des Friedens. Gerade im Kriege gilt das Gesetz, daß man das zum Einsatz bringen muß, was man ver- 
teidigen will. 
Artikel 25 

Nichts ist zu kostbar, um für die Freiheit geopfert zu werden. Alles, was wir besitzen, haben wir uns als freies Volk erkämpft, 
erworben und aufgebaut. Es würde ohne die Freiheit seinen Sinn, seinen Zweck, aber auch seine Daseinsmöglichkeit verlieren. 
Es ist besser für eine Nation, zwar bettelarm, aber frei, als scheinbar ungeschmälert in ihrem Besitz, aber unfrei aus einem 
Kriege hervorzugehen. Ein freies Volk kann sich alles das, was es in der Verteidigung seiner Freiheit verloren hat, wieder neu 
erwerben und aufbauen. Ein unfreies Volk wird alles das, was es im Kampf um seine Freiheit geschont hat, verlieren und dazu 
auch noch die Fähigkeit, es jemals wieder zurückzugewinnen. 
472 

Artikel 26 

Die Einsatzpflicht im Kriege geht sogar so weit, daß der einzelne sein Leben hingeben muß, um das Leben seines Volkes zu 
erhalten und zu beschützen. Wie sollte man angesichts dieses höchsten und unwiderruflichen Opfers nicht auch verlangen 
können, daß jeder, wenn die Lage es erfordert, auf Besitz und Eigentum verzichtet, um damit dem Siege zu dienen und den 
Schutz der Gemeinschaft seines Volkes sicherzustellen! Erst durch die Bereitwilligkeit zu solchen Opfern wird aus einer 
Ansammlung von Menschen ein Volk und in einem höheren Sinne aus einem Volk eine Nation. 
Artikel 27 

Die deutsche Nation, frei und nach allen Richtungen hin lebensund entwicklungsfähig, das ist das Ziel unserer Politik und 
Kriegführung. Unsere Generation muß dieses Ziel durch Kampf und harte Arbeit sicherstellen. Wie die Dinge liegen, kann die 
Erringung dieses Zieles nicht auf später vertagt werden. Entweder wir erreichen es, oder es wird nie erreicht. 

Artikel 28 

Unsere Generation also trägt nicht nur besondere Lasten, sondern auch eine besondere Ehre. Siegen wir im Kampfe, 

und wir können und müssen siegen, dann werden wir als das ruhmgekrönteste Geschlecht in die deutsche Geschichte 



übergehen, unterlägen wir, dann würde unser Name durch Jahrhunderte von nachfolgenden Generationen, die dann 
die furchtbare Last unseres Versagens zu tragen hätten, verachtet und verflucht werden. 

Artikel 29 

Es gibt Menschen, die das nur wenig interessiert. Das sind die Materialisten, die allein an ihre Bequemlichkeit und an den 
Genuß 

473 

ihres Lebens denken und keinen Sinn für geschichtliche Pflichten besitzen. Man kann ihnen nur mit tiefster Verachtung 
begegnen. Aus Vergnügungshunger wären sie bereit, die ganze Zukunft unseres Volkes preiszugeben. Wo sie sich zu Wort 
melden, muß man ihnen gleich mit aller Schärfe entgegentreten. Sie verstehen keine sachliche Diskussion, da sie nur aus 
Eigennutz urteilen. Sie handeln nach dem Grundsatz: Nach uns die Sintflut! Wir setzen dieser charakterlosen Gesinnung den 
Grundsatz entgegen: Wenn wir schon für viele Jahre auf unser Lebensglück verzichten müssen, sollen wenigstens unsere Kinder 
und Enkel es einmal besser haben! 

Artikel 30 

In allem, was Du tust und unterläßt, was Du sagst und verschweigst, bedenke, daß Du ein Deutscher bist! Glaube treu 
und unerschütterlich an den Führer und an den Sieg! Halte Dir stets vor Augen, daß Du ein Kind des tapfersten und 
fleißigsten Volkes der Erde bist, das viel Unglück und Leid ertragen muß, um zu seinem Ziel zu kommen, das aber 
trotz allem dieses Ziel erreichen wir, wenn es den edlen Tugenden, die in ihm schlummern, treu bleibt und in diesem 
Kriege bereit ist, wenn nötig alles hinzugeben, um damit seine Freiheit und seine Zukunft sicherzustellen. 

ENDE